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"Kunstlese Murr" will Kunst, Landschaft und Wein verbinden

Artikel vom 12.02.2021

Menschliche Kultur kann sich auf verschiedenste Art und Weise zeigen: In Kunstwerken natürlich, aber auch in der Trink- und Esskultur oder zum Beispiel als Agrikultur beim Anbau von Feldfrüchten und Wein sowie in der seit Jahrhunderten gepflegten und wertvollen Kulturlandschaft. In Baden-Württemberg und auch in Murr ist alles reichhaltig vorhanden: Es gibt in unserer Gegend aktive und kreative Künstlerinnen und Künstler, Ausstellungen im Bürger- und Rathaus haben seit vielen Jahren eine gute Tradition. Weinbau und Landwirtschaft prägen auch heute noch die Gemeinde, obwohl ihr Stellenwert sich gewandelt hat. Und auch die Landschaft in Neckar-, Murr- und Bottwartal mit ihren Weinbergen und Streuobstwiesen wird wegen ihrer vielfältigen Reize hoch geschätzt.

Eine Idee will nun all diese Aspekte von Kultur in einem ganz besonderen Projekt verbinden. Drei Murrer Einwohner – der Künstler Otto Beer, der Hobby-Winzer Manfred Blank und der Weinerlebnisführer Günther Lohfink – haben sich zusammengesetzt und wollen mit einer Kunstaktion im Bereich Hohenhart im Herbst (voraussichtlich Ende Oktober bis Ende November) den Menschen von Murr und Umgebung die schöne und mit ihren alten Wengerterhäuschen seltene Landschaft nahebringen. Dabei sollen auch der Murrer Wein und das Weinwissen nicht zu kurz kommen und auf einem Rundweg (siehe Karte unten) Skulpturen, Installationen, Objekte und kleine Ausstellungen von 20 Künstlerinnen und Künstlern in einem Zeitraum von etwa vier Wochen präsentiert werden. Mit begleitenden Veranstaltungen, Führungen, Kunstaktionen, eventuell kleinen Konzerten, Bewirtungen und ähnlichem soll den Menschen in Murr und Umgebung ein besonderes kulturelles Angebot gemacht werden, das – wenn es sein muss – auch in Corona-Zeiten mit entsprechenden Regelungen möglich sein sollte.

Die drei „Väter“ des Projektes haben ihre Idee letztes Jahr Bürgermeister Torsten Bartzsch vorgestellt, der gleich begeistert war. Auch als er sie den Damen und Herren des Gemeinderats erläuterte, fiel der Vorschlag dort ohne Einschränkungen auf fruchtbaren Boden und wurde grundsätzlich und einhellig befürwortet.

Nach diesem positiven Votum haben sich Otto Beer, Manfred Blank und Günther Lohfink mit Bürgermeister Torsten Bartzsch und Rathaus-Mitarbeitern zusammengesetzt und besprochen, was es alles zu bedenken und vorzubereiten gilt. Natürlich erfordert solch ein Vorhaben eine gute Planung, es gibt vielfältige Details wie die Gewinnung von Künstlerinnen und Künstlern, die Zeitplanung, Absprachen mit Anliegern und Stücklesbesitzern und offiziellen Stellen (vor allem das Landratsamt als Landschaftsschutzbehörde), Logistik, Bewirtung bei Eröffnung und Begleitveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Versicherungen und nicht zuletzt die Finanzierung zu klären. So sollen die Kunstwerke entlang der Wege im Hohenhart und zum Teil auch auf privaten Grundstücken aufgestellt werden, was natürlich mit allen Betroffenen rechtzeitig und gut abgestimmt werden soll. Alle Beteiligten sind sich einig, dass eine solch besondere Idee es verdient, gut vorbereitet und organisiert zu werden, damit hinterher alles Hand und Fuß hat.

Diese Vorbereitungen sind angelaufen und werden im Laufe der nächsten Wochen und Monate vorangetrieben. Es ist vorgesehen, über wichtige Zwischenschritte immer wieder zu informieren – im Nachrichtenblatt und hier auf der Homepage der Gemeinde. Im späten Sommer/frühen Herbst dieses Jahres wird sich zeigen, ob und wie aus der Idee Realität geworden ist. Die Organisatoren sind jedenfalls gespannt und darüber hinaus überzeugt, dass auch alle Kunst-, Wein- und Landschaftsliebhaberinnen und –liebhaber sich gespannt auf eine besondere Aktion freuen dürfen.

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