Neuigkeiten: Gemeinde Murr

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Hochwasserereignis vom vergangenen Wochenende

Artikel vom 07.06.2024

Aufgrund langanhaltender Niederschläge und Starkregenereignissen sind die Flüsse und Bäche in Süddeutschland in der vergangenen Woche und insbesondere am letzten Wochenende stark gestiegen.

Die Murr hat zwischen der Murrbrücke und dem Floßhaussteg eine normale Pegelhöhe von ca. 30-50 cm. Am vergangenen Wochenende stieg die Murr von Freitagmittag, 31. Mai bis Samstagabend, 01. Juni von ca. 40 cm auf ca. 280 cm an.

Aufgrund dieser Entwicklung und der Prognose, dass weitere starke Regenfälle zu erwarten waren, hatten die Verwaltung gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Bauhof bereits am Samstag Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Die Tiefbrunnen wurden stillgelegt, die Wasserversorgung komplett auf Fremdwasserbezug umgestellt, es wurden Absperrungen von Unterführungen in Richtung Steinheim und Marbach eingerichtet sowie sicherheitshalber einige Sandsäcke im Bereich der naheliegenden Bebauung neben dem Floßhaussteg angebracht.

Im Laufe des Sonntags entspannte sich die Situation. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde jedoch der Rems-Murr-Kreis von sehr schnell und stark ansteigenden Fluß- und Bachläufen in verschiedenen Ortschaften von einem größeren Hochwasserereignis getroffen. Es bestand die Befürchtung, dass das viele Wasser auch über die Zuläufe dieser Bäche in die Murr fließt, sodass am frühen Montagmorgen mit einem kurzfristigen und sehr schnell ansteigenden Pegelstand entlang der Murr gerechnet werden musste.

Der Krisenstab des Landkreises hat die Stadt Steinheim an der Murr und die Gemeinde Murr deshalb darüber informiert, dass Vorkehrungen für ein HQ 100 getroffen werden sollten. In den frühen Morgenstunden des Montags wurde deshalb von Bürgermeister Torsten Bartzsch und den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr entschieden, weitere Vorkehrungen zu treffen. Daraufhin hat die Freiwillige Feuerwehr mit tatkräftiger Unterstützung des Gemeindebauhofs weitere Sicherungsmaßnahmen und Vorkehrungen getroffen, die die Bewohner und Gebäude im Bereich eines möglichen HQ 100 schützen würden.

Die Befürchtungen traten erfreulicherweise nicht ein, die Situation entspannte sich im Laufe des Vormittags deutlich, so dass gegen ca. 11.00 Uhr eine Entwarnung für die Gemeinde Murr gegeben werden konnte. Die Schutzmaßnahmen wurden sicherheitshalber weitere 24 Stunden vor Ort belassen.

Die Gemeinde Murr hat das Hochwasserereignis im Vergleich zu vielen anderen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg und Bayern sehr glimpflich überstanden. Es konnte festgestellt werden, dass der bestehende Hochwasserschutz an der Murr im Bereich der Murrer Gemarkung für diese Wasserhöhen ausreichend dimensioniert ist, so dass lediglich die Uferwege und einige Felder im Bereich des Floßhausstegs überflutet wurden.

Das Hochwasserereignis hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit und Abstimmung im Krisenstab auf örtlicher Ebene sehr gut funktioniert hat, ebenso die reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Murr und dem Gemeindebauhof. Zudem war eine gute Vernetzung und Unterstützung auch auf Landkreisebene während des Hochwasserereignisses gewährleistet. Von der zentralen Sandbefüllungsanlage in Walheim hat die Gemeinde Murr am Samstagabend und am Montagfrüh mehrere Hundert gefüllte Sandsäcke erhalten.

Wir bedanken uns bei allen Bürgern, die uns ihre Unterstützung während des Hochwasserereignisses angeboten haben. Ein besonderer Dank gilt unserer Freiwilligen Feuerwehr Murr und den Mitarbeitern des Gemeindebauhofs für den stundenlangen Einsatz und die hervorragende Mitwirkung und Zusammenarbeit.