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Naturdenkmal „Hohlwege am Wacholderberg“

Artikel vom 16.04.2021

Nachdem die Gemarkungsgrenze mitten durch das Naturdenkmal „Hohlwege am Wacholderberg“ verläuft, hat der Gemeinderat beschlossen, die Pflege- und Entwicklungskonzeption gemeinsam mit der Stadt Steinheim durchzuführen. Es ist beabsichtigt, das Naturdenkmal in zwölf einzelnen Abschnitten zu pflegen. Hierfür ist ein Antrag auf Zuwendung entsprechend der Landschaftspflegerichtlinie gestellt worden. Durch die Pflege des Naturdenkmals wird die Strukturvielfalt gefördert und Fehlentwicklungen vermieden. Der kulturhistorischen Bedeutung des Naturdenkmals wird in erster Linie durch den Erhalt noch vorhandener Relikte des Hohlwegsystems und der Mergelgruben Rechnung getragen. Die das Naturdenkmal prägenden Gehölzbestände werden überwiegend als Feldhecken und -gehölze erhalten und gepflegt. Die Feldhecken werden durch abschnittsweise Auf-den-Stock-setzen und die selektive Entnahme unerwünschter Bäume verjüngt. Nichtheimische Baumarten wie Robinien werden dauerhaft entfernt, um die Naturnähe der Gehölzflächen zu fördern. Es wird versucht, die Robinien durch Ringeln mit Restbrücke zu bekämpfen. Der Ansatz der Ringelmethode liegt in der Überlegung, dass bei partieller Ringelung (= mit Restbrücke) der Robinie durch die dadurch entstehende Notsituation die Speicherstoffe aus den Wurzeln über die Restbrücke in die Krone transportiert werden. Wird dann die Restbrücke durchtrennt (komplette Ringelung), soll so das Austreiben der Rhizome verhindert werden. Der Eingriff muss bis ins Hartholz erfolgen.

Die Vorgehensweise beruht auf einem Hauptversuch der Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie.