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Info-Archiv

Auf dieser Seite finden Sie für etwa 1 Jahr alle wichtigen Texte, die bislang in den Rubriken "Infos aus dem Rathaus" und "Infos aus dem örtlichen Leben" veröffentlicht wurden.

24.11.2014

Auf den Spuren von Frauenschicksalen in vergangener Zeit

Gunter Haug, Journalist und freischaffender Autor aus Schwaigern, hat sich nach Biografien über Robert Bosch, Gottlieb Daimler, Ferdinand Porsche und Ferdinand Graf von Zeppelin, von denen er einige in Murr vorgestellt hatte, wieder eines „Frauenthemas“ angenommen: Nach den beiden Bestsellern „Niemands Tochter“ und „Niemands Mutter“ widmet er sich in seinem neuen Buch „Die Töchter des Herrn Wiederkehr“ dem Schicksal einer Dienstmagd im Badischen Ende des 19. Jahrhunderts.
Dieses Buch stellte Haug am 17. November 2014 in der Ortsbücherei vor. Konkret geht es in diesem Buch um die Urgroßmutter seiner Ehefrau Karin, Margareta Schober, die als eins von zehn Kindern einer Tagelöhnerfamilie 1844 auf die Welt kam. Der Alltag ist geprägt von bitterster Armut, sogar der Sack Kartoffeln als Schulgeld für den Lehrer musste man sich vom Mund absparen. Geschlafen wurde zu dritt im Bett, man wärmte sich gegenseitig. Schuhe waren ein großer Luxus, selbst im Winter gab es bloß Lappen oder Socken für die Füße. Der Hunger war allgegenwärtig und von den zehn Kindern starben vier.
Ein großes Unglück kam mit dem Tod der Mutter Christina über die Familie. Einen Arzt hatte man sich nicht leisten können. Plötzlich stand der Vater allein da mit seinen Kindern, von denen das Jüngste erst vier Jahre alt war. Froh war man dann, als Margareta mit 14 Jahren eine Anstellung in einem Gasthof im vier Kilometer entfernten Rappenau fand, das sich dank der entdeckten Sole zu dieser Zeit gerade zum Kurort mauserte. Der Weg wurde täglich hin und zurück zu Fuß zurückgelegt. Lohn gab es keinen, Urlaub erst recht nicht, dafür Essen im Gasthof. Zweimal kehrte Margareta in ihr Elternhaus nach Treschklingen zurück, nämlich um jedes Mal ein Kind auf die Welt zu bringen. Der Vater hatte wieder geheiratet und so wurden beide Mädchen von der Stiefmutter großgezogen, die eine gute Frau war. Margareta dagegen war die Erziehung der Wirtstochter auferlegt worden, Luise, mit der sie auch später ein enges Verhältnis verband. Ein drittes uneheliches Kind brachte Margareta im Haus ihrer Schwester Elisabeth zur Welt, die es wie ihr eigenes großzog. Dieses Kind war die die heiß geliebte Großmutter Marie. Wer der Vater ihrer Kinder war, hat Margareta nie verraten, das sollten erst Gunter Haug und seine Frau 150 Jahre später bei ihren Recherchen herausfinden.
Das Buch „Die Töchter des Herrn Wiederkehr“ wirft ein Licht auf das harte Leben unzähliger Frauen, die nichts wert waren, die bitterarm dennoch ihr Schicksal geduldig ertragen haben, schwarzgekleidete gebückte Frauen, die aus unserer Wahrnehmung nach und nach verschwunden sind, obwohl die Zeit erst seit wenigen Generationen Vergangenheit ist.

24.11.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 18. November 2014)

Eine Sitzung mit relativ kurzer Tagesordnung konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch eröffnen, als er am Dienstag, dem 18. November 2014, die Mitglieder des Gemeinderats und einige Zuhörerinnen und Zuhörer im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung begrüßte. Ein Bericht über die Arbeit des Jugendhauses "Magnet" und eine Änderung der Friedhofsordnung waren die Themen des Abends.

Bericht über das Jugendhaus "Magnet"
Alljährlich wird dem Gemeinderat über die Arbeit und die Situation des Murrer Jugendhauses "Magnet" im ehemaligen Schulhaus am Kirchplatz berichtet. So begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch gleich zu Beginn der jüngsten Sitzung die beiden Jugendhaus-Mitarbeiter Heike Betzler und Ulrich Harsch. Mit einigen Fotos ließen sie die Arbeit und das Leben im Jugendhaus im ablaufenden Jahr Revue passieren. Eindrucksvoll wurde durch die Bilder deutlich, wie vielfältig die Aktivitäten der Jugendhaus-Besucherinnen und -Besucher sind: Von Billard spielen über Grillen und Bootsausflüge auf dem Neckar und eine Mädchen-Breakdance-Formation bis hin zur Beteiligung am Sommerferienprogramm und am Dorfplatzfest reicht die Spannbreite. Hinzu kommt die Betreuung in Einzelfällen bei Bewerbungen, Schularbeiten, Schwierigkeiten in der Familie und vielem mehr. Diese Arbeit nehme aufgrund der vielen regelmäßigen Besucher sehr viel Raum ein und fordere die Sozialarbeiter stark. Für viele Jugendliche sei das Jugendhaus nicht nur zweite, sondern so etwas wie die erste Heimat, so Betzler und Harsch.
Zur Sprache kam auch die räumliche Situation des Jugendhauses am Kirchplatz. Die Räume seien für die vielen regelmäßigen Besucher eigentlich zu klein, es fehlten Werkstatträume und Möglichkeiten für Sport und Spiel im Außenbereich. Wegen der Nähe zu Kirche und Wohngebäuden gebe es immer einmal Klagen über Belästigungen durch Lärm und Abfall, doch man sei mit den Nachbarn ständig in Kontakt und habe im Prinzip ein gutes offenes Verhältnis zu ihnen.
Betzler und Harsch erläuterten auch ihre Tätigkeit an und die Kooperation mit den Schulen sowie die Kontakte zu Vereinen und Institutionen wie der Polizei und der Drogenberatung.
Vom Gemeinderat wurden die Arbeit und das große Engagement der beiden Sozialpädagogen Heike Betzler und Ulrich Harsch einhellig positiv gewürdigt und gelobt. Das Jugendhaus sei schon lange ein unverzichtbarer und wichtiger Bestandteil des kommunalen Angebots für die jungen Einwohnerinnen und Einwohner. Über die Frage des Standortes müsse man sich alsbald grundsätzliche Gedanken machen. Bedauert wurde zum Schluss, dass Heike Betzler zum Jahresende ihre Tätigkeit im Murrer Jugendhaus beendet, weil sie eine andere Aufgabe angenommen hat.

Änderung der Friedhofsordnung
Im September 2012 hatte der Gemeinderat einen Passus in die Friedhofsordnung aufgenommen, nach dem Grabsteine und Grabeinfassungen, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen, nicht verwendet werden dürfen. Mit dieser Satzungsänderung folgte der Gemeinderat damals einer Empfehlung des Gemeindetags und einer Vorgabe im Landesbestattungsgesetz, wie dies zahlreiche andere Kommunen auch machten.
Gegen diese Regelung hat landesweit eine Vielzahl von Steinmetzen Beschwerde vor dem baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Einem Steinmetz sei es letztlich nicht möglich - zum Beispiel mit entsprechenden Zertifikaten - die Herkunft von Steinen aus fairem Handel ohne ausbeuterische Kinderarbeit lückenlos und rechtssicher nachzuweisen. Damit verstoße diese Satzungsregelung gegen das Grundrecht auf freie unternehmerische Betätigung.
Dieser Auffassung ist der Verwaltungsgerichtshof in seinem Urteil vom 29. April 2014 gefolgt und hat diese Regelung für rechtswidrig und damit unwirksam erklärt. Daher muss nun auch die Gemeinde Murr, bei der eine ähnliche Klage eingegangen ist, der Empfehlung des Gemeindetags folgen und den entsprechenden Passus gegen Kinderarbeit wieder aus der Friedhofsordnung streichen. Der notwendigen Satzungsänderung stimmte das Ratsgremium einstimmig zu und wird, sobald in diesem Punkt eine eindeutige rechtliche Regelung gefunden ist, den in der Sache für richtig empfundene Paragraphen wieder in die Friedhofsordnung aufnehmen.

Zum Abschluss der Sitzung wies Bürgermeister Torsten Bartzsch noch auf die am Dienstag, 25. November 2014, stattfindende Bürgerversammlung zu den Themen Lärmaktionsplan und Parksituation in Murr hin.

31.10.2014

Verminderung der Rutschgefahr am Floßhaussteg

Auf halber Breite wurde im nicht überdachten Bereich ein Lochblech angebracht
Floßhaussteg mit neu angebrachtem Lochblech auf der Fahrbahn

In der Vergangenheit wurde uns mehrfach mitgeteilt, dass die Bodenbalken am Floßhaussteg vom Ort kommend im nicht überdachten Bereich insbesondere bei Regen oder Feuchtigkeit sehr rutschig sind. Der Bauhof hat deshalb in der vergangenen Woche auf halber Breite ein Lochblech angebracht, damit der Floßhaussteg auch bei entsprechender Witterung gefahrenlos begangen werden kann.

31.10.2014

Bücher machen Kinder schlau – warum Kinder lesen sollten

Dass Lesen bildet, weiß jeder. Dass Lesen im Vergleich beispielsweise zum Fernsehen einhundert mal mehr Gehirnzellen aktiviert, weiß oder ahnt vielleicht auch der eine oder andere. Warum allerdings das Lesen und das Vorlesen für Kinder besonders wichtig ist, das erläuterte die Literaturpädagogin Barbara Knieling am Freitag, 24. Oktober 2014, in Murr.
Dabei gab es auch für das anwesende Fachpublikum noch Überraschendes und Neues. Zunächst betonte Knieling, dass es zum Recht des Lesers auch gehört, nicht zu lesen. Angesprochen sind damit diejenigen Eltern, die ihre Kinder am liebsten zum Lesen zwingen würden. Das funktioniere gar nicht, so Knieling.
Ein wichtiger Schritt, Kinder zum Lesen zu bewegen, sei ein Elternhaus, in dem die Eltern selbst lesen, in dem Bücher präsent sind und das Lesen als solches thematisiert wird. Ein Kind, das die Erfahrung macht, dass Lesen ihm persönlich einen Mehrwert bringt, dass es sein Leben bereichert, wird als Erwachsener auch noch zum Buch greifen.
Die Erfahrung "subjektiver Mehrwert" beginnt schon im frühesten Kindesalter. Vorlesen mit Papa, Mama, Oma oder einer anderen Bezugsperson spricht Geist und Seele an, Blick- und Körperkontakt schaffen Vertrauen, Geborgenheit und ein "Wir-Gefühl". Immens wichtig ist das Vorlesen für die Sprachentwicklung des Kindes: Man weiß heute, dass ein Kind einen Begriff rund 40mal gehört haben muss, bevor es ihn in seinen eigenen Wortschatz übernimmt.
Dass dies allein mit alltäglicher Kommunikation nicht ausreichend geleistet werden kann, wird deutlich anhand folgender Zahlen: Durchschnittlich werden nur rund 20% des passiven Wortschatzes (das sind die Wörter, die man zwar versteht, aber nicht benutzt) aktiv beim Sprechen verwendet: Ein Erwachsener, der in seiner täglichen Kommunikation durchschnittlich 30.000 Wörter verwendet, besitzt einen passiven Wortschatz von 150.000 Wörtern. Ein Erwachsener dagegen mit einem aktiven Wortschatz von 50.000 Wörtern (unter Verwendung von Büchern) besitzt einen passiven Wortschatz von 250.000, rund 100.000 Wörter mehr. Weitergegeben von den Eltern wird nur der aktive Wortschatz.
Nicht nur für die Sprachentwicklung ist Vorlesen wichtig, auch für die Entwicklung von Selbsterkenntnis und der Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, die sogenannte Empathiefähigkeit, eine wichtige soziale Kompetenz. Auch der Konzentrationsfähigkeit, der Welterkenntnis und natürlich dem Spaß dienen Kinderbücher, von denen Frau Knieling auch zahlreiche mitgebracht hatte und dem Publikum vorstellte.

24.10.2014

Kindergarten-Elternbeirat im Kindergartenjahr 2014/2015

In den vergangenen Wochen wurden für jede Kindergartengruppe aus der Mitte der Eltern jeweils ein Mitglied und ein stellvertretendes Mitglied für den Elternbeirat gewählt.
Der Elternbeirat hat die Aufgabe, die Erziehungsarbeit im Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Elternhaus und Träger zu fördern.
Als Mitglieder und stellvertretende Mitglieder des Elternbeirats wurden für die Kindergärten und für das Kinderhaus folgende Personen gewählt:

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Börkircher:
Frau Daniela Blank, Pleidelsheimer Weg 27, 71711 Murr, Tel. 2 54 96
Frau Katja Krämer, Akazienweg 4, 71711 Murr, Tel. 27 83 71

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Klingenberg:
Frau Raphaela Grosch, Im Gigis 38, 71711 Murr, Tel. 88 30 10
Frau Stefanie Riegraf, Eichenweg 9, 71711 Murr, Tel. 3 39 08 19

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Gravenhorst:
Frau Sandra Schumm, Götzenbergweg 22, Tel. 28 11 38
Frau Daniela Marelja, Lerchenweg 3, 71711 Murr, Tel. 88 85 45

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Haußmann:
Frau Kathleen Jeschke, Schillerstr. 7, 71711 Murr, Tel. 33 42 33 5
Frau Christiane Kiemle, Brahmsweg 19, Tel. 81 86 44

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Jurka:
Frau Melanie Ziegler, Flößerweg 1, 71711 Murr, Tel. 89 46 80
Frau Stephanie Peter, Gottlieb-Daimler-Str. 29, 71711 Murr, Tel. 13 06 96 1

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Wallner-Gerlach:
Frau Bianka Herrmann, Wunnensteinweg 5, 71711 Murr, Tel. 13 02 99 8
Frau Stephanie Siebert, Murrgässle 3, 71711 Murr, Tel. 13 03 10 1

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Buchstab:
Frau Stefanie, Rapp, Kornblumenweg 25, 71711 Murr, Tel. 26 11 05
Frau Nina Benali, Akazienweg 13, 71711 Murr, Tel. 89 69 96

Kindergarten Pfarrgasse - Gruppe Eschl:
Frau Andrea Buck, Pfarrgasse 11, Tel. 2 18 70
Frau Sandra Sommer, Riedstraße 23, 71711 Murr, Tel. 33 47 75 3

Kindergarten Pfarrgasse - Gruppe Waldbüßer:
Frau Giuseppina Sombetzki, Dorfweg 17, 71711 Murr, Tel. 33 42 56 1
Frau Bianca Rohde, An der Hardtlinde 2, 71711 Murr, Tel. 81 71 16

Kinderhaus Regenbogen - Gruppe Weitbrecht:
Frau Wiebke Wesner, Steinheimer Str. 20, 71711 Murr
Frau Giuseppina Sombetzki, Dorfweg 17, 71711 Murr, Tel. 33 42 56 1

Kinderhaus Regenbogen - Gruppe Zimmermann:
Frau Kathleen Herrmann, Steinäckerstr. 27/1, 71711 Murr, Tel. 13 02 06 2

24.10.2014

Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden für die Murrer Kindergärten

Die Elternvertreter der Murrer Kindergärten trafen sich am Montag, 20. Oktober 2014, zu einer gemeinsamen Sitzung mit den Mitgliedern des Kindergartenausschusses der kirchlichen und der bürgerlichen Gemeinde, dem Kindergartenpersonal und Vertretern der Verwaltung.
Besprochen und diskutiert wurden verschiedene Punkte zum aktuellen Kindergartenbetrieb. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der drei stellvertretenden Vorsitzenden.
Wie in den Vorjahren hat der Gesamtelternbeirat aus seiner Mitte vier Elternvertreter als Ansprechpartner und Bindeglieder zu den Trägern gewählt, die jeweils einen der örtlichen Kindergärten sowie das Kinderhaus repräsentieren.
Neue Vorsitzende des Elternbeirats ist Frau Stephanie Siebert, als Stellvertreterinnen wurden Frau Kathleen Jeschke, Frau Wiebke Wesner und Frau Andrea Buck gewählt.
Bürgermeister Bartzsch bedankte sich bei den gewählten Elternvertreterinnen sehr herzlich für deren Bereitschaft, die Erziehungsarbeit am Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu fördern.

24.10.2014

Abschlussfest des Sommerleseclubs „Heiss auf Lesen“ der Ortsbücherei Murr

Geschichtenerzähler Adam und ein Mädchen aus dem Publikum
Teilnehmer an der Abschlussparty im Keinen Saal

Rund 60 Kinder hatten sich am Freitag, dem 10. Oktober 2014, im Kleinen Saal im Bürger- und Rathaus eingefunden, um an der Abschlussparty unseres Sommerleseclubs „Heiss auf Lesen“ teilzunehmen.
Insgesamt haben 90 Kinder am Club teilgenommen. Es wurden 660 Bücher gelesen.
Zur Abschlussparty hatte die Bücherei den Geschichtenerzähler Klaus Adam eingeladen, der die Kinder bestens mit seinen Geschichten unterhalten hat. Die Mitglieder des Junior-Clubs freuten sich über die Geschichte vom Meisterdieb. Die Hauptperson Francois, ohne Eltern und ohne Geld, wird vom Polizeihauptmann davongejagt, weil dieser sich in dessen Tochter verliebt hat. So landet Francois bei einer Diebesbande. Dort bringt er es zum Meisterdieb. Reich geworden kehrt er in sein Dorf zurück, um das Mädchen, welches ihm die ganzen Jahre nicht aus dem Kopf gegangen ist, zu freien. Der Polizeihauptmann ist jedoch überhaupt nicht einverstanden. Erst soll Francois ihm beweisen, dass er ein Meisterdieb ist, ohne sich von ihm erwischen zu lassen. Mit der tatkräftigen Unterstützung zweier Kühe aus dem Publikum, „Cäcelia“ und „Katharina“, schafft es Francois, dem Bauer zwei Kühe zu stehlen. Nachdem er auch die zweite Prüfung bestanden hat, macht er sich mit seiner Angebeteten schnell davon, bevor er noch eine dritte erfüllen muss.
Unsere Großen bekamen die Geschichte von Tom Saywer erzählt, der sich vorm Zaun streichen drücken will und der tatsächlich Kinder findet, welche für ihn streichen und ihn auch noch dafür bezahlen. Auch der Mord auf dem Friedhof jagte sicher dem einen oder anderen eine Gänsehaut ein.
Anschließend gab es Leckeres zu Essen und Trinken, so dass wir gestärkt zur nervenaufreibenden Preisverleihung schreiten konnten. Wir möchten hier auch Heike Betzler vom Jugendhaus Magnet für ihre Unterstützung danken.
Die zwei Hauptpreise, Eintrittskarten für den Erlebnispark Tripsdrill, gingen an Julia Rommel und Sarah Geiger. Je eine Familienkarte für die Wilhelma und das Naturkundemuseum gingen an Nina Krauter und Sophia Mindt. Über Eintrittskarten fürs 3-D Kino durfte sich Marlene Müller freuen. Außerdem wurden noch fünf Buchgutscheine, einzulösen in der Buchhandlung Taube in Marbach, verlost.
Wir hoffen, dass alle Kinder Spaß am Sommerleseclub hatten und weiterhin so begeistert Bücher lesen. Denn mit guten Geschichten wird es niemals langweilig.

20.10.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 14. Oktober 2014)

Eine Sitzung der Berichte war die Zusammenkunft des Gemeinderats am Dienstag, dem 14. Oktober 2014, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses. Auf der Tagesordnung standen der Vorentwurf des Lärmaktionsplans, die Vorstellung der Ergebnisse einer Untersuchung der Verkehrs- und Parksituation in der Ortsdurchfahrt, der Vorschlag für die Waldbewirtschaftung in den kommenden 10 Jahren und der Betriebsplan für den Gemeindewald im nächsten Jahr.

Vorentwurf des Lärmaktionsplanes
Im September vergangenen Jahres beschloss der Gemeinderat, die Erstellung eines so genannten Lärmaktionsplanes in Kooperation mit den Städten und Gemeinden des Bottwartals in Auftrag zu geben, wozu die Kommunen aufgrund europa- und bundesrechtlicher Vorgaben verpflichtet sind. Dazu wurde das Fachbüro "Kurz und Fischer" aus Winnenden zusammen mit der "Planungsgruppe Kölz" aus Ludwigsburg beauftragt.
Diplom-Ingenieurin Gutrun Bentele vom Büro "Kurz und Fischer" und Diplom-Ingenieur Andreas Weber waren in der Sitzung anwesend, um die ersten Ergebnisse der Untersuchungen für Murr vorzustellen und vor allem den Gemeinderat über das weitere Verfahren zur Aufstellung des Lärmaktionsplans zu informieren. Sicher nicht überraschend war, dass die Ortsdurchfahrt (Bietigheimer Straße, Hindenburgstraße und Steinheimer Straße) insgesamt und im alten Ortskern besonders vom Verkehr und seinen Auswirkungen betroffen ist. Diplom-Ingenieurin Bentele nannte auch schon einige Vorschläge, wie den festgestellten Lärmbelastungen begegnet werden könnte, wie zum Beispiel eine durchgehende Anordnung von Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt. Über diese Vorschläge sollen aber im weiteren Verfahren die Bürgerinnen und Bürger und die Träger öffentlicher Belange (andere Behörden und Stellen) informiert werden und deren Anregungen sollen anschließend in den Planungsprozess einfließen.
Dazu wird vom 27. Oktober bis zum 15. Dezember 2014 wie bei Bebauungsplanverfahren eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Am 25. November 2014, 19 Uhr, ist eine Bürgerversammlung im Bürgersaal vorgesehen, in der die Untersuchungsergebnisse und die möglichen Maßnahmen vorgestellt und erläutert werden. Der auf dieser Grundlage verfeinerte Entwurf des Lärmaktionsplans soll dann im Februar 2015 beschlossen und nochmals ausgelegt werden, bis dann der endgültige Plan im Sommer 2015 endgültig beschlossen werden soll.
Von diesem Vorgehen nahmen die Mitglieder des Gremiums Kenntnis und stimmten dem Vorentwurf einstimmig zu.

Verkehrsuntersuchung der Ortsdurchfahrt
Im Juni 2014 hat der Gemeinderat das Ingenieurbüro "Planungsgruppe Kölz" (Ludwigsburg), das auch an der Erstellung des Lärmaktionsplans beteiligt ist, beauftragt, eine Verkehrsuntersuchung einschließlich einer Kennzeichenanalyse im Bereich der Murrer Ortsdurchfahrt durchzuführen und auf Grundlage der Ergebnisse Vorschläge zur Verbesserung der bekannten Park-Problematik - vor allem im Bereich zwischen Dorfplatz und Ortsausgang in Richtung Steinheim - zu erarbeiten. Diplom-Ingenieur Andreas Weber vom Fachbüro stellte den Mitgliedern des Ratsgremiums die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchungen in der Sitzung vor.
In detaillierten Erhebungen hatten die Verkehrsfachleute mit Unterstützung von Schülerinnen und Schülern der Erich-Kästner-Realschule in Steinheim im Sommer die Verkehrsflüsse in Murr und die Parksituationen in verschiedenen Abschnitten der Ortsdurchfahrt zu verschiedenen Tageszeiten erhoben und dabei auch erfasst, wie viel Durchfahrtsverkehr die Ortsdurchfahrt benutzt. Grundsätzlich wurde kein größeres Stellplatz-Defizit festgestellt, wenn auch die Nutzung der vorhandenen Stellplätze an verschiedenen Tageszeiten und durch unterschiedliche Parkdauer (z. B. Kurz- oder Dauerparker) oft schwankt.
Diplom-Ingenieur Weber stellte auch erste Ideen zur Anordnung von Parkplätzen im Bereich zwischen Dorfplatz und Steinheimer Straße vor, mit denen ein flüssigerer Verkehr (insbesondere für die Busse) erreicht werden könnte, ohne dass die Ortsdurchfahrt gegenüber der Umgehungsstraße attraktiver wird. Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung und die Vorschläge für ein Parkierungskonzept, von denen der Gemeinderat Kenntnis nahm, sollen in der oben erwähnten Bürgerversammlung am 25. November 2014, 19 Uhr, ebenfalls vorgestellt und erläutert werden.

Forsteinrichtungserneuerung für den Gemeindewald Murr für die Jahre 2014 bis 2023
Die jährliche Betriebsplanung für den Gemeindewald, in der die Maßnahmen der Waldbewirtschaftung für ein Jahr beschlossen werden, basiert auf der so genannten Forsteinrichtung, die für alle öffentlichen Wälder alle zehn Jahre erstellt werden muss. Für den Murrer Gemeindewald im Hardtwald muss dies für den Zeitraum von 2014 bis 2023 gemacht werden.
Frau Dr. Anja Peck, Leiterin des Fachbereichs Forsten beim Landratsamt Ludwigsburg, und Herr Hirt, bei der Forstverwaltung für die Forsteinrichtung zuständig, stellten den Ratsdamen und -herren in der Sitzung die Bestandsaufnahme des Murrer Gemeindewalds und die vorgeschlagenen Grundsätze für die Bewirtschaftung in den kommenden zehn Jahren vor. Grundsätzlich, so Hirt, stehe der Murrer Gemeindewald sowohl was die Mischung der Baumarten, die Mischung der Altersklassen des Baumbestandes als auch den Zustand des Bestandes angehe, im Vergleich sehr gut da und sei bei Revierförster Jürgen Weis in guten Händen. Der Wald erfülle die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen sehr gut und biete auch aus wirtschaftlicher Sicht eine gute Mischung aus Beständen im Aufbau und Beständen, die genutzt (gefällt) werden können. Bei der Bewirtschaftung in den vergangenen zehn Jahren sei - auch in der Reaktion auf Schadensereignisse (Stürme, Schädlingsbefall) - alles richtig gemacht worden.
Hirt schlug für die kommenden zehn Jahre einen leicht reduzierten Holzeinschlag von 4,8 Festmeter pro Hektar und Jahr (gegenüber 5,3 Festmeter in der Vergangenheit) und einige Maßnahmen der Bestandspflege und des Bestandaufbaus vor, mit denen der Grundsatz der nachhaltigen Waldbewirtschaftung auch im Murrer Gemeindewald umgesetzt werden soll.
Der Gemeinderat billigte diese Vorschläge und verabschiedete die zehnjährige Forsteinrichtung einstimmig.

Betriebsplan für den Gemeindewald im Jahr 2015
Quasi als erste Maßnahme auf Grundlage der eben beschlossenen Forsteinrichtung stellte Revierförster Jürgen Weis den Mitgliedern des Gremiums den vorgesehenen Betriebsplan für den Murrer Gemeindewald im Jahr 2015 vor. Die Nutzung sieht einen Einschlag von insgesamt 610 Festmetern vor, so dass Einnahmen von rund 30.000 Euro erwartet werden könnten, was aber immer auch von der Marktlage abhänge, die sich auch verändern könne. Einige kleinere Waldkultur- und Pflegemaßnahmen sowie die Unterhaltung der Waldwege sind 2015 auch vorgesehen. Nach der Planung werde im Jahr 2015 bei der Waldbewirtschaftung mit einem kleinen Fehlbetrag, also einer "roten Null" gerechnet.
Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch Revierförster Jürgen Weis und den Waldarbeitern für ihre Arbeit gedankt hatte, kündigte der den diesjährigen Holzverkauf im Hardtwald für den 30. Dezember 2014, 10 Uhr, an und setzte auch einen Waldrundgang auf die Agenda des Gemeinderates für das kommende Jahr. Der Betriebsplan wurde sodann vom Gremium einstimmig verabschiedet.

20.10.2014

Murr zeigt beim SWR4-Regionenspiel großen Gemeinschaftsgeist und schlägt sich gut

Zwar wurde Murr nur zweiter Sieger beim SWR4-Regionenspiel am 10. Oktober 2014 gegen die Stadt Bonndorf im Schwarzwald, trotzdem hat die Gemeinde viel gewonnen - so stand es sinngemäß nach der Sendung in der Marbacher Zeitung.
Diese Feststellung kann man ohne Einschränkungen bestätigen, wenn man live miterlebt hat, was die Beteiligung der Gemeinde an dem Radio-Wettbewerb in unserer Gemeinde alles ausgelöst und bewegt hat. Bei der Bewältigung der verschiedenen Aufgaben, die die Gemeinde zu lösen und zu bewältigen hatte, war die Beteiligung und Unterstützung aus allen Teilen der örtlichen Gemeinschaft enorm und oft einfach überwältigend.
Ein deutliches Symbol dafür war die Zahl der Laternen, die für die Aktionsaufgabe seit Bekanntgabe am 29. September 2014 gebastelt und im Bürger- und Rathaus abgegeben wurden. 20 % der Einwohnerzahl, das heißt etwa 1.250 Laternen, hätten mindestens zusammenkommen müssen, um die Aufgabe zu bestehen. Letztendlich zählte die SWR4-Redaktion am Freitag weit mehr als doppelt so viel, nämlich mehr als 2.700 Laternen unterschiedlichster Größe und Machart, die den Dorfplatz schmückten.
Genauso beeindruckend war die schnelle, effektive Teamarbeit, die bei der Bewältigung der Tagesaufgabe - der Anlegung eines japanischen Gartens - von örtlichen Betrieben, Handwerkern, Bauhof und Privatpersonen geleistet wurde. In Windeseile - so schien es - wurden Schotter, Pflanzen, Abgrenzungen, Dekoration und sogar eine eigens angefertigte Holzbrücke herangeschafft und zu einem japanischen Garten zusammengefügt, so dass die ebenso schnell und stilecht gekleideten "Mönche" und "Geishas" aus Murr fristgerecht darin lustwandeln und auf ihre Gongs schlagen konnten.
Auch hinter den Kulissen im Bürger- und Rathaus wurde von vielen Menschen mit Feuereifer an der Lösung der gestellten Aufgaben gearbeitet, sei es das Erraten der Dialektwörter und des Dialektsatzes oder der von Kindern umschriebenen Sehenswürdigkeit aus Bonndorf gewesen. Fieberhaft wurde recherchiert, diskutiert, telefoniert und beraten, alle bemühten sich, miteinander möglichst schnell auf die richtigen Lösungen zu kommen.
So konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch vor dem Bürger- und Rathaus bei der Live-Übertragung mit Moderatorin Ute Weber die Gemeinde als eine tolle Gemeinschaft aus Menschen, Vereinen, Betrieben, Institutionen und Gruppen präsentieren, die alle an einem Strang zogen und unsere Gemeinde Murr als eine sympathische, pfiffige, erfindungsreiche und lebenswerte Kommune präsentieren.
Auch die ansehnliche Schar der Gäste auf dem Dorfplatz, die trotz eher schlechten Wetters für eine begeisterte akustische Kulisse sorgten, unterstrich diesen Eindruck.
Dass das Ergebnis am Ende mit 23 zu 20 Punkten für Bonndorf lautete, tat der guten und begeisterten Stimmung über das gemeinsam Erlebte und Vollbrachte keinerlei Abbruch. Der südbadische Dialekt war dann vielleicht doch zu exotisch für schwäbische Ohren!
Unser herzlicher Dank gilt den vielen, vielen Menschen, die beim Regionenspiel mitgemacht und die Gemeinde unterstützt haben, den Vereinen, den Schulen und Kindergärten, den Betrieben und Gewerbetreibenden, dem Bauhof, den Mitgliedern der Rateteams, der Freiwilligen Feuerwehr, den Freiwilligen, der Mannschaft der Gemeindeverwaltung, den Gästen auf dem Dorfplatz und den zahlreichen Menschen, die die Sendung zu Hause mitverfolgt und mitgefiebert haben. Vielen Dank für Ihren Einsatz, Ihre Ideen, Ihre Beiträge und Ihre Begeisterung. Zwar hat die Gemeinde nicht gesiegt beim Regionenspiel, aber Sie und wir alle, aus denen die Gemeinde letztlich besteht, haben viel gewonnen.
Das abendliche "Laternenglühen" auf dem Dorfplatz war dann noch das Sahnehäubchen am Ende eines tollen Tages. Bei stimmungsvoller Beleuchtung durch die rund 2.700 Laternen genossen einige hundert Gäste bei mildem Wetter und mit der Bewirtung durch die Freiwillige Feuerwehr Murr einen schönen Abend und konnten das Erlebte noch nachklingen lassen.
Hier einige Bilder von diesem ereignisreichen Tag (Vielen Dank für die Fotos an Anke Eigen):

Live-Sendung vom Eingang des Bürger- und Rathauses
Publikum verfolgt Live-Sendung vor dem Haupteingang des Bürger- und Rathauses
Rund 2.700 Laternen schmückten den Dorfplatz
Einige der 2.700 Laternen an einem Bauzaun auf dem Dorfplatz
Fieberhaft wurde vor und hinter den Kulissen an der Lösung der Aufgaben gearbeitet
Mitglieder des Rateteams an Computern beim Recherchieren
Ein japanischer Garten, Geishas und buddhistische Mönche wie hier im Bild – für Murr kein Problem
Zwei als biddhistische Mönche verkleidete Murrer im schnell angelegten japanischen Garten auf dem Dorfplatz
Bürgermeister Torsten Bartzsch – hier mit Moderatorin Ute Weber – war zu Recht stolz auf die Murrer
Bürgermeister Torsten Bartzsch im Gespräch mit SWR4-Moderatorin Ute Weber
Das abendliche „Laternenglühen“ war ein stimmungsvoller Ausklang des Tages
Leuchtende Laternen am Brunnen auf dem abendlichen Dorfplatz

20.10.2014

100. Geburtstag von Olga Sauermann

Bürgermeister Torsten Bartzsch stößt mit Frau Olga Sauermann auf ihren 100. Geburtstag an
Olga Sauermann (rechts) mit Bürgermeister Torsten Bartzsch (links)

Am Freitag, 10. Oktober 2014, konnte Frau Olga Sauermann ihren 100. Geburtstag feiern. Damit ist sie momentan die zweitälteste Bürgerin in Murr. Sie stammt aus dem Sudetenland und lebt seit sechs Jahren in der Seniorenresidenz bei der Bergkelter. Noch im Alter von 92 Jahren hat sie für sich gekocht und sich selbst versorgt.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihr bei seinem Besuch eine Urkunde des Ministerpräsidenten, ein Glückwunschschreiben des Landrats und ein Präsent der Gemeinde verbunden mit den allerbesten Wünschen für das neue Lebensjahr. Zusätzlich erhielt Sie ein Glückwunschschreiben des Bundespräsidenten.
Sie verbrachte ihren Geburtstag im Kreise ihrer Familie. Zu einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen werden die Bewohner der Seniorenresidenz in dieser Woche von ihr eingeladen.

13.10.2014

Jazz-Legende Johnny Varro mit Peter Bühr and his Flat Foot Stompers begeisterten im Bürgersaal mit Jazz und Swing

Johnny Varro und Peter Bühr and his Flat Foot Stompers beim Konzert im Bürgersaa
Johnny Varro und Mitmusiker beim Konzert im Murrer Bürgersaal

Zum zweiten Mal nach dem Auftritt des "Johnny Varro Quintetts" im März 2007 hat die amerikanische Swing-Legende Johnny Varro bei einem Auftritt am 30. September 2014 im Bürgersaal im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" das Publikum begeistert. Sein Alter von 84 Jahren merkt man dem wohl besten Jazzpianisten der Gegenwart nicht an, erst recht nicht, wenn seine Finger perlend über die Tasten gleiten und Tonkaskaden und Läufe in atemberaubendem Tempo, gleichwohl in unbeschreiblicher Lässigkeit hervorbringen.
Nach Deutschland geholt und begleitet wurde Johnny Varro erneut von einem hervorragenden Jazzmusiker aus unserer Gegend, dem Saxophonisten und Klarinettisten Peter Bühr, der als Gründer der Flat Foot Stompers weit über unsere Region hinaus bekannt ist und einen hervorragenden Ruf unter Jazz- und Musikkennern genießt. Varro und Bühr kennen sich seit 1986, als Bühr ein Konzert zum 80. Geburtstag von Wild Bill Davison organisierte, und haben in Deutschland und in den USA, wo Bühr sich oft aufhält, schon häufig in wechselnden Besetzungen miteinander musiziert. Auf dem Programm des Konzerts im Murrer Bürgersaal standen Titel aus dem Repertoire von Johnny Varro, in seinen Arrangements und größtenteils im August 2010 auf der in New York aufgenommenen CD "Speak Low" veröffentlicht, die laut Peter Bühr wohl jeder Jazzmusiker besitze, weil sie eine der besten ihrer Art sei.
Bei dem Gastspiel in Murr wurde vom ersten Ton an Varros große Klasse, sein Talent, seine Erfahrung und seine in Jahrzehnten mit namhaften Musikern aller Art erspielte Souveränität deutlich. Elegant, einfühlsam, distinguiert, locker und immer im Dienste der Musik spielte Johnny Varro Standards der Jazzmusik aus der goldenen Zeit in den 1950er und 1960er Jahren. Die Musiker, mit denen der in Brooklyn, New York, aufgewachsene Varro musikalisch groß geworden ist und mit denen er zusammengespielt hat, klingen wie eine Aufzählung von Legenden, darunter sind Namen wie Bobby Hackett, Pee Wee Russel, Peanuts Hacko, Frank Sinatra, Tony Bennett und Henry Mancini.
Peter Bührs Flat Foot Stompers fungierten an dem Abend in Murr als Begleitband - sie spielten das Konzertprogramm mit Johnny Varro an dem Abend zum ersten Mal - , waren aber weit mehr als nur Komparsen des Meisters. Trompeter, Sänger und Arrangeur Andy Lawrence hatte die Rolle des "Musical Directors" inne und riss die Zuhörer mit seinen kongenialen Soli immer wieder zu Beifallsstürmen hin. Gitarrist Jörn Baehr füllte sein Rolle als rhythmisch versierter, einfühlsamer und inspirierter Mitmusiker mit Leidenschaft und Sinn für den Groove hervorragend aus. Bassist Wolfgang Mörike - ein direkter Nachfahre von Eduard Mörike - und Schlagzeuger Will Lindfors bildeten das solide und variantenreiche Rhythmusfundament und zeigten auch in mehreren Solopassagen ihre große Klasse. Peter Bühr nahm neben seiner Rolle als hervorragender Instrumentalist mit Saxophon und Klarinette wie gewohnt die Aufgabe als kenntnisreicher und charmanter Moderator des Abends wahr und so konnten die Gäste viel Informatives über die Stücke erfahren.
Im Mittelpunkt stand aber natürlich Johnny Varro, den das Publikum als lockeren, bescheidenen Gentleman der alten Schule kennen lernen durfte, und der mit der Band, solo nur mit Bass- und Bass-Schlagzeug-Begleitung, in langsamen und schwungvollen Titeln seine große Musikalität und Erfahrung unter Beweis stellte. Das Konzert im Murrer Bürgersaal zeigte wieder einmal, dass - unabhängig welche Musikrichtung dargeboten wird - es stets ein großer Genuss ist, tollen Musikern und einer hervorragend aufeinander eingespielten Band zuzuhören. Mit viel Applaus zeigten die Gäste des Abends zwischen den Stücken und vor allem am Schluss des Abends, dass sie von Johnny Varro und Peter Bühr and his Flat Foot Stompers restlos begeistert waren.

26.09.2014

Rückblick auf das Dorfplatzfest am 13. und 14. September 2014

Am Wochenende des 13. und 14. September 2014 konnten wir mit nahezu allen Murrer Vereinen, Organisationen und den Kirchengemeinden gemeinsam die Murrer Kirbe mit Dorfplatzfest und verkaufsoffenem Sonntag feiern. Der Samstagabend wurde eindrucksvoll durch Murrer Künstler gestaltet. Am Sonntagvormittag konnten wir gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst feiern und anschließend die vielfältigen Angebote aus Handel, Handwerk und Dienstleistungen beim verkaufsoffenen Sonntag des Handels- und Gewerbevereins besichtigen sowie die vielen Programmbeiträge der Vereine auf der Bühne bestaunen.
An dieser Stelle möchten wir uns sehr herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die das Fest vorbereitet und an der Durchführung mitgewirkt haben. Nur durch das großartige Engagement vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer konnte dieses schöne Gemeinschaftsfest gefeiert werden.
Herzlichen Dank!

Torsten Bartzsch
Bürgermeister

Immer was los war an beiden Tagen auf dem Dorfplatz
Dorfplatzfest mit Vereinsständen und Besuchern
Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Eröffnung am Samstag abend
Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Eröffnung auf der Bühne vor dem voll besetzten Dorfplatz
Moderator Dr. Thomas Hentschel führte durch das Programm am Samstag
Dr. Thomas Hentschel als Moderator auf der Bühne
Mit Rockabilly und Rock'n'Roll heizte die Band um Dirk und Robert Seinitz gleich zu Beginn kräftig ein
Dirk Seinitz und Band auf der Bühne
Begeisterte das Publikum mit bekannten Hits: Sänger Christian Seitz
Sänger Christian Seitz
DSDS-Talent Besnik Ternava bezauberte mit seiner Stimme vor allem das junge Publikum
Besnik Ternava
Pianistin Yulia Draginda und Trompeter Thomas Reiner steuerten klassische Melodien bei
Trompeter Thomas Reiner und Pianistin Yulia Draginda
Karen Selig-Deininger entführte in die Welt der Musicals
Musical-Sängerin Karen Selig-Deininger
David Hanselmann riss das Publikum mit seiner tollen Stimme und Pop- und Soul-Klassikern mit
Sänger David Hanselmann mit Keyboarder
Beim ökumenischen Gottesdienst am Sonntag war der Dorfplatz schon gut besucht
Ökumenischer Gottesdienst auf dem Dorfplatz
Eine Trachtentanzgruppe aus dem rumänischen Zsobok sorgte für folkloristisches Flair auf der Bühne
Trachtentanzgruppe aus Rumänien auf der Bühne
HGV-Vorsitzender Uwe Riedel eröffnete den verkaufsoffenen Sonntag
HGV-Vorsitzender Uwe Riedel am Mikrofon
Auch für Kinder war auf dem Dorfplatzfest immer viel geboten
Kinder am Tischkicker
Führten entspannt und locker durch das Programm am Sonntag: Uwe Funk (links) und Michael Buck (rechts)
Uwe Funk (links) und Michael Buck (rechts) auf der Bühne
Tolle Sache für das Magnet: Dir SÜWAG überreichet einen Scheck über 1.100 Euro an das Murrer Jugendhaus
Jugendhaus-Besucher und -Mitarbeiter bei der Scheckübergabe durch SÜWAG-Mitarbeiter auf der Bühne
Am Sonntag war auch gegenüber dem Dorfplatz viel geboten
Stände von SÜWAG und Zeitungen gegenüber dem Dorfplatz
Hocke, schwätzen, schlemmen, unterhalten - zwei Tage war der Dorfplatz geselliger Mittelpunkt der Murrer
Geselliges Beisammensein auf dem Dorfplatz
Wie hier der LandFrauenverein sorgten die Murrer Vereine zwei Tage pausenlos für das leibliche Wohl der Gäste
Damn des LandFrauenvereins beim Zubereiten von Broten

26.09.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 16. September 2014)

Mit einem Ortstermin beim neuen Mehrfamilienhaus am Kirchplatz begann der Murrer Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch seine erste turnusmäßige Sitzung nach der Sommerpause. Es ging um die Gestaltung des neu entstandenen Platzes an der Ecke Hindenburgstraße/Kirchgasse. Im weiteren Verlauf der Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses befasste sich das Gremium erneut mit dem Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses auf den Grundstücken Hindenburgstraße 28 und 30 und mit der Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs und des Nahverkehrsplans im Landkreis Ludwigsburg und insbesondere in unserer Region.

Neugestaltung des Platzes im „Quartier am Kirchplatz“
Nach Fertigstellung des Mehrfamilienhauses im „Quartier am Kirchplatz“ zwischen Hindenburgstraße, Widdumgasse, Kirchplatz und Kirchgasse und dem Bezug der meisten Wohnungen soll – wie bekannt – der neu entstandene Platz an der Ecke Hindenburgstraße/Kirchgasse neu angelegt und gestaltet werden. Der Gemeinderat hatte dafür bereits im Mai dieses Jahres die grundsätzliche Planung des Architektur- und Stadtplanungsbüros KMB aus Ludwigsburg beraten und verabschiedet (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Der neue Platz soll sich in Material und Aussehen am Kirchplatz unmittelbar vor der Peterskirche orientieren und wird mit zwei Pflasterbändern und zwei beleuchteten Bäumen gegliedert. Für den eigentlichen Belag hatte das Büro KMB nun einige Mustermaterialien mitgebracht, die die Ratsdamen und –herren beim Vor-Ort-Termin in Augenschein nahmen. Es handelte sich um einen wassergebundenen Sand- und Splittbelag, um einen Gussasphalt-Einstreubelag und um einen kunstharzgebundenen Splittbelag.
Den Gremiumsmitgliedern war vor allem der ästhetische Eindruck, aber auch der notwendige Pflegeaufwand und die gute Begehbarkeit bei jeder Witterung wichtig. Sie entscheiden sich für den vorgestellten kunstharzgebundenen Splittbelag in einer gröberen Körnung und in einer hellen Farbe. Der Kostenaufwand für die gesamte Platzgestaltung mit diesem Material wird nach Auskunft des Planungsbüros etwa knapp 90.000 Euro betragen, der Platz soll Ende September, Anfang Oktober hergestellt werden.

Wohn- und Geschäftshaus Hindenburgstraße 28 und 30
Am 6. Dezember 2011 hatte der Gemeinderat der Planung des örtlichen Architekten Dietrich Philipps für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses auf den frei gewordenen Grundstücken Hindenburgstraße 28 und 30 zugestimmt. Danach soll auf dem Areal ein dreigliedriger Baukörper mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss und sechs Wohnungen in den oberen Geschossen, einer ebenerdigen Garage mit 12 Stellplätzen, einem zentralen Treppenhaus und einer Grünfläche im rückwärtigen Bereich auf dem Dach der Garage entstehen.
Architekt Philipps war in der Sitzung anwesend und erläuterte noch einmal die aktualisierte Planung, für die bereits eine Teilbaugenehmigung vorliegt. Es sollen insgesamt rund 800 qm Wohn- und Gewerbefläche entstehen, wobei die Größe der Wohnungen der aktuellen Marktlage angepasst wurde und die Aufteilung der Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss noch offen ist. Der Kostenaufwand für den Neubau wird nach Schätzung des Planers rund 1,6 Millionen Euro betragen. Die Gemeinderäte bekräftigten ihre Zustimmung zu der Planung und entschieden, dass Ende des Jahres die ersten Arbeiten ausgeschrieben werden, so dass mit dem Bau im Frühjahr 2015 begonnen werden kann. Es wird mit einer Bauzeit von etwa 15 Monaten gerechnet.

Öffentlicher Personennahverkehr im Landkreis Ludwigsburg
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte den Mitgliedern des Gemeinderats, dass aufgrund der im Jahr 2009 in Kraft getretenen Nahverkehrsordnung der EU der öffentliche Nahverkehr auch im Landkreis Ludwigsburg bis zum Ende einer Übergangsfrist im Dezember 2019 auf eine neue Grundlage gestellt werden muss. Vor allem müssen die erbrachten Verkehrsleistungen künftig in einem wettbewerblichen, transparenten Verfahren vergeben und durch öffentliche Gelder gefördert werden. Da die Quantität und Qualität des gewohnten Bus- und Bahnangebots im Landkreis Ludwigsburg nur teilweise durch die Einnahmen aus den Fahrgeldern gedeckt wird, muss der Landkreis als gesetzlich für den Nahverkehr zuständige Körperschaft also künftig Wettbewerbsverfahren durchführen. Um dabei das bisherige, von Kreis und Kommunen gemeinsam getragene Verkehrsangebot zu erhalten, möchte die Kreisverwaltung den Status Quo in Zukunft in ihrer Verantwortung tragen und über die Kreisumlage finanzieren. So genannte Zubestellungen, also Erweiterungen des Fahrten- und Linienangebots, würden wie bisher auch in Zukunft zur Hälfte vom Landkreis und zur anderen Hälfte von den betreffenden Gemeinden finanziert. Für die Gemeinde Murr ergeben sich durch die Änderungen und Übergangsregelungen finanzielle Mehrbelastungen von etwa 6.000 Euro gegenüber dem bisherigen Kostenanteil von 15.000 Euro. Da nach dem Willen von Schultes und Gemeinderäten der öffentliche Nahverkehr in seiner jetzigen Qualität erhalten bleiben soll, wurde den neuen Regelungen einstimmig zugestimmt.

Fortschreibung des Nahverkehrsplans des Landkreises Ludwigsburg
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte den Ratsmitgliedern den Entwurf für die zweite Fortschreibung des Nahverkehrsplans des Landkreises Ludwigsburg, mit dem die Entwicklung des Nahverkehrs für die nächsten fünf Jahre vorgegeben werden soll. Neben allgemeinen Zielsetzungen wie Erhalt, Ausbau und Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrsangebots im Landkreis sollen für Murr durch zusätzliche Fahrten der Buslinien nach Marbach Verbesserungen angestrebt werden. Mit einer Busspur zwischen Murr und Marbach und einer Lichtsignalbeeinflussung könnte der Busverkehr vor allem in Stoßzeiten beschleunigt werden. Angedacht ist darüber hinaus, die Linie 567, die zwischen Pleidelsheim und Bietigheim verkehrt, nach Murr zu verlängern und mit einer zusätzlichen Haltestelle im Westen von Murr zu versehen, so dass auch der Bereich Langes Feld und Egarten/Bottenäcker besser an das Verkehrsnetz angeschlossen ist. Nachdem die Mitglieder des Gremiums über weitere Verbesserungen des Verkehrsangebots beraten hatten, stimmten sie der Fortschreibung des Nahverkehrsplans grundsätzlich zu.

12.09.2014

Sanierung der Zeppelinstraße abgeschlossen

Die sanierte zeppelinstraße nach der Fertigstellung

Die in zwei Abschnitten aufgeteilte Sanierung der Zeppelinstraße wurde in den letzten Tagen fertiggestellt. Lediglich die neue LED-Straßenbeleuchtung zwischen Mühlgasse und Bahnhofstraße wird in Kürze noch angebracht.
Bei der notwendigen Sanierung wurden auf der gesamten Länge Teile der Kanalisation, Wasserleitungen und der Straßenbau insgesamt erneuert. Ebenfalls wurde der Gehweg saniert und im Bereich zwischen Bahnhofstraße und Heerstraße neu angelegt. Viele Grundstückseigentümer haben im Zusammenhang mit den Bauarbeiten ihre Hausanschlüsse erneuert. Die Syna GmbH hat die Bauarbeiten genutzt, um viele Dachständer abzubauen und Erdkabel zu verlegen. Die Gemeinde hat zusätzlich am gemeindeeigenen Wohngebäude Zeppelinstraße 5 die Außenfassade saniert und neu gestrichen. Die Kosten für diese Maßnahmen betrugen insgesamt ca. 460.000 Euro.
Wir bedanken uns bei der Firma Lukas Gläser für ihre fachgerechte Arbeit und bei den Anwohnern für ihr Verständnis während der Bauzeit.

05.09.2014

Älteste Murrer Bürgerin feiert ihren 100. Geburtstag

Die Jubilarin Maria Meyer mit Bürgermeister Torsten Bartzsch
Maria Meyer (links) und Bürgermeister Torsten Bartzsch

Am Dienstag, 2. September 2014, konnte Frau Maria Meyer ihren 100. Geburtstag feiern. Damit ist sie momentan die älteste Bürgerin in Murr. Die rüstige Jubilarin ist in Obernhausen, in der Nähe von Pforzheim, geboren und lebt seit 1984 in Murr.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihr anlässlich ihres Geburtstages eine Urkunde des Ministerpräsidenten, Glückwünsche des Landrats und einen Blumengruß der Gemeinde verbunden mit den allerbesten Wünschen für das neue Lebensjahr. Zusätzlich erhielt Sie ein Glückwunschschreiben des Bundespräsidenten.

05.09.2014

Neue Auszubildende als Verwaltungsfachangestellte bei der Gemeinde Murr

Dilek Colak

Ich heiße Dilek Colak, bin 18 Jahre alt, lebe seit meiner Kindheit in Murr und habe auch hier die Schule besucht. Meine Fachschulreife habe ich in Ludwigsburg abgeschlossen und bin seit dem 1. September als Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Murr.
Aufgrund meines großen Gefallens an Büroarbeiten habe ich die Wahl für eine kaufmännische Ausbildung schon sehr früh getroffen. Mit meiner Ausbildungsstelle bin ich sehr zufrieden, da ich von freundlichen und hilfsbereiten Kollegen umgeben bin. Ich bin mir sicher, dass ich dort eine angenehme Zeit verbringen werde.

18.07.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. Juli 2014)

Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts) verpflichtete alle Gemeinderatsmitglieder per Handschlag auf ihr neues Amt – wie hier Gemeinderat Gunter Eberhardt, der auch die Verpflich-tungsformel sprach
Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeinderat Gunter Eberhartd bei der Verpflichtung per Handschlag

Mit der feierlichen Verpflichtung durch Bürgermeister Torsten Bartzsch, der Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter, der Besetzung von Ausschüssen und der Bestimmung von Vertretern in Gremien nahm der am 25. Mai 2014 neu gewählte Gemeinderat am Dienstag dieser Woche im Ratssaal des Bürger- und Rathauses offiziell seine Arbeit auf. Aber auch etliche Sachthemen standen auf der Tagesordnung der letzten turnusmäßigen Sitzung vor der Sommerpause. Eine große Anzahl interessierter Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgte die Sitzung.

Verpflichtung der Gemeinderats-Mitglieder, Besetzung von Ausschüssen und Wahl von Gremienvertretern
In der Begrüßung der 14 neu gewählten Gemeinderats-Mitglieder und der anwesenden ehemaligen Gemeinderäte, Partnerinnen und Partner, der Presse und weiterer Gäste hob Bürgermeister Torsten Bartzsch die Bedeutung des demokratisch gewählten Gemeinderats als Vertretung der Bürgerinnen und Bürger einer Gemeinde hervor, dankte den Gewählten, dass sie sich als Kandidaten zur Verfügung gestellt hätten und nun nach der Wahl Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen.
Nachdem das Landratsamt Ludwigsburg als Rechtsaufsichtsbehörde offiziell die Rechtmäßigkeit der Gemeinderatswahl vom 25. Mai 2014 bestätigt habe, könne das neue Ratsgremium nun seine Arbeit aufnehmen. Er selbst, so der Schultes, freue sich auf die Zusammenarbeit. In der bevorstehenden fünfjährigen Amtszeit gebe es viele unterschiedliche Themen und Aufgaben zu bearbeiten und das Ratsgremium einer Kommune habe viele Möglichkeiten, im Rahmen der Gesetze, aber unabhängig von Land und Bund die Lebensbedingungen der Einwohnerinnen und Einwohner zu gestalten. Der Schultes betonte, der Gemeinderat sei nur dem Gemeinwohl verpflichtet. Wie diese Verpflichtung umgesetzt werde, darüber gebe es naturgemäß unterschiedliche Meinungen. Der Gemeinderat sei das Gremium, wo diese Auffassungen diskutiert würden. Diese Diskussionen müssten aber stets an der Sache orientiert sein und vor allem sollten die persönliche Wertschätzung nicht außer acht gelassen werden, so der Schultes. Alle Entscheidungen sollten - auch wenn sie nicht einstimmig seien - gemeinschaftlich nach außen vertreten werden. Ein gutes Klima im Ratsgremium sei ihm wichtig und komme der gemeinsamen Arbeit zum Wohle der Gemeinde zugute.
Unter Bezug auf die Bestimmungen der Gemeindeordnung erwähnte Bartzsch die wichtigsten Regelungen für die Rechte und Pflichten der Gemeinderäte, so vor allem das Recht auf freie Entscheidungen, die Pflicht zur Orientierung am Gemeinwohl und zur Teilnahme an den Sitzungen, die Pflicht zur Verschwiegenheit über die nicht-öffentlichen Beratungen sowie zur verantwortungsbewussten und uneigennützigen Wahrnehmung der Aufgaben.
Nachdem sich alle Anwesenden von den Plätzen erhoben hatten, sprach das dienstälteste Mitglied des Gremiums, Gemeinderat Gunter Eberhardt, stellvertretend für alle Gremiumsmitglieder die Verpflichtungsformel. Anschließend verpflichtete Bürgermeister Torsten Bartzsch alle neu gewählten Gemeinderäte persönlich und per Handschlag offiziell auf ihr Amt, was durch Unterschrift auf einer entsprechenden Urkunde bestätigt wurde.
Vor der Besetzung der Ausschüsse und der Wahl der Gremienvertreter änderte der Gemeinderat noch die Hauptsatzung der Gemeinde und seine Geschäftsordnung. Grund war, dass nach einer Übereinkunft aller im Rat vertretenen Gruppierungen mit Bürgermeister Torsten Bartzsch künftig die Zahl der Bürgermeister-Stellvertreter von drei auf zwei reduziert und im Gegenzug ein Ältestenrat mit Vertretern aus allen vier Gruppierungen des Gemeinderats eingerichtet werden soll. Einstimmig wurden die entsprechenden Änderungen von Hauptsatzung und Geschäftsordnung auf den Weg gebracht.
ür die künftig zwei Stellvertreter von Schultes Bartzsch waren die Gemeinderäte Gunter Hekel und Markus Kaiser vorgeschlagen worden. In offener Wahl und ohne Gegenstimmen wurden Hekel als erster und Kaiser als zweiter Bürgermeister-Stellvertreter bestimmt. Beide Gewählten bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen.
Für die anschließende Besetzung der gemeinderätlichen Ausschüsse und die Entsendung der Gemeindevertreter in verschiedenen Gremien hatten die vier Gruppierungen des Gemeinderats - wie es die Gemeindeordnung vorsieht - in Vorgesprächen mit Bürgermeister Torsten Bartzsch Vorschläge erarbeitet und Mitglieder aus ihrer Mitte nominiert. Diese Vorschläge lagen dem Gremium in einer schriftlichen Vorlage vor. Auf Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch entschieden sich die Ratsdamen und -herren, diese Ämterbesetzungen auf dem in der Gemeindeordnung vorgeschlagenen Weg der Einigung insgesamt vorzunehmen, so dass dieser wichtige Punkt zügig abgeschlossen werden konnte.
Besetzt wurden auf diese Weise der Ältestenrat, der Verwaltungs- und Technische Ausschuss, der Umlegungsausschuss und der Kultur- und Sport-Ausschuss des Gemeinderats. Benannt wurden weiterhin diejenigen Gemeinderatsmitglieder, die die Gemeinde neben dem Bürgermeister in verschiedenen Gremien und Zweckverbänden vertreten, und zwar für den Gemeindeverwaltungsverband Steinheim - Murr, den Zweckverband "Gruppenklärwerk Häldenmühle", den Zweckverband "Verbandsbauamt Großbottwar", den Zweckverband "Landeswasserversorgung", den Kindergartenausschuss, den Vorstand des Krankenpflegevereins Murr, die Forstbetriebsgemeinschaft Hardtwald, den Aufsichtsrat der Kommunalbau GmbH, das Kuratorium der Kleeblatt-Gesellschaft und den Stiftungsbeirat der gemeindlichen Sozialstiftung.
Danach bedankte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch für die Vorarbeit und die gute Vorbereitung und stellte fest, dass der neue Gemeinderat nun uneingeschränkt arbeitsfähig sei.

Jahresrechnung für das Jahr 2013
Fristgerecht zur Jahresmitte wurde dem Gemeinderat der Rechnungsabschluss der Gemeindekasse für das Jahr 2013 vorgelegt. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläuterten, stellt der Abschluss gegenüber der Haushaltsrechnung mit einer Abweichung von 0,1 % nahezu eine Punktlandung dar. Insbesondere die Steuereinnahmen haben sich 2013 günstiger entwickelt als angenommen, es wurde mit fast 9,77 Millionen Euro das zweithöchste Einnahmeergebnis der Gemeindegeschichte erzielt. Vor allem die Gewerbesteuer hat mit einem Plus von 974.000 Euro gegenüber dem Planansatz von 3 Millionen Euro dazu beigetragen. Mit entscheidend waren aber auch gute Zuweisungen von Land und Bund, die der Gemeinde 2013 aufgrund der nicht so günstigen Steuerkraft im Jahr 2011 zugeflossen waren. Dadurch erhöhten sich die Gesamteinnahmen des Verwaltungshaushaltes und dies wiederum führte zu einer Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt von rund 3,85 Millionen Euro - 1,6 Millionen Euro mehr als geplant. Auf die eigentlich geplante Rücklagenentnahme konnte im Jahr 2013 daher verzichtet werden, vielmehr konnten der Rücklage sogar neue Mittel zugeführt werden.
Insgesamt wurde der Rechnungsabschluss vom Schultes, aber auch von den Mitgliedern des Gremiums einhellig positiv beurteilt. Auf diesem soliden finanziellen Fundament könnten die anstehenden Aufgaben beruhigt angegangen werden. Auf jeden Fall dürfe aber der sorgsame Umgang mit den Gemeindefinanzen auch zukünftig nicht vernachlässigt werden.

Jahresabschluss der Wasserversorgung für das Jahr 2013
Positives konnte auch mit dem Rechnungsabschluss der Wasserversorgung für das Jahr 2013 vermeldet werden. Die Abschlussbilanz ergab einen kleinen Gewinn von rund 15.500 Euro, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Die Zahlen des Jahresabschlusses zeigen, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, dass der zum 1. Januar 2013 angepasste Gebührensatz von 1,75 Euro je cbm Wasser kostendeckend kalkuliert war.

Beteiligungsbericht
Wie jedes Jahr wurde dem Gemeinderat ein Bericht über die Beteiligung der Gemeinde an privaten Unternehmen vorgelegt. Neben der Tochtergesellschaft Kommunalbau GmbH, die zu 100 % im Eigentum der Gemeinde ist, bestehen nur kleinere Anteile an der Volksbank Ludwigsburg, der gemeinnützigen Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft Ludwigsburg und der Kleeblatt-Pflegeheime gGmbH. Wie bekannt, werde die Kommunalbau Murr GmbH aufgelöst, da sie ihren Zweck erfüllt habe, so Bürgermeister Torsten Bartzsch.

Vergabe von Arbeiten zur Neugestaltung des Platzes im "Quartier am Kirchplatz"
Wie bereits berichtet, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 6. Mai 2014 die Gestaltung des neu entstandenen Platzes an der Ecke Hindenburgstraße/Kirchgasse beschlossen (s. dazu diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Diese soll nach einem Vorschlag des Planungsbüros KMB, Ludwigsburg, in enger Anlehnung an die Gestaltung des Kirchplatzes erfolgen.
In der Sitzung lagen den Ratsmitgliedern die Angebote von zwei Firmen zur Durchführung der Arbeiten vor. Der günstigste Bieter, die Firma Dillmann aus Ilsfeld, die bereits die Außenanlagen des neuen Mehrfamilien-Wohnhauses am Kirchplatz erstellt hat, erhielt den Auftrag. Mit welchem Belag der neue Platz letztendlich versehen wird, entscheidet der Gemeinderat bei einem Vor-Ort-Termin im Rahmen seiner Sitzung im September nach der Sommerpause.

Beteiligung der Gemeinde an der Murrer Kirbe
Wie bekannt, wird im Rahmen der Murrer Kirbe am Wochenende 13. und 14. September 2014 auf dem Dorfplatz ein gemeinsames Fest fast aller Murrer Vereine und Organisationen durchgeführt. Bürgermeister Torsten Bartzsch schilderte, dieses Fest soll im Jahr des 25-jährigen Bestehens des Bürger- und Rathauses die Ortsmitte und die örtliche Gemeinschaft beleben. Die Vorbereitungen dazu seien seit Monaten im Gange. Er dankte den beteiligten Vereinen und Gruppen und auch dem Handels- und Gewerbeverein, der an diesem Wochenende einen verkaufsoffenen Sonntag durchführe, für ihr Engagement.
Um das finanzielle Risiko für dieses Fest, das in dieser Art zum ersten Mal durchgeführt werde, für die beteiligten Vereine zu minimieren, schlug er vor, dass die Gemeinde die anfallenden Allgemeinkosten, die nicht durch Spenden oder anderweitig gedeckt werden können, einmalig übernehme. Dieser Vorschlag wurde von allen Gremiumsmitgliedern einhellig begrüßt. Es sei gut, wenn das Engagement der Vereine auf diese Weise unterstützt werde und ihnen das finanzielle Risiko abgenommen werde. Wenn das Fest wiederholt werden sollte - das soll nach den Erfahrungen mit dem ersten Durchlauf im Herbst entschieden werden - müsse die Kostenverteilung neu besprochen werden.

Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Steinheim
Im Zusammenhang mit dem Antrag der Steinheim an der Murr, die Blankensteinschule in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln, werde die Gemeinde Murr wie auch die anderen umliegenden Kommunen um eine Stellungnahme gebeten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Da gegen diesen Antrag aus Murrer Sicht keine Einwendungen oder Bedenken bestehen, könne er zur Kenntnis genommen werden. Dem stimmten die Ratsmitglieder zu.

Finanzzwischenbericht zur Jahresmitte 2014
In seinem Bericht zur Entwicklung der Gemeindefinanzen zur Jahresmitte 2014 konnte Gemeindekämmerer Albrecht Keppler dem Gremium vermelden, wenn auch nicht alle Einnahmen zur Hälfte des Jahres zu 50 % bei der Gemeindekasse eingegangen seien, so entwickelten sich die Gemeindefinanzen in diesem Jahr bei den Ausgaben und bei den Einnahmen im Großen und Ganzen planmäßig und geben keinen Anlass zur Sorge.

14.07.2014

Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Landeswasserversorgung im Bürger- und Rathaus

Saxophonist Joachim Keck gestaltete die Ausstellungseröffnung musikalisch
Saxophonist Joachim Keck bei seinem Auftritt
Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) konnte zahlreiche interessierte Gäste begrüßen
Bürgermeister Bartzsch bei der begrüßung vor den Gästen der Ausstellungseröffnung
Prof. Dr.-Ing. Frieder Haackh bei seiner Ansprache
Prof. Dr.Ing. Frieder Haackh bei seiner Rede

In Anwesenheit zahlreicher interessierter Gäste wurde am Donnerstag, dem 3. Juli 2014, im Bürger- und Rathaus die Wanderausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Landeswasserversorgung eröffnet. Bis zum 18. Juli 2014 ist die sehenswerte Informationsschau über die Entwicklung der überörtlichen Wasserversorgung und die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einer sicheren und hygienischen Versorgung mit Trinkwasser zu den Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes Murr zu sehen.
2012 hat die Landeswasserversorgung ihr 100-jähriges Jubiläum begehen können. 1912 war die Staatliche Landeswasserversorgung für eine erste großräumige Trinkwasserversorgung in Württemberg von König Wilhelm II. gegründet worden - ein damals zukunftsweisendes Vorhaben. Seit 1965 ist die Landeswasserversorgung ein selbstständiger kommunaler Zweckverband, das heißt die Verbandsmitglieder - also 108 Städte, Gemeinden und kommunale Zweckverbände - sind nicht nur Kunden, sondern auch Eigentümer des Wasserversorgungsunternehmens.
Nachdem die Ausstellungseröffnung von Saxophonist Joachim Keck stimmungsvoll und passend zum Thema Wasser mit den Stücken "Sailing" und "It never rains in Southern California" eröffnet worden war, hob Bürgermeister Torsten Bartzsch auf den Stellenwert einer funktionierenden und gesundheitlich einwandfreien Wasserversorgung als grundlegender Baustein der örtlichen Daseinsvorsorge ab. Was für uns heutzutage eine alltägliche Selbstverständlichkeit ist - der Griff zum Wasserhahn - war noch vor zwei, drei Generationen undenkbar oder ein großer Luxus. Erkennbar ist dies zum Beispiel in der Ausstellung an verschiedenen Wasserhähnen aus den letzten Jahrzehnten. Der Schultes betonte auch den Zusammenhang von Wasserversorgung und Hygiene als Voraussetzung gesunder Lebensverhältnisse. Bartzsch dankte sowohl der Landeswasserversorgung als auch den örtlichen Mitarbeitern wie dem Murrer Wassermeister Markus Lischka für den täglichen Einsatz im Interesse einer reibungslosen Versorgung mit Trinkwasser. Mit Informationen über die gemeindliche Wasserversorgung ist die Ausstellung ergänzt worden.
Der technische Geschäftsführer der Landeswasserversorgung, Herr Prof. Dr.-Ing. Frieder Haakh, dankte der Gemeinde Murr für die Möglichkeit, die Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum zu zeigen, die schon in über 30 Städten und Gemeinden auf reges Interesse gestoßen sei. In der Schau sei Wissenswertes rund um die Themen Gewinnung, Behandlung und Transport von Wasser - dem wichtigsten Lebensmittel überhaupt - zusammengetragen und auf prägnante Art veranschaulicht. Auch das System der Landeswasserversorgung mit dem Egauwasserwerk, dem Wasserwerk in Langenau bei Ulm für die Aufbereitung von Donauwasser und anderen technischen Anlagen werden dargestellt. Haackh ging in seiner pointierten Ansprache auch auf die Maßnahmen gegen mögliche Schadstoffbelastungen ein und die oftmals emotionale Diskussion über die Qualität und die Inhaltsstoffe des Trinkwassers.
Zum Abschluss des offiziellen Teils der Ausstellungseröffnung präsentierte Joachim Keck noch mal ein Saxophon-Stück zum Thema Wasser, für das er herzlichen Beifall erhielt, bevor die Besucher die Ausstellung besichtigten und dabei viel Wissenswertes rund um das Thema Trinkwasser erfahren konnten.
Bis zum 18. Juli 2014 ist die Ausstellung "Landeswasserversorgung - 100 Jahre Trinkwasser für Baden-Württemberg" zu den Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr, Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr) im Bürger- und Rathaus zu sehen.

27.06.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 24. Juni 2014)

Wurden von Bürgermeister Torsten Bartzsch (hinten) für mehrjährige Mitgliedschaft im Gemeinderat geehrt (von links): Dr. Thomas Hentschel, Harry Max (jeweils 10 Jahre), Eugen Hofmann, Gunter Hekel (jeweils 20 Jahre), Rainer Fröbel (25 Jahre)
Von links nach rechts: Dr. Thomas Hentschel, Harry Max, Eugen Hofmann, Bürgermeister Torsten Bartzsch, Gunter Hekel, Rainer Fröbel
Dr. Thomas Hentschel, Marcus Leibbrandt, Ute Lindenlaub-Knoll und Bettina Burk-Dungs (von links) wurden von Bürgermeister Torsten Bartzsch (hinten) aus dem Gemeinderat verabschiedet
Von links nach rechts: Dr. Thomas Hentschel, Marcus Leibbrandt, Ute Lindenlaub-Knoll, Bürgermeister Torsten Bartzsch, Bettina Burk-Dungs

Es sei keine Sitzung wie üblich, begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch die 14 Ratsdamen und -herren und eine stattliche Anzahl von Gästen, als der Gemeinderat am Dienstag, dem 24. Juni 2014, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammentrat. Es war nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 die letzte Sitzung des seit 2009 amtierenden Ratsgremiums, bevor am 15. Juli der Gemeinderat in seiner neuen Zusammensetzung zum ersten Mal zusammentritt. Neben der Verabschiedung ausscheidender Ratsmitglieder standen zudem Ehrungen von fünf Gemeinderäten für mehrjährige Mitgliedschaft im Gremium auf der Tagesordnung. Doch zuvor wurden noch einige Sachthemen beraten.

Verkehrsuntersuchung der Ortsdurchfahrt
Die Gemeinde Murr erstellt derzeit in Kooperation mit den Nachbarkommunen einen so genannten Lärmaktionsplan, auf dessen Grundlage im Herbst über eventuelle Maßnahmen zur Lärmminderung beraten und entschieden werden soll. Daneben ist bekannt und wird immer wieder auch im Gemeinderat angesprochen, dass auf der Ortsdurchfahrt - insbesondere zwischen Dorfplatz und Ortsausgang in Richtung Steinheim - der Verkehrsfluss durch zahlreiche, in kurzen Abständen parkende Fahrzeuge erschwert wird und es immer wieder auch zu gefährlichen Situation kommt durch Autos, die den Gegenverkehr nicht abwarten, sondern auf die Gehwege ausweichen. Die kürzlich angebrachten Warnbaken sind nur eine erste, provisorische Maßnahme, mit der die Gefahr für Fußgänger erst einmal schnell reduziert werden soll. Nach Überzeugung des Gemeinderats bringt aber nur ein durchgehendes Verkehrs- und Parkierungskonzept für die Ortsdurchfahrt eine dauerhafte Lösung, mit der der Verkehrsfluss - vor allem der Busverkehr - erleichtert, die Ortsdurchfahrt aber nicht für den Durchfahrts- und Schleichwegverkehr attraktiver wird.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte in der Sitzung den Diplom-Ingenieur Weber vom Ludwigsburger Verkehrsplanungsbüro "Planungsgruppe Kölz", das gemeinsam mit einem anderen Fachbüro den Lärmaktionsplan erarbeitet. Da eine Untersuchung der Verkehrs- und Parksituation in Murr und der Lärmaktionsplan eng miteinander zusammenhängen, ist nach Ansicht des Schultes eine Verknüpfung beider Themen sinnvoll. Er schlug daher vor, die "Planungsgruppe Kölz" mit der Erstellung einer Parkierungskonzeption zu beauftragen. Herr Weber erläuterte dem Gremium die mögliche Vorgehensweise. Für Analyse und Parkierungskonzept müssten 4.300 Euro veranschlagt werden, eine Erhebung der Kennzeichen der durchfahrenden Fahrzeuge, mit der die Verkehrsströme im Ort genauer erhoben werden, würde zusätzlich etwa 6.000 Euro kosten (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer).
Der Gemeinderat vergab einstimmig den Auftrag für das Gesamtpaket an das Fachbüro. Im Herbst sollen die Ergebnisse dieser Untersuchung und der Lärmaktionsplan im Gemeinderat beraten und in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt werden.

Vereinsangelegenheiten
Im Dezember 2012 hat der Gemeinderat beschlossen, die Sanierung und Erweiterung des Umkleidegebäudes des SGV Murr beim SGV-Vereinsheim finanziell zu unterstützen. Die Baumaßnahme wurde inzwischen fertiggestellt und das Gebäude in Betrieb genommen. Die Abrechnung ist aufgrund von nicht erwarteten Mehrausgaben für Sanitär- und Wasserinstallationen, bei der Elektrik sowie beim Verputz um rund 52.000 Euro höher ausgefallen als erwartet.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug dem Gemeinderat vor, die Gemeinde solle analog zur ursprünglichen Finanzierungszusage auch vom Mehrbetrag 50 %, also 26.000 Euro, übernehmen. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorschlag angesichts der Leistungen des SGV Murr für das örtliche Leben und seiner Bedeutung für die Kinder- und Jugendarbeit und auch in Anerkennung der beträchtlichen Eigenleistungen des Vereins bei der Baumaßnahme einstimmig zu. Der Restbetrag, den der SGV trägt, soll durch Verrechnung der dem Verein zustehenden Vereinszuschüsse finanziert werden.
Der Angelverein Murr ist Eigentümer eines Vereinsgebäudes auf einem Grundstück im Murrtal. Nun wurde festgestellt, dass das Betonfundament der Fischerhütte nicht ausreichend isoliert ist und Schäden durch Feuchtigkeit entstehen. Der Verein hatte sich mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an die Gemeinde gewandt, da eine Neuisolierung des Fundaments rund 6.000 Euro kosten würde, dem Verein jedoch nur 3.500 Euro dafür zur Verfügung stehen.
Auch der Angelverein erbringe Leistungen für die örtliche Gemeinschaft, die anerkannt werden müssten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, so zum Beispiel die jährliche Murrputzete. Auch sei der Angelverein neben dem SGV Murr und dem Tennisclub der einzige Murrer Verein mit einem eigenen Vereinsgelände und -gebäude.
Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag des Schultes auf Gewährung eines einmaligen Zuschusses an den Angelverein in Höhe von 2.500 Euro einstimmig zu.

Unterhaltung gemeindeeigener Gebäude
Im weiteren Verlauf der Sitzung vergab das Ratsgremium Aufträge für Unterhaltungs-, Ausbesserungs- und Verbesserungsarbeiten am Jugendhaus (Außenputz, Malerarbeiten), am Kindergarten Mühlweg (Akustik-Decken in den beiden Gruppenräumen im Alten Schulhaus) und am gemeindeeigenen Wohngebäude Zeppelinstraße 5 (Fassadenanstrich, Neuanstrich der Fenster).

Prüfung eventueller Hinderungsgründe bei den neu gewählten Gemeinderäten
Nach der Gemeinderatswahl vom 25. Mai 2014 war es eine der letzten Aufgaben des alten Ratsgremiums festzustellen, ob bei den neu gewählten Gemeinderäten Gründe vorliegen, die einem Eintritt in den Gemeinderat nach der Gemeindeordnung entgegenstehen. Darunter fallen vor allem verwandtschaftliche Beziehungen zwischen einzelnen Gemeinderatsmitgliedern oder mit dem Bürgermeister oder die Beschäftigung als Beamter oder Angestellter bei der Gemeinde selber oder bei einer Behörde, die der Gemeinde gegenüber Rechtsaufsicht ausübt (Landratsamt, Regierungspräsidium, Innenministerium).
Da ein solcher Grund bei keinem der neu gewählten Gemeinderäte vorliegt, konnte das Ratsgremium in der Sitzung offiziell feststellen, dass alle in den neuen Gemeinderat eintreten können.

Ehrung für 10-, 20- und 25-jährige Gemeinderatstätigkeit
In der letzten Sitzung des bisherigen Ratsgremiums bezeichnete es Bürgermeister Torsten Bartzsch als ehrenvolle Aufgabe, fünf Ratsmitglieder für mehrjährige Mitarbeit im Gemeinderat ehren und diese mit den entsprechenden Auszeichnungen des Gemeindetags Baden-Württemberg anerkennen zu können.
Für 10-jährige Mitgliedschaft im Gemeinderat wurde Herr Dr. Thomas Hentschel geehrt. Bartzsch hob hervor, dass Herr Dr. Hentschel familiär und durch seine Tätigkeit in Landwirtschaft und Weinbau fest in Murr verwurzelt sei. In vielen Ehrenämtern engagiert er sich für die örtliche Gemeinschaft. Ihm sei immer das kulturelle Leben in der Gemeinde wichtig gewesen, als studierter und promovierter Betriebswirt habe er aber auch sein Augenmerk auf die Optimierung von Aufgaben gerichtet. Mit seiner ruhigen freundlichen Art hat sich Herr Dr. Thomas Hentschel neben seinem Amt im Gemeinderat im Kultur- und Sport-Ausschuss, im Stiftungsbeirat der Sozialstiftung und als Vertreter der Gemeinde in der Forstbetriebsgemeinschaft Hardtwald engagiert.
Ebenfalls 10 Jahre im Gemeinderat ist Herr Harry Max. Durch seine berufliche Tätigkeit habe Herr Max sehr viele Kontakte mit Murrer Bürgern, aber auch mit Auswärtigen und bekomme so viele Anliegen mit. Neben den Belangen der Wirtschaft liegen Herrn Max auch die Bedürfnisse von jungen, älteren und schwächeren Menschen am Herzen. Seine Meinung äußere er immer klar und direkt, aber stets auf eine ruhige ausgleichende Art. So sei es Herrn Max auch immer wichtig, für Probleme gemeinschaftliche Lösungen zu finden, stellte der Schultes fest. Im Kuratorium der Kleeblatt-Gesellschaft und im Stiftungsbeirat der Sozialstiftung habe Herr Max bislang seine Fähigkeiten und Kenntnisse dem Gemeinwesen zur Verfügung gestellt.
Für 20-jährige Mitarbeit im Gemeinderat wurde Herr Gunter Hekel geehrt. Bartzsch bezeichnete Hekel als Murrer Urgestein, der von seinem Vater das Gemeinderats-Gen geerbt habe. Von Anfang an sei Hekel bei allen Wahlen stets der "Stimmenkönig" gewesen, im Landkreis Ludwigsburg halte er Platz 6 bei den erzielten Stimmen in Relation zur Gemeindegröße. Durch seine umfangreichen Kenntnisse des Ortes und der Ortsgeschichte bringe er viele unschätzbare Anregungen und Erfahrungen in die Gemeinderatsarbeit mit ein. Seine vielfältigen privaten und beruflichen Kontakte bringen es mit sich, dass er stets sein Ohr nah den Menschen im Ort habe. So könne er viele Anregungen, Wünsche und Nöte in die Gemeinderatsarbeit einbringen. Herr Hekel habe zu den Themen immer eine klare Meinung und stehe zu dieser auch, so Bartzsch. Die örtliche Nahversorgung, die Belange von Kindern und Senioren, aber auch die Freiwillige Feuerwehr seien Herrn Hekel wichtig. Als Mitglied des Verwaltungs- und Technischen Ausschusses, als stellvertretender Bürgermeister, im Aufsichtsrat der Kommunalbau und an anderen Stellen habe Herr Hekel vielfach Verantwortung für die Gestaltung und das Wohl der Gemeinde übernommen.
Auch Herr Eugen Hofmann - ebenfalls 20 Jahre Mitglied des Gemeinderates - sei ein Murrer Urgestein, so Bürgermeister Torsten Bartzsch weiter. Durch seinen Handwerksbetrieb und auch privat sei er auf vielfache Weise immer im Ort präsent. Ehrenamtlich engagiere sich Herr Hofmann auf vielfältige Weise, so früher als stellvertretender Feuerwehrkommandant, als Vertreter der Gemeinde im Gemeindeverwaltungsverband mit Steinheim, als Aufsichtsrat der Kommunalbau, im Verwaltungs- und Technischen Ausschuss und als stellvertretender Bürgermeister. Klar und direkt äußere er seine Auffassungen, bei Herrn Hofmann wisse man immer, woran man ist, so der Schultes. Doch stets sei es ihm ein Anliegen, für Lösungen Mehrheiten zu finden, wichtig seien ihm vor allem die Gemeinde und ihre Einwohner sowie deren Wohl, Allgemeinwohl gehe ihm vor Eigennutz. Als Selbstständigem liege ihm das Wohl der örtlichen Wirtschaft und der Handwerks- und Gewerbebetriebe sehr am Herzen und auch die innerörtliche Entwicklung habe er immer im Auge.
Bereits vor 25 Jahren ist Herr Rainer Fröbel in den Gemeinderat eingetreten und ist damit das zweit-dienstälteste Mitglied des Gremiums, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Zwar sei er nicht in Murr aufgewachsen, doch seit seinem Wechsel in die Gemeinde zusammen mit seiner Frau und seiner Familie fest in der Gemeinde verwurzelt. Unterstrichen werde dies durch vielfältige Aktivitäten in der örtlichen Gemeinschaft, in Vereinen und in der Kirchengemeinde. Stets habe Herr Fröbel bei seinem Engagement das Wohl der gesamten Gemeinde im Blick und habe in seiner Zeit als Gemeinderat viele Punkte und Themen angestoßen, zum Teil auch neu in die Diskussion gebracht. Als Lehrer und Rektor ist Herr Förbel natürlich auch ausgewiesener Kenner des Schul- und Bildungsbereichs und bringe hier wertvolle Kenntnisse und Erfahrungen in die Arbeit ein. Der Schultes hebt Herrn Fröbels Redegewandtheit hervor, mit der er seit 1999 die Gemeinde auch im Kreitag repräsentiere. Fast in jedem Ausschuss und Gremium der Gemeinde habe Herr Fröbel schon mitgearbeitet oder tue dies noch, so im Kultur- und Sport-Ausschuss, dem Ausschuss für Kindergartenfragen, dem Gemeindeverwaltungsverband, dem Stiftungsbeirat der Sozialstiftung, dem Verwaltungs- und Technischen Ausschuss oder dem Aufsichtsrat der Kommunalbau und als stellvertretender Bürgermeister.
Allen Geehrten überreichte Bürgermeister Torsten Bartzsch eine Urkunde, eine Anstecknadel und eine Stele des Gemeindetags Baden-Württemberg sowie ein Weinpräsent der Gemeinde und bedankte sich persönlich herzlich für die Zusammenarbeit. Auch den Ehefrauen dankte er mit einem Blumenstrauß dafür, dass sie immer hinter dem Engagement ihrer Partner gestanden seien und ihnen den Rücken frei gehalten haben.

Verabschiedung ausscheidender Gemeinderatsmitglieder
Leider sei mit dem Ende der Amtszeit eines Gemeinderats auch immer der Abschied von denjenigen Mitgliedern verbunden, die künftig nicht mehr im Gremium vertreten seien, stellte Bürgermeister Torsten Bartzsch fest. Von vier Mitgliedern, von denen er sich heute verabschieden müsse, habe eines nicht mehr kandidiert, drei seien nicht wieder gewählt worden, so der Schultes.
Herr Dr. Thomas Hentschel war 10 Jahre im Gremium tätig und habe sich in dieser Zeit immer sehr gut eingebracht, so Bartzsch. Er habe viel angestoßen und viele Anregungen gegeben. Bartzsch bedankte sich bei dem scheidenden Gemeinderat herzlich für die Mitarbeit und die Zusammenarbeit und überreichte ihm einen Gutschein für ein Abendessen als Dankeschön.
Herr Dr. Hentschel bezeichnete seine 10 Jahre im Gemeinderat als spannende Zeit, dankte den Ratskollegen für das gute Miteinander und wünschte, dass auch der künftige Gemeinderat den "Murrer Weg", das Bestreben, miteinander die beste Lösung zu finden, beibehalte.
Als Nachrückerin sei Frau Bettina Burk-Dungs vor etwa 14 Jahren in den Gemeinderat eingetreten, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte. Die Belange von Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren seien ihr immer wichtig gewesen. Im Zeckverband Landeswasserversorgung, im Kindergartenausschuss sowie im Kultur- und Sport-Ausschuss habe sie die Belange der Gemeinde immer mit Blick auf das Gemeinwohl vertreten. Insbesondere bei der Vorbereitung des Dorfplatzfestes bringe sie sich engagiert ein. Ihre ruhige, freundliche Art habe dabei stets ausgleichend gewirkt. Durch ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement sei sie stark in der örtlichen Gemeinschaft verwurzelt. Der Schultes dankte Frau Bettina Burk-Dungs herzlich für die gute Zusammenarbeit, überreichte ihr einen Essensgutschein und dankte ihrem Mann Thomas Dungs mit einem Weinpräsent für den Rückhalt, den er seiner Frau gegeben habe.
Frau Burk-Dungs stellte abschließend fest, sie sei gerne Mitglied des Gemeinderats gewesen und habe die gemeinsame Arbeit immer als sehr bereichernd empfunden. Sie wünschte dem neuen Ratsgremium, dass es möglichst schnell und gut zusammenwachse.
Frau Ute Lindenlaub-Knoll sei bei ihrem Eintritt in den Gemeinderat bereits junge Mutter gewesen, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch anmerkte. Folgerichtig hätten ihr die Themen Kinder und Jugendliche, aber auch - bedingt durch ihren Beruf - die Bereiche Umwelt und Naturschutz sehr am Herzen gelegen. Als Selbstständige habe sie aber auch ihr Augenmerk auf die Bedürfnisse der Wirtschaft und der örtlichen Betriebe gerichtet. Ihr großes Engagement sei durch ihre Mitarbeit im Umlegungsausschuss, im Kultur- und Sport-Ausschuss, im Krankenpflegeförderverein, im Kuratorium der Kleeblatt-Gesellschaft und im Stiftungsbeirat der Sozialstiftung der Gemeinde deutlich geworden. Außerdem sei sie Mitglied im gemeindlichen Gutachterausschuss. Ruhig und freundlich in der Art habe Frau Lindenlaub-Knoll stets den Blick auf das Gesamte und das Wohl der Gemeinde gehabt. Ihr Ausscheiden aus dem Gremium geschehe aus freien Stücken, da sie bei der Wahl nicht mehr angetreten sei. Engagiert arbeite sie jedoch noch bei der Vorbereitung des Dorfplatzfestes mit. Dafür und für die Zusammenarbeit dankt ihr Bürgermeister Torsten Bartzsch herzlich und händigte ihr einen Essensgutschein und einen Blumenstrauß aus und überreichte ihrem Mann Timo Knoll ein Weinpräsent als Dankeschön, dass er das Engagement seiner Frau unterstützt habe.
Frau Lindenlaub-Knoll gestand, dass ihr der Abschied aus dem Gemeinderat nicht leicht falle und bedankte sich bei den Ratskollegen für die gute und harmonische Zusammenarbeit.
Als Murrer Urgestein bezeichnete Bürgermeister Torsten Bartzsch den scheidenden Ratsherren Marcus Leibbrandt. Er habe in seiner Zeit im Gemeinderat viel zur positiven Entwicklung des Ortes beigetragen. Als Privat- und als Geschäftsmann habe er sehr viele Kontakte zu den Menschen und Bürgern in der Gemeinde und wisse daher immer, wo der Schuh drückte. Dies habe er stets in die Gemeinderatsarbeit eingebracht. Im SGV Murr, als Feuerwehrkommandant und an anderen Stellen sei Marcus Leibbrandt schon lange sehr aktiv für das Gemeinwesen tätig. Hauptanliegen seien ihm die Belange der örtlichen Wirtschaft, von Kindern und Jugendlichen und von Senioren gewesen, aber auch für die Erhaltung des Ortsbildes habe er sich eingesetzt. Dynamisch und zielstrebig habe Herr Leibbrandt immer seine Meinung geäußert und diese klar vertreten. Im Gemeindeverwaltungsverband, im Verwaltungs- und Technischen Ausschuss, im Umlegungsausschuss und als Aufsichtsratsvorsitzender der Kommunalbau habe er sich für die Entwicklung Murrs und das Wohl seiner Einwohner eingesetzt. Zudem arbeitet er im Gutachterausschuss der Gemeinde mit. Bürgermeister Torsten Bartzsch bezeichnete die Zusammenarbeit mit Herrn Leibbrandt als sehr gut und dankte ihm herzlich dafür. Als Zeichen dafür erhielt Marcus Leibbrandt ebenfalls einen Essensgutschein und ein Weinpräsent.
Er selbst dankte den Kollegen im Gemeinderat für das gute Miteinander im Dienste der Sache und stellte fest, es sei zwar auch in Murr nicht alles nur harmonisch, aber das gemeinsame Streben nach einer guten Lösung habe stets Vorrang.
Im Namen der jeweiligen Parteien und Gruppierungen im Gemeinderat dankten Gemeinderat Hekel (Freie Wählervereinigung Murr) Herrn Dr. Hentschel und Herrn Leibbrandt, Gemeinderat Hofmann (CDU) Frau Lindenlaub-Knoll und Gemeinderat Fröbel (SPD) Frau Burk-Dungs für die Mitarbeit und Zusammenarbeit im Gemeinderat und übergaben den Ausscheidenden Blumen- und Weinpräsente.
Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch noch einen Ausblick auf die erste Sitzung des neuen Gemeinderats am 15. Juli 2014 gegeben und dem bisherigen Gremium für seine engagierte Arbeit gedankt hatte, konnte er die letzte Sitzung des Gemeinderats schließen.

13.06.2014

Blumenschmuck an der Hardtlinde

Die Hardtlinde mit dem neuen Blumenschmuck aus roten und gelben Blumen

Als Beitrag zur Verschönerung unserer Ortsdurchfahrt hat der Obst- und Gartenbauverein rote Geranien und gelbe Bidens gespendet.
Die Gemeinde bedankt sich herzlich beim Obst- und Gartenbauverein.

13.06.2014

7.000.000ster Badegast am 6. Juni 2014 im Wellarium in Steinheim an der Murr

Von links nach rechts: Murrs Bürgermeister Torsten Bartzsch mit Blumenstrauß, Frau Finow mit  Tochter, Schwimmmeisterin Katrin Schulze

Nach einjähriger Bauzeit wurde das Wellarium im Mai 1981 eingeweiht. 33 Jahre später konnte nun Herr Bürgermeister Bartzsch am 6. Juni 2014 bei strahlendem Sonnenschein den siebenmillionsten Badegast begrüßen.
Frau Finow besucht, seitdem sie 2006 aus Hessen nach Großaspach umgezogen ist, regelmäßig die verschiedenen Freibäder der Umgebung. Besonders gerne verbringt sie ihre Freizeit zusammen mit ihrer achtjährigen Tochter im Steinheimer Wellarium, da Lara am liebsten im Wellenbecken schwimmt.
Der Verbandsvorsitzende, Murrs Bürgermeister Torsten Bartzsch, überreichte gemeinsam mit der Schwimmmeisterin Katrin Schulze Frau Finow neben einem Blumenstrauß einen Gutschein für eine Saisonkarte 2015.

06.06.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 3. Juni 2014)

Unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch kam der Gemeinderat am Dienstag, dem 3. Juni 2014, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zur ersten turnusmäßigen Sitzung nach den Wahlen am 25. Mai 2014 zusammen. Batzsch bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei allen, die sich als Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt hatten, bei den zahlreichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die am Wahlsonntag und am Montag danach im Einsatz waren, und beglückwünschte alle wieder und neu Gewählten und sprach den nicht wieder in den Gemeinderat Gewählten seinen Respekt aus. Wahlen seien immer mit Erfolg und Enttäuschung verbunden, so der Schultes.
Auf der Tagesordnung der Sitzung standen die polizeiliche Kriminalstatistik für Murr, die Einrichtung einer weiteren Gruppe im Kinderhaus „Regenbogen“ und die Vergabe von Arbeiten für den Umbau von Räumen in der Lindenschule für die Schulkindbetreuung.

Polizeiliche Kriminalstatistik
Wie jedes Jahr einmal war der Leiter des auch für Murr zuständigen Polizeipostens Steinheim Rolf Strobel zu Gast im Gemeinderat, um den Mitgliedern des Gremiums die polizeiliche Statistik für das vergangene Jahr zu erläutern. Gleich zu Anfang stellte Strobel fest, dass auch im Jahr 2013 in Murr die Zahl der Straftaten und Unfälle, auch im Vergleich mit dem Landkreis und dem Land, auf einem erfreulich niedrigen Niveau liegt. Damit habe sich der Trend der Vorjahre fortgesetzt. Bei den meisten Deliktarten sei sogar ein Rückgang zu verzeichnen gewesen, so bei den Körperverletzungen, bei den schweren Diebstählen oder bei den Sachbeschädigungen. Aber auch wenn im Jahr 2013 nur ein Wohnungseinbruch in Murr registriert worden sei, für die Betroffenen sei so ein Ereignis immer besonders schlimm. Mit über 61 % sei auch die Quote der aufgeklärten Straftaten in Murr erfreulich hoch.
Strobel stellte auch fest, die Art und Zahl der Delikte mit Beteiligung Jugendlicher belegen, dass die Jugendlichen bei weitem nicht so negativ auffallen wie es oft dargestellt oder angenommen werde. Ebenso auf niedrigem Niveau sei die Zahl und die Schwere der in Murr registrierten Verkehrsunfälle in 2013, so Strobel abschließend.
Bürgermeister Torsten Bartzsch dankte dem Leiter des Steinheimer Polizeipostens und seiner Mannschaft für die tägliche Arbeit für die Murrer Bürgerinnen und Bürger.

Einrichtung einer weiteren Gruppe im Kinderhaus „Regenbogen“
In der Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch die neue Leiterin des Kinderhauses „Regenbogen“, Janine Weitbrecht, die Anfang April die Nachfolge von Patricia Nägele angetreten hat. Weitbrecht stellte sich und die Arbeit des Kinderhauses dem Ratsgremium vor und schilderte, wie gut der jüngste Baustein im Murrer Kinderbetreuungsangebot – seit Januar 2013 in Betrieb – von den Familien angenommen werde.
Beleg dafür war auch der den Ratsdamen und –herren vorliegende Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch, im Kinderhaus ab Herbst eine vierte Gruppe im Ganztagesbetrieb einzurichten, das dafür erforderliche Personal einzustellen und für den letzten noch freien Gruppenraum die notwendige Ausstattung anzuschaffen. Die Nachfrage nach Plätzen steige ständig, für die nächsten Monate liegen bereits zehn Vormerkungen vor, davon vier für die Ganztagesbetreuung. Zusätzlich zur bereits bestehenden Ganztagesgruppe solle auch die neue Gruppe im Ganztagesbetrieb arbeiten, um insbesondere die Abläufe im Kinderhaus an den Nachmittagen zu optimieren.
Auch schlug der Schultes vor, neben den drei neuen Erzieherinnen eine Küchenhilfe für zwei Stunden am Tag als Unterstützung für das Mittagessen einzustellen, um die Erzieherinnen von der Küchenarbeit zu entlasten, und aufgrund der erreichten Größe der Einrichtung die Leiterin zu 30 % für die Leitungsaufgaben freizustellen. Die daraus resultierenden zusätzlichen Personalskosten belaufen sich auf jährlich etwa 150.000 Euro, so Bartzsch.
Die Mitglieder des Gremiums sahen den Vorschlag für die Einrichtung einer vierten Gruppe im Kinderhaus als Beleg für die Richtigkeit der Planung dieser Einrichtung und für den guten Anklang dieses Betreuungsangebotes bei den Eltern und Familien. Sie stimmten der Einrichtung der vierten Gruppe mit der notwendigen Personal- und Sachausstattung, der Einstellung einer Küchenhilfe und der 30 %igen Freistellung der Leiterin denn auch einstimmig zu.

Umbau von Schulräumen für die Schulkindbetreuung: Vergabe der Arbeiten
Am 18. Februar hatte der Gemeinderat den Umbau von Schulräumen in der Lindenschule für Zwecke der Schulkindbetreuung nach Plänen des Murrer Architekten Peter Ludwig beschlossen (s. diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Nach Ausschreibung der erforderlichen Arbeiten durch den Planer lagen dem Gremium nun die Ergebnisse vor. Die eingereichten Angebote zeigen, dass der geschätzte Kostenrahmen von etwa 140.500 Euro eingehalten werden kann.
Einstimmig vergab das Gremium die Aufträge, so dass die Arbeiten bis zum Ende der Sommerferien  durchgeführt werden können, damit die umgebauten und erweiterten Räume ab dem Schuljahr 2014/2015 zur Verfügung stehen.

In der Sitzung gab Bürgermeister Torsten Bartzsch außerdem bekannt, dass kurzfristig provisorische Warnbaken an den engen Stellen der Ortsdurchfahrt aufgestellt worden seien, um gefährlichen Situationen dort möglichst vorzubeugen. Im Gemeinderat wurde schon mehrmals berichtet, dass unvernünftige Autofahrer bei Gegenverkehr nicht hinter parkenden Fahrzeugen warten, sondern ohne abzubremsen auf den Gehweg ausweichen und dabei schon öfters Fußgänger gefährdet worden seien. Mit den provisorischen Baken wolle die Gemeinde die Situation verbessern, bevor ein endgültiges Konzept zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt erstellt worden sei.

06.06.2014

Warnbaken entlang der Hindenburgstraße aufgestellt

Entlang der Hindenburgstraße wurden Warnbaken zum Schutz des Gehwegs aufgestellt
Die neuen Warnbaken entlang der Hindenburgstraße

"Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen", so ist es in § 2 der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben. Immer wieder und vor allem immer häufiger musste man in der letzten Zeit feststellen, dass Autofahrer aus Fahrtrichtung Steinheim auf den Gehweg ausweichen, um dem Gegenverkehr trotz parkender Autos ein problemloses Vorbeifahren zu ermöglichen. Dies führt leider regelmäßig zu gefährlichen Situationen, wenn sich Fußgänger auf dem Gehweg befinden oder ein Auto aus einer der zahlreichen Ausfahrten und Parkplätze in die Hindenburgstraße einfahren möchte.
Um diese gefährlichen Situationen vorerst zu minimieren und den Schutz der Fußgänger in diesem Bereich kurzfristig zu erhöhen, wurden in den letzten Tagen Warnbaken entlang der Hindenburgstraße aufgestellt.
Mit der derzeitigen Aufstellung des Lärmaktionsplans ist zudem eine Untersuchung der Verkehrssituation entlang der Ortsdurchfahrt vorgesehen, um z. B. die Parksituation entlang der Hindenburgstraße/Steinheimer Straße langfristig zu verbessern. Die Ergebnisse des Lärmaktionsplans und der geplanten Verkehrsuntersuchung werden im Herbst im Gemeinderat vorgestellt und anschließend im Rahmen einer Bürgerbeteiligung erörtert und diskutiert.

06.06.2014

Spielplatz Kornblumenweg fertiggestellt

Spielgeräte auf dem neuen Spielplatz am Kornblumenweg

Nun ist es endlich soweit: Der Spielplatz Kornblumenweg ist fertiggestellt und kann ab sofort von den Kindern bespielt werden. Der Gemeinderat hatte im letzten Jahr der Planung und Gestaltung des Verbandsbauamts zur Errichtung des Spielplatzes im Neubaugebiet "Langes Feld VI" zugestimmt. An der Planung des Spielplatzes wurden die direkten Anwohner beteiligt und konnten ihre Ideen einbringen. Aufgrund von zeitlichen Verzögerungen bei der Ausführung wurde der Spielplatz nun endgültig fertiggestellt.
Für die älteren Kinder steht ein Viereckturm mit Rutsche, Kaufladen, Herkuleskletternetz, Free-Climbing-Wand und Rutschstange zur Verfügung. Für die kleineren Kinder gibt es eine Rutsche auf einem Hügel, ein Sandkasten mit Sandmatschtisch sowie eine Vogelnestschaukel zum Spielen. Hinzu kommen noch eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen und ein Mülleimer. Die Kosten für die Anlegung des Spielplatzes belaufen sich auf ca. 50.000 Euro.
Wir bedanken uns bei allen Anwohnern für ihr Verständnis und wünschen den Kindern ab sofort viel Spaß beim Spielen!

16.05.2014

Der Natur ein Stück Lebensraum zurückgeben

"So sehen heute vielfach deutsche Landschaften aus" - mit diesen Worten und einem Blick auf intensiv-landwirtschaftliches Einheitsgrün und Autobahngrau begann Bärbel Oftring, Biologin, ehemalige Leiterin des Gartenressorts beim Stuttgarter Kosmos-Verlag, Mitglied des Kuratoriums Buchpreis der Deutschen Gartenbaugesellschaft und (Mit-)Autorin zahlreicher Bücher, ihren Vortrag in der Ortsbücherei in Murr.
Den Artenschwund auf solchen Flächen, die inzwischen 12% der Gesamtfläche Deutschlands ausmachen, beziffert der Naturschutzbund Deutschland inzwischen auf rund 75%. Verdrängte Pflanzen fehlen als Nahrungsgrundlage, so dass nach den Insekten auch Vögel und Säugetiere verschwinden.
Im Gegensatz dazu überziehen die rund 15 Millionen Privatgärten in Siedlungsgebieten Deutschland wie ein Netz. Hier, so hoffen Naturschützer, könnte eine Chance für den Erhalt der Biodiversität liegen. Naturnah gestaltete Gärten bieten Insekten, Vögeln und Kleinsäugern eine Zufluchtsstätte, wenn genügend Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten vorhanden sind. Diese Strukturen zu schaffen, dazu gab es zahlreiche Tipps und Informationen von Bärbel Oftring.
Einen Schwerpunkt des Vortrags legte sie auf den Einsatz heimischer Gehölze und Pflanzen, die, ihren Standortansprüchen gemäß gepflanzt, sehr pflegeleicht sind und oft einen ebenso hohen Zierwert aufweisen wie Nichtheimische oder Zuchtformen. Dass letzere zwar schön blühen, Insekten aber oft weder Pollen noch Nektar bieten, ist meist ebensowenig bekannt, wie der Schwermetalleintrag in den Boden durch kesseldruckimprägnierte Hölzer, die durch ihren Cadmiumanteil als Sondermüll entsorgt werden müssen. Auch hier gibt es Alternativen in Form von Robinien- oder Kastanienhölzern, die aufgrund ihrer Härte tropische Hölzer wie Teak ersetzen können.
Nicht nur heimische Hölzer, auch heimische Steine sind zu bevorzugen, fügen sie sich doch harmonisch in die Umgebung ein. Auch auf das Thema Kompost kam Bärbel Oftring zu sprechen: Wie ein natürlicher Kreislauf gibt gut verrotteter Kompost dem Boden zurück, was der Pflanzenwuchs übers Jahr gezehrt hat, eine Gabe von 3 l pro m² sei dabei ausreichend. Von Kunstdünger sei abzuraten, da er bei der Herstellung enorm viel Energie benötige und eine geringe Menge Uran enthalte, das sich über die Jahre im Boden anreichere.
Ein weiterer Tipp der Gartenexpertin: Eine kleine Ecke des Gartens sich selbst zu überlassen: Tothölzer, ein Steinhaufen, auf dem Boden liegende Dachziegel, all das lockt Tiere wie Blindschleichen, Eidechsen und Igel an. Begrünte Mauern oder Wände und Nistkästen bieten Vögeln eine Unterkunft, die bei der Aufzucht ihrer Jungen Blattläuse und Raupen absammeln und so für eine natürliche Schädlingsbekämpfung sorgen. Für den Igel sollte man die Gartengrenzen mit kleinen Durchgängen durchlässig gestalten, so dass er auf der Suche nach Käfern, Raupen, Regenwürmern oder Schnecken überhaupt in die Gärten gelangen kann. Damit würde sich auch die Zahl der überfahrenen Igel verringern, da das Stacheltier dann keine so langen Strecken bei der nächtlichen Futtersuche zurücklegen müsste.
Die zahlreichen Tipps und die durchaus umsetzbaren Anregungen wurden mit aussagekräftigen Fotos illustriert, die zeigten, dass ein naturnaher Garten keineswegs ungepflegt aussehen muss. Eine Fülle an Blüten und zahlreiche Tiere statt uniformem Rasengrün und aufwändigem Pflanzenschutz machen naturnahe Gärten zu lebens- und liebenswerten Räumen.
Wer die Einzelheiten des Vortrags nochmals nachlesen möchte, für den stehen einige Bücher von Bärbel Oftring auch in der Ortsbücherei zur Ausleihe zur Verfügung.

09.05.2014

Diamantene Hochzeit von Helga und Manfred Strehlow

Helga und Manfred Strehlow

Am Mittwoch, 30. April 2014, konnte das Ehepaar Helga und Manfred Strehlow das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit feiern. Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihnen anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Die Hochzeit fand vor 60 Jahren in Stuttgart-Vaihingen statt.

09.05.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 6. Mai 2014)

Vor allem mit der baulichen Weiterentwicklung der Ortsmitte befasste sich der Gemeinderat, als er am Dienstag, dem 6. Mai 2014, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammenkam.

Besichtigung des Mehrfamilien-Wohnhauses am Kirchplatz
Zu Beginn der Sitzung trafen sich die 14 Ratsdamen und –herren sowie einige Bürgerinnen und Bürger an der Ecke Kirchgasse und Hindenburgstraße, um - wie in der Einladung angekündigt - das neue Mehrfamilienhaus „Quartier am Kirchplatz“ zu besichtigen. Drei der dort neu entstandenen fünf Wohnungen sind bereits verkauft und eine davon seit kurzem auch bezogen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch führte die Anwesenden durch die neuen Räume vom Keller bis hin zur Wohnung auf zwei Ebenen im Dachgeschoss und informierte zusammen mit Architekt Mike Geer vom planenden Architekturbüro KMB, Ludwigsburg, über den Stand des Ausbaus. In Arbeit sind zur Zeit die Außenanlagen, die vom Gremium ebenfalls besichtigt wurden. Dabei ging es auch um die zukünftige Gestaltung des neu entstandenen Platzes direkt an der Ecke Hindenburgstraße/Kirchgasse, der in Abstimmung mit dem neuen Bauprojekt und in enger Anbindung an den eigentlichen Kirchplatz direkt vor der Peterskirche neu angelegt werden soll.

Platzgestaltung Ecke Kirchgasse/Hindenburgstraße
Im Ratssaal des Bürger- und Rathauses wurde die Sitzung nach dem Vor-Ort-Termin fortgesetzt. Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte Stefanie Hofmann vom Planungsbüro KMB den Vorschlag zur Gestaltung des neuen Platzes. Es sollen in Bezug zur Bepflanzung um die Kirche zwei Bäume gepflanzt werden. Diese sollen durch Bodenstrahler von unten beleuchtet werden. Der Pflasterbelag des Kirchplatzes soll im neuen Bereich mit zwei Plattenbändern aus Porphyr aufgenommen werden. Als Grundbelag schlug Hofmann entweder einen so genannten Einsreu-Belag oder einen wassergebundenen Belag vor, die beide in punkto Sicherheit und Pflege zu empfehlen seien.
Aus der Mitte des Gremiums wurde vorgeschlagen, die Bepflanzung etwas zu erweitern, um den Platz insgesamt freundlicher zu gestalten, und den Platz zur Hindenburgstraße hin durch Poller zu begrenzen, um wildes Parken möglichst zu verhindern. Mit diesen zwei Anregungen vergab der Gemeinderat den Planungsauftrag auf Grundlage der vorgestellten Konzeption an das Büro KMB; nach Ausschreibung und Auftragsvergabe soll der Platz im Herbst 2014 angelegt werden.

Ortskernsanierung: Sanierungsgebiet „Ortskern Murr III“
Im Murrer Ortskern wurden von 1984 bis 1998 und von 2002 bis 2013 zwei städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen durchgeführt. Da nicht alle gesteckten Sanierungsziele erreicht werden konnten, wurde im vergangenen Jahr mit dem zuständigen Wirtschaftsministerium und dem Regierungspräsidium Stuttgart vereinbart, nach Abrechnung des zweiten Sanierungsverfahrens und Übertrag des verbleibenden Überschusses ein weiteres Sanierungsverfahren einzuleiten. Der Antrag auf neuerliche Aufnahme in das Landessanierungsprogramm wurde von der Gemeinde fristgerecht zum 31. Oktober 2013 gestellt, mit Bescheid vom 8. April 2014 wurde die Gemeinde Murr in das Landesprogramm „Förderung städtebaulicher Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ aufgenommen. Die notwendigen vorbereitenden Untersuchungen wurden auf Beschluss des Gemeinderates vom langjährigen Sanierungsberater der Gemeinde, der „LBBW Immobilien Kommunalentwicklung“ GmbH (Kommunalentwicklung), durchgeführt und daraus ein „Gesamtörtliches Entwicklungskonzept“ (GEK) und – daraus abgeleitet – ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) erarbeitet. Die Einwohnerinnen und Einwohner wurden auf einer Bürgerinformationsveranstaltung am 14. November 2013 über das neue Sanierungsverfahren informiert. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung fand am 12. Dezember 2013 ein Bürgercafé statt, über dessen Ergebnisse der Gemeinderat am 4. Februar 2014 informiert wurde.
Sabine Morar von der Kommunalentwicklung informierte in der Sitzung über das bisherige Verfahren zur Einleitung der neuen Sanierungsmaßnahme „Ortskern Murr III“, über das entwickelte „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“, die vorgesehene Abgrenzung des neuen Sanierungsgebietes, die festgestellten städtebaulichen und baulichen Mängel in diesem Gebiet, die vorgesehenen Sanierungsschwerpunkte und das geplante Neuordnungskonzept und den geplanten Förderrahmen von insgesamt etwa 1 Million Euro sowie die zugesagten Landeszuschüsse in Höhe von 620.000 Euro und die notwendigen Beschlüsse des Gemeinderates über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes und den Erlass einer entsprechenden Satzung. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, sollen auch im neuen Sanierungsgebiet private Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zur Verbesserung des Wohnwertes einzelner Gebäude im bisherigen Umfang durch Zusschüsse des Landes und der Gemeinde gefördert werden. Zudem sind öffentliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes auch weiterhin Bestandteil der Ortskernsanierung.
Der Gemeinderat billigte mit seinem Beschluss das Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen, die vorgeschlagene Abgrenzung des neuen Sanierungsgebietes und die Förderrichtlinien und verabschiedete die Sanierungssatzung.
Die Sanierung soll wie bisher im so genannten vereinfachten Verfahren durchgeführt werden. Interessierte können sich bei der Gemeindeverwaltung über Möglichkeiten der Förderung im Rahmen der Ortskernsanierung informieren. Beachtet werden muss, dass im Sanierungsgebiet alle Rechtsvorgänge wie Grundstücksverkäufe, Vermietungen, wertsteigernde Maßnahmen und Ähnliches genehmigungspflichtig sind. Auch hierüber informiert die Gemeindeverwaltung.

28.04.2014

Legen Osterhasen Eier?

Dieser Frage ist das Theater Passepartu gemeinsam mit den Kindern unserer Kindergärten auf Einladung der Ortsbücherei in einem sehr unterhaltsamen Theaterstück nachgegangen.
Erzählt wurde die Geschichte von der Blumen-Martha, die in ihrer Gärtnerei für wunderschöne Blumen sorgt. Antonio, genannt Toni, ist ein echt cooler Hase aus Südtirol. Er ist der Chef einer Hasenbande und wollte der beste Weitspringer werden. Dafür trainierte er jeden Tag. Doch eines Tages kommt Toni nicht. Er hat einen Eilbrief erhalten mit dem Inhalt "Komme sofort zum Hügel, der aussieht wie ein Ei..." A. H.
Wer ist A. H.? Na, niemand anderes als der alte Osterhase. Und Toni soll, weil er der älteste Neffe des Osterhasen ist, sein Nachfolger im Osterhasengeschäft werden. Zunächst stimmt er begeistert zu, doch als er versehentlich ein Chaos in der Osterhasenwerkstatt anrichtet, nimmt er schnell Reißaus. Doch wozu hat man Freunde? Sie bewegen ihn, in die Werkstatt zurückzukehren und helfen ihm, die Schäden zu beseitigen. Und da der alte Osterhase immer noch nicht wieder da ist, beschließen sie, schon mal mit der Vorbereitung des Osterfestes zu beginnen.
Aber wo kommen die Eier her? Hühner sind nirgends zu sehen. Die Freunde überreden Toni, es einfach mal mit dem Eierlegen zu versuchen. Vielleicht kann das nur der Osterhase? Natürlich klappt das nicht. Bis auf ein paar Hasenköttel kommt da nichts. Schließlich finden sie einen Vorrat an Eiern in der Werkstatt.
Und los geht`s! Wunderschön werden die Eier und werden nun versteckt. Der Ostereierzug fährt durch die unterirdischen Kaninchengänge und kann so alle Eier in kurzer Zeit im ganzen Land verteilen.
Die Kinder waren begeistert und voller Eifer dabei. Auch die Erzieherinnen konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

17.04.2014

Diamantene Hochzeit von Ruth und Erwin Bauer

Ruth und Erwin Bauer

Am Donnerstag, dem 10. April 2014, konnte das Ehepaar Ruth und Erwin Bauer das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit feiern.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte Ihnen anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Die kirchliche Hochzeit fand vor 60 Jahren in Zuffenhausen statt.

28.03.2014

Lebensfreude und Wehmut zusammen im Sieben-Achtel-Takt

Die Gruppe „Rózsák“ beim Konzert im Bürgersaal – von links: Monika Nuber, Petra Jänsch, Sigrun Kilger und Katharina Wibmer
Von links: Monika Nuber, Petra Jänsch, Sigrun Kilger und Katharina Wibmer beim Konzert im Bürgersaal

Gruppe "Rózsák" faszinierte beim Konzert im Bürgersaal mit Musik aus Osteuropa und großer Spielfreude

Mit großer Spielfreude, musikalischem Talent und einer Musik, die Lebensfreude und Wehmut gleichermaßen wiederspiegelt und oft direkt in die Beine geht, faszinierte die Gruppe "Rózsák" beim Konzert in der Reihe "Kulturprisma Murr" am Freitag, dem 21. März 2014, rund 50 Gäste im Bürgersaal. Die Musik aus Osteuropa und die Lieder der Sinti und Roma, denen sich die vier Musikerinnen verschrieben haben, boten mit schwungvollen Moll-Harmonien und eigenwilligen Takten einen lebendigen Einblick in die Lebenswelt der Menschen in Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Mazedonien und des Volkes der Sinti und Roma.
Die Mitglieder der Gruppe "Rózsák" spielen seit über 20 Jahren zusammen und gehen in dieser Formation ihrer ganz persönlichen Leidenschaft für die Musik aus Osteuropa und die Lieder der Sinti und Roma nach. Auf dem Fundament eines großen musikalischen Talents und einer gereiften Virtuosität präsentieren Katharina Wibmer (Geige, Gesang), Sigrun Kilger (Gitarre, gesang), Petra Jänsch (Akkordeon) und Monika Nuber (Kontrabass, Gesang) Liebeslieder, Balladen, Tänze und Volksweisen, die meist mündlich übertragen wurden und für die es in der Regel keine Noten gibt. So hat Akkordeonistin Petra Jänsch im Konzert auch keine Notenblätter, sondern lediglich Harmoniefolgen für die Lieder vor sich, auf deren Grundlage sie improvisiert. Sigrun Kilger akzentuiert die oft "schrägen" Rhythmen taktsicher mit der Gitarre und fasziniert mit einer Stimme, die vom zarten, poetischen Liebeslied bis hin zu kräftigen, resoluten Passagen über eine enorme Bandbreite und sensible Lebendigkeit verfügt. Samtene Basslinien oder perkussive Rhythmen bietet Monika Nuber mit ihrem Kontrabass und steuert oft auch die dritte Gesangsstimme bei.
Katharina Wibmer unterstreicht und betont mit ihrer Geige mit teils energischem, teils zartem Bogenstrich die überschäumende oder melancholische Charakteristik der Weisen. Mit ihrem Gesang komplettiert sie das Klangbild von "Rózsák". In Ihren informativen Ansagen erfährt das Publikum im Bürgersaal, worum es in den Stücken geht und woher sie kommen.
Größtenteils ist die Liebe in all ihren Erscheinungsformen das vorherrschende Thema - sei es, dass ein Bräutigam vor Freude frohlockt, als er seine Angetraute am Tag der Hochzeit zum ersten Mal sieht, sei es, dass im Text von unerfüllter Liebe und nicht gestillter Sehnsucht erzählt wird oder von einem liebestollen Jüngling, der seine Angebetete stehlen will, wenn ihre Mutter sie nicht freigibt. Auch das freie Leben, die Landschaft und die Sehnsucht nach dem Weiterziehen sind aus vielen Liedern spürbar - Aspekte, die nach Wibmers Schilderungen auch Gründe für die Anziehungskraft dieser Musik auf die vier Musikerinnen seien und auch auf ihren vielen Reisen als Künstlerinnen immer wieder tiefen Eindruck hinterlassen.
So war es bei dem Konzert in jedem Lied, bei jedem Ton zu spüren, dass "Rózsák" ihre Musik aus echter Leidenschaft, aus tiefstem Herzen und mit unverstellter Spielfreude darboten. Diese Spielfreude übertrug sich auch auf die Zuhörerinnen und Zuhörer, von denen es einigen vor allem bei den schwungvollen Liedern - auch wenn diese oft in ungewöhnlichen Rhythmen gespielt wurden - sichtlich schwer fiel, auf ihrem Platz sitzen zu bleiben.

11.04.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 8. April 2014)

Mit der Verabschiedung des Haushaltsplans stand eines der wichtigsten Themen auf der Tagesordnung, als sich der Gemeinderat am Dienstag, dem 8. April 2014, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammenfand. Daneben ging es um eine Erneuerungsmaßnahme im Freibad „Wellarium“ und die Vorbereitung eines verkaufsoffenen Sonntags am Kirbewochenende im September.

Haushaltsplan für das Jahr 2014
Nach der Vorberatung in der Februar-Sitzung des Gemeinderats wurde dem Gremium nun der endgültige Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2014 zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch sei der Etat-Entwurf recht erfreulich, da er von guten Einnahmen geprägt sei. Zwar seien auch die Umlagen an Bund, Land und Landkreis deutlich höher, weil ihrer Berechnung das gute Finanzjahr 2012 zugrunde liege, aber die anstehenden Aufgaben wie die ausgebaute Kinderbetreuung und die geplanten Maßnahmen wie der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses  an der Hindenburgstraße und die Sanierung der Zeppelinstraße könnten ohne Erhöhung von Steuern und Gebühren aus eigener Kraft finanziert werden.
Die seit 19 Jahren unveränderten und größtenteils im Vergleich zu anderen Kommunen recht günstigen Sätze von Grund- und Gewerbesteuer sowie der Abgaben wie Wasser- und Abwassergebühr wurden denn auch von Kämmerer Albrecht Keppler in seinen Erläuterungen hervorgehoben. Der Haushaltsplan weise ein Gesamtvolumen von 17,8 Millionen Euro auf, davon 14,8 Millionen im Verwaltungs- und 3 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Die Zuführungsrate, das heißt der Betrag, der aus eigenen Mitteln erwirtschaftet und für Investitionen oder Rücklagen verwendet werden könne, werde 2014 1,4 Millionen Euro betragen; dies sei seit 8 Jahren der niedrigste Wert. Insbesondere über die zu erwartenden Steuereinnahmen in Höhe von knapp 9,35 Millionen Euro – davon 4 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer (2013: 3 Millionen Euro) und knapp 3,57 Millionen Euro Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (2013: knapp 3,3 Millionen Euro) – könne sich die Gemeinde freuen, auch wenn die Schlüsselzuweisungen mit 403.000 Euro gegenüber dem Wert von 2013 (1,03 Millionen Euro) deutlich geringer ausfallen werden, so Keppler. Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts fallen die seit Jahren stark gestiegenen Personalausgaben ins Auge: Der Anstieg von 2004 mit knapp 1,9 Millionen Euro bis 2014 mit knapp 2,9 Millionen Euro liege vor allem an dem Ausbau der Klein- und Schulkinderbetreuung in den letzten Jahren, die sehr gut angenommen werde. So ist laut Keppler aufgrund des guten Angebots und der starken Nachfrage eventuell die Einrichtung einer vierten Gruppe im Kinderhaus „Regenbogen“ im September 2014 notwendig – ein Indiz dafür, wie gut die erst Anfang 2013 eröffnete Einrichtung angenommen werde. Im Kinderbetreuungsbereich seien allein 36 Mitarbeiterinnen beschäftigt.
Die Zahlen des Haushaltsplan-Entwurfs, so der Kämmerer nach der Erläuterung weiterer Einzelposten, erlauben es, beruhigt in die Zukunft zu schauen. Bürgermeister Torsten Bartzsch dankte dem Kämmerer und seinen Mitarbeitern in der Finanzabteilung des Bürgermeisteramtes für die fleißige und solide Arbeit im Interesse der Gemeindefinanzen.
Die positive Einschätzung der Haushaltslage wurde von den Mitgliedern des Gemeinderats geteilt. Die Gemeinde stehe gut da und biete ihren Bürgerinnen und Bürgern bei moderaten Steuern und Gebühren ein umfassendes und gutes Angebot an Infrastruktureinrichtungen aller Art. Die solide Finanzlage erlaube es, dass man auch neue Aufgaben, die die demografische Entwicklung der Gemeinde in Zukunft vielleicht stellen mag, beruhigt angehen könne.

Mineralwellenfreibad „Wellarium“
In einer Sanierungsstudie wurde bereits 2008 auf die notwendige Sanierung der Wärmehalle im Mineralwellenfreibad „Wellarium“ des Gemeindeverwaltungsverbandes Steinheim – Murr (GVV) hingewiesen. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung erläuterte, habe das beauftragte Ingenieurbüro als Alternative zur Sanierung für ca. 565.000 Euro als Ersatz für die Wärmehalle ein Erlebnisbecken mit Strömungskanal und Sprudelliegen sowie den Neubau eines kleinen Umkleide- und Sanitärtraktes für einen geschätzten Kostenaufwand von etwa 907.000 Euro vorgeschlagen. In mehreren Beratungen des GVV und der Gemeinderäte von Steinheim und Murr hätten sich die Gemeindevertreter mehrheitlich für den Abriss der Wärmehalle und den Bau dieses Erlebnisbeckens mit Umkleide- und Sanitärgebäude ausgesprochen. Die Planung dafür wurde dem Ratsgremium vom Schultes noch einmal erläutert.
Die Ratsdamen und –herren sprachen sich einstimmig für diese Erneuerung aus, von der auch eine Steigerung der Attraktivität des „Welllariums“ erwartet wird. Wenn die Ratskollegen aus Steinheim die Planung ebenfalls billigen, könnte die Verbandsversammlung des GVV im Mai den formalen Baubeschluss fassen. Nach Ausarbeitung der endgültigen Planung, Ausschreibung und Auftragsvergabe könnte der Bau nach der Badesaison 2015 realisiert werden.

Verkaufsoffener Sonntag am 14. September 2014
Mit der Verabschiedung einer entsprechenden Satzung schuf der Gemeinderat in der Sitzung die rechtlichen Grundlagen für einen verkaufsoffenen Sonntag in Murr am 14. September 2014 im Rahmen des Kirbewochenendes in Murr. Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte den Mitgliedern des Gremiums in diesem Zusammenhang die fortgeschrittenen Planungen für ein Dorfplatzfest am Kirbewochenende (13. und 14. September 2014) und den vom Handels- und Gewerbeverein vorgesehenen verkaufsoffenen Sonntag. Nahezu alle Murrer Vereine werden an diesem Festwochenende mit Informations- und Bewirtungsständen sowie Vorführungen teilnehmen. Am Samstag soll ein Abend mit einem Programm von Murrer Musikerinnen und Musikern gestaltet werden; am Sonntag wollen sich die Vereine nach einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Dorfplatz präsentieren, so der Schultes.

21.03.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 18. März 2014)

Eine Sitzung mit ungewöhnlich vielen Zuhörerinnen und Zuhörern absolvierte der Gemeinderat am Dienstag dieser Woche unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses. Das lag vor allem am letzten Tagesordnungspunkt der Agenda, der Verabschiedung von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein (s. dazu diesen Bericht).
Zuvor befassten sich die 14 Ratsdamen und -herren jedoch noch mit einigen Themen des laufenden Geschäfts, darunter einige Auftragsvergaben für Bauarbeiten.

Sanierung der Zeppelinstraße
Da die Zeppelinstraße auf der gesamten Länge sanierungsbedürftig ist, hat der Gemeinderat am 15. Oktober 2013 beschlossen, die zur Renovierung notwendigen Bauarbeiten dieses Jahr durchführen zu lassen. Es müssen Teile der Kanalisation, Teile der Wasserleitung und die gesamte Straßenoberfläche saniert werden. Der Gemeinderat hatte sich im Herbst dafür ausgesprochen, den gesamten Straßenzug zwischen Mühlgasse und Heerstraße zu reparieren und nicht einzelne, zeitlich getrennte Abschnitte. Die Arbeiten dafür wurden vom Verbandsbauamt Großbottwar in zwei Losen ausgeschrieben. Die Angebote lagen dem Gremium nun vor und wurden vom Leiter des Verbandsbauamtes, Siegfried Wolf, in der Sitzung erläutert. Einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag an den günstigsten Bieter, die Firma Lukas Gläser aus Aspach. Die Arbeiten sollen alsbald beginnen. Die Anwohner werden auf einer nächste Woche stattfindenden Informationsveranstaltung über den Ablauf der Arbeiten und den Zeitplan informiert.

Straßenunterhaltungsarbeiten
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte dem Ratsgremium, dass im ersten Bauabschnitt des neuen Wohngebiets "Langes Feld VI" und östlich der Theodor-Heuss-Straße an der Hardtlinde die Straßenendbeläge aufgebracht werden können, da alle Grundstücke in diesen Bereichen mittlerweile bebaut seien. Verbandsbauamtsleiter Siegfried Wolf trug die Ergebnisse des Ausschreibungsverfahrens vor. Der Gemeinderat vergab den Auftrag für diese Arbeiten einstimmig an die Ludwigsburger Firma Hubele als den günstigsten Bieter. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2014 ausgeführt werden.

Änderung des Regionalplans: Stellungnahme der Gemeinde
Die Versammlung des Verbands Region Stuttgart (kurz: Regionalversammlung) hatte im Dezember letzten Jahres beschlossen, durch eine Änderung des Regionalplans 2009 den ursprünglich vorgesehenen regionalen Gewerbeschwerpunkt zwischen Pleidelsheim und Murr aus dem Planwerk herauszunehmen und diesen Bereich künftig als regionalen Grünzug und Vorbehaltsgebiet für Landwirtschaft auszuweisen. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung erläuterte, sei dies aus Sicht der Gemeinde Murr, die als beteiligte Gemeinde in diesem Verfahren Stellung nehmen könne, nicht zu befürworten. Die Begründung des vorgesehenen Grünzugs mit artenschutzrechtlichen Restriktionen und mit der Hochwertigkeit der Böden könne nicht nachvollzogen werden, so der Schultes. Auch würde ein regionaler Grünzug den bestehenden Aussiedlerhöfen weitere planungsrechtliche Hürden auferlegen und sie so in möglichen weiteren Entwicklungen beschränken. Bartzsch empfahl daher dem Gremium, in der Stellungnahme der Gemeinde den Grünzug abzulehnen und bisherige Festlegungen des Regionalplans für andere Bereiche der Gemeinde beizubehalten. Das Gremium stimmte dieser Empfehlung einstimmig zu.

Neubau des Mehrfamilienhauses am Kirchplatz: Vergabe weiterer Arbeiten
Im Zeit- und im Kostenrahmen bewege sich der Neubau des Mehrfamilienhauses am Kirchplatz, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch im Gemeinderat berichtete. Um das Baugrundstück rechtzeitig vor Einzug der ersten Bewohner fertig stellen zu können, müssten als letztes noch die Arbeiten für die Außenanlagen vergeben werden. Das Ratsgremium stimmte der Vergabe an den günstigsten Bieter, die Firma Dillmann aus Ilsfeld, einstimmig zu.

21.03.2014

Verabschiedung von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein in den Ruhestand

Die Aushändigung der Entlassungsurkunde durch Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts) besiegelt formal das Ende der Amtszeit von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein (links)
Bürgermeister Bartzsch (rechts) überreicht Heinz TRauwein (links) die Entlassungsurkunde

Stehender Beifall der Anwesenden nach der offiziellen Verabschiedung von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein in der Gemeinderatssitzung waren ein spontaner und eindrucksvoller Beweis für die Wertschätzung, die dem scheidenden Beamten am Ende seiner beruflichen Laufbahn in Murr entgegengebracht wird.
Nach 42 Jahren an der Spitze des Hauptamts der Gemeinde und damit in einer entscheidenden und verantwortungsvollen Position wird Heinz Trautwein auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 1. April 2014 in den Ruhestand versetzt und wurde deswegen in der Gemeinderatssitzung am 18. März 22014 offiziell verabschiedet. Gekommen waren - neben den 14 Ratsdamen und -herren des amtierenden Gremiums und natürlich Bürgermeister Torsten Bartzsch - die ehemaligen Bürgermeister Herbert Schlagenhauf und Manfred Hollenbach als frühere Chefs, zahlreiche frühere Gemeinderäte und einige Vertreter von Planungsbüros, vom Notariat, von der Polizei, mit denen Trautwein während seiner Tätigkeit immer wieder eng zusammengearbeitet hat.
Bürgermeister Torsten Bartzsch verlas in seiner Ansprache zur Verabschiedung das Bewerbungsschreiben von Heinz Trauwein vom Oktober 1971. Der Gemeinderat hat damals entschieden, neben dem Kämmerer eine zusätzliche Stelle für einen Gemeindeinspektor mit dem Aufgabengebiet des Hauptamtes zu schaffen. Für diese Aufgabe wurde Heinz Trautwein vom damaligen Bürgermeister Herbert Schlagenhauf eingestellt und war bis heute der einzige Amtsinhaber. Bartzsch würdigte Trautweins hervorragende Rechtskenntnisse, seine Geradlinigkeit, Korrektheit, Zuverlässigkeit und Loyalität und dankte dem scheidenden Beamten für die Unterstützung und Hilfe, die ihm selber die Einarbeitung als Bürgermeister seit dem Amtsantritt im Juli 2012 sehr erleichtert hätten. Über sein eigentliches Arbeits- und Aufgabengebiet, das schon sehr breit und vielfältig sei, habe der Hauptamtsleiter einige Bücher über die Gemeindegeschichte, die Jahresberichte, in denen die Entwicklung der Gemeinde über mehrere Jahre dargestellt ist, und auf der Grundlage eines ausgezeichneten grafischen Gespürs auch das Logo und das Erscheinungsbild der Gemeinde gestaltet und erarbeitet. So habe sich Heinz Trautwein in seinen über vier Jahrezehnten als Hauptamtsleiter große Verdienste für die Gemeinde erworben und hinterlasse etliche deutliche Spuren. In seiner Arbeit, so der Schultes, sei Trautwein immer zuverlässig und auch weitsichtig gewesen, was sich sehr zum Nutzen der Gemeinde und ihrer Einwohner ausgewirkt habe.
In sehr persönlichen Worten hob Amtsvorgänger Manfred Hollenbach die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen ihm - von 1972 bis 2012 Bürgermeister der Gemeinde - und dem Hauptamtsleiter hervor. Sein erster Eindruck von Trautwein als einem systematischen, intelligenten, praktisch orientierten, gut ausgebildeten, fleißigen, konzentriert arbeitenden Menschen und Beamten wurde im Laufe der Jahre immer wieder bekräftigt. Hollenbach bezeichnete Trautwein als "juristisches Lexikon" und hob die ausgezeichneten juristischen Kenntnisse hervor, die für das Handeln der Gemeindeverwaltung und seine Arbeit als Bürgermeister stets ein sicheres Fundament bildeten. Hollenbach berichtete von den faszinierenden Reisen in alle Weltgegenden, die Trautwein immer wieder unternommen habe und an denen er viele Menschen durch Bildvorträge teilhaben ließ. Dabei und auch in seiner Arbeit sei immer wieder deutlich geworden, über welch tiefe Kenntnisse und großes Interesse an Geschichte und Heimatkunde Trautwein verfüge. Hollenbach dankte dem scheidenden Hauptamtsleiter für das langjährige gute Miteinander zum Wohle der Menschen und der Gemeinde Murr und wünschte Trautwein für seinen Ruhestand alles Gute.
Danach händigte Bürgermeister Torsten Bartzsch die nach dem Beamtenrecht erforderliche Entlassungsurkunde zum 1. April 2014 aus und überreichte ihm im Namen des Gemeinderats einen Reisegutschein als Abschieds-Präsent und als Erinnerung ein Fotobuch mit Erinnerungen an die 42 Jahre bei der Gemeinde Murr.
Die frühere Gemeinderätin Helga Munz überreichte Heinz Trautwein im Namen aller Alt-Gemeinderäte ein Präsent und wünschte ihm für den Ruhestand alles Gute.
In seinen abschließenden Worten bedankte sich Heinz Trautwein für das Vertrauen und das gute, sehr menschliche Miteinander, das er in Murr in all den Jahren seiner Tätigkeit immer erleben durfte. Ob zwischen Verwaltung und Gemeinderat, zwischen Bürgern und Gemeindeverwaltung oder im Kollegium - diese Miteinander sei in Murr immer besonders gut und wertvoll und zum Wohl der Gemeinde gewesen und er hoffe, dass dies auch in Zukunft so bleibe. Die Arbeit in Murr habe ihm immer sehr viel Freude bereitet. Nun beginne für ihn ein neuer Lebensabschnitt, in dem er sicher zunächst die Aufgaben vermisse, sich aber darauf freue, mehr Zeit für private Dinge zu haben. Heinz Trautwein bedankte sich bei allen Anwesenden - amtierenden und ehemaligen Gemeinderäten, dem jetzigen Bürgermeister Torsten Bartzsch und seinen früheren Chefs Herbert Schlagenhauf und Manfred Hollenbach und den Vertretern von Planungsbüros und Institutionen - für die langjährige, von Vertrauen geprägte, gute Zusammenarbeit und wünschte der Gemeinde Murr und ihren Bürgern für die Zukunft alles Gute.
Zum Abschluss erhoben sich die Ratsdamen und -herren und alle Anwesenden und spendeten dem scheidenden Hauptamtsleiter herzlichen Applaus - ein Zeichen für die große Wertschätzung, die Heinz Trautwein aufgrund seiner Arbeit in Murr genießt.

07.03.2014

25 jähriges Dienstjubiläum von Frau Inge Behnke

Bürgermeister Torsten Bartzsch gratuliert Frau Inge Behnke im Beisein von Frau Katrin Schulze zu ihrem Dienstjubiläum
Von links nach rechts: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Inge Behnke, Schwimmmeisterin Katrin Schulze

Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte als Verbandsvorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) Steinheim-Murr im Beisein  von Schwimmmeisterin Katrin Schulze in diesen Tagen Frau Inge Behnke zu ihrem 25 jährigen Jubiläum im öffentlichen Dienst gratulieren.
Dafür erhielt sie eine Urkunde und einen Blumenstrauß.
Die gelernte Gärtnerin Frau Behnke ist seit dem 1. März 1989 für den Gemeindeverwaltungsverband im Mineralwellenfreibad Wellarium im Bereich der Grünpflege tätig. Der GVV Steinheim-Murr bedankt sich bei Frau Behnke für ihre engagierte Mitarbeit und ihre Treue während der vergangenen 25 Jahre.

28.02.2014

Ausnahmemusiker Mike Janipka begeisterte über 100 Gäste im Bürgersaal

Ausnahmemusiker im Bürgersaal: Mike Janipka
Mike Janipka mit Gitarre beim Konzert

Dass Mike Janipka ein Ausnahmemusiker ist, konnten am Samstag, 22. Februar, über 100 Zuhörerinnen und Zuhörer im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses erleben. Bei dem Konzert in der gemeindeeigenen Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" faszinierte der aus Oberstenfeld stammende Gitarrist und Sänger mit virtuosem Gitarrenspiel, ausdrucksstarker Stimme und sehr einfühlsamen Texten.
Mike Janipka hat es mit seinem herausragenden Talent als Gitarrist und Sänger geschafft, dass er hier in der Region und auch weit darüber hinaus zu einem Begriff für ehrliche, handgemachte, abwechslungsreiche und einfühlsame Musik geworden ist. Das konnte man beim Konzertabend im Bürgersaal eindrucksvoll erleben. Nur Mike Janipka mit seiner Gitarre und seiner Stimme auf dem Podium - das genügte am Samstag, um die Gäste im Bürgersaal einen Abend lang musikalisch zu faszinieren und zu begeistern.
Im Mittelpunkt des Abends standen ruhige, einfühlsame, zum Teil besinnliche Titel, deren Texte sich oft mit der Liebe in den verschiedensten Erscheinungsformen beschäftigten. Ganz wunderbar, wie Mike Janipka es verstand, in seinen Eigenkompositionen aus früherer oder jüngerer Zeit Text und Musik aufeinander abzustimmen. Sein fein abgestimmtes, nuanciertes und variantenreiches Gitarrenspiel zusammen mit seiner einfühlsamen Stimme fügten sich zu einem gefühlvollen, stimmungsvollen Vortrag, der die Zuhörer den ganzen Abend fesselte.
Faszinierend sind auf jeden Fall Mike Janipkas Fähigkeiten als Gitarrist. Wer seinen Weg mitverfolgt hat - vom Sologitarristen der Rockgruppe "Vanishing Point" in den 80er und 90er Jahren über die musikalische Kooperation mit Thomas Roth als Duo "Heiter bis folkig" bis hin zum Solokünstler - weiß um die stilistische Vielfalt, die virtuose Fingerfertigkeit und die Sensibilität, mit denen der Musiker dieses sehr vielfältige Instrument sowohl früher in seiner elektrischen Variante als auch jetzt in der akustischen Version beherrscht und einzusetzen weiß.
In dem Konzert lieferte er dafür immer wieder eindrucksvolle Beweise. Die strahlenden Tonkaskaden in einem der schönsten Beatles-Stücke "Here comes the sun", die meditative Stimmung des Instrumentaltitels "Albatros" von Fleetwood Mac, bei dem Mike Janipka seine Gitarre wie mehrere Instrumente klingen ließ, oder der fetzige Blues-Rock bei dem durch Eric Clapton bekannt gewordenen Titel "Lay down Sally" waren davon mehr als überzeugende Belege. In einer der zahlreichen Zugaben, die das Publikum am Schluss des Konzertabends von Mika Janipka einforderte, zeigte der Musiker dann auch sein Können am Klavier in der Ballade "Sailing Away" aus alten "Vanishing Point"-Zeiten.
Die Gäste im voll besetzten Bürgersaal konnten von diesem Konzert eine Füllhorn guter Musik von einem äußerst talentierten Ausnahmekünstler mit nach Hause nehmen.

21.02.2014

Rund 120 Sportlerinnen und Sportler und 10 Mehrfach-Blutspenderinnen und –Blutspender öffentlich geehrt

Groß war die Zahl der Blutspender und Sportler, die Bürgermeister Torsten Bartzsch (hinten rechts) auszeichnete
Sportlerinnen und Sportler sowie Blutspender im Gruppenbild in der Sporthalle mit Bürgermeister Torsten Bartzsch

Richtig voll wurde es am vergangenen Donnerstag, dem 13. Februar 2014, auf den Zuschauerbänken in der Sporthalle, als zahlreiche Sportlerinnen und Sportler, Mehrfach-Blutspenderinnen und -Blutspender sowie Vereins- und Abteilungsvorstände, Übungsleiter und Trainer, Mitglieder des Gemeinderats und weitere Gäste auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch zur alljährlichen Sportler- und Blutspenderehrung der Gemeinde gekommen waren.
Bartzsch zeigte sich erfreut über die große Zahl ehrenamtlich Engagierter in Murr und dankte allen, die sich als Blutspender, als Sportler, Übungsleiter und Trainer oder als Vereinsverantwortliche einsetzen und so dazu beitragen, dass das gemeinschaftliche Leben in der Gemeinde so reichhaltig und abwechslungsreich sei.
Ein Bläserensemble mit acht jungen Musikerinnen und Musikern der Musikschule Marbach-Bottwartal eröffnete den Abend musikalisch. Unter der Leitung ihre Lehrers Georg-Werner Hermann ließen sie strahlende und fröhliche Klänge in der Sporthalle erschallen und stimmten so die Anwesenden auf den Abend ein.

Ein 100-maliger Blutspender konnte ausgezeichnet werden
Der Wert des Blutspendens sei nicht hoch genug einzuschätzen, so Bürgermeister Torsten Bartzsch zu Beginn des Ehrungsreigens. Er dankte den Bürgerinnen und Bürgern, die bereits mehrmals ihren Lebenssaft gespendet haben und so zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung beigetragen haben. Der Schultes dankte auch dem Murrer Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes, der durch seinen zweiten Vorsitzenden Thomas Kreß vertreten war, für die Organisation und Durchführung der Blutspendetermine in Murr.
Zusammen mit Kreß ehrte Bartzsch dann die Mehrfach-Blutspender. Für zehnmaliges Blutspenden erhielten die Ehrennadel des Deutsche Roten Kreuzes, eine Urkunde und von der Gemeinde eine Flasche Wein oder Sekt: Günter Andraschko, Gunter Jakobiak, Sieglinde Knothe, Julian Riedel, Petra Schidrich und Andreas Weihrich.
25 Mal haben Blut gespendet und bekamen dafür die Ehrennadel und eine Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes sowie zwei Flaschen Wein oder Sekt: Markus Rommel und Leonhard Wypich.
Die stattliche Zahl von 50 Blutspenden hat Gudrun Gieseler bereits absolviert. Bartzsch und Kreß überreichten ihr dafür die Ehrennadel und die Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes sowie drei Flaschen von der Gemeinde.
Beachtliche 100 Mal hat Michael Hentschel schon Blut gespendet. Für diesen besonderen Einsatz bekam er die entsprechende Ehrennadel und Urkunde des DRK und einen reichhaltigen Geschenkkorb von der Gemeinde.

Einzelsportler und Mannschaften aus verschiedenen Sportarten waren wieder erfolgreich
Als Überleitung zur Ehrung der erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler führte eine Mannschaft der Turnabteilung des SGV Murr unter Leitung von Trainer Otto Hartmann beeindruckende Flugübungen am Mini-Trampolin vor. Das Können und der Wagemut der Turner ließen einen mehr als einmal fast den Atem stocken. Heftiger Applaus der Gäste zeigte den Sportlern, wie beeindruckt die Zuschauer von der Vorführung waren.
Sport zu treiben, so Bürgermeister Torsten Bartzsch weiter, habe viele positive Seiten: Neben der individuellen Fitness stärke der Sport auch Werte wie Kameradschaft, Teamgeist, Umgang mit Niederlagen und den Zusammenhalt untereinander. Es sei beeindruckend, welch ein breites Spektrum an Sportarten in Murr angeboten oder von Einwohnern der Gemeinde betrieben werde. Murrer Sportler tragen bei Wettkämpfen und mit ihren Erfolgen den Namen der Gemeinde und ihr positives Bild in die Ferne. Neben den Sportlerinnen und Sportlern dankte der Schultes ausdrücklich auch den Verantwortlichen in den Vereinen, den Trainern und Betreuern, die einen großen Anteil am lebendigen und erfolgreichen Sportleben in Murr hätten.
Im Einzelnen wurden folgende Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen im Jahr 2013 geehrt (Verein in Klammern, bei mehreren Erfolgen sind nur die wichtigsten genannt, bei den meisten Sportarten gilt die Platzierung für die jeweilige Altersklasse):
- Patrick Rietl (1. Tanzclub Ludwigsburg, Mitglied der Nationalmannschaft im Standard-Formationstanz): Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in Russland und Platz 2 bei der Deutschen Meisterschaft in Braunschweig im Standard-Formationstanz,
- Anna Nishimura (RKV Neckarweihingen): Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft, 2. Platz im Rollkunstlauf Solotanz bei den Deutschen Meisterschaften und jeweils 1. Platz im Rollkunstlauf Solotanz, Kombination und Kür bei den Württembergischen Meisterschaften,
- Sonja Molkenthin (TSG Backnang 1846): unter anderem jeweils 1. Platz im Schwimmen 50,100 und 200 m Brust und 200 m Lagen bei den Württembergischen Meisterschaften, Platz 2 im Schwimmen 100 m Brust bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften, Platz 2 im Schwimmen 800 m Freistil bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften, erste und vordere Plätze in verschiedenen Schwimmdisziplinen bei den Württembergischen Kurzbahnmeisterschaften und den Württembergischen Langstreckenmeisterschaften (Kurzbahn) und Teilnahme an Deutschen Meisterschaften und Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen,
- Felix Grieb (Schwimmvereinigung Region Stuttgart): Platz 7 im Schwimmen 1500 m Freistil und Platz 8 im Schwimmen 400 m Lagen bei den Süddeutschen Meisterschaften, Platz 5 im Schwimmen 200 m Schmetterling und Platz 10 im Schwimmen 400 m Freistil bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften, Platz 1 im Schwimmen 200 m Schmetterling bei den Württembergischen Jahrgangsmeisterschaften, jeweils Platz 1 im Schwimmen 1500 m Freistil und 400 m Lagen bei den Württembergischen Langstreckenmeisterschaften (Kurzbahn), Teilnahme an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften sowie weitere vordere Platzierungen in verschiedenen Schwimmdisziplinen auf württembergischer Ebene,
- Julia Grieb (Schwimmvereinigung Region Stuttgart): Platz 1 im Schwimmen 100 m Brust bei den Württembergischen Langstreckenmeisterschaften (Kurzbahn) und im Schwimmen 200 m Brust bei den Württembergischen Kurzbahnmeisterschaften, Platz 2 im Schwimmen 50 m Brust bei den Württembergischen Jahrgangsmeisterschaften, Teilnahme an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und weiter vordere Platzierungen bei süddeutschen und württembergischen Wettbewerben.

- Cornelius Freier (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft in Hawaii,
- Matthias von Borstel (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft in Hawaii und an der Europameisterschaft in Frankfurt,
- Thomas Albrecht (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon Weltmeisterschaft für die Altersklasse in London,
- Gillian Bathmaker (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon Weltmeisterschaft für die Altersklasse in London,
- Jürgen Falke (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft in Las Vegas,
- Simon Gänger (Team Silla Hopp): Platz 2 bei der Deutschen Meisterschaft im Paratriathlon,
- Hanna Schugt (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Deutschen Jugend-Triathlon-Meisterschaft in Schluchsee,
- Marc Dülsen (Team Silla Hopp): Platz 3 bei der Deutschen Triathlon-Meisterschaft in Roth,
- Amelie Gluma (Team Silla Hopp): Platz 2 im Wettbewerb "Swim & Run" bei der Baden-Württembergischen Meisterschaft und Platz 3 beim Baden-Württemberg-Triathlon,
- Bjarne Mayer (Team Silla Hopp): Platz 2 im Wettbewerb "Swim & Run" beim Baden-Württemberg-Swim & Run,
- Niklas Knoll (Team Silla Hopp und SGV Murr Abt. Leichtathletik): Teilnahme an der Deutschen Triathlon-Jugend-Meisterschaft in Schluchsee, Aufnahme in den baden-württembergischen Triathlon-Kader, Platz 5 im baden-württembergischen Triathlon-Nachwuchs-Cup, Platz 1 im 800 m-Lauf beim landesoffenen Abschlusssportfest in Stuttgart, Kreismeister im Crosslauf Jugend M 14 und Kreismeister mit der Mannschaft im Crosslauf der Jugend M 14.

- Michael Goetz (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 1 im 400 m-Hürdenlauf und Platz 6 im 400 m-Lauf bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften, Platz 10 im 1500 m-Lauf bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften und Kreismeister im 800 m-Lauf,
- Jürgen Gall (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 2 im Diskuswurf, Platz 4 im Speerwurf und Platz 6 im Hammerwurf bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Mirko Huber (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 1 im Hammerwurf und im Speewurf sowie Platz 2 im Kugelstoßen und Platz 3 im Diskuswurf bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften, Platz 1 im Hammerwurf bei den Regionalmeisterschaften und Kreismeister im Speerwurf der Männer,
- Jutta Rau-Theodosiou (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 2 im 100 m-Lauf und im Weitsprung bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften und Kreismeisterin mit der 4 x 100 m-Staffel der Frauen,
- Johanna Gall, Helen Gampper und Anne Matthaei (alle SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister mit der 4 x 100 m-Staffel der Frauen,
- Dr. Thomas Hentschel (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 5 im 400 m-Lauf der Senioren bei der Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaft und Kreismeister im Waldlauf Sprint mit der Mannschaft,
- Ayleen Barth (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeisterin im Waldlauf Sprint in der Altersklasse U 12,
- Wolfgang Funk (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister im Hammerwurf der Männer,
- Simon Hammann (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister im Waldlauf Sprint der Männer und im Waldlauf Sprint mit der Mannschaft,
- Tom Hochmuth (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 1 im Hochsprung der männlichen Jugend U 16 bei den Regionalmeisterschaften und Kreismeister im Speerwurf der männlichen Jugend U 16 und mit der Mannschaft im Waldlauf Sprint,
- Michel Huber (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister mit der Mannschaft im Waldlauf Sprint der männlichen Jugend U 16,
- Dominik Schaupp (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister mit der Mannschaft im Waldlauf Sprint der Männer,
- Vanessa Theodosiou (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeisterin mit der Mannschaft im Waldlauf Sprint der weiblichen Jugend U 16,
- Johannes Thielemann (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister im Waldlauf Sprint der männlichen Jugend U 20.

- Yasin El Azzazy (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 1 beim Deutschland-Cup im Geräteturnen beim Deutsche Turnfest, Platz 1 im Kür-Sechskampf Männer Einzel und Platz 2 im Kür-Sechskampf mit der Herren-Mannschaft bei den Gaumeisterschaften,
- Karim El Azzazy (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 3 im Kür-Sechskampf der Männer Einzel und Platz 2 im Kür-Sechskampf mit der Mannschaft Herren bei den Gaumeisterschaften in Erdmannhausen,
- André Gallus, Christian Beer, Ulf Nägele, Matthias Kunz und Julian Gaede (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 2 Kür-Sechskampf mit der Mannschaft Herren bei den Gaumeisterschaften in Erdmannhausen,
- Tim Lücke, Simon Lücke und Dominik Holstein (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 3 im Pflichtwettkampf mit der männlichen Jugend D beim Wettkampftag der Jugend,
- Simeon Unterberg, Benjamin Neuhoff, Nico Neugebauer, Julian Hinz und Aron Prang (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 2 im Wahlwettkampf der männlichen Jugend C beim Wettkampftag der Jugend,
- Markus Klotz (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 2 im Wahlwettkampf der männlichen Jugend C beim Wettkampftag der Jugend und Platz 2 mit der Mannschaft im Sechskampf der männlichen Jugend C beim LBS-Cup,
- Philipp Boncol (SGV Murr Abt. Turnen): jeweils Platz 2 im Wahlwettkampf der männlichen Jugend C beim Wettkampftag der Jugend und mit der Mannschat im Sechskampf der männlichen Jugend C beim LBS-Cup,
- Yannik Wanke (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 1 mit der Mannschaft im Sechskampf der offenen Klasse und Platz 3 im Sechskampf Einzel der männlichen Jugend C jeweils beim LBS-Cup,
- Jonas Zimmermann (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 1 mit der Mannschaft im Sechskampf der offenen Klasse und Platz 3 im Sechskampf Einzel der männlichen Jugend C jeweils beim LBS-Cup,
- Besnik Ternava (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 1 im Sechskampf Einzel im Jugendturnen C und Platz 2 im Sechskampf mit der Mannschaft männliche Jugend C jeweils beim LBS-Cup,
- Pascal Krämer (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 2 im Sechskampf mit der Mannschaft männliche Jugend C beim LBS-Cup,
- Lennard Gaede (SGV Murr Abt. Turnen): jeweils Platz 1 im Sechskampf mit der Mannschaft offene Klasse und im Sechskampf Einzel männliche Jugend C beim LBS-Cup,
- Franziska Fleischle (SGV Murr Abt. Turnen und JudoTeam Steinheim): Platz 3 im Turn-Pflichtwettkampf der weiblichen Jugend E beim Wettkampftag der Jugend und Platz 2 im Judo der Jugend bei den nord-württembergischen Einzelmeisterschaften,
- Lea Basilowski, Lena Hörner, Anne Hochmuth und Mia Steinhauer (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 3 im Pflichtwettkampf der weiblichen Jugend E beim Wettkampftag der Jugend,
- Nina Füssel, Kira Peters, Ines Schittenehlm, Charlotte Reichhelm und Amelie Bohner (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 3 im Pflichtwettkampf der weiblichen Jugend C beim Wettkampftag der Jugend.

Auch die Fußball-Abteilung des SGV Murr hat erfolgreiche Mannschaften; so sind die D-Junioren der letzten Saison (2012/2013) Kreismeister geworden. Zur Mannschaft gehören: Hendrik Basilowski, Lukas Bauknecht, Emre Colak, Patrizio Fusco, Joel Geiger, Florian Gruber, Antonio Guarino, David Höhn, Daniel Höhn, Lukas Klein, Jakob Kurz, Steffen Mühlberger, Lum Rama, Dennis Rosenecker, Tim Schäfer, Max Schäfer, Jakob Schimmak, Stefan Schöfer, Pascal Scholz und Niklas Teichmann.

Die Kid's-Mannschaft U 12 des Tennisclubs Murr wurde ausgezeichnet für ihren Aufstieg in die nächste Spielklasse und das Erringen der Bezirksmeisterschaft in der Spielsaison 2013. An dem Erfolg waren beteiligt: Tom Walouch, Eren Aydin, David Höhn, Daniel Höhn und Jona Walouch.

Mittlerweile aufgrund ihrer zahlreichen Erfolge Stammgäste bei den Sportlerehrungen sind die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Tanzsportvereins Murr. Sie haben auch in der zurückliegenden Saison in verschiedenen Formationen, als Paar- oder als Solotänzer bei den unterschiedlichsten Wettbewerben auf Regional-, Landes- und Bundesebene oder Ranglistenturnieren des Deutschen Verbandes für Garde- und Schautanzsport in den verschiedenen Disziplinen (zum Beispiel Marsch oder Polka) immer wieder Spitzenplätze belegt. Bei der Deutschen Meisterschaft hat das Jugend-Garde-Paar Zoe Gorzolka und Anton Gering Platz 4 belegt.
Die Formation "Dancing Kid Stars" hat bei der Landesmeisterschaft Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz in der Disziplin "Schüler Marsch" Platz 1 und in der Disziplin "Schüler Polka" Platz 3 belegt. Zu dieser Formation gehören neben dem bereits genannten Tanzpaar: Vivien Klüberspies, Gloria Carannante, Zelal Akbas, Nina Bohn, Annalena Dobmeier, Eileen Kempinger, Julia Kurkowska, Saviana Stazzone, Jenny Ungericht und Miriam Sik.
Auch die Formation "Dancing Mini Stars" war bei der Landesmeisterschaft Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz erfolgreich und hat in der Disziplin "Schüler Marsch" den zweiten Platz geholt. Dazu beigetragen haben: Lisa Bonna, Simon Gering, Grace Adelhelm, Anastasia Andriewski, Guiseppe Carannante, Jule Laible, Emely Neugebauer, Fanny Scheunpflug, Leni Sossalla, Lilli Stojanovic, Nazra Yildiz und Sophie Kiemle.
Als Solo-Tänzerin, aber auch im Paar- oder Gardetanz war Nelly Jungheinrich bei mehreren Ranglistenturnieren in verschiedenen Disziplinen immer ganz vorne mit dabei.

Gleich im Anschluss an ihre Ehrungen zeigten die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Tanzsportvereins Murr und begeisterten das Publikum mit schwungvollen, anspruchsvollen und akrobatischen Tanzvorführungen. Der lebhafte Applaus der Gäste war nicht nur der Lohn für diese Leistung, sondern auch gleichzeitig der Abschluss eines kurzweiligen Ehrungsabends, der mit angeregten Gesprächen ausklang.

21.02.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 18. Februar 2014)

Lang war die Tagesordnung für die Sitzung, zu der sich der Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 18. Februar 2014, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf. Die insgesamt 12 Tagesordnungspunkte umfasste Themen wie Vorberatung des Haushaltsplans 2014, Umbau der Lindenschule, Jahresberichte von der Arbeit der Ortsbücherei und des Gemeindebauhofs, Bericht über das Bürgercafé, Weiterentwicklung der Sportanlagen im Murrtal, Änderung von zwei Bebauungsplänen und die Organisation des Wahltages am 25. Mai 2014.

Bürgerfragestunde
Zu Beginn der Sitzung hatten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, Fragen an Bürgermeister und Gemeinderat zu stellen. Eine Anfrage hatte die Berichte über eine eventuelle Umbenennung der Hindenburgstraße zum Thema; dazu gebe es laut Bürgermeister Torsten Bartzsch in Murr aber keinen Anlass. Eine zweite Wortmeldung entheilt die Anregung, in Murr an geeigneter Stelle eine Kletterwand zu installieren. Bartzsch sagte zu, diese Idee zu prüfen und mit dem Initiator zu beraten.

Vorberatung des Haushaltsplans 2014
Alljährlich legt der Gemeinderat mit dem Haushaltsplan und den darin enthaltenen Planansätzen für die Ausgaben und Einnahmen der laufenden Verwaltung (Verwaltungshaushalt) und den vermögenswirksamen großen Einnahmen und Investitionsmaßnahmen (Vermögenshaushalt) die Grundlagen für das Handeln der Gemeindeverwaltung im jeweiligen Jahr fest. Die Zahlen des Haushaltsplanentwurfs für 2014, die Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler dem Gemeinderat in der Sitzung vorlegten, waren sehr solide und zufriedenstellend. Das höchste Volumen des Verwaltungshaushalts in Höhe von fast 15 Millionen Euro resultiert nach Kepplers Worten aus den guten Steuereinnahmen, die für 2014 erwartet werden können, vor allem aus der Gewerbesteuer und aus dem Anteil an der Einkommenssteuer. Dem gegenüber stehen aber Steigerungen auf der Ausgabenseite, so vor allem bei den Personalkosten (durch den Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder) und dem sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand. Vor allem aber die Umlagen an andere staatliche Stellen wie den Landkreis steigen wegen des zugrunde liegenden Jahres 2012 mit seiner guten Steuerkraft. Mit gut 1,8 Millionen Finanzausgleichsumlage und fast 2,4 Millionen Euro Kreisumlage muss die Gemeinde jeweils historische Höchstbeträge entrichten. Dadurch schrumpft der finanzielle Spielraum für künftige Investitionen trotz der guten Einnahmen; die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt wird mit erwarteten 1,45 Millionen Euro um fast 800.000 Euro niedriger als noch 2013 ausfallen.
Mit 2,55 Millionen Euro wird der Vermögenshaushalt 2014 sehr gemäßigt ausfallen, so Keppler. Neben der Ortskernsanierung der Sanierung der Zeppelinstraße und dem Neubau von Wohnhäusern an der Hindenburgstraße stehen keine größeren Investitionsvorhaben im Plan. Erfreulich sei, dass alle notwendigen Ausgaben aus eigener Kraft finanziert werden können. Wichtig für alle Steuer- und Abgabepflichtigen sei, dass die seit 19 Jahren unverändert günstigen Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer und auch die Abgaben wie der Wasserzins nicht angehoben werden müssen. Auch an der Schuldenfreiheit der Gemeinde seit 2005 müsse nichts geändert werden.
Die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich mit den Zahlen des Haushaltsplan-Entwurfs sehr zufrieden und stimmten zu, den Plan auf dieser Grundlage auszuarbeiten und in einer der nächsten Sitzungen endgültig zu beraten.

Umbau der Lindenschule
Dem Ratsgremium lag ein Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch für Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss des Schulgebäudes am Lindenweg zur Erweiterung der Räume für die Schulkindbetreuung vor, die vom Planer und Architekten Peter Ludwig erläutert wurden. Vorgesehen ist, den ehemaligen naturwissenschaftlichen Fachklassenraum künftig für die Betreuung von Schülern zu nutzen, in diesem Gebäudeteil Sanitärräume einzubauen und durch einen zusätzlichen Eingang sowie mit einer neuen Zwischenwand eine vom Schulbetrieb separate Nutzung zu ermöglichen. Der geschätzte Kostenaufwand für den Umbau beträgt ca. 140.000 Euro. Die Ratsdamen und -herren bezeichneten den Umbauvorschlag als sehr gelungen und stimmten ihm einstimmig zu. Der Umbau soll bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.

Jahresbericht der Ortsbücherei
In einem detaillierten Bericht erläuterte Büchereileiterin Ursula Kindermann die Arbeit der Ortsbücherei Murr im vergangenen Jahr. Die Zahl der aktiven Leserinnen und Leser war gegenüber dem Vorjahr mit knapp über 1.200 fast konstant, die Zahl der Entleihungen ist um fast 1.300 auf etwa 48.430 angestiegen. Zwar sei die Zahl der Kinder und Jugendlichen leicht rückläufig, doch viele Familien nutzen die Bücherei mit einem gemeinsamen Leseausweis. Der Medienbestand ist mit knapp 16.000 Einheiten etwa auf dem Vorjahresniveau.
Wie Kindermann berichtete, würden auch die neuen Angebote der Bücherei wie der Online-Katalog "Findus" und die Anfang des Jahres eingeführte "Onleihe" gut genutzt. Mit einigen Bildern gab die Büchereileiterin einen Rückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen der Bibliothek im vergangenen Jahr, die mit englischen Vorlesestunden, Spieleturnieren und Spieleabenden und der Veranstaltungswoche zum Thema Umwelt viele verschiedene Alters- und Nutzergruppen angesprochen haben. In einem Ausblick wies Kindermann darauf hin, dass Anfang des Jahres 2015 die Ortsbücherei ihr 25-jähriges Bestehen feiern könne. Unter dem Beifall des Gremiums dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch Ursula Kindermann und ihrem Team für die engagierte und tolle Arbeit in der nach wie vor beliebtesten Einrichtung der Gemeinde.

Bericht über das Bürgercafé Murr
Am 12. Dezember 2013 fand im Hardtzimmer des Bürger- und Rathauses im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des Sanierungsgebiets "Ortskern Murr III" ein Bürgercafé statt. Ziel des Bürgercafés war es, in entspannter Runde Ideen, Anregungen und Visionen zur Entwicklung der Gemeinde auszutauschen. Vorbereitet und geleitet wurde das Bürgercafé vom Sanierungsberater der Gemeinde. Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete, dass die Idee des Bürgercafés von den Anwesenden sehr gut aufgenommen worden ist. Zwar hätten es gerne einige Teilnehmer mehr sein können, doch es seien etliche Meinungen, Ideen und Vorschläge über Vorzüge und Verbesserungsbedarf der Gemeinde geäußert und gesammelt worden.
Die Mitglieder des Gremiums begrüßten die Ergebnisse des Bürgercafés und konnten sich vorstellen, so eine Veranstaltung regelmäßig durchzuführen. Die angesprochenen Punkte und geäußerten Vorschläge zeigten, dass Gemeinderat und Verwaltung größtenteils an den gleichen Themen arbeiteten, die auch die Einwohnerinnen und Einwohner beschäftigten, und somit in ihrer Arbeit richtig liegen. Die Ergebnisse des Bürgercafés könnten in die Gemeinderatsarbeit einfließen.

Weiterentwicklung der Sportanlagen
Schon länger befasst sich der Gemeinderat mit einer Weiterentwicklung der Sportanlagen im Murrtal. Unter anderem ist es Wunsch der Leichtathleten, die Trainings- und Wettbewerbsbedingungen durch eine zusätzliche Garage zur Unterbringung von Geräten, eine Werferanlage und die Erweiterung der Flutlichtanlage durch zwei zusätzliche Masten an der Ostseite des Stadions zu verbessern. Dem Gremium lag eine Kostenschätzung für alle drei Projekte und eine von den Sportlern festgelegte Prioritätenliste vor. Danach sei die Garage (Kostenaufwand: ca. 20.000 Euro) am dringendsten; Diskus- und Hammerwurfanlage (ca. 50.000 Euro) und Verbesserung der Beleuchtung ( ca. 41.000 Euro mit notwendigem Blitzschutz) könnten auch später realisiert werden.
Aus der Mitte des Gremiums wurde beantragt, die Garage und die Verbesserung der Beleuchtung gleich in einem Zug zu realisieren. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat mehrheitlich zu.

Neunte Änderung des Bebauungsplans "Neuer Weg"
Der Bebauungsplan "Neuer Weg" aus dem Jahr 1950 enthält Festsetzungen zur Bebauung der Grundstücke, die heute nicht mehr zeitgemäß sind. Vor allem die von der Hindenburgstraße 20 Meter weit entfernte Baugrenze, der sprunghafte Verlauf der meisten Baugrenzen im Quartier und Angaben zur Dimension von Neubauten stehen einer zeitgemäßen, dem Charakter des Quartiers entsprechenden Neubebauung entgegen. Mit der Änderung des Bebauungsplans sollen diese Regelungen jetzt moderneren Vorstellungen angepasst werden, wie der scheidende Hauptamtsleiter Heinz Trautwein erläuterte. Dabei soll der rechtliche Charakter des Bebauungsplans als "einfacher (nicht-qualifizierter) Bebauungsplan" nicht angetastet werden. Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf für die Planänderung einstimmig zu. Nach einer öffentlichen Auslegung wird diese noch einmal vom Gremium behandelt, bevor sie als Satzung beschlossen und danach rechtskräftig wird.

Änderung der Bebauungspläne "Egarten I" und "Egarten III/Bottenäcker"
Um eine eindeutige rechtliche Regelung entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen zu schaffen, hat der Gemeinderat beschlossen, die Bebauungspläne "Egarten I" und "Egarten III/Bottenäcker" zu ändern, um im Bereich zweier Grundstücke künftig Gebäudeleängen bis zu 150 Metern zuzulassen. Nach Aufstellungsbeschluss im September und Entwurfsbeschluss im Dezember 2013 und der öffentlichen Auslegung und Anhörung der Träger öffentlicher Belange stand jetzt der Satzungsbeschluss auf der Tagesordnung. Einstimmig stimmten die Ratsmitglieder den Bebauungsplan-Änderungen zu.

Rückblick auf die Arbeit des Gemeindebauhofs im Jahr 2013
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab den Gemeinderäten einen Rückblick auf die Arbeit des Gemeindebauhofs im vergangenen Jahr. Mit gut 82 % produktiven Stunden hat das Bauhof-Team 2013 hervorragend gearbeitet. Durch personelle Verstärkung ist die Mannschaft um Bauhofleiter Heinz Nübel jetzt noch besser für ihre Aufgaben gerüstet als vorher. Der Schultes betonte, bei der Pflege der Grünanlagen, der Unterhaltung der Wasserversorgung, der Pflege der Sportanlagen und all den anderen unterschiedlichsten Arbeitsbereichen stehen die Bauhofmitarbeiter immer im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Unter dem Beifall der Mitglieder des Gemeinderats sprach Bartzsch Bauhofleiter Heinz Nübel und seinen Mitarbeitern Dank und Lob für die hervorragende Arbeit im letzten Jahr aus.

Organisation des Wahltages 25. Mai 2014
Noch einmal musste sich der Gemeinderat mit der Organisation der Wahlen zum Europaparlament, zur Regionalversammlung, zum Kreistag und zum Gemeinderat am 25. Mai 2014 befassen. Da ein bereits bestimmtes Mitglied des Gemeindewahlausschusses am Wahltag verhindert ist, musste Ersatz gewählt werden. Dies geschah einstimmig.

24.01.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 21. Januar 2014)

Mit einer umfangreichen Tagesordnung für die erste turnusmäßige Sitzung im neuen Jahr startete der Murrer Gemeinderat am Dienstag, dem 21. Januar 2014, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch in das Jahr 2014. Rechnungsabschlüsse der Gemeindekasse und der Wasserversorgung, die organisatorische Vorbereitung des Wahltages am 25. Mai 2014, die Erweiterung der Schulkindbetreuung und weitere Verwaltungsangelegenheiten waren die Themen, mit denen die Ratsdamen und -herren sich im Ratssaal des Bürger- und Rathauses befassten.

Jahresrechnung 2012
Etwas später als üblich, aber mit sehr positiven Zahlen wurde der Gemeinderat pflichtgemäß von Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler über den Rechnungsabschluss der Gemeindekasse für das Jahr 2012 informiert. Unerwartet gute Steuereinnahmen, vor allem aus der Gewerbesteuer und dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, bescherten dem Verwaltungshaushalt 2012 bei den Einnahmen ein Plus von 18,3 % gegenüber dem Planansatz von 12,7 Millionen Euro. Mit 9,9 Millionen lagen die tatsächlichen Steuereinnahmen um knapp 2,17 Millionen Euro über den entsprechenden Planzahlen und waren damit so hoch wie nie zuvor in der Gemeindegeschichte. Da sich die Ausgaben und die sonstigen Posten des Verwaltungshaushalts fast planmäßig entwickelten, konnte die vorgesehene Zuführung an den Vermögenshaushalt von knapp 1,13 Millionen Euro um fast 3 Millionen Euro auf 4,1 Millionen Euro gesteigert werden. Daher konnte der Rücklage der Gemeinde im Jahr 2012 die stattliche Summe von 5 Millionen Euro zugeführt werden. Große Summen in diesem "Sparstrumpf" der Gemeinde sind allerdings, so Keppler, für künftige Investitionsvorhaben, notwendige Ausgaben und kommende Umlagen an Land und Landkreis vorgesehen und müssten wieder der Rücklage entnommen werden. Zudem bedeuten die guten Zahlen des Jahres 2012, dass auf die Gemeinde zwei Jahre später wieder weniger Zuweisungen und höhere Umlagen zukommen. Keppler ging auch auf die umfangreichen Bauvorhaben und Investitionen des Jahres 2012 ein, so zum Beispiel die energetische Sanierung des Schulgebäudes, den Neubau des Kinderhauses "Regenbogen" am Mühlweg und die Erschließung neuer Baugebiete im "Langen Feld", hinter denen viel Arbeit stecke.
In der Beratung äußerten die Mitglieder des Gremiums große Zufriedenheit über die positiven Zahlen. Bemängelt wurde die späte Behandlung des Rechnungsabschlusses, der eigentlich zur Jahresmitte des Folgejahres hätte vorgelegt werden müssen. Die umfangreichen und komplizierten EDV-Umstellungen zum Jahreswechsel 2011/2012, die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr, langwierige Krankheitsfälle und andere nicht vorhersehbare Entwicklungen seien dafür verantwortlich, so Bartzsch und Keppler. Mit großem Engagement und motiviertem Einsatz der Mitarbeiter des Finanzwesens, denen der Schultes zum Abschluss dankte, würde dem entgegen gewirkt.

Jahresabschluss 2012 der Wasserversorgung
Die Wasserversorgung der Gemeinde, die wie ein selbstständiger Wirtschaftsbetrieb geführt wird, schloss das Wirtschaftsjahr 2012 mit einem steuerlichen Gewinn in Höhe von rund 44.000 Euro ab, wie Gemeindekämmerer Albrecht Keppler dem Gremium erläuterte. Gründe dafür seien vor allem Umstellungen beim EDV-System für das Abrechnungswesen, wegen denen 2012 einmalig 14 statt 12 Monate abgerechnet werden mussten. Mit diesem kleinen Plus sollen zu erwartende geringe Verluste in den Folgejahren ausgeglichen werden.

Bericht über die Beteiligung der Gemeinde an Privatunternehmen im Jahr 2012
Die Gemeindeordnung schreibt vor, dass die Kommunen dem Gemeinderat einmal jährlich über die Beteiligungen der Gemeinde an Privatunternehmen berichten. In einer schriftlichen Vorlage wurden dem Gremium die entsprechenden Informationen für das Jahr 2012 vorgelegt. Wichtigste Beteiligung ist das 100 %ige Tochterunternehmen der Gemeinde, die "Kommunalbau Murr" GmbH, die jedoch - wie bereits berichtet - demnächst aufgelöst wird. Kleinere Beteiligungen in zum Teil sehr geringem Umfang hält die Gemeinde an der Volksbank Ludwigsburg, der Gemeinnützigen Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft Ludwigsburg und der Kleeblatt-Pflegeheime gGmbH. Das Ratsgremium nahm den Beteiligungsbericht zur Kenntnis.

Straßenname für den neuen Stichweg im Bereich der Grundstücke Hindenburgstraße 28 und 30
Wie bekannt, hat die Gemeinde nach dem Erwerb der Grundstücke Hindenburgstraße 28 und 30 die dortigen alten Gebäude abgerissen und damit dort Neubauten teils in privater, teils in eigener Trägerschaft ermöglicht. Das Areal wird durch einen neu angelegten Stichweg erschlossen, der von der Hindenburgstraße abgeht. Da sich von 1867 bis 1964 auf dem Grundstück Hindenburgstraße 30 das Gasthaus "Löwen" befand, wurde dem Gremium als Name für diesen Stichweg "Löwengasse" vorgeschlagen. Die Mitglieder des Gremiums begrüßten den Bezug zur Ortsgeschichte und sprachen sich einstimmig für diesen Vorschlag aus.

Erweiterung der Ferienbetreuung für Schulkinder
Als Ergänzung zur seit dem Schuljahr 2013/2014 bestehenden Ganztagesbetreuung an der Lindenschule wird in zwei Sommerferienwochen und in allen kleinen Ferien (außer den Weihnachtsferien) eine Ferienbetreuung von 7 bis 14 Uhr angeboten.
Da einige Eltern eine Verlängerung dieser Betreuungszeiten wünschten, schlug Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gemeinderat vor, die Ferienbetreuung ab den nächsten Ferien an die Zeiten der Ganztagesbetreuung von 7 bis 17 Uhr (Montag bis Donnerstag) anzupassen und das Betreuungsangebot so zu vereinheitlichen. Die Gebühren sollen entsprechend angepasst werden. Die Mitglieder des Gremiums stimmten diesem Vorschlag einstimmig zu.

Vorbereitung der Europa-, Kommunal- und Regionalwahlen
Am 25. Mai 2014 findet die Wahl zum Europäischen Parlament und in Baden-Württemberg die Gemeinderats-, Kreistags- und Regionalwahlen statt. Zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Wahlen fasste der Gemeinderat die notwendigen grundsätzlichen Beschlüsse über den zu bildenden Gemeindewahlausschuss, die Berufung der Wahlvorstände, die Einteilung der Wahlbezirke und die Entschädigung der Wahlhelfer.

Wahl einer neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Gutachterausschusses
Wie bekannt, geht der langjährige Hauptamtsleiter der Gemeinde Heinz Trautwein Ende März in den Ruhestand. Da er im Bürgermeisteramt auch die Geschäftsstelle des gemeindlichen Gutachterausschusses leitet und dessen stellvertretender Vorsitzender ist, wurde vorgeschlagen, dass seine Nachfolgerin Brigitte Keller, die Anfang Januar ihren Dienst bei der Gemeinde Murr begonnen hat, beide Funktionen ab 1. April 2014 übernimmt. Dieser Vorschlag wurde vom Gemeinderat einhellig gebilligt.

Annahme von Spenden
Alljährlich muss dem Gemeinderat über die der Gemeinde zugewendeten Spenden und deren Verwendung berichtet werden. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch anhand einer schriftlichen Vorlage erläuterte, erhielt die Gemeinde im Zeitraum vom 1. Dezember 2012 bis zum 31. Dezember 2013 insgesamt Spenden in Höhe von knapp 4.000 Euro, die unter anderem dem Kinderhaus, der Jugendfeuerwehr, dem Jugendhaus und der Ortsbücherei zugute kamen.

Jahresbericht 2012
Traditionell erhielt der Gemeinderat in der ersten Sitzung des neuen Jahres einen ausführlichen und detaillierten statistischen Bericht über die Entwicklung der Gemeinde im vergangenen Jahr und die wichtigsten Tätigkeiten der Gemeindeverwaltung. Nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch, der den Bericht kurz erläuterte, sei 2013 für die Gemeinde Murr ein eher unspektakuläres Jahr gewesen. Erfreulich sei, dass gegenüber 2012 die Zahl der Geburten im letzten Jahr wieder gestiegen und höher als die Zahl der Sterbefälle sei, und dass die Freiwillige Feuerwehr Murr keinen Großbrand zu bekämpfen hatte.

Eigentumsverhältnisse an der Umgehungsstraße und im Bereich der Murr
Von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein wurden die Ratsdamen und -herren über die Eigentumsverhältnisse im Bereich der Umgehungsstraße L 1100 und der Murr informiert. Nach Bau der Ortsumgehung und nach Abschluss der Murr-Korrektur haben das Land Baden-Württemberg und die Gemeinde Murr in zahlreichen Grundstücksgeschäften die Eigentumsverhältnisse den neu entstandenen Verhältnissen angepasst und die entsprechenden Grundbucheintragungen veranlasst. Trautwein erläuterte, dass diese Maßnahmen nun abgeschlossen seien und nur bei wenigen Flächen noch Einigung über den Erwerb beziehungsweise die Zuständigkeit für Unterhaltung und Pflege sowie die Entschädigung dafür erzielt werden müsse.

20.01.2014

Pflege des Kirchenweinbergs von Emil Ackermann an Fritz Blank und Gerhard Leibbrand übergeben

Bürgermeister Torsten Bartzsch bedankt sich im Namen der Gemeinde sehr herzlich bei Emil Ackermann, Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Gunter Hekel (v.l.n.r.) für ihr ehrenamtliches Engagement zum Erhalt des Kirchenweinbergs.
Von links nach rechts: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Emil Ackermann, Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Gunter Hekel vor der Mauer des Kirchenweinbergs

Im Jahr 1990 kam die Gemeinde durch einen Erbfall in den Besitz des Hanggrundstücks am südlichen Rand des Kirchplatzes an der Ecke Kirchgasse/Widdumgasse. Es reifte die Idee, dort wieder Wein anzubauen, wie es in früheren Zeiten üblich war. Nach dem Setzen der Rebstöcke konnte dort im Jahr 1992 zum ersten Mal Wein gelesen werden.
Seit Beginn hegte und pflegte der damalige Amtsbote Emil Ackermann den gemeindeeigenen Weinberg wie sein eigenes Stückle. Durch viel Handarbeit bei der dreischenkligen Pfahlerziehung und großes Engagement sorgte er dafür, dass der Kirchenwengert stets ein schönes Erscheinungsbild abgab und pro Jahr rund 100 Liter Ertrag bescherte. Ausgebaut wird der besondere Tropfen beim Weinfachmann Gunter Hekel.
Aus Altersgründen hat Emil Ackermann nun seine ehrenamtliche Tätigkeit in jüngere Hände gegeben. Ab diesem Jahr werden sich Fritz Blank und Gerhard Leibbrand um den Kirchenweinberg kümmern. Bei einem Vororttermin bedankte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch bei Emil Ackermann für sein großes Engagement. Als Dank überreichte er ihm einen Geschenkkorb mit dem Versprechen, lebenslang eine Kiste Wein pro Jahr vom Kirchenweinberg zu erhalten. Bei dem Vororttermin wurde mit den Nachfolgern Fritz Blank und Gerhard Leibbrand vereinbart, dass die vorhandenen Rebstöcke entfernt und im Frühjahr neue Reben der Sorte Lemberger gesetzt werden.

20.01.2014

Mit Musik und Dichtkunst aus dem hohen Norden das neue Jahr begrüßt

Das Orchester der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim mit Dirigent Peter Wallinger
Dirigent Peter Wallinger und Musiker der Bietigheimer Kammersinfonie Bietigheim im Konzert

"Nordische Impressionen" prägten das 20. Neujahrskonzert im Bürgersaal

Auch das 20. Neujahrskonzert, das am Samstag, 11. Januar 2014, im fast voll besetzten Bürgersaal stattfand, gestaltete in bewährt qualitätsreicher musikalischer Ausführung die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim unter der Leitung ihres Gründers Peter Wallinger. Das Programm entführte die Besucher in den hohen Norden Europas, nach Finnland, Schweden und Dänemark. Sein besonderer Reiz lag in der Erweiterung durch die Sprache. Aus dem finnischen Volksepos "Kalevala" rezitierten Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth etliche Verse, so genannte Runen.
Vor Beginn des Konzerts begrüßte der Rathausmitarbeiter Matthias Bader die zahlreichen Besucher und überbrachte ihnen auch im Namen des Gemeinderates und der Gemeindeveraltung die besten Wünsche zum neuen Jahr. Unter Hinweis auf das Jubiläum aus Anlass des 20. Neujahrskonzerts erinnerte er an die Anfänge. "Damals sagten wir, 'Versuchen wir es mal'", erklärte er und dankte insbesondere Peter Wallinger für die in jedem Jahr von seinem Orchester gebotene hohe künstlerische Qualität und die Vielseitigkeit der einzelnen Programme. Zugleich sprach Bader auch seinen herzlichen Dank an die Mitglieder des LandFrauenvereins Murr aus, die auch am Samstag wieder die Besucher vor und nach dem Konzert sowie während der Pause mit Getränken und verschiedenen kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnten. Abschließend betonte er, Sprache könne auch wie Musik klingen und stimmte damit die Besucher auf das Programm des Abends ein, in welchem Musik und Wort gleichrangig zu hören waren.
Mit "Nordische Impressionen" hatte Peter Wallinger das Konzertprogramm überschrieben. Dargeboten wurden nicht nur Werke bekannter Komponisten aus Skandinavien wie Edward Grieg, Carl Nielsen oder Jean Sibelius, sondern auch außerordentlich farbenreiche Stücke eines hier zu Lande kaum bekannten Tonschöpfers, die er in Notenarchiven entdeckte. Rhythmisch akzentuiert und tänzerisch bewegt erklangen zu Beginn des Konzerts "Kuhreigen und Bauerntanz" aus Opus 63 von Edward Grieg. Diese heiteren, folkloristisch wirkenden Stücke gaben der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim erste beeindruckende Gelegenheiten, mit gewohnt klarem, dichtem und warmem Streicherklang zu erfreuen. Auch drei Sätze aus einer Serenade nach schwedischen Volksweisen von Max Bruch musizierte das Orchester beschwingt und in sehr fein nuancierter Ausführung.
Der finnische Komponist Pehr Henrik Nordgren lebte von 1944 bis 2008 und ihn hatte Peter Wallinger noch kennen gelernt, weshalb er auch schon in der Vergangenheit das eine oder andere Werk von ihm aufführte. Aus seiner im Jahr 1976 entstandenen Suite "Pelimannimuotokuvia", Opus 26, waren im Lauf des Programms zwei sehr lebhafte und regelrecht fröhlich wirkende, mit Brillanz musizierte Sätze zu hören. Die bekannte "Sentimental Saraband" aus der "Simple Siymphonie" von Benjamin Britten wurde ebenfalls als musikalisches Glanzstück gespielt, zumal darin die Konzertmeisterin der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim, Sachiko Kobayashi, mit großer Einfühlsamkeit und Sensibilität auf der Violine den Solopart interpretierte. Um noch einmal nachdrücklich zu unterstreichen, dass das Konzert "Nordische Impressionen" gute Laune bei den Besuchern auszulösen vermochte, wiederholten Peter Wallinger und seine ambitionierten Musikerinnen und Musiker noch einmal den burlesken "Bauerntanz" von Edward Grieg. Danach folgten noch zwei Zugaben als Dank für den anhaltenden, freudigen Schlussapplaus im Bürgersaal.
Nicht zuletzt hervorzuheben ist allerdings die Rezitation aus dem finnischen Epos "Kavelava" durch die beiden fabelhaften Sprecher Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth. Mit einem vom Versrhythmus bestimmten, angemessenen Pathos und in überaus klarer Artikulation trugen sie die ausgewählten Runen vor. Darin wurde von den Abenteuern dreier Helden aus Kalevala-Land im Süden Finnlands berichtet, die sie bei ihrer Werbung um die schöne Nordlandjungfrau erlebten. Außerdem spielt ein zauberisches Gefäß mit der Bezeichnung "Sampo" eine wesentliche Rolle, um das es einen wilden Kampf auf hoher See gibt, bei dem es zerbrach. Doch seine geretteten Scherben bringen den Helden schließlich Glück. Der Inhalt dieses Epos ist außerordentlich spannend und wirkte auch in der deutschen Übersetzung noch sehr authentisch und ursprünglich, wozu jedoch die Vortragskunst der beiden Sprecher wesentlich beitrug.
(Rudolf Wesner)

10.01.2014

Sternsinger besuchen Gemeindeverwaltung

Zu Beginn ihrer Tour durch Murr und Steinheim besuchten die Sternsinger das Bürger- und Rathaus
Eine Gruppe von Sternsingern im Foyer des Bürger- und Rathauses

Ein besonders schönes Beispiel für ehrenamtliches, gemeinsames Engagement ist die Sternsingeraktion, bei der bundesweit Kinder als heilige drei Könige in den Gemeinden unterwegs sind, mit Liedern und dem Neujahrssegen den Menschen Freude bereiten und um Unterstützung für benachteiligte Menschen in aller Welt bitten. Auch die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde Steinheim - Murr sind wie in den vergangenen Jahren zu Beginn des Jahres 2014 in beiden Gemeinden unterwegs.
Zu Beginn ihrer Tour stattete eine besonders große Schar von ihnen der Murrer Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Torsten Bartzsch an der Spitze am 2. Januar 2014 im Bürger- und Rathaus einen Besuch ab und überraschte die Gemeindebediensteten mit ihrem Gesang und ihren Segenswünschen zum Jahresbeginn. Mehrere größere und kleinere Kaspar, Melchior und Balthasar samt ihren Begleitern erfreuten die Rathausmannschaft und erhielten einen Beitrag für die Spendenkasse.
Die diesjährige bundesweite Sternsingeraktion steht unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!". In diesem Jahr nimmt sie besonders alle Kinder in den Blick, die ihre Heimat verlassen mussten. Unzählige Kinder weltweit leben als Flüchtlinge in Lagern und müssen sich in der Fremde zurechtfinden. Doch nicht nur Kinder in Malawi profitieren vom Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland. Im Jahr 2012 konnte das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" insgesamt 2.699 Projekte in 121 Ländern unterstützen. Die Hilfe ist dabei so vielfältig wie die Bedürfnisse der Kinder. Insgesamt verteilten sich 59.838.437,60 Euro auf Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, soziale Integration und Rehabilitation, Ernährung, Nothilfe, pastorale Aufgaben und anderes.
Bürgermeister Bartzsch erinnerte sich daran, dass er selber in seiner Jugend auch einige Jahre als Sternsinger unterwegs war und lobte die Kinder und Jugendlichen für ihren gemeinschaftlichen Einsatz für andere. Die Rathausbediensteten dankten den Sternsingern für ihren Besuch und für ihr Engagement und wünschten ihnen für ihre Aktion viel Zuspruch und Erfolg.

10.01.2014

Traditioneller Holzverkauf: Ein besonderes Erlebnis im Hardtwald

Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts) und Revierförster Jürgen Weis (mit Hut) bei der Holzversteigerung
Bürgermeister Bartzsch und Förster Weis vor Teiönehmern an einem Langholzpolter im Wald
So genannte „Naturfenster“ mit erläuternden Schrifttafeln richten den Blick auf bestimmte Einzelbäume oder Besonderheiten der Waldbewirtschaftung
Förster Weis erklärt den Teilnehmern ein aus Holz gefertigtes "Naturfenster"
Rote Würste und Glühwein vom DRK-Ortsverein beim geselligen Abschluss der Holzversteigerung
Teilnehmer am Bewirtungsstand des DRK-Ortsvereins

Eine genauso langjährige wie schöne Tradition ist jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester der Brennholzverkauf im Hardtwald. Am Samstag, dem 28. Dezember 2013, um 10 Uhr war es wieder soweit und eine große Zahl Interessenten aus Murr und der näheren und weiteren Umgebung kamen zum Treffpunkt am Rohrtälesparkplatz. Etwa 200 Teilnehmer waren dabei, entweder um einen der Langholzpolter oder fertig gespaltenes Schichtholz zu erwerben oder um nur einmal die Atmosphäre einer Brennholzversteigerung im Wald mitzuerleben.
Revierförster Jürgen Weis und Bürgermeister Torsten Bartzsch versteigerten abwechselnd das vorbereitete Holz. Herr Weis ließ immer wieder Informationen und Wissenswertes über den Wald und seine Bewirtschaftung einfließen. Erfahrene Teilnehmer an der Holzversteigerung hatten das vorbereitete Holz schon vorher in Augenschein genommen und sich "ihren Wunschpolter" schon ausgewählt. Bei der Versteigerung hieß es dann taktisch vorgehen und das richtige Maß zwischen Abwarten und Bieten zu finden.
Am Ende konnten Weis und Schultes Bartzsch zufrieden feststellen, dass alles Holz verkauft werden konnte. Auch Gemeindekämmerer Albrecht Keppler hatte Grund zur Freude, denn der Erlös für die Gemeindekasse betrug knapp 20.000 Euro. Die Versteigerung konnte bei roten Würsten und Glühwein, die wie immer vom Murrer Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes angeboten wurden, ausführlich besprochen und kommentiert werden.

13.12.2013

Senioren verbrachten schönen Nachmittag bei der Adventsfeier in der Gemeindehalle

Bürgermeister Torsten Bartzsch (am Rednerpult) begrüßt zahlreiche ältere Mitbürger zur Adventsfeier in der Gemeindehalle
Bürgermeister Torsten Bartzsch vor der voll besetzten Gemeindehalle am Rednerpult
Die Mitglieder des Gemeinderats und ihre Partner sorgten wieder für das leibliche Wohl der Gäste
Mitglieder des Gemeinderats beim Bewirten der Gäste
Der Chor der Lindenschule bei seiner Darbietung auf der Bühne
Die Kinder des Schulchores bei ihrer Darbietung auf der Bühne
Die Kapelle des Musikvereins Murr
Musiker des Musikvereins Murr beim Spielen auf der Bühne
Hans-Otto Oechsle unterhielt mit schwäbischen Geschichten
Mundartdicher Hans-Otto Oechsle auf der Bühne der Gemeindehalle

Einen rundum schönen und unterhaltsamen Nachmittag verbrachten am Sonntag des 1. Advents zahlreiche Seniorinnen und Senioren unseres Ortes auf Einladung des Gemeinderates bei der Adventsfeier in der Gemeindehalle. Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich bei der Begrüßung erfreut, dass so viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger dieser Einladung gefolgt waren.
Traditionell sorgten die Mitglieder des Gemeinderats mit ihren Partnerinnen und Partnern als aufmerksame Gastgeber für das leibliche Wohl der Gäste und ließen es vom duftenden Kaffee über leckere Kuchen und Torten bis hin zum Viertele an nichts fehlen, was gewünscht wurde.
Auch für ein buntes Unterhaltungsprogramm war gesorgt. Es wurde vom Chor der Murrer Lindenschule unter Leitung von Barbara Fröbel eröffnet. Aufmerksam verfolgten die Gäste in der Halle die Darbietungen der kleinen Sängerinnen und Sänger und applaudierten danach lebhaft. Pfarrer Thomas Nonnenmann von der evangelischen Kirchengemeinde sprach anschließend einige besinnliche Worte.
Die Blaskapelle des Musikvereins Murr bewies danach mit schwungvollen und melodiösen Melodien sehr zum Gefallen des Publikums ihr musikalisches Können. Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch mit Unterstützung der Mitglieder des Gemeinderats die ältesten Besucherinnen und Besucher namentlich begrüßt und ihnen jeweils ein Präsent überreicht hatte, kam der Oberstenfelder Mundartdichter Hans-Otto Oechsle auf die Bühne und unterhielt das Publikum in der Halle mit originellen Geschichten und Anekdoten in heimatlicher schwäbischer Mundart.
Bürgermeister Torsten Bartzsch bedankte sich bei allen, die am Programm zur Unterhaltung und bei der Bewirtung der älteren Murrerinnen und Murrer mitgewirkt hatten. Der Nachmittag ging dann mit lebhaften und angeregten Unterhaltungen zu Ende und die Seniorinnen und Senioren haben wieder einmal einen schönen Adventsnachmittag in der Gemeindehalle erlebt.

29.11.2013

Umstellung des Lastschrifteinzugs vom Einzugsermächtigungsverfahren auf das SEPA-Basislastschriftverfahren

Mit Einführung der neuen Zahlungsverkehrsrichtlinien treten Vorschriften in Kraft, die sich auf das bisherige Abbuchungsverfahren auswirken.
Die Gemeinde Murr wird zum 1. Dezember 2013 auf das SEPA-Basislastschriftverfahren umstellen. Bürger/-innen, die der Gemeinde Murr eine Einzugsermächtigung erteilt haben, erhalten ab der nächsten Woche ein Schreiben, indem über die Änderungen informiert wird. Die Umstellung wird komplett über die Gemeinde Murr erfolgen. Von den Bürger/-innen ist grundsätzlich nichts weiter zu unternehmen.
Fragen zur Umstellung sowie zum Informationsschreiben beantwortet die Gemeindekasse Murr (Telefon: 07144/2699-41 / E-Mail-Adresse: mueller@murr.kdrs.de).

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