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Infos aus dem örtlichen Leben

Die Informationen auf dieser Seite stehen Ihnen hier 3 Wochen zur Verfügung. Danach finden sie die wichtigen Texte für etwa 1 Jahr unter der Rubrik „Aktuelles / Info-Archiv“.

17.01.2020

Ein Gesamtkunstwerk unter dem Motto „Zeit und Traum“ aus Musik, Gedichten und Texten zum Auftakt des Jahres im Bürgersaal

Neujahrskonzert mit der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim unter Peter Wallinger

Mit einem Höhepunkt zu Jahresbeginn hat die Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" wieder einmal aufgewartet, als am 11. Januar 2020 im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses traditionell das Neujahrskonzert mit der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim präsentiert wurde. Vor vollem Saal spielte das besondere Orchester mit seinem Gründer und Leiter Peter Wallinger als Dirigent ein Konzert unter dem Motto "Zeit und Traum", das das Publikum durch seine Zusammenstellung unbekannter und bekannter Werke und die leidenschaftliche, lebendige und differenzierte Art des Musizierens von Anfang bis Ende in den Bann zog.
Das Neujahrskonzert gehört fast seit Bestehen des Bürger- und Rathauses zu den Konstanten des gemeindlichen Kulturangebots, es ist aber in dieser Zeit nie in Routine oder gar Langeweile erstarrt. Das liegt an dem besonderen Orchester, das junge und erfahrene Musikerinnen und Musiker vereint, die sämtlich die Leidenschaft an der und für die Musik zusammenführt. Das liegt aber auch vor allem an Peter Wallinger, dem es seit jeher ein wichtiges künstlerisches Anliegen ist, wenig bekannte Musik vertrauter und vertraute Musik neu erlebbar zu machen. Dazu beigetragen hat darüber hinaus in diesem Jahr auch wesentlich der Rezitator Johann-Michael Schneider - zum zweiten Mal in Murr dabei -, der zwischen den Stücken Gedichte, Texte oder kurze Rezitationen von Johann Wolfgang Goethe bis zu Heinz Erhardt einstreute, die die Musik kongenial ergänzten, bereicherten und akzentuierten. So entstand ein Gesamtkunstwerk, das den Abend zu einem besonderen Erlebnis machte.
Werke aus vier Jahrhunderten spielte das Orchester, Musikstücke, die unterschiedlicher nicht sein konnten, wie die Komposition "Festina lente" des estnischen Komponisten Arvo Pärt, in der drei Instrumentengruppen beginnen, gleichzeitig zu spielen, die Melodie aber in drei verschiedenen Tempi vortragen. Die am schnellsten gespielte Melodie wird sieben Mal wiederholt. Nach einer kurzen Coda verblasst die Musik und verklingt ins Nichts. Hier kam der schwebende, silbrige, äußerst feine und sensible Streicherklang des Orchesters auf das Schönste zur Geltung und glitt am Ende fast unmerklich in ein Nichts über, was beim Zuhören fast den Atem stocken ließ.
Den lebhaften Kontrast direkt danach boten die Musiker mit dem Adagio für eine Orgelwalze von Mozart und der Humoreske IV von Jean Sibelius. Im Anschluss rezitierte Johann-Michael Schneider, frei schaffender Schauspieler, Theatermusiker und Regisseur, Rainer Maria Rilkes impressionistisches Gedicht "Das Karussell" so lebendig, dass man meinte, tatsächlich auf einem Rummelplatz vor einem vorbeikreiselnden Karussell zu stehen und hölzerne Tiere und lachende Kinder an sich vorbeischweben zu sehen: "... und dann und wann ein weißer Elefant."
Als Solistin brillierte in Gioacchino Rossinis Streichersonate A-Dur vor der Pause Konzertmeisterin Sachiko Kobayashi, Mitglied des bekannten "Lotus String Quartets", und bewies mit fein nuancierter Dynamik, schwelgerischen Melodiebögen und Pizzicato-Tönen ihre Klasse.
Absurde Traumbilder, heiter und ausdrucksvoll interpretiert von Johann-Michael Schneider, bot zu Beginn des zweiten Teiles das Gedicht "Närrische Träume" von Gustav Falke. Musikalischer Mittelpunkt des zweiten Teils war die "Idylle" des tschechischen Komponisten Leoš Janá?ek, bei dem die Musikerinnen und Musiker und Dirigent Peter Wallinger Geigen und Celli, Bratschen und Kontrabass lebhaft und feinfühlig miteinander harmonieren und kontrastieren ließen. Wie es dem Orchester gelingt, aus den vielen Stimmen ein harmonisches, spannungsreiches, vielschichtiges Ganzes zu formen, ist immer wieder ein besonderer Hörgenuss.
Das wurde zum krönenden Abschluss noch einmal mit dem bekanntesten Werk des Abends, der "Romanze" aus Mozarts kleiner Nachtmusik, auf faszinierende Art und Weise unter Beweis gestellt; selbst ein so bekanntes und oft gehörtes Stück klingt bei der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim immer wieder frisch und lebendig.
Der lebhafte und lang anhaltende Applaus der rund 180 Gäste im Bürgersaal war Beleg genug für dieses schöne Konzert und Lohn für Musikerinnen und Musiker, Dirigent und Sprecher, die dem Publikum mit diesem Neujahrskonzert einen ganz besonderen Auftakt des neuen Jahres beschert haben. Zum gelungenen Abend trugen zudem Mitglieder der Gesangsabteilung des SGV Murr bei, die mit Getränken und einem kleinen Imbiss vor dem Konzert und in der Pause engagiert und reibungslos für das leibliche Wohl der Gäste sorgten.

13.12.2019

Wolfgang Seljé gastiert in Murr

Die Ortsbücherei wird 30 - und feiert!
Dazu eingeladen hat sie sich den "Sky Dumont" von den Fildern: Wolfgang Seljé, ein Entertainer mit Leib und Seele, noch dazu auf Schwäbisch! Der Titel seines Programms: "Nemm dr was raus!"
Das Repertoire des 1959 in Stuttgart geborenen Künstlers ist vielseitig und umfangreich: Von den Swing-Klassikern Frank Sinatras bis zu den großen internationalen Pop-Hits und aktuellen Musical-Songs ist alles dabei, gewürzt mit Geschichten, die sein Leben schrieb, hintersinnig, spaßig, nachdenklich. Eine musikalische und kabarettistische Wundertüte.
Begleitet wird das Programm durch Cocktails mit und ohne Alkohol und Fingerfood, das im Eintrittspreis inbegriffen ist. Die Veranstaltung findet am Samstag, dem 1. Februar 2020, um 20.00 Uhr im Bürgersaal statt. Der Eintritt kostet inklusive einem Cocktail nach Wahl und Fingerfood 23,- €. Karten gibt es im Vorverkauf ab Samstag, dem 14. Dezember 2019, in der Ortsbücherei zu den bekannten Öffnungszeiten.
Am Sonntag, dem 2. Februar 2020, ist die Ortsbücherei von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Es gibt ein Familienprogramm mit Kindertheater im Bürgersaal und Kaffee und Kuchen im Foyer.

17.11.2019

Weinübergabe der Stadt Großbottwar an die Gemeinde Murr

Die Bürgermeister Ralf Zimmermann, Großbottwar (links), und Torsten Bartzsch, Murr (rechts)
Die Bürgermeister Ralf Zimmermann und Torsten Bartzsch

Als vor über 20 Jahren die Rebflurbereinigung im Harzberg abgeschlossen wurde, kam es zu einem Ausgleich von Markungsflächen zwischen der Stadt Großbottwar und der Gemeinde Murr. Im südöstlichen Bereich des Harzbergs wurde das Rebgebiet auf die Markung Murr ausgedehnt, deren Hardtwaldwaldanteil dort angrenzt.
Da das gesamte Rebgebiet vernünftigerweise zur Markung Großbottwar gehören sollte, einigten sich die Stadt Großbottwar und die Gemeinde Murr sehr unbürokratisch auf einen Markungsausgleich. Dies bedeutete, dass rund 1 ha der Fläche, die vorher zur Gemeinde Murr gehörte, jetzt Markungsfläche von Großbottwar ist.
Man verzichtete seinerzeit auf komplizierte Ausgleichsberechnungen und vereinbarte, dass die Großbottwarer jedes Jahr der Gemeinde Murr eine Kiste Wein der Lage Harzberg übergeben.
Bei seinem Besuch im Rathaus letzte Woche überreichte Bürgermeister Ralf Zimmermann seinen Amtskollegen Bürgermeister Torsten Bartzsch den Wein.

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