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Info-Archiv

Auf dieser Seite finden Sie für etwa 1 Jahr alle wichtigen Texte, die bislang in den Rubriken "Infos aus dem Rathaus" und "Infos aus dem örtlichen Leben" veröffentlicht wurden.

20.10.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 17. Oktober 2017)

Eine umfangreiche Tagesordnung mit Themen aus den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen der Gemeinde hatten die Mitglieder des Gemeinderates vor sich, als sie sich am Dienstag, dem 17. Oktober 2017, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung trafen.
Die Ratsdamen und -herren befassten sich mit dem Umbau der Kreuzung Bietigheimer Straße (Kreisstraße 1609)/Straße Bei der Bergkelter/Straße Im Langen Feld zu einem Kreisverkehr, mit der Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses am Lindenweg, der Anschaffung neuer Dienstkleidung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Murr, mit anstehenden Sanierung- und Erneuerungsarbeiten im Mineralwellenfreibad "Wellarium", den Ergebnissen einer Bedarfsumfrage im Bereich der Kinderbetreuung, dem Auftrag für eine kommunale Masterplanung für die Breitbandversorgung in Murr und wurden über den Sachstand des Sanierungsverfahrens "Ortskern Murr III" informiert.

Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung K 1609/Im Langen Feld/Bei der Bergkelter
An der Kreuzung Bietigheimer Straße (K 1609)/Im Langen Feld/Bei der Bergkelter haben sich, seitdem es diese Kreuzung gibt, immer wieder gefährliche Situationen ergeben, insbesondere bei der Einmündung aus der Straße Im Langen Feld nach links Richtung Ortsmitte. Auch wenn die offizielle Unfallstatistik diese Kreuzung nicht als Unfallschwerpunkt ausweist, kommt es beim Linksabbiegen immer wieder zu Unsicherheiten, vor allem dann, wenn Fahrzeuge, die aus dem Ort kommen, sich nicht an die geltende Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h halten.
Im Lärmaktionsplan wurde der Umbau dieser Kreuzung zu einem Kreisverkehr als sinnvoll empfohlen, um den Verkehr an dieser Stelle sicherer und stetiger zu machen. Da es sich bei der K 1609 (Bietigheimer Straße) um eine Kreisstraße handelt, ist für den Umbau vorrangig der Landkreis zuständig. Bislang hat das Landratsamt die Installation von Ampeln oder den Bau eines Kreisverkehrs nur befürwortet, wenn es sich bei der betreffenden Kreuzung um einen Unfallschwerpunkt handelt.
Seit Herbst 2016 werden nun aber auch Maßnahmen unterstützt und gefördert, wenn eine Kreuzung nicht mehr leistungsfähig genug für den vorhandenen Verkehr ist. Bei einer im Auftrag der Gemeinde durchgeführten Verkehrsuntersuchung wurde festgestellt, dass im Berufsverkehr morgens und abends die Einmündung der Straßen Im Langen Feld und Bei der Bergkelter in die Kreuzung schlecht funktionieren und die Autofahrer länger warten müssen, so dass nach den neuen Kriterien des Landratsamtes ein Umbau (oder die Installation einer Ampelanlage) gerechtfertigt ist. Weitere Untersuchungen des beauftragten Ingenieurbüros haben ergeben, dass ein Kreisverkehr die Situation erheblich verbessern würde. Daraufhin stellte das Landratsamt die Zustimmung zum Bau eines Kreisverkehrs und eine Kostenbeteiligung von 50 % in Aussicht.
Planungen und Berechnungen des Verbandsbauamtes Großbottwar, die in der Sitzung vom stellvertretenden Leiter des Amtes Christian Opitz erläutert wurden, haben eine Kostenschätzung von rund 520.000 Euro ergeben; diese Kosten würden sich Landkreis und Gemeinde teilen. Die notwendige Fläche für den Kreisverkehr sei vorhanden und an drei der vier Einmündungen sei auch genügend Platz für sichere Fußgängerüberwege, so Opitz. Der Kreisverkehr mit einem Radius von 34 Metern sei auch für die Durchfahrt von Sattelzügen ausgelegt und werde mit einem Innenring aus Beton geplant, der für die zu erwartende Belastung das richtige Material sei. Der Umbau der Kreuzung könnte in zwei Abschnitten erfolgen, der Bau werde etwa fünf Monate benötigen, der Verkehr müsse während der Bauzeit zum Teil umgeleitet werden.
Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich über diese Planung erfreut, da jahrelange Forderungen nach einer Verbesserung dieser Kreuzung nun gehört worden seien und die Lage nicht nur für die Autofahrer, sondern auch für die Fußgänger, insbesondere für die Bewohner der Seniorenresidenz, deutlich verbessert werden könne, und stimmten dem Umbau einstimmig zu. Nach Aussage von Bürgermeister Torsten Bartzsch muss nun noch der Ausschuss für Umwelt und Technik des Landkreises der Maßnahme zustimmen; wenn dies voraussichtlich im November dieses Jahre geschehen sei, könne der Kreuzungsumbau in Auftrag gegeben und 2018 realisiert werden.

Feuerwehrhaus: Anbau und Sanierung
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte, an dem mittlerweile 30 Jahre alten Feuerwehrhaus am Lindenweg seien einige Sanierungsarbeiten notwendig und es sei in diesem Zusammenhang an die Erweiterung durch einen Anbau gedacht. Er begrüßte zu diesem Thema den beauftragten Architekten Peter Ludwig, Feuerwehrkommandant Marcus Leibbrandt und zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr unter den Zuhörern.
Wie der Schultes weiter ausführte, treten immer öfter Frauen der Freiwilligen Feuerwehr bei, für die es im bisherigen Feuerwehrhaus bislang keine eigenen Umkleide- und Sanitärräume gebe. Gleichzeitig müsse der Sanitärbereich für die Männer erneuert, die Gäste-Toiletten erweitert und saniert sowie sämtliche Wasserleitungen im Gebäude erneuert werden. Durch den Anbau an die westliche Gebäudeseite und die internen Umbauten könnten weitere notwendige Lagerflächen für die Feuerwehr geschaffen und durch den Einbau von zwei Garagentoren der Transport von Material vereinfacht werden.
Architekt Peter Ludwig erläuterte weiter, die durch den Anbau wegfallenden Parkplätze hinter dem Gebäude könnten durch zusätzliche Stellplätze auf dem Pflanzstreifen an der Zufahrt nördlich des Hauses mehr als ersetzt werden. Für die Heizung und Warmwasserversorgung soll das Gebäude an das neue Blockheizkraftwerk in der Gemeindehalle angeschlossen werden. Mit dieser Planung müsse noch ein Fachingenieur befasst werden. Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr während der Bauphase werde stets gewährleistet sein.
Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, Sanierung und Umbau seien mit der Feuerwehrführung besprochen und abgestimmt worden. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf rund 490.000 Euro belaufen. Dafür könne, so der Schultes, mit einem Zuschuss des Landes in Höhe von etwa 25.000 Euro gerechnet werden.
Die Mitglieder des Gemeinderates betonten und befürworteten die Maßnahme, um die Einsatzfähigkeit der Murrer Feuerwehr auch in Zukunft zu erhalten und stimmten der Planung und der Kostenschätzung einstimmig zu.

Anschaffung von neuer Dienstkleidung für die Freiwillige Feuerwehr Murr
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte dem Ratsgremium, die Uniformen der Freiwilligen Feuerwehr Murr seien mittlerweile in die Jahre gekommen. Auch gebe es vom Land Baden-Württemberg eine Verwaltungsvorschrift, nach der die Dienstkleidung der Feuerwehren im Land komplett erneuert werden soll. Zu dem einheitlichen Erscheinungsbild, das sehr wichtig für die Feuerwehr sei, gehöre danach ein Dienstsakko, eine Diensthose, ein Kurz- und ein Langarmhemd, eine Schirmmütze, eine Krawatte und ein Gürtel. Die Bekleidungskonzeption des Landes sehe zudem als Ergänzung zur Uniform eine zweite, eher zweckmäßige und funktionale Bekleidung aus Einsatzhose, Feuerwehrparka, Softshell-Jacke und Gürtel vor.
Die Mitglieder der Murrer Feuerwehr hätten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, für beide Ausstattungen entsprechende Angebote und Muster begutachtet und sich jeweils für eines davon entschieden. Für die Uniformen betragen danach die Kosten 300 Euro pro Feuerwehrmitglied, für die funktionale Ausstattung 400 Euro. Insgesamt müssten 50 Einheiten bestellt werden, so dass der Gesamtaufwand dafür rund 35.000 Euro betrage, so der Schultes.
Die Ratsdamen und -herren stimmten dem Vorschlag, die beschriebenen Ausstattungen zu bestellten, einstimmig zu. Feuerwehrkommandant Marcus Leibbbrandt bedankte sich im Namen der gesamten Murrer Feuerwehr dafür beim Gemeinderat.

Mineralwellenfreibad "Wellarium": Sanierung bzw. Erneuerung der Bestandsgebäude
Die Mitglieder des Gemeinderats wurden von Bürgermeister Torsten Bartzsch unterrichtet, dass 2014 an der Holzkonstruktion des Daches der Gebäude im "Wellarium" Schäden durch Pilzbefall und Fäulnis festgestellt worden seien. Vor der Badesaison hätten bereits einige Stützen für Kosten von ca. 25.000 Euro stabilisiert werden müssen. Dadurch könne das Dach für etwa fünf Jahre erhalten werden, bevor umfangreiche Sanierungen notwendig werden, so die Fachleute laut Bartzsch.
Im Herbst 2016 wurde daraufhin das Fachbüro Richter + Rausenberger vom Gemeindeverwaltungsverband Steinheim - Murr mit einer umfassenden Sanierungsstudie für sämtliche bestehenden Gebäude beauftragt; der Sachverständige für Holztragwerke wurde dazu hinzugezogen. Ergebnis: Die Schäden am Dach hätten sich erweitert, es müsse über eine Komplettsanierung des Daches und im Zusammenhang damit auch der Gebäude (Umkleide- und Sanitärbereich, Schwimmmeisterbereich, Gastronomiebereich) nachgedacht und beraten werden. Da bislang keine größeren Erneuerungen durchgeführt worden seien, entsprechen Umkleiden und Sanitärräume, aber auch der Gastronomiebereich und der Schwimmmeisterbereich nicht mehr den heutigen Anforderungen. Sämtliche Gremien (Gemeindeverwaltungsverband und die Gemeinderäte von Murr und Steinheim an der Murr) hätten sich mit den Ergebnissen der Studie bereits befasst.
In einer gemeinsamen Sitzung beider Ratsgremien am 26. September 2017 seien die weiter entwickelten Planungen des Büros mit drei Varianten für eine Sanierung vorgestellt worden. Variante 1 sieht eine Sanierung des Daches und einen Umbau der Gebäude im Bestand mit einer Minimalsanierung des Gastronomiebereichs vor. Die Kosten dafür werden auf rund 2,57 Millionen Euro geschätzt. Variante 2 plant eine Erneuerung und veränderte Ausführung der Dächer und einen Umbau aller Gebäude im Bestand. Die Kosten dafür betragen voraussichtlich etwa 2,85 Millionen Euro. Die dritte Variante empfiehlt einen kompletten Neubau aller Gebäude im Gastronomie-, Eingangs- und Personalbereich, einen verkleinerten Neubau der Dächer und Gebäudeumbauten im Sanitär- und Umkleidebereich und wird etwa 3,09 Millionen Euro Aufwand erfordern.
Die Baumaßnahmen müssten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch weiter, in zwei Bauabschnitten nach den Badesaisons 2018 und 2019 durchgeführt werden, um den Badebetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Im Grunde sprach sich die Mehrheit der Gemeinderäte für die Durchführung der Sanierungen und der Umbauten und Erneuerungen auf Grundlage von Variante 3 aus. Einzelne Bedenken ergaben sich aus der Befürchtung, dass die Planungskosten ein unwägbares Risiko darstellen könnten. Gewünscht wurde auch, dass bei allem Zeitdruck Wert und Sorgfalt auf eine gute Gestaltung gelegt werden solle. Angesichts der festgestellten Schäden und der grundlegenden Erneuerungsbedürftigkeit von Raumaufteilung, Technik und Dachkonstruktion gebe es aber keine Alternative dazu, die Maßnahme schnellstmöglich anzugehen und auf Grundlage der Variante 3 auch umfassend und von Grund auf durchzuführen. Man solle dem Fachbüro aufgeben, bei der Planung auch Wert auf eine gute Gestaltung zu legen.
Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat den Vorschlägen zu, das Büro Richter + Rausenberger mit der weiteren Planung der grundlegenden Erneuerung zu beauftragen und anzustreben, den ersten Bauabschnitt im Herbst 2018 zu beginnen.

Vorstellung der Ergebnisse einer Bedarfsumfrage zur Kinderbetreuung
Bürgermeister Torsten Bartzsch trug den Mitgliedern des Ratsgremiums die Ergebnisse einer umfassenden Umfrage unter den Familien mit Kindern im Ort vor, die im Auftrag des Gemeinderates im Sommer durchgeführt worden sei. Erfreulich sei, dass von insgesamt 556 verschickten Fragebögen rund die Hälfte beantwortet und zurückgeschickt worden sei.
Unterteilt nach den Altersgruppen 0 bis 3 Jahre, 3 bis 6 Jahre und 6 bis 10 Jahre seien die Eltern nach ihrer Familiensituation (berufstätig oder nicht, alleinerziehend oder nicht), nach der derzeitigen Betreuung des Kindes oder der Kinder und nach den Wünschen für eine künftige Betreuung sowie ihren individuellen Anmerkungen befragt worden. Unter dem Strich könne festgestellt werden, dass die Mehrheit der Eltern berufstätig sei, demnach die Einrichtungen der Gemeinde, aber auch andere Angebote (auswärtige oder private Betreuungseinrichtungen, Tageseltern, aber auch Betreuung in der Familie, zum Teil durch Großeltern) genutzt werden und für künftige Betreuung von Kindern in jeder Altersstufe vor allem mehr Angebote von verlängerten Öffnungszeiten bzw. Ganztageseinrichtungen oder auch die Kombination von beiden gewünscht werden.
Die individuellen Anmerkungen seien sehr vielfältig, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, und reichen unter anderem von Wünschen nach mehr Betreuung am Freitagnachmittag in der Schulkindbetreuung oder in den Ferien über geringere Gebühren bis hin zu mehr Plätzen im Mini-Kindergarten.
Die Umfrage wurde von den Mitgliedern des Gemeinderates einhellig begrüßt. Das Ergebnis lasse den Schluss zu, dass man in Murr im Grunde fast für alle Bedürfnisse schon gute Angebote habe und das Augenmerk auf den Ausbau der Ganztagesbetreuung und die Verlängerung von Öffnungszeiten richten sollte. Ebenfalls sei aus dem Ergebnis herauszulesen, dass immer mehr Eltern eine möglichst große Flexibilität in der Betreuung wünschen. Vielleicht, so eine Anregung, sollte man eine solche Umfrage in regelmäßigen Abständen durchführen.

Masterplanung zum Ausbau der Breitbandversorgung in Murr
Der Bedarf an einer leistungsfähigen Infrastruktur für ein schnelles Internet ist in den letzten Jahren enorm gewachsen, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Sowohl Privathaushalte, als auch Firmen und Betriebe wünschen schnelle Datenverbindungen oder seien wegen der Änderung von Arbeitsabläufen und Produktionsprozessen darauf angewiesen. Da es in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern versäumt wurde, die Breitbandversorgung flächendeckend auszubauen und die privaten Telekommunikationsunternehmen nur dort tätig werden, wo sich dies für sie lohne, seien die Städte und Gemeinden nun in die Situation gedrängt worden, für die Breitbandversorgung als Bestandteil der Grundversorgung sorgen zu müssen.
Grundsätzlich sei die Internetanbindung in Murr gut, so der Schultes. Dazu habe auch der Ausbau der Vectoring-Technik durch die Telekom vor etwa zwei Jahren beigetragen. In einigen Bereichen seien auch bereits Glasfaserkabel verlegt. Langfristig sei es aber notwendig, dass alle Haushalte und Gebäude direkt mit Glasfaseranschlüssen versorgt würden.
In der Region werde derzeit die Errichtung eines so genannten "Backbone-Netzes" diskutiert, mit dem die großen Strecken zwischen den Städten und Gemeinden bis an die Ortsgrenzen abgedeckt würden. In einer kommunalen Masterplanung könnte die Gemeinde Murr dann zunächst den Ist-Zustand der Versorgung im Ort erfassen lassen und - darauf aufbauend - dann untersuchen lassen, welche Maßnahmen zur Versorgung aller Ortsbereiche mit Glasfaseranschlüssen notwendig seien. Auch der notwendige Aufwand dafür lasse sich dann einschätzen.
Für eine solche Masterplanung wurden Angebote von verschiedenen Ingenieurbüros eingeholt, so Bartzsch. Die Firma RBS-wave GmbH habe mit 26.300 Euro das wirtschaftlichste abgegeben. Mit einem bereits bewilligten Zuschuss des Bundes könnten diese Kosten komplett finanziert werden.
Der Gemeinderat war sich einhellig einig, dass die Gemeinde die Masterplanung als Beitrag und Grundlage für die Weiterentwicklung des Breitbandnetzes unbedingt durchführen lassen müsse und stimmte der Vergabe an das vorgeschlagene Büro einstimmig zu.

Ortskernsanierung "Ortskern Murr III": Sachstandsbericht
Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch erstattete Hauptamtsleiterin Brigitte Keller den Mitgliedern des Gemeinderates einen Bericht über den bisherigen Stand des Sanierungsverfahrens "Ortskern Murr III". Mit den bewilligten Aufstockungen der Fördergelder betrage der gesamte Förderrahmen nun rund 2,03 Millionen Euro. Davon kommen vom Land gut 1,2 Millionen Euro, der Anteil der Gemeinde belaufe sich auf gut 813.000 Euro.
Etliche Maßnahmen konnten mit den Fördergeldern bereits fertiggestellt oder angestoßen werden, darunter die Erneuerung der Zehntscheuer, der geplante Abriss des Gebäudes Murrgässle 2 und die Erneuerung weiterer Gebäude in privater Hand. Aus heutiger Sicht, so Keller, seien weitere Finanzmittel notwendig; da aber im Jahr 2018 die vorhandenen Kassenmittel ausreichen, müsse voraussichtlich erst im Jahr 2019 ein weiterer Aufstockungsantrag gestellt werden.

Neben einigen Terminankündigungen gab Bürgermeister Torsten Bartzsch unter dem Punkt "Verschiedenes" noch bekannt, dass sich die auf dem Grundstück Steinheimer Straße 29 geplante und bereits genehmigte Errichtung eines weiteren Modulbaukörpers für die Unterbringung von Flüchtlingen verzögern werde. Auf dem Anwesen seien Zaun- und Mauereidechsen entdeckt worden, die unter Naturschutz stehen. Es müssten in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde von Fachleuten Maßnahmen gefunden werden, mit denen die geschützten Tiere vergrämt oder umgesetzt werden können. Da es dafür nun schon zu kalt sei, könne das erst im kommenden Frühjahr geschehen. Die Gemeinde müsse mit dem Hersteller des Modulbaukörpers vereinbaren, ob dieser so lange beim Hersteller verbleiben oder auf einer Fläche in der Gemeinde, die man noch finden müsse, zwischengelagert werden könne. Die Aufstellung des Moduls erfolgt deshalb erst im Frühjahr/Sommer 2018.

29.09.2017

Weinlese am Kirchenwengert

In diesem Jahr fiel der Ertrag durch den Frost im Frühjahr geringer aus
Weinreben am Kirchenwengert

Im Jahr 2014 wurden am gemeindeeigenen Kirchenwengert die bisherigen Reben entfernt und neue Reben der Sorte Blaufränkisch (Lemberger) gepflanzt.
Am Dienstag, 26. September 2017, fand die diesjährige Lese statt, die aufgrund des Frosts im Frühjahr geringer ausfiel als im Vorjahr. Dank der guten ehrenamtlichen Pflege das ganze Jahr über durch die Weinexperten Gerhard Leibbrand und Fritz Blank darf man sich dennoch wieder auf einen neuen Jahrgang des Murrer Kirchenweinbergs freuen, der an Jubilare verschenkt und bei gemeindeeigenen Veranstaltungen ausgeschenkt wird.

22.09.2017

Hohe Qualität des Murrer Trinkwassers

Das Trinkwasser zählt zu einem der am besten und häufigsten kontrollierten Lebensmittel.
Auch das Murrer Trinkwasser wird ständig überwacht und regelmäßig untersucht, es ist von höchster Güte und Reinheit. Neben den laufenden mikrobiologischen Untersuchungen werden auch regelmäßig physikalisch-chemische Trinkwasseruntersuchungen erstellt.
Nach der Trinkwasseranalyse durch das Institut Dr. Lörcher vom 8. August 2017 weist das Murrer Trinkwasser, das als Mischwasser zu 1/3 Eigenwasser und zu 2/3 aus Wasser der Landeswasserversorgung besteht, unter anderem folgende Parameter auf:

Gesamthärte (Härtebereich hart) 19,6 ° dH
Magnesium 18,0 mg/l
Fluorid 0,14 mg/l
Nitrat 16,3 mg/l

Nach § 2 der Trinkwasserverordnung wird das Trinkwasser auch auf zahlreiche Schadstoffe wie z. B. Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, organische Chlorverbindungen sowie auf Pflanzenschutzmittel untersucht. All diese Schadstoffe sind im Murrer Trinkwasser nicht enthalten bzw. liegen unter der messtechnisch erfüllbaren Nachweisgrenze.
Wie seit Jahren steht den Murrer Haushalten damit ein qualitativ sehr hochwertiges Trinkwasser und Lebensmittel zur Verfügung.

22.09.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 19. September 2017)

Bürgermeister Torsten Bartzsch und die Mitglieder des Gemeinderates vor Ort vor dem neuen Anbau für Ganztagesbetreuung am Mühlweg
Bürgermeister Torsten Bartzsch und Mitglieder des Gemeinderats vor dem neuen Anbau am Kindergarten am Mühlweg

Mit der Besichtigung des neuen Anbaus für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg startete der Murrer Gemeinderat in seine erste reguläre Sitzung nach der Sommerpause. Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung, die nach dem Vor-Ort-Termin im Ratssaal des Bürger- und Rathauses fortgesetzt wurde, stand ansonsten noch die Vergabe der Arbeiten für die Erneuerung der Bürobeleuchtung im Bürger- und Rathaus.

Anbau für Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche"
Mit Beginn des aktuellen Kindergartenjahres ist vor wenigen Tagen auch der neue Anbau für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg in Betrieb genommen worden. Dies nahm Bürgermeister Torsten Bartzsch zum Anlass, die Mitglieder des Gemeinderates zu einer Besichtigung vor Ort einzuladen.
Bei der Begrüßung vor dem Kindergarten schilderte der Schultes, dass es - wie es oft bei Baumaßnahmen vorkommt - einige Verzögerungen gab, der Anbau aber gerade rechtzeitig vor Beginn des Kindergartenbetriebes fertiggestellt werden konnte. In den Anbau ist nun eine neue Ganztagesgruppe, die bisher im Mühlweg als Regelgruppe geführt wurde, und eine bestehende Ganztagesgruppe aus dem Kindergarten Lindenweg eingezogen.
Bartzsch erinnerte in seiner Begrüßung an den Grundsatzbeschluss des Ratsgremiums für die Erweiterung des Kindergartens am Mühlweg und die Bündelung der Ganztagesbetreuung an diesem Standort im September 2015 und den ersten Spatenstich am 22. April 2016 mit tatkräftiger Beteiligung von Kindern und Erzieherinnen. Trotz Problemen mit Baufirmen konnte Ende Oktober 2016 bei strahlendem Sonnenschein Richtfest gefeiert werden. Rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr wurde der Anbau auch fertig, allenfalls letzte Arbeiten an den neuen Außenanlagen bzw. die Lieferung von Ausstattung müssten noch erledigt werden. Der Anbau werde etwa 1,5 Millionen Euro kosten.
Bei einem ausführlichen Rundgang durch die neuen Räume machten sich die Ratsdamen und -herren einen Eindruck von der Großzügigkeit, der Helligkeit und der Funktionalität des neuen Anbaus und ließen sich von den anwesenden Erzieherinnen Details aus der täglichen Arbeit im neuen Haus schildern. Der Anbau ist mit seinem Eingangsbereich an das Treppenhaus des bisherigen Gebäudes - des früheren alten Schulhauses - angeschlossen. In dessen Untergeschoss ist in der ehemaligen Schulküche der Essensraum und die Ausgabeküche für das Essen der kleinen Nutzer eingerichtet, welche von den Ganztagesgruppen genutzt wird.
Der Anbau enthält neben den zwei Gruppenräumen mit den zugehörigen Küchen und Schlafzimmern einen Mehrzweckraum, der zum Foyer hin geöffnet werden kann, einen Personalraum, ein Büro und mehrere Lager- und Abstellräume sowie die notwendigen Sanitärräume.

Vergabe der Arbeiten für die Erneuerung der Bürobeleuchtung im Bürger- und Rathaus
Im Februar hatte der Gemeinderat grundsätzlich beschlossen, die Bürobeleuchtung im Bürger- und Rathaus erneuern zu lassen. Gründe waren, dass mit neuer Beleuchtungstechnik in den 20 Büroräumen des Bürgermeisteramtes deutlich Strom gespart werden kann und dass für die bestehende Beleuchtung nach fast 30 Jahren kaum mehr Ersatzteile zu bekommen sind.
Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete, dass die Gemeinde für die Erneuerung der Beleuchtung zwischenzeitlich die Zusage eines Zuschusses von 30 % der Investitionskosten vom Bundesumweltministerium bekommen habe. Von den eingeholten Angeboten war das der Firma Elektro Riedel in Höhe von knapp 43.000 Euro das wirtschaftlichste; die Firma erhielt denn auch vom Gemeinderat einstimmig den Auftrag zur Erneuerung der Beleuchtung. Hinzu kommen noch Ausgaben für Malerarbeiten, da nach Installation der neuen Leuchten in den Büros die Decken gerichtet werden müssen.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" gab Bürgermeister Torsten Bartzsch bekannt, dass die Forstbetriebsgemeinschaft Hardtwald unter Regie von Revierförster Jürgen Weis und den Forstmitarbeitern im Murrer Teil des Hardtwaldes einen Walderlebnispfad einrichtet. Mit Schildern an neun Punkten, auf denen Bilder und Informationen enthalten sind, sollen die Besucher auf Besonderheiten und Bemerkenswertes im Wald aufmerksam gemacht werden. Sobald der Pfad fertiggestellt ist, wird dies der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

21.08.2017

Zehn Jahre Aufforstung im Bereich der ehemaligen Obstanlage

Vor zehn Jahren hat die Aufforstung am südöstlichen Talhang der Murr begonnen
Rand der Aufforstungsfläche am Feldweg

Mit einem symbolischen Pflanzbeginn am 21. März 2007 wurde vor rund zehn Jahren eine der größten Aufforstungen im gesamten Landkreis am südöstlichen Talhang der Murr begonnen.
In insgesamt drei Abschnitten wurden in den Jahren 2007, 2009 und 2011 rund 16.500 Pflanzen auf ca. 5 Hektar Fläche eingesetzt. Die Gemeinde Murr hatte seinerzeit für diese außergewöhnliche Aufforstungsmaßnahme viele Grundstücksflächen erwerben können, darüber hinaus haben sich auch einige Privateigentümer auf ihren Flächen an der Aufforstung, hauptsächlich als Laubmischwald, beteiligt.
Diese ökologisch und landschaftsgestalterisch sehr wertvolle Maßnahme dient der Gemeinde auch heute noch als Ausgleichsmaßnahme für neue Baugebiete, wie aktuell für den 3. Abschnitt des Neubaugebiets Langes Feld VI.
Trotz einiger Ausfälle und notwendiger Nachpflanzungen ist Revierförster Jürgen Weis mit der Entwicklung der Aufforstung sehr zufrieden, so dass nach zehn Jahren von einer erfolgreichen und nachhaltigen Maßnahme gesprochen werden kann.

28.07.2017

Neues Spielgerät für den Kinderspielplatz Bergkelter/Bottenäcker

Die „Ritterburg“ ist die neue Attraktion auf dem Spielplatz Bergkelter/Bottenäcker
Neues Spielgerät "Ritterbrurg" auf dem Spielplatz Bergkelter/Bottenäcker

Aufgrund einer TÜV-Prüfung musste im Herbst letzten Jahres das Großspielgerät auf dem Spielplatz Bergkelter/Bottenäcker gesperrt werden und durch ein neues Gerät ersetzt werden. Ursprünglich war vorgesehen, ein neues Gerät zum Frühjahrsbeginn durch unsere Forstmitarbeiter selbst errichten zu lassen. Aufgrund personeller Engpässe konnte dies leider nicht realisiert werden. So dauerte es bis letzte Woche, bis die als Ersatz bestellte "Ritterburg" geliefert und vom Bauhof aufgebaut wurde.
Das neue Spielgerät bietet verschiedene Attraktionen für Kinder jeder Altersstufe. Die Kosten für das Gerät belaufen sich auf ca. 25.000 Euro. Wir bitten, die Verzögerung zu entschuldigen und wünschen allen Kindern viel Spaß mit der "Ritterburg".
Ebenso wurde aufgrund von Elternwünschen an jeder Doppelschaukel auf den Spielplätzen je eine Schaukel mit einem Kleinkindsitz ausgestattet.

28.07.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 25. Juli 2017)

Eine umfangreiche und vielfältige Tagesordnung hatte der Gemeinderat auf dem Tisch, als er sich am Dienstag, dem 25. Juli 2017, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zur letzten regulären Sitzung vor den Sommerferien im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf.
Die weiter ausgearbeitete Planung für den Neubau eines Jugendhauses am Hermannsplatz sowie die dadurch notwendige Änderung des Bebauungsplans "Sportanlagen Murrtal" wurden dem Gremium erläutert, es wurde über die Anmeldebedingungen für die Schulkindbetreuung beraten, der Finanzzwischenbericht zur Jahreshälfte vorgestellt, die Umrüstung weiterer Bereiche der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürger- und Rathauses und der Einbau eines Trennvorhangs in der Gemeindehalle beschlossen sowie organisatorische Details für die Durchführung der Bundestagswahl am 24. September 2017 festgelegt.

Neubau eines Jugendhauses: Erläuterung des aktuellen Planungsstandes
Nach umfangreichen grundlegenden Beratungen, der Entscheidung für einen Standort am Hermannsplatz und dem Grundsatzbeschluss über die Bauweise sowie der Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens hat der Gemeinderat am 21. März 2017 dem Fellbacher Architekturbüro D'Inka Scheible Hoffmann, das aus dem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen war, den Auftrag zur Planung des neuen Jugendhauses erteilt.
Die Architekten Gabriele D'Inka und Albrecht Scheible waren in die Sitzung gekommen, um die Ratsmitglieder über den neuesten Stand der Planung zu informieren. Ausführlich gingen sie dabei noch einmal auf die Rahmenbedingungen ein, die von der Lage nahe dem Uferbereich der Murr mit seinem Waldsaum, im Bereich eines potentiellen Hochwassers, in der Wasserschutzzone und nahe den Sportanlagen bestimmt ist. Zu den Anforderungen, die sich daraus ergeben, hat es schon frühzeitig Abstimmungsgespräche mit den entsprechenden Stellen des Landratsamtes Ludwigsburg gegeben.
So soll das neue Bauwerk auf Ständern stehen, so dass ein eventuelles Hochwasser darunter hindurchfließen kann. Genügend Abstand vom geschützten Uferbewuchs und weitere Pflanzungen sind von den Planern vorgesehen. Albrecht Scheible ging aber vor allem auf die Innenaufteilung des Jugendhauses, die funktionellen Beziehungen der verschiedenen Bereiche und die mögliche Nutzung von Toiletten, Küche, Lager- und Mehrzweckräumen für das Brückenfest, aber auch für eventuelle private Veranstaltungen ein.
Wichtig war bei der Planung der Lärmschutz, der unter anderem in der Stellung des Gebäudes, der Anordnung der offenen Bereiche nach Süden und der Fenster berücksichtigt werden soll. Durch Begrünung des Daches und Entsiegelung der Fläche unter dem Bauwerk soll der Wasserabfluss verbessert werden. Das Bauwerk in Holzbauweise ist durch Transparenz, Klarheit und Offenheit geprägt.
Die Mitglieder des Gremiums begrüßten die Planung einhellig und hoben hervor, dass alle Anforderungen, die sich aus dem Standort am Hermannsplatz ergeben, sorgfältig und vollständig in der Planung berücksichtigt werden.

Bebauungsplan zur 1. Änderung des Bebauungsplans "Sportanlagen Murrtal"
Der Neubau des Jugendhauses erfordert die Änderung eines Teilbereichs des Bebauungsplanes "Sportanlagen Murrtal" aus dem Jahr 1977, die vom Gemeinderat mit dem Aufstellungsbeschluss vom 26. Juli 2016 auf den Weg gebracht worden ist. Frühzeitig wurden im Rahmen des Verfahrens bei einem so genannten Scoping-Termin (Scoping bedeutet in etwa "Festlegung von Umfang und Details von Untersuchungen über die Auswirkung des Projektes auf die Umwelt") beim Landratsamt Ludwigsburg die Anforderungen, die sich aus dem Standort am Hermannsplatz in punkto Hochwasserschutz, Wasserschutzgebiet, Naturschutz und Lärmschutz ergeben, abgestimmt. Im August 2016 fand eine formelle frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung in Form eines Planaushangs statt.
Die Städteplanerinnen Petra Zeese und Katja Uster vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ waren nun in die Sitzung gekommen, um dem Gemeinderat den Vorentwurf zur Änderung des Bebauungsplans vorzustellen und zu erläutern. Dieser lehnt sich eng an die Planung des neuen Jugendhauses an, die von den Architekten D'Inka Scheible Hoffmann erarbeitet wurde. Wie dort finden auch in der vorgeschlagenen Bebauungsplan-Änderung der Schutz des Retentionsraumes (Stellung des Gebäudes, Pfahlgründung und Höhenlage) und der Lärmschutz (Grundriss und Orientierung von Aufenthaltsbereichen nach Süden) ihren Niederschlag. Umfangreiche Untersuchungen dazu und deren Ergebnisse sind in den Vorentwurf eingeflossen.
Städteplanerin Uster wies besonders darauf hin, dass im Rahmen des geltenden Flächennutzungsplanes im Osten des Plangebiets zusätzliche Stellplätze angelegt werden sollen, so dass nach dem Bau des Jugendhauses genauso viele Parkplätze laut Bebauungsplan vorhanden sind wie vorher und auch die Fläche für den Häckselplatz künftig nicht kleiner werden muss.
Mitglieder des Gremiums lobten, dass im Rahmen des Jugendhausneubaus die städtebauliche Planung und die Planung des Neubaus selber sehr sorgfältig und gründlich vorbereitet worden sind, alle Aspekte berücksichtigt wurden und dabei ein überzeugender städtebaulicher und architektonischer Entwurf herausgekommen ist. Auf die Realisierung des Bauwerks könne man sich freuen.
Dem Vorentwurf der Bebauungsplan-Änderung und der Beteiligung der Öffentlichkeit wurde daher zugestimmt.

Schulkindbetreuung: Nachweis der Berufstätigkeit für Anmeldungen ab 1. Oktober
Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete dem Gremium, der Ausbau der gemeindlichen Betreuungsangebote im Kleinkinder- und Schülerbereich stoße auf eine sehr gute Resonanz. So besuchen zwischenzeitlich rund 60 Kinder die bestehende Schulkindbetreuung, für die in der Lindenschule vor einigen Jahren eigens größere Räumlichkeiten geschaffen und weitere qualifizierte Mitarbeiter eingestellt wurden. Da die Betreuung gewissen Qualitätsansprüchen genügen sollte, sei die Aufnahme weiterer Kinder nicht möglich, so Bartzsch.
Er schlug vor, bei Neuanmeldungen ab 1. Oktober 2017 daher nur noch Kinder aufzunehmen, deren Eltern berufstätig sind und sich dies durch einen Nachweis des Arbeitgebers bestätigen zu lassen. Ausnahmen bei Härtefällen seien selbstverständlich immer möglich.
Die Mitglieder des Gemeinderates erkannten die Notwendigkeit einer Steuerung der Anmeldezahlen, wünschten sich aber mehrheitlich eine weniger pauschale Regelung und eine größere Rücksicht auf persönliche Lebenslagen von Familien und Erziehenden, die nicht berufstätig seien (Arbeitslosigkeit, Krankheit u. ä.). Wünschenswert sei im Grunde die Einführung eines Ganztagesschulangebots an der Lindenschule. Dies müsse jedoch, so der Schultes, in erster Linie von der Schule und den Eltern angestoßen und mitgetragen werden. Die Gemeinde selber könne momentan nur ihr Betreuungsangebot gestalten.
Auf Wunsch der Ratsmitglieder wurde der Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch auf Begrenzung der Anmeldungen für die Schulkindbetreuung dahingehend ergänzt, dass auf jeden Fall bei Neuanmeldungen jeder Einzelfall geprüft werde und bei Härtefällen Ausnahmen zugelassen werden. Auch der dringende Wunsch nach einer Beratung über Ganztagesschulformen an der Lindenschule zusammen mit Schulleitung, Lehrern und Eltern wurde in den Beschluss mit aufgenommen, der mehrheitlich gefasst wurde.

Finanzzwischenbericht 2017
Immer zur Mitte des Jahres werden die Mitglieder des Ratsgremiums über die Lage der Gemeindefinanzen informiert. Gemeindekämmerer Albrecht Keppler hatte in die Sitzung daher die Zahlen über den Stand der Einnahmen und Ausgaben zum Stichtag 7. Juli 2017 mitgebracht und erläuterte diese.
Insgesamt fällt diese Zwischenbilanz durchweg positiv aus. Die im Haushaltsplan erwarteten Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen sind zu 48 % bei der Gemeindekasse eingegangen. Zusammen mit den Einnahmen aus dem Vermögenshaushalt konnten zur Jahresmitte bereits 56 % der eingeplanten Einnahmen verbucht werden.
Die projektierten Ausgaben sind zu 43 % getätigt. So ergibt sich zur Jahreshälfte ein Plus der Einnahmen gegenüber den Ausgaben in Höhe von rund 2,86 Millionen Euro. Laut Keppler werde es aber beim einen oder anderen Posten in der zweiten Hälfte des Jahres noch Verschiebungen geben. Doch man könne heute schon prognostizieren, dass die im Haushaltsplan eingeplante Zuführung an den Vermögenshaushalt - immer ein Indikator für die Gesundheit der Gemeindefinanzen - in Höhe von über 2 Millionen Euro jetzt schon gesichert sei.
Die Ratsdamen und -herren freuten sich über die positive Zwischenbilanz und die Mitteilung des Kämmerers, dass die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben planmäßig verlaufe.

Umstellung weiterer Teilbereiche der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik
Im Jahr 2010 wurde die Murrer Straßenbeleuchtung komplett von Quecksilber- auf Natrium-Dampflampen umgestellt, womit Strom und Kosten eingespart werden können. Doch die Technik entwickelte sich weiter - mittlerweile hat auch bei der Straßenbeleuchtung die LED-Technik Einzug gehalten, ist ausgereifter und günstiger als zu Beginn und sorgt für eine bessere Ausleuchtung. Bereits im Jahr 2016 wurden auf Beschluss des Gemeinderates 57 Leuchten in der Bietigheimer Straße, der Heilbronner Straße, der Hindenburgstraße zwischen Blattert-Kreuzung und Heerstraße, der Straße Im Langen Feld, der Marbacher Straße und am Bergkeltertunnel auf LED umgerüstet.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug in der Sitzung nun die Umrüstung weiterer 208 Leuchtkörper in mehreren Straßen und Plätzen des Gemeindegebietes vor, so unter anderem im Rahmen der beginnenden Sanierung von Mozart- und Silcherstraße. Der Aufwand dafür betrage rund 80.000 Euro. Vom Bundesumweltministerium könne im Rahmen der "Nationalen Klimaschutzinitiative" ein Zuschuss in Höhe von 20 % der Investitionskosten erwartet werden, so der Schultes.
Vom Ratsgremium wurde diese vorgeschlagene Maßnahme zur Kosten- und Energieeinsparung einstimmig befürwortet.

Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürger- und Rathauses
Veranlasst durch einen Antrag aus der Mitte des Gremiums lag den Ratsmitgliedern ein Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch vor, auf dem Dach des Bürger- und Rathauses eine Photovoltaikanlage zur Erzeugung von Strom zu installieren. Pro Jahr werden im Bürger- und Rathaus mit den Büros der Gemeindeverwaltung, der Ortsbücherei und den Veranstaltungsräumen rund 55.000 kWh Strom verbraucht. Langfristig könnte eine Photovoltaikanlage mit einem später angeschlossenen Stromspeicher so viel Strom erzeugen, dass etwa 75 % des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden könnte.
Der Schultes berichtete, dass mit der "SÜWAG Grüne Energien und Wasser" GmbH bereits Gespräche über die Planung einer solchen Anlage geführt worden seien. Eine Photovoltaikanlage könnte danach auf dem Dach des Bürger- und Rathauses in Richtung Dorfweg installiert werden. Mit einer Nennleistung von 20 kWp könnten pro Jahr rund 20.000 kWh Strom erzeugt werden. Nach ersten Schätzungen werde die Anschaffung und Installation einer solchen Anlage rund 40.000 Euro kosten.
Der Gemeinderat begrüßte diesen Vorschlag einhellig und beschloss einstimmig, die Planung, die rund 5.200 Euro kosten wird, an die "SÜWAG Grüne Energien und Wasser" GmbH zu vergeben.

Einbau eines Trennvorhangs in die Gemeindehalle
Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete von dem Wunsch, in der Gemeindehalle einen Trennvorhang zu installieren, durch den der Hallenraum in zwei Teile trennbar wäre, und damit mehr Übungs- und Trainingszeiten für Vereine und Sportgruppen zu ermöglichen.
Erste Prüfungen hätten ergeben, dass der Einbau eines solchen Vorhangs technisch und statisch grundsätzlich möglich ist. Lieferung, Einbau und Installationsarbeiten würden einen Aufwand von etwa 20.000 Euro erfordern; die Lieferzeit betrage etwa 3 bis 4 Monate. Die Vergabe der zusätzlich möglichen Übungszeiten könnte mit den Vereinen auf der Herbstbesprechung beraten werden, so der Schultes.
Bei den Mitgliedern des Ratsgremiums traf dieser Vorschlag auf Zustimmung und die Installation des Trennvorhangs wurde einstimmig in Auftrag gegeben.

Bundestagswahl am 24. September 2017
Wie bekannt, findet am 24. September 2017 die Wahl des neuen Bundestags statt. Die Vorbereitungen zur Durchführung der Wahl im Bürgermeisteramt laufen schon seit geraumer Zeit, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Auf dem Tisch des Gemeinderates lag in der Sitzung der Vorschlag zur Einteilung der notwendigen Wahlbezirke, zur Einrichtung der Wahlräume, zur Besetzung der Wahlvorstände und zu weiteren organisatorischen Details. An den Wahlbezirken und den Wahlräumen werde sich seit der letzten Wahl nichts ändern, so der Bürgermeister.
Die Mitglieder des Gremiums stimmten den Vorschlägen zu und beauftragten Bartzsch mit der weiteren Organisation der Wahl.

28.07.2017

Vorkommnisse mit Reitern auf Fuß- und Radwegen

Immer wieder gehen auf dem Bürgermeisteramt Beschwerden ein, dass Pferdeäpfel auf Fuß- und Radwegen für Ärger sorgen. Die Reiter kümmern sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere und zeigen sich bei der Ansprache durch Fußgänger uneinsichtig.

Deshalb hier ein Merkzettel für Reiter:
Für Reiter gelten die gleichen Verkehrsregeln, Anordnungen und Verkehrszeichen wie für den Fahrzeugverkehr (§ 28 Abs. 2 StVO). Reiter müssen - ebenso wie Fahrzeuge - die Fahrbahn benutzen und zwar möglichst weit rechts. Die Benutzung von Gehwegen ist nicht zulässig (§ 2 Abs. 1 und 2 StVO).
Mehrere Reiter müssen - wie Radfahrer - einzeln hintereinander die Fahrbahn benutzen; nebeneinander ist nur zulässig, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird.
Es ist verboten, Straßen und Wege zu beschmutzen oder Schmutz dort liegen zu lassen. Der Reiter hat die Verschmutzung oder die Hinterlassenschaften seines Pferdes ("Rossbollen") unverzüglich zu beseitigen (§ 32 Abs 1 StVO).
Das Reiten in der freien Landschaft und im Wald ist nur gestattet auf Straßen und geeigneten Wegen, soweit es durch Verkehrszeichen oder Anordnungen nicht untersagt ist. Nicht zulässig ist es auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3,00 m Breite, auf Fußwegen und auf Sport- und Lehrpfaden. Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen. Private Grundstücke dürfen nicht benutzt werden. In Naturschutzgebieten ist das Reiten nur auf Straßen und befestigten Wegen zulässig (§ 52 NatSchG, § 37 Abs 3 LWaldG).
Bitte beachten Sie diese "Spielregeln" im eigenen Interesse und in dem Ihrer Mitmenschen.

22.05.2017

Neubürger lernten aus erster Hand viel über Murr und knüpften Kontakte – Neubürgerempfang im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses

Bürgermeister Torsten Bartzsch (vorne rechts) im Gespräch mit Neubürgern
Bürgermeister Torsten Bartzsch am Kaffeetisch im Gespräch mit Neubürgern

Fast wie ein Familientreffen mutete der Neubürgerempfang der Gemeinde am Nachmittag des 13. Mai 2017 an. Bei Kaffee und Kuchen trafen sich rund 90 Neu-Murrerinnen und Neu-Murrer auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses, um Wissenswertes von ihrem neuen Heimatort zu erfahren, sich über das Leben in der Gemeinde zu informieren und Kontakte untereinander, mit Mitgliedern des Gemeinderates und Mitarbeitern des Rathauses zu knüpfen. Der Chor des SGV Murr sorgte an dem Nachmittag für beschwingte musikalische Unterhaltung, Mitarbeiter des Rathauses bewirteten die Gäste mit Kaffee, Kuchen und Getränken, für Kinder war eine Spielecke vorbereitet, die rege genutzt wurde.
Bürgermeister Torsten Bartzsch beglückwünschte die neuen Murrerinnen und Murrer bei der Begrüßung zur Wahl ihres neuen Wohnortes. Murr verfüge als kleine Gemeinde über eine hervorragende Ausstattung mit Infrastruktureinrichtungen - von der Kinderbetreuung mit einem quantitativ und qualitativ sehr guten Angebot über Sportstätten und Sportanlagen, Jugendhaus, Ortsbücherei als beliebtester Einrichtung der Gemeinde, Veranstaltungsräumen bis hin zur eher technischen Daseinsvorsorge mit Straßen und Wasserversorgung in einem guten Standard.
Auch das soziale, sportliche, geistige und kulturelle Leben in der Gemeinde sei dank der vielen aktiven Vereine, Kirchengemeinden, Organisationen und Institutionen abwechslungsreich, lebendig und trage viel zum guten Miteinander bei, für das Murr bekannt sei. Von vielen dieser Institutionen und Vereine wie auch von der örtlichen Presse lag im Foyer des Bürgersaals reichhaltiges Informationsmaterial in Form von Prospekten und Faltblättern aus. Bartzsch lud die Anwesenden dazu ein, sich hier zu bedienen, um sich so ein Bild von der Arbeit dieser Gruppen zu machen.
Die Gemeinde biete auch finanziell eine gute und solide Basis, da sie seit 2005 schuldenfrei sei, seit langem stabile und niedrige Hebesätze für die kommunalen Steuern und günstige Abgaben und Gebühren in allen Bereichen habe.
Der Schultes gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass Murr für alle Neubürger möglichst schnell zu einem echten Lebensmittelpunkt werde und bot dafür die Mitwirkung von Gemeinderat und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung an, die jederzeit bei Fragen oder Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung stünden.
Als Vorsitzende des größten Vereines im Ort stellte Liane Sinn den Sport- und Gesangverein (SGV) Murr vor, der mit Fußball, Turnen, Leichtathletik, Karate, Badminton, Gesang, einer eigenen Jugendabteilung und einer Vereinsgaststätte im Murrtal ein gewichtiger Faktor im lebendigen Gemeindeleben sei. Sinn lud alle Neubürger ein, den SGV Murr und seine Mitglieder kennenzulernen, was bei zahlreichen Veranstaltungen des Vereins oder über Schnupperangebote problemlos möglich sei.
Der Chor der SGV-Gesangsabteilung gab an dem Nachmittag mit seinem Dirigenten Aislan Curacao und Piano-Begleitung mehrere Kostproben seines musikalischen Könnens und animierte zum Schluss mit einer unter die Haut gehenden Version des Stückes "Amazing Grace" die Gäste zu begeistertem Beifall.
Am Schluss des Nachmittags dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Neubürgerinnen und Neubürgern fürs Kommen und ihr Interesse, dem SGV Murr und seinem Chor für die musikalische Gestaltung, den anwesenden Mitgliedern des Gemeinderates für ihre Beteiligung und den Mitarbeitern des Rathauses für die Ausrichtung der Veranstaltung. Anschließend lud er alle Interessierten noch zu einem kleinen Rundgang durch Murr ein, auf dem die wichtigsten Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten in der Ortsmitte gezeigt wurden.

12.05.2017

Junge Flüchtlinge werden gut betreut: Informationsveranstaltung über Wohnheim für minderjährige Ausländer in der Gemeindehalle

Informierten über das Jugendwohnheim: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Heiner Pfrommer und Roland Stäb vom Landratsamt, Hendrik Rook, Marc Dressel und Michael Schinko von der Caritas und Dr. Rudolf Grill vom Arbeitskreis Asyl (von links nach rechts)
Die beteiligten Referenten vor der Veranstaltungam Podiumstisch

Die 44 unbegleiteten minderjährigen Ausländer, für die das im Bau befindliche Wohnheim des Landkreises an der Ecke Raiffeisenstraße/Rudolf-Diesel-Straße Platz bieten wird, werden von der Caritas intensiv und gut betreut. Diesen Eindruck konnten gut 100 interessierte Murrerinnen und Murr von der Informationsveranstaltung mitnehmen, die am 4. Mai 2017 auf Einladung der Gemeindeverwaltung in der Gemeindehalle stattfand.
Bürgermeister Torsten Bartzsch, Sozial- und Jugenddezernent Heiner Pfrommer und Jugendamtsleiter Roland Stäb vom Landratsamt als Bauherr und Betreiber, Hendrik Rook, Michael Schinko und Marc Dressel von der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz, die mit der Betreuung beauftragt ist, sowie Dr. Rudolf Grill vom Murrer Arbeitskreis Asyl informierten die Anwesenden jeweils aus ihrer Sicht aus erster Hand über den Betrieb des Jugendwohnheimes, den Personenkreis, der dort wohnen wird, den Tagesablauf, Art und Ausmaß der Betreuung und die Vorbereitungen und Bemühungen, die man im Hinblick auf die Integration der jungen Flüchtlinge im Ort unternehmen könne und wolle.
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte zu Beginn, dass in Murr derzeit etwa 37 Flüchtlinge zum Teil in Unterkünften der Gemeinde oder des Landratsamtes, aber auch in Privatwohnungen untergebracht seien. Neue Unterkünfte für weitere Personen, die die Gemeinde noch aufnehmen müsse, entstehen zur Zeit unter anderem in drei Modulbaukörpern an der Hindenburgstraße; diese seien so solide und langlebig konzipiert, dass sie später auch als günstiger Mietwohnraum genutzt werden können. Gemeinderat und -verwaltung hätten das Ziel einer dezentralen Unterbringung im Ort umsetzen können und man könne heute feststellen, so der Schultes, dass sich anfängliche Befürchtungen als unbegründet herausgestellt hätten. Er sei vor allem den engagierten Freiwilligen im Arbeitskreis Asyl für ihre großartige Integrations-Arbeit, aber auch allen Einwohnern sehr dankbar, so Bartzsch, und er hoffe, dass sich auch die Integration der neuen Flüchtlinge mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger, der Vereine, Kirchengemeinden und Institutionen in der Gemeinde weiterhin so gut gestalten lasse wie bisher.
Der Sozialdezernent des Landkreises, Heiner Pfrommer, betonte, die unbegleiteten minderjährigen Ausländer, die in das Wohnheim aufgenommen würden, unterliegen den Regeln des Kinder- und Jugendhilferechts und würden demnach intensiver und engmaschiger betreut als erwachsene Flüchtlinge. Soweit Bedarf besteht, gehe diese Betreuung auch über das 18. Lebensjahr hinaus. Ziel aller Jugendhilfe sei es, die jungen Menschen in die Lage zu versetzen, ihr eigenes Leben selbstständig zu gestalten und eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln.
Vom Landratsamt mit dem Betrieb des Wohnheimes und der Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge beauftragt ist die Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz. Geschäftsführer Hendrik Rook stellte die Caritas und ihre Arbeit vor. Der zuständige Projektleiter Marc Dressel erläuterte den vorgesehenen Tagesablauf der Wohnheim-Bewohner: Vom morgendlichen Wecken und Frühstück über Schule, Sprachkurs, Ausbildung oder Praktikum bis hin zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten oder Angebote im Seminarraum wie Bewerbungstraining sei der Tag für die Jugendlichen strukturiert. Der Betreuungsschlüssel von 1 Sozialpädagogen zu 6 bis 4 Jugendlichen sei höher als vorgeschrieben. Jeder Bewohner habe einen Bezugsbetreuer, der auch bei Behördengängen, Arztbesuchen oder ähnlichem mit dabei sei. Rund um die Uhr - auch am Wochenende - sei im Wohnheim jemand vor Ort - tagsüber von Montag bis Freitag sozialpädagogische Fachkräfte, in der Nacht oder an den Wochenenden eine Aufsichtsperson, die bei Bedarf Fachleute rufen könne.
Sowohl Marc Dressel von der Caritas als auch der Fachleiter der Kreisjugendhilfe, Roland Stäb, betonten übereinstimmend, dass alle diese Jugendlichen durch Fluchterlebnisse, Verlust von Angehörigen oder große Erwartungen aus dem Heimatland sehr belastet seien.
Dr. Rudolf Grill stellte die Arbeit des Arbeitskreises Asyl vor, der sich seit der Gründung im Jahr 2015 von einer losen Gruppe einsatzfreudiger Freiwilliger in einen strukturierten Kreis von etwa 25 festen Engagierten mit verschiedenen Aufgaben und festen Schwerpunkten entwickelt habe. Bewährt habe sich das Konzept der "Hauslotsen" - feste Ansprechpartner, die regelmäßig Besuche in bestimmten Unterkünften machen und sich um die Verhältnisse im Haus und die Bedürfnisse der Bewohner kümmern. Bei der Betreuung der Jugendlichen in dem neuen Wohnheim im Gewerbegebiet werde der Schwerpunkt auf der Scharnierfunktion zwischen Flüchtlingen, den Sozialpädagogen der Caritas als hauptamtliche Betreuer auf der einen Seite und den Organisationen, Institutionen und Vereinen sowie den Bewohnern im Ort liegen.
Aus der Mitte der Anwesenden wurden anschließend noch einige Fragen zu Details des Wohnheims und seines Betriebes gestellt, die von den Fachleuten beantwortet wurden. Insgesamt wurde die öffentliche Information über dieses Projekt einhellig begrüßt.
Bürgermeister Torsten Bartzsch bedankte sich zum Schluss noch einmal bei den anwesenden Vertretern der beteiligten Institutionen, bei den Mitgliedern des Arbeitskreises Asyl für ihre engagierte und qualifizierte Arbeit und bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Offenheit.

02.05.2017

Freilaufende Hunde im Wald

Liebe Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer,

leider wurde vor kurzem ein Reh von einem Hund getötet.
Aus diesem Anlass machen wir Sie darauf aufmerksam, dass die jagdausübungsberechtigte Personen in ihrem Jagdbezirk Hunde, die erkennbar Wildtieren nachstellen und diese gefährden, im Einzelfall töten dürfen.
Bitte nehmen Sie Ihre Hunde an die Leine, sobald Sie im Wald und an der angrenzenden Ackerflur mit Ihrem Hund unterwegs sind.

02.05.2017

Neues Blockheizkraftwerk in der Gemeindehalle eingebaut

In der Gemeindehalle wurden die neuen Pufferspeicher mit einem Kran in den Heizungskeller transportiert
Ein Pufferspeicher für das neue Blockheizkraftwerk während der Montage am Kran

Der Gemeinderat hatte im November 2016 beschlossen, das inzwischen 17 Jahre alte Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Gemeindehalle zu erneuern. Das Blockheizkraftwerk versorgt die Gemeindehalle, Sporthalle, Lindenschule, den Bauhof und den Kindergarten Lindenweg.
Aufgrund einer Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde deutlich, dass ein neues BHKW einen viel höheren Wirkungsgrad hat und die CO2-Emission deutlich reduziert werden kann.
In den letzten Tagen wurde das neue BHKW angeliefert und montiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 180.000 Euro.

28.04.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 25. April 2017)

Die 14 Mitglieder des Gemeinderats traten am Dienstag, dem 25. April 2017, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammen.
Auf der Tagesordnung standen die Gestaltung der Außenanlagen bei den Modulbauten für Asylbewerber auf dem Grundstück Hindenburgstraße 15, die Kriminalstatistik für 2016, der Neuabschluss der Pachtverträge für Feld- und Waldjagd für die Zeit ab April 2018, die dauerhafte Einrichtung des Parkierungskonzeptes in der Ortsdurchfahrt, die Festlegung der Öffnungszeiten für die künftigen Ganztagesgruppen im Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg und der Beitritt der Gemeinde Erdmannhausen zur Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal.
Zu Beginn der Sitzung konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch vermelden, dass der Gemeinde Murr auf ihren Antrag auf Aufstockung der Fördermittel für das Sanierungsgebiet "Ortskern Murr III" vom Land zusätzliche Finanzmittel in Höhe von rund 400.000 Euro zugesagt worden seien. Mit dieser zweiten Erhöhung des ursprünglichen Förderrahmens und den Mitteln der Gemeinde können weitere Sanierungsvorhaben unterstützt und ermöglicht und so die Aufwertung des Ortskerns vorangetrieben werden.

Gestaltung der Außenanlagen an den Flüchtlingsunterkünften Hindenburgstraße 15
In den letzten Wochen wurden auf dem Grundstück Hindenburgstraße 15 die vom Gemeinderat in Auftrag gegebenen drei Modulbaukörper für die Unterbringung von Flüchtlingen aufgestellt. Im Moment läuft der Innenausbau der drei Gebäude. Gemäß dem Beschluss des Gemeinderates vom Oktober 2016 soll die Erschließung und Gestaltung des Geländes um die drei Gebäude auf Grundlage der vom Planungsbüro FPZ erarbeiteten Pläne erfolgen.
Landschafts-Architektin Heide Buff vom Büro FPZ war in der Sitzung anwesend und stellte auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gremium die Vorschläge dafür vor. Wichtig sei eine durchgehende Wegeverbindung über das Areal von der Hindenburgstraße bis in das Gebiet "Biegel".
Da in den Gebäuden nur begrenzter Raum zur Verfügung steht, sollen für jede Wohneinheit an einer zentralen Stelle abschließbare Lagerschränke aufgestellt werden. Auch Fahrradständer sowie Standorte für Mülltonnen müssen Platz finden. Ebenfalls ist ein öffentlicher Spielplatz mit einer Umrandung aus Zaun und Sträuchern geplant.
Heide Buff erläuterte den Mitgliedern des Gremiums die vorgeschlagenen Materialien und Ausführungen sowie die geplanten Pflanzen und Bäume für die Begrünung. Grundgedanke dabei sei, dass die Ausrüstung und auch die Bodenmaterialien robust, langlebig und qualitätsvoll sein sollen, um das Gelände ansprechend zu gestalten, was auch anderen späteren Nutzungen zugute kommen könne. Die vorgeschlagene Gestaltung erfordere einen Kostenrahmen von etwa 65.000 Euro.
Die Ratsdamen und -herren befürworteten die vorgeschlagene Außengestaltung und gaben sie einstimmig in Auftrag.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016
Wie jedes Jahr stellte Polizeihauptkommissar René Kießlich, Leiter des Polizeipostens Steinheim an der Murr, dem Gremium die polizeiliche Kriminalstatistik des letzten Jahres vor.
Es waren sehr positive und beruhigende Zahlen, die Kießlich präsentieren konnte, waren doch die Gesamtzahl der in Murr festgestellte Delikte und auch die schwereren Übeltaten wie Rohheitsdelikte in 2016 noch einmal zurück gegangen. Murr sei eine sichere Gemeinde, so Kießlich.
Auch die Statistik der Verkehrsunfälle sei auf niederem Niveau.
Zum Abschluss bedankte sich der Postenleiter bei Bürgermeister Torsten Bartzsch und der Gemeindeverwaltung für die problemlose Zusammenarbeit. Auch Bartzsch und Mitglieder des Ratsgremiums dankten den Beamten des Polizeipostens für ihre Arbeit im Interesse der Sicherheit der Murrerinnen und Murrer.

Jagdpachtverträge
In Murr gibt es zwei Jagdbezirke: Die Feldjagd und die Waldjagd im Hardtwald. Ende März 2018 enden für beide Bezirke die bestehenden Jagdpachtverhältnisse. Daher stand die Verlängerung bzw. Neuvergabe der Pachtverhältnisse jetzt auf der Tagesordnung des Gemeinderats.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug vor, die Pacht der Feldjagd mit dem bisherigen Pächter zu verlängern, da er immer gute Arbeit geleistet habe und seinen Pflichten als Jagdpächter stets ohne Einschränkungen nachgekommen sei.
Auch der bisherige Inhaber der Waldjagd habe stets zufriedenstellende Arbeit geleistet, was auch Revierförster Jürgen Weis bestätigt habe. Die bisherigen Mitpächter würden aus dem Pachtverhältnis ausscheiden. Dafür sollen zwei neue Mitpächter, die beide Betriebe in Murr haben, mit ins Boot geholt werden. Auch solle der Pachtpreis bei der Waldjagd sowie der pauschale Ausgleich für Wildschäden moderat erhöht werden.
Die Mitglieder des Gemeinderats pflichteten der positiven Beurteilung der beiden Jagdpächter bei und stimmten der vorgeschlagenen Pachtverlängerung ab April 2018 in beiden Fällen einstimmig zu.

Parkierungskonzept in der Ortsdurchfahrt: Dauerhafte Einrichtung
Da in der Ortsdurchfahrt der Verkehrsfluss zum Einen durch viele in kurzen Abständen parkende Autos erheblich erschwert wurde (vor allem für die Buslinien), zum Anderen aber darauf geachtet werden sollte, sie für den Durchgangsverkehr nicht zu attraktiv zu machen, hat der Gemeinderat im Jahr 2014 eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben. Auf deren Grundlage wurde ein Parkierungskonzept ausgearbeitet und in einer Bürgerversammlung im November 2014 vorgestellt, durch das die Bedürfnisse nach Parkplätzen und Stetigkeit des Verkehrs befriedigt werden sollen. Auf Beschluss des Gemeinderats vom März 2015 wurde dieses Konzept vom Landratsamt genehmigt und zunächst für eine Testphase von Juni 2016 bis März 2017 provisorisch eingerichtet.
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung mitteilte, ist die Resonanz von Bürgern, Verkehrsteilnehmern, Polizei, Landratsamt und Busunternehmen auf das Parkierungskonzept durchweg positiv. Durch die wechselseitige Anordnung von Parkplätzen seien beide Fahrtrichtungen gleichberechtigt, der Begegnungsverkehr laufe flüssiger, ohne dass der Schleichwegverkehr oder hohe Geschwindigkeiten zugenommen haben. Der Schultes schlug daher vor, das Konzept dauerhaft einzurichten. Anstelle der bisherigen Warnbaken zum Schutz der Fußgänger gegenüber den eingezeichneten Stellplätzen sollen Poller installiert werden. Die provisorischen Warnbaken vor den Parkinseln sollen durch feste Pflanzinseln mit Bordstein und niedrigem Bewuchs ersetzt werden.
In der Beratung wurde zum Teil befürchtet, bei Nacht könnten diese Pflanzinseln bei zu hoher Geschwindigkeit gefährlich werden. Auch beim Einparken auf den Stellplätzen könnten sie ein Hindernis darstellen. Die große Mehrheit des Gremiums war aber der Ansicht, die zulässige Geschwindigkeit sei allen Autofahrern bekannt. Der Gewinn für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Ort und auch die Verschönerung durch die Pflanzinseln sei sehr positiv zu bewerten.
Mit großer Mehrheit billigte das Ratsgremium demnach die dauerhafte Einrichtung des Parkierungskonzepts in Hindenburgstraße und Steinheimer Straße, dessen Umsetzung rund 13.500 Euro kosten wird.

Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg: Festlegung der Öffnungszeiten für die Ganztagesbetreuung
Am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg wird derzeit ein Anbau für zwei Kindergartengruppen in Ganztagesbetreuung errichtet. Eine bestehende Ganztagesgruppe am Kindergarten Lindenweg soll dorthin umziehen, eine Regelgruppe im Mühlweg soll in eine Ganztagesgruppe umgewandelt werden.
Bisher wurde die Ganztagesbetreuung in Murr von 7 bis 16 Uhr angeboten. Da im benachbarten Kinderhaus "Regenbogen" und in der Schulkinderbetreuung an der Lindenschule die Öffnungszeiten in den letzten Jahren auf 7 bis 17 Uhr festgelegt wurden, schlug Bürgermeister Torsten Bartzsch vor, auch in den neuen Ganztagesgruppen diese Öffnungszeit zu wählen, um das Betreuungsangebot zu vereinheitlichen. Der Personalbedarf erhöhe sich dadurch um zwei Stellen. Die Betreuungsentgelte würden auf Basis der bisherigen neun-stündigen Betreuungszeit auf zehn Stunden hochgerechnet.
Der Gemeinderat begrüßte diesen Vorschlag und stimmte ihm einstimmig zu. Er soll ab dem neuen Kindergartenjahr (1. September 2017) umgesetzt werden.

Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal: Beitritt der Gemeinde Erdmannhausen
Bei Gründung der Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal im Jahr 2002 hat sich die Gemeinde Erdmannhausen zunächst gegen eine Mitgliedschaft entschieden, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte. Da dort aber im Jahr 2016 ein Brezelmuseum eröffnet worden sei, haben sich neue touristische Möglichkeiten für Erdmannhausen ergeben, die eine Zusammenarbeit mit und in der Tourismusgemeinschaft sinnvoll erscheinen lassen. Auf Beschluss des Erdmannhausener Gemeinderats wolle die Gemeinde deshalb beitreten. Eine vollständige Einbindung in die Tourismusgemeinschaft könne nur schrittweise erfolgen, so der Schultes. Das neue Mitglied übernehme einen Mitgliedsbeitrag auf der Grundlage der bisherigen Vereinbarungen und dem Verteilungsschlüssel unter den Mitgliedskommunen.
Dem Vorschlag zum Beitritt der Gemeinde Erdmannhausen zur Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal stimmten die Ratsmitglieder einstimmig zu.

Unter dem Punkt "Verschiedenes" informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch die Mitglieder des Gremiums über die Ergebnisse einer Umfrage unter Eltern von Kindern am Kindergarten Lindenweg über die Öffnungszeiten. Nur jeweils drei Eltern hätten dabei für eine höhere Flexibilität der Betreuungszeiten in der Frühe beziehungsweise am Mittag plädiert. Aufgrund dieser geringen Nachfrage sollten die bisherigen Öffnungszeiten beibehalten werden, so der Schultes.

10.04.2017

Neue Mitarbeiterin in der Finanzverwaltung der Gemeinde Murr

Frau Christina Gaus

Seit dem 1. April 2017 ist Frau Christina Gaus stellvertretende Kämmerin bei der Gemeinde Murr und unterstützt die Kämmerei bei allen täglich anfallenden Aufgaben. Sie übernimmt die Projektleitung bei der Umstellung auf das neue kommunale Haushaltsrecht.
Frau Gaus wohnt in Remshalden und hat zuletzt bei der Gemeinde Mainhardt als stellvertretende Kämmerin gearbeitet.
Wir wünschen Frau Gaus einen guten Start und alles Gute.

31.03.2017

Modulbaukörper an der Hindenburgstraße werden aufgestellt

Das vorbereitete Grundstück mit den drei Fundamenten (im Hintergrund die Hindenburgstraße)
Das Baugrundstück mit den Fundamenten und Baugerüsten
Das erste Modul wird an seinen Platz gehoben
Ein Modul schwebt am Kran in der Luft
Sorgfältig werden die einzelnen Teile mit der Bodenplatte verbunden
Ein Arbeiter verbindet das Modul mit der Bodenplatte

Eine nicht alltägliche Baumaßnahme wird in diesen Tagen in der Hindenburgstraße durchgeführt. Auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19 werden seit Anfang dieser Woche die Modulbaukörper angeliefert und aufgestellt, die der Gemeinderat für die Unterbringung von Flüchtlingen im Februar 2016 in Auftrag gegeben hat (s. Nachrichtenblatt Nr. 7 vom 19. Februar 2016, Seite 4 f.).
Nachdem im Vorfeld das Gelände vorbereitet und die Fundamente für die drei Module angelegt worden sind, wurde in der Nacht von Montag, 27. März, auf Dienstag, 28. März 2017, der erste Baukörper auf vier Tiefladern vom Herstellungsort in Wangen im Allgäu über die Autobahn zur Ausfahrt Pleidelsheim und von dort, begleitet von Polizeifahrzeugen, zum Aufbauort in der Murrer Hindenburgstraße gebracht.
Am frühen Morgen übernahmen die Monteure die Regie. Mit Hilfe eines großen Kranes wurden die vier Teile, aus denen ein Modulgebäude besteht (zwei fürs Erd- und zwei für das erste Obergeschoss), nacheinander vom Transportfahrzeug gehievt, sorgfältig an ihren Bestimmungsort gehoben und dort mit den anderen Bauteilen zusammenmontiert. Am Dienstagabend war der erste Modulbau fertig montiert. Der zweite wurde am Mittwoch aufgebaut und der dritte folgt in der kommenden Woche.
Nach der Aufstellung der drei Modulbauten folgt noch die Montage von Treppen und der Anschlüsse für Wasser, Strom, Abwasser usw. sowie die Innenausstattung, insbesondere der Einbau der Küchen. Wenn dann die Möblierung geliefert ist, sind die Gebäude auch schon bezugsfertig.

31.03.2017

Erweiterung der Zone mit eingeschränktem Haltverbot in der Hindenburgstraße

Neue Halteverbotsschilder an der Hindenburgstraße, Ecke Haugweg

Im Rahmen einer Verkehrsschau wurde in der vergangenen Woche unter Beteiligung der Straßenverkehrsbehörde, der Polizeidirektion Ludwigsburg und der Regionalbus Stuttgart GmbH nochmals die Parkierung in der Hindenburgstraße und Steinheimer Straße erörtert.
Dabei wurde angeregt, die zwischen dem Dorfplatz und der Widdumgasse bestehende Zone mit eingeschränktem Haltverbot in Richtung Steinheim bis zum Haugweg zu verlängern. Die Anordnung der Straßenverkehrsbehörde wurde Anfang dieser Woche umgesetzt.
Wir bitten, das erweiterte Parkverbot zu beachten und in der gesamten Zone nur mit Parkscheibe auf den ausgewiesenen Parkflächen zu parken.

24.03.2017

Stiehlt die Mafia Salatsetzlinge? – „Hubertus und die Mafia“ unterhielt an zwei Abenden im Bürgersaal rund 360 Zuschauer

Sorgten an zwei Abenden für viel Vergnügen (von links nach rechts): Joachim Walouch, Ina Hofferberth, Eva Luber, Tobias Ebinger, Ute Guber und Bernd Fischer sowie alle anderen Mitwirkenden
Szenenfoto aus dem Theaterstück

Vitales, bodenständiges, unterhaltsames schwäbisches Mundarttheater sehr zum Vergnügen von rund 360 Zuschauern an zwei Abenden bot die Theatergruppe des Murrer Obst- und Gartenbauvereins (OGV) am 17. und 18. März 2017 im Murrer Bürgersaal und bewies so unter anderem, dass eine schöpferische Pause von einigen Jahren und personelle Wechsel keinerlei Abstriche an der Kreativität und dem spielerischen Elan der Truppe mit sich brachten. Mit dem Stück "Hubertus und die Mafia" und ihrer großen Spielfreude trafen die sechs Akteure auf der Bühne und die vielen Mitwirkenden im Hintergrund genau das Zwerchfell ihres Publikums. Der Reiz, seinen Nachbarn, Geschäftskollegen oder die Verwandte in einer ungewohnten Rolle auf einer Theaterbühne zu erleben, machte dabei ein weiteres Stück des Theatervergnügens aus.
Seit vielen Jahren belebte und bereicherte eine sehr aktive Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins nicht nur die jährlichen, vom Verein ausgerichteten Abschlussveranstaltungen des Blumenschmuckwettbewerbs in der Gemeindehalle am Wochenende des ersten Advents, sondern auch in Wiederholungsaufführungen die von der Gemeinde getragene Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr". Jeweils zwei Mal, zum Teil sogar drei Abende hintereinander wurde das Stück im Frühjahr im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses noch einmal aufgeführt und zog Jahr für Jahr Scharen von begeisterten Zuschauern an.
2012 war Schluss, der Abschied maßgeblicher Mitwirkender von der Theaterbühne bedeutete erst Mal das Aus des Bühnentreibens. Die verbleibenden Mitglieder der Gruppe waren jedoch so stark vom Theatervirus infiziert, dass sie - ermuntert von Mitgliedern des OGV und ermutigt von Neuzugängen - im letzten Jahr einen Neuanfang wagten.
Dieser ist auf Anhieb gelungen und mit dem Stück "Hubertus und die Mafia" landete die Truppe beim Abschluss des Blumenschmuckwettbewerbs Ende November 2016 gleich einen Volltreffer. Dieser wurde nun bei den zwei Wiederauflagen am 17. und 18. März 2017 im Bürgersaal eindrucksvoll wiederholt.
Bei Stücken wie "Hubertus und die Mafia" geht es nicht um Tiefgang oder einen hehren Bildungsanspruch, das weiß jeder. Doch ihr Wortwitz, die Situationskomik und haarsträubende Verwicklungen und Verwirrungen bedeuten erst recht große Ansprüche an die Akteure bei der Umsetzung. Die aktuelle Schauspielerschar des OGV hat diese Aufgabe mehr als gut und mit viel Spielfreude gelöst.
Anita (Eva Luber) und ihre Mutter Roswitha Hämmerle (Ute Guber) überlegen, wie sie dem eigenwilligen Vater Hubertus Hämmerle (Bernd Fischer) beibringen können, dass Eva einen Schwarm hat, den sie unbedingt heiraten möchte. Doch Mutter Roswitha bittet ihre Tochter eindringlich, mit dieser Botschaft zu warten, hat doch Hubertus gerade viel größere Sorgen: Da aus seinem geliebten Garten sieben Salatsetzlinge verschwunden sind, wittert der passionierte Gärtner die Mafia, internationale Hehlerbanden oder Schlimmeres am Werke. Er verpflichtet Frau und Tochter sowie seinen treuen, aber nicht besonders hellen Nachbarn Friedolin Mausloch (Joachim Walouch) und dessen resolute Frau Maria (Ina Hofferberth) dazu, mit ihm als Bürgerwehr dem drohenden Untergang des Abendlandes tapfer und entschlossen entgegenzuwirken.
Als Hubertus und Friedolin - mit Flinte und Helmen aus Salatsieben ausgerüstet - im Vorgarten bei Nacht einen vermeintlichen Eindringling unter dramatischen Umständen dingfest machen können, scheint der Verdacht bestätigt. Doch natürlich löst sich bald alles in Wohlgefallen auf: Bei dem Verdächtigen handelt es sich in Wirklichkeit um Evas Verlobten, den vollbärtigen Lehrer Georges Bizet (Tobias Ebinger) aus dem benachbarten Steinheim. Doch trotz des französischen Namens, des Bartes und der Herkunft lässt sich Hubertus erweichen und gibt dem jungen Glück - natürlich auch zur Freude von Mutter Roswitha und der Nachbarn - seinen Segen.
Einzelleistungen und das Zusammenspiel der Schauspieler auf der Bühne waren an beiden Abenden äußerst gelungen. Mit großem Gespür für Timing bei den Sprüchen und Gags und den komischen Situationen, die die Handlung bot, spielten sie das Stück schwungvoll und lebhaft. Die verschiedenen Charaktere wurden von den Akteuren überzeugend verkörpert.
Zu dem Theatervergnügen trugen auch die Mitwirkenden im Hintergrund bei: Monika Ebinger gab den Akteuren auf der Bühne als Souffleuse die notwendige Sicherheit, Frisuren und Maske wurden gekonnt von Gretel und Arno Hettig gestaltet und Thomas und Fabian Groß sorgten als Team an der Technik für richtiges Licht und guten Ton. Für alle gab es am Schluss jeweils einen herzlichen Dank und Blumen von der Vereinsführung des OGV Murr.
Nicht zuletzt trugen die Damen des LandFrauenvereins Murr mit Getränken und selbst gemachten leckeren kleinen Köstlichkeiten für das leibliche Wohl der Gäste zu zwei schönen, rundum gelungenen Theaterabenden bei. Die zwei Mal fast 180 Zuschauer im gut besetzten Bürgersaal sparten denn auch an beiden Abenden nicht mit dem Lohn für die die Bühnenkünstler und alle Mitwirkenden und spendeten lebhaften und lang anhaltenden Applaus.

13.03.2017

Spannendes Spieleturnier in der Ortsbücherei Murr

Beim Spieleturnier in der Ortsbücherei

Bereits seit vielen Jahren veranstalten wir in der Ortsbücherei während der Faschingsferien ein Spieleturnier.
Sechzehn Kinder haben sich auch in diesem Jahr wieder mit viel Spaß und Freude am Turnier beteiligt. Es wurden vier mehr oder weniger bekannte Spiele ausgewählt.
dann ging es los. In vier Gruppen wurde gegeneinander gespielt. Am Ende konnten sich Philipp, Nina und Sonya durchsetzen und gewannen je einen Gutschein vom Schreibwaren Fuchs.
Wir hoffen, dass alle Kinder einen schönen Nachmittag bei uns verlebt haben und nicht allzu enttäuscht nach Hause gegangen sind.

13.03.2017

Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet „Langes Feld VI“ haben begonnen

Die beauftragte Firma Klöpfer hat mit den Erschließungsarbeiten begonnen
Erschließungsarbeiten im Gebiet Langes Feld

Die Erschließung des Neubaugebiets "Langes Feld VI, 3. Abschnitt" und des Fichtenwegs aus dem 2. Abschnitt hat begonnen. Auf rund 2 Hektar Fläche entstehen insgesamt 42 neue Baugrundstücke.
Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf ca. 1,1 Millionen Euro.
Die Erschließungsarbeiten werden bis Herbst andauern, anschließend können die Eigentümer der Baugrundstücke mit der Bebauung ihrer Grundstücke beginnen.

24.03.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 21. März 2017)

Mit der Verabschiedung des Haushaltsplans für 2017, der Beauftragung eines Architekturbüros mit der Planung des neuen Jugendhauses am Hermannsplatz und der Entscheidung über die Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof wurden einige grundlegende Beschlüsse gefasst, als sich der Gemeinderat am Dienstag, dem 21. März 2017, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammenfand.
Die Errichtung eines weiteren Modulbaukörpers für die Unterbringung von Flüchtlingen auf einem Grundstück der Gemeinde und die Vergabe von Aufträgen für die Überprüfung des örtlichen Kanalnetzes und den Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und Gehwegen waren weitere Punkte auf der Tagesordnung.

Haushaltsplan 2017
Am 24. Januar 2017 hat der Gemeinderat den Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2017 vorberaten, jetzt lag den Mitgliedern des Gremiums die überarbeitete endgültige Fassung zur Beratung und Beschlussfassung vor. Bürgermeister Torsten Bartzsch und Kämmerer Albrecht Keppler konnten zufriedenstellende bis sehr erfreuliche Zahlen vorlegen. Gegenüber dem ersten Entwurf hätten sich keine grundlegenden Änderungen in dem Zahlenwerk ergeben, so der Schultes. Aufgrund der zu erwartenden hervorragenden Steuereinnahmen - den höchsten in der Gemeindegeschichte - können die umfangreichen Investitionsmaßnahmen, die dieses Jahr durchgeführt werden sollen, völlig aus den Einnahmen des laufenden Betriebs finanziert werden und es bleibt am Schluss sogar noch etwas als Zuführung an die Rücklage übrig.
Etliche Rekordzahlen hätte der 37. Haushaltsplan aufzuweisen, so Gemeindekämmerer Albrecht Keppler, den er in Murr vorlegen könne. Die höchsten Steuereinnahmen (11,143 Millionen Euro), das höchste Volumen des Verwaltungshaushalts (über 17 Millionen Euro) und des Vermögenshaushalts (9,1 Millionen Euro), aber auch die höchsten Personalausgaben (gut 3,5 Millionen Euro wegen des Ausbaus der Kinderbetreuung) und steigende Umlagen an Bund, Land und Kreis (insgesamt über 4,3 Millionen Euro) kennzeichnen den Etatentwurf. Aufgrund hervorragender Gewerbesteuereinnahmen - eine Folge jahrelanger vorausschauender Wirtschaftsförderung und Gewerbegebietserschließungen -, sehr guter Einnahmen aus dem Anteil an der Einkommenssteuer und aus Grundstückserlösen (vor allem im Baugebiet "Langes Feld") sei die Gemeinde in der Lage, das umfangreiche und ehrgeizige Investitionsprogramm in diesem Jahr nicht nur aus eigener Kraft, sondern sogar aus den laufenden Einnahmen zu finanzieren, ohne dass auf die Rücklage zurückgegriffen werden müsse.
Vom Neubau eines Jugendhauses über die Errichtung und Ausstattung von Unterkünften für Flüchtlinge, der Erneuerung des Blockheizkraftwerkes am Lindenweg, den Neubau für die Ganztagesbetreuung am Mühlweg, die Sanierung der Aussegnungshalle bis hin zur Sanierung und Neuanlage von Straßen in den neuen Baugebieten und der Ortskernsanierung nannte der Kämmerer eine Reihe von Investitionsmaßnahmen, die in diesem Jahr ein Gesamtvolumen von gut 6,8 Millionen Euro umfassen.
Man könne am Ende des Jahres aus dem laufenden Betrieb mit einer Zuführung an den Vermögenshaushalt in Höhe von 2,16 Millionen Euro rechnen, die voraussichtlich in voller Höhe der allgemeinen Rücklage, dem "Sparstrumpf" der Gemeinde, zugeführt werden könne.
Angesichts dieser guten Situation könnten die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer, die Gebühren für Wasser und Abwasser und alle anderen Abgaben, die in Murr im Vergleich zu anderen Gemeinden seit Jahren sehr günstig sind, beibehalten bleiben und müssten nicht erhöht werden. Der Haushaltsplan-Entwurf für 2017, so Keppler abschließend, sei ein "Rundum-Sorglos-Paket".
Bürgermeister Torsten Bartzsch und die Mitglieder des Gremiums dankten dem Kämmerer und seinem Team für die solide Arbeit im Interesse der Gemeindefinanzen. Die Gemeinde sei in der guten Lage, alles Notwendige und auch alles Wünschenswerte zu erledigen. Hinter all den guten bis sehr guten Zahlen stehe auch eine große Leistung und viel Arbeit.
Einstimmig wurde der Haushaltsplan für 2017 daraufhin vom Gemeinderat verabschiedet.

Neubau eines Jugendhauses
In einer Einwohnerversammlung am 22. Februar 2017 hat Bürgermeister Torsten Bartzsch den Werdegang und die Vorgeschichte der Entscheidung für den Neubau eines Jugendhauses am Hermannsplatz erläutert (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). In der aktuellen Sitzung des Gemeinderates stand nun die endgültige Entscheidung darüber an, ob der in der Sitzung der Bewertungskommission gekürte Siegerentwurf vom Gemeinderat endgültig befürwortet wird.
Städteplanerin Petra Zeese vom Planungsbüro FPZ, Stuttgart, beschrieb noch einmal das Verfahren und die eingereichten Entwürfe von sechs Architektur- und Planungsbüros, die im Grunde alle die Vorgaben und Rahmenbedingungen eingehalten hätten. Der vom Bewertungsgremium ausgewählte Vorschlag des Fellbacher Büros "D'Inka, Scheible, Hoffmann Architekten" überzeugte das Auswahlgremium in punkto Gestaltung, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit, Nachhaltigkeit und Einbindung in die Landschaft am meisten.
Diese Einschätzung wurde auch von den Mitgliedern des Gremiums geteilt. Sie erteilten daher dem Fellbacher Architekturbüro einstimmig den Auftrag für die weitere Planung.
Parallel zu dieser muss auch der Bebauungsplan für das Areal am Hermannsplatz geändert werden.

Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof
Am 13. Dezember 2016 hat der Gemeinderat über den schon lange gehegten Wunsch beraten, die Aussegnungshalle im Alten Friedhof zu erweitern (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Über die damals vom Murrer Architekten Peter Ludwig vorgelegten Vorschläge hinaus war es den Ratsdamen und -herren wichtig, die Halle komplett verschließen zu können und so gegen schlechte Witterung einen besseren Schutz zu bieten.
Architekt Ludwig legte dem Gremium nun die überarbeitete Planung vor. Danach soll die Halle künftig mit festen, bodentiefen Glaselementen geschlossen werden können. Eine Lüftung und eine Heizung über Heizstrahler sollen eingebaut werden. Der Zugang in die Halle werde, so Ludwig, in Zukunft ausschließlich über Süden durch eine Glastür erfolgen. Durch eine Anpassung des Geländeniveaus vor der Halle könne dies barrierefrei gestaltet werden. Die ursprünglich ermittelte Kostenschätzung steige aufgrund dieser Änderungen von rund 200.000 Euro auf etwa 242.000 Euro.
Die Mitglieder des Gremiums begrüßten die neuen Vorschläge zur Erweiterung der Halle einhellig und bezeichneten sie als sehr gelungen; die alte Aussegnungshalle werde so aufgewertet. Der Planung wurde denn auch einstimmig zugestimmt.

Errichtung eines Modulbaukörpers auf dem Grundstück Steinheimer Straße 29
Die Gemeinde ist Eigentümerin des Anwesens Steinheimer Straße 29, in dem Asylbewerber und Flüchtlinge, die der Gemeinde zugewiesen werden, untergebracht werden sollen. Neben den drei geplanten drei Modulbaukörpern, die in den nächsten Tagen auf dem Grundstück Hindenburgstraße 15 aufgestellt werden, hat die Kommune einen vierten Baukörper bestellt, der nach einem Beschluss des Gemeinderates vom 11. Oktober 2016 auf dem Grundstück Steinheimer Straße 29 errichtet werden soll.
Dafür wurde dem Gremium in der Sitzung eine Planung vorgelegt. Danach ist vorgesehen, den Modulbau südlich des bestehenden Hauses im derzeitigen Garten aufzustellen. Bei Bedarf hätte noch ein weiterer Baukörper Platz.
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch vorschlug, solle in diesem Modulbau anstatt der ursprünglich vier Wohneinheiten auf zwei Geschossen (wie bei den Bauten auf dem Areal Hindenburgstraße 15) zwei größere Wohneinheiten (pro Geschoss eine) realisiert werden. Damit seien sie insbesondere für die Unterbringung von Familien geeignet. Sollten sie einmal nicht mehr für Asylbewerber gebraucht werden, so der Schultes, könnten sie günstigen Wohnraum für einkommensschwache Wohnungssuchende bieten. Die Kosten für diesen Modulbaukörper belaufen sich auf 420.000 Euro zuzüglich Erschließung und Ausstattung. Die Heizung erfolge über eine Luft-Wärme-Pumpe.
Das Ratsgremium stimmte der Errichtung des Modulbaus an dieser Stelle einstimmig zu.

Überprüfung des örtlichen Kanalisationsnetzes
Am 24. Januar 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, eine Überprüfung des örtlichen Kanalisationsnetzes durchführen und die notwendigen Leistungen vom Verbandsbauamt Großbottwar ausschreiben zu lassen (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Dazu hatte der Leiter des Verbandsbauamtes, Ingenieur Jürgen Ruoff, jetzt das Ausschreibungsergebnis in die Sitzung mitgebracht.
Der wirtschaftlichste Bieter, die Firma Matthias Schäfer aus Winnenden, erhielt vom Gemeinderat einstimmig den Auftrag zum Angebotspreis von rund 93.500 Euro. Die Überprüfungsarbeiten könnten im Mai beginnen, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch mitteilte.

Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und Gehwegen
Am 24. Januar 2017 hat der Gemeinderat entschieden, in verschiedenen Straßen und Gehwegen den Endbelag einbauen zu lassen (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Auf Grundlage des Ausschreibungsergebnisses, das von Jürgen Ruoff erläutert wurde, wurde der Auftrag für diese Arbeiten vom Gemeinderat einstimmig der Firma Eurovia Teerbau aus Renningen zum Angebotspreis von knapp 108.000 Euro erteilt. Mit den Arbeiten könne die Firma zwischen Ostern und Pfingsten starten.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch die Mitglieder des Gremiums über die aktuelle Fortschreibung des Regionalverkehrsplans. Für die Gemeinde Murr seien darin drei wichtige Ausbaumaßnahmen enthalten: Der Ausbau der Landesstraße 1115 zwischen Mundelsheim und Backnang, die Höherstufung der Dringlichkeit für den Ausbau der Landesstraße 1100 zwischen Murr und Marbach am Neckar und der Bau eines Schienenverkehrs im Bottwartal (Bottwartalbahn). Die Mitglieder des Gremiums nahmen von diesen Maßnahmen Kenntnis und befürworteten insbesondere eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Straße zwischen Murr und Marbach am Neckar, der eine hohe Dringlichkeit zugeschrieben wird.
Bartzsch wies außerdem darauf hin, dass am 4. Mai 2017 um 19 Uhr in der Gemeindehalle eine öffentliche Informationsveranstaltung über das im Bau befindliche Wohnheim für unbegleitete minderjährige Ausländer des Landratsamtes im Gewerbegebiet stattfinden werde und lud die Mitglieder des Gremiums schon jetzt dazu ein.
Am 13. Mai 2017 sei zudem ein Neubürgerempfang im Bürgersaal geplant, an dem sich auch die Murrer Vereine präsentieren könnten.

03.03.2017

Einwohnerversammlung: Entwürfe für den Jugendhaus-Neubau wurden vorgestellt

Bürgermeister Torsten Bartzsch erläutert den Entscheidungsprozess für den Neubau eines Jugendhauses
Bürgermeister Torsten Bartzsch am Rednerpult vor Einwohnerinnen und Einwohnern im Bürgersaal
Städteplanerin Petra Zeese stellt die eingegangenen Entwürfe vor
Städteplanerin Petra Zeese bei ihrem Vortrag

Die eingegangenen Entwürfe für den Neubau eines Jugendhauses konnten Bürgermeister Torsten Bartzsch und Städteplanerin Petra Zeese am 22. Februar 2017 bei einer Einwohnerversammlung im Bürgerhaus des Bürger- und Rathauses vorstellen. Die Empfehlung des vom Gemeinderat beauftragten Bewertungsgremiums aus Architekten, Vertretern des Gemeinderates, Jugendhausmitarbeitern und -besuchern und Mitarbeitern der Verwaltung favorisiert unter den sechs eingereichten Entwürfen eindeutig den des Fellbacher Architekturbüros D'Inka Scheible Hoffmann, das aus einem auf Stahlständern stehenden Holzbau besteht.
In seinen einführenden Worten blickte Bürgermeister Tortsen Bartzsch auf die intensiven Überlegungen, Beratungen und Beschlüsse zurück, die Gemeinderat und Gemeindeverwaltung zum Neubau eines Jugendhauses angestellt hatten und machte deutlich, dass sämtliche Entscheidungen - sowohl über die Frage Neubau oder nicht als auch über den Standort - nach reiflichen Überlegungen und sorgfältiger Abwägung getroffen worden seien. Ausführlich habe sich der Gemeinderat in vielen Sitzungen, auf einer Klausurtagung, bei einer Informationsfahrt und in Projektgruppensitzungen mit Fachleuten und Jugendhausmitarbeitern und -besuchern mit dem Thema beschäftigt.
Nach den Entscheidungen für einen Neubau, über den Standort am Hermannsplatz, das Raumprogramm und über die aufgeständerte Bauweise seien sechs Planungsbüros um Entwürfe gebeten worden. Diese seien eine Woche zuvor in einer ganztägigen Sitzung des Bewertungsgremiums ausführlich und intensiv begutachtet und diskutiert worden. In seiner Sitzung am 21. März 2017 werde der Gemeinderat offiziell über den Sieger des Architektenwettbewerbs entscheiden.
Städteplanerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ hat im Auftrag des Gemeinderats den Planungswettbewerb betreut und erläuterte den anwesenden Einwohnerinnen und Einwohnern ausführlich die sechs eingegangenen Entwürfe. Die Aufgabe, am Hermannsplatz ein Jugendhaus zu bauen, sei durchaus anspruchsvoll gewesen und von allen beteiligten Büros im Grundsatz gut gelöst worden. Belange des Hoch- und des Grundwasserschutzes, die Abschirmung von Lärm, die Anforderungen des Areals als Standort für das Brückenfest des Musikvereins und den Häckselplatz, den Erhalt von vielen Parkplätzen, aber auch das vorgegebene Raumprogramm und die richtige Zuordnung der Räume im Inneren des Gebäudes und vieles mehr hätten berücksichtigt werden müssen.
Was letztendlich den Ausschlag für den ausgewählten Entwurf gegeben habe, seien die richtig gewählte Architektursprache, die dem Zweck eines Jugendhauses entspreche, die konsequente Berücksichtigung der Vorgaben, die klare Gestaltung des Pfahlbaus in Holzbauweise und die Anordnung und Zuordnung der Räume im Inneren des Gebäudes sowie die Beziehung zur unmittelbaren Umgebung.
Albrecht Scheible stellte das von ihm mitgeführte Architekturbüro D'Inka Scheible Hoffmann aus Fellbach vor und gab seiner Freude Ausdruck, als Sieger aus diesem Wettbewerb hervorgegangen zu sein. In einer kleinen Auswahl stellte er andere Projekte seines Büros vor, die alle in Holzbauweise ausgeführt worden sind und von viel Erfahrung in dieser Bauweise zeugten.
Die anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner machten dann rege von der Möglichkeit Gebrauch, Fragen zu stellen und Anregungen zu äußern. Dabei kam vor allem die Park- und Verkehrssituation am Hermannsplatz, in der Kirchgasse und im Umkreis zur Sprache, die - so auch Bürgermeister Torsten Bartzsch - oft nicht einfach sei. Zudem wurde vorgeschlagen, die "unerwünschte" Nutzung des Freibereichs um das neue Jugendhaus in der warmen Jahreszeit und die potentielle Verschmutzung des Bereichs unter dem Baukörper im Auge zu behalten.
Nach dem offiziellen Ende der Einwohnerversammlung bestand bei Getränken und einem Imbiss noch Gelegenheit zum weiteren Gespräch, die von den Anwesenden rege genutzt wurde.

24.02.2017

Eiserne Hochzeit von Franz und Rosa Kreutzer

Franz und Rosa Kreutzer

Am Donnerstag, 16. Februar 2017, konnte das Ehepaar Franz und Rosa Kreutzer das seltene Fest der Eisernen Hochzeit feiern.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihnen bei seinem Besuch anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Das Ehepaar Kreutzer hat sich 1948 beim Tanz in Benningen, dem damaligen Wohnort von Frau Kreutzer, kennengelernt. Vier Jahre später erfolgte dann mit der Hochzeit der Umzug in die erste gemeinsame Wohnung. Herr Kreutzer selbst lebt nun schon über 70 Jahre in Murr.
Wir wünschen dem Ehepaar Kreutzer noch viele gemeinsame und harmonische Jahre bei guter Gesundheit.

24.02.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 21. Februar 2017)

Eine Vielzahl unterschiedlicher Tagesordnungspunkte stand auf der Tagesordnung, als sich der Gemeinderat am Dienstag, 21. Februar 2017, auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung traf.
Die Auftragsvergabe für die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes samt Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg, die Sanierung von Mozart- und Silcherstraße, der Bericht über die Arbeit der Ortsbücherei im vergangenen Jahr, Änderungen der Öffnungszeiten der Regelgruppe im Kindergarten Lindenweg, die Erneuerung der Beleuchtung in den Büros im Bürger- und Rathaus sowie die Erneuerung von Fenstern im Alten Rathaus, die Vergabe weiterer Gewerke für den neuen Anbau für Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg und Jahresrückblicke auf die Arbeit des Gemeindebauhofs und die Entwicklung der Gemeinde ganz allgemein im Jahr 2016 - diese Themen spiegelten in der Sitzung fast die ganze Bandbreite der Arbeit der Gemeindeverwaltung wider.

Erneuerung des Blockheizkraftwerks und der Mess-, Steuer und Regelungstechnik für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg
Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 15. November 2016 beschlossen, das vorhandene Blockheizkraftwerk (BHKW) für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg (Gemeinde- und Sporthalle, Lindenschule, Kindergarten und Bauhof) samt der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für Gemeinde- und Sporthalle zu erneuern und durch eine neue, zukunftssichere und energiesparendere Anlage zu ersetzen. Dafür wurden vom Ludwigsburger Ingenieur Ludwig Schreyer zwei Ausschreibungen durchgeführt, deren Ergebnis er nun in der Sitzung vorstellte.
Für das BHKW sind drei wertbare Angebote eingegangen, die deutlich über dem ursprünglich geschätzten Kostenrahmen liegen. Als Grund nannte der Fachmann zusätzliche Leistungen wie die Erneuerung der Abgas- und der Sanitärtechnik sowie zusätzlich notwendige Armaturen im Heizraum, die die Kostensteigerung verursacht haben. Den Auftrag vergab der Gemeinderat zu einem Preis von rund 180.000 Euro an die Firma Höss GmbH aus Schorndorf.
Der Auftrag für die Erneuerung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik ging an die Firma GiM System GmbH zum Angebotspreis von gut 100.000 Euro.

Sanierung der Mozart- und der Silcherstraße
Nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch sind die Mozart- und die Silcherstraße, die in den 1960er Jahren angelegt worden sind, "in die Jahre gekommen" und weisen einige Schäden auf. Wasserleitungen, Fahrbahn und Gehwege müssen dringend erneuert werden; im gleichen Zug sollen auch die Straßenbeleuchtung modernisiert und Freileitungen des Stromversorgers durch Erdkabel ersetzt werden. Im Hinblick auf die spätere mögliche Verlegung eines Glasfaserkabels soll ein Leerrohr in beiden Straßen eingebaut werden.
Der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Jürgen Ruoff, erläuterte die geplanten Arbeiten im Detail. Der bisherige Hochbord-Gehweg soll aufgrund der vielen Haus- und Garageneinfahrten und den daraus resultierenden Höhenunterschieden durch einen Niederbord-Gehweg ersetzt werden. Ruoff und Bartzsch wiesen darauf hin, dass die Anwohner frühzeitig über die Arbeiten informiert werden sollen und insbesondere die Erneuerung der Hausanschlüsse mit allen Eigentümern abgestimmt werden muss. Die Sanierung der beiden Straßen soll in diesem Jahr in zwei getrennten Abschnitten erfolgen. Der geschätzte Kostenaufwand dafür beträgt etwa 990.000 Euro.
Das Ratsgremium stimmte der Sanierung zu und gab eine öffentliche Ausschreibung der Arbeiten durch das Verbandsbauamt in Auftrag.

Jahresbericht der Ortsbücherei Murr
Erfreuliches konnte Büchereileiterin Ursula Kindermann in ihrem Rückblick auf die Arbeit der Ortsbücherei Murr im vergangenen Jahr berichten.
Die Ausleihzahlen sind gegenüber dem Jahr 2015 um mehr als 2.000 auf 54.409 angestiegen. Die Zahl der aktiven Benutzer ist ebenfalls leicht gewachsen, was vor allem auf deutlich gesteigerte Neuanmeldungen von Kindern zurückzuführen ist. Dies kann als Erfolg der Bemühungen gewertet werden, die Bücherei und ihr Angebot speziell auf junge Leserinnen und Leser auszurichten und das Lesen in jungen Jahren intensiv zu fördern.
Deutliche Zuwächse waren auch beim 2014 neu geschaffenen Angebot der "Onleihe" zu verzeichnen - ein Trend, der nicht nur in Murr, sondern im ganzen Landkreis festzustellen ist.
Mit Bildern gab die Büchereileiterin einen Eindruck von der Vielzahl und dem breiten Spektrum der Veranstaltungen, die die Einrichtung auch 2016 wieder auf die Beine gestellt hat - von Autorenlesungen über die Leserallye an verschiedenen Stellen im Ort, die Aktion "Heiss auf Lesen" bis hin zu Bastelnachmittagen, Vorlesestunden und Kindertheateraufführungen reichte die Bandbreite. Die Büchereileiterin hob die gute und rege Zusammenarbeit mit Schule und Kindergärten hervor.
Unter dem Beifall der Mitglieder des Gremiums dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch Büchereileiterin Ursula Kindermann und ihrem Team für die engagierte Arbeit und lobte, dass die Ortsbücherei dadurch auch 2016 wieder die beliebteste Einrichtung der Gemeinde gewesen sei.

Kindergarten Lindenweg: Änderung der Öffnungszeiten der bisherigen Regelgruppe
Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte die Ratsmitglieder darüber, man habe festgestellt, dass die einzige Regelgruppe im Kindergarten Lindenweg mit Öffnungszeiten von 8 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16 Uhr nachmittags nur noch von sehr wenig Kindern besucht werde. Um zu vermeiden, dass diese Gruppe nachmittags als einzige mit zwei Erzieherinnen und sehr wenig Kindern im Kindergarten wäre, schlug er vor, diese Gruppe ab dem nächsten Kindergartenjahr in eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten (wie die beiden anderen vorhandenen Gruppen) umzuwandeln. Die Öffnungszeiten der einzelnen Gruppen könnten dann im Zeitraum von 7 Uhr und 14 Uhr mit jeweils sechs Stunden liegen, so dass den Eltern ein flexibles Angebot gemacht werden könne, wann sie die Betreuungszeit von sechs Stunden konkret nutzen möchten.
In der Beratung wurde angesprochen, ob es nicht besser sei, die Öffnungszeiten genau festzulegen, was aber von der Ratsmehrheit als zu unflexibel angesehen wurde. Mit großer Mehrheit wurde der Vorschlag angenommen, die Regelgruppe ab September 2017 in eine Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit mit einer sechs-stündigen Betreuung im Zeitraum von 7 bis 14 Uhr umzuwandeln. Eine Erhöhung des Personalschlüssels ist nach den Worten des Schultes dabei nicht erforderlich.

Erneuerung der Bürobeleuchtung im Rathaus
In den Büroräumen des 1989 eingeweihten Bürger- und Rathauses wurden seinerzeit an den Decken Halogendampflampen mit Vorschaltgerät installiert, die ein indirektes Licht abstrahlen. Diese Technik ist nun über 25 Jahre alt, einige Vorschaltgeräte sind ausgefallen und es wird immer schwieriger, Ersatz dafür zu bekommen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug dem Gremium daher vor, die Bürobeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umzustellen. Ein Fachbüro hat dazu im Auftrag der Gemeinde die Beleuchtungssituation in den Büros des Bürgermeisteramtes analysiert und ein Beleuchtungskonzept erstellt. Auf dieser Grundlage wurde eine LED-Langfeldleuchte der Firma XAL als geeignetste Leuchte für die Büros ausgewählt.
Durch die Umrüstung kann auch enorm viel Energie eingespart werden, so der Schultes. Um 80 % reduziere sich der jährliche Strombedarf, wodurch sich die Anschaffungs- und Montagekosten von rund 34.000 Euro in etwa 6,6 Jahren amortisieren würden. Außerdem könne beim Bundesumweltministerium ein Zuschuss für diese energiesparende Maßnahme beantragt werden; dadurch würde sich die Amortisationszeit auf 4,6 Jahre verringern.
Die Ratsdamen und -herren befürworteten diese Modernisierungs- und Energiesparmaßnahme einstimmig und erteilten den Auftrag, dafür Angebote einzuholen.

Erneuerung von Fenstern im Alten Rathaus
Noch älter als das Bürger- und Rathaus ist das Alte Rathaus an der Hindenburgstraße. Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte den Gemeinderat, dass die Fenster im 1. und 2. Obergeschoss erneuert werden müssten. Insgesamt seien dies 19 Fenster. Da es sich beim Alten Rathaus um ein Kulturdenkmal handelt, müssen die neuen Fenster dem bisherigen Aussehen entsprechen und sollen daher wieder Holzfenster mit Sprossen sein. Außerdem werden die Innensimse geschliffen und neu lackiert und sechs Fenster im 1. Obergeschoss sollen einen Sonnenschutz erhalten.
Der Gemeinderat befürwortete diese Erneuerungsmaßnahme einstimmig und vergab den Auftrag an den günstigsten Bieter, die Firma Rosenberger aus Oberstenfeld, zum Angebotspreis von etwa 26.000 Euro.

Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg: Vergabe weiterer Gewerke
Der Neubau eines Traktes für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg schreitet fort. Bei der Sitzung stand die Vergabe der Gewerke Außenanlagen, Küchen in den Gruppenräumen und Verteilerküche auf der Tagesordnung. Als wirtschaftlichste Bieter wurden vom Gemeinderat mit der Herstellung der Außenanlagen die Firma Wolf, Brackenheim, zum Preis von rund 56.000 Euro, mit der Lieferung und Montage der Küchen die Firma Adelhelm, Kirchberg, zum Preis von gut 9.000 Euro und mit der Lieferung und Montage der Verteilerküche im ehemaligen Schulhaus die Firma Heinen aus Ilsfeld zum Preis von rund 22.000 Euro einstimmig beauftragt.

Bauhof der Gemeinde: Jahresrückblick
Traditionell zu Beginn eines neuen Jahres wurde im Gemeinderat auch auf die Arbeit des Gemeindebauhofs im Jahr 2016 zurückgeblickt. Bürgermeister Torsten Bartzsch hob dabei hervor, dass der Bauhof derzeit über ein gutes, stabiles und harmonisches Team verfüge, das die anstehenden vielfältigen Aufgaben engagiert, zuverlässig, zeitnah und flexibel erledige.
Die Bereiche Grünanlagen, Wasserversorgung, Pflege und Unterhaltung der Sportanlagen und der Friedhöfe und Einrichtung und Unterhaltung von Unterkünften für Flüchtlinge machen den Großteil der Arbeiten aus. Dabei sei zu sehen und zu spüren, dass vieles vom Bauhof in Eigenarbeit, mit eigenen Ideen und immer laufend erledigt werde, so dass zum Beispiel die Grünanlagen oder die beiden Friedhöfe stets einen guten, ansprechenden Eindruck machen. Auch der Zustand der Sportanlagen werde von den örtlichen, aber auch von den auswärtigen Sportlerinnen und Sportlern sehr geschätzt.
Unter dem Beifall der Mitglieder des Gremiums sprach Bürgermeister Torsten Bartzsch Bauhofleiter Markus Lischka und seiner Mannschaft großes Lob und uneingeschränkten Dank für den im letzten Jahr geleisteten Einsatz, die hohe Flexibilität und die gute Arbeit aus.

Jahresbericht 2016
Ebenfalls zur Tradition eines Jahresbeginns gehört der allgemeine Jahresbericht, den Bürgermeister Torsten Bartzsch den Mitgliedern des Gremiums vorlegt. So auch in der jüngsten Sitzung für das Jahr 2016.
Mit umfangreichen Tabellen und detaillierten Zahlen und Daten aus allen Bereichen des Gemeindelebens und der Arbeit der Gemeindeverwaltung informierte der Schultes über die Entwicklung der Gemeinde im vergangenen Jahr. Er erwähnte dabei unter anderem den Anstieg der Einwohnerzahlen (6.453 zum 31. Dezember 2016) und die rege Bautätigkeit in den letzten drei Jahren durch die Erschließung neuer Bauflächen und die Aktivierung von innerörtlichen Baulücken.
Von Mitgliedern des Gremiums wurde erwähnt, dass bei einer Gesamtzahl von 2.793 Haushalten 5.606 Fahrzeuge in Murr angemeldet seien, was darauf hindeute, dass viel Verkehr aus dem Ort selber komme. Positiv wurden die hohe Zahl von knapp 2.500 Arbeitsplätzen in Murr und der niedrige Stand der Arbeitslosigkeit hervorgehoben.

Verschiedenes
Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte dem Gremium die erfreuliche Nachricht übermitteln, dass die Süwag Energie AG einen langen Rechtsstreit über die Höhe der Stromsteuern, die die Kommunen zu zahlen haben, gewonnen hat. Die Gemeinde Murr erhält deshalb einen Betrag von rund 39.000 Euro zurück.
Der Bürgermeister dankte der Süwag Energie AG für ihr Engagement und die damit verbundene Energie, diesen langwierigen Rechtsstreit unabhängig und zu Gunsten der Kommunen geführt zu haben.

24.02.2017

Baumfällungen an der Murr

Eine Infotafel neben den gefällten Bäumen erläutert das Alt- und Totholzkonzept
Tafel mit Informationen über das Alt- und Totholzkonzept

In der vergangenen Woche mussten aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht in dem kleinen Waldstück neben dem Vereinsheim des Angelvereins mehrere Pappeln und Eschen gefällt werden. Die Fällungen wurden von den Waldarbeitern der Forstbetriebsgemeinschaft unter der Leitung von Revierförster Jürgen Weis durchgeführt.
Im Rahmen des Alt- und Totholzkonzeptes bleiben die gerodeten Bäume dort liegen.
Alt- und Totholz liefert einen wichtigen Beitrag, da es als Lebensraum für zahlreiche Arten dient und somit zur Sicherung und Stärkung der Biodiversität beiträgt.

10.02.2017

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kinderhauses Regenbogen in Betrieb genommen

Auf dem Dach des Kinderhauses Regenbogen befindet sich nun eine Photovoltaikanlage
Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kinderhauses

Zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien wurde auf dem Dach des Kinderhauses Regenbogen eine Photovoltaikanlage installiert und in den letzten Tagen in Betrieb genommen. Die Anschaffung hatte der Gemeinderat im letzten Jahr beschlossen.
Die Anlage hat eine Nennleistung von 9,9 kWp und kann pro Jahr ca. 9.000 kWh Strom produzieren. Dieser Strom soll zu ca. 57 % dem Eigenverbrauch dienen, zu ca. 43 % wird er in das Netz eingespeist.
Die Kosten für die Anlage und die Einbindung in das Netz betragen ca. 21.500 Euro.

27.01.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 24. Januar 2017)

Die Vorstellung und Erläuterung des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2017 stand im Mittelpunkt der ersten öffentlichen Sitzung des neuen Jahres, zu der der Gemeinderat am Dienstag, dem 24. Januar 2017, auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammenkam. Außerdem befasste sich das Ratsgremium mit der anstehenden Prüfung des örtlichen Kanalnetzes, dem Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und wurde über die Beteiligung der Gemeinde an privaten Unternehmen und über eingegangene Spenden für gemeinnützige Zwecke informiert.

Entwurf des Haushaltsplans für 2017
Zu Beginn der Vorstellung des Haushaltsplans für das soeben begonnene Jahr 2017 zeigte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch zufrieden mit der insgesamt stabilen wirtschaftlichen Lage, die auch der Gemeinde Murr zugute komme. Dies drücke sich vor allem in der Rekordhöhe der Steuereinnahmen aus, die dieses Jahr mit 11,14 Millionen Euro erwartet werden. Diese Mittel würden aber auch für die anstehenden Ausgaben gebraucht, denn die Gemeinde habe sich ein "sportliches" Investitions- und Ausgabenprogramm für dieses Jahr vorgenommen, so der Schultes. Allein 5,1 Millionen Euro sollen für Baumaßnahmen ausgegeben werden, so zum Beispiel für die Schaffung von Unterkünften für Asylbewerber, für den Neubau eines Jugendhauses, den neuen Anbau für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" im Mühlweg, die Erschließung des Neubaugebiets im "Langen Feld", die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes für die öffentlichen Gebäude am Lindenweg, die Sanierung und Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof, die Sanierung von Straßen und anderes mehr. Dies könne alles aus den für das Jahr erwarteten laufenden Einnahmen finanziert werden. Darüber hinaus kann am Jahresende voraussichtlich ein Betrag von knapp 1,45 Millionen Euro der Rücklage zugeführt werden.
Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläuterte den Ratsdamen und -herren daraufhin die wichtigsten Zahlen und Daten des Etat-Entwurfs. Mit 25 Millionen Euro weise der Gesamthaushalt ein Rekordniveau auf, auch der Verwaltungshaushalt (Einnahmen und Ausgaben des laufenden Betriebs) war mit 17 Millionen Euro noch nie in der Gemeindegeschichte so hoch. Der Vermögenshaushalt mit 8 Millionen Euro liege ebenfalls auf rekordträchtigem Niveau. Vor allem die eigenen Steuereinnahmen und hier hauptsächlich die Gewerbesteuer mit erwarteten 4,5 Millionen Euro sowie die erfreuliche Entwicklung des Gemeindeanteils an der Einkommenssteuer (prognostiziert: knapp 4 Millionen Euro) sorgen in diesem Jahr für eine stabile und starke finanzielle Grundlage.
Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes werden allgemein Steigerungen erwartet, aber durchweg in einem erwarteten und kalkulierbaren Ausmaß. So würden die Personalausgaben um rund 150.000 Euro auf gut 3,5 Millionen wachsen. Der weitere qualitative und quantitative Ausbau der Kinderbetreuung und tarifliche Verbesserungen seien die Gründe dafür. Mit einem Anteil von 21 % an den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes liegen die Personalausgaben in Murr auf einem im Vergleich zu anderen Kommunen recht günstigen Level. Folge der guten Steuerkraft der Gemeinde sei, dass auch die Umlagen an Kreis, Land und Bund in diesem Jahr von knapp 4,9 Millionen Euro auf etwa 5,2 Millionen Euro steigen. Auch die Gewerbesteuerumlage wachse um rund 100.000 Euro auf 934.000 Euro - eine direkte Folge der erwarteten guten Steuereinnahmen. Obwohl auch die Ausgaben für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand ansteigen werden, könne das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes verbessert werden und die Zuführung an den Vermögenshaushalt - den investiven Bereich des Gemeinde-Etats - werde mit knapp 2,12 Millionen Euro voraussichtlich um rund 150.000 Euro höher ausfallen als 2016, so der Kämmerer.
Die bereits erwähnten Baumaßnahmen und Investitionen mit einem Gesamtausgabevolumen von 5,1 Millionen Euro und Grunderwerb in Höhe von 1,2 Millionen Euro prägen den Vermögenshaushalt, den investiven Teil des Gesamtetats. Alles könne aber aus eigenen Mitteln finanziert werden und zudem könne die allgemeine Rücklage - der "Sparstrumpf" der Gemeinde - auf 32,4 Millionen Euro erhöht werden.
Aufgrund dieser stabilen Finanzlage könnten die zum Teil seit vielen Jahren günstigen Steuer-, Abgaben- und Gebührensätze der Gemeinde unverändert bleiben und müssten nicht erhöht werden, was allen Bürgerinnen und Bürgern, Steuerpflichtigen und Gewerbetreibenden zugute komme.
Von den Mitgliedern des Gremiums wurde der vorgestellte Haushaltsplan-Entwurf mit großer Zufriedenheit aufgenommen. Die Finanzsituation der Gemeinde sei nicht nur beruhigend, sondern hervorragend, die anstehenden vielen Aufgaben und hohen Ausgaben könnten mit ruhigem Gewissen und sogar ohne Rückgriff auf die Rücklagen angegangen werden. Hinter all den Zahlen stehe eine gute Leistung und eine langjährige vorausschauende Verwaltung der Gemeindefinanzen.
Der Etatentwurf wurde einstimmig gebilligt, wird nun weiter ausgearbeitet und in einer der nächsten Sitzungen dem Gemeinderat zur endgültigen Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

Bericht über die Beteiligung der Gemeinde an Unternehmen des privaten Rechts
Wie es die Gemeindeordnung vorschreibt, wurde dem Gemeinderat in der Sitzung der jährliche Bericht über die Beteiligung der Gemeinde Murr an Unternehmen des privaten Rechts zur Information vorgelegt. Gegenüber dem Vorjahr habe sich nichts Wesentliches geändert, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Nachdem die frühere gemeindeeigene Kommunalbau GmbH - ein Tochterunternehmen der Kommune - nun endgültig aufgelöst sei, habe die Gemeinde außer der Mitgliedschaft in der Kleeblatt-Pflegeheime gGmbH keine nennenswerten Beteiligungen an privatwirtschaftlichen Unternehmen. Der Gemeinderat nahm diese Information zur Kenntnis.

Prüfung des örtlichen Kanalnetzes
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte zu diesem Thema den Leiter des Großbottwarer Verbandsbauamtes, Ingenieur Jürgen Ruoff. Dieser erläuterte, dass nach der Eigenkontrollverordnung des Landes das 32,5 km umfassende Kanalisationsnetz der Gemeinde alle 15 Jahre mit einer Kanalbefahrung optisch auf seinen Zustand und eventuelle Schäden überprüft werden müsse. Die letzte großflächige Überprüfung fand in den Jahren 1994 und 1995 statt. Seitdem habe sich das Kanalnetz durch Erweiterungen, Umbauten und Ausbesserungen verändert, so Ruoff, und empfahl daher, eine neuerliche Überprüfung samt Reinigung anzugehen. Die Kosten dafür betragen voraussichtlich knapp 110.000 Euro.
Der Gemeinderat stimmte der Empfehlung zu und gab eine Ausschreibung der Kanalnetzbefahrung und -überprüfung durch das Verbandsbauamt in Auftrag.

Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und Gehwegen
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab einen Überblick, in welchen Straßen, Wegen und Gehwegen der Endbelag noch aufgebracht werden müsse. Dies werde in der Regel in neuen Baugebieten und bei neu angelegten Straßen und Gehwegen erst dann gemacht, wenn die anliegenden Grundstücke bebaut sind, um Schäden an neu errichteten Straßen und Wegen zu vermeiden. Der Einbau sämtlicher noch fehlender Beläge soll in einer Ausschreibung zusammengefasst, gesammelt ausgeschrieben und in diesem Jahr ausgeführt werden. Das Verbandsbauamt habe dafür Gesamtkosten von rund 130.000 Euro ermittelt. Die Ausschreibung der Arbeiten wurde vom Gemeinderat einstimmig in Auftrag gegeben.

Annahme von Spenden
Die baden-württembergische Gemeindeordnung schreibt vor, dass die Gemeinde Spenden und Zuwendungen zur Erfüllung ihrer Aufgabe annehmen darf und den Gemeinderat über Zahl, Höhe, Spender und Verwendungszweck der eingegangenen Spenden informieren muss. Der letzte Bericht wurde dem Ratsgremium am 26. Juli 2016 vorgelegt.
Nun informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch über die von Juli bis Dezember 2016 eingegangenen Zuwendungen. In diesem Zeitraum gingen bei der Gemeinde Spenden in der Gesamthöhe von gut 3.300 Euro ein. Als Verwendungszecke wurden der Arbeitskreis Asyl, die Freiwillige Feuerwehr und die Kindergärten angegeben. Der Gemeinderat stimmte der Annahme der Spenden und der Verwendung gemäß den Wünschen der Zuwender einstimmig zu.

20.01.2017

Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim gab beeindruckendes Konzert mit dem Thema Europäischer Frühling

Seit vielen Jahren Tradition, doch jedes Mal wieder eine Überraschung: Diese Überschrift könnte man über die Neujahrskonzerte setzen, die das Orchester der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim und sein Leiter Peter Wallinger seit langem jeweils im Januar im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses auf Einladung der gemeindeeigenen Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" geben.
So auch in diesem Jahr, als Stücke zum Thema "Europäischer Frühling" der Komponisten Benjamin Britten, Pehr Henrik Nordgren, Ottorino Respighi und Béla Bartók sowie dazu passend ausgewählte Texte, vorgetragen vom Schauspieler, Regisseur und Musiker Johann-Michael Schneider aus Berlin, auf dem Programm standen. Diese Zusammenstellung, die engagierte, höchst differenzierte Spielweise der hochtalentierten Musiker und der lebhafte und von feinem Humor geprägte Vortrag von Johann-Michael Schneider, der sein Schaffen selber an der Schnittstelle von Schauspiel und Musik ansiedelt, machten aus dem Konzertabend ein abgerundetes, stimmungsvolles Gesamtkunstwerk, dessen Bestandteile wohl bedacht und sorgfältig aufeinander abgestimmt waren - getreu dem selbst gewählten Untertitel "Unterhaltsames aus Ost, West, Süd und Nord".
Heiter und originell war die Einleitung von Johann-Michael Schneider mit einem Text von Elias Canetti, in dem die Eigenheiten des europäischen Konzertbetriebs spöttisch beleuchtet wurden. Der Applaus des Publikums als Gegenleistung für das Musizieren des Orchesters wird darin als ein chaotischer, kurzer Lärm als Dank für einen wohlorganisierten langen beschrieben. Wundervoll die Ergänzung, die die drei Sätze der Simple Symphonie op 4. von Benjamin Britten mit ausgewählten Passagen des 1973 verstorbenen englischen Schriftstellers Wystan Hugh Auden über das Wesen von Geheimnissen oder die Eigenheiten der Liebe bildeten.
Von der 1974 geborenen Suvi Vaarla war der Text "Die Busfahrt", der die Einsamkeit der ländlichen Weiten Finnlands und die Neigung der Einheimischen zur Verschrobenheit auf das Schönste lebendig machte. Vier Spielmanns-Porträts aus Finnland des Komponisten Pehr Henrik Nordgren erweiterten den Eindruck von Weite und Melancholie nordischer Landschaften; insbesondere im Stück "Der Grübler" zeigten Wallinger und das Orchester, zu welch dynamischer, einfühlsamer und schwelgerischer Klanggestaltung sie fähig sind.
Nach der Pause ging es mit den "Gesprächen in Sizilien" des italienischen Schriftstellers Elio Vittorini nach Süden; der in Syrakus geborene Vittorini schildert hier Eindrücke und Bilder seiner eigenen Kindheit und Erinnerungen an das Essen seiner Mutter in Sizilien, die durch Schneiders Rezitationskunst geradezu vor den Augen lebendig zu werden schienen. Mit den "Antiche Danze ed Arie" von Ottorino Respighi wurden diese Bilder im Folgenden musikalisch kongenial illustriert. Der Streicherklang der Kammersinfonie reizte das ganze Spektrum von poetisch-subtil bis hin zu kräftig-lebhaft feinfühlig aus.
Genauso fein- wie hintersinnig war dann die Geschichte "Ein Held seiner Zeit" des ungarischen Schriftstellers, Dichters, Journalisten und Übersetzers Dezs? Kosztolányi, in der die Erlebnisse eines Bohemiens und Streuners durch die Wirklichkeit während einer Zugfahrt geschildert werden. Im abschließenden Musikstück, das sechs rumänische Volkstänze des Komponisten Béla Bartók umfasste, setzte Peter Wallinger mit seinem Orchester seine Vorliebe für osteuropäische Musik um. Schwelgerisch, romantisch, lebhaft, melancholisch - all diese Stimmungen wurden von den Musikerinnen und Musikern in entsprechenden Klangfarben gestaltet.
Am Ende des genauso originellen wie meisterhaft zusammengestellten und präsentierten Konzertabends spendeten die knapp 200 Zuhörerinnen und Zuhörer im Bürgersaal lang anhaltenden und begeisterten Applaus.
Eine Bereicherung des Konzertabends steuerten die Damen des Murrer LandFrauenvereins bei, indem sie mit Getränken und selber gefertigten kleinen Leckereien und viel Einsatz für das leibliche Wohl des Publikums sorgten.

16.12.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 13. Dezember 2016)

Zur letzten turnusmäßigen Sitzung in diesem Jahr traten die 14 Mitglieder des Murrer Gemeinderates auf Einladung und unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 13. Dezember 2016, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammen.
Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Beratung und Entscheidung über die Sanierung des Floßhaussteges bzw. vor allem seiner nördlichen Rampe, eine Planung für die Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof und die Vergabe der Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet "Langes Feld VI".

Sanierung der Rampe des Floßhaussteges
Am 26. Juli 2016 hat sich der Gemeinderat mit dem Ergebnis einer Brückenprüfung des Floßhaussteges befasst, die das Ludwigsburger Ingenieurbüro Broneske durchgeführt hatte. Der Befund ergab, dass die Holzkonstruktion der nicht überdachten Rampe von Witterungseinflüssen stark in Mitleidenschaft gezogen ist und bereits provisorische Sicherungen an den Geländern angebracht werden mussten, um den Steg verkehrssicher zu erhalten. Die Ingenieure rieten, die Rampe dringend zu sanieren. Der Gemeinderat beauftragte das Büro, ein Sanierungskonzept zu erstellen. Wichtig war den Ratsdamen und -herren dabei, dass der Charakter des Steges als Holzbrücke dabei erhalten bleibt.
Ingenieur Thilo Kiebler stellte nun dem Murrer Ratsgremium die Überlegungen zur Sanierung der Rampe und des Steges vor. Variante 1 sieht eine reine Holzkonstruktion wie im Bestand vor. Nachteil: Der Bodenbelag aus Holz ist insbesondere bei Feuchtigkeit sehr rutschig, weswegen vor etwa 3 Jahren vom Gemeindebauhof auf einem Teil der Rampe ein Lochblech aufgebracht wurde, um die Rutschgefahr zu reduzieren.
Variante 2 sieht vor, das Tragwerk aus verzinktem Stahl auszuführen und mit Holz zu verkleiden. Die Stahlkonstruktion ist viel langlebiger als eine aus Holz.
Bei Variante 3 würde die mit Holz verkleidete Stahlkonstruktion mit einem Boden aus einem feinmaschigen Gitterrost versehen, was die Rutschgefahr deutlich herabsetzen würde.
Bei allen drei Varianten könnten die vorhandenen Fundamente genutzt werden. Das Geländer müsste bei einem Radweg, wie er über den Floßhaussteg vorhanden sei, heute auf 1,30 Meter erhöht werden, dies sei aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben.
Mit großer Mehrheit entschied sich das Ratsgremium für die dritte Variante, da - so eine Einschätzung - Sicherheit vor Schönheit gehe. Wert legte der Gemeinderat aber nach wie vor darauf, dass der optische Eindruck einer Holzbrücke erhalten bleibt, was durch die Beplankung mit seitlichen Holzträgern gewährleistet sein soll. Der Kostenaufwand für die Sanierung auf diese Art beträgt rund 80.000 Euro, die notwendige Erhöhung des Geländers schlägt mit zusätzlichen 6.000 Euro zu Buche. Das Ingenieurbüro soll die Arbeiten im Auftrag der Gemeinde ausschreiben. Die Arbeiten können im Frühjahr/Sommer 2017 durchgeführt werden, so Bürgermeister Torsten Bartzsch; mit einer zwei- bis dreiwöchigen Sperrung des Floßhaussteges muss dabei gerechnet werden.

Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof
Im Gemeinderat wurde schon öfters die Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof angeregt und der Wunsch nach einem besseren Schutz vor der Witterung für die offene Halle vorgebracht. Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch legte Architekt Peter Ludwig dem Gremium nun Pläne dafür vor.
Danach soll das Dach der Halle um etwa 5 Meter nach Süden zur Friedhofsseite hin verlängert werden und dabei der Charakter der Halle, die in sich sehr stimmig sei, und ihre grundsätzliche Architektur erhalten bleiben. Die beiden bisherigen Pfeiler können entfallen. Nach Westen solle die Halle eine Verglasung, die auch geöffnet werden könne, als Schutz vor Wind und Regen erhalten, nach Süden und Osten soll sie offen bleiben. Von Westen und Osten sei der Zugang barrierefrei möglich, nach Süden - zum Friedhofgelände hin - werde eine Treppenstufe das Höhenniveau ausgleichen. Im Zuge der Erweiterung sollen, so Ludwig, auch gleich die vorhandenen Toiletten für eine öffentliche Nutzung umgebaut, die Lautsprecheranlage und die Beleuchtung erneuert und zum Teil Fliesen, Fenster und Türen ausgetauscht und Malerarbeiten durchgeführt werden. Die Kosten für die vorgeschlagenen Maßnahmen würden sich auf rund 200.000 Euro belaufen.
Bei der Beratung wurde deutlich, dass der Erhalt des Gebäudecharakters positiv aufgenommen wurde, den meisten Mitgliedern des Gremiums aber die Möglichkeit, die Halle gegen Wind, Regen und Kälte komplett schließen zu können, wichtig ist. Auch wenn im Alten Friedhof nicht mehr so viele Bestattungen stattfinden, die Kosten höher seien und die Anforderungen wegen der Flucht- und Rettungssicherheit bei einer komplett zu schließenden Halle höher seien, sollte die Erweiterung dazu genutzt werden, die Halle in Zukunft mit Glastüren komplett zumachen zu können. Für die Temperaturen im Inneren bräuchte es keine aufwändige Heizung, man könne eventuell auch an Heizstrahler denken.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug daraufhin eine Vertagung der Entscheidung über die Erweiterung vor und sagte zu, dem Ratsgremium demnächst eine neue Planung vorzulegen, die den Wunsch nach einer geschlossenen Halle berücksichtige und in der die Kosten neu geschätzt würden.

Vergabe der Erschließungsarbeiten für das Baugebiet "Langes Feld VI"
Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Ingenieur Jürgen Ruoff, dem Gremium die eingegangenen Angebote für die vorgesehene Erschließung des Neubaugebietes "Langes Feld VI". Ausgeschrieben worden waren die Lieferung von Wasserleitungsmaterial sowie die Erd-, Kanal-, Tiefbau-, Straßen- und Asphaltbauarbeiten.
Der Gemeinderat hatte dabei über mehrere Nebenangebote zu befinden. Eines sah die Vergabe der Arbeiten für eine Pauschalsumme vor. Ingenieur Ruoff riet davon ab, weil dies die Gemeinde in der Regel teurer komme als eine genaue Abrechnung auf Grundlage eines Leistungsverzeichnisses und Pauschalaufträge oft von der Gemeindeprüfungsanstalt gerügt würden.
Der Gemeinderat vergab daraufhin einstimmig die Lieferung der Wasserleitungsmaterialien zum Preis von rund 26.000 Euro an die Firma HTI Zehnter KG aus Herrenberg und die Erd-, Kanal-, Tiefbau-, Straßen- und Asphaltbauarbeiten zum Angebotspreis von rund 903.000 Euro an die Firma Klöpfer aus Winnenden.

Zum Abschluss der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2016 dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Mitgliedern des Gemeinderates für ihr Engagement und ihren Einsatz sowie die gute Zusammenarbeit im Interesse der Gemeinde in diesem Jahr. Besonders bedankte sich der Schultes für die Mitwirkung der Ratsmitglieder und ihrer Partnerinnen und Partner bei der Adventsfeier für Senioren, die wieder sehr gelungen gewesen sei. Er wünschte den Mitgliedern des Gremiums, den Vertretern der Presse und allen Anwesenden eine schöne Advents- und Weihnachtszeit, besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

02.12.2016

Gebrauchte Handys können abgegeben werden

Grafik zum Recycling von Mobiltelefonen

In der Ortsbücherei Murr können ab sofort ausgemusterte Mobil-Telefone abgegeben werden. Die Alt-Handys werden in einer "Mobilen Box" gesammelt und durch die gleichnamige Firma der Wiederverwertung bzw. dem Rohstoffkreislauf zugeführt. Persönliche Daten werden vollständig und unwiderruflich gelöscht.
Der Erlös der Sammlung kommt der BUND-Ortsgruppe Marbach-Bottwartal zugute.
Weitere Informationen sind auf der Internet-Seite der Firma unter mobile-box.eu zu finden.

02.12.2016

Gesellige Stimmung bei gut besuchter Senioren-Adventsfeier in der Gemeindehalle

In der voll besetzten Gemeindehalle war eine angeregte Stimmung
Voll besetzte Stühle und Tische in der Gemeindehalle
Mit Bürgermeister Torsten Bartzsch sorgten die Mitglieder des Gemeinderates samt Partnerinnen und Partnern für das Wohl der älteren Murrerinnen und Murrer
Bürgermeister Tortsen Bartsch serviert den Senioren Kaffee
Der Chor der Lindenschule mit Leiterin Sabine Lörcher auf der Bühne der Gemeindehalle
Die Kinder des Lindenschule Chors mit Dirigentin auf der Bühne der Gemeindehalle
Pastoralreferentin Anne Braun von der katholischen Kirchengemeinde bei ihrer Ansprache
Anne Braun von der katholischen Kirche am Rednerpult
Die Murrer Sängerin Sabine Fleischle mit dem Pianisten Alejandro Graziani
Sängerin Sabine Fleischle und Pianist Alejandro Graziani bei ihrem Auftritt
Schwäbisch, knitz, humorvoll und besinnlich – Mundart-Entertainer Winfrid Wagner unterhielt die Gäste bestens
Humorist Winfried Wagner bei seinem Vortrag am Rednerpult
Das Jugendorchester des Murrer Musikvereins mit Dirigentin Angelika Hornung
Das Jugendorchester des Musikvereins mit Dirigentin auf der Bühne
 

Eine angeregte, gesellige Stimmung war am Sonntag, 27. November 2016 - am ersten Advent, bei der Adventsfeier für Senioren in der Gemeindehalle zu spüren. Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich erfreut, so viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Halle begrüßen und auf voll besetzte Stühle und Tische blicken zu können. Er dankte auch den Kindern und Erzieherinnen des Kindergartens Lindenweg, die für die stimmungsvolle, weihnachtliche Dekoration auf den Tischen gesorgt hatten. Einer langjährigen, geschätzten Tradition zufolge waren die Gäste zum Teil abgeholt worden, um ihnen den Besuch der Feier zu ermöglichen.
Ebenfalls Tradition ist es in Murr, dass neben Schultes Bartzsch und seiner Frau die Mitglieder des Gemeinderates und ihre Partnerinnen und Partner an dem Nachmittag die Bewirtung der Seniorinnen und Senioren mit Kaffee, Kuchen und Getränken übernommen hatten, den Fahrdienst durchführten, an der Garderobe behilflich waren und alles taten, dass es an nichts fehlte.
In seiner Ansprach blickte Bürgermeister Torsten Bartzsch auf das zu Ende gehende Jahr 2016 und die Entwicklung der Gemeinde in diesem Zeitraum zurück. Viele einzelne Aufgaben, Bauprojekte, Beratungen und Entscheidungen in den verschiedensten Bereichen wurden von Gemeindeverwaltung und Gemeinderat behandelt und trugen dazu bei, die guten Verhältnisse im Ort zu erhalten oder weiter zu verbessern.
Stimmgewaltig, lebhaft und voller musikalischem Elan trat dann der Chor der Murrer Lindenschule mit seiner Leiterin Sabine Lörcher auf und unterhielt die Gäste in der Halle - verstärkt durch einige Instrumentalisten - mit einem bunten Strauß farbiger Melodien passend zur Adventszeit. Lebhafter Beifall und eine Aufmerksamkeit für die Kinder sowie ein Blumenstrauß für die Chorleiterin von Bürgermeister Bartzsch waren der Dank für einen schönen Auftritt.
Pastoralreferentin Anne Braun von der katholischen Kirchengemeinde sprach einen geistlichen Impuls.
Musikalisch ging es weiter mit der beeindruckenden Stimme der Murrer Sängerin Sabine Fleischle, die von dem Pianisten Alejandro Graziani begleitet wurde. Der bunte Melodienreigen bot den Gästen einen weiteren unterhaltsamen Programmpunkt, der mit zwei gemeinsamen Liedern abgeschlossen wurde.
Der schwäbische Mundart-Humorist Winfried Wagner, bekannt aus dem SWR-Fernsehen aus "Laible und Frisch", unterhielt anschließend die Seniorinnen und Senioren in der Gemeindehalle. Er amüsierte mit schwäbischem Witz, aber auch besinnlich und hintergründig, lyrisch und komisch auf seine eigene, ganz persönliche Art. Lachen und Applaus waren deutliche Zeichen, dass den Gästen Wagners Vortrag gefallen hatte.
Zum Abschluss kam das Jugendorchester des Musikvereins Murr mit Dirigentin Angelika Hornung auf die Bühne. Die jungen Musikerinnen und Musiker zeigten mit ihren Instrumenten auf beeindruckende Weise, was musikalisch in ihnen steckt. Lebhafter Beifall von den Murrer Senioren bewies, dass das Orchester mit seinem Auftritt begeistert hat.
Ein Dank geht an alle Mitwirkenden auf der Bühne, an die Helfer im Hintergrund und die Damen und Herren des Gemeinderates mit ihren Partnerinnen und Partnern für die Bewirtung der Gäste.
(Bilder: Heidinger)

01.12.2016

Großzügige Spende im Rahmen der „Murranello“-Vernissage

Guido Seitz (links) vom Arbeitskreis Asyl bedankt sich beim Fotografen Günther Raupp (rechts) für die großzügige Spende
Guido Seitz (links) und Günther Raupp (rechts) vor Ferrari-Fotos im Foyer des Bürger- und Rathauses

Günther Raupp, exklusiver Fotograf und Grafik-Designer der offiziellen Ferrari-Kalender, präsentiert zur Zeit eine Auswahl faszinierender Ferrari-Bilder im Bürger- und Rathaus Murr.
Anlässlich der Vernissage zur Ausstellung "Murranello" am 25. November 2016 konnten die Besucher hochwertige Ferrari-Kalender des Foto-Künstlers erwerben. Mit dem Verkaufserlös unterstützt Günther Raupp den Arbeitskreis Asyl.
Im Namen des Arbeitskreises Asyl bedankten sich Andrea Gall, Teamleiterin des Begegnungscafés, und Guido Seitz, einer der Sprecher des Arbeitskreises, herzlich für diese sehr großzügige Spende.
Wer mehr über den Foto-Künstler Günter Raupp wissen möchte, kann dies auf der Website www.raupp.com in Erfahrung bringen.

02.12.2016

Rund 200 Gäste bei Eröffnung der Ausstellung von Günther Raupp

Bürgermeister Torsten Bartzsch (unten am Mikrofon) bei der Begrüßung der rund 200 Gäste
Das Foyer des Bürger- und Rathauses mit den Gästen der Ausstellungseröffnung auf zwei Etagen
Germanist Peter Lauck bei seiner Eröffnungsrede
Eröffnungsredner Peter Lauck am Mikrofon
Fotograf und Designer Günther Raupp gibt einen faszinierenden Einblick in sein Schaffen
Fotograf Günther Raupp bei seiner Ansprache am Mikrofon

Rund 200 Gäste drängten sich am Freitagabend im Foyer des Bürger- und Rathauses zur Eröffnung der Ausstellung des in Murr lebenden und arbeitenden Fotografen Günther Raupp. Raupp stellt auf Einladung der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" unter dem Motto "Murranello" bis zum 10. Februar 2017 faszinierende Bilder von Ferrari-Fahrzeugen aus und demonstriert damit sein Schaffen als langjähriger offizieller Fotograf und Designer des weltweit als Kultobjekt gehandelten Ferrari-Kalenders.
Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich bei der Begrüßung der Gäste nicht nur über die große Zahl der Gäste erfreut, sondern auch über die Tatsache, dass sich die Heimatgemeinde von Raupp als Ausstellungsort nun in einer illustren Reihe mit Maranello (dem Standort der Firma Ferrari), Valencia, Stuttgart, Basel und dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland befindet. Im Rahmen der langjährigen Tradition, im Bürger- und Rathaus Ausstellungen, vor allem auch lokaler Künstlerinnen und Künstler, zu veranstalten, sei die Präsentation von Günther Raupp ein "besonderes Highlight", so der Schultes.
Geistreich, sachkundig und nicht ohne Hintersinn brachte der Germanist und frühere Lehrer Peter Lauck den Besucherinnen und Besuchern das fotografische Schaffen von Günther Raupp nahe. Unter der Überschrift "Wie fotografiert man einen Mythos" ging Lauck der Bildsprache Raupps auf den Grund und stellte fest, auch dem, dem ein Ferrari eher fremd sei, könne durch die Bilder eine Annäherung gelingen. Die Fahrzeuge werden in ihnen nicht so sehr als Statussymbol oder Renditeobjekt, sondern als Verkörperung kompromissloser technischer Perfektion und vollendeten Designs dargestellt. Die dramatischen Lichtstimmungen und starken Farben, Kennzeichen für die künstlerische Handschrift Raupps, unterstreichen dies.
Günther Raupp selbst bot einen kurzen Einblick in seine Arbeit, als er feststellte, ein solches Bild erfordere nicht selten einige Tage Arbeit, wiederholtes Schleppen und Aufbauen von etlichen Kilogramm Ausrüstung, stundenlanges Warten auf das richtige Licht und natürlich das Gespür für den richtigen Augenblick. "Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt", beschrieb der Künstler seinen Arbeitsalltag.
Raupp bedankte sich bei der Gemeinde Murr für die Möglichkeit, im Bürger- und Rathaus seiner Heimatgemeinde auszustellen. Um etwas zurückzugeben, stellte er zehn Exemplare des an dem Abend präsentierten neuen Ferrari-Kalenders zur Verfügung und spendete den Erlös für die Arbeit des Arbeitskreises Asyl.
Mit einem Gläschen Sekt oder Wein und einem Stück Hefekranz wandelten die Besucherinnen und Besucher im Anschluss durch die Flure des Bürger- und Rathauses, bewunderten die Bilder und ausgestellten Kalender der letzten Jahre und ließen sich von Günther Raupp bereitwillig Fragen beantworten, fachsimpelten und unterhielten sich angeregt.
Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar 2017 zu den üblichen Öffnungszeiten des Bügermeisteramtes im Bürger- und Rathaus Murr zu sehen; diese sind: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag von 13.30 bis 18 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr und Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr.
(Bilder: Jürgen Gemmrich, Marbach am Neckar)

04.01.2017

Dank beim Jahresabschluss des Arbeitskreises Asyl im Bürgersaal

Stellvertretend für alle Mitglieder des Arbeitskreises bedankte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch (zweiter von links) bei den Sprechern (von links nach rechts) Guido Seitz, Günther Gbur und Dr. Rudolf Grill für das Engagement
Von links nach rechts: Guido Seitz, Bürgermeister Torsten Bartzsch, Günther Gbur, Dr. Rudolf Grill
Bereichert wurde der Abend durch musikalische Beiträge syrischer Gäste
Sängerin und Pianospieler bei ihrem Vortrag

Worte des Dankes, aber auch die gesellige Begegnung standen im Mittelpunkt des Abschlussabends des Murrer Arbeitskreises Asyl, der kurz vor Weihnachten im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses Murr stattfand. Auf Einladung des Arbeitskreises und der Gemeindeverwaltung waren engagierte Helferinnen und Helfer, Asylbewerber und Flüchtlinge, Unterstützer und Sponsoren sowie Mitglieder des Gemeinderates zu einem lockeren, ungezwungenen Abend bei Getränken und einem kleinen Imbiss zusammengekommen.
Bei der Begrüßung freute sich Bürgermeister Torsten Bartzsch über die große Zahl der Gäste. Und erinnerte an die Zeit im Sommer letzten Jahres, als sich auch in Murr unter dem Eindruck der ankommenden Flüchtlinge erfreulich viele Freiwillige unter dem Stichwort "Willkommens-Kultur" meldeten. Der Elan der Anfangszeit wandelte sich in ein konstantes, verantwortungsbewusstes, pragmatisches, kompetentes und kontinuierliches Engagement, durch das den in Murr ankommenden und lebenden Flüchtlingen praktische Hilfe und Unterstützung in vielfältiger Weise angeboten und gewährt werde. Dafür, so der Schultes, gebühre allen Mitgliedern des Arbeitskreises großer Dank.
Stellvertretend für alle übergab der Schultes den drei Sprechern Günther Gbur, Dr. Rudolf Grill und Guido Seitz ein kleines Präsent und dankte ihnen speziell für die sehr konstruktive und reibungslose Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. Dank ging auch an das Team von Bauhofleiter Markus Lischka, das ebenfalls bei vielen Gelegenheiten engagiert bei der Einrichtung und Unterhaltung der Unterkünfte für die Flüchtlinge mitwirkt. Bartzsch schloss in seinen Dank auch die vielen Unterstützer, Spender und Sponsoren ein, die mit Geld- und Sachspenden oder auf andere Weise die Hilfe für die Asylbewerber erleichtern.
Der Schultes appellierte an alle Engagierten und Freiwilligen, sich auch weiterhin einzusetzen. Es gelte, auch wenn man sich angesichts aktueller Ereignisse und der Berichte in den Medien natürlich Gedanken mache, die Arbeit in Murr fortzusetzen und die Aufgaben, die die Kommune habe, zu bewältigen. Dazu gehöre im kommenden Jahr das neue, vom Landratsamt Ludwigsburg betriebene Wohnheim für minderjährige Asylbewerber im Industriegebiet und die neuen Unterkünfte für die Anschlussunterbringung, die die Gemeinde plane, baue und dann betreiben werde.
Im Anschluss sprach Dr. Rudolf Grill im Namen der Sprecher des Arbeitskreises Asyl allen Mitwirkenden, Helferinnen und Helfern, allen Unterstützern und Spendern seinen Dank aus. Er stellte die Arbeit und die Struktur des Arbeitskreises Asyl vor, der sich sehr schnell von einem losen Kreis Freiwilliger in eine gut organisierte Gruppe einsatzfreudiger Engagierter gewandelt habe. Dr. Grill stellte die so genannten Lotsen vor, die sich konkret um die Bewohner in einzelnen Unterkünften kümmern, und bat deren "Schützlinge", sich selbst vorzustellen. Auch ging sein Appell an das Engagement nicht nur an die Mitglieder des Arbeitskreises, sondern auch an die Flüchtlinge selber, denn der Erfolg von Integration sei von dem Bemühen aller abhängig. Denn es gelte: "Wir bieten Ihnen Deutschkurse an, aber Deutsch lernen müssen Sie selber."
Bereichert wurde der Abend durch das Klavierspiel einer Syrerin und dem spontan dargebotenen Musikstück mit Gesang und Klavier eines syrischen Geschwisterpaares, denen die Gäste jeweils andächtig lauschten und die mit begeistertem Applaus bedacht wurden. Auch der Präsentation von Weihnachtsliedern durch drei kleine Buben aus Syrien, die spontan das Mikrofon ergriffen, wurde lebhaft Beifall gespendet.
Die angeregten Gesprächen der Gäste miteinander zeigten, dass es dem Murrer Arbeitskreis Asyl gelungen ist, ein Stück Integration für die in Murr lebenden Flüchtlinge zu verwirklichen und dass der Arbeitskreis Asyl in Murr nicht nur aus zahlreichen, sondern auch aus sehr engagierten Mitgliedern besteht.

18.11.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. November 2016)

Eine Vielzahl unterschiedlicher und bedeutender Themen stand auf der Tagesordnung, als sich der Murrer Gemeinderat am Dienstag, dem 15. November 2016, turnusgemäß zu einer Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf. Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte neben den Mitgliedern des Gremiums auch eine größere Anzahl interessierter Einwohnerinnen und Einwohner als Zuhörer sowie Vertreter der Presse zu der Sitzung begrüßen. Zudem waren verschiedene Fachleute und Referenten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten anwesend.
So informierte der Sozialdezernent des Landratsamtes Ludwigsburg, Heiner Pfrommer, die Ratsdamen und -herren über eine vom Landkreis geplante Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Industriegebiet. Ingenieur Dierk Schreyer von der Ludwigsburger Energieagentur erläuterte Vorschläge für die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes in den öffentlichen Gebäuden am Lindenweg. Revierförster Jürgen Weis stellte die Planung für die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes für das kommende Jahr vor. Jugendhausleiter Ulrich Harsch gab einen Bericht über die Arbeit des Jugendhauses "Magnet" im zu Ende gehenden Jahr. Der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Ingenieur Jürgen Ruoff, gab einen Überblick über die eingegangenen Angebote für die Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks Hindenburgstraße 13 bis 19, wo die Modulbauten für die Flüchtlingsunterbringung erreichtet werden sollen. Hauptamtsleiterin Brigitte Keller trug dem Ratsgremium die eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan-Entwurf für das Thürrauch-Areal vor und erläuterte den Vorschlag zum Satzungsbeschluss. Über neue Regelungen für die Umsatzbesteuerungen für die öffentliche Hand auf Grundlage europäischer Rechtsprechung und die Konsequenzen für die Gemeinde Murr informierte Kämmerer Albrecht Keppler das Gremium.

Bau eines Jugendwohnheims für unbegleitete minderjährige Ausländer
Ende Oktober hat der Kreistag des Landkreises Ludwigsburg beschlossen, im Industriegebiet von Murr an der Ecke Raiffeisenstraße/Rudolf-Diesel-Straße ein Wohnheim für so genannte unbegleitete minderjährige Ausländer zu errichten, für deren Unterbringung und Betreuung das Landratsamt Ludwigsburg als Jugendhilfeträger zuständig ist. An dieser Stelle hatte der Landkreis im vergangenen Jahr auf einem angemieteten Grundstück zunächst eine Gemeinschaftsunterkunft für die Erstunterbringung von knapp 100 Asylbewerbern geplant, aufgrund der zurückgegangenen Flüchtlingszahlen dann aber von dieser Baumaßnahme wieder Abstand genommen. Das bereits bis zur Baureife geplante Projekt soll nun wieder aufgegriffen werden.
Auf Bitte des Gemeinderates war der Dezernent für Arbeit, Jugend und Soziales im Landratsamt Ludwigsburg, Heiner Pfrommer, in die Sitzung gekommen und informierte die Ratsdamen und -herren aus erster Hand. In der zweigeschossigen Unterkunft soll Platz für 44 minderjährige Flüchtlinge in kleineren Wohngruppen entstehen. Aufgrund der hohen Zahl von jungen Asylbewerbern, die ohne Familie und Eltern in den Landkreis kommen, und der Verpflichtung, diese im Rahmen der Jugendhilfe unterzubringen und zu betreuen, und weil dieses Projekt in kurzer Zeit (bis Mitte kommenden Jahres) realisiert werden kann und flexible Möglichkeiten biete, ist die Umsetzung des Bauvorhabens für das Landratsamt wichtig, so Pfrommer. Ein Träger der freien Jugendhilfe werde die Betreuung der jugendlichen Bewohnerinnen und Bewohner übernehmen, die rund um die Uhr gewährleistet sein soll. Es sei zunächst an einen Betreuungsschlüssel von einer sozialpädagogischen Fachkraft auf zehn Jugendliche gedacht. Die Jugendlichen unterliegen der Schulpflicht oder - sofern sie älter sind - besuchen Berufsschulklassen, Deutschkurse oder machen nach Möglichkeit eine Ausbildung oder ein Praktikum, so dass ihr Tagesablauf strukturiert sei. Ohne Frage sei auch die Gemeinde Murr mit der Gemeindeverwaltung, ihrem Arbeitskreis Asyl, dem Jugendhaus und auch ihren Vereinen ebenfalls gefordert, wenn es um die Integration der jungen Flüchtlinge im Alltag gehe.
In der Aussprache war es den Ratsdamen und -herren und Bürgermeister Bartzsch wichtig, dass die Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge quantitativ und qualitativ gut gestaltet werde, man mit dem freien Jugendhilfeträger früh ins Gespräch darüber komme und möglichst bald eine Veranstaltung zur Information der Einwohnerinnen und Einwohner über das Bauprojekt angeboten werde. Sozialdezernent Pfrommer sagte zu, das Landratsamt werde mit der Gemeindeverwaltung dafür sorgen, dass dies geschieht.

Erneuerung des Blockheizkraftwerks und der Regelungstechnik für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg
Im Jahre 2000 wurde in den öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg (Lindenschule, Kindergarten, Gemeindehalle, Sporthalle und Bauhof) eine neue Heizungsanlage mit zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) eingebaut. Diese sowie ein Gasbrennwertkessel für die Spitzenlast und ein ölbetriebener Heizkessel zur Absicherung versorgen die Einrichtungen mit Wärme und zum Teil mit Strom. Da die Blockheizkraftwerke stark reparaturbedürftig sind, hat die Gemeinde über die Ludwigsburger Energieagentur den Fachingenieur Dierk Schreyer beauftragt, die Anlage zu begutachten und in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu untersuchen, ob eine Sanierung der bestehenden BHKWs oder eine grundsätzliche Erneuerung günstiger ist.
Der Fachmann trug seine Ergebnisse und Erkenntnisse in der Sitzung vor. Die Sanierung samt dem Einbau eines neuen Pufferspeichers würde etwa 87.000 Euro, die Erneuerung der beiden BHKWs durch ein leistungsfähigeres größeres Kraftwerk mit ebenfalls einem Pufferspeicher würde rund 120.000 Euro Aufwand erfordern. Bei einer kompletten Erneuerung wäre der Betrieb bereits im siebten Jahr wirtschaftlicher als bei einer Sanierung der bestehenden BHKWs; außerdem reduziere ein neues BHKW die CO2-Emissionen pro Jahr deutlich.
Ratsam sei es, so Schreyer, bei einer Erneuerung der Anlage auch die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik auszutauschen und auf einen modernen Stand zu bringen. Der Aufwand dafür betrage etwa 80.000 Euro.
Der Gemeinderat begrüßte den Vorschlag, die Heizungsanlage im Lindenweg zu erneuern und damit zukunftssicher, energiesparender und umweltgerechter zu gestalten und gab die Ausschreibung für die Erneuerung der BHKWs sowie der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik einstimmig in Auftrag.

Betriebsplan 2017 für den Gemeindewald
Alljährlich gegen Jahresende kommt traditionell Revierförster Jürgen Weis in den Gemeinderat und stellt dem Gremium die Planung für die Waldbewirtschaftung im kommenden Jahr vor. So war es auch in der jüngsten Sitzung.
In gewohnt fachkundiger und lebendiger Art blickte Weis zunächst auf das auslaufende Jahr 2016 zurück. Der Wald habe das feuchte Frühjahr und den heißen Sommer gut verkraftet. In der Aufforstungsfläche (ehemalige Obstanlage) habe man mit erneuten Düngergaben das Wachstum der jungen Bäume gut unterstützen und fördern können. Das eingeschlagene Holz konnte gut auf dem Holzmarkt verwertet werden. Für 2017 sei der Einschlag von rund 500 Festmetern Holz vorgesehen; bei einem angenommenen Preis von etwa 65 Euro pro Festmeter könne mit Einnahmen von gut 35.000 Euro gerechnet werden. Geplant seien im Übrigen ständige Maßnahmen zur Jungbestandspflege, mit denen die Naturverjüngung des Waldes gefördert werden solle, und zur Wegeunterhaltung. Im kommenden Jahr werde nach der Planung mit einem kleinen Minus von etwa 1.600 Euro gerechnet.
Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, der diesjährige traditionelle Brennholzverkauf im Hardtwald werde am 30. Dezember 2016, 10 Uhr, durchgeführt. Mit einem Dank an Revierförster Weis und die Waldarbeiter billigten die Mitglieder des Gremiums die Planung für Waldbewirtschaftung.

Bericht über die Arbeit des Jugendhauses
Über die Arbeit im Jugendhaus "Magnet" im zu Ende gehenden Jahr berichtete im Gemeinderat auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch Jugendhausleiter Ulrich Harsch. Der Schultes begrüßte auch Sozialpädagogin Maria Viúdez und FSJ-Praktikantin Christina-Maria Seremetidou.
Anhand von Bildern gab Harsch einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Jugendtreffs wie Kochabende, Ausflüge, Besuch von Ausbildungsmessen, Bastelnachmittag und vieles mehr. 2016 hätten insgesamt 250 verschiedene Jugendliche das Jugendhaus besucht; insgesamt seien über 4.900 Besucher von Oktober 2015 bis September 2016 im Jugendhaus gewesen. Die Altersstruktur sei momentan wieder stärker von jüngeren Besuchern geprägt, vor allem kommen männliche Jugendliche, so Harsch.
Herausfordernd sei nach wie vor für das ganze Team, dass während des offenen Betriebs zahlreiche Einzelgespräche und Beratungen über Fragen oder Probleme der Jugendlichen aus den verschiedensten Bereichen (Schule, Elternhaus, Freunde etc.) geführt bzw. nachgefragt werden. Oft müssten Gesprächstermine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden. Wichtig sei die gute Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Schulen, Drogenberatungsstellen, Polizei usw.).
Leider komme es immer wieder zu Sachbeschädigungen im Umfeld auf dem Kirchplatz oder an der Kirche. Darüber werde ständig mit den Jugendlichen und auch mit der Kirchengemeinde gesprochen. Viel Erfolg habe man bei der Unterstützung bzw. Vermittlung bei der Suche nach Ausbildungsstellen, wobei hier auch das Engagement der Jugendlichen entscheidend sei. In der Arbeitsgruppe für die Planung und den Neubau eines Jugendhauses arbeiten vier bis fünf engagierte Jugendliche mit. Das Team und die Jugendlichen seien sehr gespannt und freuen sich auf das neue Jugendhaus, so Harsch abschließend.
Bürgermeister Bartzsch dankte im Namen des Gemeinderates dem Team des Jugendhauses "Magnet" und lobte es für die gute und engagierte Arbeit.

Neubau von Flüchtlingsunterkünften: Vergabe der Erschließungsarbeiten
Bekanntlich sollen nach dem Willen des Gemeinderates auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19 Flüchtlingsunterkünfte in Form von drei Modulbaukörpern entstehen. Die Vorbereitung zur Erschließung und Gestaltung des Geländes sind bereits geplant, die Arbeiten waren ausgeschrieben.
In der Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff. Dieser schilderte, dass nach Abschluss der Ausschreibung der günstigste Bieter kurzfristig mitgeteilt habe, dass in seinem Angebot einige Preise falsch kalkuliert worden seien. Aufgrund der strengen Vorgaben des Vergaberechts bleibe keine andere Wahl, als den zweitgünstigsten Bieter zu beauftragen, so Ruoff. Dieser habe auf Anfrage mitgeteilt, dass er die Arbeiten fristgerecht ausführen könne. Allerdings sei das Angebot nun um rund 40.000 Euro teurer als das ursprüngliche des günstigsten Bieters.
Der Gemeinderat beauftragte daraufhin die Firma Wilhelm Hubele, Ludwigsburg, zum Preis von rund 340.000 Euro mit den Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks. Die Modulbaukörper sollen im Februar des kommenden Jahres geliefert und aufgestellt werden.

Bebauungsplan "Thürrauch-Areal"
Intensiv hat sich der Gemeinderat in den vergangenen Monaten mit einer Neuplanung für das Thürrauch-Areal in der Ortsmitte befasst, nachdem bekannt geworden war, dass die Firma insolvent geworden ist und die Eigentümer das Areal für Wohnbauzwecke veräußert hatten.
Zum Abschluss des vereinfachten Bebauungsplan-Verfahrens erläuterte Hauptamtsleiterin Brigitte Keller in der Sitzung die während der öffentlichen Auslegung des Entwurfs eingegangenen Stellungsnahmen der Träger öffentlicher Belange, d. h. andere berührte Behörden, Institutionen, Firmen und Planungsträger. Diese Stellungnahmen erfordern einige kleinere redaktionelle Überarbeitungen bzw. Ergänzungen des Bebauungsplan-Inhaltes, berühren aber die Grundzüge der Planung nicht, so Keller.
Der Bebauungsplan sieht auf Grundlage der städtebaulichen Konzeption des Stuttgarter Stadtplanungsbüros FPZ Zeese moderne vielfältige Wohneinheiten in verschiedenen Gebäudetypen für verschiedene Interessenten um einen so genannten Quartiersplatz vor.
Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch noch einmal festgestellt hat, dass der Gemeinderat nach intensiven Beratungen eine Planung erarbeitet hat, die ein Wohnquartier mit besonderem Charakter in der Ortsmitte ermögliche, verabschiedete das Gremium unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Ergänzungen einstimmig den Bebauungsplan als Satzung.

Neuregelung der Umsatzbesteuerung
Wie Gemeindekämmerer Albrecht Keppler darlegte, müsse die öffentliche Hand, also auch alle Kommunen, aufgrund europäischer Rechtsprechung und daraus folgender Gesetzesänderungen auf Bundesebene für ihre Tätigkeiten in Zukunft Umsatzsteuer verlangen. Da dies für die Kommunen weitreichende Änderungen und Anpassungen in ihrem gesamten Wirkungskreis bedeute, sei es nicht zu schaffen, dies - wie im Gesetz vorgesehen - bis zum Jahresbeginn 2017 umzusetzen. Der Gesetzgeber hat daher den Kommunen mit einer Übergangsregelung Zeit bis Ende 2020 gelassen, um die Änderungen durchzuführen. In dieser Zeit müssten alle Kommunen umsatzsteuerpflichtige Sachverhalte identifizieren, bewerten und die rechtlichen und kalkulatorischen Rahmenbedingungen für die Anwendung schaffen. Eine Arbeitsgruppe auf Bund-Länder-Ebene soll dafür noch weiter Vorgaben und Rahmenbedingungen erarbeiten.
Das Ratsgremium billigte daher den Vorschlag, zunächst noch die alte Regelung zur Umsatzbesteuerung anzuwenden und die Übergangsfrist zu nutzen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde aus der Mitte des Gremiums ein Antrag gestellt, neben der Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen" nach weiteren Möglichkeiten für die Installation solcher Anlagen im Ort, unter anderem verbunden mit einer Ladestation für Elektrofahrzeuge, zu suchen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch sagte zu, diese Anregung zu prüfen.

11.11.2016

Sanierung des Umkleidegebäudes am Sportplatz

Das Umkleidegebäude am Sportplatz wird momentan saniert
Arbeiten in den Duschen des Umkleidegebäudes

Im Jahr 1989 entstand am Sportplatz ein Toiletten- und Umkleidegebäude, das allen Nutzern des Sportplatzes zur Verfügung steht.
Aktuell werden verschiedene Arbeiten an dem Gebäude durchgeführt. Es werden sämtliche Rohrleitungen in den Umkleideräumen zur Wasserversorgung erneuert, ebenso wie die Duscharmaturen. Risse und Abplatzungen an den Wänden und Decken werden in den Räumen ausgebessert, ebenso erhalten alle Wände und Decken innen einen neuen Anstrich. Zusätzlich werden defekte oder aufgrund der Verlegung der Rohrleitungen entfernte Fliesen erneuert.
Die Arbeiten dauern insgesamt rund vier Wochen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 33.300 Euro.

04.11.2016

Richtfest am Mühlweg zeigt: Anbau für Kinderbetreuung kommt voran

Kinder und Erzieherinnen bedankten sich bei den Bauarbeitern mit einem selbstgeschriebenen Lied
Kinder und Erzieherinnen vor dem Neubau beim Vortragen eines Liedes
Bürgermeister Torsten Bartzsch bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten
Bürgermeister Torsten Bartzsch bei seiner Ansprache neben den Kindern vor dem Neubau
Die Zimmerleute auf dem Dach beim Richtspruch
Drei Zimmerleute auf dem Dach des Neubaus beim Richtspruch

Am Freitag, dem 28. Oktober 2016, konnte in Anwesenheit von zahlreichen Kindern, Erzieherinnen, Mitgliedern des Gemeinderates, baubeteiligten Planern und Firmen das Richtfest für den Anbau am Kindergarten Mühlweg gefeiert werden. Das bedeutete nicht nur ein schönes Fest bei strahlendem Sonnenschein, sondern war auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Bau des neuen Gebäudetraktes voranschreitet.
Zu Beginn des Richtfestes sangen die Kinder mit ihren Erzieherinnen ein eigens komponiertes und geschriebenes Lied, in dem sie den Bauarbeitern lauthals ein herzliches Dankeschön für ihre Arbeit schmetterten.
Bürgermeister Torsten Bartzsch blickte sodann in seiner Ansprache auf den Werdegang des Neubaus zurück, der mit dem Beschluss des Gemeinderates am 15. September 2015 begonnen habe. Auf Grundlage dieses Beschlusses wurde der frühere Pavillon, der an gleicher Stelle stand, abgerissen und mit dem Spatenstich vom 22. April 2016 mit dem Neubau begonnen, in dem künftig zwei Gruppen für Ganztagesbetreuung von Kindergartenkindern ihr Zuhause finden sollen. Durch den Anbau an den bestehenden Kindergarten "Murrer Strolche" könne man Einrichtungen wie zum Beispiel die Essensausgabe gemeinsam nutzen. Auch dass das Kinderhaus "Regenbogen" auf dem gleichen Grundstück ist, habe Vorteile, da die ganz Kleinen beim Wechsel in den Kindergarten vertrautes Gelände und Räume vorfinden.
Die Gemeinde investiere in den Neubau rund 1,2 Millionen Euro und werde insgesamt weiter auf ein einheitliches Angebot für alle Kinder von 1 bis 10 Jahren hinarbeiten, auch durch den Ausbau von Betreuungszeiten und Einstellung von weiterem Personal.
Der Schultes dankte allen am Bau Beteiligten - den Planern, den Erzieherinnen für ihr Engagement in der Planungsphase, den Firmen. Architekt Peter Ludwig und die Firmen Schmidt und Bürker verdienten besonderen Dank, weil sie die schwierige Situation, als die beauftragte Rohbaufirma insolvent wurde, gut gemeistert hätten, so dass der Bau sich kaum verzögert habe.
Wie es sich für ein Richtfest gehört, stiegen anschließend die Zimmerleute aufs Dach und trugen einen zünftigen gereimten Richtspruch vor, in dem sie dem neuen Haus für alle Zeit "ein Kinderlachen, froh und rein, voll Übermut und Innigkeit ... " und Gottes Segen wünschten.
Und ebenfalls zu einem Richtfest gehört es, dass es anschließend ein deftiges Vesper gab, zu dem Bürgermeister Torsten Bartzsch alle Gäste herzlich einlud. Doch zuvor trugen die Kinder noch einmal voller Inbrunst ihr Lied vor, weil es allen Gästen so gut gefallen hatte.

04.11.2016

Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden für die Murrer Kindergärten

Die Elternvertreter der Murrer Kindergärten trafen sich vergangene Woche zu einer gemeinsamen Sitzung mit den Mitgliedern des Kindergartenausschusses der kirchlichen und der bürgerlichen Gemeinde, dem Kindergartenpersonal und Vertretern der Verwaltung. Besprochen und diskutiert wurden verschiedene Punkte zum aktuellen Kindergartenbetrieb.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden. Der Gesamtelternbeirat hat aus seiner Mitte zwei Elternvertreter als Ansprechpartner und Bindeglieder zu den Trägern gewählt.
Als Vorsitzende des Elternbeirats wurde Frau Christiane Kiemle und als Stellvertreterin Frau Victoria Silvestri gewählt.
Bürgermeister Bartzsch bedankte sich bei den gewählten Elternvertreterinnen sehr herzlich für deren Bereitschaft, die Erziehungsarbeit am Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu fördern.

04.11.2016

Spannende Vorleserallye zu Ende gegangen

Am Freitag vergangene Woche endete unsere diesjährige Vorleserallye im Rahmen der Frederikwochen. Auch in diesem Jahr war diese wieder ein voller Erfolg. Zahlreiche Kinder wollten sich das Vorlesen spannender Geschichten nicht entgehen lassen.
Den Anfang machte die Lindenschule. Danach folgte die Ortsbücherei Murr. Angelika Dümmel las den immer wieder gern gehörten Klassiker "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler.
Auch bei Pfarrer Renz und der Jugendreferentin waren die Lacher groß, als sie die Geschichte der zwei Pinguine, welche einen dritten Pinguin auf die Arche als blinden Passagier mitnahmen, vorlasen.
Das Jugendhaus Magnet war ebenfalls mit einer Geschichte von Manfred Mai dabei. Der Autor Manfred Mai hat ja bereits zuvor unsere Schulkinder in zwei Lesungen begeistert.
Zu guter Letzt hat unser Bürgermeister Herr Bartzsch seine Fähigkeiten als Vorleser unter Beweis gestellt und drei lustige Geschichten von Manfred Mai zum Besten gegeben.
Dass Vorlesen wieder "in" ist, bewies die große Zahl der Zuhörer, die zu den Veranstaltungen gekommen waren und viel Spaß dabei hatten. Auch die Ortsbücherei bietet regelmäßig Vorlesestunden mit Angelika Dümmel an, die Termine werden im Nachrichtenblatt veröffentlicht oder liegen als Handzettel in der Ortsbücherei aus.

07.10.2016

Weinlese am Kirchenwengert

Reife Trauben an einem Weinstock im Kirchenwengert

Von links: Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Weinlese
Von links nach rechts: Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Weinlese

Im Jahr 2014 wurden am gemeindeeigenen Kirchenwengert die bisherigen Reben entfernt und neue Reben der Sorte Blaufränkisch (Lemberger) gepflanzt. Dank der guten Pflege durch die Weinexperten Fritz Blank und Gerhard Leibbrand haben sich die Rebstöcke hervorragend entwickelt.
Am vergangenen Donnerstag fand dann die Weinlese statt. Es wurden prächtige und gesunde Weintrauben geerntet. Am Ende waren es sechs volle Eimer und alle waren zufrieden. Für eine Weinherstellung reicht die Menge aus - man kann sich also wieder auf einen ,,Murrer Kirchenweinberg‘‘ freuen, der an Jubilare verschenkt und bei gemeindeeigenen Veranstaltungen ausgeschenkt wird.

07.10.2016

Erinnerung an Bottwartalbahn stößt auf großes Interesse

Das alte Bahnhofsgebäude in Murr hält die Erinnerung an die Bottwartalbahn lebendig
Altes Bahnhofsgebäude von Murr

Dass die Bottwartalbahn, die von 1894 an fast 100 Jahre bestand, auch heute noch auf großes Interesse stößt, bewies der Bildervortrag, der am 29. September 2016 in der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses Murr stattfand. Um die 100 Gäste waren gekommen, um einen interessanten, kurzweiligen, informativen und lebendigen Vortrag der beiden Bahn-Fachleute Wolfram Berner und Hans-Joachim Knupfer mitzuerleben. Zum Einen natürlich ältere Menschen, die die Bahn noch aus eigenem Erleben kannten, zum Anderen viele jüngere Besucher, die an der Eisenbahn im Besonderen oder an Heimatgeschichte ganz allgemein Interesse haben.
Wie es in der Vorankündigung hieß, war Murr, so wie die anderen Bottwartal-Gemeinden, durch die Bahn 96 Jahre lang mit dem europäischen Eisenbahnnetz verbunden. Das hieß zum Einen Anschluss des Gewerbes an das Transportnetz für Güter und Waren und Anschluss an Arbeitsplätze zum Beispiel in Ludwigsburg oder Kornwestheim, zum Anderen bedeutete dies die Möglichkeit für Ausflügler und Touristen, die Schönheit und die Reize unserer Landschaft zu entdecken und zu genießen.
Berner und Knupfer ließen diese Zeit auf sehr gelungene Weise noch einmal auferstehen. In vielen Bildern und mit Dokumenten aus ihrem reichhaltigen Fundus sowie in ihrem genauso informativ wie lebendig gestalteten Vortrag gelang es ihnen, die Anfänge des "Entenmörders" beim Bau der Bahnstrecke, die zunehmende Bedeutung der Bottwartalbahn wie auch den allmählichen Rückgang und letztendlich den Abbau der Bahnstrecke noch einmal lebendig werden zu lassen. Dabei ließen sie auch die Probleme nicht unerwähnt: Die Bahn war aus Gründen der Kostenersparnis als Schmalspurbahn ausgelegt, was oft Zeit und Umstände beim Umstieg auf die Normalspur in Marbach mit sich brachte. Der 1968 erfolgte Umbau zur Normalspur konnte den Niedergang der Bahnstrecke letztendlich nicht mehr aufhalten. Das Gewicht wurde damals fast ausschließlich auf das Auto gelegt und zurückgehende Fahrgastzahlen und der Zwang zur Kostenersparnis bei der Bahn begründeten die Einstellung der Bottwartalbahn im Jahr 1980.
Wolfram Berner und Hans-Joachim Knupfer verstanden es blendend, sämtliche Facetten der Geschichte der Bahn kurz und knapp, lebhaft und verständlich und stets interessant für die Zuhörerinnen und Zuhörer darzustellen. Erinnerungsstücke an den Bahnverkehr, alte Fahrpläne und Planzeichnungen ergänzten den Vortrag. Die Bewirtung durch den LandFrauenverein Murr mit erfrischenden Getränken und leckeren Kleinigkeiten sorgte ganz hervorragend auch für das leibliche Wohl der Gäste.

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