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Infos aus dem örtlichen Leben

Die Informationen auf dieser Seite stehen Ihnen hier 3 Wochen zur Verfügung. Danach finden sie die wichtigen Texte für etwa 1 Jahr unter der Rubrik „Aktuelles / Info-Archiv“.

24.05.2019

Nachhaltigkeitstage in der Ortsbücherei Murr

An den diesjährigen N!-Tagen, welche vom 1. bis 4. Juni 2019 in Baden-Württemberg stattfinden, dreht sich wieder alles um zukunftsweisende Ideen und Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit. Dies beinhaltet sowohl Projekte zur Nachhaltigkeit im Konsum- und Lebensmittelbereich, aber auch im Bereich des Natur- und Umweltschutzes.
Das Motto lautet in diesem Jahr: "Jede Tat zählt!" Für viele ist Nachhaltigkeit bereits ein Thema im Alltag. All jenen, die bisher nur darüber nachdenken, sei gesagt, bereits kleine Aktionen können viel bewegen. Wenn nur jeder einen kleinen Beitrag leisten würde, wäre schon viel erreicht. Die Bücherei hält viele Bücher zum Thema Nachhaltigkeit bereit, so dass Sie sich umfassend informieren und erste Schritte zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in Ihrem Alltag unternehmen können.
Auch die Ortsbücherei Murr möchte sich wieder mit einem Kinderworkshop an den Nachhaltigkeitstagen beteiligen. Am Mittwoch, dem 5. Juni 2019, möchten wir mit Kindern ab 7 Jahren eine Behausung für Ohrwürmer bauen. Beginn ist um 15.30 Uhr. Da die Teilnehmerplätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung bis Samstag, den 1. Juni 2019, in der Ortsbücherei oder unter der Telefonnummer.: 07144/2699-18! Der Eintritt ist frei.

24.05.2019

Petra Durst-Benning in Murr

Auch in Murr hat sie zahlreiche Fans: Petra Durst-Benning, eine der erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen. Am Donnerstag, dem 9. Mai 2019, war sie zu Gast im Murrer Bürgersaal, um ihr neuestes Buch vorzustellen: Den zweiten Band der neuen Reihe "Die Fotografin".
Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine junge Frau Anfang des 20. Jahrhunderts, Mimi Reventlow, die für die damalige Zeit schon sehr emanzipiert war, wie so manche Frauen-Figur in den inzwischen über 20 bisher erschienenen Romanen der Autorin. Mimi Reventlow ist Fotografin, übt also einen Beruf aus, was für Frauen der damaligen Zeit schon ungewöhnlich war.
Wie Petra Durst-Benning ihren Leserinnen im Anschluss an die Lesung verriet, wendet sie für jeden Plot ihrer Bücher viel Zeit zur Recherche im Vorfeld auf, und so erfuhren die Zuhörerinnen viel Interessantes über die Anfänge der Fotografie und auch über die beginnende Industrialisierung mit allen ihren Verwerfungen in der Textilherstellung, speziell der Leinenweberei in Laichingen auf der schwäbischen Alb, wo die Geschichte um Mimi Reventlow spielt. Es entwickelte sich eine fesselnde Geschichte, die von der sympathischen Autorin spannend vorgetragen wurde.
Ein umfangreicher Büchertisch der Buchhandlung Taube aus Marbach bot in ansprechender Weise jede Menge Bücher der Autorin an und rundete damit den rundum gelungenen Veranstaltungsabend ab.

24.05.2019

Fantasie und Wirklichkeit werden in Bildern dreier Malerinnen lebendig

Ausstellung von Gisela Göppel, Brigitte Traub und Monika Waldmann wurde am 12. Mai eröffnet - Werke bis zum 30. Juni 2019 im Bürger- und Rathaus zu sehen

Eine große Zahl von Kunstinteressierten fand am Sonntag, dem 12. Mai 2019, den Weg ins Bürger- und Rathaus, um an der Eröffnung einer Ausstellung mit Bildern von Gisela Göppel, Brigitte Traub und Monika Waldmann teilzunehmen. Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich in seiner Begrüßung als Hausherr erfreut, dass am späten Nachmittag des Muttertags so viele Besucherinnen und Besucher gekommen waren, um die Vernissage unter dem Titel "Fantasie und Wirklichkeit" mitzuerleben. Gerne öffne die Gemeinde das Bürger- und Rathaus für die Kunst, so der Schultes, weil das Gebäude dafür gute Voraussetzungen habe, weil dann für einige Wochen anregende und inspirierende Kunstwerke die Wände schmücken und weil dadurch interessierte Besucher das Haus besuchen und die Räume beleben.
Unter den Gästen begrüßte Bartzsch auch seinen Amtsvorgänger, Murrs Ehrenbürger Manfred Hollenbach mit Ehefrau, und seinen Beilsteiner Amtskollegen Patrick Holl mit Ehefrau.
Diese, Désirée Holl, hatte auch eine Aufgabe bei der Vernissage übernommen, nämlich die der Einführungsrednerin. Ihr gelang es, als Kunsthistorikerin sehr fachkundig, aber gleichzeitig auch sehr persönlich und einfühlsam, dazu überaus lebendig über die Werke in der Ausstellung sowie die künstlerische Handschrift der drei Malerinnen zu sprechen und sie den Gästen nahezubringen. Dazu hatte sie ausführliche Vorgespräche mit Gisela Göppel, Brigitte Traub und Monika Waldmann geführt und sich vor der Ausstellungseröffnung vor Ort bereits ein Bild von den gezeigten Werken gemacht.
Als Leitmotiv wählte sie den Titel der Ausstellung "Fantasie und Wirklichkeit", der in den Bildern - ob eher abstrakt oder eher gegenständlich - wie auch in der gesamten Ausstellung eine Rolle spiele. Ohne Fantasie sei künstlerisches Schaffen nicht möglich, sie sei der Antrieb, aus eigener Anschauung der Wirklichkeit heraus und den Emotionen, Assoziationen und Stimmungen, die dadurch ausgelöst werden, ein Bild, ein Kunstwerk zu erschaffen.
Fantasie werde aber auch beim Betrachter ausgelöst, der beim Anschauen der Bilder seine ganz eigenen Eindrücke habe und sich eigene Gedanken zu ihnen mache.
Dies gelte, so Désirée Holl, auch, wenn die künstlerischen Voraussetzungen, Entwicklungen und Handschriften der drei Malerinnen unterschiedlich seien. So habe Gisela Göppel eine fundierte künstlerische Ausbildung absolviert und ist unter anderem als Dozentin für Aquarelltechnik tätig. Ihre Bilder in Aquarell, Pigment- und Mischtechniken wurzeln oft in einer Fantasiewelt und haben meist eine Prise Humor.
Monika Waldmann bevorzugt Landschaften und Blumen als Motive und Brigitte Traub malt oft nach Motiven, die sie von Reisen als Fotos mitgebracht hat.
Alle drei Künstlerinnen sind Teil einer Malgruppe, lernen mit- und voneinanderund malen schon seit Jahren miteinander.
Mit nahezu 80 Bildern ist die Ausstellung sehr reichhaltig, vielfältig und abwechslungsreich, was die Malstile, Techniken und Bildmotive angeht.
Die musikalische Gestaltung der Vernissage am 12. Mai 2019 haben der Gitarrist Julian Staudenmaier und die Sängerin Miriam Lutz beigesteuert. Mit ihren vielfältigen Stücken zeigten sie ihr großes Können, musikalischen Schwung und Sensibilität und dass sie hervorragend aufeinander eingespielt sind und setzten so der Veranstaltung noch ein weiteres Glanzlicht auf.
Die Ausstellung wird im Bürger- und Rathaus Murr bis zum 30. Juni 2019 zu den folgenden Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes Murr zu sehen sein: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag von 13.30 bis 18.00 Uhr, Dienstag von 13.30 bis 16.30 Uhr und Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr.

10.05.2019

Mordfälle mit reizvollem Bouquet und perfekter musikalischer Note

Barbara Gräsle und Stephan Kalinke
Die Musiker Barbara Gräsle und Stephan Kalinke mit Instrumenten auf der Bühne des Bürgersaals
Sprecher Rudolf Guckelsberger
Sprecher Rudolf Guckelsberger auf der Bühne in Aktion

Abend mit Duo "BitterGreen", Sprecher Rudolf Guckelsberger und besonderen Tropfen als perfekte Unterhaltungs-Cuvée

Was sich mancher vielleicht nicht so recht vorstellen konnte - eine Kombination aus Musik, Texten und besonderen Weinen - erwies sich am Samstag, dem 4. Mai 2019, im Murrer Bürgersaal als perfekte Unterhaltungs-Cuvée, als das Duo "BitterGreen" mit den Musikern Barbara Gräsle und Stephan Kalinke und Sprecher Rudolf Guckelsberger ihr Programm "Tödlich im Abgang - Weinkrimis und Musik" auf Einladung der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" präsentierten. Eine fein aufeinander abgestimmte Mischung aus schöner Musik, subtil-makabren Krimitexten, die überaus lebendig vorgetragen wurden, und einigen besonderen Tropfen direkt aus Murr begeisterte die rund 50 Gäste im Bürgersaal ohne Einschränkungen.
"BitterGreen" - das waren an diesem Abend die studierte und preisgekrönte Gitarristin, Banjo-Spielerin und Sängerin Barbara Gräsle und der wandlungsfähige und stimmgewaltige Sänger, Bassist und Mandolinen-Spieler Stephan Kalinke. Als perfekt aufeinander eingespieltes Duo spielten und sangen sie Lieder vornehmlich von großen amerikanischen Singer-Songwritern wie John Denver, Gordon Lightfoot, James Taylor oder Jim Croce. Lieder, die Geschichten erzählen und dabei Bilder im Kopf entstehen lassen, Songs, die den meisten vertraut sind, die man sofort mitsummen kann und dies auf eine ungemein feinfühlige, musikalisch perfekte Weise und mit viel Liebe zum Detail arrangiert und dargeboten. Perfekt das variantenreiche, dynamisch-sensible Gitarrenspiel von Barbara Gräsle auf verschiedenen Instrumenten (darunter eine eigens für sie gebaute neun-saitige Gitarre), kongenial die Bassbegleitung von Stephan Kalinke und sein wandlungsfähiger Gesang und absolut hinreißend die zweistimmigen Gesangsparts. Dies alles verlieh vertrauten Stücken wie "Time in a bottle", "If you could read my mind" oder auch "Kugel im Colt" von Udo Lindenberg eine besondere, persönliche Note und war Takt für Takt einfach ein wunderbarer Hörgenuss. Dazu die sympathisch-unprätentiöse Ausstrahlung der beiden Musiker, die das Publikum von der ersten Minute begeisterte.
Quasi als dritter Musiker auf der Bühne erwies sich Sprecher Rudolf Guckelsberger. Der bekannte SWR-Moderator und Nachrichtensprecher modulierte mit seiner wohltönenden Stimme die Krimitexte wie Musikstücke - vielfältig, nuanciert, spannend und überaus lebendig. Dabei handelte es sich beileibe nicht um schöne Begebenheiten, die er da vorträgt. Mordtaten sind es, Kriminalfälle von bekannten Autoren, die jeder für sich Perlen der Formulierkunst darstellen, aber durchweg eine mal mehr, mal weniger makabre Note haben. Subtil, wie ein Mann geschildert wird, der seine mittlerweile ungeliebte Ehefrau loswerden will und letztendlich selber zum Opfer seiner Gattin wird. Auch die Leidenschaft für gute Tropfen, kombiniert mit typisch männlicher Sammellust, kostet das eine oder andere Opfer das Leben. Es tut einem ja wirklich in der Seele weh, wenn geschildert wird, wie die Gefährtin eines Mannes dessen wertvolle Champagner-Sammlung als Vollbad missbraucht oder in "Tod einer Weinkönigin" die junge unsensible Geliebte einen edlen Tropfen in der Mikrowelle und mit einem Beutel Glühwein-Gewürz misshandelt. Wie Rudolf Guckelsberger diese makabren Begebenheiten auf der Bühne lebendig macht, wie er sprachlich in die verschiedenen Rollen schlüpft, wie er - mal laut, mal leise, mal drohend, mal einschmeichelnd - den Gefühlen der Protagonisten Ausdruck verleiht, ist schlichtweg begeisternd. Er ist ein Meister der Sprechkunst und wird wie die Musiker immer wieder mit Beifall belohnt.
Passend zu den Geschichten wurde den Gästen im Bürgersaal eine Auswahl besonderer Tropfen aus Murrer Anbau angeboten. So konnte man sich in das "Champagner-Bad" mit einem hauseigenen Sekt noch besser hineinfühlen. Ein edler Roséwein garnierte die Geschichte "Großer schwarzer Vogel" von Simone Ruggeri und ein rosa Chardonnay symbolisierte für das Publikum den edlen Tropfen, der in einer anderen Geschichte vom späteren Opfer als schnöder "Rotspon" bezeichnet wird - was den Weinliebhaber zum Mörder werden lässt. Mit einem Gläschen Lemberger konnten sich die Gäste besser hineinversetzen in die Gefühle des verletzten Liebhabers, als er seinen edlen Tignanello als Glühwein enden sieht. Zum Schluss servierte das engagierte Kulturprisma-Bewirtungsteam Karin Schmudde, Martina und Konrad Storz jedem Besucher noch ein paar köstliche Pralinen aus Murrer Herstellung, die die abschließende Geschichte nicht nur illustrierten, sondern auch versüßten.
Insgesamt erlebten die Besucher im Bürgersaal mit Barbara Gräsle, Stephan Kalinke und Rudolf Guckelsberger und ihrem Programm "Tödlich im Abgang" einen Abend, der Gehör- und Geschmackssinn auf besondere und vielfältige Art und Weise verwöhnte, was sie zum Schluss auch mit begeistertem Applaus zum Ausdruck brachten. Eine Zugabe von Musikern und Sprecher war die Belohnung.

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