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Info-Archiv

Auf dieser Seite finden Sie für etwa 1 Jahr alle wichtigen Texte, die bislang in den Rubriken "Infos aus dem Rathaus" und "Infos aus dem örtlichen Leben" veröffentlicht wurden.

27.01.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 24. Januar 2017)

Die Vorstellung und Erläuterung des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2017 stand im Mittelpunkt der ersten öffentlichen Sitzung des neuen Jahres, zu der der Gemeinderat am Dienstag, dem 24. Januar 2017, auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammenkam. Außerdem befasste sich das Ratsgremium mit der anstehenden Prüfung des örtlichen Kanalnetzes, dem Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und wurde über die Beteiligung der Gemeinde an privaten Unternehmen und über eingegangene Spenden für gemeinnützige Zwecke informiert.

Entwurf des Haushaltsplans für 2017
Zu Beginn der Vorstellung des Haushaltsplans für das soeben begonnene Jahr 2017 zeigte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch zufrieden mit der insgesamt stabilen wirtschaftlichen Lage, die auch der Gemeinde Murr zugute komme. Dies drücke sich vor allem in der Rekordhöhe der Steuereinnahmen aus, die dieses Jahr mit 11,14 Millionen Euro erwartet werden. Diese Mittel würden aber auch für die anstehenden Ausgaben gebraucht, denn die Gemeinde habe sich ein "sportliches" Investitions- und Ausgabenprogramm für dieses Jahr vorgenommen, so der Schultes. Allein 5,1 Millionen Euro sollen für Baumaßnahmen ausgegeben werden, so zum Beispiel für die Schaffung von Unterkünften für Asylbewerber, für den Neubau eines Jugendhauses, den neuen Anbau für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" im Mühlweg, die Erschließung des Neubaugebiets im "Langen Feld", die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes für die öffentlichen Gebäude am Lindenweg, die Sanierung und Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof, die Sanierung von Straßen und anderes mehr. Dies könne alles aus den für das Jahr erwarteten laufenden Einnahmen finanziert werden. Darüber hinaus kann am Jahresende voraussichtlich ein Betrag von knapp 1,45 Millionen Euro der Rücklage zugeführt werden.
Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläuterte den Ratsdamen und -herren daraufhin die wichtigsten Zahlen und Daten des Etat-Entwurfs. Mit 25 Millionen Euro weise der Gesamthaushalt ein Rekordniveau auf, auch der Verwaltungshaushalt (Einnahmen und Ausgaben des laufenden Betriebs) war mit 17 Millionen Euro noch nie in der Gemeindegeschichte so hoch. Der Vermögenshaushalt mit 8 Millionen Euro liege ebenfalls auf rekordträchtigem Niveau. Vor allem die eigenen Steuereinnahmen und hier hauptsächlich die Gewerbesteuer mit erwarteten 4,5 Millionen Euro sowie die erfreuliche Entwicklung des Gemeindeanteils an der Einkommenssteuer (prognostiziert: knapp 4 Millionen Euro) sorgen in diesem Jahr für eine stabile und starke finanzielle Grundlage.
Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes werden allgemein Steigerungen erwartet, aber durchweg in einem erwarteten und kalkulierbaren Ausmaß. So würden die Personalausgaben um rund 150.000 Euro auf gut 3,5 Millionen wachsen. Der weitere qualitative und quantitative Ausbau der Kinderbetreuung und tarifliche Verbesserungen seien die Gründe dafür. Mit einem Anteil von 21 % an den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes liegen die Personalausgaben in Murr auf einem im Vergleich zu anderen Kommunen recht günstigen Level. Folge der guten Steuerkraft der Gemeinde sei, dass auch die Umlagen an Kreis, Land und Bund in diesem Jahr von knapp 4,9 Millionen Euro auf etwa 5,2 Millionen Euro steigen. Auch die Gewerbesteuerumlage wachse um rund 100.000 Euro auf 934.000 Euro - eine direkte Folge der erwarteten guten Steuereinnahmen. Obwohl auch die Ausgaben für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand ansteigen werden, könne das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes verbessert werden und die Zuführung an den Vermögenshaushalt - den investiven Bereich des Gemeinde-Etats - werde mit knapp 2,12 Millionen Euro voraussichtlich um rund 150.000 Euro höher ausfallen als 2016, so der Kämmerer.
Die bereits erwähnten Baumaßnahmen und Investitionen mit einem Gesamtausgabevolumen von 5,1 Millionen Euro und Grunderwerb in Höhe von 1,2 Millionen Euro prägen den Vermögenshaushalt, den investiven Teil des Gesamtetats. Alles könne aber aus eigenen Mitteln finanziert werden und zudem könne die allgemeine Rücklage - der "Sparstrumpf" der Gemeinde - auf 32,4 Millionen Euro erhöht werden.
Aufgrund dieser stabilen Finanzlage könnten die zum Teil seit vielen Jahren günstigen Steuer-, Abgaben- und Gebührensätze der Gemeinde unverändert bleiben und müssten nicht erhöht werden, was allen Bürgerinnen und Bürgern, Steuerpflichtigen und Gewerbetreibenden zugute komme.
Von den Mitgliedern des Gremiums wurde der vorgestellte Haushaltsplan-Entwurf mit großer Zufriedenheit aufgenommen. Die Finanzsituation der Gemeinde sei nicht nur beruhigend, sondern hervorragend, die anstehenden vielen Aufgaben und hohen Ausgaben könnten mit ruhigem Gewissen und sogar ohne Rückgriff auf die Rücklagen angegangen werden. Hinter all den Zahlen stehe eine gute Leistung und eine langjährige vorausschauende Verwaltung der Gemeindefinanzen.
Der Etatentwurf wurde einstimmig gebilligt, wird nun weiter ausgearbeitet und in einer der nächsten Sitzungen dem Gemeinderat zur endgültigen Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

Bericht über die Beteiligung der Gemeinde an Unternehmen des privaten Rechts
Wie es die Gemeindeordnung vorschreibt, wurde dem Gemeinderat in der Sitzung der jährliche Bericht über die Beteiligung der Gemeinde Murr an Unternehmen des privaten Rechts zur Information vorgelegt. Gegenüber dem Vorjahr habe sich nichts Wesentliches geändert, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Nachdem die frühere gemeindeeigene Kommunalbau GmbH - ein Tochterunternehmen der Kommune - nun endgültig aufgelöst sei, habe die Gemeinde außer der Mitgliedschaft in der Kleeblatt-Pflegeheime gGmbH keine nennenswerten Beteiligungen an privatwirtschaftlichen Unternehmen. Der Gemeinderat nahm diese Information zur Kenntnis.

Prüfung des örtlichen Kanalnetzes
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte zu diesem Thema den Leiter des Großbottwarer Verbandsbauamtes, Ingenieur Jürgen Ruoff. Dieser erläuterte, dass nach der Eigenkontrollverordnung des Landes das 32,5 km umfassende Kanalisationsnetz der Gemeinde alle 15 Jahre mit einer Kanalbefahrung optisch auf seinen Zustand und eventuelle Schäden überprüft werden müsse. Die letzte großflächige Überprüfung fand in den Jahren 1994 und 1995 statt. Seitdem habe sich das Kanalnetz durch Erweiterungen, Umbauten und Ausbesserungen verändert, so Ruoff, und empfahl daher, eine neuerliche Überprüfung samt Reinigung anzugehen. Die Kosten dafür betragen voraussichtlich knapp 110.000 Euro.
Der Gemeinderat stimmte der Empfehlung zu und gab eine Ausschreibung der Kanalnetzbefahrung und -überprüfung durch das Verbandsbauamt in Auftrag.

Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und Gehwegen
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab einen Überblick, in welchen Straßen, Wegen und Gehwegen der Endbelag noch aufgebracht werden müsse. Dies werde in der Regel in neuen Baugebieten und bei neu angelegten Straßen und Gehwegen erst dann gemacht, wenn die anliegenden Grundstücke bebaut sind, um Schäden an neu errichteten Straßen und Wegen zu vermeiden. Der Einbau sämtlicher noch fehlender Beläge soll in einer Ausschreibung zusammengefasst, gesammelt ausgeschrieben und in diesem Jahr ausgeführt werden. Das Verbandsbauamt habe dafür Gesamtkosten von rund 130.000 Euro ermittelt. Die Ausschreibung der Arbeiten wurde vom Gemeinderat einstimmig in Auftrag gegeben.

Annahme von Spenden
Die baden-württembergische Gemeindeordnung schreibt vor, dass die Gemeinde Spenden und Zuwendungen zur Erfüllung ihrer Aufgabe annehmen darf und den Gemeinderat über Zahl, Höhe, Spender und Verwendungszweck der eingegangenen Spenden informieren muss. Der letzte Bericht wurde dem Ratsgremium am 26. Juli 2016 vorgelegt.
Nun informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch über die von Juli bis Dezember 2016 eingegangenen Zuwendungen. In diesem Zeitraum gingen bei der Gemeinde Spenden in der Gesamthöhe von gut 3.300 Euro ein. Als Verwendungszecke wurden der Arbeitskreis Asyl, die Freiwillige Feuerwehr und die Kindergärten angegeben. Der Gemeinderat stimmte der Annahme der Spenden und der Verwendung gemäß den Wünschen der Zuwender einstimmig zu.

20.01.2017

Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim gab beeindruckendes Konzert mit dem Thema Europäischer Frühling

Seit vielen Jahren Tradition, doch jedes Mal wieder eine Überraschung: Diese Überschrift könnte man über die Neujahrskonzerte setzen, die das Orchester der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim und sein Leiter Peter Wallinger seit langem jeweils im Januar im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses auf Einladung der gemeindeeigenen Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" geben.
So auch in diesem Jahr, als Stücke zum Thema "Europäischer Frühling" der Komponisten Benjamin Britten, Pehr Henrik Nordgren, Ottorino Respighi und Béla Bartók sowie dazu passend ausgewählte Texte, vorgetragen vom Schauspieler, Regisseur und Musiker Johann-Michael Schneider aus Berlin, auf dem Programm standen. Diese Zusammenstellung, die engagierte, höchst differenzierte Spielweise der hochtalentierten Musiker und der lebhafte und von feinem Humor geprägte Vortrag von Johann-Michael Schneider, der sein Schaffen selber an der Schnittstelle von Schauspiel und Musik ansiedelt, machten aus dem Konzertabend ein abgerundetes, stimmungsvolles Gesamtkunstwerk, dessen Bestandteile wohl bedacht und sorgfältig aufeinander abgestimmt waren - getreu dem selbst gewählten Untertitel "Unterhaltsames aus Ost, West, Süd und Nord".
Heiter und originell war die Einleitung von Johann-Michael Schneider mit einem Text von Elias Canetti, in dem die Eigenheiten des europäischen Konzertbetriebs spöttisch beleuchtet wurden. Der Applaus des Publikums als Gegenleistung für das Musizieren des Orchesters wird darin als ein chaotischer, kurzer Lärm als Dank für einen wohlorganisierten langen beschrieben. Wundervoll die Ergänzung, die die drei Sätze der Simple Symphonie op 4. von Benjamin Britten mit ausgewählten Passagen des 1973 verstorbenen englischen Schriftstellers Wystan Hugh Auden über das Wesen von Geheimnissen oder die Eigenheiten der Liebe bildeten.
Von der 1974 geborenen Suvi Vaarla war der Text "Die Busfahrt", der die Einsamkeit der ländlichen Weiten Finnlands und die Neigung der Einheimischen zur Verschrobenheit auf das Schönste lebendig machte. Vier Spielmanns-Porträts aus Finnland des Komponisten Pehr Henrik Nordgren erweiterten den Eindruck von Weite und Melancholie nordischer Landschaften; insbesondere im Stück "Der Grübler" zeigten Wallinger und das Orchester, zu welch dynamischer, einfühlsamer und schwelgerischer Klanggestaltung sie fähig sind.
Nach der Pause ging es mit den "Gesprächen in Sizilien" des italienischen Schriftstellers Elio Vittorini nach Süden; der in Syrakus geborene Vittorini schildert hier Eindrücke und Bilder seiner eigenen Kindheit und Erinnerungen an das Essen seiner Mutter in Sizilien, die durch Schneiders Rezitationskunst geradezu vor den Augen lebendig zu werden schienen. Mit den "Antiche Danze ed Arie" von Ottorino Respighi wurden diese Bilder im Folgenden musikalisch kongenial illustriert. Der Streicherklang der Kammersinfonie reizte das ganze Spektrum von poetisch-subtil bis hin zu kräftig-lebhaft feinfühlig aus.
Genauso fein- wie hintersinnig war dann die Geschichte "Ein Held seiner Zeit" des ungarischen Schriftstellers, Dichters, Journalisten und Übersetzers Dezs? Kosztolányi, in der die Erlebnisse eines Bohemiens und Streuners durch die Wirklichkeit während einer Zugfahrt geschildert werden. Im abschließenden Musikstück, das sechs rumänische Volkstänze des Komponisten Béla Bartók umfasste, setzte Peter Wallinger mit seinem Orchester seine Vorliebe für osteuropäische Musik um. Schwelgerisch, romantisch, lebhaft, melancholisch - all diese Stimmungen wurden von den Musikerinnen und Musikern in entsprechenden Klangfarben gestaltet.
Am Ende des genauso originellen wie meisterhaft zusammengestellten und präsentierten Konzertabends spendeten die knapp 200 Zuhörerinnen und Zuhörer im Bürgersaal lang anhaltenden und begeisterten Applaus.
Eine Bereicherung des Konzertabends steuerten die Damen des Murrer LandFrauenvereins bei, indem sie mit Getränken und selber gefertigten kleinen Leckereien und viel Einsatz für das leibliche Wohl des Publikums sorgten.

16.12.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 13. Dezember 2016)

Zur letzten turnusmäßigen Sitzung in diesem Jahr traten die 14 Mitglieder des Murrer Gemeinderates auf Einladung und unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 13. Dezember 2016, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammen.
Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Beratung und Entscheidung über die Sanierung des Floßhaussteges bzw. vor allem seiner nördlichen Rampe, eine Planung für die Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof und die Vergabe der Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet "Langes Feld VI".

Sanierung der Rampe des Floßhaussteges
Am 26. Juli 2016 hat sich der Gemeinderat mit dem Ergebnis einer Brückenprüfung des Floßhaussteges befasst, die das Ludwigsburger Ingenieurbüro Broneske durchgeführt hatte. Der Befund ergab, dass die Holzkonstruktion der nicht überdachten Rampe von Witterungseinflüssen stark in Mitleidenschaft gezogen ist und bereits provisorische Sicherungen an den Geländern angebracht werden mussten, um den Steg verkehrssicher zu erhalten. Die Ingenieure rieten, die Rampe dringend zu sanieren. Der Gemeinderat beauftragte das Büro, ein Sanierungskonzept zu erstellen. Wichtig war den Ratsdamen und -herren dabei, dass der Charakter des Steges als Holzbrücke dabei erhalten bleibt.
Ingenieur Thilo Kiebler stellte nun dem Murrer Ratsgremium die Überlegungen zur Sanierung der Rampe und des Steges vor. Variante 1 sieht eine reine Holzkonstruktion wie im Bestand vor. Nachteil: Der Bodenbelag aus Holz ist insbesondere bei Feuchtigkeit sehr rutschig, weswegen vor etwa 3 Jahren vom Gemeindebauhof auf einem Teil der Rampe ein Lochblech aufgebracht wurde, um die Rutschgefahr zu reduzieren.
Variante 2 sieht vor, das Tragwerk aus verzinktem Stahl auszuführen und mit Holz zu verkleiden. Die Stahlkonstruktion ist viel langlebiger als eine aus Holz.
Bei Variante 3 würde die mit Holz verkleidete Stahlkonstruktion mit einem Boden aus einem feinmaschigen Gitterrost versehen, was die Rutschgefahr deutlich herabsetzen würde.
Bei allen drei Varianten könnten die vorhandenen Fundamente genutzt werden. Das Geländer müsste bei einem Radweg, wie er über den Floßhaussteg vorhanden sei, heute auf 1,30 Meter erhöht werden, dies sei aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben.
Mit großer Mehrheit entschied sich das Ratsgremium für die dritte Variante, da - so eine Einschätzung - Sicherheit vor Schönheit gehe. Wert legte der Gemeinderat aber nach wie vor darauf, dass der optische Eindruck einer Holzbrücke erhalten bleibt, was durch die Beplankung mit seitlichen Holzträgern gewährleistet sein soll. Der Kostenaufwand für die Sanierung auf diese Art beträgt rund 80.000 Euro, die notwendige Erhöhung des Geländers schlägt mit zusätzlichen 6.000 Euro zu Buche. Das Ingenieurbüro soll die Arbeiten im Auftrag der Gemeinde ausschreiben. Die Arbeiten können im Frühjahr/Sommer 2017 durchgeführt werden, so Bürgermeister Torsten Bartzsch; mit einer zwei- bis dreiwöchigen Sperrung des Floßhaussteges muss dabei gerechnet werden.

Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof
Im Gemeinderat wurde schon öfters die Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof angeregt und der Wunsch nach einem besseren Schutz vor der Witterung für die offene Halle vorgebracht. Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch legte Architekt Peter Ludwig dem Gremium nun Pläne dafür vor.
Danach soll das Dach der Halle um etwa 5 Meter nach Süden zur Friedhofsseite hin verlängert werden und dabei der Charakter der Halle, die in sich sehr stimmig sei, und ihre grundsätzliche Architektur erhalten bleiben. Die beiden bisherigen Pfeiler können entfallen. Nach Westen solle die Halle eine Verglasung, die auch geöffnet werden könne, als Schutz vor Wind und Regen erhalten, nach Süden und Osten soll sie offen bleiben. Von Westen und Osten sei der Zugang barrierefrei möglich, nach Süden - zum Friedhofgelände hin - werde eine Treppenstufe das Höhenniveau ausgleichen. Im Zuge der Erweiterung sollen, so Ludwig, auch gleich die vorhandenen Toiletten für eine öffentliche Nutzung umgebaut, die Lautsprecheranlage und die Beleuchtung erneuert und zum Teil Fliesen, Fenster und Türen ausgetauscht und Malerarbeiten durchgeführt werden. Die Kosten für die vorgeschlagenen Maßnahmen würden sich auf rund 200.000 Euro belaufen.
Bei der Beratung wurde deutlich, dass der Erhalt des Gebäudecharakters positiv aufgenommen wurde, den meisten Mitgliedern des Gremiums aber die Möglichkeit, die Halle gegen Wind, Regen und Kälte komplett schließen zu können, wichtig ist. Auch wenn im Alten Friedhof nicht mehr so viele Bestattungen stattfinden, die Kosten höher seien und die Anforderungen wegen der Flucht- und Rettungssicherheit bei einer komplett zu schließenden Halle höher seien, sollte die Erweiterung dazu genutzt werden, die Halle in Zukunft mit Glastüren komplett zumachen zu können. Für die Temperaturen im Inneren bräuchte es keine aufwändige Heizung, man könne eventuell auch an Heizstrahler denken.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug daraufhin eine Vertagung der Entscheidung über die Erweiterung vor und sagte zu, dem Ratsgremium demnächst eine neue Planung vorzulegen, die den Wunsch nach einer geschlossenen Halle berücksichtige und in der die Kosten neu geschätzt würden.

Vergabe der Erschließungsarbeiten für das Baugebiet "Langes Feld VI"
Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Ingenieur Jürgen Ruoff, dem Gremium die eingegangenen Angebote für die vorgesehene Erschließung des Neubaugebietes "Langes Feld VI". Ausgeschrieben worden waren die Lieferung von Wasserleitungsmaterial sowie die Erd-, Kanal-, Tiefbau-, Straßen- und Asphaltbauarbeiten.
Der Gemeinderat hatte dabei über mehrere Nebenangebote zu befinden. Eines sah die Vergabe der Arbeiten für eine Pauschalsumme vor. Ingenieur Ruoff riet davon ab, weil dies die Gemeinde in der Regel teurer komme als eine genaue Abrechnung auf Grundlage eines Leistungsverzeichnisses und Pauschalaufträge oft von der Gemeindeprüfungsanstalt gerügt würden.
Der Gemeinderat vergab daraufhin einstimmig die Lieferung der Wasserleitungsmaterialien zum Preis von rund 26.000 Euro an die Firma HTI Zehnter KG aus Herrenberg und die Erd-, Kanal-, Tiefbau-, Straßen- und Asphaltbauarbeiten zum Angebotspreis von rund 903.000 Euro an die Firma Klöpfer aus Winnenden.

Zum Abschluss der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2016 dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Mitgliedern des Gemeinderates für ihr Engagement und ihren Einsatz sowie die gute Zusammenarbeit im Interesse der Gemeinde in diesem Jahr. Besonders bedankte sich der Schultes für die Mitwirkung der Ratsmitglieder und ihrer Partnerinnen und Partner bei der Adventsfeier für Senioren, die wieder sehr gelungen gewesen sei. Er wünschte den Mitgliedern des Gremiums, den Vertretern der Presse und allen Anwesenden eine schöne Advents- und Weihnachtszeit, besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

02.12.2016

Gebrauchte Handys können abgegeben werden

Grafik zum Recycling von Mobiltelefonen

In der Ortsbücherei Murr können ab sofort ausgemusterte Mobil-Telefone abgegeben werden. Die Alt-Handys werden in einer "Mobilen Box" gesammelt und durch die gleichnamige Firma der Wiederverwertung bzw. dem Rohstoffkreislauf zugeführt. Persönliche Daten werden vollständig und unwiderruflich gelöscht.
Der Erlös der Sammlung kommt der BUND-Ortsgruppe Marbach-Bottwartal zugute.
Weitere Informationen sind auf der Internet-Seite der Firma unter mobile-box.eu zu finden.

02.12.2016

Gesellige Stimmung bei gut besuchter Senioren-Adventsfeier in der Gemeindehalle

In der voll besetzten Gemeindehalle war eine angeregte Stimmung
Voll besetzte Stühle und Tische in der Gemeindehalle
Mit Bürgermeister Torsten Bartzsch sorgten die Mitglieder des Gemeinderates samt Partnerinnen und Partnern für das Wohl der älteren Murrerinnen und Murrer
Bürgermeister Tortsen Bartsch serviert den Senioren Kaffee
Der Chor der Lindenschule mit Leiterin Sabine Lörcher auf der Bühne der Gemeindehalle
Die Kinder des Lindenschule Chors mit Dirigentin auf der Bühne der Gemeindehalle
Pastoralreferentin Anne Braun von der katholischen Kirchengemeinde bei ihrer Ansprache
Anne Braun von der katholischen Kirche am Rednerpult
Die Murrer Sängerin Sabine Fleischle mit dem Pianisten Alejandro Graziani
Sängerin Sabine Fleischle und Pianist Alejandro Graziani bei ihrem Auftritt
Schwäbisch, knitz, humorvoll und besinnlich – Mundart-Entertainer Winfrid Wagner unterhielt die Gäste bestens
Humorist Winfried Wagner bei seinem Vortrag am Rednerpult
Das Jugendorchester des Murrer Musikvereins mit Dirigentin Angelika Hornung
Das Jugendorchester des Musikvereins mit Dirigentin auf der Bühne
 

Eine angeregte, gesellige Stimmung war am Sonntag, 27. November 2016 - am ersten Advent, bei der Adventsfeier für Senioren in der Gemeindehalle zu spüren. Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich erfreut, so viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Halle begrüßen und auf voll besetzte Stühle und Tische blicken zu können. Er dankte auch den Kindern und Erzieherinnen des Kindergartens Lindenweg, die für die stimmungsvolle, weihnachtliche Dekoration auf den Tischen gesorgt hatten. Einer langjährigen, geschätzten Tradition zufolge waren die Gäste zum Teil abgeholt worden, um ihnen den Besuch der Feier zu ermöglichen.
Ebenfalls Tradition ist es in Murr, dass neben Schultes Bartzsch und seiner Frau die Mitglieder des Gemeinderates und ihre Partnerinnen und Partner an dem Nachmittag die Bewirtung der Seniorinnen und Senioren mit Kaffee, Kuchen und Getränken übernommen hatten, den Fahrdienst durchführten, an der Garderobe behilflich waren und alles taten, dass es an nichts fehlte.
In seiner Ansprach blickte Bürgermeister Torsten Bartzsch auf das zu Ende gehende Jahr 2016 und die Entwicklung der Gemeinde in diesem Zeitraum zurück. Viele einzelne Aufgaben, Bauprojekte, Beratungen und Entscheidungen in den verschiedensten Bereichen wurden von Gemeindeverwaltung und Gemeinderat behandelt und trugen dazu bei, die guten Verhältnisse im Ort zu erhalten oder weiter zu verbessern.
Stimmgewaltig, lebhaft und voller musikalischem Elan trat dann der Chor der Murrer Lindenschule mit seiner Leiterin Sabine Lörcher auf und unterhielt die Gäste in der Halle - verstärkt durch einige Instrumentalisten - mit einem bunten Strauß farbiger Melodien passend zur Adventszeit. Lebhafter Beifall und eine Aufmerksamkeit für die Kinder sowie ein Blumenstrauß für die Chorleiterin von Bürgermeister Bartzsch waren der Dank für einen schönen Auftritt.
Pastoralreferentin Anne Braun von der katholischen Kirchengemeinde sprach einen geistlichen Impuls.
Musikalisch ging es weiter mit der beeindruckenden Stimme der Murrer Sängerin Sabine Fleischle, die von dem Pianisten Alejandro Graziani begleitet wurde. Der bunte Melodienreigen bot den Gästen einen weiteren unterhaltsamen Programmpunkt, der mit zwei gemeinsamen Liedern abgeschlossen wurde.
Der schwäbische Mundart-Humorist Winfried Wagner, bekannt aus dem SWR-Fernsehen aus "Laible und Frisch", unterhielt anschließend die Seniorinnen und Senioren in der Gemeindehalle. Er amüsierte mit schwäbischem Witz, aber auch besinnlich und hintergründig, lyrisch und komisch auf seine eigene, ganz persönliche Art. Lachen und Applaus waren deutliche Zeichen, dass den Gästen Wagners Vortrag gefallen hatte.
Zum Abschluss kam das Jugendorchester des Musikvereins Murr mit Dirigentin Angelika Hornung auf die Bühne. Die jungen Musikerinnen und Musiker zeigten mit ihren Instrumenten auf beeindruckende Weise, was musikalisch in ihnen steckt. Lebhafter Beifall von den Murrer Senioren bewies, dass das Orchester mit seinem Auftritt begeistert hat.
Ein Dank geht an alle Mitwirkenden auf der Bühne, an die Helfer im Hintergrund und die Damen und Herren des Gemeinderates mit ihren Partnerinnen und Partnern für die Bewirtung der Gäste.
(Bilder: Heidinger)

02.12.2016

Rund 200 Gäste bei Eröffnung der Ausstellung von Günther Raupp

Bürgermeister Torsten Bartzsch (unten am Mikrofon) bei der Begrüßung der rund 200 Gäste
Das Foyer des Bürger- und Rathauses mit den Gästen der Ausstellungseröffnung auf zwei Etagen
Germanist Peter Lauck bei seiner Eröffnungsrede
Eröffnungsredner Peter Lauck am Mikrofon
Fotograf und Designer Günther Raupp gibt einen faszinierenden Einblick in sein Schaffen
Fotograf Günther Raupp bei seiner Ansprache am Mikrofon

Rund 200 Gäste drängten sich am Freitagabend im Foyer des Bürger- und Rathauses zur Eröffnung der Ausstellung des in Murr lebenden und arbeitenden Fotografen Günther Raupp. Raupp stellt auf Einladung der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" unter dem Motto "Murranello" bis zum 10. Februar 2017 faszinierende Bilder von Ferrari-Fahrzeugen aus und demonstriert damit sein Schaffen als langjähriger offizieller Fotograf und Designer des weltweit als Kultobjekt gehandelten Ferrari-Kalenders.
Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich bei der Begrüßung der Gäste nicht nur über die große Zahl der Gäste erfreut, sondern auch über die Tatsache, dass sich die Heimatgemeinde von Raupp als Ausstellungsort nun in einer illustren Reihe mit Maranello (dem Standort der Firma Ferrari), Valencia, Stuttgart, Basel und dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland befindet. Im Rahmen der langjährigen Tradition, im Bürger- und Rathaus Ausstellungen, vor allem auch lokaler Künstlerinnen und Künstler, zu veranstalten, sei die Präsentation von Günther Raupp ein "besonderes Highlight", so der Schultes.
Geistreich, sachkundig und nicht ohne Hintersinn brachte der Germanist und frühere Lehrer Peter Lauck den Besucherinnen und Besuchern das fotografische Schaffen von Günther Raupp nahe. Unter der Überschrift "Wie fotografiert man einen Mythos" ging Lauck der Bildsprache Raupps auf den Grund und stellte fest, auch dem, dem ein Ferrari eher fremd sei, könne durch die Bilder eine Annäherung gelingen. Die Fahrzeuge werden in ihnen nicht so sehr als Statussymbol oder Renditeobjekt, sondern als Verkörperung kompromissloser technischer Perfektion und vollendeten Designs dargestellt. Die dramatischen Lichtstimmungen und starken Farben, Kennzeichen für die künstlerische Handschrift Raupps, unterstreichen dies.
Günther Raupp selbst bot einen kurzen Einblick in seine Arbeit, als er feststellte, ein solches Bild erfordere nicht selten einige Tage Arbeit, wiederholtes Schleppen und Aufbauen von etlichen Kilogramm Ausrüstung, stundenlanges Warten auf das richtige Licht und natürlich das Gespür für den richtigen Augenblick. "Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt", beschrieb der Künstler seinen Arbeitsalltag.
Raupp bedankte sich bei der Gemeinde Murr für die Möglichkeit, im Bürger- und Rathaus seiner Heimatgemeinde auszustellen. Um etwas zurückzugeben, stellte er zehn Exemplare des an dem Abend präsentierten neuen Ferrari-Kalenders zur Verfügung und spendete den Erlös für die Arbeit des Arbeitskreises Asyl.
Mit einem Gläschen Sekt oder Wein und einem Stück Hefekranz wandelten die Besucherinnen und Besucher im Anschluss durch die Flure des Bürger- und Rathauses, bewunderten die Bilder und ausgestellten Kalender der letzten Jahre und ließen sich von Günther Raupp bereitwillig Fragen beantworten, fachsimpelten und unterhielten sich angeregt.
Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar 2017 zu den üblichen Öffnungszeiten des Bügermeisteramtes im Bürger- und Rathaus Murr zu sehen; diese sind: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag von 13.30 bis 18 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr und Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr.
(Bilder: Jürgen Gemmrich, Marbach am Neckar)

18.11.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. November 2016)

Eine Vielzahl unterschiedlicher und bedeutender Themen stand auf der Tagesordnung, als sich der Murrer Gemeinderat am Dienstag, dem 15. November 2016, turnusgemäß zu einer Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf. Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte neben den Mitgliedern des Gremiums auch eine größere Anzahl interessierter Einwohnerinnen und Einwohner als Zuhörer sowie Vertreter der Presse zu der Sitzung begrüßen. Zudem waren verschiedene Fachleute und Referenten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten anwesend.
So informierte der Sozialdezernent des Landratsamtes Ludwigsburg, Heiner Pfrommer, die Ratsdamen und -herren über eine vom Landkreis geplante Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Industriegebiet. Ingenieur Dierk Schreyer von der Ludwigsburger Energieagentur erläuterte Vorschläge für die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes in den öffentlichen Gebäuden am Lindenweg. Revierförster Jürgen Weis stellte die Planung für die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes für das kommende Jahr vor. Jugendhausleiter Ulrich Harsch gab einen Bericht über die Arbeit des Jugendhauses "Magnet" im zu Ende gehenden Jahr. Der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Ingenieur Jürgen Ruoff, gab einen Überblick über die eingegangenen Angebote für die Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks Hindenburgstraße 13 bis 19, wo die Modulbauten für die Flüchtlingsunterbringung erreichtet werden sollen. Hauptamtsleiterin Brigitte Keller trug dem Ratsgremium die eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan-Entwurf für das Thürrauch-Areal vor und erläuterte den Vorschlag zum Satzungsbeschluss. Über neue Regelungen für die Umsatzbesteuerungen für die öffentliche Hand auf Grundlage europäischer Rechtsprechung und die Konsequenzen für die Gemeinde Murr informierte Kämmerer Albrecht Keppler das Gremium.

Bau eines Jugendwohnheims für unbegleitete minderjährige Ausländer
Ende Oktober hat der Kreistag des Landkreises Ludwigsburg beschlossen, im Industriegebiet von Murr an der Ecke Raiffeisenstraße/Rudolf-Diesel-Straße ein Wohnheim für so genannte unbegleitete minderjährige Ausländer zu errichten, für deren Unterbringung und Betreuung das Landratsamt Ludwigsburg als Jugendhilfeträger zuständig ist. An dieser Stelle hatte der Landkreis im vergangenen Jahr auf einem angemieteten Grundstück zunächst eine Gemeinschaftsunterkunft für die Erstunterbringung von knapp 100 Asylbewerbern geplant, aufgrund der zurückgegangenen Flüchtlingszahlen dann aber von dieser Baumaßnahme wieder Abstand genommen. Das bereits bis zur Baureife geplante Projekt soll nun wieder aufgegriffen werden.
Auf Bitte des Gemeinderates war der Dezernent für Arbeit, Jugend und Soziales im Landratsamt Ludwigsburg, Heiner Pfrommer, in die Sitzung gekommen und informierte die Ratsdamen und -herren aus erster Hand. In der zweigeschossigen Unterkunft soll Platz für 44 minderjährige Flüchtlinge in kleineren Wohngruppen entstehen. Aufgrund der hohen Zahl von jungen Asylbewerbern, die ohne Familie und Eltern in den Landkreis kommen, und der Verpflichtung, diese im Rahmen der Jugendhilfe unterzubringen und zu betreuen, und weil dieses Projekt in kurzer Zeit (bis Mitte kommenden Jahres) realisiert werden kann und flexible Möglichkeiten biete, ist die Umsetzung des Bauvorhabens für das Landratsamt wichtig, so Pfrommer. Ein Träger der freien Jugendhilfe werde die Betreuung der jugendlichen Bewohnerinnen und Bewohner übernehmen, die rund um die Uhr gewährleistet sein soll. Es sei zunächst an einen Betreuungsschlüssel von einer sozialpädagogischen Fachkraft auf zehn Jugendliche gedacht. Die Jugendlichen unterliegen der Schulpflicht oder - sofern sie älter sind - besuchen Berufsschulklassen, Deutschkurse oder machen nach Möglichkeit eine Ausbildung oder ein Praktikum, so dass ihr Tagesablauf strukturiert sei. Ohne Frage sei auch die Gemeinde Murr mit der Gemeindeverwaltung, ihrem Arbeitskreis Asyl, dem Jugendhaus und auch ihren Vereinen ebenfalls gefordert, wenn es um die Integration der jungen Flüchtlinge im Alltag gehe.
In der Aussprache war es den Ratsdamen und -herren und Bürgermeister Bartzsch wichtig, dass die Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge quantitativ und qualitativ gut gestaltet werde, man mit dem freien Jugendhilfeträger früh ins Gespräch darüber komme und möglichst bald eine Veranstaltung zur Information der Einwohnerinnen und Einwohner über das Bauprojekt angeboten werde. Sozialdezernent Pfrommer sagte zu, das Landratsamt werde mit der Gemeindeverwaltung dafür sorgen, dass dies geschieht.

Erneuerung des Blockheizkraftwerks und der Regelungstechnik für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg
Im Jahre 2000 wurde in den öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg (Lindenschule, Kindergarten, Gemeindehalle, Sporthalle und Bauhof) eine neue Heizungsanlage mit zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) eingebaut. Diese sowie ein Gasbrennwertkessel für die Spitzenlast und ein ölbetriebener Heizkessel zur Absicherung versorgen die Einrichtungen mit Wärme und zum Teil mit Strom. Da die Blockheizkraftwerke stark reparaturbedürftig sind, hat die Gemeinde über die Ludwigsburger Energieagentur den Fachingenieur Dierk Schreyer beauftragt, die Anlage zu begutachten und in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu untersuchen, ob eine Sanierung der bestehenden BHKWs oder eine grundsätzliche Erneuerung günstiger ist.
Der Fachmann trug seine Ergebnisse und Erkenntnisse in der Sitzung vor. Die Sanierung samt dem Einbau eines neuen Pufferspeichers würde etwa 87.000 Euro, die Erneuerung der beiden BHKWs durch ein leistungsfähigeres größeres Kraftwerk mit ebenfalls einem Pufferspeicher würde rund 120.000 Euro Aufwand erfordern. Bei einer kompletten Erneuerung wäre der Betrieb bereits im siebten Jahr wirtschaftlicher als bei einer Sanierung der bestehenden BHKWs; außerdem reduziere ein neues BHKW die CO2-Emissionen pro Jahr deutlich.
Ratsam sei es, so Schreyer, bei einer Erneuerung der Anlage auch die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik auszutauschen und auf einen modernen Stand zu bringen. Der Aufwand dafür betrage etwa 80.000 Euro.
Der Gemeinderat begrüßte den Vorschlag, die Heizungsanlage im Lindenweg zu erneuern und damit zukunftssicher, energiesparender und umweltgerechter zu gestalten und gab die Ausschreibung für die Erneuerung der BHKWs sowie der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik einstimmig in Auftrag.

Betriebsplan 2017 für den Gemeindewald
Alljährlich gegen Jahresende kommt traditionell Revierförster Jürgen Weis in den Gemeinderat und stellt dem Gremium die Planung für die Waldbewirtschaftung im kommenden Jahr vor. So war es auch in der jüngsten Sitzung.
In gewohnt fachkundiger und lebendiger Art blickte Weis zunächst auf das auslaufende Jahr 2016 zurück. Der Wald habe das feuchte Frühjahr und den heißen Sommer gut verkraftet. In der Aufforstungsfläche (ehemalige Obstanlage) habe man mit erneuten Düngergaben das Wachstum der jungen Bäume gut unterstützen und fördern können. Das eingeschlagene Holz konnte gut auf dem Holzmarkt verwertet werden. Für 2017 sei der Einschlag von rund 500 Festmetern Holz vorgesehen; bei einem angenommenen Preis von etwa 65 Euro pro Festmeter könne mit Einnahmen von gut 35.000 Euro gerechnet werden. Geplant seien im Übrigen ständige Maßnahmen zur Jungbestandspflege, mit denen die Naturverjüngung des Waldes gefördert werden solle, und zur Wegeunterhaltung. Im kommenden Jahr werde nach der Planung mit einem kleinen Minus von etwa 1.600 Euro gerechnet.
Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, der diesjährige traditionelle Brennholzverkauf im Hardtwald werde am 30. Dezember 2016, 10 Uhr, durchgeführt. Mit einem Dank an Revierförster Weis und die Waldarbeiter billigten die Mitglieder des Gremiums die Planung für Waldbewirtschaftung.

Bericht über die Arbeit des Jugendhauses
Über die Arbeit im Jugendhaus "Magnet" im zu Ende gehenden Jahr berichtete im Gemeinderat auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch Jugendhausleiter Ulrich Harsch. Der Schultes begrüßte auch Sozialpädagogin Maria Viúdez und FSJ-Praktikantin Christina-Maria Seremetidou.
Anhand von Bildern gab Harsch einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Jugendtreffs wie Kochabende, Ausflüge, Besuch von Ausbildungsmessen, Bastelnachmittag und vieles mehr. 2016 hätten insgesamt 250 verschiedene Jugendliche das Jugendhaus besucht; insgesamt seien über 4.900 Besucher von Oktober 2015 bis September 2016 im Jugendhaus gewesen. Die Altersstruktur sei momentan wieder stärker von jüngeren Besuchern geprägt, vor allem kommen männliche Jugendliche, so Harsch.
Herausfordernd sei nach wie vor für das ganze Team, dass während des offenen Betriebs zahlreiche Einzelgespräche und Beratungen über Fragen oder Probleme der Jugendlichen aus den verschiedensten Bereichen (Schule, Elternhaus, Freunde etc.) geführt bzw. nachgefragt werden. Oft müssten Gesprächstermine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden. Wichtig sei die gute Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Schulen, Drogenberatungsstellen, Polizei usw.).
Leider komme es immer wieder zu Sachbeschädigungen im Umfeld auf dem Kirchplatz oder an der Kirche. Darüber werde ständig mit den Jugendlichen und auch mit der Kirchengemeinde gesprochen. Viel Erfolg habe man bei der Unterstützung bzw. Vermittlung bei der Suche nach Ausbildungsstellen, wobei hier auch das Engagement der Jugendlichen entscheidend sei. In der Arbeitsgruppe für die Planung und den Neubau eines Jugendhauses arbeiten vier bis fünf engagierte Jugendliche mit. Das Team und die Jugendlichen seien sehr gespannt und freuen sich auf das neue Jugendhaus, so Harsch abschließend.
Bürgermeister Bartzsch dankte im Namen des Gemeinderates dem Team des Jugendhauses "Magnet" und lobte es für die gute und engagierte Arbeit.

Neubau von Flüchtlingsunterkünften: Vergabe der Erschließungsarbeiten
Bekanntlich sollen nach dem Willen des Gemeinderates auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19 Flüchtlingsunterkünfte in Form von drei Modulbaukörpern entstehen. Die Vorbereitung zur Erschließung und Gestaltung des Geländes sind bereits geplant, die Arbeiten waren ausgeschrieben.
In der Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff. Dieser schilderte, dass nach Abschluss der Ausschreibung der günstigste Bieter kurzfristig mitgeteilt habe, dass in seinem Angebot einige Preise falsch kalkuliert worden seien. Aufgrund der strengen Vorgaben des Vergaberechts bleibe keine andere Wahl, als den zweitgünstigsten Bieter zu beauftragen, so Ruoff. Dieser habe auf Anfrage mitgeteilt, dass er die Arbeiten fristgerecht ausführen könne. Allerdings sei das Angebot nun um rund 40.000 Euro teurer als das ursprüngliche des günstigsten Bieters.
Der Gemeinderat beauftragte daraufhin die Firma Wilhelm Hubele, Ludwigsburg, zum Preis von rund 340.000 Euro mit den Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks. Die Modulbaukörper sollen im Februar des kommenden Jahres geliefert und aufgestellt werden.

Bebauungsplan "Thürrauch-Areal"
Intensiv hat sich der Gemeinderat in den vergangenen Monaten mit einer Neuplanung für das Thürrauch-Areal in der Ortsmitte befasst, nachdem bekannt geworden war, dass die Firma insolvent geworden ist und die Eigentümer das Areal für Wohnbauzwecke veräußert hatten.
Zum Abschluss des vereinfachten Bebauungsplan-Verfahrens erläuterte Hauptamtsleiterin Brigitte Keller in der Sitzung die während der öffentlichen Auslegung des Entwurfs eingegangenen Stellungsnahmen der Träger öffentlicher Belange, d. h. andere berührte Behörden, Institutionen, Firmen und Planungsträger. Diese Stellungnahmen erfordern einige kleinere redaktionelle Überarbeitungen bzw. Ergänzungen des Bebauungsplan-Inhaltes, berühren aber die Grundzüge der Planung nicht, so Keller.
Der Bebauungsplan sieht auf Grundlage der städtebaulichen Konzeption des Stuttgarter Stadtplanungsbüros FPZ Zeese moderne vielfältige Wohneinheiten in verschiedenen Gebäudetypen für verschiedene Interessenten um einen so genannten Quartiersplatz vor.
Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch noch einmal festgestellt hat, dass der Gemeinderat nach intensiven Beratungen eine Planung erarbeitet hat, die ein Wohnquartier mit besonderem Charakter in der Ortsmitte ermögliche, verabschiedete das Gremium unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Ergänzungen einstimmig den Bebauungsplan als Satzung.

Neuregelung der Umsatzbesteuerung
Wie Gemeindekämmerer Albrecht Keppler darlegte, müsse die öffentliche Hand, also auch alle Kommunen, aufgrund europäischer Rechtsprechung und daraus folgender Gesetzesänderungen auf Bundesebene für ihre Tätigkeiten in Zukunft Umsatzsteuer verlangen. Da dies für die Kommunen weitreichende Änderungen und Anpassungen in ihrem gesamten Wirkungskreis bedeute, sei es nicht zu schaffen, dies - wie im Gesetz vorgesehen - bis zum Jahresbeginn 2017 umzusetzen. Der Gesetzgeber hat daher den Kommunen mit einer Übergangsregelung Zeit bis Ende 2020 gelassen, um die Änderungen durchzuführen. In dieser Zeit müssten alle Kommunen umsatzsteuerpflichtige Sachverhalte identifizieren, bewerten und die rechtlichen und kalkulatorischen Rahmenbedingungen für die Anwendung schaffen. Eine Arbeitsgruppe auf Bund-Länder-Ebene soll dafür noch weiter Vorgaben und Rahmenbedingungen erarbeiten.
Das Ratsgremium billigte daher den Vorschlag, zunächst noch die alte Regelung zur Umsatzbesteuerung anzuwenden und die Übergangsfrist zu nutzen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde aus der Mitte des Gremiums ein Antrag gestellt, neben der Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen" nach weiteren Möglichkeiten für die Installation solcher Anlagen im Ort, unter anderem verbunden mit einer Ladestation für Elektrofahrzeuge, zu suchen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch sagte zu, diese Anregung zu prüfen.

11.11.2016

Sanierung des Umkleidegebäudes am Sportplatz

Das Umkleidegebäude am Sportplatz wird momentan saniert
Arbeiten in den Duschen des Umkleidegebäudes

Im Jahr 1989 entstand am Sportplatz ein Toiletten- und Umkleidegebäude, das allen Nutzern des Sportplatzes zur Verfügung steht.
Aktuell werden verschiedene Arbeiten an dem Gebäude durchgeführt. Es werden sämtliche Rohrleitungen in den Umkleideräumen zur Wasserversorgung erneuert, ebenso wie die Duscharmaturen. Risse und Abplatzungen an den Wänden und Decken werden in den Räumen ausgebessert, ebenso erhalten alle Wände und Decken innen einen neuen Anstrich. Zusätzlich werden defekte oder aufgrund der Verlegung der Rohrleitungen entfernte Fliesen erneuert.
Die Arbeiten dauern insgesamt rund vier Wochen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 33.300 Euro.

04.11.2016

Richtfest am Mühlweg zeigt: Anbau für Kinderbetreuung kommt voran

Kinder und Erzieherinnen bedankten sich bei den Bauarbeitern mit einem selbstgeschriebenen Lied
Kinder und Erzieherinnen vor dem Neubau beim Vortragen eines Liedes
Bürgermeister Torsten Bartzsch bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten
Bürgermeister Torsten Bartzsch bei seiner Ansprache neben den Kindern vor dem Neubau
Die Zimmerleute auf dem Dach beim Richtspruch
Drei Zimmerleute auf dem Dach des Neubaus beim Richtspruch

Am Freitag, dem 28. Oktober 2016, konnte in Anwesenheit von zahlreichen Kindern, Erzieherinnen, Mitgliedern des Gemeinderates, baubeteiligten Planern und Firmen das Richtfest für den Anbau am Kindergarten Mühlweg gefeiert werden. Das bedeutete nicht nur ein schönes Fest bei strahlendem Sonnenschein, sondern war auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Bau des neuen Gebäudetraktes voranschreitet.
Zu Beginn des Richtfestes sangen die Kinder mit ihren Erzieherinnen ein eigens komponiertes und geschriebenes Lied, in dem sie den Bauarbeitern lauthals ein herzliches Dankeschön für ihre Arbeit schmetterten.
Bürgermeister Torsten Bartzsch blickte sodann in seiner Ansprache auf den Werdegang des Neubaus zurück, der mit dem Beschluss des Gemeinderates am 15. September 2015 begonnen habe. Auf Grundlage dieses Beschlusses wurde der frühere Pavillon, der an gleicher Stelle stand, abgerissen und mit dem Spatenstich vom 22. April 2016 mit dem Neubau begonnen, in dem künftig zwei Gruppen für Ganztagesbetreuung von Kindergartenkindern ihr Zuhause finden sollen. Durch den Anbau an den bestehenden Kindergarten "Murrer Strolche" könne man Einrichtungen wie zum Beispiel die Essensausgabe gemeinsam nutzen. Auch dass das Kinderhaus "Regenbogen" auf dem gleichen Grundstück ist, habe Vorteile, da die ganz Kleinen beim Wechsel in den Kindergarten vertrautes Gelände und Räume vorfinden.
Die Gemeinde investiere in den Neubau rund 1,2 Millionen Euro und werde insgesamt weiter auf ein einheitliches Angebot für alle Kinder von 1 bis 10 Jahren hinarbeiten, auch durch den Ausbau von Betreuungszeiten und Einstellung von weiterem Personal.
Der Schultes dankte allen am Bau Beteiligten - den Planern, den Erzieherinnen für ihr Engagement in der Planungsphase, den Firmen. Architekt Peter Ludwig und die Firmen Schmidt und Bürker verdienten besonderen Dank, weil sie die schwierige Situation, als die beauftragte Rohbaufirma insolvent wurde, gut gemeistert hätten, so dass der Bau sich kaum verzögert habe.
Wie es sich für ein Richtfest gehört, stiegen anschließend die Zimmerleute aufs Dach und trugen einen zünftigen gereimten Richtspruch vor, in dem sie dem neuen Haus für alle Zeit "ein Kinderlachen, froh und rein, voll Übermut und Innigkeit ... " und Gottes Segen wünschten.
Und ebenfalls zu einem Richtfest gehört es, dass es anschließend ein deftiges Vesper gab, zu dem Bürgermeister Torsten Bartzsch alle Gäste herzlich einlud. Doch zuvor trugen die Kinder noch einmal voller Inbrunst ihr Lied vor, weil es allen Gästen so gut gefallen hatte.

04.11.2016

Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden für die Murrer Kindergärten

Die Elternvertreter der Murrer Kindergärten trafen sich vergangene Woche zu einer gemeinsamen Sitzung mit den Mitgliedern des Kindergartenausschusses der kirchlichen und der bürgerlichen Gemeinde, dem Kindergartenpersonal und Vertretern der Verwaltung. Besprochen und diskutiert wurden verschiedene Punkte zum aktuellen Kindergartenbetrieb.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden. Der Gesamtelternbeirat hat aus seiner Mitte zwei Elternvertreter als Ansprechpartner und Bindeglieder zu den Trägern gewählt.
Als Vorsitzende des Elternbeirats wurde Frau Christiane Kiemle und als Stellvertreterin Frau Victoria Silvestri gewählt.
Bürgermeister Bartzsch bedankte sich bei den gewählten Elternvertreterinnen sehr herzlich für deren Bereitschaft, die Erziehungsarbeit am Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu fördern.

04.11.2016

Spannende Vorleserallye zu Ende gegangen

Am Freitag vergangene Woche endete unsere diesjährige Vorleserallye im Rahmen der Frederikwochen. Auch in diesem Jahr war diese wieder ein voller Erfolg. Zahlreiche Kinder wollten sich das Vorlesen spannender Geschichten nicht entgehen lassen.
Den Anfang machte die Lindenschule. Danach folgte die Ortsbücherei Murr. Angelika Dümmel las den immer wieder gern gehörten Klassiker "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler.
Auch bei Pfarrer Renz und der Jugendreferentin waren die Lacher groß, als sie die Geschichte der zwei Pinguine, welche einen dritten Pinguin auf die Arche als blinden Passagier mitnahmen, vorlasen.
Das Jugendhaus Magnet war ebenfalls mit einer Geschichte von Manfred Mai dabei. Der Autor Manfred Mai hat ja bereits zuvor unsere Schulkinder in zwei Lesungen begeistert.
Zu guter Letzt hat unser Bürgermeister Herr Bartzsch seine Fähigkeiten als Vorleser unter Beweis gestellt und drei lustige Geschichten von Manfred Mai zum Besten gegeben.
Dass Vorlesen wieder "in" ist, bewies die große Zahl der Zuhörer, die zu den Veranstaltungen gekommen waren und viel Spaß dabei hatten. Auch die Ortsbücherei bietet regelmäßig Vorlesestunden mit Angelika Dümmel an, die Termine werden im Nachrichtenblatt veröffentlicht oder liegen als Handzettel in der Ortsbücherei aus.

14.10.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 11. Oktober 2016)

Neben den Mitgliedern des Gremiums konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 11. Oktober 2016, eine sehr große Anzahl interessierter Zuhörerinnen und Zuhörer im Ratssaal des Bürger- und Rathauses begrüßen, als sich der Gemeinderat auf seine Einladung hin zu einer turnusmäßigen Sitzung traf.
Die grundlegende Festlegung der Bauweise für ein neues Jugendhaus sowie die Entscheidung über die Auslobung eines Architektenwettbewerbs dafür, der endgültige Beschluss über den Bebauungsplan für ein neues Wohngebiet im Areal "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" und die Erschließung eines Grundstücks an der Hindenburgstraße für die Errichtung von Unterkünften für Asylbewerber sowie das weitere Vorgehen beim Erwerb und der Aufstellung eines weiteren Modulbaukörpers für diesen Zweck waren die Hauptpunkte auf der Tagesordnung, die viele Menschen interessierten.

Jugendhaus: Festlegung der Bauweise und Auslobung eines Architektenwettbewerbs
Am 9. Juni 2015 hat der Gemeinderat grundsätzlich den Neubau eines Jugendhauses an einem geeigneteren Standort als dem jetzigen beschlossen. Nach einer Informationsfahrt am 23. Oktober 2015, bei der verschiedene Jugendhäuser besichtigt wurden, fiel am 10. November 2015 nach sorgfältiger Abwägung die Grundsatzentscheidung dafür, den Neubau auf dem Parkplatzgelände bei den Sportanlagen am Hermannsplatz zu errichten. Wegen der Lage im Wasserschutzgebiet und nahe der Murr im potentiellen Überschwemmungsgebiet bei einem 100-jährigen Hochwasser wurde sehr früh Kontakt mit den entsprechenden Fachabteilungen des Landratsamtes Ludwigsburg aufgenommen und die Rahmenbedingungen abgestimmt.
Was den Hochwasserschutz betrifft, kann theoretisch das Gebiet alle 100 Jahre oder im Extremfall noch seltener überschwemmt werden. Das neue Gebäude soll daher - so eine Forderung des Landratsamtes - hochwassergeschützt errichtet werden.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug dem Gemeinderat dafür zwei Möglichkeiten vor: Ein Gebäude auf Pfählen, wo bei Hochwasser das Wasser unter dem Baukörper abfließen kann. Dafür seien rund 24 Pfähle notwendig, die ca. 15 Meter in den Boden gerammt werden und etwa 1 Meter aus dem Boden ragen. Auf diesen wird die Bodenplatte für den Neubau errichtet, die auf der Unterseite gedämmt wird.
Die zweite Variante sieht das Gebäude auf einem zu errichtenden Hügel vor, der dafür sorgt, dass das Gebäude 0,7 Meter über dem jetzigen Geländeniveau liegt.
In der Beratung wurde schnell deutlich, dass bei der Variante auf Pfählen die Vorteile deutlich überwiegen. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Überschwemmungsflächen sind deutlich geringer als bei der Variante zwei, wo als Ersatz für die wegfallende Überschwemmungsfläche weit mehr in die Natur eingegriffen werden müsste. Auch sei es nach Auffassung der Ratsdamen und -herren gestalterisch ansprechender, ein Gebäude auf einer Pfahlgründung anstatt auf einem Hügel zu errichten; die für den Wettbewerb ausgewählten Planungsbüros hätten eher die Chance, eine pfiffige Lösung anzubieten. Für den Betrieb des Gebäudes und aus finanziellen Gründen seien beide Alternativen fast gleichwertig.
Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Gremiums für die Errichtung des neuen Jugendhauses auf Pfählen aus.
Grundsätzlich hat sich der Gemeinderat auch dafür ausgesprochen, Planungsideen für das neue Jugendhaus von verschiedenen Architekten einzuholen. Dies soll in einem Architektenwettbewerb geschehen, für den nun in der Sitzung die Rahmenbedingungen festgelegt wurden. Für die Durchführung dieses Wettbewerbs und einer Mehrfachbeauftragung von sechs ausgewählten Planungsbüros wurde dem Gremium in der Sitzung ein Vorschlag vorgelegt, der von der Planerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ im Auftrag der Gemeinde erarbeitet worden war.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte Petra Zeese in der Sitzung und erläuterte mit ihr die wichtigsten Details des vorgesehenen Wettbewerbs. Das Bewertungsgremium, das die eingereichten Vorschläge bewertet, besteht aus Fachrichtern (Planer und Architekten, darunter vier aus Murr), Sachrichtern (vier Mitglieder des Gemeinderats und Bürgermeister Torsten Bartzsch) sowie Beratern, zu denen auch die Mitarbeiter und einige Besucher des Jugendhauses gehören. Wichtig sei, so Zeese, dass der Wettbewerb vollkommen anonym erfolge und die Anonymität erst nach Bewertung der Arbeiten und der Vergabe der Rangfolge im Februar aufgehoben werde. Bei einer öffentlichen Information der Einwohner, so Schultes Bartzsch, solle am 22. Februar 2017 im Bürgersaal über die abgegebenen Vorschläge und die Auswahl des Bewertungsgremiums berichtet werden. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe an einen Architekten trifft der Gemeinderat im Frühjahr 2017.
Die Mitglieder des Gemeinderates billigten dieses Vorgehen und stimmten ihm einstimmig zu.

Bebauungsplan "Langes Feld VI (3. Abschnitt)"
Vor rund einem Jahr - am 15. September 2015 - hat der Gemeinderat beschlossen, wegen der Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken im Ort im Bereich des Baugebiets "Langes Feld VI" für einen dritten Bauabschnitt einen Bebauungsplan aufzustellen, um dort wie in den bereits bestehenden beiden Abschnitten, Wohnbaugrundstücke für Einzel-, Doppel-, Reihen- und Kettenhäuser anbieten zu können. Nach den üblichen Verfahrensschritten und den damit verbundenen öffentlichen Auslegungen und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange lag dem Gemeinderat in der Sitzung nun der Vorschlag für den endgültigen Satzungsbeschluss vor.
Dieser weiche kaum vom bisherigen Entwurf ab, so die Planerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ, die im Auftrag der Gemeinde den Bebauungsplan erarbeitet hat. Die wenigen jetzt noch geäußerten Stellungnahmen konnten alle in den Plan und seinen Textteil eingearbeitet werden, ohne dass die Grundzüge der Planung hätten geändert werden müssen.
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, seien bei vorsorglich durchgeführten Grabungen auf Empfehlung des Landesdenkmalamtes keine archäologischen Funde festgestellt worden.
Den Beschluss des Bebauungsplanes als Satzung fasste der Gemeinderat einstimmig. Wie Bürgermeister Bartzsch feststellte, würde parallel das notwendige Umlegungsverfahren für das Areal in diesem Herbst noch abgeschlossen, so dass nach Neuordnung und Vermessung der Grundstücke im Frühjahr mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden könne.

Neubau von Flüchtlingsunterkünften
Am 16. Februar 2016 hat der Gemeinderat beschlossen, auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19 auf Grundlage einer Planung des Büros FPZ, Stuttgart, drei Modulbaukörper als Unterkünfte für Flüchtlinge zu errichten. Dafür wurde nun die Baugenehmigung beantragt und die Erschließungsarbeiten geplant.
Auf dem Grundstück sollen - neben den in Fertigbauweise erstellten drei Gebäuden mit sechs Wohneinheiten und Räumen für den Arbeitskreis Asyl - Stellplätze, ein Spielplatz, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Müllbehälter, Grünbereiche und Weg- und Platzflächen angelegt werden. Wegen des Untergrundes könnten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, die Fundamente nicht, wie vorgesehen, als Streifenfundamente ausgeführt werden, sondern es seien für die Baukörper Bodenplatten notwendig, was aufwändiger sei. Insgesamt habe das Verbandsbauamt für die reinen Erschließungsmaßnahmen einschließlich Ver- und Entsorgungsleitungen Kosten von rund 250.000 Euro ermittelt.
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte weiter, dass die Gemeinde mit diesen drei Modulbaukörpern und den darin vorgesehenen Unterkunftsplätzen sowie mit dem Erwerb von zwei Bestandsimmobilien, die für den gleichen Zweck hergerichtet würden, in der Lage sei, die Flüchtlinge, die ihr voraussichtlich vom Landratsamt Ludwigsburg für die Anschlussunterbringung noch zugewiesen würden, an verschiedenen Stellen im Ort dezentral unterzubringen. Ein vierter Modulbaukörper, der mit den anderen drei geplant worden sei, könne auf einem der privaten Grundstücke aufgestellt werden und nun auch mit zwei größeren Wohneinheiten anstatt vier kleineren für die Unterbringung von Familien vorgesehen werden. Sämtliche Modulbauten können - falls sie nicht mehr für Flüchtlingen benötigt würden - später auch einmal als günstiger Mietwohnraum zur Verfügung gestellt werden. Ein ursprünglich angedachter fünfter Modulbaukörper werde dagegen aus jetziger Sicht nicht benötigt und brauche auch nicht endgültig bestellt werden, so der Schultes.
Mit der vorgeschlagenen Erschließung des Grundstücks Hindenburgstraße 13 bis 19 und dem erläuterten Vorgehen bei den weiteren Modulbaukörpern erklärte sich der Gemeinderat einverstanden und stimmte beiden Vorschlägen einstimmig zu.

Im weiteren Verlauf der Sitzung billigte das Ratsgremium einen Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch zur Sanierung des gemeindeeignen Umkleidegebäudes am Sportplatz. Der Kostenaufwand dafür betrage etwa 33.300 Euro. Die Arbeiten sollen noch jetzt im Herbst durchgeführt werden, so dass das Umkleidegebäude etwa 3 bis 4 Wochen nicht benutzt werden könne.

07.10.2016

Weinlese am Kirchenwengert

Reife Trauben an einem Weinstock im Kirchenwengert

Von links: Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Weinlese
Von links nach rechts: Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Weinlese

Im Jahr 2014 wurden am gemeindeeigenen Kirchenwengert die bisherigen Reben entfernt und neue Reben der Sorte Blaufränkisch (Lemberger) gepflanzt. Dank der guten Pflege durch die Weinexperten Fritz Blank und Gerhard Leibbrand haben sich die Rebstöcke hervorragend entwickelt.
Am vergangenen Donnerstag fand dann die Weinlese statt. Es wurden prächtige und gesunde Weintrauben geerntet. Am Ende waren es sechs volle Eimer und alle waren zufrieden. Für eine Weinherstellung reicht die Menge aus - man kann sich also wieder auf einen ,,Murrer Kirchenweinberg‘‘ freuen, der an Jubilare verschenkt und bei gemeindeeigenen Veranstaltungen ausgeschenkt wird.

07.10.2016

Erinnerung an Bottwartalbahn stößt auf großes Interesse

Das alte Bahnhofsgebäude in Murr hält die Erinnerung an die Bottwartalbahn lebendig
Altes Bahnhofsgebäude von Murr

Dass die Bottwartalbahn, die von 1894 an fast 100 Jahre bestand, auch heute noch auf großes Interesse stößt, bewies der Bildervortrag, der am 29. September 2016 in der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses Murr stattfand. Um die 100 Gäste waren gekommen, um einen interessanten, kurzweiligen, informativen und lebendigen Vortrag der beiden Bahn-Fachleute Wolfram Berner und Hans-Joachim Knupfer mitzuerleben. Zum Einen natürlich ältere Menschen, die die Bahn noch aus eigenem Erleben kannten, zum Anderen viele jüngere Besucher, die an der Eisenbahn im Besonderen oder an Heimatgeschichte ganz allgemein Interesse haben.
Wie es in der Vorankündigung hieß, war Murr, so wie die anderen Bottwartal-Gemeinden, durch die Bahn 96 Jahre lang mit dem europäischen Eisenbahnnetz verbunden. Das hieß zum Einen Anschluss des Gewerbes an das Transportnetz für Güter und Waren und Anschluss an Arbeitsplätze zum Beispiel in Ludwigsburg oder Kornwestheim, zum Anderen bedeutete dies die Möglichkeit für Ausflügler und Touristen, die Schönheit und die Reize unserer Landschaft zu entdecken und zu genießen.
Berner und Knupfer ließen diese Zeit auf sehr gelungene Weise noch einmal auferstehen. In vielen Bildern und mit Dokumenten aus ihrem reichhaltigen Fundus sowie in ihrem genauso informativ wie lebendig gestalteten Vortrag gelang es ihnen, die Anfänge des "Entenmörders" beim Bau der Bahnstrecke, die zunehmende Bedeutung der Bottwartalbahn wie auch den allmählichen Rückgang und letztendlich den Abbau der Bahnstrecke noch einmal lebendig werden zu lassen. Dabei ließen sie auch die Probleme nicht unerwähnt: Die Bahn war aus Gründen der Kostenersparnis als Schmalspurbahn ausgelegt, was oft Zeit und Umstände beim Umstieg auf die Normalspur in Marbach mit sich brachte. Der 1968 erfolgte Umbau zur Normalspur konnte den Niedergang der Bahnstrecke letztendlich nicht mehr aufhalten. Das Gewicht wurde damals fast ausschließlich auf das Auto gelegt und zurückgehende Fahrgastzahlen und der Zwang zur Kostenersparnis bei der Bahn begründeten die Einstellung der Bottwartalbahn im Jahr 1980.
Wolfram Berner und Hans-Joachim Knupfer verstanden es blendend, sämtliche Facetten der Geschichte der Bahn kurz und knapp, lebhaft und verständlich und stets interessant für die Zuhörerinnen und Zuhörer darzustellen. Erinnerungsstücke an den Bahnverkehr, alte Fahrpläne und Planzeichnungen ergänzten den Vortrag. Die Bewirtung durch den LandFrauenverein Murr mit erfrischenden Getränken und leckeren Kleinigkeiten sorgte ganz hervorragend auch für das leibliche Wohl der Gäste.

16.09.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 13. September 2016)

Zur ersten Sitzung nach der Sommerpause traten die Mitglieder des Murrer Gemeinderates unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 13. September 2016, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammen. In Anwesenheit von einigen interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern und Vertretern der Presse und bei noch hochsommerlichen Temperaturen ging es bei der Sitzung unter anderem um die Fortschreibung des allgemeinen Kanalisationsplans, die Arbeiten zur Erschließung des neuen Wohnbaugebiets im Areal "Langes Feld VI", den Auftrag zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen" und einen Antrag auf Aufstockung der Sanierungsmittel für das laufende Sanierungsverfahren "Ortskern Murr III".

Allgemeiner Kanalisationsplan
Städte und Gemeinden bauen und erweitern ihr Kanalnetz und die Anlagen für die Entwässerung (wie zum Beispiel Regenüberlaufbecken) auf der Grundlage eines Allgemeinen Kanalisationsplans (AKP). Der derzeit gültige AKP für Murr stammt aus dem Jahr 1978. Da sich seitdem das Gemeindegebiet durch die Ausweisung neuer Baugebiete mit den zu entwässernden Flächen beträchtlich vergrößert hat, aber auch aufgrund geänderter Rechtsgrundlagen und modifizierter Berechnungsmethoden muss der AKP überarbeitet und fortgeschrieben werden.
In der Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff. Dieser erläuterte den Mitgliedern des Gremiums die neuen Berechnungsmethoden, mit denen zum Beispiel Regenereignisse und ihre Auswirkungen auf das Kanalnetz besser und genauer simuliert werden können. Überflutungen, Belastung mit Schmutzfrachten und die hydraulischen Verhältnisse müssten in die Berechnung mit einfließen. Ein aktueller AKP sei auch Voraussetzung für die notwendige Erneuerung der wasserrechtlichen Erlaubnisse für Abwasserentlastungsanlagen wie die Regenüberlaufbecken, so Ruoff.
Murrs Kanalnetz umfasst derzeit 32,5 km Kanalstrecken, sieben Regenüberlaufbecken, drei Regenüberläufe und zwei Retentionsbecken. Für die Aufstellung eines aktuellen und neuen Kanalisationsplanes habe das Verbandsbauamt bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Für die Überarbeitung fallen voraussichtlich Kosten in Höhe von knapp 78.000 Euro an.
Die Ratsdamen und -herren stimmten der Überarbeitung des Allgemeinen Kanalisationsplanes einstimmig zu.

Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet "Langes Feld VI (3. Abschnitt)"
Der großen Nachfrage nach neuen Wohnbaugrundstücken hat der Gemeinderat mit dem Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für einen dritten Bauabschnitt im Wohnbaugebiet "Langes Feld VI" Rechnung getragen. Mit dem gleichzeitig eingeleiteten Umlegungsverfahren soll die notwendige Neueinteilung der dortigen Grundstücke erreicht werden. Diese soll im Herbst 2016 abgeschlossen sein, so dass anschließend die Vermarktung der neuen Wohnbaugrundstücke angegangen werden könne.
Dazu ist nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch auch die Erschließung (Kanal-, Leitungs- und Straßenbau) der neuen Flächen notwendig. Der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff berichtete, für die Herstellung der Erschließungsanlagen (einschließlich des Fichtenweges, der beim zweiten Bauabschnitt zunächst zurückgestellt worden war) sei ein Aufwand von etwa 1,35 Millionen Euro ermittelt worden.
Der Gemeinderat gab die Erschließungsarbeiten und ihr öffentliche Ausschreibung einstimmig in Auftrag. Über die Auftragsvergabe soll in der Dezember-Sitzung entschieden werden, so dass mit den Arbeiten im Frühjahr 2017 begonnen werden kann.

Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen": Vergabe der Arbeiten
Nach dem Willen des Gemeinderates soll auf dem Dach des Kinderhauses "Regenbogen" am Mühlweg eine Photovoltaikanlage installiert werden, durch die teilweise der Strombedarf der Einrichtung gedeckt werden kann. Dies hat das Gremium am 7. Juni 2016 beschlossen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete, auf die beschränkte Ausschreibung hätten vier Firmen Angebote abgegeben. Das Ratsgremium vergab den Auftrag für Lieferung und Installation der Anlage einstimmig an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma Gross Energiesysteme aus Ilsfeld, zu einem Angebotspreis von rund 17.700 Euro.

Antrag auf Aufstockung der Sanierungsmittel für das Sanierungsgebiet "Ortskern Murr III"
Bürgermeister Torsten Bartzsch und Hauptamtsleiterin Brigitte Keller informierten den Gemeinderat darüber, dass im Rahmen des 2014 gestarteten Sanierungsverfahrens "Ortskern Murr III" erfreulich viele Sanierungsprojekte angegangen und zum Teil auch abgeschlossen worden seien. Bereits letztes Jahr hat die Gemeinde daher beim Land einen Antrag auf Aufstockung der zugesagten Landesmittel gestellt und auch die Bewilligung dafür bekommen.
Angesichts weiterer anstehender Sanierungsmaßnahmen zeige sich, dass der aufgestockte Gesamtförderrahmen von 1,366 Millionen Euro nicht ausreiche und eine weitere Aufstockung beantragt werden sollte. Die Modernisierung der ortsbildprägenden und denkmalgeschützten Gebäude Zehntscheuer, Kirchgasse 12 und Hindenburgstraße 48 u. a. würden mit Sanierungsmitteln gefördert, bei denen bereits eine Deckelung vorgesehen werden musste. Nach Kellers Worten solle eine Aufstockung von 567.000 Euro beantragt werden, so dass sich der Gesamtförderrahmen auf 2,484 Millionen Euro erhöhen würde. Der kommunale Anteil würde sich von 547.000 auf 993.000 Euro erhöhen.
Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich über die Aktivitäten im Rahmen der Ortskernsanierung sehr erfreut und stimmten dem Antrag auf Aufstockung der Mittel einhellig zu.

13.09.2016

Hochwassersensor der Firma Schildknecht am Floßhaussteg misst den Pegelstand

Die Murrer Firma Schildknecht hat vor einiger Zeit am Floßhaussteg einen Hochwassersensor montiert, um die Pegelstände der Murr zu messen und zu überwachen. Die integrierte Funktechnik überträgt die Messwerte in regelmäßigen Abständen. Bei einem Anstieg des Pegels setzt sie in Twitter einen Tweet ab.
Nähere Informationen zu dieser Technik und zur Firma Schildknecht finden Sie unter folgendem Link: https://www.schildknecht.ag/praxisbeispiele/dataeagle-twittert-den-wasserstand-der-murr-brueckemurr/

09.09.2016

Archäologische Untersuchungen im Neubaugebiet „Langes Feld VI (3. Abschnitt)“

Bagger bei Ausgrabungen auf Feldern im Gebiet Langes Feld

Das Landesamt für Denkmalschutz hat in dieser Woche archäologische Untersuchungen im künftigen Neubaugebiet "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" durchgeführt. Die Maßnahme dient dazu, mögliche Funde in dem Gebiet zu bergen, zu dokumentieren und als kulturhistorische Quelle für die Zukunft zu erhalten. In dem Gebiet werden römische Ansiedlungen vermutet.
Mittlerweile sind diese Untersuchungen nicht mehr baubegleitend erlaubt, sie müssen separat vor der Erschließung eines Grundstücks bzw. eines Gebiets durchgeführt werden. Bei der Untersuchung wurden keine Funde festgestellt.

09.09.2016

Neue Auszubildende als Verwaltungsfachangestellte bei der Gemeinde Murr

Portrait Svenja Hellmann

Ich heiße Svenja Hellmann, bin 16 Jahre alt und in Murr geboren und aufgewachsen.
Durch mein Schulpraktikum durfte ich den Beruf der Verwaltungsfachangestellten näher kennenlernen und war mir von da an sicher, dass ich diesen Beruf erlernen möchte. Meinen Schulabschluss habe ich an der Erich-Kästner-Realschule in Steinheim gemacht. Nun freue ich mich auf meine 2 ½ -jährige schöne und lehrreiche Ausbildung mit netten Kolleginnen und Kollegen bei der Gemeinde Murr.

23.08.2016

Diamantene Hochzeit von Lieselotte und Gerhard Pfizenmaier

Von links nach rechts: Gerhard und Lieselotte Pfizenmaier und Gemeinderat Gunter Hekel

Am Donnerstag, 11. August 2016, konnte das Ehepaar Lieselotte und Gerhard Pfizenmaier das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern.
Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister Gunter Hekel überreichte ihnen am Freitag anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Wir wünschen dem Ehepaar Pfizenmaier noch viele gemeinsame Jahre bei guter Gesundheit.

05.08.2016

Neuer Marktstand auf dem Wochenmarkt

Der neue Marktstand mit seinem Händler auf dem Dorfplatz

Der samstägliche Wochenmarkt auf dem Dorfplatz hat Zuwachs bekommen. Zu den beiden bisherigen Marktständen mit Obst und Gemüse bzw. mit Eiern und Geflügelprodukten ist ein neuer Anbieter dazugekommen.
An dem neuen Stand gibt es Olivenöl und kulinarische Köstlichkeiten direkt aus Spanien.
Es bleibt zu hoffen, dass diese neuen Angebote gut angenommen werden, damit der Händler auch dauerhaft zum Wochenmarkt kommen kann.

29.07.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 26. Juli 2016)

Eine Tagesordnung mit den unterschiedlichsten Themen lag den Mitgliedern des Gemeinderats vor, als sie sich am Dienstag, dem 26. Juli 2016, auf Einladung und unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zur letzten planmäßigen Sitzung vor der Sommerpause trafen.
Bei der Sitzung ging es um die Änderung des Bebauungsplanes für die Sportanlagen im Murrtal, um die rechtlichen Voraussetzungen für den Neubau eines Jugendhauses in diesem Bereich zu schaffen, um eine Anpassung der Hundesteuersatzung, um die Änderung der Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit und um einen Beschluss über die Annahme von Spenden durch die Gemeinde.

Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Sportanlagen Murrtal - 1. Änderung"
Im Rahmen der Beratungen über den Neubau eines Jugendhauses hat sich der Gemeinderat nach sorgfältiger Abwägung für einen Standort im Murrtal am Hermannsplatz ausgesprochen. Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für diesen Neubau zu schaffen, muss der Bebauungsplan "Sportanlagen Murrtal" aus dem Jahr 1977 geändert werden. Die dort festgesetzte Nutzung als Sondergebiet für Sport, Spiel und Freizeitzwecke soll für das Baugrundstück des Jugendhauses in die Festlegung Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Jugendhaus und Anlagen für soziale Zwecke geändert werden. Zudem müssen in dem Planverfahren besonders die Belange des Hochwasserschutzes, des Wasserschutzes und des Biotop- und Artenschutzes berücksichtigt werden.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, ein Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes "Sportanlagen Murrtal" einzuleiten.

Neufassung der Hundesteuersatzung
Nach Aufhebung des Hundesteuergesetzes hat die Gemeinde Murr - wie viele andere Kommunen auch - im Jahr 1996 eine Hundesteuersatzung erlassen. Danach wird die Hundesteuer seit vielen Jahren in unveränderter Höhe (72 Euro jährlich) erhoben.
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung schilderte, hätten einige Beiß-Attacken in jüngster Vergangenheit dazu geführt, sich Gedanken über eine Regelung über Kampfhunde und andere potentiell gefährliche Hunde in der Hundesteuersatzung zu machen. Auch habe die Gemeinde durch Aufstellen zusätzlicher Abfallbehälter an den Wegen, die von Hundehaltern besonders frequentiert werden, den Service für diese erhöht.
Daher lag den Mitgliedern des Gremiums ein Vorschlag für die Änderung der Hundesteuersatzung vor, mit dem die Hundesteuer von bisher 72 Euro pro Hund und Jahr auf 84 Euro erhöht werden soll. Damit sei Murr im Vergleich zu den Gemeinden in der Nachbarschaft immer noch sehr günstig, so der Schultes. Zudem solle künftig der fünffache Steuerbetrag für Kampfhunde erhoben werden. Wenn jemand mehrere Hunde halte, erhöhe sich der Betrag; bei zwei oder mehr Kampfhunden sogar um das Zehnfache. Damit solle eine Abschreckung vor dem Halten von Hunden erreicht werden, von denen man annehmen müsse, dass sie eine Gefahr für Leib und Leben von Mensch und Tier darstellen.
Das Ratsgremium teilte diese Auffassung und stimmte der entsprechenden Änderung und Neufassung der Hundesteuersatzung zu.

Änderung der Satzung über die Entschädigung ehrenamtlicher Tätigkeit
Wie alle Kommunen hat auch die Gemeinde Murr eine Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit. Nach dieser werden Tätigkeiten, die Bürgerinnen und Bürger im Auftrag der Gemeinde ehrenamtlich verrichten, zum Beispiel als Gemeinderat oder als hinzugezogener sachkundiger Einwohner, sowie der damit verbundene Aufwand entschädigt.
Aufgrund einer Änderung der Gemeindeordnung Ende 2015 soll künftig auch der Aufwand, den ehrenamtlich Tätige für die entgeltliche Betreuung von pflege- oder betreuungsbedürftigen Angehörigen während der Ausübung ihres Ehrenamtes haben, erstattet werden. Daher muss diese Regelung auch in die Murrer Satzung übernommen werden.
Wie vorgeschlagen, beschloss der Gemeinderat die entsprechende Satzungsänderung einstimmig. Danach kann ein ehrenamtlich Tätiger künftig entsprechende Pflege- oder Betreuungskosten bei Ausübung seines Ehrenamtes gegen Vorlage von Belegen erstattet bekommen.

Annahme von Spenden
Nach den Bestimmungen der baden-württembergischen Gemeindeordnung muss der Gemeinderat regelmäßig über die Annahme von Spenden, die der Gemeinde zugeflossen sind, und deren Verwendung unterrichtet werden und über sie entscheiden.
Den Ratsdamen und -herren lag in der Sitzung eine Aufstellung der Spenden von Januar bis Juni 2016 vor. Danach hat die Gemeinde insgesamt Spenden in der Höhe von knapp 2.300 Euro erhalten. Sie sollen nach dem Willen der Spender der Ortsbücherei, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Jugendhaus und dem Arbeitskreis Asyl zugute kommen.
Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich erfreut über Höhe und Anzahl der Spenden und stimmten ihrer Annahme und den Verwendungszwecken einstimmig zu.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch das Ratsgremium über Schäden am Floßhaussteg. Bei einer Brückenprüfung waren Mängel an der ortszugewandten, nicht überdachten Auffahrtsrampe festgestellt worden. Nach dem Willen des Gemeinderates sollen diese nach Möglichkeit im Bau- und Materialstil des Holzsteges saniert werden. Ein entsprechender Auftrag zur Ermittlung des Sanierungsaufwandes wird an das eingeschaltete Ingenieurbüro vergeben.
Des Weiteren informierte der Schultes über die Einführung einer Bläserklasse an der Lindenschule in Kooperation mit dem Musikverein und die finanzielle Unterstützung dieses Projektes durch die Gemeinde, über die Abschaffung des "Grünen Pfeils" an der Ausfahrt der Bietigheimer Straße in die L 1100 oberhalb des Bergkeltertunnels auf Anordnung des Landratsamtes wegen häufiger Unfälle und die Anordnung von "Tempo 30" in der Zeit von 22 bis 6 Uhr in der Steinheimer Straße durch das Landratsamt auf Grundlage des Lärmaktionsplanes.

29.07.2016

Monika Buchstab 25 Jahre im öffentlichen Dienst und bei der Gemeinde Murr

Urkunde und Blumenstrauß als Dank für 25 Jahre im öffentlichen Dienst und bei der Gemeinde gab es für Erzieherin Monika Buchstab aus den Händen von Bürgermeister Torsten Bartzsch
Monika Buchstab (rechts) und Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) mit Urkunde und Blumenstrauß

Der Erzieherin Monika Buchstab vom Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg sprach Bürgermeister Torsten Bartzsch in diesen Tagen Dank und Anerkennung für ihre 25-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst und gleichzeitig bei der Gemeinde Murr aus.
Buchstab hat im Rahmen ihrer Ausbildung ihr Anerkennungspraktikum im Kindergarten Pfarrgasse absolviert, danach trat sie als Zweitkraft in den Kindergarten Mühlweg ein. Nach einer Erziehungspause nahm sie ihre Tätigkeit dort zunächst halbtags wieder auf und hat sich dann seit vielen Jahren bis heute als Gruppenleiterin um unzählige Murrer Kinder gekümmert.
Auf die Frage von Bürgermeister Bartzsch, wie sie die Änderungen in ihrer Arbeit über die Jahre einschätze, urteilte sie, das Beobachten und die Theorie hätten über die Jahre immer mehr Raum eingenommen. Wichtig seien ihr aber in erster Linie der direkte Kontakt mit den Kindern und die praktische Arbeit für deren Wohlergehen. Das mache ihr nach wie vor sehr viel Freude.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte Monika Buchstab neben der offiziellen Urkunde einen Blumenstrauß, dankte ihr für den Einsatz für die Gemeinde und die Kinder und wünschte ihr für ihre Zukunft weiterhin viel Gesundheit, Freude bei der Arbeit und Tatkraft.

29.07.2016

Haupteingangstüren im Bürger- und Rathaus öffnen ab sofort automatisch

Die vier Türen des Bürger- und Rathauses zum Dorfplatz hin öffnen jetzt automatisch
Eingangstür des Bürger- und Rathauses mit Schild als Hinweis auf das automatische Öffnen

Seit Mittwoch, 13. Juli 2016, öffnen die insgesamt vier Haupteingangstüren (zwei nach innen, zwei nach außen) vom Dorfplatz in das Bürger- und Rathaus automatisch. Die Umrüstung erfolgte zur Verbesserung der Barrierefreiheit.
Immer wieder hatten Personen mit Kinderwägen, Rollstühlen und vermehrt Rollatoren den Hinweis gegeben, dass die Türen sehr schwierig zum Öffnen sind. Insbesondere bei den beiden Eingangstüren entstanden Probleme, da diese nur nach außen aufgehen.
Deshalb wurden nun an allen vier Türen Sensorleisten mit Bewegungsmeldern und Motoren angebracht, die die Türen automatisch öffnen.
Die Kosten für die Umrüstung in Höhe von ca. 12.800 Euro werden zu rund 60 % durch Fördermittel des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes vom Bund übernommen.

29.07.2016

Schäden am Floßhaussteg festgestellt

An der stark beschädigten Rampe des Floßhausstegs wurden provisorische Sicherungen angebracht
Geländer an der Rampe zum Floßhaussteg mit provisorischen Sicherungen

Bei einer Brückenprüfung des im Jahr 1986 gebauten Floßhausstegs wurden im Bereich der nicht überdachten Rampe große Schäden festgestellt. Die Holzkonstruktion ist in diesem Bereich im Laufe der Jahre witterungsbedingt stark beschädigt worden.
Um die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten, wurden deshalb an den beiden Geländern provisorische Sicherungen angebracht. Die Rampe muss grundlegend saniert werden. Der überdachte Teil des Stegs ist weitestgehend intakt.

08.07.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 5. Juli 2016)

Auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch trafen sich die Mitglieder des Murrer Gemeinderats am Dienstag, dem 5. Juli 2016, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung, bei der auch einige Zuhörerinnen und Zuhörer und Vertreter der Presse anwesend waren.
Auf der Tagesordnung standen unter anderem die polizeiliche Kriminalstatistik für 2015, die Erneuerung des Funkraumes im Feuerwehrhaus am Lindenweg, die Elternbeiträge für die Kindergärten und die Kleinkindbetreuung, die Umstellung von Teilbereichen der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Erhöhung des Zuschusses für die Musikschule Marbach-Bottwartal, die Vergabe weiterer Arbeiten für das Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30, eine Regelung für einen verkaufsoffenen Sonntag am diesjährigen Kirbewochenende und der Finanzzwischenbericht zur Jahresmitte.

Polizeiliche Kriminalstatistik
Seit längerem ist es Brauch, dass das Ratsgremium regelmäßig von Vertretern der örtlichen Polizei über die Kriminal- und Unfallstatistik eines Jahres informiert wird. So konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch in der aktuellen Sitzung den Leiter des auch für Murr zuständigen Polizeipostens Steinheim Polizeihauptkommissar René Kießlich begrüßen.
Kießlich bezeichnete Murr zu Beginn seiner Erläuterungen aus polizeilicher Sicht im Jahr 2015 als unauffällig. Die Zahlen der verschiedenen Straftaten und Delikte seien im Vergleich zu den Vorjahren durchgehend auf ähnlichem Niveau oder zurückgegangen. Kleinere Steigerungen würden nicht nur an einer gestiegenen Fallzahl liegen, sondern hätten - wie zum Beispiel bei den Rauschgiftdelikten - auch andere Gründe: So seien die Kräfte beim Polizeirevier Marbach verstärkt worden und könnten nun vermehrt vor Ort den Rauschgiftdelikten nachgehen. Oder es ziehe die Ermittlung eines Täters durch dessen Handy-Kontaktdaten eine Vielzahl anderer Täterermittlungen nach sich. Auch wenn Wohnungseinbrüche für die Betroffenen besonders belastend seien, so ist ihre Zahl 2015 zurückgegangen, so Kießlich.
Bei den Tatverdächtigen seien im vergangenen Jahr weniger Nicht-Deutsche und kaum Jugendliche und keine Kinder festgestellt worden, was erfreulich sei. Einige Verursacher von Sachbeschädigungen im Ortskern oder bei der Schule seien der Polizei bekannt und würden verstärkt beobachtet.
Nach den Worten von Kießlich weise Murr im Jahr 2015 keinerlei Unfallschwerpunkt mehr auf.
Der Steinheimer Postenchef lobte die gute und reibungslose Zusammenarbeit zwischen Polizei und Murrer Gemeindeverwaltung. Der gegenseitige Informationsaustausch erleichtere die Arbeit sehr.

Erneuerung des Funkraums im Feuerwehrhaus
Das Feuerwehrhaus am Lindenweg wurde 1987 eingeweiht. Technik und Einrichtung des Funkraumes entsprechen schon einige Zeit nicht mehr den modernen Anforderungen.
Feuerwehrkommandant Marcus Leibbrandt, der von Schultes Bartzsch in der Sitzung begrüßt wurde, schilderte, dass demnächst die digitale Alarmierung der Feuerwehren im ganzen Landkreis Ludwigsburg eingeführt werde und man daher die Modernisierung der Technik in Murr nicht länger aufschieben könne. In diesem Zuge müsste auch die ganze Haustechnik des Gebäudes sowie die Ausstattung des Funkraumes saniert werden. Dazu wurden Angebote eingeholt. Der Gesamtaufwand für Erneuerung der Funktechnik, der EDV-Technik, der Elektroarbeiten, der notwendigen Software-Ausstattung und der Möblierung betrage danach knapp 47.000 Euro.
Nach den Worten des Kommandanten habe man sich bei der Auswahl auf das Notwendige beschränkt. Mit der neuen Technik könne auch die direkte Anbindung an die zentrale Leitstelle in Ludwigsburg eingerichtet werden.
Zusätzlich wurde vorgeschlagen, im Kommandantenzimmer die vorhandene Möblierung teilweise zu erneuern und zu ergänzen, was rund 5.300 Euro erfordert.
Der Gemeinderat bezeichnete es als wichtig, dass die örtliche Feuerwehr technisch auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werde und stimmte den vorgeschlagenen Maßnahmen einstimmig zu.

Neufestsetzung der Elternbeiträge für die Kindergärten
Das Ratsgremium hat sich zuletzt im Juli 2015 mit den Elternbeiträgen für die Kindergärten befasst. Es beschloss damals Elternbeiträge in der Höhe des "Landesrichtsatzes", der regelmäßig von den kommunalen Spitzenverbänden und den Kirchenleitungen als Empfehlung an die Kommunen erarbeitet wird.
Vor allem aufgrund des Tarifabschlusses für das Personal in den Kinderbetreuungseinrichtungen haben sich die Rahmenbedingungen für die Finanzierung deutlich verändert, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläuterten. Deswegen werde eine moderate Erhöhung der Elternbeiträge ab September 2016 vorgeschlagen. Die verschiedenen Betreuungszeiten in Murr, die Personalausstattung und die ergänzenden Angebote seien in der Vergangenheit quantitativ und qualitativ stark ausgebaut worden, was von den Eltern sehr geschätzt werde. Der Anteil der Elternbeiträge an den Gesamtkosten in Höhe von aktuell 1,2 Millionen Euro, die im Jahr 2016 voraussichtlich aufgewendet werden müssen, liege in Murr mit 13 % weit unter dem landesweit empfohlenen Richtwert von 20 %. Daher sei eine Neufestsetzung notwendig und geboten.
Einzelne Mitglieder des Gremiums sprachen sich gegen eine Erhöhung aus. Man müsse den landesweiten Empfehlungen nicht folgen. Die Gemeinde könne es sich finanziell leisten, in diesem Bereich Familien finanziell nicht weiter zu belasten. Auch in anderen Bereichen (zum Beispiel Wasserzins, Gewerbe- und Grundsteuer) würden die Abgaben nicht erhöht, da dürfe gerade im sozialen Bereich keine Ausnahme gemacht werden.
Bürgermeister Torsten Bartzsch bezeichnete es unter anderem als Gebot der Solidarität der Kommunen untereinander, wenn bei den Elternbeiträgen nicht allzu große Unterschiede gemacht würden. Wenn man auf Kindergartenbeiträge ganz oder teilweise verzichten wolle, sei in erste Linie das Land Baden-Württemberg in der Pflicht, die Finanzausstattung der kommunalen Betreuungseinrichtungen zu unterstützen, nicht die Städte und Gemeinden.
Für Familien, die die Beiträge nicht tragen können, gebe es beim Landratsamt die Möglichkeit der gesamten oder teilweisen Kostenübernahme.
Zum Ende der Beratung stimmte der Gemeinderat der vorgeschlagenen Erhöhung der Elternbeiträge ab September 2016 um 1,00 bis 4,00 Euro (je nach Kinderzahl in der Familie) mit großer Mehrheit zu.

Neufestsetzung der Elternbeiträge für die Kleinkindbetreuung
Zeitgleich mit den Kindergartenbeiträgen wurden im Juli 2015 auch die Beiträge für die Kleinkindbetreuung am Kinderhaus "Regenbogen" vom Gemeinderat neu festgesetzt. Als Anreiz für die Eltern, einen Platz im neuen Kinderhaus zu belegen, waren die Beiträge vorher "eingefroren" und für die Zeit danach eine stufenweise Anpassung beschlossen worden. Nachdem 2015 die erste Stufe umgesetzt wurde, lag dem Gemeinderat nun ein Vorschlag für die zweite Stufe zum Beginn des Kindergartenjahres 2016/17 vor.
Danach sollen die Beiträge - ebenfalls abgestuft nach der Zahl der Kinder in einer Familie - zwischen 3,00 und 18,00 Euro auf 66,00 (bei vier Kindern in einer Familie) bzw. 327,00 Euro (bei einem Kind in einer Familie) angehoben werden. Wie bei den Kindergärten, werden die Beiträge für Ganztagesbetreuung bzw. für andere Betreuungsformen auf Grundlage dieser Sätze unter Berücksichtigung des anderen Stundenaufwandes hochgerechnet. Mit den vorgeschlagenen Sätzen solle, so Kämmerer Albrecht Keppler, keine Erhöhung der Kostendeckung, sondern lediglich ein weiterhin angemessener Anteil der Eltern an den steigenden Gesamtkosten erreicht werden. Die Vertreter der Eltern hätten im Kindergartenausschuss den Anpassungsvorschlag mit großem Verständnis aufgenommen.
Während einige Ratsmitglieder die vorgeschlagene Erhöhung für viele betroffene Familien als zu große Belastung bezeichneten und auch hier einen Verzicht aus sozialen Gründen wünschten, bezeichneten andere es als gerecht, dass auch die Eltern ihren Anteil am steigenden Aufwand für das gute Angebot tragen.
Mit großer Mehrheit wurde der vorgeschlagenen Beitragsanpassung zugestimmt.

Umstellung von Teilbereichen der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik
Die Technik der Straßenbeleuchtung habe sich in den letzten Jahren stark verändert, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. 2010 wurde die Beleuchtung in Murr komplett von den alten Quecksilberdampflampen auf Natriumdampflampen umgestellt, wodurch viel Energie und damit auch Kosten gespart werden konnten.
Mittlerweile habe sich die LED-Technik etabliert und sei auch viel billiger geworden. Der Schultes schlug daher vor, die Murrer Straßenlaternen auf LED-Technik umzustellen. In einem ersten Schritt sollten Leuchtkörper, die besonders viel Strom verbrauchen, ersetzt werden. Dies betreffe die Bietigheimer Straße, die Heilbronner Straße, die Hindenburgstraße (zwischen Blattert-Kreuzung und Heerstraße), die Straße Im Langen Feld, die Marbacher Straße und den Bereich am Bergkeltertunnel. Im Vergleich zu den bisherigen Leuchtmitteln könnten mit LED-Leuchten ca. 70 % Strom gespart werden.
Nach einem Angebot der Süwag Energie AG koste die Umrüstung etwa 28.000 Euro; die Masten könnten beibehalten werden. Aus einem Förderprogramm des Bundes für Klimaschutzinvestitionen könne die Gemeinde einen Zuschuss von 20 % der Investitionskosten bekommen.
Die Ratsdamen und -herren begrüßten diesen Vorschlag, durch den viel Energie gespart werden könne und billigten die Umrüstung der Straßenlampen in den vorgeschlagenen Straßenzügen einstimmig.

Erhöhung des Zuschusses an die Musikschule Marbach-Bottwartal
Die Musikschule Marbach-Bottwartal - 1972 gegründet und seit 1976 hauptsächlich von den Städten Steinheim an der Murr und Marbach am Neckar getragen - finanziert sich durch die Übernahme des Abmangels durch die beiden Trägerstädte und durch Zuschüsse von den Gemeinden, aus denen die Schülerinnen und Schüler der Musikschule kommen, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte. Diese Zuschüsse seien unterschiedlich hoch.
Seit 2011 gebe die Gemeinde Murr pro Kind und Jahr 100 Euro, wobei die Zuschüsse direkt den Kindern aus der jeweiligen Kommune zugute kommen. Aus Murr besuchen derzeit 47 Kinder den Unterricht in der Musikschule.
Ab Oktober 2016 müssten die Musikschul-Gebühren aufgrund höherer Tarifabschlüsse für die Lehrkräfte angehoben werden, wie die Musikschule die Kommunen informiert habe. Bartzsch schlug vor, den Murrer Zuschuss von 100 auf 120 Euro pro Kind und Jahr anzuheben, um diese Gebührenerhöhung für die Murrer Kinder abzufedern.
Die Musikschule leiste eine wichtige musikpädagogische Arbeit, hieß es im Gremium, und daher stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag einstimmig zu.

Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30
Der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses Hindenburgstraße 28/30 schreite weiter voran, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete, und daher müssten weitere Aufträge vergeben werden. Einstimmig gab der Gemeinderat die Natursteinarbeiten, die Bodenbelagsarbeiten, die Fliesenarbeiten, die Schlosserarbeiten, die Malerarbeiten, die Arbeiten für die Außenanlagen und die Arbeiten für Lieferung und Montage der Innentüren und der Schließanlagen an die jeweils günstigsten Bieter in Auftrag.

Verkaufsoffener Sonntag am Kirbewochenende
Traditionell wird in Murr am zweiten September-Wochenende die Murrer Kirbe begangen. Für dieses Jahr hat der Handels- und Gewerbeverein wieder einmal beantragt, am Kirbesonntag, dem 11. September 2016, aus Anlass der Murrer Kirbe einen verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten. Dies muss auf Grundlage des Ladenöffnungsgesetzes von der Gemeinde genehmigt werden. Das Ratsgremium verabschiedete zu diesem Zweck einstimmig eine entsprechende Satzung.

Finanzzwischenbericht
Wie immer zur Jahresmitte wurde den Mitgliedern des Gremiums ein Zwischenbericht zum Stand der Gemeindefinanzen vorgelegt und von Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläutert. Danach konnte die Gemeinde zum Stichtag 22. Juni 2016 über 36 % der im Haushaltsplan für 2016 eingeplanten Einnahmen verfügen und hatte 31 % der vorgesehenen Ausgaben getätigt. Die Entwicklung der Einnahmen aus Gewerbesteuer sei recht erfreulich, so Keppler, doch müsse man hier auch immer mit beträchtlichen Schwankungen rechnen.
Im Großen und Ganzen zeigen die Zahlen von Einnahmen und Ausgaben, dass sich die Finanzen der Gemeinde im laufenden Jahr so entwickeln, wie im Haushaltsplan prognostiziert. Man könne dem weiteren Verlauf des Jahres daher ruhig entgegensehen.

13.06.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 7. Juni 2016)

Eine umfangreiche Tagesordnung mit den unterschiedlichsten Themen hatte der Murrer Gemeinderat zu bearbeiten, als er sich am Dienstag, 7. Juni 2016, unter dem Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf. Bartzsch konnte neben den Mitgliedern des Gremiums auch einige interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer und Vertreter der Presse zur Sitzung begrüßen.
Die wichtigsten Themen des Sitzungsabends waren die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen", die Behandlung des Entwurfs eines Bebauungsplans für das Thürrauch-Areal, die Rechnungsabschlüsse der Gemeindekasse und der Wasserversorgung, die Vergabe von weiteren Bauaufträgen für zwei Bauprojekte der Gemeinde und der Beschluss über die Verwendung von Zuschüssen im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes.
Vor Eintritt in die Tagesordnung informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch darüber, dass die einjährige Testphase für das Verkehrs- und Parkierungskonzept, das letztes Jahr für die Ortsdurchfahrt beschlossen worden war, nun abgeschlossen sei und die Resonanz darauf und die offizielle Beurteilung durch alle beteiligten Stellen (z. B. Landratsamt Ludwigsburg) durchweg positiv ausgefallen seien. Da noch einige kleine Änderungen vorgeschlagen wurden, soll die Testphase bis Ende dieses Jahres verlängert werden.

Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen"
Um erneuerbare Energien zu fördern, lag dem Gemeinderat ein Vorschlag vor, auf dem Dach des seit Januar 2013 geöffneten Kinderhauses "Regenbogen" am Mühlweg eine Photovoltaikanlage zu errichten. Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte dazu in der Sitzung den Ingenieur für Elektrotechnik Hansjörg Wirsig, der den Mitgliedern des Gremiums die Eckdaten dazu erläuterte.
Danach könnte auf dem Dach eine Anlage installiert werden, die pro Jahr 9.000 kWh Strom erzeugt. Wirsig hat berechnet, dass dieser Strom zu ca. 57 % vom Kinderhaus selbst genutzt und zu ca. 43 % in das Stromnetz eingespeist werden könnte. Bei einem Kostenaufwand für Erwerb und Installation von rund 21.5000 Euro und einer angenommenen Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren hätte sich eine solche Anlage in etwa 12 bis 13 Jahren amortisiert.
In der Beratung wurde gefragt, ob der nicht vom Kinderhaus genutzte Strom nicht gespeichert anstatt ins Netz eingespeist werden könne, um direkt vor Ort, zum Beispiel für eine Ladestation für Elektro-Fahrzeuge, genutzt zu werden und ob das gesamte Gebäude-Ensemble aus Kinderhaus, Kindergarten und dem entstehenden Neubau für die Ganztagesbetreuung über einen zentralen Stromzähler laufen könne, um günstigere Einspeise-Bedingungen zu erreichen. Der zusätzliche technische und bauliche Aufwand dafür, so der Ingenieur, sei so hoch, dass die Gesamt-Investitionen nicht mehr wirtschaftlich seien.
Mit dem zusätzlichen Wunsch aus der Mitte des Gremiums, zu prüfen, ob bei der Ausschreibung auch Produkte aus Deutschland angeboten werden können, wurde die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kinderhauses einstimmig befürwortet.

Bebauungsplan "Thürrauch-Areal": Feststellung des Entwurfs
Nach der Insolvenz der Firma "Thürrauch" stellte sich die Frage nach einer neuen Nutzung der firmeneigenen Grundstücke zwischen Steinäckerstraße, Heerstraße und Frauenstraße. Um dort in unmittelbarer Nähe der Ortsmitte die Entstehung verschiedener Wohnformen zu ermöglichen, beschloss der Gemeinderat im März 2015, einen Bebauungsplan mit dem Namen "Thürrauch-Areal" aufzustellen. Stadtplanerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ wurde mit der Erstellung eines städtebaulichen Konzeptes beauftragt. Dieses wurde in verschiedenen intensiven Beratungen des Gemeinderates und in Gesprächen mit den Eigentümern und einem Bauträger, der einen Großteil des Areals erworben hatte, immer weiter konkretisiert und präzisiert.
Jetzt lag dem Ratsgremium der daraus hervorgegangene Bebauungsplan-Entwurf vor, der von Planerin Petra Zeese in der Sitzung erläutert wurde. Danach sollen - voraussichtlich in drei Bauabschnitten - rund um einen so genannten Quartiersplatz überwiegend Gebäude für Wohnnutzung im Geschosswohnungsbau, aber auch Reihen- und Stadthäuser entstehen. Gedacht ist im Grundsatz an einen urbanen Gebäudetyp mit vorwiegend flachen Dächern. Geprägt werden soll das Areal von Gebäuden, die in Ausmaß, Höhe und Form an die vorhandene Bebauung in Frauenstraße, Heerstraße und Steinäckerstraße angepasst sind, aber zum Beispiel in ihrer Gestaltung, mit Penthäusern und möglichst hochwertiger Architektur auch eigene Akzente setzen sollen. Durch sehr detaillierte Festsetzungen im Bebauungsplan soll erreicht werden, dass die Grundzüge des städtebaulichen Entwurfs weitgehend in tatsächliche Architektur umgesetzt werden. Die notwendigen Stellplätze für das neue Wohnquartier finden in einer Tiefgarage Platz, die ihre Zufahrt von der Heerstraße her erhält, so Zeese.
In der Beratung wurde der Bebauungsplan-Entwurf einhellig positiv bewertet. Es sei sehr gut gelungen, die Vorstellungen des Gemeinderates über ein hochwertiges, differenziertes und städtebaulich anspruchsvolles neues Wohnquartier unmittelbar in der Ortsmitte umzusetzen. Wenn es gelinge, dass dies die Bauherren und Architekten bei der konkreten Bebauung so umsetzen, sei das neue Areal für Murr ein mutiger Schritt. Der Entwurf des Bebauungsplans wurde vom Gremium einstimmig verabschiedet; er wird nun zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich ausgelegt.

Jahresrechnung 2015
Mit durchweg positiven Zahlen konnten Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler den Ratsdamen und -herren den Rechnungsabschluss für das Jahr 2015 präsentieren. Mit einem Gesamtergebnis von 20,8 Millionen Euro, davon 15, 8 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt (dem höchsten Volumen in der Gemeindegeschichte) und knapp 5 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, konnte die Gemeindekasse das vergangene Jahr abrechnen. Die Abweichung zu den Zahlen der Haushaltsplanung lag mit etwa 1,5 Millionen Euro im Rahmen und resultiert vor allem aus höher ausgefallenen Einnahmen. Hervorragend waren auch im vergangenen Jahr die Steuereinnahmen der Gemeinde; allein aus der Gewerbesteuer und dem Anteil an der Einkommenssteuer konnten 2015 zusammen rund 7,7 Millionen Euro eingenommen werden, rund 100.000 Euro mehr als geplant. Allerdings mussten 40 % der gesamten Steuereinnahmen als Umlagen wieder an Kreis, Land und Bund abgegeben werden.
Aus der positiven Entwicklung des Verwaltungshaushalts resultiert mit rund 2,4 Millionen Euro eine um 800.000 höhere Zuführung an den Vermögenshaushalt als im Plan vorgesehen. Positiv, so Keppler weiter, sei auch die Schuldenfreiheit der Gemeinde und die Rücklage in Höhe von knapp 35 Millionen Euro zum Jahresende 2015.
Die Mitglieder des Gremiums und Bürgermeister Torsten Bartzsch dankten dem Kämmerer für diesen hervorragenden Rechnungsabschluss und stimmten ihm einhellig zu.

Jahresabschluss der Wasserversorgung für 2015
Ebenfalls positiv fiel der Rechnungsabschluss der gemeindlichen Wasserversorgung für das Jahr 2015 aus, der dem Ratsgremium anschließend von Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläutert wurde. Wegen des trockenen Sommers im letzten Jahr sind die Wasserabgabe und damit auch die Umsatzerlöse deutlich gestiegen. Angewachsen seien allerdings auch die Ausgaben, was auf eine deutlich höhere Zahl von Wasserrohrbrüchen und den damit verbundenen Reparaturaufwand zurückzuführen ist. Mit einem Jahresgewinn von gut 9.000 Euro fiel das Rechnungsergebnis der Wasserversorgung nahezu ausgeglichen aus. Der seit 2013 geltende Gebührensatz ("Wasserzins") von 1,75 Euro/cbm war kostendeckend und muss nach Keppler auch 2016 nicht erhöht werden.
Auch dieses Rechnungsergebnis wurde vom Ratsgremium mit Lob und einer einstimmigen Zustimmung zur Kenntnis genommen.

Vergabe weiterer Aufträge für Neubauprojekte der Gemeinde
Beim Neubau des Anbaus für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten Mühlweg kann man, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, nun schon deutliche Fortschritte erkennen: die Baugrube sei ausgehoben und die Rohbaufirma habe begonnen. Daher stand die Vergabe weiterer Aufträge für diese Baumaßnahme auf der Tagesordnung. Vergeben wurden die Aufträge für die Gewerke Bodenbeläge, Estricharbeiten, Fliesen- und Plattenarbeiten, Schlosserarbeiten, Malerarbeiten, mobile Trennwände, Innen- und Außenputzarbeiten, Trockenbau- und Schreinerarbeiten.
Für den gemeindeeigenen Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses Hindenburgstraße 28 und 30 wurden die Estricharbeiten vergeben. Die Aufträge gingen jeweils an die günstigsten Bieter, die nach Prüfung als solide und leistungsfähig eingestuft werden konnten.

Kommunalinvestitionsförderungsgesetz
Unter diesem etwas sperrigen Titel hat der Bund die Förderung von Maßnahmen zur strukturellen Förderung der Länder beschlossen. Die Förderkriterien dazu wurden jeweils von den Bundesländern definiert. In Baden-Württemberg haben das Finanz- und Wirtschafts- und das Innenministerium geregelt, dass mit den bewilligten Mitteln vor allem Infrastrukturmaßnahmen zur Lärmbekämpfung, Maßnahmen zum Barriereabbau, zur energetischen Sanierung, für die Luftreinhaltung und für die Bildungsinfrastruktur gefördert werden sollen.
Die Gemeinde Mur erhalte aus diesem Fördertopf ein Budget von 23.760,54 Euro, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte. Er schlug dem Gremium vor, damit zum Einen die Umrüstung der Fußgängerampeln an der Kreuzung Hindenburgstraße/Heerstraße und an der Blattert-Kreuzung auf LED-Technik und die Ausrüstung mit Blindensignalisierung zu finanzieren. Die Kosten dafür würden sich auf 21.362,88 Euro belaufen.
Zum Anderen sollen die Türen des Haupteingangs zum Bürger- und Rathaus mit einem automatischen Drehtürantrieb ausgerüstet werden, um Menschen im Rollstuhl, mit einem Rollator oder einem Kinderwagen den Zugang zu dem Gebäude deutlich zu erleichtern. Diese Maßnahme koste dem vorliegenden Angebot zufolge 12.780,60 Euro.
Mit dem Regierungspräsidium Stuttgart wurde bereits geklärt, dass beide Maßnahmen auch gefördert werden könnten. Beide Vorschläge wurden vom Ratsgremium einhellig begrüßt und auch so beschlossen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 34.143,48 Euro muss die Gemeinde nach Abzug der Fördermittel noch einen Anteil von 10.382,94 Euro selber tragen.

Unter dem Punkt "Verschiedenes" teilte Bürgermeister Torsten Bartzsch mit, die Ausschreibung für die Erschließungsmaßnahmen im neuen Baugebiet "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" würde nach den Sommerferien erfolgen, da dann mit günstigeren Preisen bei den Baufirmen zu rechnen sei. Demnach könne mit der Erschließung des Gebiets im Frühjahr 2017 begonnen werden.
Des Weiteren informierte der Schultes die Mitglieder des Gremiums über die aktuelle Prognose des Landratsamtes über die Zahlen der Flüchtlinge, die die Gemeinden für 2016 zu erwarten hätten. Danach würden der Gemeinde Murr in diesem Jahr etwa 30 bis 35 Asylbewerber zugewiesen, die im Rahmen der Anschlussunterbringung untergebracht werden müssten.

06.05.2016

Poller am Parkbereich vor dem Gebäude Hindenburgstraße 59 wurden entfernt

Hindenburgstraße vor Gebäude Nr. 59

Vor fast einem Jahr wurden in der Hindenburgstraße und in der Steinheimer Straße probeweise Parkverbotszonen ausgewiesen. Zur Kenntlichmachung und Abgrenzung der Parkbereiche sind, wenn diese endgültig eingerichtet werden, Pflanzkübel vorgesehen. Statt der Pflanzkübel wurden für die Dauer der Probezeit ersatzweise Poller angebracht.
Auf Wunsch des Busbetreibers RBS wurden am Parkbereich vor dem Gebäude Hindenburgstraße 59 die Poller wieder entfernt, um den Bussen das Anfahren von der dortigen Haltestelle Ortsmitte zu erleichtern. Immer dann, wenn dort keine Fahrzeuge parken, können die Busse nun losfahren, ohne an den Pollern vorbeifahren oder wegen Gegenverkehrs warten zu müssen.

06.05.2016

Die Gemeinde Murr gratuliert Herrn Albrecht Blank zum 80. Geburtstag

Aus einer seit Generationen hier ansässigen Familie und echtes "Murrer Kind" feiert Albrecht Blank am 7. Mai 2016 seinen 80. Geburtstag.
Am 10. September 2002 erhielt Herr Blank die Bürgermedaille für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als Gemeinderat überreicht. Von 1975 bis 1999 gehörte er dem Gemeinderat an, 15 Jahre davon als stellvertretender Bürgermeister.
Beim SGV Murr gab er viele Jahre den "Ton vor" - als Leiter der Abteilung Gesang - später als 1. Vorsitzender des größten Vereins in Murr. An der Gründung der Harmonikafreunde war er beteiligt, spielt das Instrument auch selbst noch bei den "Knöpflesdruckern" und auch im SPD- Ortsverein hat er sich lange Jahre in verschiedenen Ämtern engagiert.
Wir gratulieren dem Jubilar sehr herzlich und wünschen ihm alles Gute und vor allem weiterhin viel Gesundheit.

15.04.2016

Abbruch des Pavillons am Kindergarten Mühlweg

Die Abbrucharbeiten am Pavillon im Mühlweg gehen voran
Abbrucharbeiten am Pavillon des Kindergartens Mühlweg

In der vergangenen Woche wurde mit den Arbeiten zum Abbruch des Pavillons am Kindergarten Mühlweg begonnen. Der Pavillon wurde seit der Errichtung im Jahr 1978 für die Kinderbetreuung genutzt.
Unmittelbar nach dem Abbruch des Pavillons wird mit dem Neubau für die Ganztagesbetreuung für Kindergartenkinder begonnen. Der neue Baukörper wird mit dem Alten Schulhaus verbunden. Die Kosten für den Neubau betragen rund 1,2 Millionen Euro. Die Bauzeit wird ca. ein Jahr dauern.
Die Kindergartengruppe, die bisher den Pavillon genutzt hat, ist während der Bauzeit im benachbarten Kinderhaus untergebracht.

15.04.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 12. April 2016)

Der Beschluss des Lärmaktionsplans und die Verabschiedung des Haushaltsplans für das Jahr 2016 standen im Mittelpunkt der Sitzung, zu der die 14 Ratsdamen und -herren am Dienstag dieser Woche unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses turnusgemäß zusammenkamen. Außerdem wurden in der Sitzung weitere Gewerke für das Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30 vergeben und die Zuschüsse für Jugendfreizeitmaßnahmen erhöht. Neben den Mitgliedern des Gremiums konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch auch einige Zuhörer bei der Sitzung begrüßen.

Beschluss des Lärmaktionsplans
Im September 2013 hatte der Gemeinderat beschlossen, zusammen mit den Nachbarkommunen einen so genannten Lärmaktionsplan aufzustellen, wie es das Bundesimmissionsschutzgesetz von den Gemeinden verlangt. Der Auftrag zur Erhebung der notwendigen Verkehrsdaten und zur Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes wurde an die Fachbüros "Kurz und Fischer", Winnenden, und "Planungsgruppe Kölz", Ludwigsburg, vergeben. Für die Aufstellung des Lärmaktionsplans musste ein Verfahren analog wie das bei der Bebauungsplanung mit Aufstellungs-, Entwurfs- und rechtsgültigem Beschluss sowie den entsprechenden Auslegungsfristen und Möglichkeiten für die Beteiligung von Fachbehörden und Öffentlichkeit angewandt werden.
In der aktuellen Sitzung standen nun die Abwägung der Stellungnahmen von Landratsamt und Busunternehmen sowie die endgültige Beschlussfassung auf der Tagesordnung. Bürgermeister Torsten Bartzsch bezeichnete es an diesem Punkt des Verfahrens als ernüchternd, dass von den vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Lärmminderung aufgrund der Stellungnahme des Landratsamtes als Verkehrsbehörde wenige direkt oder gleich umgesetzt werden können.
Die Fachingenieure Gutrun Bentele vom Büro "Kurz und Fischer" und Andreas Weber von der "Planungsgruppe Kölz" erläuterten die einzelnen Maßnahmen zur Lärmreduzierung und die jeweilige Stellungnahme des Landratsamtes. Die Anordnung von "Tempo 30" in der Steinheimer Straße könne nur für die Nachtzeit von 22 bis 6 Uhr genehmigt werden, in den Abschnitten der Ortsdurchfahrt, wo es noch nicht gilt, sei keine Genehmigung in Aussicht gestellt worden (ortsauswärts vor und nach der Blattert-Kreuzung). Die Verlängerung der Lärmschutzwand an der Bietigheimer Straße erfordere eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse und müsse vom Landratsamt als zuständigem Straßenbauträger finanziert werden. Der vorgeschlagene Kreisverkehr an der Einmündung der Straße "Im Langen Feld" könne allenfalls mittelfristig realisiert werden. Der Vorschlag, den lärmfördernden Pflasterbelag in der Ortsmitte auszutauschen, sei bereits umgesetzt.
Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich von der Haltung des Landratsamtes zu den im Lärmaktionsplan erarbeiteten Vorschlägen zur Lärmminderung enttäuscht. Rechtliche und formale Gesichtspunkte würden über die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner gestellt. Der Lärmaktionsplan habe viel Aufwand erfordert und wenig konkrete Ergebnisse gebracht. Schultes Torsten Bartzsch erläuterte, der Lärmaktionsplan begründe für sich noch keine konkreten Maßnahmen. Diese müssten immer im Einzelfall beschlossen und von der Verkehrsbehörde genehmigt werden. Der Plan müsse alle fünf Jahre fortgeschrieben werden.
Die Mitglieder des Ratsgremiums, die den Plan mehrheitlich verabschiedeten, forderten, an der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen dranzubleiben.

Haushaltsplan 2016
Im Januar 2016 wurde dem Gemeinderat der Entwurf des Haushaltsplans mit den wichtigsten Zahlen und Eckdaten vorgestellt und erläutert (s. diesen Bericht über die Sitzung am 19. Januar 2016). Gegenüber diesem Entwurf, so Bürgermeister Torsten Bartzsch in der jetzigen Sitzung, hätten sich keine wesentlichen Änderungen ergeben. Der diesjährige Etat werde geprägt von einer guten wirtschaftlichen Lage, guten Steuereinnahmen und großen Investitionsmaßnahmen. Für diese sei eine Entnahme aus der Rücklage notwendig, gleichzeitig werde die Gemeinde aus dem laufenden Betrieb einen Überschuss erwirtschaften und könne alle Ausgaben aus eigener Kraft finanzieren.
In einem ausführlichen Überblick stellte Gemeindekämmerer Albrecht Keppler den Mitgliedern des Gremiums anhand des Verwaltungshaushalts die Aufgabengebiete der Gemeinde und die jeweiligen Einnahmen und Ausgaben vor. Der Gesamthaushalt für 2016 habe ein Volumen von 24,6 Millionen Euro, davon 16,2 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 8,4 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Letzterer weise eine Rekordhöhe auf und habe sich gegenüber dem Vorjahr wegen der anstehenden Bauprojekte mehr als verdoppelt. Vor allem die Schaffung von Wohnraum für Asylbewerber, der geplante Neubau eines Jugendhauses, der Neubau eines Anbaus für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" im Mühlweg und der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses Hindenburgstraße 28/30 schlagen sich hier nieder.
In dieser Lage kommen der Gemeinde hervorragende Steuereinnahmen zugute - vor allem die Gewerbesteuer in Höhe von erwarteten 4 Millionen Euro und der Anteil an der Einkommenssteuer in Höhe von knapp 3,9 Millionen Euro liegen auf Rekordniveau. Zum ersten Mal seit 12 Jahren müsse der Rücklage, die derzeit etwa 31 Millionen Euro betrage, zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen ein Betrag, nämlich knapp 3,6 Millionen Euro, entnommen werden.
Keppler wies zudem auf die Personalausgaben und den gestiegenen Aufwand im Bereich der Kinderbetreuung hin. Die Angebote, die man geschaffen habe, wie zum Beispiel das Kinderhaus "Regenbogen" oder die Kernzeitbetreuung an der Lindenschule, würden jedoch hervorragend angenommen, von den Familien sehr geschätzt und seien ein Faktor, der sich positiv für Murr als Wohn- und Standort auswirke. Positiv am Etat für das Jahr 2016 sei auch, so Keppler, dass die seit Jahren stabilen und vergleichsweise günstigen Steuerhebesätze nicht verändert werden müssten.
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab bekannt, dass Gemeindekämmerer Albrecht Keppler mit dem Etat 2016 seinen 35. Haushaltsplan vorlege und bedankte sich bei ihm und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die solide Arbeit. Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich mit dem vorgestellten Zahlenwerk sehr zufrieden. Die Rücklagenentnahme sei durch die Verwendung der Mittel für sinnvolle und notwendige Projekte mehr als gerechtfertigt. Der Haushaltsplan 2016 wurde vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet.

Neubauprojekt Hindenburgstraße 28 und 30
Der Gemeinderat vergab für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses auf den Grundstücken Hindenburgstraße 28 und 30 die Aufträge für die Gewerke Innen- und Außenputz sowie die Aufzugsanlage an die jeweils günstigsten Bieter.

Neufestsetzung der Förderbeträge für Jugendfreizeiten
Auf Grundlage der "Richtlinie über die Gewährung von Förderbeiträgen zu Maßnahmen der Jugenderholung und Freizeitgestaltung" unterstützt die Gemeinde seit 1973 Kinder und Jugendliche, die in Murr wohnen, bei der Teilnahme an Jugendfreizeiten von Schulen, Vereinen und ähnlichen Organisationen. Im Kultur- und Sport-Ausschuss des Gemeinderats wurde im letzten Herbst angeregt, den Förderbetrag und den Betreuerschlüssel anzuheben. Dafür lag dem Gremium nun ein Vorschlag vor, der den Text der Richtlinie neu fasst und darin die Anhebung des Förderbetrages von 2 Euro pro Tag und Teilnehmer auf drei Euro und des Betreuerschlüssels von bislang drei Betreuern für die ersten zehn Teilnehmer und je einen weiteren Betreuer für weitere zehn Teilnehmer auf drei Betreuer pro zehn jugendliche Teilnehmer vorsah. Damit liege man im Vergleich zu anderen Gemeinden, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, im oberen Bereich.
Aus der Mitte des Gremiums wurde der Antrag gestellt, den Förderbeitrag auf vier Euro pro Tag und Teilnehmer anzuheben. Dieser Vorschlag fand die Billigung der großen Mehrheit des Gremiums, so dass die Richtlinie auf dieser Grundlage neu gefasst wurde. Sie tritt am 1. Mai 2016 in Kraft.

18.03.2016

Ehrungsmarathon in der Sporthalle: Bürgermeister Torsten Bartzsch würdigt Vorbildfunktion und Engagement von Blutspendern und Sportlern

Groß war wieder die Zahl der Geehrten
Gruppenbild der Sportlerinnen und Sportler und Blutspender mit Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sporthalle mit den Medaillen und Urkunden im Vordergrund
Die Jugendkapelle des Musikvereins läutete den Abend musikalisch ein
Jugendkapelle des Musikvereins mit Dirigentin
Die Kinder der Karateabteilung bei ihrer schwungvollen Vorführung
Kinder der SGV-Karateabteilung bei der Vorführung in der Sporthalle
Trainer Otto Hartmann (rechts) erklärte die Vorführung der Turner
Turner der SGV-Turnabteilung am Reck mit Trainer Otto Hartmann vorne rechts am Mikrofon

Der Ehrungsabend geriet fast selbst schon zu einer sportlichen Veranstaltung: Am 10. März 2016 würdigte Bürgermeister Torsten Bartzsch in einem wahrhaften Marathon bei der jährlichen Sportler- und Blutspenderehrung die Vorbildfunktion und das Engagement von neun Mehrfach-Blutspenderinnen und -Blutspendern sowie von über 140 erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern aus Murr bzw. in Murrer Vereinen samt Trainern und Betreuern.
Zusammen mit Vertretern des örtlichen Roten Kreuzes bedankte sich der Schultes bei den Mehrfach-Blutspendern, die dazu beitragen, dass Verletzten und Kranken geholfen werden kann und die medizinische Versorgung auf hohem Niveau gesichert ist und appellierte an alle Anwesenden, ebenfalls zum Blutspenden zu gehen. In Murr gebe es dank des Einsatzes des DRK-Ortsvereins und des überörtlichen DRK-Blutspendedienstes zwei Mal im Jahr die Gelegenheit dazu, der Zeitaufwand sei überschaubar und gesundheitliche Risiken bestehen bei gesunden Menschen nicht.
Für zehnmaliges Blutspenden wurden mit der Ehrennadel und einer Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes sowie einer Flasche Wein oder Sekt als Dankeschön der Gemeinde ausgezeichnet: Alfred Eckrich, Petra Kollmer, Christina Lopez-Belmonte, Jochen Schaupp und Stephanie Streib.
25 Mal Blut gespendet haben Jürgen Hehl, Niels Kusch, Jens Staudenmayer und Gerlinde Würth; sie erhielten die entsprechende Ehrennadel und die Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes sowie ein Wein- bzw. Sektpräsent der Gemeinde.

Beeindruckend ist nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch nicht nur die große Zahl von jungen und nicht mehr ganz so jungen Sportlerinnen und Sportlern, die zur Sportlerehrung eingeladen waren, beeindruckend ist auch die Vielfalt der sportlichen Betätigungen, die in einer Gemeinde wie Murr ausgeübt wird, und erst recht das Niveau der Leistungen, die dabei erbracht werden. Bartzsch lobte die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler für ihren Einsatz, ihren Trainingsfleiß und ihren Kampfgeist. Beim Sport seien Eigenschaften wichtig, die man auch für andere Lebensbereiche brauchen könne: Zielstrebigkeit, Disziplin, Fleiß, Kameradschaft und auch die Fähigkeit, mit Rückschlägen und Niederlagen fertig zu werden. Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler sind nach den Worten des Schultes auch hervorragende Repräsentanten der Gemeinde, die bei Wettbewerben außerhalb ein positives Bild von Murr vermittelten.
Der Dank von Bürgermeister Torsten Bartzsch ging auch an die Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Abteilungsvorstände und Vereinsvorsitzenden, die mit ihrer Tätigkeit zum sportlichen Erfolg der Aktiven beitragen und viel für ein breites Sportangebot und das Gemeinschaftsleben in Murr leisten.
Im Einzelnen wurden folgende Sportlerinnen und Sportler für Erfolge im Jahr 2015 geehrt (bei mehreren Leistungen und Erfolgen werden jeweils nur die wichtigsten bzw. herausragendsten genannt):
- Patrick Rietl (1. Tanzclub Ludwigsburg): Deutscher Meister und Weltmeister mit der Formation im Standard-Formationstanz,
- Kira Peters (Marbacher Ruderverein von 1920): 3. Platz beim Rudern im Vierer (Juniorinnen B) bei der Landesmeisterschaft Baden-Württemberg u. a.,
- Verena Muziç (Schulruderzentrum Marbach/F.-Schiller-Gymnasium): 8. Platz in der Gesamtwertung beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" beim Rudern mit dem Gig-Doppelvierer,
- Jan Kreuzhuber (Verein für Deutsche Schäferhunde, Agility-Mannschaft Landesgruppe Württemberg): 3. Platz bei der Bundessiegerprüfung im Agility-Wettbewerb,
- Benita Müller (Contemp Dance Center Waiblingen): 1. Platz mit der Hip Hop Tanzgruppe "Neubaugebiet" im Hip Hop der Altersgruppe 12 bis 16 Jahre bei den südwestdeutschen Meisterschaften,
- Maren Pflieger (Contemp Dance Center Waiblingen): 4. Platz mit der Hip Hop Tanzgruppe "Neubaugebiet" im Hip Hop der Altersgruppe 12 bis 16 Jahre bei den Deutschen Meisterschaften,
- Sonja Molkenthien (TSG Backnang 1846): Aufstieg mit der Damenmannschaft von der Württemberg-Liga in die Oberliga Baden-Württemberg bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen,
- Julia Grieb (Schwimmvereinigung Region Stuttgart): jeweils 2. Platz im Schwimmen über 400 m Lagen der Frauen bei den 26 süddeutschen Meisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften sowie im Schwimmen über 200 m Brust (Jahrgang 1997) bei den süddeutschen Meisterschaften, 1. Platz im Schwimmen über 200 m Brust (Jahrgang 1997) bei den baden-württembergischen Meisterschaften u. a.,
- Felix Grieb (Schwimmvereinigung Region Stuttgart): 5. Platz im Schwimmen über 2,5 km bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasser, 7. Platz im Schwimmen über 1.500 m Freistil bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und jeweils 1. Platz im Schwimmen über 400 m Lagen und über 800 m Freistil bei den baden-württembergischen Meisterschaften "Lange Strecke",
- Valentin Fleischle und Felix Eigen (beide Judo Team Steinheim): 1. Platz im Judo der Altersgruppe Jugend U 10 mit der Mannschaft bei den nord-württembergischen Mannschaftsmeisterschaften.

- Vom Tanzsportverein Murr wurden geehrt: Grace Adlehelm, Sophia Biebl, Marie Lücke, Isabelle Ungericht, Mara Otterbach, Jule Laible, Nele Krauter, Solea Braun, Leni Sossalla und Sophie Kiemle von den "Dancing Mini Stars" für jeweils 2. Plätze im Marschtanz bei den bundesoffenen Tanzturnieren in Gronau und Sontheim sowie bei den baden-württembergischen Meisterschaften.
Jolina Augst, Nina Bohn, Nina Krauter, Lisa Bonna, Simon Gering, Lilli Stojanovic, Saviana Stazzone, Jennifer Ungericht und Miriam Sik von den "Dancing Kid Stars" für einen 1. Platz im Marschtanz bei den baden-württembergischen Meisterschaften, Jennifer Ungericht und Simon Gering außerdem für einen 2. Platz bei den deutschen Meisterschaften und einen 5. Platz bei den Europameisterschaften als Schüler-Gardepaar.
Gloria Carannante, Annalena Dobmeier, Anton Gering, Zoe Gorzolka, Eileen Kempinger, Vivien Klüberspies, Anja Holderbach und Tabea Muth von den "Dancing Teen Stars" für einen 1. Platz im Marschtanz beim bundesoffenen Tanzturnier in Sontheim und bei den baden-württembergischen Meisterschaften sowie einen 3. Platz beim bundesoffenen Tanzturnier in Gronau, Zoe Gorzolka und Anton Gering außerdem für einen 2. Platz bei den deutscghen Meisterschaften und einen 3. Platz bei den Europameisterschaften als Jugend-Gardepaar.

Folgende Mitglieder des "Teams Silla Hopp" erhielten eine Auszeichnung:
- Fabian Knobelspies und Björn Laibacher: Qualifikation zum WM-Triathlon in der Halbdistanz,
- Marc Dülsen: 3. Platz im Triathlon olympische Distanz in Baden-Württemberg,
- Hanna Schugt: 1. Platz im Duathlon mit dem Team Jugend A bei den deutschen Meisterschaften und jeweils 3. Platz im Triathlon und im Duathlon bei den baden-württembergischen Meisterschaften,
- Niklas Knoll: jeweils ein 1. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften und bei der deutschen Duathlon-Meisterschaft mit dem Team Jugend A sowie ein 2. Platz bei den baden-württembergischen Triathlon-Meisterschaften,
- Alina Würth: 1. Platz bei den deutschen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team der Juniorinnen und jewils ein 2. Platz bei den baden-württembergischen Meisterschaften im Triathlon und im Wettbewerb "Swim & Run",
- Luca Zeiher: 2. Platz bei den deutschen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Junioren,
- Amelie Gluma: 1. Platz bei den baden-württembergischen Dauthlon-Meisterschaften mit dem Team Schülerinnen A und ein 2. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften,
- Ann-Sophie Wörz und Jana Amann: 1. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Schülerinnen A,
- Josepha Huber, Maja Schugt und Paula Schwanitz: 1. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Jugend B,
- Bjarne Mayer, Timo Kraft und Marco Hatwieger: 2. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Jugend B,
- Timon Mayer, Alexander Wörz und Lukas Kiesel: 2. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Schüler B,
- Luisa Weyers, Amelie Kraft und Anna Leithner: 3. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Schülerinnen B.

Die SGV-Leichtathletikabteilung ist ebenfalls jedes Jahr mit vielen erfolgreichen Athleten Stammgast bei der Sportlerehrung. Dieses Jahr wurden geehrt:
- Moritz Bauer: jeweils ein 1. Platz im Weitsprung und im Crosslauf Sprint in der Altersklasse männliche Jugend U 16 bei den Kreismieisterschaften,
- Lotta Bihl: jeweils ein 1. Platz im Crosslauf Sprint in der Einzelwertung und mit der Mannschaft in der Altersklasse weibliche Kinder U 10,
- Michael Buck: Teilnahme an den Hammerwurf-Senioren-Weltmeisterschaften in Lyon/Frankreich,
- Patricia Burger: 1. Platz im Crosslauf Sprint in der Altersklasse weibliche Kinder U 10 bei den Kreismeisterschaften,
- Cedric Cramer: 1. Platz im 100 m-Lauf bei den Regionalmeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 16,
- Jürgen Gall: 1. Platz im Diskuswurf bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Helen Gampper: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Frauenmannschaft bei den Kreismeisterschaften,
- Michael Goetz: Teilnahme am 150 m-Lauf bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Lyon/Frankreich und 1. Platz im Crosslauf Langstrecke der Männer bei den Kreismeisterschaften,
- William Hartmann: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 20,
- Dr. Thomas Hentschel: 3. Platz im 400 m-Lauf bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Anne Hochmuth: 1. Platz im Crosslauf Sprint bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse weibliche Kinder U 12,
- Tom Hochmuth: 1. Platz im Hochsprung bei den Regionalmeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 18,
- Michel Huber: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 20,
- Mirko Huber: jeweils ein 1. Platz im Speerwurf und im Wurf-Fünfkampf bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Tina Kraft: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse weibliche Jugend U 16,
- Sarah Mahn und Lina Stiel: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse weibliche Jugend U 10,
- Frank Mösel: 6. Platz im 400 m-Lauf und 7. Platz im Hochsprung bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Vanessa Pöltl und Smilla Stadler: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse weibliche Jugend U 16,
- Jutta Rau-Theodosiou: 1. Platz im Weitsprung bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften und 1. Platz im Kugelstoßen bei den Kreismeisterschaften,
- Niklas Teichmann: jeweils ein 1. Platz im Blockmehrkampf und im Diskuswurf bei den jeweiligen Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 16,
- Jonathan Tressel, Paul Tschimmel, Marc Waldmann und Patrick Waldmann: u. a. 1. Platz mit der 4 x 100 m-Staffel bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 16,
- Tim Waldmann: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 20,
- Rebekka Winter: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft der Frauen bei den Kreismeisterschaften.

Traditionell sehr erfolgreich sind auch jedes Jahr die Turnerinnen und Turner des SGV Murr. Dieses Jahr waren bei der Ehrung dabei:
- Carlo Konrad, Kay Brokop, Leon Neugebauert und Benjamin Kreutzer: 1. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse männliche Jugend E,
- Paul Hausmann, Steven Jeschke, Danilo Buzakovic und Aaron Sigrist: 2. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse männliche Jugend E,
- Cedric Meissner, Maximilian Kühfuss, Timo Hirning, Julius Träger und Paul Konrad: 1. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse männliche Jugend D,
- Ben Hausmann, Nina Arnold und Florina Göhner: 3. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse Jugend,
- Melissa Halili, Alketa Kastrati und Leni Ruoff: 1. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse weibliche Jugend D,
- Dana Kaiser, Julia Schanku, Marie Fischer und Julia Chalupny: 2. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse weibliche Jugend E,
- Lea Basilowski, Anne Hochmuth, Lena Hörner, Lotta Ott und Lara Truckenmüller: 1. Platz im Pflicht-Vierkampf mit der Mannschaft beim Wettkampftag der Jugend in der Altersklasse weibliche Jugend D,
- Yasin El Azzazy: 2. Platz im Kür-Sechskampf bei den Gaumeisterschaften,
- Lennard Gaede, Christian Beer, Stefan Thumm, Karim El Azzazy und Julian Rentschler: 2. Platz im Geräteturnen mit der Mannschaft bei den Gaumeisterschaften,
- Julian Hinz: 2. Platz im Deutschen Sechskampf bei den württembergischen Meisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend B,
- Besnik Ternava: 3. Platz im Deutschen Sechskampf bei den württembergischen Meisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend B.
Als langjähriger Trainer der Turnabteilung erhielt Otto Hartmann ebenfalls eine Auszeichnung.

Die SGV-Fußballabteilung hat mit ihrer D 1-Jugend-Mannschaft der vergangenen Spielsaison ebenfalls einen sportlichen Erfolg erringen können: Sie errang den 1. Platz in der Kreisstaffel 2 und schaffte damit den Aufstieg in die Leistungsstaffel.
Zur Mannschaft gehören: Marius Brecht, Umut Colak, Luis Ditta Cibrian, Luca Fritsch, Artin Gervala, Dominik Höhn, Pascal Hantschel, Alban Kastrati, Fatlind Morina, Leonard Klimpke, Tim Oppenländer, Robin Siedler, Moritz Tafelmaier, Rinor Tolej, Simeon Unternberg, Justin Vejenovic und Berke Burak Yildiz mit ihren Betreuern Jürgen Schlimgen, Claus Pflieger und Sebastian Kucher.

Umrahmt wurde der Ehrungsabend mit einer musikalischen Einleitung der Jugendkapelle des Musikvereins Murr mit ihrer Dirigentin Angelika Hornung, einer Vorführung jugendlicher Mitglieder der SGV-Karateabteilung mit Simone Hetwer als Betreuerin und einer Demonstration der männlichen Aktiven der Turnabteilung mit ihrem Trainer Otto Hartmann. Anschließend schloss sich bei einem kleinen Imbiss und Getränken noch ein geselliger Stehempfang an.

18.03.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. März 2016)

Neben den 14 Mitgliedern des Gemeinderats konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 15. März 2016, auch eine größere Anzahl von Zuhörerinnen und Zuhörern begrüßen, als das Ratsgremium zu einer turnusmäßigen Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammentrat.
Auf der Tagesordnung standen ein Bericht über die Arbeit der Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal, die Feststellung des Entwurfs des Bebauungsplans "Langes Feld VI (3. Abschnitt)", die Vergabe von Jahresbauarbeiten zur Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen und Gehwegen sowie die Vergabe weiterer Arbeiten für den Neubau eines Gebäudes zur Ganztagesbetreuung am Kindergarten Mühlweg.

Bericht über die Arbeit der Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal
Die Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal (TGMB) wurde 2002 gegründet. Ihr gehören die sieben Städte und Gemeinden Marbach am Neckar, Benningen am Neckar, Murr, Steinheim an der Murr, Großbottwar, Oberstenfeld und Beilstein an und sie hat sich längst zu einem Erfolgsmodell entwickelt, wie durch den Bericht von Anja Behnle, Geschäftsstellenleiterin der Tourismusgemeinschaft, deutlich wurde, den sie am Dienstag vor dem Murrer Gemeinderat abgab.
Schwerpunkt der touristischen Aktivitäten in unserem Raum sind laut Behnle eindeutig Tagestouristen. Für diese hat die TGMB eine Reihe von Angeboten und Informationsmaterialien entwickelt, die die Vielfalt und den Abwechslungsreichtum unserer Region unter dem Leitbild "Literatur und Wein" präsentieren. So haben sich zum Beispiel die Veranstaltung "Wein, Wandern und Genuss", der Wein-Lese-Weg mit 15 literarischen Tafeln entlang dem württembergischen Weinwanderweg und die Wein-Lese-Tage (zusammen mit einer lokalen Zeitung) zu echten Publikumsrennern entwickelt. Rund 20 Gäste-, Stadt-und Weinerlebnisführerinnen und -führer, die regelmäßig weiter gebildet werden, bieten Führungen zu verschiedenen Themen an, die regelmäßig sehr gut besucht sind.
Behnle erläuterte die umfangreichen Marketing-Aktivitäten der TGMB mit Broschüren, Faltblättern, Anzeigen auch in überörtlichen Publikationen, Präsentationen auf Messen wie der CMT in Stuttgart, im Internet und durch Kooperationen mit anderen Tourismusverbänden und dem VVS, die dazu beitragen, den Raum Marbach-Bottwartal bekannt zu machen und als lohnenswertes Ziel für Ausflüge, Besichtigungen, Wanderungen oder Kurzreisen darzustellen.
ürgermeister Torsten Bartzsch dankte Anja Behnle unter dem Beifall der Ratsmitglieder für ihren informativen Bericht und lobte die Arbeit der Tourismusgemeinschaft, durch die das Profil unserer Landschaft und der beteiligten Kommunen geschärft werde.

Bebauungsplan "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" - Feststellung des Entwurfs
Im September letzten Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, einen Bebauungsplan mit dem Titel "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" aufzustellen, mit dem auf Grundlage des Flächennutzungsplans die Lücke zwischen dem bestehenden Baugebiet südlich des Tannenwegs und der Bebauung nördlich des Holunderwegs (2. Abschnitt) geschlossen werden soll. Basis für die Bebauung dieses weiteren Abschnittes ist eine langfristige Entwicklungskonzeption für das gesamte Gebiet "Langes Feld", das Wohnbebauung hauptsächlich in Einzel-, Doppel-, Reihen- und so genannten Kettenhäusern vorsieht. Mit der Entwicklung dieses Bebauungsplans soll vor allem die ungebrochene Nachfrage junger Familien aus dem Ort, aber auch von Senioren nach geeigneten Wohnformen gestillt werden.
Städteplanerin Heide Buff vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ erläuterte dem Gemeinderat in der Sitzung vor allem die Ergebnisse der frühzeitigen Bürgerbeteiligung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Behörden, öffentliche Stellen und Versorgungsunternehmen), die in der Zeit vom 23. November bis zum 23. Dezember 2015 durchgeführt worden ist. Dabei sind vom Landratsamt Ludwigsburg und von anderen einige Bedenken und Anregungen eingegangen, die im Großen und Ganzen vor allem redaktionelle Klarstellungen und Präzisierungen von Formulierungen im Textteil erforderten. Dafür unterbreitete Buff gleich Vorschläge zur Umsetzung. Da nicht alle Grundstücke im Plangebiet im Gemeindeeigentum sind, ist parallel zum Bebauungsplanverfahren auch ein Umlegungsverfahren zur Neuordnung der Grundstücke notwendig.
Der Gemeinderat stimmte den vorgeschlagenen Abwägungen über die eingegangenen Bedenken und Anregungen einstimmig zu und beschloss einstimmig den Entwurf samt allen Anlagen, der nun wieder öffentlich ausgelegt wird.

Vergabe von Jahrestiefbauarbeiten
Jährlich gibt der Gemeinderat Tiefbauarbeiten in Auftrag, die zur Unterhaltung und Instandsetzung des örtlichen Straßen- und Gehwegnetzes erforderlich sind. Diese Arbeiten müssen in regelmäßigen Abständen öffentlich ausgeschrieben werden.
Die Ergebnisse der aktuellen Ausschreibung stellte in der Sitzung der im Oktober 2015 neu angetretene Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff vor. Er erläuterte, dass Grundlage für die eingeholten Angebote die Schätzmassen für die voraussichtlich notwendigen Arbeiten in einem Zeitraum von zwei Jahren seien. Auf seinen Vorschlag hin vergab der Gemeinderat die Jahrestiefbauarbeiten an die Firma Stickel aus Marbach als günstigsten Bieter.

Neubau für Ganztagesbetreuung am Kindergarten Mühlweg: Vergabe weiterer Gewerke
Nach dem Willen des Gemeinderats wird in diesem Jahr statt des bisherigen Pavillons am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg ein Anbau für zwei neue Kindergartengruppen in der Ganztagesbetreuung errichtet. Die Arbeiten für den Abriss des in die Jahre gekommenen Pavillons wurden im Dezember 2015 vergeben. Er ist für Ende März/Anfang April vorgesehen.
Um anschließend möglichst nahtlos mit dem Neubau beginnen zu können, standen jetzt die Angebote für insgesamt 10 Gewerke auf der Tagesordnung (Dachdichtung, Aluminiumeindeckung, Sanitärinstallation, Rohbauarbeiten, Verglasung/Rolladen/Sonnenschutz, Zimmererarbeiten, Elektroinstallation, Heizungsinstallation, Blitzschutzanlage und Flaschnerarbeiten).
Der Gemeinderat vergab die Arbeiten jeweils einstimmig an die günstigsten Bieter. Auf Grundlage der Angebotspreise stellte Bürgermeister Torsten Bartzsch fest, dass der von Architekt Peter Ludwig ermittelte Kostenrahmen bislang eingehalten werden kann.

07.03.2016

Kindertheater in der Ortsbücherei Murr

Spielszene aus dem Kindertheaterstück "Wie Findus zu Petterson kam"

Bereits seit einigen Jahren lädt die Ortsbücherei regelmäßig die Murrer Kindergärten mit ihren Vorschulkindern zum Kindertheater ins Rathaus ein.
Vergangene Woche war das "Theater en miniature" mit dem Stück "Wie Findus zu Pettersson kam" bei uns zu Gast.
Wie alle Kinder sicher wissen, ist der Kater Findus der ständige Begleiter des übellaunigen alleinlebenden Pettersson. Wie haben die beiden sich gefunden? Pettersson findet plötzlich vor seinem Haus eine Kiste mit der Aufschrift "Erbsen". Doch es befinden sich keine Erbsen darin, sondern der kleine Kater Findus.
Und der Kater wirbelt das Leben des alten Pettersson ordentlich durcheinander. Das Stück lebt von den Figuren, welche aussehen, als wären sie geradewegs dem Bilderbuch entsprungen, und von der wirklich virtuosen Stimme der Darstellerin Ellen Heese. Sie wechselt von der sehr tiefen Brummstimme Petterssons nahtlos über in die sehr hohen Stimmen der Mucklas.
Die Mucklas leben auf dem Hof vom Pettersson. Er kann sie nicht hören oder sehen, aber Findus kann es sehr wohl. Man findet sie in allen Bilderbüchern von Sven Nordqvist.
Es war ein sehr gelungenes Stück, das den Kindern und den Erzieherinnnen gleichermaßen sehr viel Spaß und Freude bereitet hat.

26.02.2016

Viel Müll bei der Markungsputzete eingesammelt

An der Markungsputzete haben zahlreiche Helferinnen und Helfer teilgenommen
Die große Schar der freiwiiligen Helfer am Bauhof
Insgesamt wurden rund 5 m³ Müll eingesammelt
Voller Müllcontainer
Auch die Lindenschule beteiligte sich mit einer großen Schülergruppe
Gruppe mit Schülerinnen und Schülern mit eingesammeltem Müll

Am Samstag, 20. Februar 2016, haben sich trotz einsetzenden Regens rund 90 freiwillige Helferinnen und Helfer an der ersten Markungsputzete beteiligt. Zeitgleich führten Mitglieder des Angelvereins ihre jährliche Putzaktion an der Murr durch.
Dank der vielen Freiwilligen konnte das Gemeindegebiet schnell in kleineren Gruppen von Unrat und Müll befreit werden. Insgesamt kam ein gesamter Container, rund 5 m³ Müll, zusammen, der eingesammelt wurde.
Die Gemeindeverwaltung bedankt sich sehr herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, bei den Mitarbeitern des Bauhofs sowie bei der Bäckerei Hofmann für die Spende der Brötchen beim abschließenden Vesper.

26.02.2016

Richtfest am neuen Wohn- und Geschäftshaus Hindenburgstraße 28/30 gefeiert

Beim Richtfest durfte der Richtspruch des Zimmermanns nicht fehlen
Die Zimmerleute beim Richtspruch auf dem Dachstuhl neben dem Richtbaum

Am Donnerstag, 18. Februar 2016, konnte am neuen Wohn- und Geschäftshaus Hindenburgstraße 28/30 das Richtfest gefeiert werden. Die anwesenden Gemeinderäte, künftigen Eigentümer, Handwerker und direkten Nachbarn freuten sich über den Baufortschritt des Mitte Juni 2015 begonnenen Neubauprojekts.
Nach dem gelungenen Richtspruch des Zimmermanns Waldemar Schieber von der Firma Holzbau Schieber dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch allen Beteiligten für den bisherigen guten Verlauf der Bauarbeiten.
Alle Wohnungen sind bereits verkauft, in die Gewerberäume im Erdgeschoss wird eine Arztpraxis einziehen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2016 geplant.
Architekt Dietrich Philipps hob hervor, dass man mit diesem Projekt, das sich in attraktiver Lage gut in die Umgebung einfügt, zum Fortschritt bei der Ortskernsanierung beitrage.

05.02.2016

Unterhaltsamer Abend mit Gunter Haug

Gunter Haug bei der Lesung in der Ortsbücherei
Gunter Haug im Sessel bei der Lesung

Für die meisten Zuhörer, die am Donnerstag, 28. Januar 2016, abends in die Ortsbücherei zur Autorenlesung gekommen waren, war der Gast des Abends, der Schriftsteller Gunter Haug, schon längst kein Unbekannter mehr: Bereits zum vierten Mal las er nun schon in der Murrer Ortsbücherei. Entsprechend familiär war die Atmosphäre und entsprechend erwartungsvoll die Gesichter der Zuhörer.
Haug, der sich nicht nur mit spannenden Biographien kleiner Leute während der letzten 200 Jahre einen Namen gemacht hat (man denke nur an die Bände "Niemands Mutter" und "Niemands Tochter", die demnächst wieder einen Nachfolger bekommen, verriet der Schriftsteller), sondern sich ebenfalls in den Biographien der schwäbischen Tüftler und Erfinder bestens auskennt, enttäuschte sein Publikum nicht.
In den historischen Ablauf eingebettet, in dem zum Beispiel der Vulkanausbruch in Indonesien 1815 und das darauffolgende Jahr "ohne Sommer" eine große Rolle spielten, ging er der Frage nach, warum alles so kommen musste, wie es gekommen ist. Dabei sprudelte es aus ihm nur so heraus: Geschichte(n) und Anekdoten über die "Schwäbischen Sternstunden", über den legendär sparsamen Robert Bosch, die Jungfernfahrt 1885 im erstmals motorisierten "Reitwagen", den der mutige 16jährige Paul Daimler mit sagenhaften 12 Stundenkilometern von Cannstatt bis Untertürkheim fuhr, über den ersten Automobilunfall mit dem Schuster Schnabel, der aber glücklicherweise nur ein paar blaue Flecken davontrug.
Beste Unterhaltung also, und wer sich die vielen Fakten und Zahlen nicht merken konnte, dem sei die Lektüre des Buches "Schwäbische Sternstunden" empfohlen, das es demnächst in der Bücherei zum Ausleihen gibt.

22.02.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 16. Februar 2016)

Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer waren anwesend, als am Dienstag, dem 16. Februar 2016, die 14 Mitglieder des Gemeinderats unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammenkamen. Neben Berichten über die Arbeit der Ortsbücherei und des Bauhofs im vergangenen Jahr und einem allgemeinen statistischen Rückblick auf 2015 standen vor allem konkrete Schritte für die Unterbringung von Asylbewerbern durch die Gemeinde in der Anschlussunterbringung im Mittelpunkt. Das Gremium beriet und entschied über die Anschaffung so genannter Modulbauten für die schnelle Schaffung von Unterkünften und über die konkrete Planung eines Standorts solcher Unterkünfte auf dem gemeindeeigenen Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19.

Anschaffung von Modulbauten
Bereits im Dezember 2015 hat der Gemeinderat sich mit Planungen für die Schaffung von Unterkünften beschäftigt und Vorschläge der Stadtplanerin Petra Zeese vom Stuttgarter Büro FPZ beraten. Ergebnis dieser Beratungen war, dass zum Einen am Standort Hindenburgstraße 13 bis 19 Unterkünfte für Flüchtlinge erstellt werden sollen, vor allem, weil diese Fläche alle rechtlichen, technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für eine schnelle Realisierung bietet, und zum Anderen, dass dort (und an anderen Standorten) eine möglichst aufgelockerte, kleinteilige Bebauung mit geringerer Dichte entstehen soll, um dem grundsätzlichen Willen des Gemeinderats Rechnung zu tragen, die Aufgabe der Unterbringung von Asylbewerbern mit möglichst kleinen dezentralen Standorten im Ort zu bewältigen, anstatt große Massenunterkünfte zu schaffen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte in der Sitzung Ludwig Roltsch, Vertriebsleiter der Firma "Bauer Holzsysteme", der die Modulbauten seiner Firma vorstellte. In diese sind bereits zahlreiche Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden bei der Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen eingeflossen. Vorteil von Modulbauten ist die weitgehende Vorfertigung im Werk. Wenn die vorgefertigten Module geliefert werden, sind sie am Standort innerhalb von ein bis zwei Tagen bezugsfertigt aufgestellt und montiert. Das Model "VariaHome" der Firma Bauer zeichnet sich durch ansprechende Gestaltung, ökologische Herstellung aus Massivholz und Holzdämmung und große Flexibilität bei Ausstattung und Einrichtung aus. Die Bauten können problemlos auch wieder abgebaut und an andere Standorte versetzt werden. Auch ist - was dem Gemeinderat von vorneherein wichtig war - eine andere Nutzung, zum Beispiel als preiswerter Wohnraum für sozial Schwache, möglich, wenn sie einmal nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht würden.
Ein Baukörper, der aus vier Modulen besteht, bietet in insgesamt vier kleinen Wohneinheiten auf zwei Stockwerken Platz für 16 bis 24 Personen - je nach Dichte der Belegung. Eine Wohneinheit besteht aus zwei Schlafräumen für jeweils zwei bis drei Personen, einem Gemeinschaftsraum mit Küche, Dusche, Toilette und Abstell- bzw. Technikraum. Das obere Stockwerk ist über eine außenliegende Treppe zugänglich. Als Heizart sind eine Luft-Wärme-Pumpe oder ein Anschluss an das Gasnetz möglich, die Innenräume selber werden über eine Infrarot-Flächenheizung an der Decke erwärmt. Das Dach kann begrünt oder auch mit Solar- bzw. Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden. Die Kosten für ein Gebäude betragen rund 400.000 Euro zuzüglich dem Aufwand für die Herstellung des Fundaments, für die Erschließung, für die Erstellung von Fertiggaragen als Abstellräume für Fahrräder und Kinderwagen und für die Außenanlagen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug dem Gremium die Anschaffung von insgesamt fünf Gebäuden vor, was einen voraussichtlichen Aufwand von 2,2 Millionen Euro bedeute. Drei Gebäude seien für den Standort Hindenburgstraße 13 bis 19 gedacht, die zwei anderen sollten an anderen Standorten aufgestellt werden, die vom Gemeinderat noch bestimmt werden sollen. Den Gemeinderat überzeugte die ansprechende Gestaltung der Module "VariaHome", die durchdachte Ausstattung und die Aufteilung in kleine Wohneinheiten mit jeweils eigenen Küchenzeilen und Sanitärräumen. Er stimmte der vorgeschlagenen Anschaffung von fünf Gebäuden einstimmig zu.

Planung von Flüchtlingsunterkünften auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19
Anschließend erläuterte Städteplanerin Petra Zeese vom Büro FPZ die überarbeitete Planung für die Erstellung von Flüchtlingsunterkünften auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19. Die im Dezember bereits vorgestellte Konzeption war auf Wunsch des Gemeinderats abgespeckt worden - die ursprünglich fünf vorgeschlagenen Baukörper, die auf dem Areal Platz hätten, wurden auf drei Gebäude reduziert, um dem grundsätzlichen Wunsch des Ratsgremiums nach kleinen, dezentralen Standorten für Unterkünfte Rechnung zu tragen. Abstellräume, Frei- und Grünflächen, Spiel- und Treffmöglichkeiten ergänzen nach den Vorstellungen der Planerin die Gestaltung des Geländes, lockern es auf und schaffen Möglichkeiten der Begegnung. Da eine Etage in einem Gebäude für Gemeinschaftsräume, Beratungszimmer und Räume für den Arbeitskreis Asyl vorgesehen sei, könnten in drei Modulen rechnerisch zwischen 40 und 60 Personen untergebracht werden.
Um den Sorgen und Bedenken von Anwohnern, die sich im Vorfeld der Sitzung an Bürgermeister Torsten Bartzsch und den Gemeinderat gewandt hatten, Rechnung zu tragen, schlug der Schultes vor, die Belegung auf 40 Personen festzulegen und nur, wenn es unbedingt notwendig werde (zum Beispiel aufgrund kurzfristiger Notzuweisungen durch das Landratsamt), eine höhere Belegung vorzunehmen, über die dann der Gemeinderat entscheiden solle.
Die Mitglieder des Gremiums sprachen sich einhellig für die vorgestellte Planung aus und bezeichneten sie als in jeder Hinsicht gelungen. Gut sei auch der Vorschlag für eine moderate Belegung, zumal direkt neben dem Areal schon eine Unterkunft für 15 Personen bestehe. Auch müssten die Vorstellungen der Anwohner ernst genommen und aufgegriffen werden. Richtig sei auch, dass Beratungs- und Gemeinschaftsräume vorgesehen seien. Um wie bisher eine offene und transparente Behandlung des Themas zu gewähren, begrüßten die Ratsdamen und -herren den Vorschlag, dass über die Belegungsdichte der Gemeinderat beraten und entscheiden solle. Zum Abschluss verabschiedete das Ratsgremium die vorgestellte Planung und stimmte den ergänzenden Vorschlägen von Schultes Bartzsch einstimmig zu.

Jahresberichte 2015
Traditionell werden dem Gemeinderat zu Beginn eines jeden Jahres Berichte über die Arbeit und die Tätigkeiten wichtiger Gemeindeeinrichtungen vorgelegt. So auch in der aktuellen Sitzung.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte zunächst Büchereileiterin Ursula Kindermann. Die Bibliothekarin berichtete, die Zahl der aktiven Benutzer der Ortsbücherei und die Zahl der Ausleihungen seien im vergangenen Jahr nahezu konstant geblieben. Überwiegend nutzen Eltern mit ihren Kindern das umfangreiche Angebot von 15.436 Medieneinheiten. Gestiegen sei die Nutzung der so genannten "Onleihe", über die sich Nutzer auf elektronischem Weg Zeitungen und Zeitschriften, E-Books und andere virtuelle Medien ausleihen können. Mit Bildern illustrierte Kindermann das breite und umfangreiche Veranstaltungsangebot der Ortsbücherei, das von Kindertheatervorstellungen für Schulklassen, einer Lese- und einer Detektiv-Rallye, Bilderbuchkinos, englischen Vorlesestunden, Spieleturnieren und Bastelnachmittagen wieder ein breites Spektrum geboten hat und rege besucht war. Bürgermeister Torsten Bartzsch bezeichnete die Ortsbücherei als nach wie vor beliebteste Einrichtung der Gemeinde und dankte Bibliotheksleiterin Ursula Kindermann und ihrem Team unter dem Beifall der Ratsmitglieder für die engagierte Arbeit im Jahr 2015.
Ein weiterer Dank von Schultes und Gemeinderat ging an Bauhofleiter Markus Lischka und das Team vom Gemeindebauhof. Nach langen und zahlreichen krankheitsbedingten Ausfällen im Jahr 2014 konnte die Bauhof-Mannschaft 2015 durch einige Neueinstellungen wieder verstärkt werden, die sich sehr gut eingefügt hätten. Dies werde an den gestiegenen Zahlen der geleisteten und der produktiven Stunden im vergangenen Jahr deutlich, so der Schultes. An der vorgelegten Auflistung der zahlreichen unterschiedlichsten Aufgaben werde das breit gefächerte Einsatzgebiet des Gemeindebauhofs deutlich - von der Grünflächenpflege über die Wasserversorgung, die Unterhaltung von Sportanlagen und Spielplätzen bis hin zum Winterdienst. Bartzsch hob hervor, Bauhofleiter Markus Lischka und das Team des Bauhofs seien stets zur Stelle und auch kurzfristige Probleme und Aufgaben würden immer zügig und zeitnah erledigt.
Im traditionellen allgemeinen Jahresbericht, der den Mitgliedern des Gremiums schriftlich vorlag, wurde der Gemeinderat in zahlreichen statistischen Daten über die Entwicklung der Gemeinde im vergangenen Jahr informiert. Bürgermeister Bartzsch hob hervor, positiv sei, dass 2015 wieder mehr Geburten als Todesfälle registriert werden konnten. Ebenso wurde festgestellt, dass die Betriebe in Murr mehr Arbeitsplätze aufweisen als es Auspendler zu auswärtigen Arbeitsstellen gebe.

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