Aus dem Gemeinderat
Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Bartzsch trafen sich die Gemeinderäte zu der turnusmäßigen Sitzung am 22. September 2026 im Ratssaal des Bürger- und Rathauses. Folgende Punkte wurden diskutiert und beschlossen:
Qualitätserfassung der Ortsmitte Murr (Vorstellung des Ergebnisses)
Bürgermeister Bartzsch informierte über die Untersuchung durch das Büro Pesch Partner Architektur Stadtplanung, Stuttgart. Die „Qualitätserfassung Ortsmitten“ ist ein kostenloses, landesweites Angebot des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg, mit dem Kommunen ihre Ortsmitten systematisch untersuchen lassen können. Hierbei werden bestehende Defizite im Hinblick auf die gegenwärtige Verkehrssituation aufgezeigt und Maßnahmen zur Verbesserung vorgeschlagen. Herr Scholz als Vertreter dieses Büros erläuterte die übergeordneten Ziele zur Schaffung bzw. dem Erhalt von lebendigen und verkehrsberuhigten Ortsmitten. In Murr sehe er viele gute vorhandene Potenziale und einige Defizite. Anhand einer Präsentation erörterte er diese. Ferner erwähnte er, dass es Fördermöglichkeiten gebe, um die Vorschläge mittelfristig zu realisieren.
Der Gemeinderat nahm die Ergebnisse zur Kenntnis.
Gemeindehalle (Erneuerung des Blockheizkraftwerkes)
Bürgermeister Bartzsch erwähnte, dass das jetzige BHKW 2017 angeschafft wurde. Im Jahr 2018 wurde die Feuerwehr an das BHKW angeschlossen, seither werden alle gemeindeeigenen Gebäude am Lindenweg (Sporthalle, Schule, Gemeindehalle, Feuerwehr, Bauhof und Kindergarten Lindenweg) davon versorgt.
Herr Schreyer vom Planungsbüro Zeeh, Schreyer erwähnte, dass Blockheizkraftwerke grundsätzlich eine Lebenserwartung von 10-12 Jahren hätten. Er schlage auf Grundlage einer durchgeführten Wirtschaftlichkeitsuntersuchung nun eine Erneuerung vor und erläuterte die Vorteile gegenüber einer Generalsanierung des bisherigen Gerätes. Momentan gäbe es vom Bund noch eine lukrative Fördermöglichkeit, die er anhand einer Aufstellung hervorhob. Man erhalte eine höhere Einspeisevergütung und auch der eigene Verbrauch wird finanziell besser unterstützt. Somit würde sich die neue Anlage nach 2,3 Jahren bereits amortisieren. Die Voraussetzung ist die Beauftragung eines neuen BHKW bis Ende 2026 und die Inbetriebnahme bis spätestens Ende 2030.
Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes in der Gemeindehalle für die öffentlichen Einrichtungen auf Grundlage des Angebotes der Firma COMUNA-metall in Höhe von ca. 99.000 € zzgl. MwSt.
Bebauungsplan „Langes Feld V – Erweiterung, 1. Bauabschnitt“ mit örtlichen Bauvorschriften (Behandlung der Stellungnahmen und Beschluss über eine eingeschränkte Beteiligung)
Herr Evirgen vom Planungsbüro FPZ stellte die eingegangenen Stellungnahmen vor, die während der frühzeitigen Beteiligung und der öffentlichen Auslegung eingegangen sind. Auf Grundlage der eingegangenen Stellungnahmen wurden einzelne Anpassungen vorgenommen, z.B. den Einwurf des Verbandes Region Stuttgart, der beinhalte, dass der Einzelhandel im Gebiet nicht ausgeweitet werden dürfe. Man habe sich deshalb nun auf den Bestandsschutz der bereits bestehenden Einzelhändler fokussiert.Bürgermeister Bartzsch erläuterte, dass der geänderte Entwurf des Bebauungsplanes nun nochmal eingeschränkt ausgelegt werde. Im Anschluss könne dann final der Satzungsbeschluss im Gemeinderat erfolgen.
Der Gemeinderat billigte einstimmig die Änderungen sowie die eingeschränkte Beteiligung.
Erneuerung der Blitzschutzanlagen in der Gemeindehalle, Lindenschule und Sporthalle
Bürgermeister Bartzsch erörterte, dass die Gemeinde gesetzlich verpflichtet sei, bei öffentlichen Sonderbauten eine funktionierende Blitzschutzanlage zu unterhalten. Bei der letzten Untersuchung stellte sich heraus, dass dies nicht mehr gegeben sei. Es muss eine neue Erdungsanlage um jedes Gebäude verlegt und auf den Gebäuden muss eine Auffangeinrichtung sowie ein Potenzialausgleich installiert werden. Um die Kosten zu senken, werde die Erdungsanlage durch den Bauhof in Eigenleistung erbracht.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Erneuerung der Blitzschutzanlagen in der Gemeindehalle, der Lindenschule und der Sporthalle zum wirtschaftlichsten Angebot in Höhe von 65.643,66 € (Gemeindehalle), 65.463,14 € (Lindenschule) und 67.414,83 € (Sporthalle) von der Firma Wolf, Kirchberg durchführen zu lassen. Die Erdungsanlagen der drei Gebäude wird der Bauhof als Eigenleistung erbringen, so dass sich dadurch geringere Kosten (zwischen 13.000 - 25.000 € pro Gebäude) ergeben werden.


