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Infos aus dem örtlichen Leben

Die Informationen auf dieser Seite stehen Ihnen hier 3 Wochen zur Verfügung. Danach finden sie die wichtigen Texte für etwa 1 Jahr unter der Rubrik „Aktuelles / Info-Archiv“.

09.11.2018

Helga Becker als „Frau Nägele“ und „d’r Missjöh“ mit „Mandolinen & Mondschein“ im Murrer Bürgersaal

Frau Nägele im ersten Teil mit geblümtem Kleid
Frau Nägele und Musiker Gerhard Weisshaupt im zweiten Teil des Auftritts

Schwäbische Zeitreise in die Wirtschaftswunderzeit zum großen Vergnügen des Publikums

Eine schwäbische Zeitreise zurück in die Zeit des Wirtschaftswunders, der Petticoats und Käse-Igel - das kündigt die Steinheimer Heimatpflegerin und Künstlerin Helga Becker im Pressetext ihres Programms "Frau Nägele: Mandolinen & Mondschein" an. Bei ihrem Gastspiel im Murrer Bürgersaal am 3. November 2018 in der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" bewies sie sehr zum Vergnügen des Publikums: "Mandolinen & Mondschein" ist weit mehr. Doch vor allem war der Auftritt eines: Hervorragende und kurzweilige Unterhaltung - einen ganzen Abend lang. Die 150 Gäste, für die vor Beginn der Veranstaltung noch Stühle herangeschafft werden mussten, gingen begeistert mit und sparten zwischendurch und am Ende des Abends nicht mit lang anhaltendem, lebhaftem, herzlichem Beifall.
Die gebürtige Murrerin Helga Becker hat sich in den letzten Jahren einen Namen als Steinheimer Archivarin und Heimatpflegerin, sachkundige Verfasserin heimatgeschichtlicher Beiträge, als originelle Stadtführerin und als talentierte Bühnenkünstlerin Frau Nägele gemacht. Als solche trat sie zusammen mit ihrem Bruder Gerhard Weisshaupt als "d'r Missjöh" im Murrer Bürgersaal dort auf, wo ihre familiären Wurzeln liegen.
Und mit dem Programm "Mandolinen & Mondschein" ging es denn auch zurück in die Vergangenheit der 50er und 60er Jahre, zurück in die eigene Kindheit und Jugend, eine Zeit, die auch die Mehrheit des Publikums miterlebt hatte und - wie mehrfach an dem Abend deutlich wurde - auch noch lebhaft und gut in Erinnerung hat. Stilecht in einem weit schwingenden geblümten Kleid mit Petticoat, hochtoupierter blonder Lockenpracht und Retro-Brille betrat Helga Becker, Verzeihung: Frau Nägele die Bühne, den "Missjöh" in einem genauso zeitgemäßen roten Anzug als musikalischen Begleiter an ihrer Seite.
Und sofort wurden kleine Begebenheiten und Beobachtungen und große Erinnerungen und Erlebnisse aus der Wirtschaftswunderzeit lebendig - und das natürlich in lupenreinem Schwäbisch. Wie der flotte Staubsaugervertreter Svoboda mit seiner schwarzen Haartolle die Frauen in der Nachbarschaft bezirzte, wie in der Familie die ersten Cocktailpartys gefeiert wurden - natürlich mit Käseigeln und russischen Eiern, und wie sich die junge Frau Nägele unsterblich in Cassius Clay verguckte.
Helga Becker gelang es, viele typische Erscheinungen und Erlebnisse dieser Zeit aufzuspießen, ihnen mit viel Einfühlsamkeit und genauer Beobachtungsgabe eine persönliche Note zu geben und nahm sich dabei genauso aufs Korn wie andere, so dass niemand sich bloßgestellt fühlen musste. Und auch wenn peinliche oder sehr persönliche Erinnerungen das Thema waren, ging der Humor bei aller Deutlichkeit nie unter die Gürtellinie. Im Gegenteil: Helga Becker als waschechter Schwäbin gelang es meisterhaft, die im schwäbischen Dialekt enthaltenen Möglichkeiten, direkt und deutlich zu werden, ohne ins Fettnäpfchen zu treten, einzusetzen und auszuspielen.
Perfekt auf die Textbeiträge sind die präsentierten Schlager aus der Zeit abgestimmt, die von Helga Becker und Gerhard Weisshaupt im Duett gesungen und gespielt werden. Weisshaupt spielt dabei seine Talente und Erfahrungen aus jahrelangem Musikmachen aus und ergänzt mit seinen Keyboards und seiner Stimme als "d'r Missjöh" Frau Nägele kongenial.
Bemerkenswert ist dabei, dass bewiesen wird, wie falsch der deutsche Schlager oft eingeschätzt wurde und wird. Frau Nägele und "d'r Missjöh" beweisen, wie gut und schön die Schlager-Melodien sind, weil sie jede und jeder im Ohr hat und sofort begeistert mitsingt, wie man es im Murrer Bürgersaal erleben konnte. Und auch die Texte, über deren Gehalt man gewiss streiten kann, werden von vielen im Saal begeistert von Anfang bis Ende mitgesungen.
Nach der Pause im zweiten Teil spielt das Fernsehen die Hauptrolle. Natürlich prägte das neue Medium, das in den 60er Jahren allmählich die Haushalte eroberte, diese Zeit ganz wesentlich. So wusste der ganze Saal sofort, wofür mit dem Spruch "Halt mein Freund, wer wird denn gleich in die Luft gehen" damals Reklame gemacht wurde oder wie die Western-Serie mit der brennenden Landkarte im Vorspann hieß ("Bonanza"). Und wenn man als Kind in dieser Zeit groß geworden ist, hat man es sicher fast genauso miterlebt wie Frau Nägele, dass man heimlich unter dem Esstisch Sendungen verfolgt hat, vor denen einen die Erwachsenen eigentlich ins Bett geschickt haben. Auch den typischen deutschen Unterhaltungsfilm, der in der Regel eine Urlaubsreise nach Italien zum Inhalt hatte, ließ Frau Nägele vor den Augen und Ohren des Publikums lebendig werden.
Die Gäste im Bürgersaal machten nach gut zwei Stunden mit lang anhaltendem Beifall ihrer Begeisterung Luft und zeigten, dass Helga Becker und Gerhard Weisshaupt als Frau Nägele und "d'r Missjöh" mit "Mandolinen & Mondschein" voll ins Schwarze getroffen haben.

02.11.2018

Frederickwochen in der Ortsbücherei Murr

Eine Autorin liest vor Kindern im Rahmen der Frederick-Woche

Auch in diesem Jahr hat die Ortsbücherei wieder zwei tolle Kinderbuchautoren eingeladen, um unseren Grundschülern zu erzählen, wie das mit dem Bücher schreiben so funktioniert.
Für die Erst- und Zweitklässler haben wir Alexander Steffensmeier, den Autor der mittlerweile sehr bekannten Reihe rund um die Kuh Lieselotte, eingeladen. Der Illustrator zeigte den Kindern zuerst seine Heimatstadt Münster und seinen Arbeitsplatz mit Blick auf den Bahnhof. Wer weiß, vielleicht fährt Lieselotte irgendwann auch mal mit dem Zug?
Dann liest er, begleitet von einem Bilderbuchkino, aus seinem ersten Bilderbuch "Lieselotte lauert". Das handelt davon, wie es dazu kommt, dass aus Lieselotte eine Postkuh wird und aus dem verhassten Postbote ihr Freund. Den kann sie zunächst nämlich gar nicht leiden.
Im Anschluss daran zeichnet Herr Steffensmeier zur Freude der Kinder große Bilder der Figuren aus seinen Büchern. Diese durften mit in die Schule genommen werden und finden dort sicher einen Ehrenplatz.
Komplimente wie: "Du kannst ja gut zeichnen." oder "Du kannst mal Künstler werden", haben Herrn Steffensmeier bestimmt sehr gefreut. Sie kamen von Herzen.
Sein neuestes Buch "Lieselotte hat Langeweile" war ein sehr schöner Abschluss und hat sicher viele Kinder neugierig auf mehr gemacht.

Auch unsere zweite Autorin, Alice Pantermüller, bekannt für ihre Lotta-Leben Bücher, war ein voller Erfolg. Sie hat zunächst aus ihrem Buch "Superhelden fliegen geheim", einer Geschichte über eine Familie mit Superheldenkräften, gelesen. Nur die Hauptperson, Karline, ist noch keine Superheldin. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und so wird auch aus ihr eine Heldin mit Superkraft.
Die Kinder der dritten und vierten Klassen hatten viele Ideen, welche Superkräfte sie gerne hätten, von "Fliegen" über "unter Wasser atmen können " bis hin zur "Teleportation" und noch viele mehr. Die Kinder hatten auch viele Fragen an Alice Pantermüller, welche sie alle sehr geduldig und ausführlich beantwortet hat.
Zum Schluss hat sie natürlich noch aus ihrem neuesten Lotta-Leben Buch "Da lachen ja die Hunde!" vorgelesen. Es wareine sehr spannende und lebendige Lesung. Frau Pantermüller hat mit ihren Geschichten ihr Publikum begeistert. Wir hätten nochviel länger zuhören können!

Die Leserallye in der vergangenen Woche war ebenfalls ein gut besuchtes Highlight der Frederickwochen. Zahlreiche Kinder, deren Eltern und Großeltern haben die Gelegenheit genutzt, spannenden Geschichten zu lauschen.
Wir möchten ganz herzlich den Vorlesern, unserem Bürgermeister Herrn Bartzsch, Pfarrer Daniel Renz, Cordula Kraft aus dem Jugendhaus und den Lehrerinnen der Lindenschule, für ihr Engagement danken. Es macht immer wieder viel Spaß, den doch so unterschiedlichen Geschichten zuzuhören.

02.11.2018

Diamantene Hochzeit von Mariane und Gernot Oertel

Mariane und Gernot Oertel

Am Montag, 29. Oktober 2018, konnte das Ehepaar Mariane und Gernot Oertel das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit feiern.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihnen anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Als Jugendliche haben sie sich in einem kleinen hessischen Dorf kennengelernt. Dort fand auch die standesamtliche Hochzeit statt. Die kirchliche Hochzeit fand einen Tag später in Limburg statt.
Wir wünschen dem Ehepaar Oertel noch viele gemeinsame Jahre bei guter Gesundheit.

02.11.2018

Krimiveranstaltungen in der Ortsbücherei

Krimi-Autor Oliver Kern

Im November wird es in der Murrer Ortsbücherei kriminell: Zwei Veranstaltungen zum Thema Krimi stehen auf dem Programm: Am Montag, dem12. November 2018, ist der Autor Oliver Kern zu Gast in der Bücherei.
Kern, der in Niederbayern aufgewachsen ist, legt nach einer Krimireihe, die in Lissabon angesiedelt ist, und anderen hochkarätigen Krimis mit "Eiskalter Hund" 2018 seinen ersten Bayern-Krimi vor. Im Mittelpunkt steht Fellinger, ein grantliger Typ, der wegen des Knies nicht Kriminalbeamter, sondern Lebensmittelkontrolleur geworden ist. Das hindert ihn jedoch nicht daran, Ermittlungen anzustellen, als er im Kühlhaus des örtlichen chinesischen Restaurants einen säuberlich ausgenommenen toten Hund findet und feststellen muss, dass auch dessen Besitzerin verschwunden ist ...
Ein Krimi mit komödiantischen Elementen, noch dazu auf hochbayerisch.
Beginn der Veranstaltung ist 20.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Am Donnerstag, dem 15. November, gibt Claudia Werning von der Marbacher Buchhandlung Taube Lesetipps unter dem Titel "Meine besten Krimis".
Sie stellt dabei nicht nur Neuerscheinungen aus diesem Jahr vor, sondern auch Lieblingsbücher aus früheren Jahren.
Beide Veranstaltungen finden in der Ortsbücherei statt. Beginn ist um 20.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

26.10.2018

Erster Kinderspielzeug-Flohmarkt am 11. Oktober lockte zahlreiche Besucher an

Spielzeug-Flohmarkt bei strahlendem Sonnenschein im Innenhof des Bürger- und Rathauses

Bei strahlendem und ungewöhnlich warmem Oktoberwetter waren von den Verkaufstischen, die die Gemeinde Murr für den ersten Kinderspielsachen-Flohmarkt im Innenhof des Bürger- und Rathauses zur Verfügung gestellt hatte, die Schattenplätze am begehrtesten.
16 Tische waren von den Kindern im Vorfeld in der Ortsbücherei reserviert und nun mit reichlich aussortierten Spielsachen dekoriert worden. Verkaufsstart war um 14.00 Uhr und pünktlich waren bereits die ersten Käufer zur Stelle. Obwohl von ihren Eltern unterstützt, war das selbständige Verkaufen für die Kinder ein Heidenspaß. So mancher legte sein verdientes Geld gleich wieder in "neuen" Spielsachen an. Selbst kurz vor Ende der Aktion gegen 18.00 Uhr konnte eine Käuferin noch ein Kindermöbelstück erwerben, nach dem sie schon lange gesucht hatte.
Sicherlich war dies nicht der letzte Flohmarkt dieser Art, den es im Murr geben wird.

05.10.2018

Aktion "Wunschweihnachtssterne"

Die Gemeindeverwaltung organisiert in diesem Jahr erstmalig eine Weihnachtswunschaktion für Murrer Kinder aus sozial schwachen Familien bis zum Alter von 16 Jahren - die so genannten "Murrer Wunschweihnachtssterne".
Wie es geht, erfahren Sie hier.

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