Aus dem Gemeinderat
Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Bartzsch trafen sich die Gemeinderäte zu der turnusmäßigen Sitzung am 16. Dezember 2025 im Ratssaal des Bürger- und Rathauses. Folgende Punkte wurden diskutiert und beschlossen:
Lindenschule (Tätigkeitsbericht der Schulsozialarbeit)
Bürgermeister Bartzsch erwähnte, dass die Schulsozialarbeiterin, Frau Nicole Simgen, nun fast zwei Jahre an der Lindenschule tätig ist. Ihre Stelle, die anfangs auf 8 Wochenstunden besetzt wurde, habe man zum 1. Januar 2025 auf eine 50 %-Stelle (19,5 Wochenstunden) aufgestockt. Beim Land Baden-Württemberg wurde zwischenzeitlich auf Grundlage einer Förderrichtlinie ein Personalkostenzuschuss beantragt.
Frau Simgen erläuterte anhand einer Präsentation ihre Tätigkeit an der Lindenschule. Sie stellte eine exemplarische Arbeitswoche dar, die unter anderem aus unterschwelligen Gesprächsangeboten, Lernbegleitung, Elterntelefonate und Besprechungen / Arbeitskreisen / Fortbildungen bestehen würde. Ferner biete sie Sozialtraining in allen Klassen an.
Der Gemeinderat nahm den Bericht zur Kenntnis und bedankte sich für die wertvolle Arbeit.
Vorberatung des Haushaltsplans 2026
Bürgermeister Bartzsch führte einleitend einige Punkte hinsichtlich der schwierigen Wirtschaftslage aus und dass die kommunalen Haushalte die in der Vergangenheit zusätzlich aufgelegten Pflichten und Aufgaben nicht mehr dauerhaft finanzieren können. Er bezog sich auch auf die Pflichtaufgaben von Kommunen und die freiwilligen Leistungen (wie Jugendhaus, Ortsbücherei, Kultur), die man trotzdem nicht missen möchte. Wegen des guten Abschlusses in 2024 sind die Schlüsselzuweisungen vom Land nun deutlich geringer ausgefallen. Als Kreisumlage müsse man im kommenden Jahr rund 1 Million Euro mehr zahlen.
Kämmerin Zink gab anhand einer Präsentation einen Überblick. Man plane das Haushaltsjahr 2026 im Ergebnishaushalt mit einem Minus von 1,7 Mio Euro abzuschließen. Sie erläuterte die Entwicklung der Personalkosten und die hohen Abschreibungen.
Die Gemeinde Murr soll für die nächsten 12 Jahre rund 4 Mio Euro aus dem Topf des „Sondervermögens“ (LuKIFG) des Bundes erhalten, die nur für Investitionen ausgegeben werden dürfen.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Entwurf des Haushaltsplans 2026.
Kommunale Wärmeplanung
Bürgermeister Bartzsch berichtete von dem Entwurfsbericht, der dem Gemeinderat im Oktober 2025 vorgestellt wurde. Nach erfolgter öffentlicher Auslegung ging eine Stellungnahme aus der Bevölkerung dazu ein, die in Teilen eingearbeitet wurde.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die kommunale Wärmeplanung (KWP) für die Gemeinde Murr gemäß des Abschlussberichtes.
Kommunales Starkregenrisikomanagement
Hauptamtsleiterin Apfelbach erörterte, dass eine Zunahme von Starkregen in den letzten Jahren zu verzeichnen ist. Durch die Erstellung eines kommunalen Starkregenrisikomanagements gibt es die Möglichkeit, die Risiken zu erkennen und eine bessere Vorsorge betreiben zu können. Man habe jeweils ein Angebot von drei Büros angefordert. Das wirtschaftlichste Angebot wurde vom Büro Winkler und Partner GmbH aus Stuttgart eingereicht. Die Förderzusage des Landes in Höhe von 70 % liegt in der Zwischenzeit vor.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Büro Winkler und Partner GmbH aus Stuttgart mit der Erstellung eines kommunalen Starkregenrisikomanagements für die Gemeinde Murr mit einer Honorarsumme von 49.473,06 Euro brutto zu beauftragen.
Kulturdenkmal „Altes Rathaus“ (Vergabe der Fachplanung für die Gewerke Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektrotechnik)
Bürgermeister Bartzsch informierte, dass für die Planung der umfassenden Sanierung des Alten Rathauses Fachplaner, insbesondere im Hinblick auf die Ausschreibungen, unabdingbar sind. Man habe für die Gewerke Heizung, Sanitär und Lüftung drei Büros angefragt, von denen zwei ein Angebot geliefert haben.
Das Büro ZSP aus Ludwigsburg war der wirtschaftlichste Anbieter. Bei dem Gewerk Elektrotechnik kamen zunächst keine Angebote. Über das Büro ZSP wurde das Büro KL-Plan aus Ingersheim vorgeschlagen, die auch ein Angebot abgegeben haben.
Nach eingehender Diskussion über die Höhe der Fachplanerkosten sowie die Notwendigkeit einer Fachplanung, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Fachplanung für die Gewerke Heizung, Sanitär und Lüftung an den günstigsten Bieter, an das Büro ZSP aus Ludwigsburg in Höhe von pauschal 59.500 Euro zu vergeben.
Die Planungsleistung für das Gewerk Elektrotechnik wird an das Büro KL-Plan, Ingersheim, in Höhe von 32.973,81 Euro vergeben.




