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Infos aus dem örtlichen Leben

Die Informationen auf dieser Seite stehen Ihnen hier 3 Wochen zur Verfügung. Danach finden sie die wichtigen Texte für etwa 1 Jahr unter der Rubrik „Aktuelles / Info-Archiv“.

07.02.2019

Theatervergnügen mit dem Obst- und Gartenbauverein am 15. und 16. Februar im Bürgersaal

Die Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins sorgt an zwei Abenden wieder für viel Vergnügen auf der Bühne des Bürgersaals
Szenenfoto aus dem Theaterstück

Dreiakter "A g'mähts Wiesle" von Reinhard Seibold sorgt für viele Lacher

Mit dem Stück "A g'mähts Wiesle" wird die Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins am 15. und 16. Februar 2019 im Rahmen der Murrer Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses wieder einmal für zwei kurzweilige Abende mit viel Vergnügen sorgen. Jeweils um 20 Uhr werden die Laienschauspieler, unterstützt von vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund, ein Mundarttheaterstück präsentieren, das mit viel Wortwitz und deftigen Sprüchen, Situationskomik und Verwicklungen das Publikum auf das Beste unterhalten wird. Karten für beide Veranstaltungsabende gibt es noch bis Freitagmittag im Vorverkauf beim Zentralen Service im Erdgeschoss des Bürger- und Rathauses und - soweit noch verfügbar - an beiden Veranstaltungstagen an der Abendkasse.
Die Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins sorgt an zwei Abenden wieder für viel Vergnügen auf der Bühne des Bürgersaals. Die Komödie in drei Akten von Reinhard Seibold, die vor einigen Wochen bei der Abschlussveranstaltung des Blumenschmuckwettbewerbs in der Gemeindehalle für viel Vergnügen sorgte, handelt von Eugen Nägele, der in seiner Heimatgemeinde sehr angesehen ist, obwohl er mit dem Verleih von Toilettenhäuschen einen etwas "anrüchigen" Broterwerb hat. Schließlich verdient er damit viel Geld.
Nur zu Hause hat er gegenüber Oma, Frau und zwei Töchtern nicht viel zu melden. Doch er versucht, mit Hilfe seines Freundes Otto Klemmerle die Hochzeit seiner einen Tochter zu verhindern. Aber dieses Unterfangen ist noch lange kein "g'mähts Wiesle", wie Eugen behauptet. Freund Otto stolpert von einer Kalamität in die andere und soll sich sogar duellieren. Bevor alle aus den Verwicklungen herauskommen und sich am Schluss natürlich alles - ganz überraschend- zum Guten wendet, müssen noch viele heikle und komische Situationen überstanden werden.
Die Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins schafft es nach ihrem Neuanfang vor wenigen Jahren auch dieses Mal sicher wieder, mit viel Spielwitz, frischer Freude am Agieren und einer hervorragenden Ensembleleistung ein lustiges, turbulentes Theatervergnügen auf die Beine zu stellen. Das Helferteam im Hintergrund, bei Kulissenbau, Technik und Maske leistet dabei wichtige Unterstützung.

15.02.2019

Einladung zum Spiele-Nachmittag

Winterzeit ist Spielezeit! Zu unserem Spiele-Nachmittag im Februar treffen wir uns am

Donnerstag, 21. Februar 2019, ab 14.00 Uhr
im Hardtzimmer des Bürger- und Rathauses.

Haben Sie ein Lieblingsspiel - bringen Sie es bitte mit. Wollen Sie etwas Neues kennen lernen oder wollen Sie einfach nur mitspielen? Eine Auswahl an Gesellschaftsspielen ist vorhanden. Ob männlich oder weiblich: Kommen Sie einfach vorbei und verbringen Sie einen unterhaltsamen Nachmittag mit netten Menschen. Wir freuen uns auf Sie.
Informationen erhalten Sie bei Christa Pfuderer (Tel. 25384) oder Renate Lohfink (Tel. 22077).

08.02.2019

Schöne Klänge von Instrument und Stimme: Autoharp-Sänger Alexandre Zindel bei einem besonderen Konzert im Bürgersaal

Alexandre Zindel mit einer Autoharp beim Konzert im Bürgersaal
Der Musiker Alexandre Zindel mit einer Autoharp beim Konzert

Seltenes Instrument - außergewöhnliche Stimme! So die Selbstcharakterisierung des einzigen professionell tourenden Autoharp-Spielers und Sängers Alexandre Zindel auf seiner Internetseite. Man könnte hinzufügen: Hohe Musikalität, Gespür für verschiedene musikalische Genres sowie charmantes und unprätentiöses Auftreten.
Das alles stellte Alexandre Zindel bei einem Konzert auf Einladung der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" am Freitag, dem 1. Februar 2019, im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses Murr sehr zum Gefallen des Publikums unter Beweis. Die knapp 50 Gäste bedankten sich für den Abend voller Wohlklang mit warmem Applaus und lernten nebenher Einiges über das seltene und weithin unbekannte Instrument Autoharp.
Alexandre Zindel, 1971 geboren und studierter Sänger und Diplom-Musiker, arbeitete als Sänger und Komponist mit der WDR-Big Band zusammen und gastierte als Solist und Ensemblesänger mit dem Bundes-jazzorchester und dem WDR-Rundfunkorchester in Europa und Süd-Afrika. Weitere Stationen waren Künstlerverträge bei EMI und BMG, Auftragsarbeiten für Film, Radio und Industrie, Chorgesang für internationale und nationale Künstler, Fernsehauftritte und Studioarbeit für zahlreiche CD-Produktionen.
Sein Instrument, die Autoharp oder Volkszither, ist ein 36-saitiges Folkinstrument, das ursprünglich in Deutschland von Karl August Gütter aus Markneukirchen als leicht zu erlernendes Instrument erfunden wurde. Nachdem es der Auswanderer Charles Zimmermann bei einem Besuch in der alten Heimat kennengelernt hatte, meldete er Gütters Erfindung in den USA unter dem Namen "Autoharp" zum Patent an und es wurde dort sehr populär. Zwischenzeitlich ist es dort in der Folk- und Countryszene weit verbreitet und vor allem durch die berühmte Carter-Family, der auch die Ehefrau von Johnny Cash, June Carter, entstammt, sehr bekannt.
Das alles erfuhren die Gäste von Alexandre Zindel in den gleichermaßen charmanten wie informativen Moderationen zwischen den Stücken. Zindel bekannte, das Instrument selber nicht gekannt zu haben und erst durch den Film "Walk the line" über das Leben von Johnny Cash darauf gestoßen zu sein.
Doch die Hauptsache an dem Abend war natürlich die Musik. Zindel unternahm mit Stimme und Instrument quasi eine musikalische Reise um die Welt und interpretierte bekannte und weniger bekannte Werke aus den unterschiedlichsten Genres und prägte sie mit dem sehr gefälligen Timbre seiner Stimme und dem transparenten, harmonischen Wohlklang der Autoharp. Eine äußerst stimmige und reizvolle Kombination. Vor allem mit Stücken wie dem englischen Traditionstitel "Auld Lang Syne", im deutschen unter dem Titel "Nehmt Abschied, Brüder" ursprünglich aus der Pfadfinderbewegung stammend, oder Reinhard Meys "Über den Wolken" spielte und sang sich Alexandre Zindel über die Ohren auf direktem Weg in die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Auch bei "Wildwood Flower", einem amerikanischen Folksong, der von der Carter Family, Joan Baez, Johnny Cash und Roger McGuinn interpretiert wurde, oder dem Welthit "Monring has broken" von Cat Stevens ergaben Melodie, Stimme, Instrument und Interpretation ein einzigartiges Klangerlebnis - einfach pure, gute, unverfälschte Musik.
Zindel kleidete auch Edith Piafs unsterbliche Lebensbilanz "Non, je ne regri-ette rien" ("Nein, ich bedaure nichts") in das klangliche Kleid seiner Stimme und der silbrig schimmernden Harmonien und Solopassagen der Autoharp und erwies sich dabei als versierter und einfühlsamer Virtuose. Mit seinen insgesamt vier verschiedenen Autoharps - darunter diatonische und chromatische Versionen - zauberte Zindel verschiedene Tonfärbungen passend zu den interpretierten Stücken.
So sogar auch zu einem Blues, "The thrill is gone" des im Jahr 2015 verstorbenen Genre-Altmeisters B. B. King. Zu den schönen Klängen von Instrument und Stimme hätte hier vielleicht eine Spur Rauheit oder "Staub in der Kehle" die Ausstrahlung des Blues, der ja ursprünglich der musikalische Ausdruck von Leiden und Schmerz ist, authentischer gestaltet. Auch dem Titel "Blue Suede Shoes" als Beispiel für einen Rock'n'Roll hätte eine Prise Wildheit gut getan.
Insgesamt war das Konzert von Alexandre Zindel jedoch von Anfang bis Ende ein Genuss für die Ohren und in seiner Art etwas ganz Besonderes. Vielen Zuhörerinnen und Zuhörern begrüßten sehr die akustische, ganz ohne Technik und Verstärker auskommende Darbietung und bezeichneten sie als sehr schön. Folgerichtig entließ das Publikum den Ausnahmemusiker mit seinen besonderen Instrumenten auch erst nach zwei Zugaben von der Bühne. Und den Saal konnte Alexandre Zindel erst verlassen, nachdem er bereitwillig noch etliche Fragen zu den Autoharps beantwortet hatte.
Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte wieder einmal in bewährter Weise ein Team aus Freiwilligen, das den Gästen Getränke und einen kleinen Imbiss offerierte und so viel zu dem gelungenen Abend beitrug.

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