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Info-Archiv

Auf dieser Seite finden Sie für etwa 1 Jahr alle wichtigen Texte, die bislang in den Rubriken "Infos aus dem Rathaus" und "Infos aus dem örtlichen Leben" veröffentlicht wurden.

25.05.2018

Weitere Urnengemeinschaftsanlage auf dem Neuen Friedhof angelegt

Die neue Anlage wurde nun fertiggestellt
Die neue Urnenanlage auf dem Neuen Friedhof

Die Nachfrage nach Urnenbestattungen hat in den letzten Jahren weiterhin zugenommen. Deshalb hat der Gemeinderat im November 2017 beschlossen, eine weitere Urnengemeinschaftsanlage mit fünf Stelen für jeweils 10 Urnen pro Stele auf dem Neuen Friedhof anzulegen. Gleichzeitig wird man sich auch über weitere Bestattungsformen informieren, die eventuell zukünftig auf den Murrer Friedhöfen angeboten werden.
Bei der nun errichteten Urnengemeinschaftsanlage werden auf den Basalt-Stelen die Namen der Verstorbenen genannt, ein direkter Bezug auf die Beisetzungsstelle besteht nicht.
Die Kosten für die neue Anlage belaufen sich auf ca. 31.000 Euro.

18.05.2018

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. Mai 2018)

Mit der Vorstellung der Kriminalstatistik 2017, dem Rechnungsabschluss der Gemeindefinanzen und der gemeindeeigenen Wasserversorgung für das Jahr 2017 standen einige routinemäßigen Themen auf der Tagesordnung des Gemeinderates, als dieser sich am Dienstag, dem 15. Mai 2018, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung traf.
Außerdem gab das Ratsgremium die Arbeiten für den Bau des Kreisverkehrs an der Kreuzung Bietigheimer Straße/Bei der Bergkelter/Im Langen Feld in Auftrag und schuf mit der Verabschiedung einer entsprechenden Satzung die rechtliche Voraussetzung für einen verkaufsoffenen Sonntag aus Anlass der Murrer Kirbe am 9. September 2018.
Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte zu der Sitzung neben den 14 Ratsdamen und -herren auch einige Zuhörerinnen und Zuhörer und Vertreter der Lokalpresse begrüßen.

Kriminalstatistik 2017
Wie alljährlich war auch dieses Mal der Leiter des Polizeipostens Steinheim an der Murr, René Kießlich, in der Sitzung, um die Kriminalstatistik für Murr für das Jahr 2017 vorzustellen und zu erläutern. Gleich zu Beginn fasste Kießlich die Lage in Murr aus polizeilicher Sicht als ruhig und in keiner Hinsicht auffällig oder bedenklich zusammen. Es habe im letzten Jahr auch hier einige Delikte wie Sachbeschädigungen, Körperverletzungen oder Diebstähle gegeben, aber fast alle Zahlen liegen im Vergleich zu denen des gesamten Polizeireviers Marbach oder zu anderen Kommunen auf sehr niedrigem Niveau oder sogar unter dem Durchschnitt. Wohnungseinbrüche hätten wie in Murr allgemein nachgelassen, doch habe die Polizei auf diesem Gebiet auch viel an Prävention und Information unternommen. Sensible Stellen wie Jugendhaus und Schule würden gezielt durch Streifen beobachtet und kontrolliert, zumal wenn es Beschwerden gebe, wie es in der warmen Zeit wieder häufiger vorkommen kann.
Nahezu unproblematisch laufe aus Sicht der Polizei der Betrieb des Wohnheims für unbegleitete minderjährige Ausländer im Gewerbegebiet, wo es außer internen Vorfällen bislang keine Anlässe für polizeiliche Maßnahmen gegeben habe. Kießlich lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Arbeit der Caritas bei der Betreuung der jungen Wohnheim-Bewohner und bei der Zusammenarbeit mit anderen Stellen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch dankte im Namen des Gemeinderats Herrn Kießlich und den Beamten des Polizeipostens für die gute und enge Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, den ständigen Informationsaustausch und die tägliche Arbeit zum Wohle der Sicherheit der Murrer Bürgerinnen und Bürger.

Bau eines Kreisverkehrs: Vergabe der Arbeiten
Am 17. Oktober 2017 hat der Gemeinderat sich für den Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Bietigheimer Straße/Bei der Bergekelter/Im Langen Feld ausgesprochen, um die Sicherheit dieses Knotenpunkts zu erhöhen und den Verkehr dort reibungsloser und flüssiger zu machen. Außerdem ist diese Maßnahme im Lärmaktionsplan aufgeführt.
Da die Bietigheimer Straße eine Kreisstraße ist, musste diese Baumaßnahme mit dem Landratsamt Ludwigsburg abgestimmt werden; der zuständige Kreistags-Ausschuss hat im März 2018 der Umgestaltung der Kreuzung ebenfalls zugestimmt. Das Verbandsbauamt Großbottwar hat die notwendigen Arbeiten dafür daraufhin ausgeschrieben.
Der stellvertretende Leiter des Verbandsbauamtes, Christian Opitz, stellte das Ergebnis der Ausschreibung in der Sitzung vor. Aufgrund der augenblicklichen Baukonjunktur lagen die eingegangenen Angebote sämtlich über der ursprünglichen Kostenschätzung; steigende Rohstoffpreise und Löhne sowie volle Auftragsbücher führen allgemein zu Kostensteigerungen von 20 bis 50 %. Das günstigste Angebot liege mit knapp 830.000 Euro etwa 21 % über den kalkulierten Kosten.
Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe an die Firma Lukas Gläser einstimmig zu. Bürgermeister Torsten Bartzsch kündigte an, dass mit dem Bau des Kreisverkehrs möglichst bald begonnen werden solle. Die Verkehrsführung während der etwa 6-monatigen Bauzeit werde schwierig, man werde sich mit der Verkehrsbehörde des Landratsamtes bemühen, diese Zeit so gut wie möglich zu bewältigen. Dabei würden die Sorgen der Anlieger ernst genommen; doch eine Baumaßnahme an einem solch wichtigen Knotenpunkt werde nicht ganz ohne Probleme abgewickelt werden können.

Jahresrechnung 2017
Mit erfreulichen Zahlen konnten Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler bei der Vorlage der Jahresrechnung für das Jahr 2017 aufwarten. Der Schultes sprach von einer sehr positiven Entwicklung der Gemeindefinanzen im vergangenen Jahr, die vor allem von Steuereinnahmen auf Rekordniveau geprägt wurde.
Kämmerer Albrecht Keppler stellte den Rechnungsabschluss im Detail vor. Es ist der 38. Abschluss in seiner Zeit als Kämmerer von Murr. Verwaltungshaushalt (rund 18 Millionen Euro) und Vermögenshaushalt (rund 10 Millionen Euro) seien noch nie so hoch gewesen wie 2017. Die Steuereinnahmen hätten sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, doch mit über 12 Millionen Euro seien sie 2017 noch einmal auf einen neuen Rekordwert geklettert. Dies liege an den Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die über 5 Millionen Euro betragen (geplant waren 4,5 Millionen Euro), und am Anteil aus der Einkommenssteuer, der zum ersten Mal über 4 Millionen Euro liege. Zwei Drittel der gesamten Einnahmen der Gemeinde stammen letztes Jahr aus Steuereinnahmen.
Dem stehen aber auch Ausgaben in Rekordhöhe gegenüber, so Keppler. Vor allem die Personalausgaben mit über 3,3 Millionen Euro hätten einen neuen Höchststand erreicht. Dafür habe die Gemeinde aber auch quantitativ und qualitativ ein hervorragend ausgebautes Betreuungsangebot, das Familien mit Kindern aller Altersklassen zugute komme. Anstatt geplanten 2,1 Millionen Euro konnten dem Vermögenshaushalt aus dem laufenden Betrieb gut 4,1 Millionen Euro zugeführt werden.
Die Bau- und Investitionsmaßnahmen wie zum Beispiel der Anbau für Ganztagesbetreuung am Kindergarten Murrer Strolche am Mühlweg, die Sanierung von Mozart- und Silcherstraße, die Umstellung weiterer Bereiche der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik oder erste Finanzierungsraten für den Neubau eines Jugendhauses konnten im Prinzip aus den Erlösen von Grundstücksveräußerungen finanziert werden. So konnten der allgemeinen Rücklage - dem "Sparstrumpf" der Gemeinde - anstatt wie geplant knapp 2,3 Millionen Euro Mittel in Höhe von knapp 4,5 Millionen Euro zugeführt werden, so dass die Gemeinde zum 31. Dezember 2017 etwa 38 Millionen Euro auf der hohen Kante habe.
So konnte Kämmerer Albrecht Keppler abschließend feststellen, mit dem Rechnungsabschluss könne man recht zufrieden sein und er erlaube einen beruhigten Blick in die Zukunft. Diese Einschätzung wurde von den Mitgliedern des Gremiums geteilt. Die Finanzsituation der Gemeinde erlaube es, relativ entspannt über Aufgaben und Projekte nachzudenken und zu beraten und das auf den Weg zu bringen, was als notwendig angesehen werde. Die finanzielle Situation einer Kommune sei zwar von der wirtschaftlichen Lage, von gesetzlichen Vorgaben und von Entscheidungen anderer staatlicher Ebenen abhängig und könne nur eingeschränkt selber beeinflusst werden, doch der Rechnungsabschluss zeige, dass man in Murr in der Vergangenheit den richtigen Weg gegangen sei.
Die Jahresrechnung wurde vom Gemeinderat zum Schluss einstimmig gebilligt.

Rechnungsabschluss der Wasserversorgung für das Jahr 2017
Wie Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläuterte, werde die Murrer Wasserversorgung wie ein gewerblicher Betrieb geführt, allerdings wie vom Gemeinderat beschlossen ohne Gewinnerzielungsabsicht.
Im Jahr 2017 seien die Umsatzerlöse aus der Wasserabgabe und aus Ersätzen für Grundstücks- und Hausanschlüsse und Beseitigung von Rohrbrüchen gestiegen. Gestiegen seien aber auf der Ausgabenseite auch die Kosten für bezogene Leistungen bei Baumaßnahmen und Rohrbrüchen.
Insgesamt schließe die Wasserversorgung das Jahr 2017 mit einem rechnerischen Verlust von knapp 20.000 Euro ab, der durch den Haushalt der Gemeinde ausgeglichen werde. Der Wasserzins brauche nicht angehoben werden, so Keppler. Dem Rechnungsabschluss der Wasserversorgung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Verkaufsoffener Sonntag aus Anlass der Kirbe am 9. September 2018
Wie schon in der Vergangenheit möchte der Handels- und Gewerbeverein aus Anlass der Murrer Kirbe am 9. September 2018 einen verkaufsoffenen Sonntag durchführen. Da der Sonntag als "Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung" grundgesetzlichen Schutz genießt, muss ein solches Vorhaben durch eine Satzung der Gemeinde zugelassen werden. Dazu müssen vorher die zuständigen kirchlichen Stellen gehört werden.
Laut Bürgermeister Torsten Bartzsch wurden die Kirchengemeinden angehört und haben gegen den verkaufsoffenen Kirbesonntag so wie geplant teilweise Bedenken, aber akzeptieren ihn. Das Ratsgremium stimmte der vorgeschlagenen Satzung als Rechtsgrundlage einstimmig zu.

Im Rahmen der Sitzung gab Bürgermeister Torsten Bartzsch bekannt, dass zwischenzeitlich mit etwas Verzögerung die Baugenehmigung für den Neubau des Jugendhauses erteilt worden sei und erläuterte den vorgesehenen Bauablauf. Der Baubeginn verschiebt sich um einige Monate, da nun erst die Ausschreibungen für die Gewerke auf den Weg gebracht werden.
Außerdem informierte er über die Maßnahmen zum Schutz von Zaun- und Mauereidechsen, die auf Veranlassung der Naturschutzbehörde des Landkreises auf dem Grundstück Steinheimer Straße 29 durchgeführt worden sind, bevor die Gemeinde wie geplant dort einen weiteren Modulbaukörper für die Unterbringung von Asylbewerbern erreichten kann. Die Schutzmaßnahmen für die neun gefundenen Eidechsen seien nun abgeschlossen und mit den Vorbereitungen für den Bau des Modulgebäudes wurde inzwischen begonnen.

04.05.2018

„Murrer Malweiber/Männer“ zeigen große künstlerische Vielfalt

Malgruppe stellt bis zum 10. Juli 2018 im Bürger- und Rathaus aus - Ausstellungseröffnung am vergangenen Sonntag

Eine bemerkenswerte Ausstellung wurde am Sonntag, dem 29. April 2018, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" im Bürger- und Rathaus von Bürgermeister Torsten Bartzsch eröffnet. Auf drei Etagen sind Bilder einer Malgruppe zu sehen, die sich selbst den Namen "Murrer Malweiber/Männer" gegeben hat. Unter Anleitung der Murrer Kunsttherapeutin Hedwig Rössle kommen die etwa 25 kunstbegeisterten Frauen und Männer seit vielen Jahren zusammen, um ihrer Leidenschaft fürs künstlerische Gestalten nachzugehen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte am Abend eines sonnigen Frühlings-Sonntags eine große Schar an Gästen im Foyer des Bürger- und Rathauses zur Vernissage willkommen heißen. Er freute sich, dass die Wände im Gebäude nun bis zum 10. Juli 2018 bunt und ansprechend gestaltet sind und lud dazu ein, sich in dieser Zeit zu den Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes die Bilder anzuschauen und sich von ihnen inspirieren zu lassen.
In ihrer Einführung erläuterte Hedwig Rössle, dass sämtliche Mitglieder der Malgruppe keine professionellen Malerinnen und Maler seien, jede und jeder jedoch "einen Künstler in sich trage". Die einzelnen Mitglieder seien so produktiv, dass es bei allen auch zu einer Einzelausstellung gereicht hätte. Rössle berichtete, bei den Zusammenkünften beschäftige sich die Gruppe mit den Farben und ihren Gesetzmäßigkeiten, tausche sich aus und bemühe sich in einem Malprozess, der nicht primär das schöne Endergebnis im Auge habe, sondern den Ausdruck des inneren Gefühls und das Resultat einer inneren Entwicklung.
Zwar gebe es immer wieder unterschiedliche Auffassungen, aber auf diese Weise entstehe "Wärme und menschliche Begegnung".
Das Ergebnis, das nun in der Ausstellung im Bürger- und Rathaus zu sehen ist, beeindruckt zunächst einmal durch die Vielfalt unterschiedlicher Techniken, Motive und malerische Handschriften. So sind filigrane, zarte Pastelle, naturalistische Blumenbilder, Tiermotive, Portraits neben kräftigen, abstrakten Acrylbildern zu sehen. In ihrer Vielfalt an Themen und Techniken vermittelt die Ausstellung einen ganz erstaunlichen Eindruck davon, zu welcher künstlerischen Ausdruckskraft auch "Laien" kommen können, wenn sie sich ernsthaft, mit Leidenschaft und im lebendigen Austausch untereinander der Kunst widmen.
Musikalisch verzauberte der junge Gitarrist Yannick Berold-Séguret aus Affalterbach die Gäste der Ausstellungseröffnung mit ruhigen, eindringlichen Stücken auf der Akustik-Gitarre. Seine Darbietung gefiel dem Publikum so sehr, dass er noch eine Zugabe spielte.
Die Werke der "Murrer Malweiber/Männer" sind bis zum 10. Juli 2018 im Bürger- und Rathaus zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag von 13.30 bis 18 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr und Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr.

04.05.2018

„Vocal Affair“ begeistert im Murrer Bürgersaal: Nur Könner musizieren mit soviel Schwung und Leichtigkeit

„Vocal Affair“ mit Chorleiter Rodolfo Guzman Tenore (rechts) auf der Bühne des Murrer Bürgersaals
Der Chor Vocal Affair beim Auftritt auf der Bühne des Bürgersaals

Mit dem Chor-Ensemble "Vocal Affair" hat die Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" der Gemeinde am 28. April 2018 eine musikalische Formation der Extraklasse eingeladen. Rund 80 Gäste im Murrer Bürgersaal ließen sich vom großen musikalischen Talent, stimmlichen Können, ausgefeilten Arrangements und einer schwungvollen, abwechslungsreichen Bühnenshow begeistern. "Vocal Affair" stellten mit dem Konzert im Bürger- und Rathaus einmal mehr ihren Ruf als einer der besten Chöre im Bereich Jazz, Latin und Swing unter Beweis.
Das Ensemble "Vocal Affair" hat sich um das Jahr 2010 aus musik- und sangesbegeisterten Amateuren zusammengefunden. Nach einiger Zeit traf die Gruppe auf Rodolfo Guzman Tenore, einen nicht nur studierten, sondern auch äußerst begeisterten Musiker, der als Lehrer nicht nur Erfahrung mit der Anleitung von Laienmusikern hat, sondern dem es gelingt, mit seiner eigenen Leidenschaft für die Musik andere mitzureißen. Mit ihm zusammen entwickelte sich aus den ambitionierten Hobbymusikern ein Ensemble mit professionellem Anspruch und Auftreten.
Anspruch und Talent überzeugten bei dem Auftritt in Murr von der ersten Sekunde an, Begeisterung und Leidenschaft übertrugen sich sofort auf das Publikum. Mit stimmlicher Perfektion und ausgefeilten Arrangements, mit schwungvoller Leichtigkeit und abwechslungsreicher Bühnenpräsentation zogen "Vocal Affair" die Gäste im Bürgersaal sofort in ihren Bann und rissen die Zuhörer mit. Rodolfo Guzman Tenore führte mit Humor und Charme durch das Programm, begleitete die Sängerinnen und Sänger an den Tasten und ließ in seine Moderationen Wissenswertes und Interessantes über die präsentierten Stücke einfließen. Das Repertoire des Abends schöpfte aus der gesamten Bandbreite der verschiedensten Musikgenres von klassisch inspirierten Titeln über Jazz und Swing und Stücken von den Beatles bis hin zu populären Nummern von Rock- und Popgrößen wie Madonna, Michael Jackson oder der Gruppe Queen. Dabei gelang es "Vocal Affair", den Liedern durch die ausgefeilten Arrangements einen oft überraschend neuen Charakter zu verleihen.
Erstaunlich, wie aus der flotten Pop-Nummer "Material Girl" - einer der ersten großen Hits von Pop-Ikone Madonna - ein teils swingender, teils fast nachdenklich präsentierter Titel wurde. Auch der Mega-Hit "Billy Jean" von Michael Jackson wurde in ein völlig neues Klang- und Rhythmusgewand gekleidet und dem Stück so überraschende und neue Facetten verliehen. Als Kontrast dazu begeisterten Sängerin Karin Keßler und Chorleiter Rodolfo Guzman Tenore mit einem bezaubernden Liebeslied, einer Komposition von Guzman Tenore, bei dem die beiden sich in einem pointierten Wechselgesang kongenial ergänzten. Ganz anders wiederum ein Stück aus Schweden, das die Gruppe mit klaren Harmonien und choralartigen Gesangssätzen gestaltete und nach dem die Stimmung im Bürgersaal fast andächtig war.
Noch mehr Abwechslung bekam der Abend, als Sängerin Gabriele Hofmeister in einem Solo-Beitrag diverse Herren im Publikum anschmachtete und sich mit ausdrucksstarker Stimme in bester 20er-Jahre-Manier frivol-kokett über ihre wechselnden Beziehungen ausließ oder Sänger Axel Kunkel den Evergreen "Ich brech' die Herzen der stolzesten Frauen" authentisch und überzeugend darbot. Weitere Klangfarben durch Geige und Klarinette gestalteten das Konzert bunt und vielfältig und waren ein zusätzlicher Beleg für die große Musikalität der Ensemblemitglieder. Mit verschiedenen kleinen Accesoires - vom Ballkleid bis zur schwäbischen Kittelschürze, von der Sonnenbrille bis zur Stola - bewies "Vocal Affair" auch darstellerische Talente und Entertainer-Qualitäten.
So war es fast überraschend, als das Konzert nach rund zwei Stunden und etwa 25 Titeln schon zu Ende war. Der begeisterte Applaus des Publikums zeigte, wie gut die Darbietung aufgenommen wurde; als Dank gab es dann auch noch zwei Zugaben. Abgerundet wurde das begeisternde Konzerterlebnis im Bürgersaal durch die Mitwirkung des "Kulturprisma"-Bewirtungsteams, das mit Getränken und einem kleinen Imbiss engagiert für das leibliche Wohl der Gäste sorgte.

12.04.2018

Umstellung von weiteren Bereichen der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik

Logo der Nationalen Klimaschutz-Initiative

Bereits 2017 wurden rund 60 Leuchten auf die stromsparendere, weiß leuchtende LED-Technik umgestellt.
In einem weiteren Schritt werden aktuell weitere 208 Leuchtkörper auf die LED-Beleuchtungstechnik umgerüstet. Es handelt sich um folgende Straßen/Bereiche: An der Mauer, Bahnhofstraße, Beethovenstraße, Blankensteinstraße (teilweise), Dorfweg, Eichenweg, Heerstraße, Im Gigis, Im Schlat (zwischen Dorfweg und Haugweg), Lindenweg, Mühlweg, Mühlwengert, Neuer Weg (teilweise), Tannenweg, Theodor-Heuss-Straße, Ziegeleiweg. Ebenso werden die Platzbereiche im Bereich Bauhof/Feuerwehr/Schule/Sportplatz umgerüstet sowie die Mozartstraße und Silcherstraße im Rahmen der dortigen Straßensanierung.
Die Kosten für die Umrüstung betragen rund 78.000 Euro. Durch die nationale Klimaschutzinitiative erhält die Gemeinde für die Umrüstung einen Zuschuss in Höhe von 20 % der Investitionskosten.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen.
Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

23.03.2018

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 20. März 2018)

Mit dem Beschluss des Haushaltsplans für 2018, der weiteren Beratung der Änderung des Bebauungsplans "Steinäckerstraße - Dorfweg" im Bereich der Frauenstraße sowie der Beratung über die Erneuerung der Gebäude im Wellarium standen weit in die Zukunft reichende Themen auf der Tagesordnung des Gemeinderats, als dieser am Dienstag, dem 20. März 2018, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer Sitzung zusammenkam.
Des Weiteren kamen noch der Bau eines Kreisverkehrs am Ortseingang beim "Langen Feld" sowie Vorschläge für die Bestimmung von Schöffen für die nächste Amtsperiode zur Sprache. Neben den 14 Mitgliedern des Ratsgremiums konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch noch einige Zuhörerinnen und Zuhörer und die Vertreter der örtlichen Presse zu der Sitzung begrüßen.

Änderung des Bebauungsplans "Steinäckerstraße - Dorfweg 1939" im Bereich der Frauenstraße
Im November 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, den bestehenden Bebauungsplan "Steinäckerstraße - Dorfweg 1939" aus dem Jahr 1991 im Bereich der Frauenstraße zu ändern. Grund: Die dort befindliche KFZ-Werkstatt mit Büro wird aufgegeben und die frei werdenden Gewerbeflächen sollen im Sinne des städtebaulichen Ziels der Nutzung innerörtlicher Flächen künftig für Wohnbebauung genutzt werden. Es sollen auf dem frei werdenden Areal zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 26 Wohneinheiten errichtet werden. Eine erste Auslegung und Beteiligung der Öffentlichkeit fand Ende des vergangenen Jahres statt. Aufgrund der dabei eingegangenen Stellungnahmen wurden am ursprünglichen Entwurf einige Änderungen vorgenommen, die eine erneute öffentliche Auslegung des Planes notwendig machen.
Saskia Hübner vom beauftragten Ludwigsburger Planungsbüro KMB erläuterte die wesentlichen Änderungen. Unter anderem soll die Festsetzung "Besonderes Wohngebiet" in "Allgemeines Wohngebiet" geändert, die Grundflächenzahl von 05, auf 0,48 geändert und auf die Festlegung einer Geschossflächenzahl verzichtet werden. Hübner ging zudem noch auf weitere eingegangene Stellungnahmen und ihre Bewertung im weiteren Verfahren ein.
Bürgermeister Torsten Bartzsch stellte fest, die Festsetzungen für die künftige Bebauung auf diesen Grundstücken orientiere sich an der vorhandenen Bebauung und an der Planung für die bereits im Bau befindliche Neubauten auf dem früheren Thürrauch-Areal.
Der Gemeinderat stimmte den Änderungen des Bebauungsplan-Entwurfs einstimmig zu und beschloss die erneute öffentliche Auslegung.

Erneuerung der Bestandsgebäude im Mineralwellenfreibad "Wellarium"
Nachdem festgestellt wurde, dass die bestehenden Gebäude im Mineralwellenfreibad "Wellarium", das von der Gemeinde Murr und der Stadt Steinheim an der Murr gemeinsam betrieben wird, stark sanierungs- bzw. erneuerungsbedürftig sind, haben sich die Ratsgremien beider Kommunen grundsätzlich für eine grundlegende Erneuerung ausgesprochen. In einem ersten Bauabschnitt nach der Badesaison 2018 soll das Personal- und Gastronomiegebäude abgerissen und erneuert, in einem zweiten Abschnitt nach der Saison 2019 das Sanitär- und Umkleidegebäude umfangreich saniert und mit einem neuen Dach versehen werden.
Vom beauftragten Planungsbüro Richter + Rausenberger wurden zwischenzeitlich mehrere Varianten erarbeitet, wie die erneuerten Gebäude, vor allem deren Dächer, gestaltet sein könnten; mit dem Pächter der Gastronomie und einem Küchenplaner wurde die künftige Gestaltung und Ausstattung des Gastronomiebereichs besprochen; sie ist schon lange nicht mehr zeitgemäß und soll räumlich und technisch auf den aktuellen Stand gebracht werden.
Architektin Julia Leibiger vom Büro Richter + Rausenberger stellte den Mitgliedern des Gremiums in der Sitzung die erarbeiteten Planungsvarianten, die danach vorgesehene Raumaufteilung im Personal- und Gastronomiegebäude, die geplante Ausstattung sowie die jeweils ermittelten voraussichtlichen Kosten detailliert vor. Von den beiden Trägergemeinden, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, wird nach den bisherigen Gesprächen die Variante mit polygonförmigen Dächern, die auf Stahlfachwerkträgern ruhen, bevorzugt. Der Bereich zwischen den beiden Gebäuden könne bei dieser Alternative, so die Planerin, frei bleiben oder - und dies auch noch zu einem späteren Zeitpunkt - ebenfalls mit einem Dach versehen werden, wenn dies gewünscht sei. Der Kostenaufwand für diese Variante (ohne Zwischendach) betrage insgesamt rund 2,55 Millionen Euro. Auf dem Dach könne auch eine Solaranlage installiert werden.
Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Realisierung dieser vorgeschlagenen Variante aus. Nach Mitteilung von Bartzsch soll auf dieser Grundlage jetzt sofort mit den Bauplanungen begonnen werden, um den sehr ambitionierten Zeitplan einhalten zu können.

Haushaltsplan 2018
Ein "Rundum-sorglos-Paket" in hoffnungsvollem Grün konnten Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler dem Ratsgremium mit der gedruckten Fassung des Haushaltsplans für das Jahr 2018 vorlegen. Gegenüber der Vorberatung des Entwurfs im Dezember 2017 hätten sich kaum Änderungen an dem Planwerk ergeben, so Bartzsch. Geprägt werde der Etat von der guten wirtschaftlichen Lage und den hervorragenden Steuereinnahmen. So könne die Gemeinde in diesem Jahr zum ersten Mal mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 5 Millionen Euro rechnen. Die geplanten Investitionen können vollständig aus dem laufenden Betrieb finanziert werden, ohne dass man auf die Rücklage zurückgreifen müsse.
Die wichtigsten Zahlen des Haushaltsplanes seien vielfach auf Rekordhöhe, so Gemeindekämmerer Albrecht Keppler, und lassen beruhigt in die Zukunft blicken. Im Verwaltungshaushalt mit einem Gesamtvolumen von 17,9 Millionen Euro seien Steuereinnahmen in Höhe von knapp 12 Millionen Euro eingeplant, so hoch wie noch nie in der Gemeindegeschichte. Damit bestehen genau zwei Drittel der Einnahmen des Verwaltungshaushalts aus Steuern, Zuweisungen und Umlagen. Gewerbesteuer und der Anteil an der Einkommenssteuer in Höhe von zusammen 9,44, Millionen Euro ließen den Rückgang der Schlüsselzuweisungen um 200.000 gut verkraften. Aus dem laufenden Betrieb des Verwaltungshaushalts könne ein Überschuss von gut 2,2 Millionen Euro erwirtschaftet werden, so Keppler, der als Zuführung zum Vermögenshaushalt rund die Hälfte von dessen Volumen ausmache.
Daraus würden die Investitionen des Jahres 2018 bestritten. Im Wesentlichen sind dies der Umbau des Feuerwehrhauses, die Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber samt Ausstattung, der Neubau eines Jugendhauses, die Sanierung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof, der Neubau des Kreisverkehrs an der Kreuzung Bietigheimer Straße/Straße Im Langen Feld, die Fortführung der Ortskernsanierung und die weitere Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf die moderne LED-Technik, womit weiter Energie eingespart werde. Diese Maßnahmen können alle aus eigener Finanzkraft bezahlt werden.
Der Kämmerer stellte fest, die Einnahmesituation in diesem Jahr sei sehr gut, könne sich aber in der Zukunft ändern. Konstant bleiben hingegen die meisten Ausgabeposten wie zum Beispiel die Personalausgaben oder die für den laufenden Betrieb der Einrichtungen. Daher dürfe man auch in einer guten Situation wie in diesem Jahr nicht leichtfertig werden und müsse alle Ausgaben genau im Blick behalten.
In der Beratung wurde der Haushaltsplan unter anderem als eine Art Leistungsnachweis der Gemeinde bezeichnet, der Auskunft über die Erfüllung der Aufgaben und die Situation der Infrastruktur gebe. Gut sei, dass auch 2018 nach vielen Jahren alle Steuern, Abgaben und Hebesätze auf einem vergleichsweise günstigen Niveau bleiben und nicht erhöht werden müssen. Der Haushaltsplan beweise auch, dass man in Murr immer den Blick für das Machbare habe. So könne man auch beruhigt in die Zukunft schauen und für neue Aufgaben, wie zum Beispiel Investitionen im Pflegebereich, für bezahlbaren Wohnraum oder eventuell für den Ausbau der Internetversorgung Ideen und Planungen entwickeln, die für die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger sinnvoll seien. Der Haushaltsplan für 2018 zeige, dass es sehr attraktiv sei, in Murr zu leben.
Der Etat wurde zum Schluss von den Ratsdamen und -herren einstimmig verabschiedet.

Vorschläge für die Wahl von Schöffen
Für die am 1. Januar 2019 beginnende nächste Amtszeit von Schöffen muss die Gemeinde bis zum 22. Juni 2018 vier Personen vorschlagen, die nach den gesetzlichen Vorschriften alle Gruppen der Bevölkerung repräsentieren, und diese dem Landgericht Heilbronn zuleiten. Die Vorschläge müssen vom Gemeinderat in öffentlicher Sitzung benannt werden.
Nach Auskunft von Bürgermeister Torsten Bartzsch haben die vier Mitbürger, die das Amt derzeit ausüben, erklärt, dies auch weiterhin tun zu wollen. In einer der nächsten öffentlichen Sitzungen des Gremiums soll darüber offiziell beschlossen werden.

Verschiedenes: Kreisverkehr Bietigheimer Straße/Im Langen Feld/Bei der Bergkelter
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab in der Sitzung bekannt, dass der zuständige Ausschuss des Kreistags des Landkreises Ludwigsburg dem Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Bietigheimer Straße/Im Langen Feld/Bei der Bergkelter zugestimmt habe. Demnach könne das Verbandsbauamt nun die Arbeiten ausschreiben. Bei den Kosten seien wegen der Lage im Bausektor Erhöhungen zu erwarten. Die Gesamtkosten für den Bau des Kreisels, mit dem die Verkehrssituation an dieser Kreuzung entschärft und verbessert werden soll, teilen sich die Gemeinde Murr und der Landkreis Ludwigsburg.

02.03.2018

Wenn Opa in die Disco geht

Das Szenenbild beweist: Turbulent ging es zu beim Mundarttheater mit dem Obst- und Gartenbauverein im Bürgersaal
Szenenbild aus den Theateraufführungen im Bürgersaal

Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins präsentierte an zwei Abenden Mundarttheater im voll besetzten Bürgersaal

Vor einem Jahr hat die Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins Murr nach einer Pause und einer personellen Auffrischung mit viel Elan und großem Erfolg ihre Bühnen-Aktivitäten wieder aufgenommen. In diesem Jahr hat sie bewiesen, dass dieses "Comeback" keine Eintagsfliege war und die erneuerte Truppe nahtlos an Einfallsreichtum und Spielfreude der Vorgängerensembles anknüpfen konnte.
Mit dem Stück "D'r Lottogwenn oder Wenn Opa über die Stränge schlägt", das nach seiner Erstaufführung beim Abschluss des letztjährigen Blumenschmuckwettbewerbs am ersten Adventswochenende 2017 in der Gemeindehalle jetzt zwei Mal im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses gezeigt wurde, bewies die Schauspieltruppe Gespür für das richtige Stück und viel Spielwitz und schauspielerisches Temperament. Die Aufführungen in der gemeindeeigenen Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" waren an beiden Abenden mit jeweils knapp 250 Zuschauern quasi ausverkauft.
Schon die Auswahl des Stückes ist für die Theatergruppe eine erste wichtige Aufgabe. Es darf nicht zu platt oder unter der Gürtellinie sein, es muss allen, die mitspielen wollen, die passende Rolle bieten, und es muss auch irgendwie zum Lokalkolorit einer schwäbischen Gemeinde passen. So fiel die Auswahl dieses Mal auf "D'r Lottogwenn". Auch wenn der Dreiakter von Will Stock schon etwas älter ist, behandelt er doch ein eigentlich hochaktuelles Thema, nämlich den Umgang mit unseren Senioren. Aber das selbstverständlich auf höchst humorvolle, volkstümliche Art.
Denn schon der Opa Jakob Häberle (Bernd Fischer) ist nicht so, wie man sich landläufig einen typischen Großvater vorstellt. Lebenslustig und nie um einen Streich verlegen, macht er seiner Schwiegertochter das Leben schwer. Diese, Berta Häberle (Ute Guber), putzt, räumt und schafft den ganzen Tag und fühlt sich vom Opa und auch von ihrem Mann Fritz Häberle (Joachim Walouch) ausgenutzt und missverstanden. Das macht sie den beiden auch ständig und mit deutlichen Worten klar, so dass die es bald nicht mehr hören können.
Allein die Tochter des Hauses, Barbara Häberle (Annika Michelfelder), vergöttert ihren Opa und versteht sich glänzend mit ihm. Und zwar so gut, dass sie und ihr Freund Klaus (Max Waldmann) mit dem Opa in eine Disco wollen. Als Berta den Schwiegervater mit Irokesenfrisur und Lederjacke dafür zurechtgemacht sieht, ist für sie das Fass voll. Sie stellt ihren Mann vor die Wahl: "Entweder dein Vater geht ins Altersheim oder ich zieh aus."
Doch es kommt noch verwickelter: Kaum ist Berta Häberle für zwei Tage zu ihrer Mutter gereist, taucht die geheimnisvolle Sonja Weinbrand (Ina Hofferberth) auf und verwandelt zuerst den Sohn Fritz und danach auch den Vater Jakob in zwei liebestolle Gockel. Zu allem Überdruss schaut immer im unpassendsten Moment die Nachbarin Martha Schäfle (Monika Ebinger) vorbei, um sich etwas aus dem Haushalt auszuleihen, in Wahrheit aber von ihrer Neugier getrieben.
Wie sich diese ganzen Verstrickungen am Schluss alle in Wohlgefallen auflösen, wie Opa Häberle zu seiner angebeteten Sonja findet, wie Schwiegertochter Berta doch wieder zur lieben netten Frau wird, die Sohn Fritz vor 25 Jahren geheiratet hat und welche Rolle ein fingierter Lottozettel dabei spielt, das war bis zur letzten Sekunde Stoff genug für viel Verwirrung und Ursache für jede Menge Situationskomik. So bot das Stück allen Mitspielern der Theatergruppe viel Gelegenheit, Spielfreude und schauspielerischen Schwung, Textsicherheit und souveränes Agieren auf der Bühne unter Beweis zu stellen. Die Ensemblemitglieder füllten ihre jeweiligen Rollen überzeugend aus und verkörperten die dargestellten Charaktere mit großer Lebendigkeit und sehr authentisch.
Zum rundum gelungenen Theatervergnügen trugen auch die Mitwirkenden neben oder hinter der Bühne bei. Für die Maske waren wie stets Gretel und Arno Hettig verantwortlich, als Souffleur unterstützte Tobias Ebinger die Gruppe auf der Bühne und Fabian Groß und Leonard Abrahams sorgten an den Reglern der Technik für das richtige Licht und den guten Ton. Regie führte Bernd Fischer.
Nicht zuletzt waren es auch dieses Jahr wieder einmal die Mitglieder des Murrer LandFrauenvereins, die mit viel Ideen und Einsatz Brote mit verschiedenen leckeren Aufstrichen sowie Getränke anboten, so dass es den Gästen an beiden Abenden im Murrer Bürgersaal auch am leiblichen Wohl nicht mangeln musste.
Lebhafter Szenen- und begeisterter Schlussapplaus waren sowohl am Freitag als auch am Samstag der Lohn für die Schauspieler, aber auch für alle andere Mitwirkenden und der Beweis, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer zwei sehr vergnügliche, unterhaltsame Abende verleben konnten.

22.01.2018

Zauber der Musik mit hervorragenden Musikern, hochkarätigen Solisten und einem abwechslungsreichen Konzertprogramm

Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim und Dirigent Peter Wallinger präsentierten ihr 24. Neujahrskonzert im Bürgersaal

Mit "Zauber der Natur" war das Neujahrskonzert überschrieben, mit dem am 13. Januar 2018 im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses traditionell der Veranstaltungsreigen der Reihe "Kulturprisma Murr" im neuen Jahr begonnen wurde - puren, mitreißenden Zauber der Musik verbreitete an dem Abend das Orchester der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim unter Leitung ihres Gründers Peter Wallinger, die zum 24. Mal in Murr gastierten. Einmal mehr wurden der Anspruch und das Ziel der Musiker und ihres Dirigenten, vertraute Musik neu erlebbar und neue Musik vertrauter zu machen, eindrucksvoll in einem abwechslungsreichen, vielfältigen und begeisternden Konzertabend realisiert.
Das Orchester der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim ist ein ganz besonderes Orchester: Frische und Spielfreude der hochtalentierten Musikerinnen und Musiker bieten einfach ein ganz besonderes Klangerlebnis - und das auf höchst professionellem Niveau. Mit seinen vitalen Interpretationen hat das Orchester mittlerweile einen außergewöhnlichen Ruf weit über die Region hinaus erlangt. Unter Leitung von Peter Wallinger gelingt es dem Orchester, ein ganz eigenes hoch-transparentes, beseeltes Klangbild zu formen, in dem die unterschiedlichsten Stücke in ihrem jeweils eigenen Charakter und einer differenzierten Dynamik geradezu lebendig zu werden scheinen.
Auch beim 24. Neujahrskonzert im Murrer Bürgersaal bot das reizvolle, ungewöhnliche Konzertprogramm, das Peter Wallinger zusammengestellt hatte, den Musikerinnen und Musikern wieder einmal reichlich Gelegenheit, diese besondere Qualität eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Mit von der Partie war in diesem Jahr der Sprecher und Schauspieler Frank Albrecht aus Freiburg, der den Abend mit Zeilen von Henrik Ibsen einleitete.
Die ersten zwei Musikstücke von Edvard Grieg spiegelten die Vorliebe Wallingers für nordische Tonkünstler wider. Ganz unterschiedlich - eher düster das eine, dagegen leicht das andere Stück -, beide jedoch so hingebungsvoll interpretiert, dass wie in einem Film skandinavische Landschaften und die Atmosphäre des Nordens plastisch vor dem inneren Auge zum Leben zu erwachen schienen. Puccinis trauriges Stück "Chrysanthemen" wurde einfühlsam umrahmt von den Texten "Notenblatt des November" von Georg von der Vring und "Gefrorne Tränen" von Wilhelm Müller. Frank Albrechts einfühlsame, nuancierte Rezitationen fügten sich kongenial in die Musikfolge ein, so dass Texte und Musik zu einem Gesamten wurden.
Ein Höhepunkt des Konzertabends war das Violinkonzert "Der Winter" aus Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten". Die langjährige Konzertmeisterin der Kammersinfonie Sachiko Kobayashi brillierte als Solistin in allen drei Sätzen und bewies ihr großes Können, ihre Virtuosität und ihre Erfahrung. Feinfühlig-einfühlsam oder feurig-rasant ließ sie Kälte, Wind und Eis, Regentropfen und Wind musikalisch lebendig werden; insbesondere im Largo bestach sie dabei durch die sensible Interpretation der einschmeichelnden Melodiebögen. Begeisterter Applaus der rund 150 Gäste im Saal war der Lohn für diese grandiose Darbietung.
Nach der Pause kam Anne-Sophie Bertrand mit ihrer Harfe mit auf die Bühne. Die in Paris geborene französisch-amerikanische Musikerin ist Solo-Harfenistin beim Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks und gastierte bereits 2012 beim Neujahrskonzert mit der Kammersinfonie in Murr. Solokonzerte führen sie in die großen Konzertsäle von London, Brüssel, Amsterdam, Rotterdam, Paris, Caracas, Jerusalem sowie zu den bekannten Festivals. In "Danses pour Harpe et Orchestre" des französischen Impressionisten Claude Debussy und in dem Harfen-Solo "Jardins sous la pluie" - ebenfalls von Debussy - stellte Bertrand ihre Klasse unter Beweis. Mit den für das königliche Instrument gleichermaßen notwendigen Eigenschaften physische Präsenz und höchste Konzentration, aber auch mit der Fähigkeit zu Hingabe und Interpretationsstärke faszinierte die Musikerin das Publikum und löste nach ihren Darbietungen wahre Beifallsstürme aus.
"Das Lied der Lerche" und der Walzer aus "Die Jahreszeiten" von Peter Tschaikowsky rundeten den Konzertabend ab, eingerahmt von Texten von Georg von der Vring, die von Frank Albrecht ausdrucksstark und eindringlich vorgetragen wurden.
Die Gäste im Bürgersaal waren von den musikalischen und sprecherischen Darbietungen rundum begeistert und spendeten minutenlangen Applaus. Der Lohn war eine Zugabe von Orchester und Rezitator. Die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim hat in Murr auch beim 24. Neujahrskonzert ihre Klasse und Brillanz, ihre Spielfreude und musikalische Neugier eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Bewirtung durch den Murrer LandFrauenverein in der Pause sowie vor und nach dem Konzert trug viel dazu bei, dass die Gäste einen rundum gelungenen, musikalisch hochkarätigen und schönen geselligen Abend im Bürger- und Rathaus verbringen konnten.

26.01.2018

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 23. Januar 2018)

Eine Vielfalt von Themen aus den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen der Gemeindeverwaltung stand auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des neuen Jahres, zu der der Gemeinderat am Dienstag, dem 23. Januar 2018, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammentrat. Zu Beginn dieser ersten Sitzung im Jahr 2018 wünschte der Schultes allen Mitgliedern des Gremiums sowie allen Anwesenden noch ein gutes und gesundes neues Jahr.
Vergeben wurde der Auftrag für die Arbeiten zur regelmäßigen Instandsetzung von Straßen und Gehwegen, die so genannten Jahrestiefbauarbeiten und es wurde das weitere Vorgehen zur Veräußerung des denkmalgeschützten und ortsbildprägenden Gebäudes Kirchgasse 12 beschlossen. Verabschiedet wurde auch ein Vorschlag zur Erweiterung der Schulkindbetreuung auf den Freitagnachmittag, die Vergabe eines Auftrags zur Umstellung weiterer Bereiche der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik und eines Auftrags zur Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürger- und Rathauses. Zum Schluss der Sitzung wurden dem Gemeinderat zudem die Spenden erläutert, die der Gemeinde im letzten Jahr zugwendet worden sind, und über die Beteiligung der Gemeinde an Unternehmen des privaten Rechts berichtet, wie es die Gemeindeordnung vorschreibt.

Vergabe der Jahrestiefbauarbeiten
Das Straßen-, Wege- und Gehwegnetz der Gemeinde wird ständig gewartet und wo nötig instandgesetzt und repariert. Für diese laufenden Routinearbeiten müssen in regelmäßigen Abständen neue Angebote von Tiefbaufirmen eingeholt werden.
Das Verbandsbauamt Großbottwar hat in einer öffentlichen Ausschreibung die Arbeiten auf der Grundlage von Schätzmassen für insgesamt zwei Jahre ausgeschrieben und Angebote eingeholt. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten an den günstigsten Anbieter, die Firma Eurovia Teerbau in Renningen. Die Preise dieses Angebots gelten, auch wenn der Umfang der Arbeiten naturgemäß im Voraus nicht genau feststeht.

Verkauf des Gebäudes Kirchgasse 12 und Abbruch benachbarter Gebäude im Rahmen der Ortskernsanierung
Der Gemeinderat hat für das Quartier "Hinter dem Alten Rathaus" eine städtebauliche Konzeption erarbeitet. Die Umsetzung der Konzeption und der vorgeschlagenen möglichen Erschließung durch einen Wohnweg von der Hindenburgstraße aus können wegen der Eigentumsverhältnisse und des Zuschnitts der Grundstücke noch nicht realisiert werden. Die Gemeinde konnte jedoch vor einiger Zeit die Grundstücke Kirchgasse 8, 10 und 12 erwerben. Das denkmalgeschützte und besonders ortsbildprägende Fachwerkhaus Kirchgasse 12 soll veräußert werden. Das zugehörige Grundstück soll dafür und für die Schaffung eines Wohnwegs neu zugeschnitten werden; im Westen soll vom Nachbargrundstück Fläche dazukommen, im Süden soll für die spätere Herstellung eines Fußwegs ein Teil der Fläche abgetrennt werden. Um diese Neuordnung durchführen zu können und weil das Gebäude Kirchgasse 10 und die Schuppen und Scheuern in diesem Bereich in einem sehr schlechten Zustand sind, sollen diese Gebäude abgebrochen werden.
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte weiter, dass zur Veräußerung des Hauses Kirchplatz 12, das instandgesetzt und saniert werden muss, zusammen mit dem Sanierungsberater der Gemeinde, der "LBBW Immobilien Kommunalentwicklung" GmbH (KE) ein Verfahren zur Einholung von Kaufangeboten erarbeitet wurde, das im Einzelnen erläutert wurde. So sollen private Interessenten aufgefordert werden, das Gebäude zu erwerben und ein Konzept zur Sanierung vorzulegen. Als Mindestpreis für den Erwerb wurde ein Betrag von 250.000 Euro angesetzt, so der Schultes. Der Erwerber müsse sicher noch einen beträchtlichen Betrag für Sanierung, Modernisierung und Instandsetzung investieren. Das Bieterverfahren solle sicherstellen, dass zum Einen nur ernsthafte private Interessenten sich mit dem Erwerb und der Modernisierung beschäftigen und zum Anderen potentielle Bieter genügend Informationen erhalten können, um vorher die baulichen und finanziellen Rahmenbedingungen und Risiken möglichst genau abschätzen zu können.
Von den Mitgliedern des Gremiums wurde dem Abbruch der nicht erhaltenswerten Gebäude zugestimmt. Das Verfahren zur Auswahl privater Interessenten für den Kauf des Grundstücks Kirchgasse 12 wurde befürwortet. Es sei sehr zu begrüßen, wenn auf diese Weise das historische Fachwerkhaus an dieser Stelle erhalten werden könne.

Erweiterung der Schulkindbetreuung am Freitagnachmittag
Das Angebot der Gemeinde zur Betreuung von Kindern der unterschiedlichsten Altersgruppen wurde in jüngster Vergangenheit stark ausgebaut und erweitert. Eine Umfrage zur Betreuungssituation und eventuellen Bedürfnissen im vergangenen Sommer ergab unter anderem, dass einige Familien und Erziehende längere Öffnungszeiten der Schulkindbetreuung am Freitagnachmittag brauchen und wünschen.
Einen Vorschlag, auf diese Wünsche einzugehen, legte Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gremium in der Sitzung vor. Die Schulkindbetreuung soll danach am Freitag von 14 auf 17 Uhr erweitert werden. Die Gebühren dafür wurden auf Grundlage der bisherigen Sätze hochgerechnet. Beibehalten werden soll laut Bartzsch in Abstimmung mit den Betreuerinnen die Regelung, dass eine Anmeldung für mindestens zwei Tage in der Woche erfolgen muss.
Der Gemeinderat stimmte diesem Vorschlag einstimmig zu. Das erweitere Angebot wird demnach ab 1. März 2018 gelten.

Umstellung weiterer Teilbereiche der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik
Im Juli 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, weitere Teilbereiche der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde auf die neue, energiesparende LED-Technik umzustellen. Insgesamt 208 Leuchtkörper sollen umgerüstet werden. Dafür liegen laut Bürgermeister Torsten Bartzsch drei Angebote vor. Die Gemeinde erhalte für die Umstellung vom Bundesumweltministerium einen Zuschuss von 20 % der Aufwendungen.
Der Gemeinderat vergab die Arbeiten für diese Maßnahme an die Syna GmbH als günstigsten Bieter zum Angebotspreis von rund 77.000 Euro.

Vergabe der Arbeiten zur Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürger- und Rathauses
Im Juli 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, auf dem Dach des Bürger- und Rathauses eine Photovoltaikanlage installieren zu lassen. Die Anlage wurde im Auftrag der Gemeinde von der "Süwag Grüne Energien und Wasser" GmbH geplant. Auf die beschränkte Ausschreibung gingen drei Angebote ein.
Der Gemeinderat vergab die Arbeiten auf Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch an den günstigsten Bieter, die Firma Widmann Energietechnik aus Neuenstadt zum Angebotspreis von knapp 36.000 Euro. Die Installation und Inbetriebnahme der Anlage ist für das Frühjahr vorgesehen.

Annahme von Spenden
Nach der Gemeindeordnung muss der Gemeinderat alljährlich über alle Spenden, die der Gemeinde zugegangen sind, und ihren Verwendungszweck unterrichtet werden. Erfreulicherweise, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, hätten auch im Jahr 2017 viele Privatpersonen und Unternehmen an die Gemeinde für Zwecke im Ort etwas gespendet. Insgesamt seien im letzten Jahr Geldspenden in der Höhe von 7.417 Euro eingegangen. Als Verwendungszecke seien vor allem die Arbeit des Arbeitskreises Asyl, die Feuerwehr mit Jugendabteilung und das Jugendhaus angegeben worden.
Bartzsch bedankte sich bei allen Spenderinnen und Spendern dafür, dass sie diese Aufgabenbereiche durch ihre Zuwendungen unterstützt haben.

Bericht über die Beteiligung der Gemeinde an Unternehmen des privaten Rechts
Alljährlich muss die Gemeinde nach der Gemeindeordnung einen Bericht über ihre Beteiligungen an Unternehmen des privaten Rechts erstellen und diesen dem Gemeinderat vorlegen und ortsüblich bekanntmachen. Daher berichtete Bürgermeister Torsten Bartzsch, dass die Gemeinde Murr im Jahr 2017 keine Beteiligung an Unternehmen mit mehr als 25 % hält. Mit weniger als 25 % bzw. sehr kleinen Anteilen ist die Gemeinde lediglich an drei Unternehmen beteiligt, nämlich an der Volksbank Ludwigsburg, an der gemeinnützigen Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft Ludwigsburg und mit zwei von 42 Anteilen an der Kleeblatt-Pflegeheime gGmbH, die das Kleeblatt-Pflegeheim in Murr betreibt.

Zum Abschluss der Sitzung wies Bürgermeister Torsten Bartzsch darauf hin, dass am 17. Februar 2018 die nächste Markungsputzede stattfinden werde (Treffpunkt: 9 Uhr am Bauhof im Lindenweg) und die alljährliche Blutspender- und Sportlerehrung am 15. März 2018 um 18.30 Uhr in der Sporthalle vorgesehen sei.

15.12.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 12. Dezember 2017)

In der letzten turnusmäßigen Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Dienstag, dem 12. Dezember 2017, zu der Bürgermeister Torsten Bartzsch die Mitglieder des Gremiums in den Ratssaal des Bürger- und Rathauses eingeladen hatte, ging es mit der Vorstellung des Haushaltsplan-Entwurf für das Jahr 2018 und einem Bericht über die bevorstehende Umstellung auf das Neue kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) um zwei gewichtige Themen aus dem Finanzwesen der Gemeinde. Daneben wurde das Ratsgremium von Vertretern der Caritas über die Situation im Wohnheim für betreutes Jugendwohnen im Industriegebiet informiert und es befasste sich mit einer neuen Satzung für die Benutzung der gemeindlichen Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte.
Zu Beginn der Sitzung gab Bürgermeister Torsten Bartzsch bekannt, dass die jüngst beschlossene Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses am Lindenweg, mit der im Frühjahr begonnen werden sollte, erst im Sommer angegangen werden kann. Grund ist, dass vor der Ausschreibung der Arbeiten erst der Bescheid über die Gewährung der in Aussicht stehenden Fördermittel des Landes abgewartet werden müsse.
In der Einwohnerfragestunde kam die Situation im Industriegebiet "Egarten" nach Eröffnung eines zweiten Schnellrestaurants zur Sprache. Ein Anlieger beklagte, dass nun wieder vermehrt Verpackungsmüll auf Gehwegen und in Grundstücken hinterlassen werde. Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte, dass man darüber mit den Betreibern beider Schnellrestaurants im Gespräch sei und die Gemeinde die Situation im Blick habe. Das ändere aber nichts daran, dass für die ordnungsgemäße Entsorgung des Abfalls in erste Linie die Kunden der Restaurants selber verantwortlich sind.

Betreutes Jugendwohnheim
Seit Ende Juni 2017 ist das betreute Wohnheim für die Unterbringung minderjähriger unbegleiteter Ausländer in der Rudolf-Diesel-Straße im Betrieb, das vom Landratsamt Ludwigsburg verwaltet und in dessen Auftrag von der Caritas sozialpädagogisch betreut wird. Michael Schinko und Marc Dressel waren auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch in die Sitzung gekommen, um den Ratsdamen und -herren über die Situation etwa ein halbes Jahr nach Eröffnung des Heimes zu berichten.
Wie Dressel schilderte, laufen der Alltag und der Betrieb im Wohnheim im Prinzip reibungslos. Von den 44 vorhandenen Plätzen in 11 Wohneinheiten mit jeweils eigener Küche und Bad seien derzeit 30 belegt. Die jugendlichen Bewohner kommen vorwiegend aus Afghanistan, Syrien und aus afrikanischen Staaten. Fünf davon hätten eine Ausbildung begonnen, der Rest gehe in die Schule.
Insgesamt kümmern sich 13 Mitarbeiter der Caritas um die jungen Flüchtlinge, der enge Betreuungsschlüssel richte sich nach dem Jugendhilferecht. Dressel hob den guten Kontakt zu einigen umliegenden Betrieben in der Nachbarschaft des Wohnheims sowie zum örtlichen Arbeitskreis Asyl, den Murrer Vereinen und dem Polizeiposten in Steinheim hervor. Bis auf einen Vorfall in der vorangegangenen Nacht habe es bislang keine größeren Probleme im Alltag des Wohnheims gegeben.
Auch Bartzsch lobte die gute Arbeit der Caritas-Mitarbeiter und dankte Schinko und Dressel für das gute Miteinander.

Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2018
Zu Beginn der Vorberatung des Haushaltsplan-Entwurfs für das Jahr 2018 hob Bürgermeister Torsten Bartzsch die augenblickliche gute wirtschaftliche Lage hervor, die den Gemeinden allgemein gute Steuereinnahmen beschert. So könne Murr im kommenden Jahr voraussichtlich über die Rekordsumme von 5 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer verfügen. Damit sei es möglich, auch 2018 einige größere Baumaßnahmen anzugehen oder weiterzuführen, ohne dass in die Rücklage gegriffen werden müsse.
Von einem Rekordhaushalt in mehrerlei Hinsicht sprach Gemeindekämmerer Albrecht Keppler bei der Vorstellung der wichtigsten Zahlen des Etat-Entwurfs. Mit erwarteten 11,9 Millionen Euro die höchsten Steuereinnahmen in der Gemeindegeschichte, mit prognostizierten 5 Millionen Euro die höchsten Gewerbesteuereinnahmen und mit 17,85 Millionen das höchste Volumen des Verwaltungshaushalts - diese Rekordzahlen prägen den Etat-Entwurf für das kommende Jahr. Auch der Anteil an der Einkommenssteuer steige um 400.000 Euro auf 4,37 Millionen Euro, der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer wachse um 100.000 Euro auf 520.000 Euro und die Schlüsselzuweisungen für Murr bleiben nach wie vor auf hohem Niveau. Rund zwei Drittel der Einnahmen des Verwaltungshaushaltes seien Steuereinnahmen.
Diese Zahlen zeigen, wie Keppler zusammenfasste, wenn es der Wirtschaft gut gehe, gehe es den Gemeinden gut. Daraus folge, dass auch 2018 die seit 23 Jahren unverändert günstigen Steuerhebe- und Gebührensätze nicht angehoben werden müssten - eine gute Nachricht für alle Einwohner, Immobilien- und Grundstücksbesitzer und Unternehmer in Murr.
Eine gute Steuerkraftsumme sei aber auch die Grundlage für die Umlagen, die die Gemeinde an Kreis, Land und Bund zu zahlen habe. Mit einem Zeitversatz von zwei Jahren habe die gute Steuerkraft stets einen Anstieg der Umlagen zur Folge. Auf diese Mehrausgaben müsse man vorbereitet sein.
Die gute Einnahmesituation im Verwaltungshaushalt ermögliche es, so Keppler weiter, dass die ebenfalls deutlich wachsenden Ausgaben auch im kommenden Jahr gut bewältigt werden können. Keppler nannte hier vor allem den zu erwartenden Anstieg der Personalausgaben um rund 200.000 Euro auf gut 3,7 Millionen Euro. Den größten Anteil daran habe der Bereich Kinderbetreuung, in dem mittlerweile rund 40 Mitarbeiterinnen beschäftigt sind. Die Ausgaben für diese Aufgabe umfassen rund 16 % des Volumens des Verwaltungshaushalts.
Weitere große Ausgabenbereiche im kommenden Jahr sind laut Keppler die Unterbringung von Asylbewerbern und auch die Datenverarbeitung der Gemeinde, da wegen der Umstellung auf das Neue kommunale Haushalts- und Rechnungswesen viele Programme umgestellt und die Mitarbeiter geschult werden müssen. Da die steigenden Ausgaben aber durch die gute Einnahmesituation kompensiert werden könne, gelinge es auch im kommenden Jahr, dem Vermögenshaushalt einen Überschuss aus dem laufenden Betreib in Höhe von knapp 2,15 Millionen als Zuführung zukommen zu lassen.
Daher können im Vermögenshaushalt auch alle großen Bau- und Investitionsmaßnahmen finanziert werden, ohne in die Rücklage greifen zu müssen. Keppler nannte vor allem die Ortskernsanierung, die Asylbewerberunterbringung, die Erneuerung des Feuerwehrhauses, den Bau eines neuen Jugendhauses und den Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Bietigheimer Straße/Im Langen Feld/Bei der Bergkelter, welche finanziert werden müssen. Insgesamt werde die Gemeinde im kommenden Jahr rund 4 Millionen Euro investieren.
Erfreulich sei, dass neben all diesen guten Zahlen die Gemeinde auch 2018 keine Darlehen aufnehmen müsse und so ihre seit 2005 bestehende Schuldenfreiheit beibehalten könne. Somit könne man dem Jahr 2018 in finanzieller Hinsicht beruhigt und zufrieden entgegengehen, so Keppler.
Im Rahmen der Aussprache wurde betont, dass hinter den Personalausgaben viele Leistungen und Angebote stehen, die die Gemeinde für die Bürgerinnen und Bürger erbringe, und diese wiederum mit ihren Steuern dieses Angebot mittragen. Angeregt wurde, dass die Gemeinde sich im Bereich der Versorgung mit günstigem Wohnraum mehr engagieren sollte. Insgesamt zeigte sich der Gemeinderat mit dem vorgestellten Haushaltsplan-Entwurf hoch zufrieden.
Der Etat soll auf Grundlage dieses Entwurfs weiter ausgearbeitet und voraussichtlich im Frühjahr 2018 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Neufassung der Satzung über die Benutzung der Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte
Die Gemeinde betreibt Unterkünfte für die Unterbringung von Obdachlosen und Flüchtlingen (Asylbewerber) als öffentliche Einrichtung, für deren Benutzung Gebühren auf der Grundlage des Kommunalabgabengesetzes erhoben werden. Die geltende Satzung, die die Benutzung regelt und die Gebühren festlegt, stammt im Grundsatz aus dem Jahr 1997. Aufgrund von Gesetzesänderungen und der Notwendigkeit, die Gebühren der geänderten Kostensituation anzupassen, musste diese Satzung nun geändert werden.
Hauptamtsleiterin Brigitte Keller erläutere dem Ratsgremium den Vorschlag dazu und vor allem die Grundlage der neuen Gebührenkalkulation. In diese fließen unter anderem die Gebäudekosten bzw. Mietleistungen, die Kosten für die Ausstattung, die laufenden Unterhaltungskosten sowie sämtliche Nebenkosten (z. B. für Heizung, Strom, Wasser und Abwasser und Abfallentsorgung) mit ein.
Aus praktischen Gründen wurde für die Kalkulation der Gebühren pro Monat ein personenbezogener Gebührensatz zu Grunde gelegt. Dieser werde künftig auf Grundlage der neuen Satzung knapp 140 Euro pro Person und Platz betragen, so Keller. Damit unterscheide sich diese Gebühr nicht wesentlich von den ortsüblichen Kosten für andere Unterkünfte.
Vom Gemeinderat wurde die Gebührenkalkulation gebilligt und die neue Satzung einstimmig verabschiedet. Sie wird zum 1. Januar 2018 in Kraft treten.

Umstellung auf das neue kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR)
Wie bekannt, müssen alle Kommunen ihr Haushalts- und Rechnungswesen spätestens im Haushaltsjahr 2020 von der bisherigen Kameralistik auf die so genannte Doppik umgestellt haben. Der Gemeinderat hat im Juli 2016 die Einleitung der Umstellung für Murr beschlossen.
Die stellvertretende Kämmerin Christina Gaus erläuterte dem Gemeinderat die Grundlagen und den Zeitplan des Umstellungsprozesses. In einem ersten Schritt, mit dem schon begonnen wurde, muss das gesamte Gemeindevermögen erfasst und bewertet werden. So wurde schon ein Verzeichnis aller Grundstücke erstellt, die der Gemeinde gehören.
Sodann wird die gewohnte Haushaltsstruktur mit Verwaltungs- und Vermögenshaushalt auf den Ergebnis- und Finanzhaushalt umgestellt, womit auch umfangreiche und sehr detaillierte Umstellungen im EDV-Bereich einhergehen. Gaus stellte den Mitgliedern des Gremiums den vorgesehenen Zeitablauf mit den einzelnen Projektphasen vor.
Die Erstellung des ersten Haushaltsplans auf der neuen Grundlage für das Jahr 2020 sei für Herbst 2019 vorgesehen. Die Schulung und Einweisung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Finanzwesen des Bürgermeisteramtes, aber auch die Information und laufende Unterrichtung der Mitglieder des Gemeinderats seien dabei in jeder Projektphase wichtig.
Die Mitglieder des Gremiums betonten, ihnen sei es wichtig, über die Umstellung und die Eigenheiten des neuen Haushaltswesens auf dem Laufenden gehalten zu werden und billigten die Aufwendungen, die dafür notwendig sind, einstimmig.

Verlängerung des Pachtvertrags für den Feuersee
Der Murrer Angelverein hat unter anderem von der Gemeinde das Fischereirecht für den Feuersee im Hardtwald gepachtet. Der bestehende Pachtvertrag läuft zum Ende des Jahres aus, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte. Der Angelverein sei an einer Verlängerung der Pacht um weitere 12 Jahre interessiert.
Dagegen sei nichts einzuwenden, so der Schultes. Der Verein übernehme im Rahmen des Pachtverhältnisses eine wichtige Aufgabe zur Pflege des Sees und seines Fischbestandes. Mit einhelliger Zustimmung des Ratsgremiums zu dieser Einschätzung wurde denn auch der Pachtvertrag einstimmig für weitere 12 Jahre verlängert und die Pacht von 300 Euro im Jahr wegen der besonderen Verhältnisse (hohe Verluste des Fischbesatzes z. B. durch Schwarzangler) teilweise erlassen.

Im Rahmen des Tagesordnungspunktes "Verschiedenes" wies Bürgermeister Torsten Bartzsch auf einen geplanten "Tag der offenen Tür" im Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg am 10. März 2018 zur Vorstellung des neuen Anbaus für die Ganztagesgruppen hin und kündigte an, dass die Fassade des Alten Rathauses demnächst neu verputzt werde.

15.12.2017

Weihnachtliche und gesellige Stimmung bei der Senioren-Adventsfeier in der Gemeindehalle

Gut besetzt war die Gemeindehalle wieder bei der Adventsfeier für die Murrer Senioren
Blick in die gut besetzte Gemeindehalle
Sorgten für das Wohl der Gäste: Die Mitglieder des Gemeinderats mit Partnerinnen und Partnern
Mitglieder des Gemeinderats schenken Kaffee an die Gäste aus

Am ersten Advent war in der sehr gut besetzten Gemeindehalle weihnachtliche und gesellige Atmosphäre zu spüren, als die Mitglieder des Gemeinderats die Seniorinnen und Senioren des Ortes wieder zur jährlichen Adventsfeier begrüßten. Seit langem gehört es zur guten Tradition, dass die Ratsdamen und -herren zusammen mit Bürgermeister Torsten Bartzsch sowie ihren Partnerinnen und Partnern die älteren Einwohnerinnen und Einwohner mit Kaffee und Kuchen und weihnachtlichen Köstlichkeiten bewirten und diese es sich bei einem adventlichen und abwechslungsreichen Programm einen Nachmittag in fröhlicher Runde gut gehen lassen können.
Bei der Begrüßung zeigte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch erfreut, dass die Gemeindehalle auch dieses Jahr wieder gut besetzt war, was zeige, dass die jährliche Adventsfeier sich bei den älteren Murrerinnen und Murrern immer großer Beliebtheit erfreue. Nachdem die Gäste von den Mitgliedern des Gemeinderats und ihren Partnerinnen und Partner gekonnt und routiniert mit Kaffee und Kuchen versorgt worden waren, gab es für die ältesten Besucherinnen und Besucher aus den Händen des Schultes Blumen bzw. Wein als Präsente.
Das Unterhaltungsprogramm wurde eingeleitet von zwei jungen Pianistinnen der Musikschule Marbach-Bottwartal, Laura Eberlen und Julia Rommel, die unterstützt von ihrer Lehrerin Sabine Wasmuth die Stücke "Hört die Vögel" und "Eistanz" vortrugen und anschließend die Gäste mit den bekannten Weihnachtsstücken "Alle Jahre wieder" und "Ihr Kinderlein kommet" zum Mitsingen bewegten.
Im Anschluss sprach Pfarrer Daniel Renz von der evangelischen Kirchengemeinde Murr einige Worte zur Advents- und Weihnachtszeit. Das Gesangsduo Karen und Peter Reichert brachte mit abwechslungsreichen Melodien musikalisch Schwung in die Gemeindehalle, bevor der Humorist Rolf Gerlach mit launigen Gedichten und Geschichten in schwäbischer Mundart das Publikum in der Halle zum Schmunzeln und Lachen brachte.
Den Abschluss des Bühnenprogramms bestritt Johanna Ebert mit ihrer Harfe, die sehr gekonnt bewies, welch schönes und klangvolles Instrument die Harfe ist. Lebhafter Applaus der Seniorinnen und Senioren war für alle Bühnenkünstler der verdiente Lohn und er zeigte, dass die Gäste auf das Beste unterhalten wurden.
Danach klang der Nachmittag in geselliger Runde langsam aus und am Ende hieß es: "Es war wieder sehr schön!"

08.12.2017

Bezirksnotarin Gabriele Riebold verabschiedet

Bezirksnotarin Gabriele Riebold wird von Bürgermeister Torsten Bartzsch mit herzlichem Dank verabschiedet

Notarin Gabriele Riebold (links) und Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts)

Im Rahmen eines kleinen Empfangs verabschiedete sich die scheidende Bezirksnotarin Gabriele Riebold von Bürgermeister Torsten Bartzsch und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bürgermeisteramtes Murr. Wie bekannt, werden die traditionellen Bezirksnotariate als Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg zum Ende dieses Jahres aufgelöst und ihre Aufgaben auf Amtsgerichte, freiberufliche Notare oder andere Institutionen übertragen. So wurde die Zuständigkeit als Grundbuchamt bereits im Laufe dieses Jahres an das Amtsgericht Heilbronn, die Aufgaben als Nachlassgericht und als Betreuungsgericht gehen zum Ende des Jahres auf das Amtsgericht Besigheim (Familien-/Nachlassgericht) und das Amtsgericht Marbach am Neckar (Betreuungsgericht) über.
Bezirksnotarin Gabriele Riebold vom Notariat Steinheim an der Murr, zu dessen Zuständigkeitsbereich auch die Gemeinde Murr gehört(e), und die dieses Amt fast 10 Jahre ausgeübt hat, bedankte sich bei Bürgermeister Torsten Bartzsch und seinen Mitarbeitern für die gute und harmonische Zusammenarbeit in dieser Zeit, die stets zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger gewesen sei. Auch Bartzsch bedankte sich im Namen der Gemeinde bei Riebold für die vielfältigen Aufgaben, die sie für die Murrerinnen und Murrer erledigt habe. Gemeinde und Notariat hätten sich stets gegenseitig bei vielen Berührungspunkten beraten und unterstützt, um für die Bürger schnelle Termine, sachgerechte Lösungen und eine reibungslose Abwicklung der notwendigen Rechtsgeschäfte zu ermöglichen.

08.12.2017

Weinübergabe der Stadt Großbottwar an die Gemeinde Murr

Bürgermeister Ralf Zimmermann und Torsten Bartzsch
Die Bürgermeister von Großbottwar und Murr, Ralf Zimmermann (links) und Torsten Bartzsch (rechts), bei der Übergabe des Weins

Als vor über 20 Jahren die Rebflurbereinigung im Harzberg abgeschlossen wurde, kam es zu einem Ausgleich von Markungsflächen zwischen der Stadt Großbottwar und der Gemeinde Murr. Im südöstlichen Bereich des Harzbergs wurde das Rebgebiet auf die Markung Murr ausgedehnt, deren Hardtwaldwaldanteil dort angrenzt. Da das gesamte Rebgebiet vernünftigerweise zur Markung Großbottwar gehören sollte, einigten sich die Stadt Großbottwar und die Gemeinde Murr sehr unbürokratisch auf einen Markungsausgleich. Dies bedeutete, dass rund 1 ha der Fläche, die vorher zur Gemeinde Murr gehörte, jetzt Markungsfläche von Großbottwar ist. Man verzichtete seinerzeit auf komplizierte Ausgleichsberechnungen und vereinbarte, dass die Großbottwarer jedes Jahr der Gemeinde Murr eine Kiste Wein der Lage Harzberg übergeben.
Bei seinem Besuch im Rathaus letzte Woche überreichte Bürgermeister Ralf Zimmermann gut gelaunt an seinen Amtskollegen Bürgermeister Torsten Bartzsch den Wein.

17.11.2017

Abwasserkanäle werden gereinigt und geprüft

Aktuell wird wieder in einigen Straßen der Kanal gereinigt und anschließend mit einer Kamera befahren
Das Fahrzeug für die Kanalprüfung vor Ort
Mitarbeiter der Firma vor den Computern im Inneren des Fahrzeugs

Die örtliche Kanalisation umfasst ein Kanalnetz von rund 32,5 km Länge. Die Kanäle werden in regelmäßigen Abständen gereinigt. Die letzte optische Prüfung mittels einer Kamerabefahrung fand Mitte der 90er Jahre statt. Deshalb hatte der Gemeinderat in diesem Jahr beschlossen, das gesamte Kanalnetz von einer Firma zuerst reinigen und anschließend mittels Kamerabefahrung erneut prüfen zu lassen. Durch die Kamerabefahrung können Schäden an den Kanälen oder Fremdwassereintritte in die Kanalisation festgestellt werden. Die beauftragte Firma Schäfer aus Winnenden führt diese Arbeiten in mehreren Etappen durch. Die Kosten für die Reinigung und Kamerabefahrung belaufen sich auf rund 93.500 Euro.

10.11.2017

Ereignisreiche Tage in der Ortsbücherei Murr

Kinderbuchautor Tino vor zuhörenden Kindern
Szene aus der Aufführung des Kindertheaters Kreuz & Quer

Wie in jedem Jahr, ging es auch in diesem während der Fredericktage wieder rund ums Lesen. Die Ortsbücherei hat zwei Kinderbuchautoren eingeladen, zum einen TINO für die ersten und zweiten Klassen und zum anderen Amelie Benn für die dritten und vierten Klassen.
TINO hat aus seinem Buch "Mein Freund, der Delfin" gelesen. Sein Lieblingsplatz zum Schreiben ist die Badewanne mit viel Schaum, Saft und Schokolade. Er erzählt den Kindern von seinen vielen Reisen, unter anderem nach Indien. Von diesen Indienreisen hat er den Zuhörern einige Mitbringsel mitgebracht: Einen Turban, eine indische Hochzeitsjacke, einen Säbel, eine Kiste mit Halbedelsteinen und darin noch ein Kistchen mit einer Glitzermuschel. Die Muschel hat er am Strand gefunden, nachdem er mit einem Delfin geschwommen ist. So ist dann seine Delfingeschichte entstanden. Gemeinsam mit den Kindern malt er noch ein Fantasietier, das aus allerlei lustigen Einfällen besteht. Die Kinder hatten viel Spaß dabei und haben viel gelacht.
Amelie Benn ist die Autorin der "Dragonia"-Reihe, welche auch in unserer Ortsbücherei sehr beliebt ist. Bei ihr liegt ein Notizblock neben ihrem Bett, in das sie besonders am Morgen ihre Ideen notiert. Sie liest aus dem ersten Band ihrer Dragonia-Reihe, "Angriff der Sturmdrachen". Die Kinder sind ganz gebannt von der Geschichte um die beiden Jungen Kitan und Tim und ihren Drachen. Amelie Benn erzählt viel über die Drachen und ihre besonderen Merkmale, aber es ist auch ein Buch über Freundschaft und Zusammenhalt.
Den beiden Autoren gemeinsam ist das Reisen. Auch Frau Benn ist bereits viel in der Welt herumgereist und hat so ihre Ideen für bisher ca. 15 Bücher zusammengetragen.
Die Ortsbücherei hat auch wieder für alle Murrer Vorschulkinder ein Kindertheater eingeladen. Das Theater "Kreuz & Quer" sorgt mit seinen Stücken immer wieder für viel Spaß und Freude vor der Theaterbühne. Das Stück "Vier sind dann mal weg" ist eine moderne Version des Märchens "Die Bremer Stadtmusikanten". Der Esel ist ein Drahtsattelesel, der Hund ein Wackeldackel, die Katze eine Geige, der Hahn ein Wasserhahn mit rotem Gummihandschuh und der Besen wird zum Baum. Die größte Attraktion ist jedoch ein Goggomobil, das Fluchtauto. Mit diesem fliehen die vier und kommen nicht zum Räuberhaus, sondern zur letzten Tankstelle vor Bremen, zur Raststätte Sittensen. Dort haust der gefährlichste Räuber der Welt, Sanifair. Dieser wird besiegt und von nun an leben die vier in der Raststätte, unterhalten die Gäste mit ihrer Musik und sind glücklich und zufrieden, dass sie nun nicht in die Schrottpresse kommen.
Auch die sich anschließende Leserallye an fünf verschiedenen Stationen im Ort war ein voller Erfolg. Beteiligt waren die Lehrerinnen der Lindenschule, das Rathaus mit dem Bürgermeister Herrn Bartzsch, die Oase mit Frau Schenk, das Jugendhaus Magnet und natürlich die Ortsbücherei Murr mit Frau Dümmel. Etwa 30 bis zuweilen 50 Kinder lauschten den spannenden und lustigen Geschichten der Vorleser.

10.11.2017

Sachbeschädigung am Wasserhochbehälter „Berg“

Am Wasserhochbehälter „Berg“ wurde sinnlos gewütet
Der Wasserhochbehälter mit dem beschädigten Dach
Reste des Feuers und Unrat vor dem Hochebhälter

Im Zeitraum zwischen dem 31. Oktober und dem 1. November 2017 haben Unbekannte Schäden am Wasserhochbehälter "Berg" angerichtet. Es wurden vom Dach mutwillig Dachziegel entfernt und zerstört. Ebenso wurde vor dem Hochbehälter ein Feuer aus Schutt und Unrat entzündet sowie Glasflaschen zertrümmert.
Die Gemeindeverwaltung hat bereits bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Sollten Sie Beobachtungen gemacht haben oder uns Hinweise auf die oder den Täter geben können, melden Sie sich bitte unter der Telefonnummer Tel. 2699- 0 auf dem Rathaus oder direkt beim Polizeiposten Steinheim unter Tel. 823060.

10.11.2017

Fetzige Rhythmen und eingängige Melodien – Gruppe „Live“ begeistert mit der Musik von Cliff Richard und The Shadows

Die Coverband „Live“ brachte die Gäste im Bürgersaal einen Abend lang zum Tanzen
Gruppe Live auf der Bühne des Bürgersaals, im Vordergrund: Gäste beim Tanzen

Coverband aus Ludwigsburg unterhielt die Gäste im Bürgersaal bis Mitternacht

Musikalischen Schwung mit authentischer Musik von Cliff Richard und den Shadows brachte am Freitag, 3. November 2017, die Coverband "LIVE" in die gute Stube Murrs, den Bürgersaal im Bürger- und Rathaus. Fast vier Stunden spielten die sechs Musiker im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr", die Plätze im Bürgersaal waren alle besetzt und die Stimmung war von der ersten Minute an hervorragend und wurde im Laufe des Abends immer besser. Kein Wunder: Hätte man die Augen geschlossen, so hatte man sofort den Eindruck, Cliff Richard und The Shadows würden tatsächlich auf der Bühne stehen. Mit authentischem Sound aus original Fender-Gitarren und Vox-Verstärkern, mit großem musikalischem Können und mit einem abwechslungsreichen Repertoire aus bekannten Evergreens und bekannten Melodien sowie einer lockeren, unprätentiösen Bühnen-Show schafften es die sechs Herren (alle bereits um die 70), die Ära von Petticoat, jugendlicher Aufbruchstimmung und echtem Rock'n'Roll-Feeling lebendig werden zu lassen. Der LandFrauenverein Murr trug mit der Bewirtung der Gäste mit Getränken und selbst gemachten leckeren kleinen Speisen viel dazu bei, dass die über 150 Gäste im Bürgersaal einen rundum gelungenen Abend erlebten.
Es gibt in der Pop- und Rockmusik die Ansicht, die beste Musik sei in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gemacht worden. Ohne das Können aktueller Musiker und den Stellenwert neuerer Musikströmungen zu schmälern, muss man feststellen, dass diese Einschätzung nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Das mag aber auch damit zu tun haben, dass die populäre Musik sich in diesen Jahrzehnten als neue Kulturform entwickelt hat und das zum Teil stürmisch, dass diese Entwicklung Hand in Hand ging mit gesellschaftlichen Umbrüchen auf der ganzen Welt nach dem Zweiten Weltkrieg und nicht zuletzt damit, dass das Urteil meist von älteren Jahrgängen geäußert wird, für die die Erinnerung an die "besten Jahre" der Rockmusik untrennbar mit der eigenen Jugend verbunden ist, an die man sich - je älter, desto öfter - immer gerne und auch mit einer gewissen Verklärung zurückerinnert.
Doch dies sind mehr oder weniger theoretische Erklärungsversuche. Wenn Musiker wie am Freitag, 3. November 2017, im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses so gekonnt, schwungvoll und authentisch die Musik aus dieser Ära wieder lebendig werden lassen, wie es die sechs Mitglieder der Ludwigsburger Coverband "LIVE" getan haben, ist der Saal voll, die Stimmung gut und es wird ausdauernd und sehr gekonnt wie einst das Tanzbein geschwungen.
Die Gruppe "LIVE" hat sich 2000 mit dem Ziel gegründet, ausschließlich Musik, die Cliff Richard und die Gruppe Shadows gespielt und interpretiert haben, zu präsentieren. "The Shadows" mit dem charakteristischen Gitarren-Twang von Hank Marvin waren auch neben ihrer Zusammenarbeit" mit Cliff Richard - zum Teil unter dem Namen "The Drifters - eine Größe im stürmisch wachsenden Bereich der populären Musik und konnten mit vielen Instrumental-Titeln (mit am bekanntesten: "Apache") große Radio- und Platten-Erfolge verbuchen. Zusammen mit Cliff Richard waren sie lange Jahre - neben den Beatles, den Rolling Stones und anderen bekannten Musikern und Gruppen - eine der erfolgreichsten Musikformationen in Großbritannien, Europa und weltweit und schafften es, mit einer eigenen Klangcharakteristik, eingängigen Melodien und auch fetzigen, swing-geprägten Rhythmen einen hohen Wiedererkennungswert zu erlangen. Auch interpretierten sie bekannte Titel von Rock'n'Roll-Größen wie Elvis Presley, Chuck Berry und Buddy Holly.
So konnten Gerhard Schneider (Gitarre und Gesang), Klaus Kasper (Keyboard, Gitarre, Mundharmonika und Gesang), Horst Weber aus Murr (Schlagzeug), Werner Müller (Sologitarre und Gesang), Bernd Appich (Gesang) und Didi Eckmaier (Bass), ebenfalls aus Murr, im Bürgersaal aus einem riesigen Reservoire von Welthits und bekannten, unvergesslichen Melodien und Rhythmen schöpfen. Wer kann sich schon den fetzigen Gitarren-Riffs von "Jailhouse Rock", die buchstäblich direkt in die Beine fahren, oder den sehnsuchtsvollen Harmonien von "Suspicious Minds" entziehen, zumal wenn sie so gekonnt und authentisch gespielt werden wie es die Musiker von "LIVE" können.
Nach etlichen Zugaben endete der Abend nach etwa vier Stunden gegen Mitternacht - für einige im Publikum hätte es sicher noch weiter gehen können mit der Musik von Cliff Richard und The Shadows.

09.11.2017

Zwei Künstler zeigen „Lebensströme“ aus unterschiedlicher Sicht

Bürgermeister Torsten Bartzsch, Helena Cizl von Wahrlich, Otto Beer und die Rednerin Dorothea Nafz (von links nach rechts) bei der Ausstellungseröffnung
Von links nach rechts: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Helena Cizl von Wahrlich, Otto Beer und die Rednerin Dorothea Nafz

Helena Cizl von Wahrlich aus Hemmingen und der Murrer Otto Beer stellen im Bürger- und Rathaus aus

In Anwesenheit von gut 70 kunstinteressierten Gästen fand am Sonntag, 29. Oktober 2017, die Eröffnung der Ausstellung "Lebensströme", die die Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" präsentiert, im Murrer Bürger- und Rathaus statt.
Bei der Begrüßung zeigte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch erfreut, dass an einem Sonntagabend bei herbstlich-kühlem Wetter so viele Menschen den Weg ins Bürger- und Rathaus gefunden haben und lud die Anwesenden ein, sich von den ausgestellten Werken inspirieren und anregen zu lassen.
Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von der Band "The Boys of Bedlam" mit Mandoline, Gesang, Cajon und Kontrabass, die unter dem Stichwort "Folk'n'Roll" den ganzen Abend eine lebendige und abwechslungsreiche musikalische Mischung boten.
Dorothea Nafz aus Hemmingen schaffte es in ihrer einfühlsamen Rede zur Einführung in die Ausstellung, den Zuhörern einen persönlichen Zugang zu den Künstlern und den ausgestellten Werken zu vermitteln.
Bis zum 14. Januar 2018 sind die Bilder von Helena Cizl von Wahrlich und die Holzskulpturen und Bilder von Otto Beer im Bürger- und Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes zu sehen.

Hell erleuchtete Foyers im Bürger- und Rathaus, angeregte Gespräche, an jeder Wand und hinter jeder Säule Kunstwerke, die es zu entdecken und zu enträtseln gilt - die Atmosphäre bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag war wie immer freudig, erwartungsvoll, anregend und festlich. Bürgermeister Torsten Bartzsch gab als Hausherr seiner Freude über die große Zahl von Gästen Ausdruck und bedankte sich bei den beiden ausstellenden Künstlern, dass sie nun für einige Wochen das Murrer Bürger- und Rathaus mit ihren Werken bereichern. Er begrüßte unter den Gästen auch seinen Amtsvorgänger und jetzigen Murrer Ehrenbürger Manfred Hollenbach mit Frau. Der Dank des Schultes galt auch den drei Musikern für die musikalischen Beiträge sowie der Rednerin Dorothea Nafz für ihre Einführung in die Ausstellung.
Diese ging ausführlich auf die Eigenheiten der sehr unterschiedlichen künstlerischen Handschriften von Helena Cizl von Wahrlich und Otto Beer ein. Trotz dieser Unterschiede korrespondieren die Exponate beider Künstler in der Ausstellung immer wieder miteinander und lassen spannungsreiche Kontraste und Bezüge erwachsen. Mittelpunkt bei beiden sei gemäß dem Ausstellungstitel das Leben in all seinen verschiedenartigen Strömungen.
Bei den Arbeiten von Otto Beer, die mit der Kettensäge entstehen, sei der Baum der Ausgangspunkt - Symbol für das Leben, das Werden und Vergehen. Nicht Makellosigkeit sei für den Künstler wichtig, die Neigung des Holzes zum Widerspenstigen, Spröden, Urtümlichen leite ihn bei der Bearbeitung. Nafz ging unter anderem auf die Skulptur "Europa stellt die Weichen ein", ein 2,20 Meter langes Werk aus Zwetschgenholz, mit dem Otto Beer das Schicksal der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer thematisiert.
Beer arbeite zumeist ohne Umwege, Vorzeichnungen oder Skizzen, im direkten Tun mit der Kettensäge entstehen Figuren mit einer bestimmten Haltung, die oft beides - Kraftvolles und Bodenständiges, aber auch Zartes und Tänzerisches - ausstrahlen. Grundsätzlich vermitteln Beers Figuren eine positive Sicht auf den Menschen.
Dies sei auch bei den Bildern von Helena Cizl von Wahrlich der Fall, so die Rednerin. In Zyklen schaffe die Malerin Bilder, die sich thematisch oft wiederholen und dennoch höchst individuell und menschlich seien. Stille Pfade und weite Landschaften seien zu sehen, die beim Betrachter den Eindruck von Ruhe, Gelassenheit und Gleichgewicht hervorrufen. In vielen Schichten, zum größten Teil aus natürlichen Pigmenten und Materialien gemalt, zeige die Künstlerin auch die Schichten des Lebens, verdeutliche, dass unter der Oberfläche ein stilles Leuchten und Strahlen hervorscheinen könne.
Auch für Helena Cizl von Wahrlich stehe der Mensch im Mittelpunkt: Zum Schluss setzt sie winzige Figuren gekonnt in die von ihr erschaffene Szenerie, allein oder in Begleitung, immer von rückwärts zu sehen. Diese Figuren verstärken in ihrem Nacheinander und Nebeneinander die Impression von Stille und Harmonie, die die Werke der Malerin ausstrahlen.
In angeregter Atmosphäre, bei toller Musik der Band "The Boys of Bedlam" und bei einem Gläschen Sekt oder Wein und einem Stück Hefekranz tauschten die Gäste im Laufe des Abends ihre Eindrücke aus. Die Ausstellung kann bis zum 14. Januar 2018 zu den folgenden Öffnungszeiten des Bürger- und Rathauses besucht werden: Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Montag 13.30 bis 18 Uhr, Dienstag und Mittwoch 13.30 bis 16.30 Uhr und Donnerstag 13.30 bis 17.30 Uhr.

24.11.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 14. November 2017)

Mit einer Bebauungsplanänderung in der Ortsmitte, durch die die Wohnnutzung nicht mehr benötigter Betriebsflächen ermöglicht werden soll, dem Bericht über die Arbeit des Murrer Jugendhauses "Magnet", der Betriebsplanung für den Gemeindewald im kommenden Jahr und der Erweiterung der Urnen-Gemeinschaftsanlage auf dem Neuen Friedhof befasste sich der Gemeinderat, als er am Dienstag, dem 14. November 2017 unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammentrat. Neben den Mitgliedern des Gremiums konnte Bartzsch auch einige Zuhörerinnen und Zuhörer zu der Sitzung begrüßen.

Änderung des Bebauungsplans "Steinäckerstraße - Dorfweg 1939" im Bereich der Frauenstraße
In der Frauenstraße befinden sich auf den Grundstücken 6 bis 8 derzeit eine Werkstatt mit Büro und drei Wohnungen sowie ein Wohngebäude. Die Nutzung als Werkstatt soll an dieser Stelle aufgegeben werden und städtebaulich ist es ein wichtiges Ziel, solche Flächen in der Ortsmitte als Wohnbauflächen nutzbar zu machen; durch solche nachträglichen Verdichtungen im Innenbereich können Flächen im Außenbereich geschont werden. Dazu muss der bestehende Bebauungsplan "Steinäckerstraße - Dorfweg 1939", der für dieses Areal ein Mischgebiet vorsieht, geändert werden.
Das Ludwigsburger Stadtplanungsbüro KMB Plan, Werk, Stadt hat dazu ein Konzept und darauf aufbauend den Entwurf für einen Bebauungsplan als Grundlage für den formalen Aufstellungsbeschluss erarbeitet. Die Planer Michael Kerker und Saskia Hübner vom Büro KMB waren in der Sitzung anwesend, um diese Planungen zu erläutern. Danach soll entlang der Frauenstraße ein L-förmiges Gebäude mit drei Geschossen, einem Staffelgeschoss und Flachdach, im hinteren Bereich ein rechteckiger Baukörper mit zwei Geschossen und Staffelgeschoss und ebenfalls einem Flachdach entstehen. In diesen zwei Mehrfamilienhäusern sind auf gut 2.000 qm Nettobaufläche insgesamt 26 neue Wohnungen vorgesehen. Die Flachdächer sollen begrünt und wo möglich mit einer Photovoltaikanlage versehen werden. Die notwendigen Stellplätze sollen in einer Tiefgarage nachgewiesen werden. Die Fläche, die für einen durchgehenden Gehweg auf dieser Seite der Frauenstraße notwendig ist, konnte von der Gemeinde erworben werden.
Bürgermeister Torsten Bartzsch wies darauf hin, dass sich die Planung an dem vor einem Jahr in Kraft getretenen Bebauungsplan für das frühere Thürrauch-Areal orientiere.
Die Mitglieder des Gremiums begrüßten es, dass eine weitere Möglichkeit zur nachträglichen Verdichtung von nicht mehr benötigten Gewerbeflächen und zur Schaffung von attraktivem Wohnraum in der Ortsmitte genutzt werde und fassten den Beschluss zur Aufstellung dieser Bebauungsplanänderung und zur Feststellung des Entwurfs einstimmig.

Bericht über die Arbeit des Jugendhauses "Magnet"
Mit seinem alljährlichen Bericht gab Jugendhausleiter Ulrich Harsch den Ratsdamen und -herren in der Sitzung auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch einen Eindruck von der Arbeit im Murrer Jugendhaus "Magnet". Die reinen Zahlen belegten wieder einmal eindrücklich, wie gut diese Gemeindeeinrichtung besucht wird und wie beliebt sie bei den Jugendlichen aus Murr, aber auch aus der Umgebung ist. Vom "Kid's Club" für die jüngsten Besucher von 9 bis 12 Jahren bis zum offenen Betrieb für Jugendliche bis zu 21 Jahren richtet sich das Angebot an junge Menschen aus ganz unterschiedlichen Altersgruppen. In den letzten 12 Monaten, so Harsch, kamen insgesamt 3.556 Kinder und Jugendliche ins Jugendhaus, das seien pro Tag durchschnittlich 21 Besucher im offenen Betrieb. Die Mehrzahl davon sei männlich, rund 80 % der Gäste haben einen Migrationshintergrund.
Mindestens so eindrücklich wie die statistischen Angaben war die Schilderung Harschs, was diese für die tägliche Arbeit bedeuten. Für viele Kinder und Jugendliche sei das Jugendhaus die zweite, für manche sogar die erste Heimat, viele kommen sogar ohne Mittagessen und Frühstück. Aus vielfältigen Defiziten in den Familien, aus Minderwertigkeitsempfinden und Ablehnungserlebnissen, wegen vielfältiger Überforderung in Familie und Alltag folgern immer mehr soziale Auffälligkeiten, Aggressivität, emotionale Schwierigkeiten, Respektlosigkeit. Die tägliche Arbeit im Jugendhaus sei geprägt von ständigen Anforderungen der Jugendlichen, von der Gratwanderung zwischen der Rolle als Respekts- und Vertrauensperson. Als Mitarbeiter im Jugendhaus stehe man in emotional hoch aufgeladenen Situationen ständig unter Beobachtung.
In diesem Spannungsfeld müsse man den Kindern und Jugendlichen Verlässlichkeit, Schutz vor Gewalt und Verständnis bieten, aber auch klare Regeln aufstellen und auf ihre Einhaltung achten. Die Beratung und Hilfe bei schulischen Problemen oder bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz nehmen einen breiten Raum ein und hin und wieder gebe es auch Erfolgserlebnisse.
Die Mitglieder des Gremiums dankten Jugendhausleiter Ulrich Harsch, seiner Kollegin Mariá Viúdez und der FSJ-Praktikantin Katharina Schulz für ihre Arbeit und zollten Respekt dafür. Der Bericht zeige, wie wichtig das Jugendhaus als Gemeindeeinrichtung ist. Jede Besucherin und jeder Besucher sei Mitglied unserer Gemeinde, so die Einschätzung. Wichtig sei eine gute Vernetzung mit Schulen, Vereinen und anderen Institutionen. Wenn das Jugendhaus in sein neues Domizil am Hermannsplatz umziehe, sei es ratsam, sich auch über eine eventuelle Ausweitung des Betreuungsangebots Gedanken zu machen.
Zum Abschluss dankten Bürgermeister Torsten Bartzsch und die Ratsmitglieder Ulrich Harsch und seinem Team für ihre Arbeit.

Betriebspalan für den Gemeindewald für das Jhr 2018
Wie alljährlich zum Jahresende stand der Gemeindewald bei der jüngsten Sitzung auf der Tagesordnung. Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte die Leiterin des Fachbereichs Forsten beim Landratsamt Ludwigsburg, Gundula Gmelin, und Revierförster Jürgen Weis im Ratssaal dazu begrüßen.
Frau Gmelin erläuterte den Mitgliedern des Gremiums den Verlauf des Jahres 2017 aus Sicht des Waldes und die aktuelle Situation des Murrer Gemeindewaldes, ein Teil des Hardtwaldes. Der vergangene Winter war demnach von großer Trockenheit geprägt, was auch Regenfälle im Sommer nicht ganz ausgleichen konnten. Der kalte Winter habe für einen guten Brennholzabsatz gesorgt. Durch die Trockenheit musste verstärktes Augenmaß auf den Befall von Nadelholz durch Käfer gerichtet werden. Das Eschentriebsterben beschäftige die Waldwirtschaft auch im Hardtwald noch immer. Immer wieder mussten an Straßen oder in der Nähe von Gebäuden befallene Eschen aus Sicherheitsgründen gefällt werden, da sie umzustürzen drohten. Gmelin berichtete von einer stabilen Lage auf dem Holzmarkt. 2017 konnten nahezu sämtliche Holzarten und -sorten zu guten Preisen verkauft werden.
Revierförster Jürgen Weis ging sodann auf den Betriebsplan für den Murrer Teil des Hardtwaldes im kommenden Jahr ein. Er erläuterte die geplanten Pflege- und Kulturarbeiten, die Arbeiten zur Jungbestandspflege und zur Wegeunterhaltung und -instandsetzung sowie die erwarteten Einnahmen und Ausgaben. Wenn sich das geschlagene Holz - geplant sind der Einschlag von insgesamt 730 Festmeter Holz - zu den prognostizierten Preisen absetzen lasse, werde die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes im Jahr 2018 mit einer "schwarzen Null" abschließen.
Zur Sprache kamen in der Beratung auch der geplante Wald-Erlebnispfad, den Förster und Waldarbeiter als Projekt der Forstbetriebsgemeinschaft einrichten und durch den mit Informationstafeln und spielerischen Elementen Interessantes und Wissenswertes rund um das Thema Wald veranschaulicht werden soll. Der Bereich um den Feuersee habe sich dafür angeboten. Auf Mountain-Bike-Fahrer angesprochen, berichtete Weis, diese seien im Hardtwald nicht so häufig anzutreffen. Auf jeden Fall sei gegenseitige Rücksichtnahme der unterschiedlichen Waldbenutzer und Rücksicht auf den Naturraum Wald oberstes Gebot.
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab ergänzend bekannt, der diesjährige Brennholzverkauf finde am Donnerstag, dem 28. Dezember 2017, um 10 Uhr statt.

Erweiterung der Urnen-Gemeinschaftsanlage auf dem Neuen Friedhof
Die vor einigen Jahren eingerichtete Urnen-Gemeinschaftsanlage auf dem Neuen Friedhof wurde zuletzt im Jahr 2015 erweitert, da die Nachfrage nach dieser so genannten halb-anonymen Bestattungsform, bei der kein direkter Bezug zur jeweiligen Beisetzungsstelle der Urne besteht, nach wie vor wächst. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung berichtete, habe die Nachfrage weiter zugenommen, so dass er vorschlug, eine weitere Urnen-Gemeinschaftsanlage östlich neben den bestehenden Basalt-Stelen anzulegen. Aus gestalterischen Gründen sei an eine Anlage mit fünf Stelen gedacht, das jeder Stele zugeordnete Grabfeld biete Platz für zehn Urnen. Später könne eine weitere Anlage mit ebenfalls fünf Stelen daneben angelegt werden. Der Aufwand dafür betrage rund 34.000 Euro.
Dieser Vorschlag wurde von den Mitgliedern des Gemeinderats begrüßt. Aufgrund eines Vorschlags aus der Mitte des Gremiums sagte der Schultes zu, für die Anlage auch andere Steinarten als den bisher verwendeten Basalt prüfen zu lassen. Der Errichtung der zusätzlichen Urnen-Gemeinschaftsanlage wurde einstimmig zugestimmt.

23.10.2017

Arbeiten zur Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof beginnen

Aussegnungshalle im Alten Friedhof

Der Gemeinderat hatte im Frühjahr beschlossen, die Aussegnungshalle auf dem Alten Friedhof zu erweitern.
Die Halle wird um ca. 5 Meter nach Süden erweitert und künftig komplett geschlossen sein. Nach Osten wird die bestehende Gebäudewand verlängert, nach Süden und Westen hin werden die Seitenwände durch bodentiefe Fenster geschlossen.
Der Eingang erfolgt künftig ausschließlich auf der Südseite durch eine Glastüre barrierefrei in das Gebäude.
In Zukunft wird den Besuchern auf dem Alten Friedhof auch eine Toilette zur Verfügung stehen. Hierzu wird die bestehende Toilettenanlage im Gebäude saniert. Der Zugang zur Toilette erfolgt dann durch eine separate Außentüre.
Neben mobilen Heizstrahlern für kalte Tage und einer Lüftung erhält das Gebäude als Sonnenschutz an der Südseite auch eine Jalousie.
Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 242.000 Euro. Mit den Arbeiten wird in Kalenderwoche 43 begonnen.
Wir bitten alle Friedhofsbesucher um ihr Verständnis während der Bauzeit.

23.10.2017

Kindergarten-Elternbeirat im Kindergartenjahr 2017/2018

In den vergangenen Wochen wurden für jede Kindergartengruppe aus der Mitte der Eltern Mitglieder für den Elternbeirat gewählt.
Der Elternbeirat hat die Aufgabe, die Erziehungsarbeit im Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Elternhaus und Träger zu fördern.

Als Mitglieder des Elternbeirats wurden für die Kindergärten und für das Kinderhaus folgende Personen gewählt:

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Stieber
Herr Julian Römer
Herr Christian Bollacher

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Klingenberg
Frau Elisabeth Eresmann
Herr Andreas Krupkat

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Gravenhorst
Frau Sandra Werlitz-Bülbül
Frau Renata Sabljo

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Börkircher
Frau Erika Kettgen
Frau Maria Velske

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Jurka
Frau Claudia Stüdemann
Frau Juliane Conte

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Wallner-Gerlach
Frau Nicole Simgen
Frau Nina Benali

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Buchstab
Herr Jakob Bechter
Frau Nataša Najdek

Kindergarten Pfarrgasse - Gruppe Grill
Frau Andrea Buck
Frau Nadine Biebl

Kindergarten Pfarrgasse - Gruppe Waldbüßer
Frau Ivonne Engelhardt
Frau Silke Burk

Kinderhaus Regenbogen - Gruppe Graf
Frau Sabrina Möseneder

Kinderhaus Regenbogen - Gruppe Weitbrecht
Herr Matthias Jentsch

Kinderhaus Regenbogen - Gruppe Schlegel
Frau Viktoria Riegler

20.10.2017

Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet "Langes Feld VI" abgeschlossen

Die Fläche mit neuen Baugrundstücken im Gebiet Langes Feld VI

Die Erschließung des Neubaugebiets "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" und des Fichtenwegs aus dem 2. Abschnitt ist fertiggestellt. Die offizielle Abnahme der Arbeiten erfolgte in dieser Woche. Auf rund zwei Hektar Fläche entstanden insgesamt 42 neue Baugrundstücke. Die Gesamtkosten für die Erschließungsmaßnahme beliefen sich auf ca. 1,1 Millionen Euro.
Sobald die Eigentümer der Baugrundstücke die Baufreigabe durch das Landratsamt als Baurechtsbehörde erhalten haben, kann mit der Bebauung begonnen werden.

20.10.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 17. Oktober 2017)

Eine umfangreiche Tagesordnung mit Themen aus den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen der Gemeinde hatten die Mitglieder des Gemeinderates vor sich, als sie sich am Dienstag, dem 17. Oktober 2017, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung trafen.
Die Ratsdamen und -herren befassten sich mit dem Umbau der Kreuzung Bietigheimer Straße (Kreisstraße 1609)/Straße Bei der Bergkelter/Straße Im Langen Feld zu einem Kreisverkehr, mit der Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses am Lindenweg, der Anschaffung neuer Dienstkleidung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Murr, mit anstehenden Sanierung- und Erneuerungsarbeiten im Mineralwellenfreibad "Wellarium", den Ergebnissen einer Bedarfsumfrage im Bereich der Kinderbetreuung, dem Auftrag für eine kommunale Masterplanung für die Breitbandversorgung in Murr und wurden über den Sachstand des Sanierungsverfahrens "Ortskern Murr III" informiert.

Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung K 1609/Im Langen Feld/Bei der Bergkelter
An der Kreuzung Bietigheimer Straße (K 1609)/Im Langen Feld/Bei der Bergkelter haben sich, seitdem es diese Kreuzung gibt, immer wieder gefährliche Situationen ergeben, insbesondere bei der Einmündung aus der Straße Im Langen Feld nach links Richtung Ortsmitte. Auch wenn die offizielle Unfallstatistik diese Kreuzung nicht als Unfallschwerpunkt ausweist, kommt es beim Linksabbiegen immer wieder zu Unsicherheiten, vor allem dann, wenn Fahrzeuge, die aus dem Ort kommen, sich nicht an die geltende Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h halten.
Im Lärmaktionsplan wurde der Umbau dieser Kreuzung zu einem Kreisverkehr als sinnvoll empfohlen, um den Verkehr an dieser Stelle sicherer und stetiger zu machen. Da es sich bei der K 1609 (Bietigheimer Straße) um eine Kreisstraße handelt, ist für den Umbau vorrangig der Landkreis zuständig. Bislang hat das Landratsamt die Installation von Ampeln oder den Bau eines Kreisverkehrs nur befürwortet, wenn es sich bei der betreffenden Kreuzung um einen Unfallschwerpunkt handelt.
Seit Herbst 2016 werden nun aber auch Maßnahmen unterstützt und gefördert, wenn eine Kreuzung nicht mehr leistungsfähig genug für den vorhandenen Verkehr ist. Bei einer im Auftrag der Gemeinde durchgeführten Verkehrsuntersuchung wurde festgestellt, dass im Berufsverkehr morgens und abends die Einmündung der Straßen Im Langen Feld und Bei der Bergkelter in die Kreuzung schlecht funktionieren und die Autofahrer länger warten müssen, so dass nach den neuen Kriterien des Landratsamtes ein Umbau (oder die Installation einer Ampelanlage) gerechtfertigt ist. Weitere Untersuchungen des beauftragten Ingenieurbüros haben ergeben, dass ein Kreisverkehr die Situation erheblich verbessern würde. Daraufhin stellte das Landratsamt die Zustimmung zum Bau eines Kreisverkehrs und eine Kostenbeteiligung von 50 % in Aussicht.
Planungen und Berechnungen des Verbandsbauamtes Großbottwar, die in der Sitzung vom stellvertretenden Leiter des Amtes Christian Opitz erläutert wurden, haben eine Kostenschätzung von rund 520.000 Euro ergeben; diese Kosten würden sich Landkreis und Gemeinde teilen. Die notwendige Fläche für den Kreisverkehr sei vorhanden und an drei der vier Einmündungen sei auch genügend Platz für sichere Fußgängerüberwege, so Opitz. Der Kreisverkehr mit einem Radius von 34 Metern sei auch für die Durchfahrt von Sattelzügen ausgelegt und werde mit einem Innenring aus Beton geplant, der für die zu erwartende Belastung das richtige Material sei. Der Umbau der Kreuzung könnte in zwei Abschnitten erfolgen, der Bau werde etwa fünf Monate benötigen, der Verkehr müsse während der Bauzeit zum Teil umgeleitet werden.
Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich über diese Planung erfreut, da jahrelange Forderungen nach einer Verbesserung dieser Kreuzung nun gehört worden seien und die Lage nicht nur für die Autofahrer, sondern auch für die Fußgänger, insbesondere für die Bewohner der Seniorenresidenz, deutlich verbessert werden könne, und stimmten dem Umbau einstimmig zu. Nach Aussage von Bürgermeister Torsten Bartzsch muss nun noch der Ausschuss für Umwelt und Technik des Landkreises der Maßnahme zustimmen; wenn dies voraussichtlich im November dieses Jahre geschehen sei, könne der Kreuzungsumbau in Auftrag gegeben und 2018 realisiert werden.

Feuerwehrhaus: Anbau und Sanierung
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte, an dem mittlerweile 30 Jahre alten Feuerwehrhaus am Lindenweg seien einige Sanierungsarbeiten notwendig und es sei in diesem Zusammenhang an die Erweiterung durch einen Anbau gedacht. Er begrüßte zu diesem Thema den beauftragten Architekten Peter Ludwig, Feuerwehrkommandant Marcus Leibbrandt und zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr unter den Zuhörern.
Wie der Schultes weiter ausführte, treten immer öfter Frauen der Freiwilligen Feuerwehr bei, für die es im bisherigen Feuerwehrhaus bislang keine eigenen Umkleide- und Sanitärräume gebe. Gleichzeitig müsse der Sanitärbereich für die Männer erneuert, die Gäste-Toiletten erweitert und saniert sowie sämtliche Wasserleitungen im Gebäude erneuert werden. Durch den Anbau an die westliche Gebäudeseite und die internen Umbauten könnten weitere notwendige Lagerflächen für die Feuerwehr geschaffen und durch den Einbau von zwei Garagentoren der Transport von Material vereinfacht werden.
Architekt Peter Ludwig erläuterte weiter, die durch den Anbau wegfallenden Parkplätze hinter dem Gebäude könnten durch zusätzliche Stellplätze auf dem Pflanzstreifen an der Zufahrt nördlich des Hauses mehr als ersetzt werden. Für die Heizung und Warmwasserversorgung soll das Gebäude an das neue Blockheizkraftwerk in der Gemeindehalle angeschlossen werden. Mit dieser Planung müsse noch ein Fachingenieur befasst werden. Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr während der Bauphase werde stets gewährleistet sein.
Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, Sanierung und Umbau seien mit der Feuerwehrführung besprochen und abgestimmt worden. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf rund 490.000 Euro belaufen. Dafür könne, so der Schultes, mit einem Zuschuss des Landes in Höhe von etwa 25.000 Euro gerechnet werden.
Die Mitglieder des Gemeinderates betonten und befürworteten die Maßnahme, um die Einsatzfähigkeit der Murrer Feuerwehr auch in Zukunft zu erhalten und stimmten der Planung und der Kostenschätzung einstimmig zu.

Anschaffung von neuer Dienstkleidung für die Freiwillige Feuerwehr Murr
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte dem Ratsgremium, die Uniformen der Freiwilligen Feuerwehr Murr seien mittlerweile in die Jahre gekommen. Auch gebe es vom Land Baden-Württemberg eine Verwaltungsvorschrift, nach der die Dienstkleidung der Feuerwehren im Land komplett erneuert werden soll. Zu dem einheitlichen Erscheinungsbild, das sehr wichtig für die Feuerwehr sei, gehöre danach ein Dienstsakko, eine Diensthose, ein Kurz- und ein Langarmhemd, eine Schirmmütze, eine Krawatte und ein Gürtel. Die Bekleidungskonzeption des Landes sehe zudem als Ergänzung zur Uniform eine zweite, eher zweckmäßige und funktionale Bekleidung aus Einsatzhose, Feuerwehrparka, Softshell-Jacke und Gürtel vor.
Die Mitglieder der Murrer Feuerwehr hätten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, für beide Ausstattungen entsprechende Angebote und Muster begutachtet und sich jeweils für eines davon entschieden. Für die Uniformen betragen danach die Kosten 300 Euro pro Feuerwehrmitglied, für die funktionale Ausstattung 400 Euro. Insgesamt müssten 50 Einheiten bestellt werden, so dass der Gesamtaufwand dafür rund 35.000 Euro betrage, so der Schultes.
Die Ratsdamen und -herren stimmten dem Vorschlag, die beschriebenen Ausstattungen zu bestellten, einstimmig zu. Feuerwehrkommandant Marcus Leibbbrandt bedankte sich im Namen der gesamten Murrer Feuerwehr dafür beim Gemeinderat.

Mineralwellenfreibad "Wellarium": Sanierung bzw. Erneuerung der Bestandsgebäude
Die Mitglieder des Gemeinderats wurden von Bürgermeister Torsten Bartzsch unterrichtet, dass 2014 an der Holzkonstruktion des Daches der Gebäude im "Wellarium" Schäden durch Pilzbefall und Fäulnis festgestellt worden seien. Vor der Badesaison hätten bereits einige Stützen für Kosten von ca. 25.000 Euro stabilisiert werden müssen. Dadurch könne das Dach für etwa fünf Jahre erhalten werden, bevor umfangreiche Sanierungen notwendig werden, so die Fachleute laut Bartzsch.
Im Herbst 2016 wurde daraufhin das Fachbüro Richter + Rausenberger vom Gemeindeverwaltungsverband Steinheim - Murr mit einer umfassenden Sanierungsstudie für sämtliche bestehenden Gebäude beauftragt; der Sachverständige für Holztragwerke wurde dazu hinzugezogen. Ergebnis: Die Schäden am Dach hätten sich erweitert, es müsse über eine Komplettsanierung des Daches und im Zusammenhang damit auch der Gebäude (Umkleide- und Sanitärbereich, Schwimmmeisterbereich, Gastronomiebereich) nachgedacht und beraten werden. Da bislang keine größeren Erneuerungen durchgeführt worden seien, entsprechen Umkleiden und Sanitärräume, aber auch der Gastronomiebereich und der Schwimmmeisterbereich nicht mehr den heutigen Anforderungen. Sämtliche Gremien (Gemeindeverwaltungsverband und die Gemeinderäte von Murr und Steinheim an der Murr) hätten sich mit den Ergebnissen der Studie bereits befasst.
In einer gemeinsamen Sitzung beider Ratsgremien am 26. September 2017 seien die weiter entwickelten Planungen des Büros mit drei Varianten für eine Sanierung vorgestellt worden. Variante 1 sieht eine Sanierung des Daches und einen Umbau der Gebäude im Bestand mit einer Minimalsanierung des Gastronomiebereichs vor. Die Kosten dafür werden auf rund 2,57 Millionen Euro geschätzt. Variante 2 plant eine Erneuerung und veränderte Ausführung der Dächer und einen Umbau aller Gebäude im Bestand. Die Kosten dafür betragen voraussichtlich etwa 2,85 Millionen Euro. Die dritte Variante empfiehlt einen kompletten Neubau aller Gebäude im Gastronomie-, Eingangs- und Personalbereich, einen verkleinerten Neubau der Dächer und Gebäudeumbauten im Sanitär- und Umkleidebereich und wird etwa 3,09 Millionen Euro Aufwand erfordern.
Die Baumaßnahmen müssten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch weiter, in zwei Bauabschnitten nach den Badesaisons 2018 und 2019 durchgeführt werden, um den Badebetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Im Grunde sprach sich die Mehrheit der Gemeinderäte für die Durchführung der Sanierungen und der Umbauten und Erneuerungen auf Grundlage von Variante 3 aus. Einzelne Bedenken ergaben sich aus der Befürchtung, dass die Planungskosten ein unwägbares Risiko darstellen könnten. Gewünscht wurde auch, dass bei allem Zeitdruck Wert und Sorgfalt auf eine gute Gestaltung gelegt werden solle. Angesichts der festgestellten Schäden und der grundlegenden Erneuerungsbedürftigkeit von Raumaufteilung, Technik und Dachkonstruktion gebe es aber keine Alternative dazu, die Maßnahme schnellstmöglich anzugehen und auf Grundlage der Variante 3 auch umfassend und von Grund auf durchzuführen. Man solle dem Fachbüro aufgeben, bei der Planung auch Wert auf eine gute Gestaltung zu legen.
Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat den Vorschlägen zu, das Büro Richter + Rausenberger mit der weiteren Planung der grundlegenden Erneuerung zu beauftragen und anzustreben, den ersten Bauabschnitt im Herbst 2018 zu beginnen.

Vorstellung der Ergebnisse einer Bedarfsumfrage zur Kinderbetreuung
Bürgermeister Torsten Bartzsch trug den Mitgliedern des Ratsgremiums die Ergebnisse einer umfassenden Umfrage unter den Familien mit Kindern im Ort vor, die im Auftrag des Gemeinderates im Sommer durchgeführt worden sei. Erfreulich sei, dass von insgesamt 556 verschickten Fragebögen rund die Hälfte beantwortet und zurückgeschickt worden sei.
Unterteilt nach den Altersgruppen 0 bis 3 Jahre, 3 bis 6 Jahre und 6 bis 10 Jahre seien die Eltern nach ihrer Familiensituation (berufstätig oder nicht, alleinerziehend oder nicht), nach der derzeitigen Betreuung des Kindes oder der Kinder und nach den Wünschen für eine künftige Betreuung sowie ihren individuellen Anmerkungen befragt worden. Unter dem Strich könne festgestellt werden, dass die Mehrheit der Eltern berufstätig sei, demnach die Einrichtungen der Gemeinde, aber auch andere Angebote (auswärtige oder private Betreuungseinrichtungen, Tageseltern, aber auch Betreuung in der Familie, zum Teil durch Großeltern) genutzt werden und für künftige Betreuung von Kindern in jeder Altersstufe vor allem mehr Angebote von verlängerten Öffnungszeiten bzw. Ganztageseinrichtungen oder auch die Kombination von beiden gewünscht werden.
Die individuellen Anmerkungen seien sehr vielfältig, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, und reichen unter anderem von Wünschen nach mehr Betreuung am Freitagnachmittag in der Schulkindbetreuung oder in den Ferien über geringere Gebühren bis hin zu mehr Plätzen im Mini-Kindergarten.
Die Umfrage wurde von den Mitgliedern des Gemeinderates einhellig begrüßt. Das Ergebnis lasse den Schluss zu, dass man in Murr im Grunde fast für alle Bedürfnisse schon gute Angebote habe und das Augenmerk auf den Ausbau der Ganztagesbetreuung und die Verlängerung von Öffnungszeiten richten sollte. Ebenfalls sei aus dem Ergebnis herauszulesen, dass immer mehr Eltern eine möglichst große Flexibilität in der Betreuung wünschen. Vielleicht, so eine Anregung, sollte man eine solche Umfrage in regelmäßigen Abständen durchführen.

Masterplanung zum Ausbau der Breitbandversorgung in Murr
Der Bedarf an einer leistungsfähigen Infrastruktur für ein schnelles Internet ist in den letzten Jahren enorm gewachsen, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Sowohl Privathaushalte, als auch Firmen und Betriebe wünschen schnelle Datenverbindungen oder seien wegen der Änderung von Arbeitsabläufen und Produktionsprozessen darauf angewiesen. Da es in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern versäumt wurde, die Breitbandversorgung flächendeckend auszubauen und die privaten Telekommunikationsunternehmen nur dort tätig werden, wo sich dies für sie lohne, seien die Städte und Gemeinden nun in die Situation gedrängt worden, für die Breitbandversorgung als Bestandteil der Grundversorgung sorgen zu müssen.
Grundsätzlich sei die Internetanbindung in Murr gut, so der Schultes. Dazu habe auch der Ausbau der Vectoring-Technik durch die Telekom vor etwa zwei Jahren beigetragen. In einigen Bereichen seien auch bereits Glasfaserkabel verlegt. Langfristig sei es aber notwendig, dass alle Haushalte und Gebäude direkt mit Glasfaseranschlüssen versorgt würden.
In der Region werde derzeit die Errichtung eines so genannten "Backbone-Netzes" diskutiert, mit dem die großen Strecken zwischen den Städten und Gemeinden bis an die Ortsgrenzen abgedeckt würden. In einer kommunalen Masterplanung könnte die Gemeinde Murr dann zunächst den Ist-Zustand der Versorgung im Ort erfassen lassen und - darauf aufbauend - dann untersuchen lassen, welche Maßnahmen zur Versorgung aller Ortsbereiche mit Glasfaseranschlüssen notwendig seien. Auch der notwendige Aufwand dafür lasse sich dann einschätzen.
Für eine solche Masterplanung wurden Angebote von verschiedenen Ingenieurbüros eingeholt, so Bartzsch. Die Firma RBS-wave GmbH habe mit 26.300 Euro das wirtschaftlichste abgegeben. Mit einem bereits bewilligten Zuschuss des Bundes könnten diese Kosten komplett finanziert werden.
Der Gemeinderat war sich einhellig einig, dass die Gemeinde die Masterplanung als Beitrag und Grundlage für die Weiterentwicklung des Breitbandnetzes unbedingt durchführen lassen müsse und stimmte der Vergabe an das vorgeschlagene Büro einstimmig zu.

Ortskernsanierung "Ortskern Murr III": Sachstandsbericht
Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch erstattete Hauptamtsleiterin Brigitte Keller den Mitgliedern des Gemeinderates einen Bericht über den bisherigen Stand des Sanierungsverfahrens "Ortskern Murr III". Mit den bewilligten Aufstockungen der Fördergelder betrage der gesamte Förderrahmen nun rund 2,03 Millionen Euro. Davon kommen vom Land gut 1,2 Millionen Euro, der Anteil der Gemeinde belaufe sich auf gut 813.000 Euro.
Etliche Maßnahmen konnten mit den Fördergeldern bereits fertiggestellt oder angestoßen werden, darunter die Erneuerung der Zehntscheuer, der geplante Abriss des Gebäudes Murrgässle 2 und die Erneuerung weiterer Gebäude in privater Hand. Aus heutiger Sicht, so Keller, seien weitere Finanzmittel notwendig; da aber im Jahr 2018 die vorhandenen Kassenmittel ausreichen, müsse voraussichtlich erst im Jahr 2019 ein weiterer Aufstockungsantrag gestellt werden.

Neben einigen Terminankündigungen gab Bürgermeister Torsten Bartzsch unter dem Punkt "Verschiedenes" noch bekannt, dass sich die auf dem Grundstück Steinheimer Straße 29 geplante und bereits genehmigte Errichtung eines weiteren Modulbaukörpers für die Unterbringung von Flüchtlingen verzögern werde. Auf dem Anwesen seien Zaun- und Mauereidechsen entdeckt worden, die unter Naturschutz stehen. Es müssten in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde von Fachleuten Maßnahmen gefunden werden, mit denen die geschützten Tiere vergrämt oder umgesetzt werden können. Da es dafür nun schon zu kalt sei, könne das erst im kommenden Frühjahr geschehen. Die Gemeinde müsse mit dem Hersteller des Modulbaukörpers vereinbaren, ob dieser so lange beim Hersteller verbleiben oder auf einer Fläche in der Gemeinde, die man noch finden müsse, zwischengelagert werden könne. Die Aufstellung des Moduls erfolgt deshalb erst im Frühjahr/Sommer 2018.

29.09.2017

Weinlese am Kirchenwengert

In diesem Jahr fiel der Ertrag durch den Frost im Frühjahr geringer aus
Weinreben am Kirchenwengert

Im Jahr 2014 wurden am gemeindeeigenen Kirchenwengert die bisherigen Reben entfernt und neue Reben der Sorte Blaufränkisch (Lemberger) gepflanzt.
Am Dienstag, 26. September 2017, fand die diesjährige Lese statt, die aufgrund des Frosts im Frühjahr geringer ausfiel als im Vorjahr. Dank der guten ehrenamtlichen Pflege das ganze Jahr über durch die Weinexperten Gerhard Leibbrand und Fritz Blank darf man sich dennoch wieder auf einen neuen Jahrgang des Murrer Kirchenweinbergs freuen, der an Jubilare verschenkt und bei gemeindeeigenen Veranstaltungen ausgeschenkt wird.

22.09.2017

Hohe Qualität des Murrer Trinkwassers

Das Trinkwasser zählt zu einem der am besten und häufigsten kontrollierten Lebensmittel.
Auch das Murrer Trinkwasser wird ständig überwacht und regelmäßig untersucht, es ist von höchster Güte und Reinheit. Neben den laufenden mikrobiologischen Untersuchungen werden auch regelmäßig physikalisch-chemische Trinkwasseruntersuchungen erstellt.
Nach der Trinkwasseranalyse durch das Institut Dr. Lörcher vom 8. August 2017 weist das Murrer Trinkwasser, das als Mischwasser zu 1/3 Eigenwasser und zu 2/3 aus Wasser der Landeswasserversorgung besteht, unter anderem folgende Parameter auf:

Gesamthärte (Härtebereich hart) 19,6 ° dH
Magnesium 18,0 mg/l
Fluorid 0,14 mg/l
Nitrat 16,3 mg/l

Nach § 2 der Trinkwasserverordnung wird das Trinkwasser auch auf zahlreiche Schadstoffe wie z. B. Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, organische Chlorverbindungen sowie auf Pflanzenschutzmittel untersucht. All diese Schadstoffe sind im Murrer Trinkwasser nicht enthalten bzw. liegen unter der messtechnisch erfüllbaren Nachweisgrenze.
Wie seit Jahren steht den Murrer Haushalten damit ein qualitativ sehr hochwertiges Trinkwasser und Lebensmittel zur Verfügung.

22.09.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 19. September 2017)

Bürgermeister Torsten Bartzsch und die Mitglieder des Gemeinderates vor Ort vor dem neuen Anbau für Ganztagesbetreuung am Mühlweg
Bürgermeister Torsten Bartzsch und Mitglieder des Gemeinderats vor dem neuen Anbau am Kindergarten am Mühlweg

Mit der Besichtigung des neuen Anbaus für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg startete der Murrer Gemeinderat in seine erste reguläre Sitzung nach der Sommerpause. Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung, die nach dem Vor-Ort-Termin im Ratssaal des Bürger- und Rathauses fortgesetzt wurde, stand ansonsten noch die Vergabe der Arbeiten für die Erneuerung der Bürobeleuchtung im Bürger- und Rathaus.

Anbau für Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche"
Mit Beginn des aktuellen Kindergartenjahres ist vor wenigen Tagen auch der neue Anbau für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg in Betrieb genommen worden. Dies nahm Bürgermeister Torsten Bartzsch zum Anlass, die Mitglieder des Gemeinderates zu einer Besichtigung vor Ort einzuladen.
Bei der Begrüßung vor dem Kindergarten schilderte der Schultes, dass es - wie es oft bei Baumaßnahmen vorkommt - einige Verzögerungen gab, der Anbau aber gerade rechtzeitig vor Beginn des Kindergartenbetriebes fertiggestellt werden konnte. In den Anbau ist nun eine neue Ganztagesgruppe, die bisher im Mühlweg als Regelgruppe geführt wurde, und eine bestehende Ganztagesgruppe aus dem Kindergarten Lindenweg eingezogen.
Bartzsch erinnerte in seiner Begrüßung an den Grundsatzbeschluss des Ratsgremiums für die Erweiterung des Kindergartens am Mühlweg und die Bündelung der Ganztagesbetreuung an diesem Standort im September 2015 und den ersten Spatenstich am 22. April 2016 mit tatkräftiger Beteiligung von Kindern und Erzieherinnen. Trotz Problemen mit Baufirmen konnte Ende Oktober 2016 bei strahlendem Sonnenschein Richtfest gefeiert werden. Rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr wurde der Anbau auch fertig, allenfalls letzte Arbeiten an den neuen Außenanlagen bzw. die Lieferung von Ausstattung müssten noch erledigt werden. Der Anbau werde etwa 1,5 Millionen Euro kosten.
Bei einem ausführlichen Rundgang durch die neuen Räume machten sich die Ratsdamen und -herren einen Eindruck von der Großzügigkeit, der Helligkeit und der Funktionalität des neuen Anbaus und ließen sich von den anwesenden Erzieherinnen Details aus der täglichen Arbeit im neuen Haus schildern. Der Anbau ist mit seinem Eingangsbereich an das Treppenhaus des bisherigen Gebäudes - des früheren alten Schulhauses - angeschlossen. In dessen Untergeschoss ist in der ehemaligen Schulküche der Essensraum und die Ausgabeküche für das Essen der kleinen Nutzer eingerichtet, welche von den Ganztagesgruppen genutzt wird.
Der Anbau enthält neben den zwei Gruppenräumen mit den zugehörigen Küchen und Schlafzimmern einen Mehrzweckraum, der zum Foyer hin geöffnet werden kann, einen Personalraum, ein Büro und mehrere Lager- und Abstellräume sowie die notwendigen Sanitärräume.

Vergabe der Arbeiten für die Erneuerung der Bürobeleuchtung im Bürger- und Rathaus
Im Februar hatte der Gemeinderat grundsätzlich beschlossen, die Bürobeleuchtung im Bürger- und Rathaus erneuern zu lassen. Gründe waren, dass mit neuer Beleuchtungstechnik in den 20 Büroräumen des Bürgermeisteramtes deutlich Strom gespart werden kann und dass für die bestehende Beleuchtung nach fast 30 Jahren kaum mehr Ersatzteile zu bekommen sind.
Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete, dass die Gemeinde für die Erneuerung der Beleuchtung zwischenzeitlich die Zusage eines Zuschusses von 30 % der Investitionskosten vom Bundesumweltministerium bekommen habe. Von den eingeholten Angeboten war das der Firma Elektro Riedel in Höhe von knapp 43.000 Euro das wirtschaftlichste; die Firma erhielt denn auch vom Gemeinderat einstimmig den Auftrag zur Erneuerung der Beleuchtung. Hinzu kommen noch Ausgaben für Malerarbeiten, da nach Installation der neuen Leuchten in den Büros die Decken gerichtet werden müssen.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" gab Bürgermeister Torsten Bartzsch bekannt, dass die Forstbetriebsgemeinschaft Hardtwald unter Regie von Revierförster Jürgen Weis und den Forstmitarbeitern im Murrer Teil des Hardtwaldes einen Walderlebnispfad einrichtet. Mit Schildern an neun Punkten, auf denen Bilder und Informationen enthalten sind, sollen die Besucher auf Besonderheiten und Bemerkenswertes im Wald aufmerksam gemacht werden. Sobald der Pfad fertiggestellt ist, wird dies der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

21.08.2017

Zehn Jahre Aufforstung im Bereich der ehemaligen Obstanlage

Vor zehn Jahren hat die Aufforstung am südöstlichen Talhang der Murr begonnen
Rand der Aufforstungsfläche am Feldweg

Mit einem symbolischen Pflanzbeginn am 21. März 2007 wurde vor rund zehn Jahren eine der größten Aufforstungen im gesamten Landkreis am südöstlichen Talhang der Murr begonnen.
In insgesamt drei Abschnitten wurden in den Jahren 2007, 2009 und 2011 rund 16.500 Pflanzen auf ca. 5 Hektar Fläche eingesetzt. Die Gemeinde Murr hatte seinerzeit für diese außergewöhnliche Aufforstungsmaßnahme viele Grundstücksflächen erwerben können, darüber hinaus haben sich auch einige Privateigentümer auf ihren Flächen an der Aufforstung, hauptsächlich als Laubmischwald, beteiligt.
Diese ökologisch und landschaftsgestalterisch sehr wertvolle Maßnahme dient der Gemeinde auch heute noch als Ausgleichsmaßnahme für neue Baugebiete, wie aktuell für den 3. Abschnitt des Neubaugebiets Langes Feld VI.
Trotz einiger Ausfälle und notwendiger Nachpflanzungen ist Revierförster Jürgen Weis mit der Entwicklung der Aufforstung sehr zufrieden, so dass nach zehn Jahren von einer erfolgreichen und nachhaltigen Maßnahme gesprochen werden kann.

28.07.2017

Neues Spielgerät für den Kinderspielplatz Bergkelter/Bottenäcker

Die „Ritterburg“ ist die neue Attraktion auf dem Spielplatz Bergkelter/Bottenäcker
Neues Spielgerät "Ritterbrurg" auf dem Spielplatz Bergkelter/Bottenäcker

Aufgrund einer TÜV-Prüfung musste im Herbst letzten Jahres das Großspielgerät auf dem Spielplatz Bergkelter/Bottenäcker gesperrt werden und durch ein neues Gerät ersetzt werden. Ursprünglich war vorgesehen, ein neues Gerät zum Frühjahrsbeginn durch unsere Forstmitarbeiter selbst errichten zu lassen. Aufgrund personeller Engpässe konnte dies leider nicht realisiert werden. So dauerte es bis letzte Woche, bis die als Ersatz bestellte "Ritterburg" geliefert und vom Bauhof aufgebaut wurde.
Das neue Spielgerät bietet verschiedene Attraktionen für Kinder jeder Altersstufe. Die Kosten für das Gerät belaufen sich auf ca. 25.000 Euro. Wir bitten, die Verzögerung zu entschuldigen und wünschen allen Kindern viel Spaß mit der "Ritterburg".
Ebenso wurde aufgrund von Elternwünschen an jeder Doppelschaukel auf den Spielplätzen je eine Schaukel mit einem Kleinkindsitz ausgestattet.

28.07.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 25. Juli 2017)

Eine umfangreiche und vielfältige Tagesordnung hatte der Gemeinderat auf dem Tisch, als er sich am Dienstag, dem 25. Juli 2017, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zur letzten regulären Sitzung vor den Sommerferien im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf.
Die weiter ausgearbeitete Planung für den Neubau eines Jugendhauses am Hermannsplatz sowie die dadurch notwendige Änderung des Bebauungsplans "Sportanlagen Murrtal" wurden dem Gremium erläutert, es wurde über die Anmeldebedingungen für die Schulkindbetreuung beraten, der Finanzzwischenbericht zur Jahreshälfte vorgestellt, die Umrüstung weiterer Bereiche der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürger- und Rathauses und der Einbau eines Trennvorhangs in der Gemeindehalle beschlossen sowie organisatorische Details für die Durchführung der Bundestagswahl am 24. September 2017 festgelegt.

Neubau eines Jugendhauses: Erläuterung des aktuellen Planungsstandes
Nach umfangreichen grundlegenden Beratungen, der Entscheidung für einen Standort am Hermannsplatz und dem Grundsatzbeschluss über die Bauweise sowie der Durchführung eines Wettbewerbsverfahrens hat der Gemeinderat am 21. März 2017 dem Fellbacher Architekturbüro D'Inka Scheible Hoffmann, das aus dem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen war, den Auftrag zur Planung des neuen Jugendhauses erteilt.
Die Architekten Gabriele D'Inka und Albrecht Scheible waren in die Sitzung gekommen, um die Ratsmitglieder über den neuesten Stand der Planung zu informieren. Ausführlich gingen sie dabei noch einmal auf die Rahmenbedingungen ein, die von der Lage nahe dem Uferbereich der Murr mit seinem Waldsaum, im Bereich eines potentiellen Hochwassers, in der Wasserschutzzone und nahe den Sportanlagen bestimmt ist. Zu den Anforderungen, die sich daraus ergeben, hat es schon frühzeitig Abstimmungsgespräche mit den entsprechenden Stellen des Landratsamtes Ludwigsburg gegeben.
So soll das neue Bauwerk auf Ständern stehen, so dass ein eventuelles Hochwasser darunter hindurchfließen kann. Genügend Abstand vom geschützten Uferbewuchs und weitere Pflanzungen sind von den Planern vorgesehen. Albrecht Scheible ging aber vor allem auf die Innenaufteilung des Jugendhauses, die funktionellen Beziehungen der verschiedenen Bereiche und die mögliche Nutzung von Toiletten, Küche, Lager- und Mehrzweckräumen für das Brückenfest, aber auch für eventuelle private Veranstaltungen ein.
Wichtig war bei der Planung der Lärmschutz, der unter anderem in der Stellung des Gebäudes, der Anordnung der offenen Bereiche nach Süden und der Fenster berücksichtigt werden soll. Durch Begrünung des Daches und Entsiegelung der Fläche unter dem Bauwerk soll der Wasserabfluss verbessert werden. Das Bauwerk in Holzbauweise ist durch Transparenz, Klarheit und Offenheit geprägt.
Die Mitglieder des Gremiums begrüßten die Planung einhellig und hoben hervor, dass alle Anforderungen, die sich aus dem Standort am Hermannsplatz ergeben, sorgfältig und vollständig in der Planung berücksichtigt werden.

Bebauungsplan zur 1. Änderung des Bebauungsplans "Sportanlagen Murrtal"
Der Neubau des Jugendhauses erfordert die Änderung eines Teilbereichs des Bebauungsplanes "Sportanlagen Murrtal" aus dem Jahr 1977, die vom Gemeinderat mit dem Aufstellungsbeschluss vom 26. Juli 2016 auf den Weg gebracht worden ist. Frühzeitig wurden im Rahmen des Verfahrens bei einem so genannten Scoping-Termin (Scoping bedeutet in etwa "Festlegung von Umfang und Details von Untersuchungen über die Auswirkung des Projektes auf die Umwelt") beim Landratsamt Ludwigsburg die Anforderungen, die sich aus dem Standort am Hermannsplatz in punkto Hochwasserschutz, Wasserschutzgebiet, Naturschutz und Lärmschutz ergeben, abgestimmt. Im August 2016 fand eine formelle frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung in Form eines Planaushangs statt.
Die Städteplanerinnen Petra Zeese und Katja Uster vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ waren nun in die Sitzung gekommen, um dem Gemeinderat den Vorentwurf zur Änderung des Bebauungsplans vorzustellen und zu erläutern. Dieser lehnt sich eng an die Planung des neuen Jugendhauses an, die von den Architekten D'Inka Scheible Hoffmann erarbeitet wurde. Wie dort finden auch in der vorgeschlagenen Bebauungsplan-Änderung der Schutz des Retentionsraumes (Stellung des Gebäudes, Pfahlgründung und Höhenlage) und der Lärmschutz (Grundriss und Orientierung von Aufenthaltsbereichen nach Süden) ihren Niederschlag. Umfangreiche Untersuchungen dazu und deren Ergebnisse sind in den Vorentwurf eingeflossen.
Städteplanerin Uster wies besonders darauf hin, dass im Rahmen des geltenden Flächennutzungsplanes im Osten des Plangebiets zusätzliche Stellplätze angelegt werden sollen, so dass nach dem Bau des Jugendhauses genauso viele Parkplätze laut Bebauungsplan vorhanden sind wie vorher und auch die Fläche für den Häckselplatz künftig nicht kleiner werden muss.
Mitglieder des Gremiums lobten, dass im Rahmen des Jugendhausneubaus die städtebauliche Planung und die Planung des Neubaus selber sehr sorgfältig und gründlich vorbereitet worden sind, alle Aspekte berücksichtigt wurden und dabei ein überzeugender städtebaulicher und architektonischer Entwurf herausgekommen ist. Auf die Realisierung des Bauwerks könne man sich freuen.
Dem Vorentwurf der Bebauungsplan-Änderung und der Beteiligung der Öffentlichkeit wurde daher zugestimmt.

Schulkindbetreuung: Nachweis der Berufstätigkeit für Anmeldungen ab 1. Oktober
Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete dem Gremium, der Ausbau der gemeindlichen Betreuungsangebote im Kleinkinder- und Schülerbereich stoße auf eine sehr gute Resonanz. So besuchen zwischenzeitlich rund 60 Kinder die bestehende Schulkindbetreuung, für die in der Lindenschule vor einigen Jahren eigens größere Räumlichkeiten geschaffen und weitere qualifizierte Mitarbeiter eingestellt wurden. Da die Betreuung gewissen Qualitätsansprüchen genügen sollte, sei die Aufnahme weiterer Kinder nicht möglich, so Bartzsch.
Er schlug vor, bei Neuanmeldungen ab 1. Oktober 2017 daher nur noch Kinder aufzunehmen, deren Eltern berufstätig sind und sich dies durch einen Nachweis des Arbeitgebers bestätigen zu lassen. Ausnahmen bei Härtefällen seien selbstverständlich immer möglich.
Die Mitglieder des Gemeinderates erkannten die Notwendigkeit einer Steuerung der Anmeldezahlen, wünschten sich aber mehrheitlich eine weniger pauschale Regelung und eine größere Rücksicht auf persönliche Lebenslagen von Familien und Erziehenden, die nicht berufstätig seien (Arbeitslosigkeit, Krankheit u. ä.). Wünschenswert sei im Grunde die Einführung eines Ganztagesschulangebots an der Lindenschule. Dies müsse jedoch, so der Schultes, in erster Linie von der Schule und den Eltern angestoßen und mitgetragen werden. Die Gemeinde selber könne momentan nur ihr Betreuungsangebot gestalten.
Auf Wunsch der Ratsmitglieder wurde der Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch auf Begrenzung der Anmeldungen für die Schulkindbetreuung dahingehend ergänzt, dass auf jeden Fall bei Neuanmeldungen jeder Einzelfall geprüft werde und bei Härtefällen Ausnahmen zugelassen werden. Auch der dringende Wunsch nach einer Beratung über Ganztagesschulformen an der Lindenschule zusammen mit Schulleitung, Lehrern und Eltern wurde in den Beschluss mit aufgenommen, der mehrheitlich gefasst wurde.

Finanzzwischenbericht 2017
Immer zur Mitte des Jahres werden die Mitglieder des Ratsgremiums über die Lage der Gemeindefinanzen informiert. Gemeindekämmerer Albrecht Keppler hatte in die Sitzung daher die Zahlen über den Stand der Einnahmen und Ausgaben zum Stichtag 7. Juli 2017 mitgebracht und erläuterte diese.
Insgesamt fällt diese Zwischenbilanz durchweg positiv aus. Die im Haushaltsplan erwarteten Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen sind zu 48 % bei der Gemeindekasse eingegangen. Zusammen mit den Einnahmen aus dem Vermögenshaushalt konnten zur Jahresmitte bereits 56 % der eingeplanten Einnahmen verbucht werden.
Die projektierten Ausgaben sind zu 43 % getätigt. So ergibt sich zur Jahreshälfte ein Plus der Einnahmen gegenüber den Ausgaben in Höhe von rund 2,86 Millionen Euro. Laut Keppler werde es aber beim einen oder anderen Posten in der zweiten Hälfte des Jahres noch Verschiebungen geben. Doch man könne heute schon prognostizieren, dass die im Haushaltsplan eingeplante Zuführung an den Vermögenshaushalt - immer ein Indikator für die Gesundheit der Gemeindefinanzen - in Höhe von über 2 Millionen Euro jetzt schon gesichert sei.
Die Ratsdamen und -herren freuten sich über die positive Zwischenbilanz und die Mitteilung des Kämmerers, dass die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben planmäßig verlaufe.

Umstellung weiterer Teilbereiche der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik
Im Jahr 2010 wurde die Murrer Straßenbeleuchtung komplett von Quecksilber- auf Natrium-Dampflampen umgestellt, womit Strom und Kosten eingespart werden können. Doch die Technik entwickelte sich weiter - mittlerweile hat auch bei der Straßenbeleuchtung die LED-Technik Einzug gehalten, ist ausgereifter und günstiger als zu Beginn und sorgt für eine bessere Ausleuchtung. Bereits im Jahr 2016 wurden auf Beschluss des Gemeinderates 57 Leuchten in der Bietigheimer Straße, der Heilbronner Straße, der Hindenburgstraße zwischen Blattert-Kreuzung und Heerstraße, der Straße Im Langen Feld, der Marbacher Straße und am Bergkeltertunnel auf LED umgerüstet.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug in der Sitzung nun die Umrüstung weiterer 208 Leuchtkörper in mehreren Straßen und Plätzen des Gemeindegebietes vor, so unter anderem im Rahmen der beginnenden Sanierung von Mozart- und Silcherstraße. Der Aufwand dafür betrage rund 80.000 Euro. Vom Bundesumweltministerium könne im Rahmen der "Nationalen Klimaschutzinitiative" ein Zuschuss in Höhe von 20 % der Investitionskosten erwartet werden, so der Schultes.
Vom Ratsgremium wurde diese vorgeschlagene Maßnahme zur Kosten- und Energieeinsparung einstimmig befürwortet.

Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürger- und Rathauses
Veranlasst durch einen Antrag aus der Mitte des Gremiums lag den Ratsmitgliedern ein Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch vor, auf dem Dach des Bürger- und Rathauses eine Photovoltaikanlage zur Erzeugung von Strom zu installieren. Pro Jahr werden im Bürger- und Rathaus mit den Büros der Gemeindeverwaltung, der Ortsbücherei und den Veranstaltungsräumen rund 55.000 kWh Strom verbraucht. Langfristig könnte eine Photovoltaikanlage mit einem später angeschlossenen Stromspeicher so viel Strom erzeugen, dass etwa 75 % des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden könnte.
Der Schultes berichtete, dass mit der "SÜWAG Grüne Energien und Wasser" GmbH bereits Gespräche über die Planung einer solchen Anlage geführt worden seien. Eine Photovoltaikanlage könnte danach auf dem Dach des Bürger- und Rathauses in Richtung Dorfweg installiert werden. Mit einer Nennleistung von 20 kWp könnten pro Jahr rund 20.000 kWh Strom erzeugt werden. Nach ersten Schätzungen werde die Anschaffung und Installation einer solchen Anlage rund 40.000 Euro kosten.
Der Gemeinderat begrüßte diesen Vorschlag einhellig und beschloss einstimmig, die Planung, die rund 5.200 Euro kosten wird, an die "SÜWAG Grüne Energien und Wasser" GmbH zu vergeben.

Einbau eines Trennvorhangs in die Gemeindehalle
Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete von dem Wunsch, in der Gemeindehalle einen Trennvorhang zu installieren, durch den der Hallenraum in zwei Teile trennbar wäre, und damit mehr Übungs- und Trainingszeiten für Vereine und Sportgruppen zu ermöglichen.
Erste Prüfungen hätten ergeben, dass der Einbau eines solchen Vorhangs technisch und statisch grundsätzlich möglich ist. Lieferung, Einbau und Installationsarbeiten würden einen Aufwand von etwa 20.000 Euro erfordern; die Lieferzeit betrage etwa 3 bis 4 Monate. Die Vergabe der zusätzlich möglichen Übungszeiten könnte mit den Vereinen auf der Herbstbesprechung beraten werden, so der Schultes.
Bei den Mitgliedern des Ratsgremiums traf dieser Vorschlag auf Zustimmung und die Installation des Trennvorhangs wurde einstimmig in Auftrag gegeben.

Bundestagswahl am 24. September 2017
Wie bekannt, findet am 24. September 2017 die Wahl des neuen Bundestags statt. Die Vorbereitungen zur Durchführung der Wahl im Bürgermeisteramt laufen schon seit geraumer Zeit, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Auf dem Tisch des Gemeinderates lag in der Sitzung der Vorschlag zur Einteilung der notwendigen Wahlbezirke, zur Einrichtung der Wahlräume, zur Besetzung der Wahlvorstände und zu weiteren organisatorischen Details. An den Wahlbezirken und den Wahlräumen werde sich seit der letzten Wahl nichts ändern, so der Bürgermeister.
Die Mitglieder des Gremiums stimmten den Vorschlägen zu und beauftragten Bartzsch mit der weiteren Organisation der Wahl.

28.07.2017

Vorkommnisse mit Reitern auf Fuß- und Radwegen

Immer wieder gehen auf dem Bürgermeisteramt Beschwerden ein, dass Pferdeäpfel auf Fuß- und Radwegen für Ärger sorgen. Die Reiter kümmern sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere und zeigen sich bei der Ansprache durch Fußgänger uneinsichtig.

Deshalb hier ein Merkzettel für Reiter:
Für Reiter gelten die gleichen Verkehrsregeln, Anordnungen und Verkehrszeichen wie für den Fahrzeugverkehr (§ 28 Abs. 2 StVO). Reiter müssen - ebenso wie Fahrzeuge - die Fahrbahn benutzen und zwar möglichst weit rechts. Die Benutzung von Gehwegen ist nicht zulässig (§ 2 Abs. 1 und 2 StVO).
Mehrere Reiter müssen - wie Radfahrer - einzeln hintereinander die Fahrbahn benutzen; nebeneinander ist nur zulässig, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird.
Es ist verboten, Straßen und Wege zu beschmutzen oder Schmutz dort liegen zu lassen. Der Reiter hat die Verschmutzung oder die Hinterlassenschaften seines Pferdes ("Rossbollen") unverzüglich zu beseitigen (§ 32 Abs 1 StVO).
Das Reiten in der freien Landschaft und im Wald ist nur gestattet auf Straßen und geeigneten Wegen, soweit es durch Verkehrszeichen oder Anordnungen nicht untersagt ist. Nicht zulässig ist es auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3,00 m Breite, auf Fußwegen und auf Sport- und Lehrpfaden. Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen. Private Grundstücke dürfen nicht benutzt werden. In Naturschutzgebieten ist das Reiten nur auf Straßen und befestigten Wegen zulässig (§ 52 NatSchG, § 37 Abs 3 LWaldG).
Bitte beachten Sie diese "Spielregeln" im eigenen Interesse und in dem Ihrer Mitmenschen.

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