Neuigkeiten: Gemeinde Murr

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Frühling
Frühling

Aus dem Gemeinderat

icon.crdate22.05.2026

Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Bartzsch trafen sich die Gemeinderäte zu der turnusmäßigen Sitzung am 19. Mai 2026 im Ratssaal.

Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Bartzsch trafen sich die Gemeinderäte zu der turnusmäßigen Sitzung am 19. Mai 2026 im Ratssaal des Bürger- und Rathauses. Folgende Punkte wurden diskutiert und beschlossen:

Alter Friedhof (Neuanlage von Urnengräbern)
Bürgermeister Bartzsch informierte, dass mittlerweile 70 – 80 % aller Bestattungen in Urnen beigesetzt werden. Im Jahr 2021 hat man zuletzt eine neue Urnen-Bestattungsform auf dem Alten Friedhof angelegt, die sehr gut nachgefragt wurde. Nun soll südlich der Aussegnungshalle ein neues Grabfeld entstehen, das ähnlich geplant ist.

Herr Mallin, Landschaftsarchitekt aus Bietigheim-Bissingen, der auch schon die letzte Umgestaltung plante, stellte anhand eines Entwurfsplanes die Gestaltung vor. Im Halbkreis werden ca. 143 Grabstellen (Erdbohrungen) entstehen, die sowohl als Einzel- als auch als Doppelgrab genutzt werden könnten. Die Reihen der Kalksteingrabplatten sollen mit Stauden und Gräsern abgegrenzt werden. Am vorhandenen Baum soll wieder eine Sitzgelegenheit entstehen. Bürgermeister Bartzsch verwies darauf, dass die Ausschreibung bereits im Herbst 2026 erfolgen und die Umgestaltung dann im Frühjahr 2027 beginnen könnte.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig der Anlegung der neuen Urnenbestattungsform auf dem vorgeschlagenen Grabfeld auf dem Alten Friedhof mit voraussichtlichen Kosten in Höhe von 173.000 Euro auf Grundlage der vorgelegten Entwurfsplanung.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Polizeioberkommissar Auderer informierte anhand der vorliegenden Präsentation die Veränderungen der Straftaten im Vergleich zu den Vorjahren. Die absolute Zahl für Murr ist nahezu unverändert geblieben. Er verweist darauf, dass die Aufklärungsrate höher als in den Vorjahren war. Der Gemeinderat nahm die Statistik zur Kenntnis.

Quartier „Hinter dem Alten Rathaus“ (Beschluss über die städtebaulichen Rahmenbedingungen)
Bürgermeister Bartzsch erläuterte, dass seit 2018 Überlegungen im Gemeinderat wären, wie man das Areal um das Alte Rathaus aufwerten könnte. Durch zahlreiche, strategische Zukäufe von Grundstücken in diesem Gebiet, habe man nun die historische Chance auf eine gute Entwicklung in einem zentralen Bereich des Ortes. Man habe sich für dieses Großprojekt einen Baupartner, die Bietigheimer Wohnbau, gesucht, die im Rahmen eines Grundstückstauschvertrags als Bauherr fungieren werden. Das Alte Rathaus soll der Mittelpunkt des Quartiers werden. Im Erdgeschoss sei ein Anbau mit einem großen Trauzimmer geplant, darüber werden Wohnungen entstehen. Im Quartier sollen vier neue Mehrfamilienhäuser mit dem Schwerpunkt Wohnen entstehen. Zwei Gebäude bleiben im Eigentum der Gemeinde und werden mit Wohn- und Nutzflächen vermietet. Die anderen zwei Gebäude werden durch die Bietigheimer Wohnbau dem Markt als Eigentums- bzw. Mietwohnungen zur Verfügung gestellt. Geplant sei zudem eine Tagespflege und eventuell auch eine gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss. Hinsichtlich der künftigen Energieversorgung sei aktuell die Ludwigsburger Energieagentur mit einer Prüfung beauftragt, ob ein zentrales Wärmenetz umsetzbar und sinnvoll sei.

Die Städteplanerin, Frau Zeese vom Büro FPZ, informierte anhand einer Präsentation die Lage und geplante Realisierung. Man plane giebelständige 3-stöckige Mehrfamilienhäuser an der Hindenburgstraße mit einer großen Tiefgarage. Zusätzlich sollen im hinteren Bereich ein Doppelhaus sowie zwei Einfamilienhäuser entstehen. Insgesamt könnten in dem Quartier rund 36 bis 41 Wohneinheiten entstehen.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig das Eckpunktepapier für das Quartier „Hinter dem Alten Rathaus“ im städtebaulichen Erneuerungsgebiet Ortskern Murr III.

Quartier „Hinter dem Alten Rathaus“ (Werkstattverfahren für die Gebäude 1-4)
Bürgermeister Bartzsch erörterte, dass durch das Werkstattverfahren die Gestaltung der vier geplanten Mehrfamilienhäuser untersucht werden solle.

Man habe drei Architekturbüros zur Teilnahme aufgefordert. Im September sollen die Ergebnisse im Gemeinderat vorgestellt werden. Frau Buff vom Büro FPZ erklärte die zwei Phasen des Werkstattverfahrens und stellte das Bewertungsgremium vor, das aus Vertretern der Bietigheimer Wohnbau, der Verwaltung sowie des Gemeinderates besteht. Hinzu kommt Architekt Thomas Ulmer und als Beraterinnen das Büro FPZ.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Durchführung des zweiphasigen Werkstattverfahrens für das Quartier „Hinter dem Alten Rathaus“.