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Info-Archiv

Auf dieser Seite finden Sie für etwa 1 Jahr alle wichtigen Texte, die bislang in den Rubriken "Infos aus dem Rathaus" und "Infos aus dem örtlichen Leben" veröffentlicht wurden.

15.04.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 12. April 2016)

Der Beschluss des Lärmaktionsplans und die Verabschiedung des Haushaltsplans für das Jahr 2016 standen im Mittelpunkt der Sitzung, zu der die 14 Ratsdamen und -herren am Dienstag dieser Woche unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses turnusgemäß zusammenkamen. Außerdem wurden in der Sitzung weitere Gewerke für das Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30 vergeben und die Zuschüsse für Jugendfreizeitmaßnahmen erhöht. Neben den Mitgliedern des Gremiums konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch auch einige Zuhörer bei der Sitzung begrüßen.

Beschluss des Lärmaktionsplans
Im September 2013 hatte der Gemeinderat beschlossen, zusammen mit den Nachbarkommunen einen so genannten Lärmaktionsplan aufzustellen, wie es das Bundesimmissionsschutzgesetz von den Gemeinden verlangt. Der Auftrag zur Erhebung der notwendigen Verkehrsdaten und zur Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes wurde an die Fachbüros "Kurz und Fischer", Winnenden, und "Planungsgruppe Kölz", Ludwigsburg, vergeben. Für die Aufstellung des Lärmaktionsplans musste ein Verfahren analog wie das bei der Bebauungsplanung mit Aufstellungs-, Entwurfs- und rechtsgültigem Beschluss sowie den entsprechenden Auslegungsfristen und Möglichkeiten für die Beteiligung von Fachbehörden und Öffentlichkeit angewandt werden.
In der aktuellen Sitzung standen nun die Abwägung der Stellungnahmen von Landratsamt und Busunternehmen sowie die endgültige Beschlussfassung auf der Tagesordnung. Bürgermeister Torsten Bartzsch bezeichnete es an diesem Punkt des Verfahrens als ernüchternd, dass von den vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Lärmminderung aufgrund der Stellungnahme des Landratsamtes als Verkehrsbehörde wenige direkt oder gleich umgesetzt werden können.
Die Fachingenieure Gutrun Bentele vom Büro "Kurz und Fischer" und Andreas Weber von der "Planungsgruppe Kölz" erläuterten die einzelnen Maßnahmen zur Lärmreduzierung und die jeweilige Stellungnahme des Landratsamtes. Die Anordnung von "Tempo 30" in der Steinheimer Straße könne nur für die Nachtzeit von 22 bis 6 Uhr genehmigt werden, in den Abschnitten der Ortsdurchfahrt, wo es noch nicht gilt, sei keine Genehmigung in Aussicht gestellt worden (ortsauswärts vor und nach der Blattert-Kreuzung). Die Verlängerung der Lärmschutzwand an der Bietigheimer Straße erfordere eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse und müsse vom Landratsamt als zuständigem Straßenbauträger finanziert werden. Der vorgeschlagene Kreisverkehr an der Einmündung der Straße "Im Langen Feld" könne allenfalls mittelfristig realisiert werden. Der Vorschlag, den lärmfördernden Pflasterbelag in der Ortsmitte auszutauschen, sei bereits umgesetzt.
Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich von der Haltung des Landratsamtes zu den im Lärmaktionsplan erarbeiteten Vorschlägen zur Lärmminderung enttäuscht. Rechtliche und formale Gesichtspunkte würden über die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner gestellt. Der Lärmaktionsplan habe viel Aufwand erfordert und wenig konkrete Ergebnisse gebracht. Schultes Torsten Bartzsch erläuterte, der Lärmaktionsplan begründe für sich noch keine konkreten Maßnahmen. Diese müssten immer im Einzelfall beschlossen und von der Verkehrsbehörde genehmigt werden. Der Plan müsse alle fünf Jahre fortgeschrieben werden.
Die Mitglieder des Ratsgremiums, die den Plan mehrheitlich verabschiedeten, forderten, an der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen dranzubleiben.

Haushaltsplan 2016
Im Januar 2016 wurde dem Gemeinderat der Entwurf des Haushaltsplans mit den wichtigsten Zahlen und Eckdaten vorgestellt und erläutert (s. diesen Bericht über die Sitzung am 19. Januar 2016). Gegenüber diesem Entwurf, so Bürgermeister Torsten Bartzsch in der jetzigen Sitzung, hätten sich keine wesentlichen Änderungen ergeben. Der diesjährige Etat werde geprägt von einer guten wirtschaftlichen Lage, guten Steuereinnahmen und großen Investitionsmaßnahmen. Für diese sei eine Entnahme aus der Rücklage notwendig, gleichzeitig werde die Gemeinde aus dem laufenden Betrieb einen Überschuss erwirtschaften und könne alle Ausgaben aus eigener Kraft finanzieren.
In einem ausführlichen Überblick stellte Gemeindekämmerer Albrecht Keppler den Mitgliedern des Gremiums anhand des Verwaltungshaushalts die Aufgabengebiete der Gemeinde und die jeweiligen Einnahmen und Ausgaben vor. Der Gesamthaushalt für 2016 habe ein Volumen von 24,6 Millionen Euro, davon 16,2 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 8,4 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Letzterer weise eine Rekordhöhe auf und habe sich gegenüber dem Vorjahr wegen der anstehenden Bauprojekte mehr als verdoppelt. Vor allem die Schaffung von Wohnraum für Asylbewerber, der geplante Neubau eines Jugendhauses, der Neubau eines Anbaus für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" im Mühlweg und der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses Hindenburgstraße 28/30 schlagen sich hier nieder.
In dieser Lage kommen der Gemeinde hervorragende Steuereinnahmen zugute - vor allem die Gewerbesteuer in Höhe von erwarteten 4 Millionen Euro und der Anteil an der Einkommenssteuer in Höhe von knapp 3,9 Millionen Euro liegen auf Rekordniveau. Zum ersten Mal seit 12 Jahren müsse der Rücklage, die derzeit etwa 31 Millionen Euro betrage, zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen ein Betrag, nämlich knapp 3,6 Millionen Euro, entnommen werden.
Keppler wies zudem auf die Personalausgaben und den gestiegenen Aufwand im Bereich der Kinderbetreuung hin. Die Angebote, die man geschaffen habe, wie zum Beispiel das Kinderhaus "Regenbogen" oder die Kernzeitbetreuung an der Lindenschule, würden jedoch hervorragend angenommen, von den Familien sehr geschätzt und seien ein Faktor, der sich positiv für Murr als Wohn- und Standort auswirke. Positiv am Etat für das Jahr 2016 sei auch, so Keppler, dass die seit Jahren stabilen und vergleichsweise günstigen Steuerhebesätze nicht verändert werden müssten.
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab bekannt, dass Gemeindekämmerer Albrecht Keppler mit dem Etat 2016 seinen 35. Haushaltsplan vorlege und bedankte sich bei ihm und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die solide Arbeit. Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich mit dem vorgestellten Zahlenwerk sehr zufrieden. Die Rücklagenentnahme sei durch die Verwendung der Mittel für sinnvolle und notwendige Projekte mehr als gerechtfertigt. Der Haushaltsplan 2016 wurde vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet.

Neubauprojekt Hindenburgstraße 28 und 30
Der Gemeinderat vergab für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses auf den Grundstücken Hindenburgstraße 28 und 30 die Aufträge für die Gewerke Innen- und Außenputz sowie die Aufzugsanlage an die jeweils günstigsten Bieter.

Neufestsetzung der Förderbeträge für Jugendfreizeiten
Auf Grundlage der "Richtlinie über die Gewährung von Förderbeiträgen zu Maßnahmen der Jugenderholung und Freizeitgestaltung" unterstützt die Gemeinde seit 1973 Kinder und Jugendliche, die in Murr wohnen, bei der Teilnahme an Jugendfreizeiten von Schulen, Vereinen und ähnlichen Organisationen. Im Kultur- und Sport-Ausschuss des Gemeinderats wurde im letzten Herbst angeregt, den Förderbetrag und den Betreuerschlüssel anzuheben. Dafür lag dem Gremium nun ein Vorschlag vor, der den Text der Richtlinie neu fasst und darin die Anhebung des Förderbetrages von 2 Euro pro Tag und Teilnehmer auf drei Euro und des Betreuerschlüssels von bislang drei Betreuern für die ersten zehn Teilnehmer und je einen weiteren Betreuer für weitere zehn Teilnehmer auf drei Betreuer pro zehn jugendliche Teilnehmer vorsah. Damit liege man im Vergleich zu anderen Gemeinden, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, im oberen Bereich.
Aus der Mitte des Gremiums wurde der Antrag gestellt, den Förderbeitrag auf vier Euro pro Tag und Teilnehmer anzuheben. Dieser Vorschlag fand die Billigung der großen Mehrheit des Gremiums, so dass die Richtlinie auf dieser Grundlage neu gefasst wurde. Sie tritt am 1. Mai 2016 in Kraft.

18.03.2016

Ehrungsmarathon in der Sporthalle: Bürgermeister Torsten Bartzsch würdigt Vorbildfunktion und Engagement von Blutspendern und Sportlern

Groß war wieder die Zahl der Geehrten
Gruppenbild der Sportlerinnen und Sportler und Blutspender mit Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sporthalle mit den Medaillen und Urkunden im Vordergrund
Die Jugendkapelle des Musikvereins läutete den Abend musikalisch ein
Jugendkapelle des Musikvereins mit Dirigentin
Die Kinder der Karateabteilung bei ihrer schwungvollen Vorführung
Kinder der SGV-Karateabteilung bei der Vorführung in der Sporthalle
Trainer Otto Hartmann (rechts) erklärte die Vorführung der Turner
Turner der SGV-Turnabteilung am Reck mit Trainer Otto Hartmann vorne rechts am Mikrofon

Der Ehrungsabend geriet fast selbst schon zu einer sportlichen Veranstaltung: Am 10. März 2016 würdigte Bürgermeister Torsten Bartzsch in einem wahrhaften Marathon bei der jährlichen Sportler- und Blutspenderehrung die Vorbildfunktion und das Engagement von neun Mehrfach-Blutspenderinnen und -Blutspendern sowie von über 140 erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern aus Murr bzw. in Murrer Vereinen samt Trainern und Betreuern.
Zusammen mit Vertretern des örtlichen Roten Kreuzes bedankte sich der Schultes bei den Mehrfach-Blutspendern, die dazu beitragen, dass Verletzten und Kranken geholfen werden kann und die medizinische Versorgung auf hohem Niveau gesichert ist und appellierte an alle Anwesenden, ebenfalls zum Blutspenden zu gehen. In Murr gebe es dank des Einsatzes des DRK-Ortsvereins und des überörtlichen DRK-Blutspendedienstes zwei Mal im Jahr die Gelegenheit dazu, der Zeitaufwand sei überschaubar und gesundheitliche Risiken bestehen bei gesunden Menschen nicht.
Für zehnmaliges Blutspenden wurden mit der Ehrennadel und einer Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes sowie einer Flasche Wein oder Sekt als Dankeschön der Gemeinde ausgezeichnet: Alfred Eckrich, Petra Kollmer, Christina Lopez-Belmonte, Jochen Schaupp und Stephanie Streib.
25 Mal Blut gespendet haben Jürgen Hehl, Niels Kusch, Jens Staudenmayer und Gerlinde Würth; sie erhielten die entsprechende Ehrennadel und die Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes sowie ein Wein- bzw. Sektpräsent der Gemeinde.

Beeindruckend ist nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch nicht nur die große Zahl von jungen und nicht mehr ganz so jungen Sportlerinnen und Sportlern, die zur Sportlerehrung eingeladen waren, beeindruckend ist auch die Vielfalt der sportlichen Betätigungen, die in einer Gemeinde wie Murr ausgeübt wird, und erst recht das Niveau der Leistungen, die dabei erbracht werden. Bartzsch lobte die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler für ihren Einsatz, ihren Trainingsfleiß und ihren Kampfgeist. Beim Sport seien Eigenschaften wichtig, die man auch für andere Lebensbereiche brauchen könne: Zielstrebigkeit, Disziplin, Fleiß, Kameradschaft und auch die Fähigkeit, mit Rückschlägen und Niederlagen fertig zu werden. Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler sind nach den Worten des Schultes auch hervorragende Repräsentanten der Gemeinde, die bei Wettbewerben außerhalb ein positives Bild von Murr vermittelten.
Der Dank von Bürgermeister Torsten Bartzsch ging auch an die Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Abteilungsvorstände und Vereinsvorsitzenden, die mit ihrer Tätigkeit zum sportlichen Erfolg der Aktiven beitragen und viel für ein breites Sportangebot und das Gemeinschaftsleben in Murr leisten.
Im Einzelnen wurden folgende Sportlerinnen und Sportler für Erfolge im Jahr 2015 geehrt (bei mehreren Leistungen und Erfolgen werden jeweils nur die wichtigsten bzw. herausragendsten genannt):
- Patrick Rietl (1. Tanzclub Ludwigsburg): Deutscher Meister und Weltmeister mit der Formation im Standard-Formationstanz,
- Kira Peters (Marbacher Ruderverein von 1920): 3. Platz beim Rudern im Vierer (Juniorinnen B) bei der Landesmeisterschaft Baden-Württemberg u. a.,
- Verena Muziç (Schulruderzentrum Marbach/F.-Schiller-Gymnasium): 8. Platz in der Gesamtwertung beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" beim Rudern mit dem Gig-Doppelvierer,
- Jan Kreuzhuber (Verein für Deutsche Schäferhunde, Agility-Mannschaft Landesgruppe Württemberg): 3. Platz bei der Bundessiegerprüfung im Agility-Wettbewerb,
- Benita Müller (Contemp Dance Center Waiblingen): 1. Platz mit der Hip Hop Tanzgruppe "Neubaugebiet" im Hip Hop der Altersgruppe 12 bis 16 Jahre bei den südwestdeutschen Meisterschaften,
- Maren Pflieger (Contemp Dance Center Waiblingen): 4. Platz mit der Hip Hop Tanzgruppe "Neubaugebiet" im Hip Hop der Altersgruppe 12 bis 16 Jahre bei den Deutschen Meisterschaften,
- Sonja Molkenthien (TSG Backnang 1846): Aufstieg mit der Damenmannschaft von der Württemberg-Liga in die Oberliga Baden-Württemberg bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen,
- Julia Grieb (Schwimmvereinigung Region Stuttgart): jeweils 2. Platz im Schwimmen über 400 m Lagen der Frauen bei den 26 süddeutschen Meisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften sowie im Schwimmen über 200 m Brust (Jahrgang 1997) bei den süddeutschen Meisterschaften, 1. Platz im Schwimmen über 200 m Brust (Jahrgang 1997) bei den baden-württembergischen Meisterschaften u. a.,
- Felix Grieb (Schwimmvereinigung Region Stuttgart): 5. Platz im Schwimmen über 2,5 km bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasser, 7. Platz im Schwimmen über 1.500 m Freistil bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und jeweils 1. Platz im Schwimmen über 400 m Lagen und über 800 m Freistil bei den baden-württembergischen Meisterschaften "Lange Strecke",
- Valentin Fleischle und Felix Eigen (beide Judo Team Steinheim): 1. Platz im Judo der Altersgruppe Jugend U 10 mit der Mannschaft bei den nord-württembergischen Mannschaftsmeisterschaften.

- Vom Tanzsportverein Murr wurden geehrt: Grace Adlehelm, Sophia Biebl, Marie Lücke, Isabelle Ungericht, Mara Otterbach, Jule Laible, Nele Krauter, Solea Braun, Leni Sossalla und Sophie Kiemle von den "Dancing Mini Stars" für jeweils 2. Plätze im Marschtanz bei den bundesoffenen Tanzturnieren in Gronau und Sontheim sowie bei den baden-württembergischen Meisterschaften.
Jolina Augst, Nina Bohn, Nina Krauter, Lisa Bonna, Simon Gering, Lilli Stojanovic, Saviana Stazzone, Jennifer Ungericht und Miriam Sik von den "Dancing Kid Stars" für einen 1. Platz im Marschtanz bei den baden-württembergischen Meisterschaften, Jennifer Ungericht und Simon Gering außerdem für einen 2. Platz bei den deutschen Meisterschaften und einen 5. Platz bei den Europameisterschaften als Schüler-Gardepaar.
Gloria Carannante, Annalena Dobmeier, Anton Gering, Zoe Gorzolka, Eileen Kempinger, Vivien Klüberspies, Anja Holderbach und Tabea Muth von den "Dancing Teen Stars" für einen 1. Platz im Marschtanz beim bundesoffenen Tanzturnier in Sontheim und bei den baden-württembergischen Meisterschaften sowie einen 3. Platz beim bundesoffenen Tanzturnier in Gronau, Zoe Gorzolka und Anton Gering außerdem für einen 2. Platz bei den deutscghen Meisterschaften und einen 3. Platz bei den Europameisterschaften als Jugend-Gardepaar.

Folgende Mitglieder des "Teams Silla Hopp" erhielten eine Auszeichnung:
- Fabian Knobelspies und Björn Laibacher: Qualifikation zum WM-Triathlon in der Halbdistanz,
- Marc Dülsen: 3. Platz im Triathlon olympische Distanz in Baden-Württemberg,
- Hanna Schugt: 1. Platz im Duathlon mit dem Team Jugend A bei den deutschen Meisterschaften und jeweils 3. Platz im Triathlon und im Duathlon bei den baden-württembergischen Meisterschaften,
- Niklas Knoll: jeweils ein 1. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften und bei der deutschen Duathlon-Meisterschaft mit dem Team Jugend A sowie ein 2. Platz bei den baden-württembergischen Triathlon-Meisterschaften,
- Alina Würth: 1. Platz bei den deutschen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team der Juniorinnen und jewils ein 2. Platz bei den baden-württembergischen Meisterschaften im Triathlon und im Wettbewerb "Swim & Run",
- Luca Zeiher: 2. Platz bei den deutschen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Junioren,
- Amelie Gluma: 1. Platz bei den baden-württembergischen Dauthlon-Meisterschaften mit dem Team Schülerinnen A und ein 2. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften,
- Ann-Sophie Wörz und Jana Amann: 1. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Schülerinnen A,
- Josepha Huber, Maja Schugt und Paula Schwanitz: 1. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Jugend B,
- Bjarne Mayer, Timo Kraft und Marco Hatwieger: 2. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Jugend B,
- Timon Mayer, Alexander Wörz und Lukas Kiesel: 2. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Schüler B,
- Luisa Weyers, Amelie Kraft und Anna Leithner: 3. Platz bei den baden-württembergischen Duathlon-Meisterschaften mit dem Team Schülerinnen B.

Die SGV-Leichtathletikabteilung ist ebenfalls jedes Jahr mit vielen erfolgreichen Athleten Stammgast bei der Sportlerehrung. Dieses Jahr wurden geehrt:
- Moritz Bauer: jeweils ein 1. Platz im Weitsprung und im Crosslauf Sprint in der Altersklasse männliche Jugend U 16 bei den Kreismieisterschaften,
- Lotta Bihl: jeweils ein 1. Platz im Crosslauf Sprint in der Einzelwertung und mit der Mannschaft in der Altersklasse weibliche Kinder U 10,
- Michael Buck: Teilnahme an den Hammerwurf-Senioren-Weltmeisterschaften in Lyon/Frankreich,
- Patricia Burger: 1. Platz im Crosslauf Sprint in der Altersklasse weibliche Kinder U 10 bei den Kreismeisterschaften,
- Cedric Cramer: 1. Platz im 100 m-Lauf bei den Regionalmeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 16,
- Jürgen Gall: 1. Platz im Diskuswurf bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Helen Gampper: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Frauenmannschaft bei den Kreismeisterschaften,
- Michael Goetz: Teilnahme am 150 m-Lauf bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Lyon/Frankreich und 1. Platz im Crosslauf Langstrecke der Männer bei den Kreismeisterschaften,
- William Hartmann: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 20,
- Dr. Thomas Hentschel: 3. Platz im 400 m-Lauf bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Anne Hochmuth: 1. Platz im Crosslauf Sprint bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse weibliche Kinder U 12,
- Tom Hochmuth: 1. Platz im Hochsprung bei den Regionalmeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 18,
- Michel Huber: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 20,
- Mirko Huber: jeweils ein 1. Platz im Speerwurf und im Wurf-Fünfkampf bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Tina Kraft: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse weibliche Jugend U 16,
- Sarah Mahn und Lina Stiel: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse weibliche Jugend U 10,
- Frank Mösel: 6. Platz im 400 m-Lauf und 7. Platz im Hochsprung bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Vanessa Pöltl und Smilla Stadler: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse weibliche Jugend U 16,
- Jutta Rau-Theodosiou: 1. Platz im Weitsprung bei den baden-württembergischen Seniorenmeisterschaften und 1. Platz im Kugelstoßen bei den Kreismeisterschaften,
- Niklas Teichmann: jeweils ein 1. Platz im Blockmehrkampf und im Diskuswurf bei den jeweiligen Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 16,
- Jonathan Tressel, Paul Tschimmel, Marc Waldmann und Patrick Waldmann: u. a. 1. Platz mit der 4 x 100 m-Staffel bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 16,
- Tim Waldmann: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft bei den Kreismeisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend U 20,
- Rebekka Winter: 1. Platz im Crosslauf Sprint mit der Mannschaft der Frauen bei den Kreismeisterschaften.

Traditionell sehr erfolgreich sind auch jedes Jahr die Turnerinnen und Turner des SGV Murr. Dieses Jahr waren bei der Ehrung dabei:
- Carlo Konrad, Kay Brokop, Leon Neugebauert und Benjamin Kreutzer: 1. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse männliche Jugend E,
- Paul Hausmann, Steven Jeschke, Danilo Buzakovic und Aaron Sigrist: 2. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse männliche Jugend E,
- Cedric Meissner, Maximilian Kühfuss, Timo Hirning, Julius Träger und Paul Konrad: 1. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse männliche Jugend D,
- Ben Hausmann, Nina Arnold und Florina Göhner: 3. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse Jugend,
- Melissa Halili, Alketa Kastrati und Leni Ruoff: 1. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse weibliche Jugend D,
- Dana Kaiser, Julia Schanku, Marie Fischer und Julia Chalupny: 2. Platz im Geräte-Zweikampf mit der Mannschaft beim 2plus2-Wettkampf in der Altersklasse weibliche Jugend E,
- Lea Basilowski, Anne Hochmuth, Lena Hörner, Lotta Ott und Lara Truckenmüller: 1. Platz im Pflicht-Vierkampf mit der Mannschaft beim Wettkampftag der Jugend in der Altersklasse weibliche Jugend D,
- Yasin El Azzazy: 2. Platz im Kür-Sechskampf bei den Gaumeisterschaften,
- Lennard Gaede, Christian Beer, Stefan Thumm, Karim El Azzazy und Julian Rentschler: 2. Platz im Geräteturnen mit der Mannschaft bei den Gaumeisterschaften,
- Julian Hinz: 2. Platz im Deutschen Sechskampf bei den württembergischen Meisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend B,
- Besnik Ternava: 3. Platz im Deutschen Sechskampf bei den württembergischen Meisterschaften in der Altersklasse männliche Jugend B.
Als langjähriger Trainer der Turnabteilung erhielt Otto Hartmann ebenfalls eine Auszeichnung.

Die SGV-Fußballabteilung hat mit ihrer D 1-Jugend-Mannschaft der vergangenen Spielsaison ebenfalls einen sportlichen Erfolg erringen können: Sie errang den 1. Platz in der Kreisstaffel 2 und schaffte damit den Aufstieg in die Leistungsstaffel.
Zur Mannschaft gehören: Marius Brecht, Umut Colak, Luis Ditta Cibrian, Luca Fritsch, Artin Gervala, Dominik Höhn, Pascal Hantschel, Alban Kastrati, Fatlind Morina, Leonard Klimpke, Tim Oppenländer, Robin Siedler, Moritz Tafelmaier, Rinor Tolej, Simeon Unternberg, Justin Vejenovic und Berke Burak Yildiz mit ihren Betreuern Jürgen Schlimgen, Claus Pflieger und Sebastian Kucher.

Umrahmt wurde der Ehrungsabend mit einer musikalischen Einleitung der Jugendkapelle des Musikvereins Murr mit ihrer Dirigentin Angelika Hornung, einer Vorführung jugendlicher Mitglieder der SGV-Karateabteilung mit Simone Hetwer als Betreuerin und einer Demonstration der männlichen Aktiven der Turnabteilung mit ihrem Trainer Otto Hartmann. Anschließend schloss sich bei einem kleinen Imbiss und Getränken noch ein geselliger Stehempfang an.

18.03.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. März 2016)

Neben den 14 Mitgliedern des Gemeinderats konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 15. März 2016, auch eine größere Anzahl von Zuhörerinnen und Zuhörern begrüßen, als das Ratsgremium zu einer turnusmäßigen Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammentrat.
Auf der Tagesordnung standen ein Bericht über die Arbeit der Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal, die Feststellung des Entwurfs des Bebauungsplans "Langes Feld VI (3. Abschnitt)", die Vergabe von Jahresbauarbeiten zur Unterhaltung und Instandsetzung von Straßen und Gehwegen sowie die Vergabe weiterer Arbeiten für den Neubau eines Gebäudes zur Ganztagesbetreuung am Kindergarten Mühlweg.

Bericht über die Arbeit der Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal
Die Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal (TGMB) wurde 2002 gegründet. Ihr gehören die sieben Städte und Gemeinden Marbach am Neckar, Benningen am Neckar, Murr, Steinheim an der Murr, Großbottwar, Oberstenfeld und Beilstein an und sie hat sich längst zu einem Erfolgsmodell entwickelt, wie durch den Bericht von Anja Behnle, Geschäftsstellenleiterin der Tourismusgemeinschaft, deutlich wurde, den sie am Dienstag vor dem Murrer Gemeinderat abgab.
Schwerpunkt der touristischen Aktivitäten in unserem Raum sind laut Behnle eindeutig Tagestouristen. Für diese hat die TGMB eine Reihe von Angeboten und Informationsmaterialien entwickelt, die die Vielfalt und den Abwechslungsreichtum unserer Region unter dem Leitbild "Literatur und Wein" präsentieren. So haben sich zum Beispiel die Veranstaltung "Wein, Wandern und Genuss", der Wein-Lese-Weg mit 15 literarischen Tafeln entlang dem württembergischen Weinwanderweg und die Wein-Lese-Tage (zusammen mit einer lokalen Zeitung) zu echten Publikumsrennern entwickelt. Rund 20 Gäste-, Stadt-und Weinerlebnisführerinnen und -führer, die regelmäßig weiter gebildet werden, bieten Führungen zu verschiedenen Themen an, die regelmäßig sehr gut besucht sind.
Behnle erläuterte die umfangreichen Marketing-Aktivitäten der TGMB mit Broschüren, Faltblättern, Anzeigen auch in überörtlichen Publikationen, Präsentationen auf Messen wie der CMT in Stuttgart, im Internet und durch Kooperationen mit anderen Tourismusverbänden und dem VVS, die dazu beitragen, den Raum Marbach-Bottwartal bekannt zu machen und als lohnenswertes Ziel für Ausflüge, Besichtigungen, Wanderungen oder Kurzreisen darzustellen.
ürgermeister Torsten Bartzsch dankte Anja Behnle unter dem Beifall der Ratsmitglieder für ihren informativen Bericht und lobte die Arbeit der Tourismusgemeinschaft, durch die das Profil unserer Landschaft und der beteiligten Kommunen geschärft werde.

Bebauungsplan "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" - Feststellung des Entwurfs
Im September letzten Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, einen Bebauungsplan mit dem Titel "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" aufzustellen, mit dem auf Grundlage des Flächennutzungsplans die Lücke zwischen dem bestehenden Baugebiet südlich des Tannenwegs und der Bebauung nördlich des Holunderwegs (2. Abschnitt) geschlossen werden soll. Basis für die Bebauung dieses weiteren Abschnittes ist eine langfristige Entwicklungskonzeption für das gesamte Gebiet "Langes Feld", das Wohnbebauung hauptsächlich in Einzel-, Doppel-, Reihen- und so genannten Kettenhäusern vorsieht. Mit der Entwicklung dieses Bebauungsplans soll vor allem die ungebrochene Nachfrage junger Familien aus dem Ort, aber auch von Senioren nach geeigneten Wohnformen gestillt werden.
Städteplanerin Heide Buff vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ erläuterte dem Gemeinderat in der Sitzung vor allem die Ergebnisse der frühzeitigen Bürgerbeteiligung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Behörden, öffentliche Stellen und Versorgungsunternehmen), die in der Zeit vom 23. November bis zum 23. Dezember 2015 durchgeführt worden ist. Dabei sind vom Landratsamt Ludwigsburg und von anderen einige Bedenken und Anregungen eingegangen, die im Großen und Ganzen vor allem redaktionelle Klarstellungen und Präzisierungen von Formulierungen im Textteil erforderten. Dafür unterbreitete Buff gleich Vorschläge zur Umsetzung. Da nicht alle Grundstücke im Plangebiet im Gemeindeeigentum sind, ist parallel zum Bebauungsplanverfahren auch ein Umlegungsverfahren zur Neuordnung der Grundstücke notwendig.
Der Gemeinderat stimmte den vorgeschlagenen Abwägungen über die eingegangenen Bedenken und Anregungen einstimmig zu und beschloss einstimmig den Entwurf samt allen Anlagen, der nun wieder öffentlich ausgelegt wird.

Vergabe von Jahrestiefbauarbeiten
Jährlich gibt der Gemeinderat Tiefbauarbeiten in Auftrag, die zur Unterhaltung und Instandsetzung des örtlichen Straßen- und Gehwegnetzes erforderlich sind. Diese Arbeiten müssen in regelmäßigen Abständen öffentlich ausgeschrieben werden.
Die Ergebnisse der aktuellen Ausschreibung stellte in der Sitzung der im Oktober 2015 neu angetretene Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff vor. Er erläuterte, dass Grundlage für die eingeholten Angebote die Schätzmassen für die voraussichtlich notwendigen Arbeiten in einem Zeitraum von zwei Jahren seien. Auf seinen Vorschlag hin vergab der Gemeinderat die Jahrestiefbauarbeiten an die Firma Stickel aus Marbach als günstigsten Bieter.

Neubau für Ganztagesbetreuung am Kindergarten Mühlweg: Vergabe weiterer Gewerke
Nach dem Willen des Gemeinderats wird in diesem Jahr statt des bisherigen Pavillons am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg ein Anbau für zwei neue Kindergartengruppen in der Ganztagesbetreuung errichtet. Die Arbeiten für den Abriss des in die Jahre gekommenen Pavillons wurden im Dezember 2015 vergeben. Er ist für Ende März/Anfang April vorgesehen.
Um anschließend möglichst nahtlos mit dem Neubau beginnen zu können, standen jetzt die Angebote für insgesamt 10 Gewerke auf der Tagesordnung (Dachdichtung, Aluminiumeindeckung, Sanitärinstallation, Rohbauarbeiten, Verglasung/Rolladen/Sonnenschutz, Zimmererarbeiten, Elektroinstallation, Heizungsinstallation, Blitzschutzanlage und Flaschnerarbeiten).
Der Gemeinderat vergab die Arbeiten jeweils einstimmig an die günstigsten Bieter. Auf Grundlage der Angebotspreise stellte Bürgermeister Torsten Bartzsch fest, dass der von Architekt Peter Ludwig ermittelte Kostenrahmen bislang eingehalten werden kann.

07.03.2016

Kindertheater in der Ortsbücherei Murr

Spielszene aus dem Kindertheaterstück "Wie Findus zu Petterson kam"

Bereits seit einigen Jahren lädt die Ortsbücherei regelmäßig die Murrer Kindergärten mit ihren Vorschulkindern zum Kindertheater ins Rathaus ein.
Vergangene Woche war das "Theater en miniature" mit dem Stück "Wie Findus zu Pettersson kam" bei uns zu Gast.
Wie alle Kinder sicher wissen, ist der Kater Findus der ständige Begleiter des übellaunigen alleinlebenden Pettersson. Wie haben die beiden sich gefunden? Pettersson findet plötzlich vor seinem Haus eine Kiste mit der Aufschrift "Erbsen". Doch es befinden sich keine Erbsen darin, sondern der kleine Kater Findus.
Und der Kater wirbelt das Leben des alten Pettersson ordentlich durcheinander. Das Stück lebt von den Figuren, welche aussehen, als wären sie geradewegs dem Bilderbuch entsprungen, und von der wirklich virtuosen Stimme der Darstellerin Ellen Heese. Sie wechselt von der sehr tiefen Brummstimme Petterssons nahtlos über in die sehr hohen Stimmen der Mucklas.
Die Mucklas leben auf dem Hof vom Pettersson. Er kann sie nicht hören oder sehen, aber Findus kann es sehr wohl. Man findet sie in allen Bilderbüchern von Sven Nordqvist.
Es war ein sehr gelungenes Stück, das den Kindern und den Erzieherinnnen gleichermaßen sehr viel Spaß und Freude bereitet hat.

26.02.2016

Viel Müll bei der Markungsputzete eingesammelt

An der Markungsputzete haben zahlreiche Helferinnen und Helfer teilgenommen
Die große Schar der freiwiiligen Helfer am Bauhof
Insgesamt wurden rund 5 m³ Müll eingesammelt
Voller Müllcontainer
Auch die Lindenschule beteiligte sich mit einer großen Schülergruppe
Gruppe mit Schülerinnen und Schülern mit eingesammeltem Müll

Am Samstag, 20. Februar 2016, haben sich trotz einsetzenden Regens rund 90 freiwillige Helferinnen und Helfer an der ersten Markungsputzete beteiligt. Zeitgleich führten Mitglieder des Angelvereins ihre jährliche Putzaktion an der Murr durch.
Dank der vielen Freiwilligen konnte das Gemeindegebiet schnell in kleineren Gruppen von Unrat und Müll befreit werden. Insgesamt kam ein gesamter Container, rund 5 m³ Müll, zusammen, der eingesammelt wurde.
Die Gemeindeverwaltung bedankt sich sehr herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, bei den Mitarbeitern des Bauhofs sowie bei der Bäckerei Hofmann für die Spende der Brötchen beim abschließenden Vesper.

26.02.2016

Richtfest am neuen Wohn- und Geschäftshaus Hindenburgstraße 28/30 gefeiert

Beim Richtfest durfte der Richtspruch des Zimmermanns nicht fehlen
Die Zimmerleute beim Richtspruch auf dem Dachstuhl neben dem Richtbaum

Am Donnerstag, 18. Februar 2016, konnte am neuen Wohn- und Geschäftshaus Hindenburgstraße 28/30 das Richtfest gefeiert werden. Die anwesenden Gemeinderäte, künftigen Eigentümer, Handwerker und direkten Nachbarn freuten sich über den Baufortschritt des Mitte Juni 2015 begonnenen Neubauprojekts.
Nach dem gelungenen Richtspruch des Zimmermanns Waldemar Schieber von der Firma Holzbau Schieber dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch allen Beteiligten für den bisherigen guten Verlauf der Bauarbeiten.
Alle Wohnungen sind bereits verkauft, in die Gewerberäume im Erdgeschoss wird eine Arztpraxis einziehen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2016 geplant.
Architekt Dietrich Philipps hob hervor, dass man mit diesem Projekt, das sich in attraktiver Lage gut in die Umgebung einfügt, zum Fortschritt bei der Ortskernsanierung beitrage.

05.02.2016

Unterhaltsamer Abend mit Gunter Haug

Gunter Haug bei der Lesung in der Ortsbücherei
Gunter Haug im Sessel bei der Lesung

Für die meisten Zuhörer, die am Donnerstag, 28. Januar 2016, abends in die Ortsbücherei zur Autorenlesung gekommen waren, war der Gast des Abends, der Schriftsteller Gunter Haug, schon längst kein Unbekannter mehr: Bereits zum vierten Mal las er nun schon in der Murrer Ortsbücherei. Entsprechend familiär war die Atmosphäre und entsprechend erwartungsvoll die Gesichter der Zuhörer.
Haug, der sich nicht nur mit spannenden Biographien kleiner Leute während der letzten 200 Jahre einen Namen gemacht hat (man denke nur an die Bände "Niemands Mutter" und "Niemands Tochter", die demnächst wieder einen Nachfolger bekommen, verriet der Schriftsteller), sondern sich ebenfalls in den Biographien der schwäbischen Tüftler und Erfinder bestens auskennt, enttäuschte sein Publikum nicht.
In den historischen Ablauf eingebettet, in dem zum Beispiel der Vulkanausbruch in Indonesien 1815 und das darauffolgende Jahr "ohne Sommer" eine große Rolle spielten, ging er der Frage nach, warum alles so kommen musste, wie es gekommen ist. Dabei sprudelte es aus ihm nur so heraus: Geschichte(n) und Anekdoten über die "Schwäbischen Sternstunden", über den legendär sparsamen Robert Bosch, die Jungfernfahrt 1885 im erstmals motorisierten "Reitwagen", den der mutige 16jährige Paul Daimler mit sagenhaften 12 Stundenkilometern von Cannstatt bis Untertürkheim fuhr, über den ersten Automobilunfall mit dem Schuster Schnabel, der aber glücklicherweise nur ein paar blaue Flecken davontrug.
Beste Unterhaltung also, und wer sich die vielen Fakten und Zahlen nicht merken konnte, dem sei die Lektüre des Buches "Schwäbische Sternstunden" empfohlen, das es demnächst in der Bücherei zum Ausleihen gibt.

22.02.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 16. Februar 2016)

Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer waren anwesend, als am Dienstag, dem 16. Februar 2016, die 14 Mitglieder des Gemeinderats unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammenkamen. Neben Berichten über die Arbeit der Ortsbücherei und des Bauhofs im vergangenen Jahr und einem allgemeinen statistischen Rückblick auf 2015 standen vor allem konkrete Schritte für die Unterbringung von Asylbewerbern durch die Gemeinde in der Anschlussunterbringung im Mittelpunkt. Das Gremium beriet und entschied über die Anschaffung so genannter Modulbauten für die schnelle Schaffung von Unterkünften und über die konkrete Planung eines Standorts solcher Unterkünfte auf dem gemeindeeigenen Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19.

Anschaffung von Modulbauten
Bereits im Dezember 2015 hat der Gemeinderat sich mit Planungen für die Schaffung von Unterkünften beschäftigt und Vorschläge der Stadtplanerin Petra Zeese vom Stuttgarter Büro FPZ beraten. Ergebnis dieser Beratungen war, dass zum Einen am Standort Hindenburgstraße 13 bis 19 Unterkünfte für Flüchtlinge erstellt werden sollen, vor allem, weil diese Fläche alle rechtlichen, technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für eine schnelle Realisierung bietet, und zum Anderen, dass dort (und an anderen Standorten) eine möglichst aufgelockerte, kleinteilige Bebauung mit geringerer Dichte entstehen soll, um dem grundsätzlichen Willen des Gemeinderats Rechnung zu tragen, die Aufgabe der Unterbringung von Asylbewerbern mit möglichst kleinen dezentralen Standorten im Ort zu bewältigen, anstatt große Massenunterkünfte zu schaffen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte in der Sitzung Ludwig Roltsch, Vertriebsleiter der Firma "Bauer Holzsysteme", der die Modulbauten seiner Firma vorstellte. In diese sind bereits zahlreiche Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden bei der Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen eingeflossen. Vorteil von Modulbauten ist die weitgehende Vorfertigung im Werk. Wenn die vorgefertigten Module geliefert werden, sind sie am Standort innerhalb von ein bis zwei Tagen bezugsfertigt aufgestellt und montiert. Das Model "VariaHome" der Firma Bauer zeichnet sich durch ansprechende Gestaltung, ökologische Herstellung aus Massivholz und Holzdämmung und große Flexibilität bei Ausstattung und Einrichtung aus. Die Bauten können problemlos auch wieder abgebaut und an andere Standorte versetzt werden. Auch ist - was dem Gemeinderat von vorneherein wichtig war - eine andere Nutzung, zum Beispiel als preiswerter Wohnraum für sozial Schwache, möglich, wenn sie einmal nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht würden.
Ein Baukörper, der aus vier Modulen besteht, bietet in insgesamt vier kleinen Wohneinheiten auf zwei Stockwerken Platz für 16 bis 24 Personen - je nach Dichte der Belegung. Eine Wohneinheit besteht aus zwei Schlafräumen für jeweils zwei bis drei Personen, einem Gemeinschaftsraum mit Küche, Dusche, Toilette und Abstell- bzw. Technikraum. Das obere Stockwerk ist über eine außenliegende Treppe zugänglich. Als Heizart sind eine Luft-Wärme-Pumpe oder ein Anschluss an das Gasnetz möglich, die Innenräume selber werden über eine Infrarot-Flächenheizung an der Decke erwärmt. Das Dach kann begrünt oder auch mit Solar- bzw. Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden. Die Kosten für ein Gebäude betragen rund 400.000 Euro zuzüglich dem Aufwand für die Herstellung des Fundaments, für die Erschließung, für die Erstellung von Fertiggaragen als Abstellräume für Fahrräder und Kinderwagen und für die Außenanlagen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug dem Gremium die Anschaffung von insgesamt fünf Gebäuden vor, was einen voraussichtlichen Aufwand von 2,2 Millionen Euro bedeute. Drei Gebäude seien für den Standort Hindenburgstraße 13 bis 19 gedacht, die zwei anderen sollten an anderen Standorten aufgestellt werden, die vom Gemeinderat noch bestimmt werden sollen. Den Gemeinderat überzeugte die ansprechende Gestaltung der Module "VariaHome", die durchdachte Ausstattung und die Aufteilung in kleine Wohneinheiten mit jeweils eigenen Küchenzeilen und Sanitärräumen. Er stimmte der vorgeschlagenen Anschaffung von fünf Gebäuden einstimmig zu.

Planung von Flüchtlingsunterkünften auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19
Anschließend erläuterte Städteplanerin Petra Zeese vom Büro FPZ die überarbeitete Planung für die Erstellung von Flüchtlingsunterkünften auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19. Die im Dezember bereits vorgestellte Konzeption war auf Wunsch des Gemeinderats abgespeckt worden - die ursprünglich fünf vorgeschlagenen Baukörper, die auf dem Areal Platz hätten, wurden auf drei Gebäude reduziert, um dem grundsätzlichen Wunsch des Ratsgremiums nach kleinen, dezentralen Standorten für Unterkünfte Rechnung zu tragen. Abstellräume, Frei- und Grünflächen, Spiel- und Treffmöglichkeiten ergänzen nach den Vorstellungen der Planerin die Gestaltung des Geländes, lockern es auf und schaffen Möglichkeiten der Begegnung. Da eine Etage in einem Gebäude für Gemeinschaftsräume, Beratungszimmer und Räume für den Arbeitskreis Asyl vorgesehen sei, könnten in drei Modulen rechnerisch zwischen 40 und 60 Personen untergebracht werden.
Um den Sorgen und Bedenken von Anwohnern, die sich im Vorfeld der Sitzung an Bürgermeister Torsten Bartzsch und den Gemeinderat gewandt hatten, Rechnung zu tragen, schlug der Schultes vor, die Belegung auf 40 Personen festzulegen und nur, wenn es unbedingt notwendig werde (zum Beispiel aufgrund kurzfristiger Notzuweisungen durch das Landratsamt), eine höhere Belegung vorzunehmen, über die dann der Gemeinderat entscheiden solle.
Die Mitglieder des Gremiums sprachen sich einhellig für die vorgestellte Planung aus und bezeichneten sie als in jeder Hinsicht gelungen. Gut sei auch der Vorschlag für eine moderate Belegung, zumal direkt neben dem Areal schon eine Unterkunft für 15 Personen bestehe. Auch müssten die Vorstellungen der Anwohner ernst genommen und aufgegriffen werden. Richtig sei auch, dass Beratungs- und Gemeinschaftsräume vorgesehen seien. Um wie bisher eine offene und transparente Behandlung des Themas zu gewähren, begrüßten die Ratsdamen und -herren den Vorschlag, dass über die Belegungsdichte der Gemeinderat beraten und entscheiden solle. Zum Abschluss verabschiedete das Ratsgremium die vorgestellte Planung und stimmte den ergänzenden Vorschlägen von Schultes Bartzsch einstimmig zu.

Jahresberichte 2015
Traditionell werden dem Gemeinderat zu Beginn eines jeden Jahres Berichte über die Arbeit und die Tätigkeiten wichtiger Gemeindeeinrichtungen vorgelegt. So auch in der aktuellen Sitzung.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte zunächst Büchereileiterin Ursula Kindermann. Die Bibliothekarin berichtete, die Zahl der aktiven Benutzer der Ortsbücherei und die Zahl der Ausleihungen seien im vergangenen Jahr nahezu konstant geblieben. Überwiegend nutzen Eltern mit ihren Kindern das umfangreiche Angebot von 15.436 Medieneinheiten. Gestiegen sei die Nutzung der so genannten "Onleihe", über die sich Nutzer auf elektronischem Weg Zeitungen und Zeitschriften, E-Books und andere virtuelle Medien ausleihen können. Mit Bildern illustrierte Kindermann das breite und umfangreiche Veranstaltungsangebot der Ortsbücherei, das von Kindertheatervorstellungen für Schulklassen, einer Lese- und einer Detektiv-Rallye, Bilderbuchkinos, englischen Vorlesestunden, Spieleturnieren und Bastelnachmittagen wieder ein breites Spektrum geboten hat und rege besucht war. Bürgermeister Torsten Bartzsch bezeichnete die Ortsbücherei als nach wie vor beliebteste Einrichtung der Gemeinde und dankte Bibliotheksleiterin Ursula Kindermann und ihrem Team unter dem Beifall der Ratsmitglieder für die engagierte Arbeit im Jahr 2015.
Ein weiterer Dank von Schultes und Gemeinderat ging an Bauhofleiter Markus Lischka und das Team vom Gemeindebauhof. Nach langen und zahlreichen krankheitsbedingten Ausfällen im Jahr 2014 konnte die Bauhof-Mannschaft 2015 durch einige Neueinstellungen wieder verstärkt werden, die sich sehr gut eingefügt hätten. Dies werde an den gestiegenen Zahlen der geleisteten und der produktiven Stunden im vergangenen Jahr deutlich, so der Schultes. An der vorgelegten Auflistung der zahlreichen unterschiedlichsten Aufgaben werde das breit gefächerte Einsatzgebiet des Gemeindebauhofs deutlich - von der Grünflächenpflege über die Wasserversorgung, die Unterhaltung von Sportanlagen und Spielplätzen bis hin zum Winterdienst. Bartzsch hob hervor, Bauhofleiter Markus Lischka und das Team des Bauhofs seien stets zur Stelle und auch kurzfristige Probleme und Aufgaben würden immer zügig und zeitnah erledigt.
Im traditionellen allgemeinen Jahresbericht, der den Mitgliedern des Gremiums schriftlich vorlag, wurde der Gemeinderat in zahlreichen statistischen Daten über die Entwicklung der Gemeinde im vergangenen Jahr informiert. Bürgermeister Bartzsch hob hervor, positiv sei, dass 2015 wieder mehr Geburten als Todesfälle registriert werden konnten. Ebenso wurde festgestellt, dass die Betriebe in Murr mehr Arbeitsplätze aufweisen als es Auspendler zu auswärtigen Arbeitsstellen gebe.

25.01.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 19. Januar 2016)

Zur ersten Sitzung des Murrer Gemeinderats im Jahr 2016 begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch die Mitglieder des Gremiums sowie einige Zuhörerinnen und Zuhörer am Dienstag, 19. Januar 2016, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses.
Auf der Tagesordnung standen die Vorstellung eines städtebaulichen Konzepts für eine Neubebauung des Geländes der Firma Thürrauch zwischen Frauenstraße, Heerstraße und Steinäckerstraße, die Vorstellung und Erläuterung des Haushaltsplans für das Jahr 2016, die Beratung über einen Zuschuss für den Tennisclub sowie einige Verwaltungsangelegenheiten.

Städtebauliches Konzept für das Thürrauch-Areal
Das Gelände der Firma Thürrauch zwischen Frauenstraße, Heerstraße und Steinäckerstraße, das bislang gewerblich genutzt wurde, soll in Zukunft für Wohnungsbau genutzt werden. Den formellen Weg dafür hat der Gemeinderat mit dem Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans am 24. März 2015 eingeschlagen und das Stuttgarter Stadtplanungsbüro "Freie Planungsgruppe 7" mit der Ausarbeitung eines städtebaulichen Konzepts beauftragt. Dieses wurde im Gemeinderat schon nicht-öffentlich vorgestellt und nun von Stadtplanerin Petra Zeese vom Planungsbüro "FPZ" (in der Nachfolge des Büros "Freie Planungsgruppe 7") in der öffentlichen Sitzung noch einmal ausführlich erläutert.
Grundlage für die Erstellung dieses Konzeptes ist nach den Vorstellungen der Planerin und dem Willen des Gemeinderats, auf diesem Gelände unmittelbar in der Ortsmitte ein attraktives Wohnquartier mit vielfältigen Wohnformen für junge Familien und ältere Menschen mit anspruchsvoller städtebaulicher Gestaltung zu schaffen und zu ermöglichen. Zeese stellte - nach mehreren Vorberatungen mit dem Gemeinderat und dem Investor, der einen Teil des Geländes mittlerweile erworben hat - zur Umsetzung dieses Ziels eine Bebauung um einen zentralen Quartiersplatz vor, der als Wegverbindung der inneren Erschließung des Quartiers, aber auch einem Durchgang von der Frauen- in die Steinäckerstraße dienen soll. An der Heerstraße können nach der Planung ein dreistöckiges Mehrfamilienhaus sowie zu einem späteren Zeitpunkt an der Ecke zur Steinäckerstraße Reihen-/Stadthäuser entstehen, an der Frauenstraße ist ebenfalls ein dreistöckiges Gebäude mit Penthouse als Anbau an das bestehende vierstöckige Bürogebäude (das zunächst erhalten werden soll) vorgesehen und im Inneren des Geländes wären zwei dreigeschossige Doppelhäuser sowie ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus als Abrundung nach Norden möglich. Stellplätze sollen unter dem Gelände in einer Tiefgarage entstehen, die genauso wie die Wohngebäude in mehreren Bauabschnitten realisiert werden soll. Der öffentliche Straßenraum an der Heerstraße und der Frauenstraße könnte - auch für Bedürfnisse der Fußgänger - ebenfalls umgestaltet und attraktiver gemacht werden.
Die Mitglieder des Gremiums lobten die vorgestellte Konzeption und bezeichneten sie als niveauvoll, mutig und weitblickend. Damit könne der Grundsatz, Flächen im Ort vor der Bebauung weiterer Freiflächen zu nutzen, umgesetzt werden. Es könne ein modernes, eigenständiges neues Wohnquartier im Ortskern entstehen, in dem Familien, junge und ältere Menschen ansprechenden und bezahlbaren Wohnraum finden könnten. Man müsse bei der Realisierung darauf achten, dass diese Ansprüche bei Höhe, Volumen und Gestaltung der Gebäude auch eingehalten würden.
Der vorgestellte städtebauliche Entwurf wurde vom Gemeinderat mit großer Mehrheit gebilligt.

Vorberatung des Haushaltsplans für 2016
Mit der Vorstellung des Entwurfs für den Haushaltsplan 2016 stellten Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler den Mitgliedern des Gremiums die finanziellen Grundlagen für die Arbeit und die wichtigsten Projekte und Aufgaben der Gemeindeverwaltung im gerade begonnenen Jahr vor.
Der Schultes stellte fest, die allgemeine wirtschaftliche Lage sei derzeit gut und biete der Gemeinde eine solide finanzielle Grundlage für ein umfangreiches Investitionsprogramm in diesem Jahr. Für die Realisierung der geplanten Maßnahmen sei eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 4 Millionen Euro geplant. Dass der Gemeinde-Etat auf gesunden Füßen stehe, beweise die Tatsache, dass für 2016 eine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von knapp 1,7 Millionen Euro vorgesehen sei.
Erfreut konnte Kämmerer Albrecht Keppler feststellen, dass die Steuereinnahmen auch im neuen Jahr das wichtigste Standbein von Murrs solider Finanzlage seien. Mit insgesamt 10,155 Millionen Euro würden sie auf den bisher höchsten Wert in der Gemeindegeschichte kalkuliert. Bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer rechne man auch 2016 mit 4 Millionen Euro, mit gut 3,86 Millionen Euro sei der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer die zweite verlässliche Einnahmequelle. Daher liege das Volumen des Verwaltungshaushalts mit 15,9 Millionen Euro auf dem höchsten Stand der Gemeindegeschichte.
Auf der Ausgabenseite machen sich vor allem das in den letzten Jahren stark ausgebaute Angebot für die Kinderbetreuung sowie die Aufgabe der Unterbringung von Flüchtlingen bemerkbar. Starkes Anwachsen vor allem der Planansätze für den Verwaltungs- und Betriebsaufwand um 300.000 Euro auf 4,95 Millionen Euro und die Personalausgaben auf 3,36 Millionen Euro seien unter anderem die Folge. Die gute Betreuung der Kinder von 1 bis 11 Jahren werde von den Familien und Eltern sehr gut angenommen und sei ein wichtiges Plus in der guten Infrastruktur der Gemeinde.
Erfreulich ist nach den Worten Kepplers auch, dass 2016 zum ersten Mal seit langem die Umlagen an den Kreis und das Land sinken. Dies liege zum Einen an der eher unterdurchschnittlichen Steuerkraftsumme der Gemeinde im Berechnungsjahr 2014, zum Zweiten aber auch an der guten Konjunktur, die auch den übergeordneten Verwaltungsebenen zugute komme.
Zwar habe Murr in der Vergangenheit immer beträchtliche Überschüsse aus eigener Kraft erwirtschaften können, was 2016 so nicht mehr möglich sei. Doch könne man immerhin und trotz steigender Ausgaben noch eine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt erwarten, die mit knapp 1,7 Millionen auf dem Vorjahresniveau liege.
Mit einem Volumen von 8,7 Millionen Euro bewege sich auch der Vermögenshaushalt in diesem Jahr auf einem rekordverdächtigen Niveau. Die notwendige Schaffung von Wohnraum für Asylbewerber (2,2 Millionen Euro), der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in der Hindenburgstraße (1,5 Millionen Euro), Erschließungsarbeiten im Baugebiet "Langes Feld VI" ( 1 Million Euro), die Fortführung der Ortskernsanierung (765.000 Euro) sowie der neue Anbau am Kindergarten "Murrer Strolche" im Mühlweg für die Ganztagesbetreuung und der geplante Neubau eines Jugendhauses seien die wichtigsten und größten Baumaßnahmen des Jahres 2016, die fortgeführt oder begonnen würden. Auch die Aussegnungshalle im Alten Friedhof solle renoviert werden. Diese großen Investitionen würden finanziert durch Zuweisungen und Zuschüsse, Mittel aus der Zuführung vom Verwaltungshaushalt und Grundstückverkäufen und einer Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 4 Millionen Euro.
Insgesamt, so Kämmerer Albrecht Keppler, biete die Finanzsituation der Gemeinde auch 2016 ein stabiles und solides Fundament, das durch die grundsätzliche Sparsamkeit in den vergangenen Jahren gebildet worden sei. Ausdruck der guten Finanzsituation sei auch, dass die seit langem unveränderten Steuerhebesätze (Grund- und Gewerbesteuer) und Gebühren nicht angehoben werden müssten und so den Murrer Bürgern und Steuerpflichtigen weiterhin günstige Rahmenbedingungen geboten werden könnten.
Die Ratsdamen und -herren zeigten sich zufrieden mit den vorgestellten Zahlen und bedankten sich bei Kämmerer Keppler und seiner Mannschaft für die Arbeit im Interesse der Gemeindefinanzen. Angesichts der großen Investitionsvorhaben erweisen sich die hohen Rücklagen, auf die man zurückgreifen könne, als sehr positiv.
Der Haushaltsplan-Entwurf wurde vom Gremium einstimmig gebilligt.

Zuschuss an den Tennisclub Murr
Der Tennisclub Murr erhält auf Beschluss des Gemeinderates seit 2006 einen jährlichen, pauschalen Zuschuss von zunächst 5.000 Euro, der 2011 auf 10.000 Euro pro Jahr erhöht und bis 2016 bewilligt wurde.
Dem Gemeinderat lag nun ein Antrag des Vereins vor, nach dem der Zuschuss auch weiterhin in dieser Höhe gewährt werden solle. Die Pflege der vereinseigenen Tennisanlage am Lindenweg verursache einen Aufwand, den der 220 Mitglieder starke Verein nicht aus eigener Kraft tragen könne.
Im Prinzip stieß die Bitte des Tennisclubs auf großes Verständnis bei den Mitgliedern des Gemeinderats. Der Vorschlag, den Zuschuss nur gegen Nachweise und Belege und nicht pauschal zu gewähren, wurde von der Mehrheit der Gemeinderäte abgelehnt und der Zuschuss von 10.000 Euro jährlich bis 2020 weiter bewilligt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde der Gemeinderat über die bei der Gemeinde im letzten Jahr eingegangenen Spenden und ihre Zweckbestimmung sowie die Beteiligung der Gemeinde an Unternehmen des privaten Rechts im Jahr 2015 informiert, wie es die Gemeindeordnung vorschreibt.
Bürgermeister Torsten Bartzsch kündigte für den 20. Februar 2016 eine Markungsputzaktion (bei schlechtem Wetter eine Woche später) und für den 10. März 2016 die Blutspender- und Sportlerehrung an.

25.01.2016

Meisterliche Melodien in Tönen und Worten entführen auf eine Winterreise

Neujahrskonzert mit der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim im ausverkauften Bürgersaal

In über 20 Jahren "erstmals ausverkauft" konnte Matthias Bader von der Gemeindeverwaltung verkünden, als er die Besucher am Samstag, 16. Januar 2016, zum traditionellen Neujahrskonzert im Bürgersaal des Rathauses begrüßte. Diesmal standen literarisch-musikalische Köstlichkeiten zum Thema "Winter" auf dem Programm - einmal mehr ausgedacht vom Dirigenten Peter Wallinger, der mit seiner "Winterreise" voll ins Schwarze getroffen hat. Mit Riesenapplaus hat sich das Publikum für die gebotene Musik und die Rezitationen bedankt, die von Nathalie Cellier und Peter Steiner vom Xenia-Theater Karlsruhe vorgetragen wurden.
Neue Musik vertrauter und vertraute Musik neu erlebbar zu machen, hat sich Peter Wallinger zur Aufgabe gemacht. Daran hat er sich in 32 Jahren gehalten und das zeichnete auch das jüngste Konzert aus, in dem neben Leos Janaceks Suite für Streichorchester 1877 auch Werke von Franz Schubert zu hören waren.
Einen leicht beschwingten Auftakt lieferte das Streicher-Ensemble mit Schuberts Deutschen Tänzen Nr. 1 und Nr. 3. "Ich seh' ihn an und friere" - so stellte Peter Steiner "den Winter" im "Lied hinterm Ofen" von Matthias Claudius vor. Im Wechsel mit Nathalie Cellier folgten Verse von Friedrich Hölderlin, Gottfried Keller, Georg Trakl und Hilde Domin.
Ein Extra-Highlight: Vier Lieder aus Franz Schuberts Zyklus "Die Winterreise" in einer Bearbeitung für Viola und Streicher. Hiyoli Togawa, die in Düsseldorf geborene Bratschistin, und ihre Viola von Testore aus Mailand (1749) stellten sich als exzellentes "Künstlerpaar vor. Mit den Liedern "Die Wetterfahne", "Gefrorne Tränen" sowie "Frühlingstraum" und vor allem mit "Der Leiermann" setzte die Solistin mit ihrer überaus gefühlvollen Interpretation besondere Maßstäbe. Hermann Hesses "Wanderer im Spätherbst" rundete die Winterreise ab.
Einen zweiten Höhepunkt setzte die Solistin Hioly Togawa mit Schuberts "Arpeggione"-Sonate in der Fassung für Viola und Streichorchester. Die vielfachen Auszeichnungen und Preise für die Künstlerin lassen sich, gemessen an ihren großartigen Darbietungen, leicht nachvollziehen. Sie ist eine bewundernswerte Künstlerin, die als eine einfühlsame Bratschistin mit einem ebenso feinfühligen wie energischen Strich und vollem, sattem Ton zu überzeugen weiß. Auch die Konzertmeisterin Sachiko Kobayashi (Violine) konnte mit solistischen Einlagen glänzen. Die Rezitatoren verstehen mit der Sprache zu musizieren und bringen die Worte - ob deutsch oder französisch - zum Klingen.
Die Besucher erlebten einen unterhaltsamen und amüsanten Abend, den sie mit anhaltendem Beifall quittierten und dafür noch eine Zugabe erreichten. Einmal mehr brachte sich der Landfrauenverein Murr an diesem Abend mit freundlich servierten Köstlichkeiten in das jährliche Neujahrskonzert ein.
Helmut Schwarz (Marbacher Zeitung)

18.01.2016

Gut besuchte Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsunterbringung in sachlicher Atmosphäre

Bürgermeister Bartzsch freute sich über rund 450 Besucher bei der Informationsveranstaltung
Bürgermeister Bartzsch am rednerpult vor der voll besetzten Gemeindehalle
Fachleute und ehrenamtlich Engagierte gaben Auskunft
Podium mit den Referenten vor den Zuhörerreihen in der Gemeindehalle

Die Anwesenheit von rund 450 Besucherinnen und Besuchern und eine ruhige Atmosphäre bei der Informationsveranstaltung am Montag, 11. Januar 2016, in der Gemeindehalle zeigten das große Interesse und die durchweg sachliche Art, die in Murr der Aufgabe der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern entgegengebracht werden. Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut, dass der Einladung der Gemeinde so viele Bürgerinnen und Bürger gefolgt waren. Für die rund 450 Anwesenden mussten schnell noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung solle die Information über die Situation in Murr sowie die Pläne und Maßnahmen stehen, mit denen die Gemeinde und das Landratsamt die große Aufgabe der Flüchtlingsunterbringung in unserem Ort bewältigen wollen. "Wir können in Murr und heute abend nicht die Probleme der Bundes- oder Europapolitik lösen", so der Schultes. Dieser Appell stieß bei allen Anwesenden auf Verständnis.
Um Informationen zu geben, hatte Bartzsch Vertreter von Landratsamt Ludwigsburg, Polizei und dem Murrer Arbeitskreis Asyl eingeladen. Zunächst schilderte Martin Schliereke, Leiter des Fachbereichs "Asylbewerber und Aussiedler" beim Landratsamt Ludwigsburg, die Zahlen und Fakten, die Grundlage für die Arbeit von Landkreis und Kommunen sind. Waren es 2008 51 Asylbewerber, die im Landkreis aufgenommen wurden, und 2014 1.369 Personen, so geht man für das vergangene Jahr von ca. 5.500 neu aufgenommenen Personen aus. Für dieses Jahr werde die Zahl von rund 8.000 neuen Asylbewerbern im Landkreis prognostiziert. Nach der ersten Unterbringung in den Landeserstaufnahmestellen seien zunächst die Landkreise für etwa zwei Jahre für die Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge zuständig; dies geschehe in den Gemeinschaftsunterkünften, von denen es mittlerweile fast in jeder Kreiskommune welche gebe. Auch in Murr solle - neben einer bereits bestehenden Wohnung für fünf Personen - in diesem Jahr an der Ecke Raiffeisenstraße/Rudolf-Diesel-Straße eine größere Gemeinschaftsunterkunft für 95 Personen errichtet werden. Das Landratsamt sei angesichts der Zahlen für jede Möglichkeit dankbar, durch die sich weitere Gemeinschaftsunterkünfte realisieren lassen.
Der Leiter des Geschäftsteils "Soziale Dienste" Erol Schirin schilderte die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Gemeinschaftsunterkünften und die dabei gemachten Erfahrungen, die bis auf kleinere Ausnahmen durchweg gut und erfreulich seien. Habe das Landratsamt für diese Aufgabe vor rund einem Jahr noch gerade vier Fachkräfte beschäftigt, so seien es mittlerweile über 30, weitere Stellen sollen noch besetzt werden. Zum Teil werde die soziale Betreuung auch von Organisationen wie Caritas und Diakonie geleistet. Bei der Belegung der Unterkünfte werde versucht, eine Mischung nach Herkunftsländern, Religion, Alter und Familienstand zu erreichen. Diese Bemühung habe angesichts von 70 % alleinstehenden Männern, die unter den Flüchtlingen seien, aber auch Grenzen. Schirin appellierte an alle, den neu ankommenden Flüchtlingen ohne Vorurteile zu begegnen und aktiv auf sie zuzugehen, denn diese seien für Kontakte und Angebote der Freizeitgestaltung dankbar und auch darauf angewiesen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schilderte die Pläne und Bemühungen der Gemeinde, die Aufgabe der Anschlussunterbringung von Flüchtlingen, die aus den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises kommen, zu bewältigen. Aktuell habe die Gemeinde Gebäude im Murrgässle und in der Hindenburgstraße, in denen 16 Personen untergebracht seien. Im Benninger Weg konnte ein Privatgebäude angemietet werden, in dem demnächst weitere 12 Menschen unterkommen können. An der Hindenburgstraße gegenüber der Hardtlinde sollen nach dem Beschluss des Gemeinderates vom letzten Dezember weitere Unterkünfte in Modulbauweise entstehen. Darüber hinaus sei die Kommune aber auf jede Möglichkeit angewiesen, um weitere Unterkünfte anmieten oder erstellen zu können, denn die genannten Objekte reichen für die Zahlen, die für dieses Jahr prognostiziert werden, nicht aus. Im Vordergrund stehen vorhandene Gebäude oder Grundstücke, bei denen die rechtlichen Voraussetzungen (z. B. Bebauungsplan) vorliegen oder die Erschließung gesichert sei, so dass sie schnell genutzt werden können.
Von der Arbeit des im Juni 2015 gegründeten Murrer Arbeitskreises Asyl berichtete im Namen seiner zwei Sprecherkollegen Guido Seitz und Günther Gbur Herr Dr. Rudolf Grill. Grundlage der Arbeit sei die Hilfe zur Selbsthilfe. Zusammen mit der Gemeindeverwaltung werde bei der Ankunft der Asylbewerber in Murr geschaut, was fehle und was an Notwendigem gebraucht werde. Die Menschen würden bei Behördengängen begleitet und bei der Abwicklung von Formalitäten unterstützt. Dank großzügiger Unterstützung können den Asylbewerbern Fahrräder ausgeliehen werden. Es gebe ein Begegnungscafé und demnächst auch Sprachunterricht. Ein Erfolgserlebnis sei, dass einem Mann bereits eine Arbeitsstelle beschafft werden konnte. Rudolf Grill appellierte an die Anwesenden, den Flüchtlingen offen und vorurteilsfrei entgegenzutreten und ihnen Kontakte und Hilfe anzubieten, so weit dies möglich sei. Auch weitere Mitstreiter im Arbeitskreis Asyl, der um die 50 Mitwirkende habe, seien herzlich willkommen.
Der Leiter des Polizeireviers Marbach am Neckar, Peter Kolwe, erläuterte die Arbeit der Polizei in Bezug auf die Flüchtlinge. Diese sei sowohl präventiv als auch repressiv tätig und verfolge gleichermaßen Vergehen von Flüchtlingen als auch gegen diese. Kolwe machte deutlich, dass in unserem Raum die Zahl von Straftaten generell verschwindend gering sei und durch Asylbewerber nicht angestiegen sei. Er appellierte an die Anwesenden, den subjektiven Befürchtungen nicht nachzugeben und die objektiven Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Diese sprechen oft eine deutliche Sprache. So seien Flüchtlinge nicht - wie oft unterstellt - automatisch alle Straftäter. Die vielen, die sich eine Perspektive in Deutschland erhoffen können, wollen diese nicht durch Regelverstöße zunichte machen. Kolwe stellte zudem ein Zehn-Punkte-Programm der Polizeidirektion Ludwigsburg vor, mit dem man bei der Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern gute Resonanz erfahren habe.
Im Ausspracheteil des Abends war zu spüren, dass das Thema Sicherheit viele Menschen beschäftigt. Auch die Unterbringung von Flüchtlingen in dezentralen kleineren Einheiten oder in größeren Unterkünften mit größeren Belegungszahlen war ein Thema. Hier bekräftigte Bürgermeister Torsten Bartzsch die Einschätzung, dass Landkreis und Kommunen aufgrund der Zahlen auf jede Möglichkeit der Unterbringung angewiesen seien und appellierte an alle, Wohnungen, Gebäude oder Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Die Einschätzung einer Besucherin, der heutige Abend habe ihr einige Ängste nehmen können und die Hauptsache sei, offen und vorurteilsfrei auf die neu ankommenden Flüchtlingen in Murr zuzugehen, fasste die Grundstimmung des Abends gut zusammen.

18.12.2015

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. Dezember 2015)

Zur letzten regulären Sitzung des Gemeinderats vor Weihnachten konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 15. Dezember 2015, neben den Mitgliedern des Gremiums etliche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer im Ratssaal des Bürger- und Rathauses begrüßen. Auf der Tagesordnung standen Planungsüberlegungen über die Erstellung von Unterkünften und Wohnungen für Flüchtlinge und sozial schwache Wohnungssuchende auf dem gemeindeeigenen Areal Hindenburgstraße 13 bis 19, Auftragsvergaben für das Neubauprojekt für eine Ganztagesbetreuung am Kindergarten Mühlweg und das gemeindeeigene Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30, eine vertragliche Regelung über den Betrieb der Straßenbeleuchtung in Murr, die Neufestsetzung des Zuschusses für das Tierheim Ludwigsburg und die Neubesetzung des gemeindlichen Gutachterausschusses ab Februar 2016.

Planung für eine Bebauung des Areals Hindenburgstraße 13 bis 19
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte, wie bekannt stehen Landkreis und Kommunen bei der Aufgabe der Unterbringung von Flüchtlingen vor großen Herausforderungen. Schon öfters habe der Gemeinderat sich mit diesem Thema beschäftigt. Das Gremium hat sich dabei für eine möglichst dezentrale Unterbringung in der Gemeinde ausgesprochen und auch schon über verschiedene mögliche Standorte beraten. Einer der Standorte, bei dem auch die rechtlichen Voraussetzungen für eine schnelle Bebaubarkeit vorliegen, ist das gemeindeeigene Areal Hindenburgstraße 13 bis 19.
Der Schultes schlug vor, das Grundstück baldmöglichst zu bebauen, damit die Gemeinde ihrer Pflicht zur Unterbringung von Asylbewerbern in der Anschlussunterbringung nachkommen könne. Die Bebauung solle dort so konzipiert werden, dass bei Rückgang der Asylbewerberzahlen die neuen Wohnungen auch als günstiger Wohnraum für sozial schwächere Einwohner zur Verfügung gestellt werden können.
Auf Bitte von Bartzsch stellte die Städteplanerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ ihre Vorstellungen für eine Realisierung dieser Vorgaben vor. In Frage komme dafür vor allem eine Modulbauweise, weil hier relativ schnell und kostengünstig die gewünschten Wohneinheiten erstellt werde könnten. Zum Einen sei eine Bebauung mit bis zu fünf Baukörpern mit dörflichem Charakter vorstellbar, in denen in zwei Stockwerken jeweils zwei Wohneinheiten Platz finden, so dass bis zu maximal 76 Personen auf dem Grundstück untergebracht werden können. Vorgesehen und möglich seien auch Freiflächen, ein Spielplatz, ein Gemeinschaftsraum und einige Stellplätze.
Zum Anderen könne ein kompakter Baukörper erstellt werden, in dem nach dem Konzept der Anbieterfirma Zwei-Personen-Appartements bis hin zur Wohnung für etwa acht Personen auf zwei Etagen Platz finden mit insgesamt 97 Plätzen. Die Modulbauweise ermögliche es, dass die Gebäude relativ schnell erstellt und später auch einmal - falls gewünscht - abgebaut und an einem anderen Standort aufgestellt werden können. Eine Unterkellerung oder eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen.
In der intensiven und engagierten Beratung sprachen die Mitglieder des Gremiums sämtliche Aspekte dieser Planung an. Von allen Ratsdamen und -herren wurde der Aufgabe, schnell Platz für die zu erwartenden Asylbewerber schaffen zu müssen, hohe Priorität eingeräumt. Nicht vergessen dürfe man dabei aber auch das Ziel, die Flüchtlinge möglichst dezentral im Ort unterzubringen und nicht an einzelnen Standorten zu große Unterkünfte zu erstellen; es seien auch noch andere Standorte für Modulbauten denkbar, zum Beispiel am Lindenweg. Zudem solle der städtebauliche Aspekt in der alten Ortsmitte nicht zu sehr vernachlässigt werden. Gut sei, dass die Modulbauten auch später - wenn sie für die Unterbringung von Flüchtlingen einmal nicht benötigt werden sollten - als günstiger Wohnraum für Murrer Einwohner zur Verfügung gestellt werden können oder das Grundstück wieder frei gemacht und anders bebaut werden könne.
Bürgermeister Torsten Bartzsch machte deutlich, die Herausforderung, so schnell wie möglich und möglichst kostengünstig den notwendigen Wohnraum für die Unterbringung von Asylbewerbern zu schaffen, sei eigentlich nur mit der Modulbauweise möglich, wenn man keine Container aufstellen wolle. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Variante mit den Einzelbauten, die von der Wohnqualität auf jeden Fall ansprechender sei, zunächst weiter zu konkretisieren, um keine Zeit zu verlieren, eine reduzierte Bebauung an der Hindenburgstraße 13 bis 19 vorzusehen und weitere Standorte für diese Modulbauweise im Ort einzuplanen.

Neubau für Ganztagesbetreuung am Kindergarten Mühlweg
Am 15. September 2015 beschloss der Gemeinderat, den sanierungsbedürftigen Pavillon am Kindergarten Mühlweg abzureißen und an seiner Stelle einen Anbau für die Ganztagesbetreuung zu erstellen. In der Sitzung vergab das Gremium einstimmig die ersten Aufträge für den Abriss des Pavillons und die Erdarbeiten für den Neubau, so dass mit diesen Arbeiten im März 2016 begonnen werden kann.

Wohn- und Geschäftshaus Hindenburgstraße 28 und 30
Der Neubau des gemeindeeigenen Wohn- und Geschäftshauses Hindenburgstraße 28 und 30 schreitet weiter voran. Alle sechs Wohnungen konnten zwischenzeitlich verkauft werden; in das Erdgeschoss wird eine Arztpraxis einziehen. Aufgrund des Baufortschrittes standen nun die Aufträge für die Gewerke Fensterbau und Trockenbau. Der Gemeinderat vergab beide Aufträge an die jeweils günstigsten Bieter.

Abschluss einer Interimsvereinbarung mit der Süwag Energie AG für die Straßenbeleuchtung
Wegen der Änderungen und Liberalisierungen der Energieversorgung ist der Betrieb der Straßenbeleuchtung, für die die Gemeinde als hoheitliche Aufgabe zu sorgen hat, nicht mehr wie früher in einem Konzessionsvertrag mit dem Energieversorgungsunternehmen (EVU) enthalten, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte. Der neue Konzessionsvertrag mit der Süwag Energie AG zur Sicherung der Strom- und Gasversorgung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2013 beschlossen, für die Straßenbeleuchtung gab es seitdem keine vertragliche Regelung. Die Gemeinden, zusammengeschlossen im Neckar-Elektrizitätsverband (NEV), und das EVU konnten sich bislang über Details wie Eigentum, Abschreibung der Anlagen, Zuständigkeiten usw. nicht einigen.
Unabhängig davon soll die vertragslose Zeit nun beendet werden, so Bartzsch. Dafür gebe es verschiedene Optionen vom Kauf des Straßenbeleuchtungsnetzes durch die Gemeinde bis hin zu einer kompletten Betriebsführung durch das EVU. Da aber die Eigentumsverhältnisse erst noch durch eine Musterklage geklärt würden, könne auch eine Interimsvereinbarung abgeschlossen werden, die die Straßenbeleuchtung auf dem Status quo bis zum 31. Dezember 2016 auf eine sichere Grundlage stelle. Der Gemeinderat stimmte dem Abschluss eines solchen Interims-Vertrages einstimmig zu.

Neufestsetzung des Zuschusses an den Tierschutzverein Ludwigsburg
Aufgrund einer Vereinbarung aus dem Jahr 1991 übernimmt der Tierschutzverein Ludwigsburg mit seinem Tierheim in Ludwigsburg-Hoheneck für die Gemeinde die Aufgabe, herrenlose und seuchenverdächtige Tiere unterzubringen und bekommt dafür einen Zuschuss, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch das Gremium informierte. Dieser beläuft sich bislang auf 0,10 EUR pro Einwohner zuzüglich 10 % des Hundesteueraufkommens aus dem Vorvorjahr.
Die Kosten des Tierschutzvereins sind in der Zwischenzeit gestiegen und wegen neuer Herausforderungen wie vermehrt unterzubringende exotische Tiere, mehr verhaltensauffällige Hunde mit höherem Betreuungsaufwand oder private Massentierhaltung ("Animal-Hoarding") steht das Tierheim vor neuen größeren Aufgaben. Das Tierheim hat daher die Städte und Gemeinde gebeten, auf der Grundlage einer neu abzuschließenden Vereinbarung ab 2016 die Zuschüsse zu erhöhen. Der Vorschlag sei, so der Schultes, künftig einen Zuschuss von 0,60 EUR pro Einwohner mit einer jährlichen Erhöhung bis 0,64 EUR im Jahr 2020 zu gewähren und die Hundesteuer nicht mehr zu berücksichtigen. Nach der bisherigen Regelung wende die Gemeinde Murr 2.200 EUR pro Jahr für diese Aufgabe auf, künftig würde dies mit etwa 3.780 EUR zu Buche schlagen. Der Gemeinderat stimmte der neuen Zuschussregelung für den Tierschutzverein Ludwigsburg einstimmig zu.

Neubesetzung des Gutachterausschusses für die Amtszeit 1. Februar 2016 bis 31. Januar 2020
In der Gemeinde gibt es nach der Gutachterausschuss-Verordnung einen Gutachterausschuss für die Erstellung von Gutachten für Häuser, Wohnungen und Grundstücken sowie die Führung einer Kaufpreissammlung als Grundlage für die Berechnung der Bodenrichtwerte. Die Amtszeit des jetzigen Gutachterausschusses endet am 31. Januar 2016. Der langjährige Vorsitzende Paul-Gerhard Riedel möchte sein Amt aus Altersgründen abgeben. Dem Vorschlag, Herrn Jürgen Ringer, der ebenfalls schon lange im Ausschuss mitarbeitet, als neuen Vorsitzenden zu bestellen und die übrigen Mitglieder auch für die neue Amtszeit wieder in den Ausschuss zu berufen, stimmten die Ratsdamen und -herren einstimmig zu.

Zum Schluss der Sitzung stellte sich der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Murr, Herr Daniel Renz, der seit März im Amt ist, den Mitgliedern des Ratsgremiums vor und hob das gute Miteinander zwischen bürgerlicher und Kirchengemeinde in Murr hervor.
Bürgermeister Bartzsch gab zudem bekannt, dass am 11. Januar 2016 ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung über die Flüchtlingssituation in Murr in der Gemeindehalle durchgeführt werde.
Zum Abschluss der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats im Jahr 2015 dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Mitgliedern des Gremiums für die engagierte Arbeit im Interesse der Gemeinde im zu Ende gehenden Jahr und die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte allen Anwesenden eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr 2016.

18.12.2015

Drei Künstler – drei unterschiedliche Arten des künstlerischen Ausdrucks

Schon im Erdgeschoss des Bürger- und Rathauses wird die unterschiedliche Bildsprache der drei ausstellenden Künstler deutlich
Bilder und Objekte der drei ausstellenden Künstler im Erdgeschoss des Bürger- und Rathauses

Petra Brinkschmidt, Margarete Eckert-Preisser und Karlheinz Stoklas stellen im Bürger- und Rathaus aus

Drei Künstler - drei ganz unterschiedliche Wege, die (Um)Welt wahrzunehmen und diese Wahrnehmungen auszudrücken und weiterzugeben. Unter diesem Leitgedanken führte die Kunsthistorikerin Monika Will von der Staatsgalerie Stuttgart am Sonntag, dem 13. Dezember 2015, in die Ausstellung mit Werken von Petra Brinkschmidt, Margarete Eckert-Preisser und Karlheinz Stoklas ein, die im Bürger- und Rathaus eröffnet wurde und bis 31. Januar 2016 zu sehen ist. Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntagnachmittag, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" und in Zusammenarbeit mit dem Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg (VBKW) durchgeführt wird, zahlreiche kunstinteressierte Gäste im Foyer des Bürger- und Rathauses begrüßen. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage einfühlsam und beschwingt von Regina Büchner am Saxophon und Christian Brinkschmidt am Kontrabass, die beide zu Beginn und zum Abschluss des "offiziellen Teils" ihr großes musikalisches Talent unter Beweis stellten und dafür zu Recht viel Beifall der Gäste erhielten.
Bartzsch freute sich, dass mit der Ausstellung der drei ganz unterschiedlichen Künstler die lange Kooperation mit dem Künstlerverband VBKW fortgesetzt wird und lud die Gäste bei der Vernissage und die künftigen Besucher der Ausstellung zur Entschleunigung ein, zu der die Auseinandersetzung mit der Kunst eine Gelegenheit biete.
In ihrer sowohl sehr fachkundigen wie auch von persönlicher Auseinandersetzung mit den Künstlern geprägten Einführungsrede ging Kunsthistorikerin Monika Will auf die Unterschiede, aber auch auf die Gemeinsamkeiten der drei Künstler ein. Bestimmend für die Bilder von Margarete Eckert-Preisser ist das Material, die Farbe, die sie teilweise dick auf den Untergrund aufträgt, verstreicht und verzieht und den Farbkörper so eine ganz direkte, fast greifbare Wirkung entfalten lässt. Auftragen und wieder Abtragen der Farben lassen eine fast räumliche Wirkung entstehen, die Malerin lässt das Material sprechen und gibt der Fantasie in der formalen Gestaltung viel Freiheit. Die Schichten unterschiedlicher Farben korrespondieren für Eckert-Preisser mit Erinnerungen und Erlebnissen, die ähnlich im menschlichen Bewusstsein entdeckt werden können.
Farbe spielt auch in den Bildobjekten von Karlheinz Stoklas eine gewichtige Rolle, wenn auch in ganz anderer Weise. Kräftiges Rot, klares Blau, frisches Grün oder leuchtendes Gelb sind bestimmend für seine künstlerische Sprache. Hinzu fügt Stoklas Objekte und Materialien wie Nägel, Äste, Kunststoffschläuche oder Filz, durch welche das Bild in die dritte Dimension erweitert wird. Mehr noch: Bei vielen Exponaten wird der Betrachter ausdrücklich aufgefordert, die Kunstwerke zu verändern, die Schläuche in ihren Befestigungslöchern umzustecken, die Nägel zu verdrehen oder einen gefalteten Karton auseinanderzuziehen oder zusammenzuschieben und so das Kunstwerk durch aktive Gestaltung zu verändern. Es sei schade, dass hierzulande nichts mehr angefasst werden kann, was unter dem Begriff Kunst firmiert, so der im Nordschwarzwald lebende Künstler und Architekt. Er möchte die Betrachter zur gestalterischen Mitarbeit auffordern und auch ein wenig provozieren und so zum Nachdenken anregen.
Von zarter, ganz heller und zurückhaltender, eher reduzierter Farbigkeit geprägt sind hingegen die Bilder von Petra Brinkschmidt, die in Besigheim lebt und arbeitet. Die von ihr dargestellten Mädchenfiguren sind in Augenblicken der Bewegung, der Versunkenheit oder beim Spielen festgehalten. Einerseits strahlen die zarten, oft skizzenhaft wirkenden und durch zeichnerische Linienführung geprägten Bilder eine große Ruhe aus, andererseits wirken die Abgebildeten gerade dadurch auch immer wieder einsam, verletzlich und angreifbar. Ihre Motive findet Brinkschmidt oft in Zeitungs- und Illustriertenfotos. So hat sie sich aktuell auch von Bildern von Flüchtlingskindern inspirieren lassen und gibt ihnen mit ihrer Bildsprache eine eigene Interpretation. Es gelingt ihr, mit ihrer sehr offenen Bildgestaltung, bei der viel freier Raum zu sehen ist, den Ausdruck und die Stimmung der Kinder darzustellen und intensiv auf den Betrachter wirken zu lassen.
Mit einem Zitat von Paul Klee, das das Gemeinsame der drei ganz unterschiedlichen Künstler und den Grundgedanken der Ausstellung herausstellte, schloss Monika Will ihre Einführungsrede: "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar."
Die Ausstellung mit Werken von Petra Brinkschmidt, Margarete Eckert-Preisser und Karlheinz Stoklas ist im Bürger- und Rathaus Murr noch bis zum 31. Januar 2016 zu den Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes zu sehen. Diese sind: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag von 13.30 bis 18 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr und Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr.

27.11.2015

Weihnachtsbäume im Ort künden von der beginnenden Adventszeit

Bauhofmitarbeiter beim Anbringen der Beleuchtung am Baum vor dem Bürger- und Rathaus
Mitarbeiter des Bauhofs beim Anbringen der Beleuchtung am Weihnachtsbaum auf dem Dorfplatz

Die ersten Schneeflocken, das Öffnen der Weihnachtsmärkte landauf, landab - die Zeichen sind deutlich: Die Advents- und Vorweihnachtszeit ist da. Ringsum werden wieder Gärten, Plätze und Häuser geschmückt und Lichterketten an Gebäuden und Bäumen angebracht und weihnachtlicher Lichterglanz beleuchtet die dunkle Jahreszeit.
Auch in der Gemeinde Murr ist es seit langem schöne Tradition, dass besondere öffentliche Gebäude und Plätze weihnachtlich geschmückt werden und in der Winterzeit festlich beleuchtet sind. Daher hat die Bauhof-Mannschaft um Bauhofleiter Markus Lischka auch dieses Jahr wieder die Weihnachtsbeleuchtung rund um das Bürger- und Rathaus und den Dorfplatz überprüft und wo nötig ausgebessert und Anfang dieser Woche einen Weihnachtsbaum vor dem Bürger- und Rathaus aufgestellt - ein stattliches Exemplar, das vor kurzem noch auf einem privaten Grundstück im Industriegebiet stand.
Diese Aufgabe erfordert von den Mitarbeitern des Bauhofs enormes Geschick, Erfahrung und Umsicht, denn der große Baum muss standsicher und senkrecht aufgestellt werden. Einen Tag später wurde die Beleuchtung an dem Baum befestigt.
Auch an anderen Stellen im Ort wie der Blattert-Kreuzung und bei der Gemeindehalle haben die Gemeindearbeiter für Adventsschmuck gesorgt.
Der Baum vor dem Bürger- und Rathaus wurde auch in diesem Jahr wieder wie andere Weihnachtsbäume von einem Einwohner der Gemeinde gespendet. Die Gemeinde bedankt sich auf diesem Weg bei allen ganz herzlich, die ihre Nadelbäume für den weihnachtlichen Schmuck unseres Ortes zur Verfügung gestellt haben. Ihre Spenden ermöglichen es, dass sich unser Ort in der Vorweihnachtszeit im jahreszeitlich passenden Schmuck präsentieren kann.

13.11.2015

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 10. November 2015)

Mit den Themen Gemeindewald, Jugendhaus und Bebauungsplanung für einen weiteren Abschnitt des Baugebiets "Langes Feld VI" befasste sich der Gemeinderat, als er am Dienstag, dem 10. November 2015, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammentrat. Neben den Mitgliedern des Gremiums konnte Bartzsch auch eine beträchtliche Anzahl von Zuhörerinnen und Zuhörern zu der Sitzung willkommen heißen.

Gemeindewald
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch Gundula Gmelin, seit Februar dieses Jahres Leiterin des Fachbereichs Forsten im Landratsamt Ludwigsburg, und den Revierförster des Hardtwaldes Jürgen Weis. Nachdem Gmelin sich dem Gremium vorgestellt hatte, bezeichnete sie das Jahr 2015 aus forstwirtschaftlicher Sicht als relativ normales Jahr, das zu Beginn jedoch eher nass und im Sommer eher trocken gewesen sei. Obwohl auch dieses Jahr Schädlingsbefall von Eichenprozessionsspinner, Borkenkäfer oder Kupferstecher oder durch das Eschentriebsterben festgestellt werden musste, konnte auf größere Bekämpfungsmaßnahmen zunächst verzichtet werden. Die Lage auf dem Holzmarkt sei 2015 recht gut gewesen.
Gmelin ging auch auf die organisatorische Änderung im Landratsamt als Reaktion auf ein kartellrechtliches Verfahren ein, das die Trennung des Holzverkaufs von den hoheitlichen Tätigkeiten der Forstverwaltung verlange. Obwohl eine endgültige gerichtliche Entscheidung noch ausstehe, sei die gute Betreuung der Kommunen wie bisher stets gewährleistet.
Als wichtigsten Grundsatz der Waldbewirtschaftung 2015 und auch im kommenden Jahr hob Revierförster Jürgen Weis die Nachhaltigkeit hervor. Die Waldbewirtschaftung müsse immer anstreben, die verschiedenen Funktionen, die der Wald habe - Bedeutung für Naturhaushalt und Klimaschutz, Freizeit- und Erholungsrevier, Rohstoffquelle und Wirtschaftsgut - unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen und auch für künftige Generationen zu erhalten.
Die Aufforstungsfläche im Bereich der früheren Obstanlage habe man mit Düngungen unterstützen müssen. Mit den notwendigen Maßnahmen zur Wegeunterhaltung, Bestands- und Kulturpflege und Holzernte und -aufbereitung wolle man den Wald auch im kommenden Jahr ausgeglichen bewirtschaften. So sei der Einschlag von 650 Festmeter Holz geplant. Mit einem geplanten Ergebnis von 700 Euro wolle man das Forstwirtschaftsjahr 2016 mit einem leichten Plus abschließen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch dankte Revierförster Jürgen Weis und den Waldarbeitern für ihre Arbeit im Interesse des Gemeindewaldes und lud die Ratsdamen und -herren sowie alle Anwesenden schon jetzt zum traditionellen Brennholzverkauf am 30. Dezember 2015 um 10 Uhr im Hardtwald ein. Der Waldwirtschaftsplan wurde vom Gremium einstimmig verabschiedet.

Jugendhaus "Magnet": Tätigkeitsbericht und Standort für Neubau
Zum traditionellen Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Jugendhauses "Magnet" an der Kirchgasse begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Jugendhausleiter Ulrich Harsch und den derzeitigen Praktikanten im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) Tolga Kalincik.
Harsch gab den Mitgliedern des Gremiums zunächst einen detaillierten Bericht über die Arbeit des Jugendhauses im Jahr 2015. Neben den Grundangeboten wie der offenen Arbeit, den eigenen Zeiten für jüngere Besucher ("Kid's Club") und Mädchen gab es Aktionen wie eine Bootsfahrt auf dem Neckar mit anschließendem Grillen am Lagerfeuer, die Mitwirkung bei der Einweihung des neuen Platzes an der Ecke Hindenburgstraße und Kirchgasse oder die Teilnahme am Murrer Sommerferienprogramm.
Viel Zeit erfordern die Beratungen, die von vielen der durchschnittlich rund 40 Besucherinnen und Besucher pro Öffnungstag bei Schwierigkeiten in Schule, Familie oder in der Beziehung sowie bei Bewerbungen oder Hausarbeiten nachgefragt und gebraucht werden. Der Aufenthalt bzw. sportliche Aktionen von Jugendlichen im Freien rund um das derzeitige Jugendhaus haben immer wieder Klagen und Gespräche über Sachbeschädigungen im Bereich des Kirchplatzes zur Folge.
Mit Arbeitszeit von ihm und seiner Kollegin Maria Viúdez, die zu 50 % in Murr und zu 50 % in Pleidelsheim arbeite, sowie mit der Unterstützung des FSJ-Praktikanten könne man die anstehenden Herausforderungen bewältigen.
Die Mitglieder des Gremiums sprachen dem Team des Murrer Jugendhauses uneingeschränkte Anerkennung für seine Arbeit aus, die schon lange ein unverzichtbarer Bestandteil der Angebote in Murr sei. Das Jugendhaus sei aus dem Leben in Murr nicht wegzudenken und für viele Kinder und Jugendliche in der Gemeinde eine wichtige Anlaufstation.

Am 9. Juni 2015 hat der Gemeinderat grundsätzlich den Neubau eines Jugendhauses an einem geeigneteren Standort als dem jetzigen beschlossen. Nach einer Informationsfahrt am 23. Oktober 2015, bei der verschiedene Jugendhäuser besichtigt wurden, stand nun die Entscheidung für den Standort eines solchen Neubaus auf der Tagesordnung.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug einen Standort auf dem Parkplatz am Hermannsplatz vor, der neben einer Alternative im Bereich von Schule und Sporthalle schon früh im Gespräch war. Für diesen Standort sprechen die Nähe zum Ort und den Bushaltestellen, die Nachbarschaft von Sportanlagen, Skaterbahn und Spielplatz und das große freie Gelände darum herum. Die Lage in der Wasserschutzzone - ganz in der Nähe befindet sich eine Trinkwasserquelle - und direkt am Fluss im Überschwemmungsgebiet bringe bestimmte bauliche Anforderungen mit sich, aber diese könne man sicher in Gesprächen mit dem Landratsamt Ludwigsburg regeln, so der Schultes. Andere Nutzungen wie durch den Häckselplatz oder das Brückenfest wären aufgrund der Fläche auch weiterhin möglich.
In der Beratung sprach sich die große Mehrheit der Ratsmitglieder für diesen Standort aus, der unter dem Strich eine Menge Vorteile und größere gestalterische Möglichkeiten biete. So entschied sich der Gemeinderat mit großer Mehrheit für einen Neubau am Hermannsplatz und will das weitere Vorgehen wie das Erstellen eines Raumprogramms im Rahmen einer Projektgruppe aus Gemeinderäten, Jugendlichen, Kreisjugendpfleger und Vertretern des Rathauses abwickeln.

Bebauungsplan "Langes Feld VI (3. Abschnitt)": Billigung des Entwurfs
Bereits im Jahr 2006 wurde für das Gebiet "Langes Feld", auf dem nach dem geltenden Flächennutzungsplan weitere Wohnbauflächen erschlossen werden können, vom Planungsbüro "FPZ" ein städtebaulicher Entwurf entwickelt. Ein erster und ein zweiter Bauabschnitt wurden bereits realisiert und sind schon bebaut.
Am 15. September 2015 wurde für einen dritten Bauabschnitt das Bebauungsplanverfahren eingeleitet; in diesem soll auf Grundlage eines städtebaulichen Entwurfs von Planerin Petra Zeese vom Planungsbüro die Konzeption der ersten beiden Bauabschnitte mit Einzel-, Doppel-, Reihen- und Kettenhäusern fortgesetzt werden.
Zeese wurde in der Sitzung von Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßt und erläuterte den Mitgliedern des Gremiums nun die weitere Ausarbeitung der Planung als Grundlage für den Entwurf des Bebauungsplans. Sie ging dabei auf die vorhandene Erschließung mit Wohnstraßen in Nord-Süd-Richtung und Fußwegen und auf die vorgesehenen Haustypen und Gebäudegrößen sowie auf die wichtigsten gestalterischen Vorgaben ein. Eine Besonderheit seien die vorgesehenen seniorengerechten Bungalows in diesem Gebiet, die sich recht gut einfügen.
Der Gemeinderat billigte den Entwurf des Bebauungsplans mit Textteil, Begründung und Umweltbericht einstimmig. Dieser liegt nun für vier Wochen zur Einsicht für jedermann aus (s. auch unter Amtliche Bekanntmachungen). Über alle Bedenken und Anregungen, die in dieser Zeit eingehen, entscheidet der Gemeinderat vor der endgültigen Beschlussfassung über die Rechtskraft des Bebauungsplans.

06.11.2015

Bundesverdienstmedaille für Günther Burk

Günther Burk erhält aus der Hand von Staatssekretärin Marion von Wartenberg die Bundesverdienstmedaille
Staatssekretärin von Wartenberg (links) überreicht Günther Burk (rechts) die Bundesverdienstmedaille
Die Jugend-Trachtentanzgruppe aus Zsobok bei ihrem temperamentvollen Auftritt
Die Jugend-Trachtentanzgruppe bei ihrem Auftriit auf der Bühne des Bürgersaals
Die Verleihungsurkunde für die Bundesverdienstmedaille mit der Unterschrift von Bundespräsident Joachim Gauck
Abbild der Urkunde zur Bundesverdienstmedaille

Mit einer der höchsten Auszeichnungen des deutschen Staates, der Bundesverdienstmedaille, ist am 30. Oktober 2015 der Murrer Günther Burk für seinen Einsatz in mehreren Ehrenämtern und als Anerkennung der damit verbundenen Verdienste um Volk und Staat ausgezeichnet worden. In einer feierlichen Veranstaltung im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses überreichte am Freitag die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion von Wartenberg, die Auszeichnung, die von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnet ist, und überbrachte dazu Grüße von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Bevor Bürgermeister Torsten Bartzsch die Gäste im Bürgersaal willkommen hieß, begrüßte ein Bläserquartett der ungarischen Staatsoper Klausenburg die Festgesellschaft musikalisch. Bartzsch konnte in seiner Begrüßung neben Günther Burk mit seiner Familie seinen Amtsvorgänger Manfred Hollenbach MdL, eine stattliche Delegation aus Zsobok, darunter einige offizielle Vertreter der Kommune und des Landkreises sowie eine Trachtentanzgruppe, mehrere Mitglieder des Gemeinderats, die beiden Träger der Bürgermedaille Heinz Allmendinger und Albrecht Blank, Mitarbeiter des CVJM/Evangelische Jugend Murr, Vertreter der EnBW, dem früheren Arbeitgeber Burks, Repräsentanten benachbarter Kommunen und Mitglieder des Fördervereins Kinderheim Zsobok willkommen heißen.
Staatssekretärin von Wartenberg hob in ihrer Rede zur Verleihung der Verdienstmedaille die Verdienste von Günther Burk seit vielen Jahren in den verschiedensten Bereichen hervor. Als Mitinitiator und langjähriger Leiter der evangelischen Jugendarbeit in Murr und für die Deutsche Indianer-Pionier-Mission war er für zahlreiche junge Menschen Mentor und achtete auf das Gleichgewicht zwischen sozialem Einsatz und persönlicher Freiheit. Der zweite große Bereich, in dem sich Günther Burk stark engagiert, ist seit 1990 die Hilfe für notleidende Menschen in Rumänien, die seit vielen Jahren im "Förderverein Kinderheim Zsobok" organisiert ist. Kinderheim, Mühle, Landwirtschaft, Bäckerei und Straßenverbindung sind auf diese Weise in dem siebenbürgischen Flecken entstanden, haben ihn aus der Isolation befreit und den Menschen Arbeit und damit eine Perspektive für die Zukunft gegeben.
Unter dem großen Beifall aller Anwesenden überreichte Staatssekretärin Marion von Wartenberg sodann Günther Burk die Urkunde des Bundespräsidenten, heftete ihm die Bundesverdienstmedaille ans Revers und beglückwünschte ihn zu dieser hohen Auszeichnung.
Pianist Martin Lutz und Trompeter Andreas Lieb setzten anschließend einen musikalischen Glanzpunkt.
Als erster Redner bekundete der frühere Murrer Bürgermeister Manfred Hollenbach dem Geehrten Respekt für seinen Einsatz für das Dorf Zsobok. Er sei von Anfang an Kopf und Motor der Hilfsaktionen gewesen und habe dabei immer ein bewundernswertes Organisationstalent bewiesen und letztendlich auch Unmögliches möglich gemacht.
Als weitere Redner dankten der Vizepräsident des Kreistags von Salaj, dem rumänischen Landkreis, in dem Zsobok gelegen ist, Dr. Bernhard Beck vom Vorstand der EnBW AG, Martin Höfer von der Deutschen Indianer-Pionier-Mission und Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer vom evangelischen Kirchenbezirk Marbach Günther Burk jeweils aus ihrer Sicht für seinen großen Einsatz über 40 Jahre als Leiter der Jugendarbeit, im missionarischen Dienst, als Kirchengemeinderat und auf vielen Aufgabenfeldern mehr.
Nachdem Martin Lutz und Andreas Lieb noch einmal mit ihrem meisterhaften Piano- und Trompetenspiel die Gäste begeistert hatten, trat Günther Burk zu seinem Schlusswort ans Mikrofon. Ihm war es wichtig, dass die Auszeichnung eigentlich eine Ehrung für gemeinschaftliche Werke sei, denn die Jugendarbeit, die Hilfe für Rumänien und andere ehrenamtliche Engagements seien immer die Arbeit von vielen, eine Gemeinschaftsleistung. Ein Beispiel dafür sei unter anderem auch die Unterstützung seines Arbeitgebers; Firma, Vorgesetzte und Kollegen hätten nicht nur Verständnis für ihn gehabt, sondern hätten sich auch von seinem Engagement mitreißen lassen und es bis heute immer gefördert. Burk bedankte sich auch herzlich bei seiner Frau und seiner Familie, die ihm immer den Rücken frei gehalten hätten. Nicht zuletzt sei es auch sein Glaube gewesen, der ihn stets getragen und über schwere Zeiten geholfen hätte.
Zum Abschluss der Veranstaltung trat die Jugend-Trachtengruppe aus Zsobok auf und riss mit ihren vor Lebensfreude und Temperament sprühenden Tanzvorführungen in ihren farbenfrohen Trachten das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin.
An das offizielle Programm schloss sich ein geselliger Teil mit Imbiss und Getränken an, bei dem sich die Gäste noch lange und angeregt unterhielten.
Am Samstag veranstaltete der "Förderverein Kinderheim Zsobok" im Bürgersaal einen zweiten Festabend. Start des Programms war die Eröffnung der Ausstellung "Gemeinsam viel bewegt" durch Bürgermeister Torsten Bartzsch, die bis zum 6. Dezember 2015 im Bürger- und Rathaus Einblicke in das ehrenamtliche Engagement von Günther Burk und die Arbeit der vielen Organisationen, in denen und für die er tätig war und ist, gibt. Auftritte der Trachtentanzgruppe, Musikdarbietungen des Bläserquartetts der ungarischen Staatsoper Klausenburg, Grußworte der rumänischen Freunde und Vertreter der rumänischen Kommunalpolitik und ein interessanter, mit Bildern untermalter Vortrag des ungarischen Professors Tibor Farkas bildeten die Bausteine eines sehr abwechslungsreichen Abends, bei dem die Gäste ein sehr lebendiges Bild von Zsobok und dessen Entwicklung in den letzten 20 Jahren bekamen.

23.10.2015

Kindergarten-Elternbeirat im Kindergartenjahr 2015/2016

In den vergangenen Wochen wurden für jede Kindergartengruppe aus der Mitte der Eltern jeweils ein Mitglied und ein stellvertretendes Mitglied für den Elternbeirat gewählt.
Der Elternbeirat hat die Aufgabe, die Erziehungsarbeit im Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Elternhaus und Träger zu fördern.

Als Mitglieder und stellvertretende Mitglieder des Elternbeirats wurden für die Kindergärten und für das Kinderhaus folgende Personen gewählt:

Kindergarten Lindenweg
Gruppe Joos: Frau Daniela Blank, Frau Katja Krämer
Gruppe Klingenberg: Frau Stefanie Riegraf, Frau Raphaela Grosch
Gruppe Gravenhorst: Frau Sandra Schumm, Frau Kathleen Herrmann
Gruppe Börkircher: Frau Christiane Kiemle, Frau Elke Schlender

Kindergarten "Murrer Strolche"
Gruppe Jurka: Frau Emilie Beyer, Frau Stefanie Gärtner
Gruppe Wallner-Gerlach: Frau Stephanie Siebert, Frau Victoria Silvestri
Gruppe Buchstab: Frau Nina Benali, Frau Sandra Wurm

Kindergarten Pfarrgasse
Gruppe Grill: Frau Andrea Buck, Frau Bettina Dorf
Gruppe Waldbüßer: Frau Doreen Kizilbel, Frau Anja Bretzger-Bensinger

Kinderhaus Regenbogen
Gruppe Weitbrecht: Frau Daniela Göhner
Gruppe Schlegel: Frau Elke Schlender
Gruppe Baier: Frau Sylvia Jovicic

23.10.2015

Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der Stellvertreter für die Murrer Kindergärten

Die Elternvertreter der Murrer Kindergärten trafen sich am Montag, 19. Oktober 2015, zu einer gemeinsamen Sitzung mit den Mitgliedern des Kindergartenausschusses der kirchlichen und der bürgerlichen Gemeinde, dem Kindergartenpersonal und Vertretern der Verwaltung. Besprochen und diskutiert wurden verschiedene Punkte zum aktuellen Kindergartenbetrieb.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der drei stellvertretenden Vorsitzenden.
Wie in den Vorjahren hat der Gesamtelternbeirat aus seiner Mitte vier Elternvertreter als Ansprechpartner und Bindeglieder zu den Trägern gewählt, die jeweils einen der örtlichen Kindergärten sowie das Kinderhaus repräsentieren.
Vorsitzende des Elternbeirats bleibt Frau Stephanie Siebert, als Stellvertreterinnen wurden Frau Christiane Kiemle, Frau Daniela Göhner und Frau Andrea Buck gewählt.
Bürgermeister Bartzsch bedankte sich bei den gewählten Elternvertreterinnen sehr herzlich für deren Bereitschaft, die Erziehungsarbeit am Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu fördern.

23.10.2015

Das Verbandsbauamt Großbottwar hat einen neuen Geschäftsführer

Großbottwars Bürgermeister Ralf Zimmermann als Verbandsvorsitzender freut sich, Herrn Jürgen Ruoff als neuen Geschäftsführer des Verbandsbauamtes Großbottwar begrüßen zu dürfen
Bürgermeister Ralf Zimmermann (Großbottwar, links) und Diplomingenieur Jürgen Ruoff (rechts)

Seit 5. Oktober 2015 ist Jürgen Ruoff für das Verbandsbauamt Großbottwar tätig. Der Diplomingenieur hatte zuvor bei der Stadt Marbach die Sachgebietsleitung für den Bereich Tiefbau inne. Hierzu gehörten insbesondere die Fachbereiche Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung sowie Brücken- und Straßenbau.
Die Verbandsgemeinden Murr, Oberstenfeld und die Stadt Großbottwar wünschen Herrn Ruoff zu seinem verantwortungsvollen neuen Aufgabengebiet einen guten Start und eine erfolgreiche Arbeit.

23.10.2015

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 13. Oktober 2015)

Zu einer turnusmäßigen Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, 13. Oktober 2015, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses die Mitglieder des Gemeinderates sowie einige Zuhörerinnen und Zuhörer, darunter auch die Vertreter der lokalen Presse. Auf der Tagesordnung standen der Bericht der Syna GmbH über die Energieversorgung in Murr, die Vergabe weiterer Gewerke für das Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30 sowie die Neuregelung der Elternbeiträge für den Mini-Kindergarten im Kinderhaus Regenbogen.

Energieversorgung
Herr Meyle und Herr Sammet von der Syna GmbH, die regelmäßig über die aktuelle Entwicklungen und Informationen über das Gas- und Stromnetz in Murr berichten, erläuterten den Sachstandsbericht und verschafften dem Gremium einen Überblick über das Gas- und Stromnetz in Murr.

Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30
Bürgermeister Torsten Bartzsch führte aus, dass in den Gemeinderatssitzungen vom 18. Mai bzw. 9. Juni 2015 die Rohbau-, Erdbau- und Elektroarbeiten für das neue Wohn- und Geschäftshaus in der Hindenburgstraße 28/30 vergeben wurden. Derzeit wird der Rohbau des Gebäudes errichtet. Für den weiteren Baufortschritt sind die nächsten Gewerke zu vergeben.
Es handelt sich um die Gewerke Heizung, Sanitär, Zimmerer, Klempner, Dachdecker und Abdichtung. Die abgegebenen Angebote liegen bis auf die Gewerke Heizung und Sanitär im Rahmen der Kostenschätzung. Der Vorsitzende führte weiter aus, dass bei der geplanten Arztpraxis im Erdgeschoss für die Sanitäranlagen 30.000 Euro Mehrkosten entstehen. Bei der Lüftungsanlage werden zusätzlich 50.000 Euro zur Kostenschätzung hinzukommen. Das Neubauprojekt wird sich bei den Gesamtkosten von 2 Millionen Euro auf 2,19 Millionen Euro erhöhen.
Bürgermeister Bartzsch schlug vor, für die Vergabe der Gewerke jeweils den wirtschaftlichsten Anbieter zu wählen. Der Auftrag für die Heizungsarbeiten ging an die Firma MHM Gebäudetechnik, Leonberg, zum Angebotspreis von 175.173,63 Euro, die Sanitärarbeiten ebenfalls an die Firma MHM Gebäudetechnik, Leonberg, zum Angebotspreis von 164.501,66 Euro, die Zimmererarbeiten an die Firma Schieber, Mainhardt, zum Angebotspreis von 71.566,83 Euro, die Klempnerarbeiten an die Firma Scholl, Backnang, zum Angebotspreis von 32.665,75 Euro, die Dachdeckerarbeiten an die Firma Albert, Walheim, zum Angebotspreis von 22.262,73 Euro und die Abdichtungsarbeiten an die Firma Fritz, Murr, zum Angebotspreis von 39.236,32 Euro.

Neuregelung der Elternbeiträge für den Mini-Kindergarten am Kinderhaus Regenbogen
Gemeindeoberamtsrat Keppler berichtete, dass im September 2005 in Murr der Mini-Kindergarten als Spielgruppe gegründet und in Betrieb genommen wurde. Seither wurden in dieser Gruppe bis zu 10 Kinder im Alter zwischen 2 und 3 Jahren spielerisch an den späteren Kindergartenbesuch herangeführt. Der Mini-Kindergarten wurde im März 2013 in das Kinderhaus "Regenbogen" integriert, zuvor war er im Gebäude des Kindergartens "Murrer Strolche" zu Hause.
Aktuell erfolge die Betreuung der Kinder im Mini-Kindergarten an drei Wochentagen mit jeweils 3,5 Stunden, was einer wöchentlichen Betreuungszeit von 10,5 Stunden entspricht. Für das Betreuungsangebot wird ein pauschaler Elternbeitrag von 70,00 € an 11 Monaten im Jahr erhoben, der Ferienmonat August ist beitragsfrei. Diese noch aus den Anfangsjahren stammende pauschale Beitragsregelung wurde in jüngster Zeit von Elternseite hinterfragt, weil sie im Gegensatz zu den Beitragsregelungen in der Kleinkindbetreuung, der Kindergartenkinderbetreuung und in der Schulkinderbetreuung noch keine nach der Zahl der Kinder in der Familie gestaffelten Beitragssätze vorsieht. Familien mit mehreren Kindern sehen sich mit der pauschalen Beitragsregelung im Nachteil, so Gemeindeoberamtsrat Keppler.
Von der Verwaltung wurde deshalb angeregt, die Elternbeiträge für den Mini-Kindergarten mit Wirkung vom 1. Januar 2016 neu zu regeln und eine Beitragsstaffelung einzuführen, die, wie in allen anderen Kinderbetreuungsbereichen auch, Rücksicht nimmt auf die Zahl der Kinder in der Familie. So verabschiedete der Gemeinderat diese letztendlich mit großer Mehrheit:

Die Elternbeiträge für den Besuch des Mini-Kindergartens am Kinderhaus Regenbogen werden ab dem 1. Januar 2016 monatlich im 11-Monats-Modell wie folgt festgesetzt:
Für 1 Kind aus einer Familie mit einem Kind 108,00 €,
für 1 Kind aus einer Familie mit zwei Kindern unter 18 Jahren 80,00 €,
für 1 Kind aus einer Familie mit drei Kindern unter 18 Jahren 55,00 € und
für 1 Kind aus einer Familie mit vier und mehr Kindern unter 18 Jahren 22,00 €.

Verschiedenes: Pflasteraustausch in der Hindenburgstraße
Bürgermeister Bartzsch teilte mit, dass am 26. Oktober die Bauarbeiten zum Austausch des Granitpflasters in der Ortsdurchfahrt am Dorfplatz beginnen und etwa eine Woche Zeit in Anspruch nehmen würden. Der innerörtliche Verkehr sowie der Busverkehr wird über die Strecke Heerstraße - Theodor-Heuss-Straße - Haugweg umgeleitet. Ab dem 2. November wird dann der Austausch des Granitpflasters an der Hardtlinde fortgesetzt und ebenfalls eine Woche in Anspruch nehmen. Der Linienbus wird in diesem Zeitraum nur die Bushaltestelle Blattert anfahren. Die Haltestellen "Hardtlinde" und "Ortsmitte" werden in den Herbstferien nicht bedient. Am 7. November sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, so dass ab dem 9. November wieder freie Fahrt durch Murr besteht. Während der Bauphase ist der Dorfplatz über die Steinäckerstraße zu erreichen.

02.10.2015

Erste Weinlese des „neuen“ Kirchenwengert

Die ersten Trauben der Sorte Blaufränkisch (Lemberger)
Lemberger-Trauben am Weinstock
Fritz Blank, Gerhard Leibbrand und Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Weinlese
Von links: Fritz Blank, gerhard leibbrand und Bürgermeister Torsten Bartzsch im Weinberg beim Lesen der Trauben

Im letzten Jahr wurden am gemeindeeigenen Kirchenwengert die bisherigen Reben entfernt und neue Reben der Sorte Blaufränkisch (Lemberger) gepflanzt. Die neuen Rebstöcke haben sich dank der hervorragenden Pflege der Weinexperten Fritz Blank und Gerhard Leibbrand prächtig entwickelt.
Dies führte dazu, dass aufgrund der Witterung in diesem Jahr bereits am vergangenen Mittwoch die erste Weinlese stattfand und überwiegend schöne und gesunde Trauben geerntet werden konnten. Die Trauben hatten eine gute Qualität mit einem Mostgewicht von ca. 90 Grad Oechsle.
Für eine Weinherstellung reichte die Menge leider noch nicht aus. Deshalb durften sich die Kindergärten, das Kleeblatt-Pflegeheim und die Seniorenresidenz Bergkelter über den ersten Ertrag der neuen Rebstöcke erfreuen und die Trauben verköstigen.

25.09.2015

Stimmungsvolle Bilder in altmeisterlicher Technik: Ausstellung von Erich Scharinger wurde eröffnet

Gitarrist Aaron Antes gestaltete die Ausstellungseröffnung musikalisch
Gitarrist Aaron Antes mit Instrument
Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) begrüßte am Sonntag eine große Zahl von Gästen im Bürger- und Rathaus
Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Begrüßung vor den Gästen im Foyer des Bürger- und Rathauses
Der Marbacher Geschäftsmann Gunter Jazdziewski bei seiner Einführungsrede
Gunter Jazdziewski bei der Eröffnungsrede vor dem Mikrofon

Mit einer gut besuchten Vernissage begann am Sonntag, 20. September 2015, im Bürger- und Rathaus Murr eine Ausstellung des Marbacher Künstlers Erich Scharinger. Unter dem Titel "Inspirationen" zeigt dieser bis zum 18. Oktober 2015 in der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" 34 Bilder und Zeichnungen, die von einer meisterlichen Beherrschung des künstlerischen Handwerks und der Techniken Rötel und Kohle, Pastell oder Grisaille, aber auch von einem sensiblen künstlerischen Blick für Stimmungen, Licht und Atmosphäre zeugen.
Rund 60 Gäste kamen am Sonntagvormittag zur Ausstellungseröffnung und zeigten sich von der 43. Präsentation von Scharingers Werken beeindruckt. Musikalisch umrahmt und eröffnet wurde die Veranstaltung von Gitarrist Aaron Antes aus Winnenden, der mit teils stimmungsvollen, teils furios-feurigen Eigenkompositionen und meisterlich filigraner und virtuoser Spieltechnik eigenständige musikalisch passende Akzente zu den Bildern und Zeichnungen von Erich Scharinger setzte.
Bürgermeister Torsten Bartzsch hob in seiner Begrüßung der Anwesenden hervor, er freue sich, dass Erich Scharinger seine Werke im Murrer Bürger- und Rathaus zeige. Sie könnten dazu beitragen, auch dem Betrachter Inspirationen zu vermitteln und eine Auszeit zu bieten sowie zur Entschleunigung des oft hektischen Alltags beizutragen. Der Schultes bedankte sich bei Künstler, Musiker und Redner für ihre Beiträge zu dieser Ausstellung und zur Eröffnungsveranstaltung.
In seiner sehr einfühlsamen und persönlich gehaltenen Eröffnungsrede gab der Marbacher Diplom-Kaufmann Gunter Jazdziewski Einblicke, wie die Werke von Erich Scharinger zustande kommen. Wegen seiner altmeisterlich anmutenden Technik werde dem Künstler oft vorgehalten, er komme 200 Jahre zu spät. Der Künstler dagegen male und zeichne das, was er in seinem Inneren sehe und empfinde. Bewusst wolle er die Schönheit der Welt und seiner unmittelbaren Umgebung zeigen als Kontrast zur unruhigen, ruhelosen Zeit.
1929 im österreichischen Steyr geboren, Enkel eines in München anerkannten Kirchenmalers, lebt und arbeitet Scharinger - zudem ein passionierter Bergführer, Fechter und Reiter -, der seit seiner Kindheit malt, seit 35 Jahren in Marbach. Seine Maltechnik habe er sich selbst beigebracht und habe als junger Mann Malkurse abgebrochen, weil sie ihm nichts Neues mehr vermitteln konnten. Die Motive findet er in seiner Heimat und in der näheren Umgebung und so finden die Betrachter immer wieder bekannte Ansichten, so zum Beispiel des Marbacher Bürgerturms oder des Murrer Floßhausstegs. Aber auch von Urlaubsreisen bringe Scharinger Motive mit, die er mit seiner inneren Auffassung und Vorstellung der richtigen Licht- und Schattenstimmung zu Papier bringt. "Seine Bilder sind kein bloßes Abbild des Gesehenen, sondern Stimmungsbilder", so Jazdziewski in seiner Einführungsrede.
Nachdem Gitarrist Aaron Antes die Veranstaltung mit zwei ruhig-harmonischen Stücken abgerundet hat, klang der Vormittag im Bürger- und Rathaus bei Hefezopf, einem Gläschen Sekt oder Saft und anregender Unterhaltung aus.
Die Ausstellung "Inspirationen" von Erich Scharinger ist noch bis zum 18. Oktober 2015 zu den üblichen Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes Murr zu sehen. Diese sind: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag von 13.30 bis 18 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr und Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr.

24.09.2015

Neuer Hausmeister für das Bürger- und Rathaus

Herr Markus Rosenecker

Seit dem 1. September 2015 ist Herr Markus Rosenecker als Hausmeister für das Bürger- und Rathaus verantwortlich.
Herr Rosenecker ist gelernter Werkzeugmacher. Er wohnt mit seiner Familie seit über 20 Jahren in Murr. Er löst Herrn Haida ab, der über 13 Jahre als Hausmeister im Bürger- und Rathaus mitsamt Bücherei tätig war und die privaten und öffentlichen Veranstaltungen im Bürgersaal rege umsorgt hat. Er wird seinen Nachfolger noch einarbeiten und geht dann am 1. Dezember 2015 in den wohlverdienten Ruhestand.
Wir wünschen Herrn Rosenecker einen guten Start und alles Gute.

24.09.2015

Von „Smoke on the water“ bis zum „Rehragout“: Thomas Roth und Band begeisterten Publikum im Bürgersaal

Thomas Roth auf der Bühne des Bürgersaals
Thomas Roth bei seinem Auftritt auf der Bühne des Bürgersaals

Mit einem mitreißenden, abwechslungsreichen und vielseitigen Konzert begeisterte der Steinheimer Musiker Thomas Roth mit seinem neuen musikalischen Projekt "ROTH- Keyfiddle Journey" am Freitag, 11. September 2015, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" knapp 100 Zuhörerinnen und Zuhörer im Murrer Bürgersaal. Im Zentrum des Abends stand die Nyckelharpa oder Keyfiddle, ein nicht oft gehörtes Instrument, auf dem sich Roth schon in seinen früheren Bands "Des Geyers schwarzer Haufen" und "Geyers" zu einem wahren, weithin bekannten Virtuosen entwickelt hat. Es gelang ihm mit seiner Fingerfertigkeit, aber auch mit großer musikalischer Einfühlsamkeit und auf der Grundlage seiner reichhaltigen Konzerterfahrung, einen großen Bogen zu spannen und die Gäste mit seinem Instrument auf eine weite stimmungsvolle Reise durch die unterschiedlichsten Epochen, Weltgegenden und Musikstile zu entführen.
Die Keyfiddle - zu deutsch Schlüsselfiedel - eine Art Geige mit Tasten, mit einem Bogen gespielt, klingt mal zart und lyrisch wie eine Geige, kann aber auch kräftig wie ein Blasinstrument oder ein Dudelsack auftrumpfen und das Geschehen dominieren. Dank Roths technischer und künstlerischer Brillanz, dank aber auch der Klasse seiner Band-Kollegen war das Konzert nie eintönig oder einseitig, sondern sprach das Publikum mit großem Variantenreichtum, Witz, Humor und Stilvielfalt an. In meist rein instrumentalen Titeln entführte Roth die Gäste zum Beispiel in die Stadt seiner Kindheit (München), stimmte Klänge an, die Bilder von Irland, Wales oder Schottland vor dem geistigen Auge entstehen ließen oder wagte gar einen Ausflug in lateinamerikanische Rhythmen. Meisterlich kam seine Bandbreite in einem Solo zum Ausdruck, in dem barocke Klänge von Bach und das bekannte Riff des Hard Rock-Klassikers "Smoke on the water" von Deep Purple eine durchaus folgerichtige und harmonische Verbindung eingingen.
Die Mitglieder seiner Band waren dabei mehr als nur Begleitmusiker. Florian Huber am Schlagzeug (auch Gesang und Akkordeon), Thomas Schmitz am Bass, Frank Tischer an Klavier und Keyboard sowie Elias Maier mit Dudelsack, Gitarre und Flöte boten Roth für seine Solo-Ausflüge nicht nur ein sicheres, solides Fundament, sondern setzten immer wieder auch eigene Glanzpunkte und boten kontrastierende Rhythmen und Klangfarben, die viel zum abwechslungsreichen Geschehen auf der Bühne beitrugen.
Einen weiteren Akzent setzte nach der Pause als Überraschungsgast der Asperger Gitarrist Harald Scharpfenecker, der mit Thomas Roth zusammen eine sehr hörenswerte klassisch geprägte Melodie präsentierte, die von Schlagzeuger Florian Huber mit großem Einfühlungsvermögen stimmlich bereichert wurde - ein unbestreitbarer Gänsehautmoment an dem Abend. In einem weiteren Stück ließ Roth seinen Mitmusikern Raum, ihr eigenes Können unter Beweis zu stellen und so kam das gute alte Schlagzeug-Solo ebenfalls zu Ehren wie eine klangliche Reminiszenz an einen Klassiker früherer Rockjahre, nämlich "In-A-Gadda-Da-Vida" der Band "Iron Butterfly" aus dem Jahr 1968, das Tastenvirtuose Frank Tischer auferstehen ließ.
Neben zwei, drei Stücken aus der Geyers-Ära präsentierte Thomas Roth neue, größtenteils von ihm komponierte Lieder, die auch auf der CD seines neuen Projektes zu finden sind. Viel Humor bewiesen die Künstler bei der letzten Zugabe, die mit ihren bajuwarischen Schunkelklängen noch einmal viel Schwung in den Bürgersaal brachte und mit dem Nonsenstext vom "Rehragout" viel Heiterkeit erzeugte.
Nicht nur dafür, sondern für einen insgesamt abwechslungsreichen spannenden, mitreißenden Konzertabend war am Schluss langanhaltender, herzlicher Applaus der verdiente Lohn für Thomas Roth und seine Band.

18.09.2015

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. September 2015)

Zur ersten Sitzung des Gemeinderats nach der Sommerpause begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch am vergangenen Dienstag die Mitglieder des Murrer Ratsgremiums und zahlreiche Gäste. Startpunkt und Treffpunkt dieser Sitzung war das Gelände am Kindergarten Mühlweg, da es um die Erweiterung der dortigen Gebäude um einen Anbau für die Ganztagesbetreuung ging. Weitere Themen der Sitzung, die anschließend im Ratssaal des Bürger- und Rathauses fortgesetzt wurde, waren die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an den früheren Bürgermeister Manfred Hollenbach MdL, Beschlüsse zum Start eines Bebauungsplan- und eines Umlegungsverfahrens für die Erschließung und Bebauung eines weiteren Abschnittes im Wohnbaugebiet "Langes Feld VI", die rechnerischen Jahresabschlüsse der Gemeindekasse und der Wasserversorgung, die Vergabe für die Neuanschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr und der Austausch des Granitplattenbelags in der Ortsdurchfahrt sowie weitere Verwaltungsangelegenheiten.

Neubau am Kindergarten Mühlweg für die Ganztagesbetreuung
In seiner Sitzung am 18. Mai 2015 hat der Gemeinderat beschlossen, aufgrund der steigenden Nachfrage nach Ganztagesbetreuungsplätzen am Kindergarten Mühlweg einen Erweiterungsbau zu erstellen, in den eine vorhandene Ganztagesgruppe vom Kindergarten Lindenweg umziehen soll und eine weitere Regelgruppe des Kindergartens "Murrer Strolche" am Mühlweg in eine Ganztagesgruppe umgewandelt und ebenfalls dort einziehen soll. Zusammen mit dem Architekten Peter Ludwig erläuterte Bürgermeister Torsten Bartzsch zunächst vor Ort die Pläne für den Neubau, die zusammen mit den Erzieherinnen aus den Kindergärten Lindenweg und "Murrer Strolche" erarbeitet wurden. Der Neubau soll den bestehenden, in die Jahre gekommenen Pavillon ersetzen und mit einem neuen, gemeinsamen Eingangsbereich an das vorhandene, frühere Schulhaus angebunden werden, so dass die gruppenübergreifende Arbeit künftig erleichtert wird. So könne der neu geplante Mehrzweckraum künftig von allen Gruppen genutzt werden. Der Neubau soll zum Teil ein Flachdach und zum Teil ein Pultdach erhalten, als Heizung ist wie im benachbarten Kinderhaus "Regenbogen" eine Luft-Wärme-Pumpe vorgesehen.
Vor Ort erläuterten Schultes und Planer die Dimensionen des Neubaus, die Lage im Gelände und die Anbindung an den Gebäudebestand. Mit dem Bau soll im Frühjahr 2016 begonnen werden, Bauzeit wird etwa ein Jahr sein. Belastungen für den laufenden Betrieb sollten möglichst gering gehalten werden, seien aber nicht ganz zu vermeiden, warb Bartzsch gleich um Verständnis. Nach der Kostenschätzung werden der Abriss des Pavillons und der Neubau etwa 1,2 Millionen Euro kosten. Die Pläne sowie der Kostenrahmen wurden anschließend im Ratssaal von den Mitgliedern des Gremiums gut geheißen und die Aufträge für den Start des Neubaus einstimmig beschlossen.

Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Bürgermeister a. D. Manfred Hollenbach MdL
Im Jahr 2012 wurde Manfred Hollenbach nach 40-jähriger Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Murr verabschiedet. Schon damals, so sein Nachfolger, Bürgermeister Torsten Bartzsch, wurde darüber nachgedacht, ihm als Anerkennung seiner großen Verdienste um die Gemeinde das Ehrenbürgerrecht zu verleihen, die höchste Ehrung, die eine Gemeinde nach der Gemeindeordnung vergeben kann. Damals kam man überein, diese Ehrung nicht mit der Verabschiedung zu verbinden, sondern zu einem späteren, passenden Zeitpunkt vorzunehmen.
Dieser Anlass ist im Januar mit dem anstehenden 70. Geburtstag von Manfred Hollenbach gegeben, so Bartzsch. Er schlug vor, Herrn Hollenbach aufgrund seines langjährigen unermüdlichen persönlichen Einsatzes, seines großen Fachwissens, seines Weitblickes und seiner allseits geschätzten menschlichen Art das Ehrenbürgerrecht im Januar 2016 zu verliehen. Hollenbach habe durch sein Wirken die Entwicklung der Gemeinde Murr zu einem lebendigen, attraktiven Gemeinwesen mit hervorragender Infrastruktur, einer gesunden und soliden Finanzlage und einem positiven Miteinander in herausragender Weise geprägt und vorangetrieben. Seit 70 Jahren gebe es in Murr keinen Ehrenbürger, so Bartzsch; das Wirken von Herrn Hollenbach solle durch diese besondere Ehrung anerkannt und gewürdigt werden.
Die Mitglieder des Ratsgremiums stimmten dieser Einschätzung uneingeschränkt zu und beschlossen, Manfred Hollenbach die Ehrenbürgerwürde gemäß der Gemeindeordnung bei einer Veranstaltung am 10. Januar 2016 an zu verleihen.

Neues Baugebiet "Langes Feld VI, 3. Abschnitt": Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan und Umlegungsanordnung
Bürgermeister Torsten Bartzsch und Hauptamtsleiterin Brigitte Keller erläuterten, dass die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken in Murr nach wie vor groß ist und derzeit nicht mehr viele freie Flächen zur Verfügung stehen. Nach dem geltenden Flächennutzungsplan sind im Gebiet "Langes Feld VI" noch Erweiterungen der vorhandenen Bebauung möglich. Ein erster und zweiter Bauabschnitt sind vor einigen Jahren erschlossen und auch jeweils zügig bebaut worden.
Jetzt soll ein dritter Abschnitt in Angriff genommen werden, für den der Gemeinderat vor wenigen Wochen auch schon eine städtebauliche Konzeption gebilligt hat. Der dritte Abschnitt des Baugebiets "Langes Feld VI" hat eine Fläche von 1,81 Hektar und grenzt im Norden unmittelbar an den zweiten Abschnitt nördlich des Holunderwegs, im Osten an die vorhandene Bebauung westlich des Sankt-Anna-Wegs und im Süden an den Tannenweg. Da die Gemeinde im Plangebiet nicht Eigentümerin sämtlicher Grundstücke ist, ist zur Umsetzung des Bebauungsplans ein formelles Umlegungsverfahren notwendig.
Mit dem Aufstellungsbeschluss brachte der Gemeinderat das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes und mit der Umlegungsanordnung das notwendige Umlegungsverfahren auf den Weg.

Jahresrechnung 2014
Sehr zufriedenstellende Zahlen konnten Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler den Mitgliedern des Gemeinderats mit der Jahresrechnung für das Jahr 2014 vorlegen. Die meisten Kennzahlen des Jahresabschlusses stimmten mit den Planzahlen des Haushaltsplanes für 2014 überein, was für eine gute und gewissenhafte Planung spricht. Geprägt wird der Jahresabschluss durch sehr gute Steuereinnahmen; mit Gesamteinnahmen von knapp 9,6 Millionen Euro hat die Gemeinde ihr drittbestes Ergebnis bei diesem Einnahmeposten erreicht. Der Planansatz wurde um 250.000 Euro überschritten, was auf Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und bei den Schlüsselzuweisungen des Landes zurückzuführen ist. Diese überplanmäßigen Steuereinnahmen bewirkten laut Keppler eine höhere Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt und in Konsequenz davon eine möglich gewordene Zuweisung an die allgemeine Rücklage.
Bei den Ausgaben hob der Kämmerer die gestiegenen Personalausgaben hervor, in denen sich der starke Ausbau der Kinderbetreuungsangebote widerspiegele. Sparen konnte die Gemeinde dagegen im Jahr 2014 beim sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand. Sehr positiv für die Gemeinde wirke sich die seit 2005 bestehende Schuldenfreiheit aus, wegen der man keine Mittel für Zins und Tilgung ausgeben müsse. Die durchweg positiven Zahlen des Rechnungsabschlusses, die erneut angestiegene Rücklage und die solide Finanzsituation der Gemeinde ließen Kämmerer Keppler von einem Rechnungsabschluss "mit Prädikat" sprechen.
Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch - auch im Namen des Gemeinderates - sich bei Keppler und dessen Mannschaft im Finanzwesen des Bürgermeisteramtes für den Fleiß, die Erfahrung und das fachliche Können bedankt hatte, wurde der Rechnungsabschluss vom Gemeinderat einstimmig gebilligt.

Jahresabschluss 2014 der Wasserversorgung
Genauso positiv und zufriedenstellend wie der allgemeine Rechnungsabschluss fiel der Jahresabschluss 2014 der Wasserversorgung aus, den Kämmerer Albrecht Keppler den Ratsdamen und -herren anschließend erläuterte. Das Jahr schloss mit einem kleinen Gewinn in Höhe von rund 25.000 Euro ab, Ausgaben und Einnahmen entwickelten sich planmäßig. Wichtigste Erkenntnis aus dem Rechnungsabschluss für den Verbraucher war, dass der seit 2013 geltende, relativ günstige Wasserzins von 1,75 Euro/cbm Wasser nicht verändert werden muss. Auch diesem Rechnungsabschluss stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu.

Neuer Mannschaftstransportwagen für die Freiwillige Feuerwehr
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gremium erläuterte, ist der seitherige Mannschaftstransportwagen (MTW) der Freiwilligen Feuerwehr Murr bereits 26 Jahre alt und sollte dringend durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden. Bereits drei Mal hat die Gemeinde über das Landratsamt Ludwigsburg einen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro beantragt, der allerdings jedes Mal aufgrund der Deckelung des entsprechenden Fördertopfes des Landes und der vielen vorliegenden Förderanträge nicht bewilligt werden konnte. Nun schlug der Schultes vor, wegen der dringenden Notwendigkeit auf den Zuschuss zu verzichten.
Dem Gremium lagen Angebote vor, nach denen ein neuer MTW mit der notwendigen Ausstattung für Feuerwehrzwecke (Blaulicht, Signalhorn, Funkausrüstung u. a.) insgesamt etwa 66.000 Euro kostet. Da die Feuerwehr dringend ein neues Mannschaftstransportfahrzeug benötige, so der Gemeinderat, wurde die Anschaffung ohne Zuschuss des Landes einstimmig befürwortet.

Vergabe der Arbeiten zum Austausch des Granitplattenbelags in der Ortsdurchfahrt
Am 7. Juli 2015 hat der Gemeinderat beschlossen, den Granitplattenbelag in der Ortsdurchfahrt im Bereich des Dorfplatzes und bei der Hardtlinde aufgrund der immer wieder auftretenden Schäden durch einen Asphaltbelag ersetzen zu lassen. Das Verbandsbauamt hat die Arbeiten zwischenzeitlich ausgeschrieben. Nach dem günstigsten Angebot ergibt sich ein Kostenaufwand von rund 97.000 Euro. Der Gemeinderat vergab den Auftrag an den günstigsten Bieter, die Firma Lukas Gläser aus Aspach. Da die Arbeiten nur mit einer Vollsperrung des jeweiligen Straßenabschnittes möglich sind, wird der Termin für die Ausführung sowie mögliche Umleitungsstrecken laut Schultes Bartzsch noch mit dem Landratsamt als Straßenverkehrsbehörde und mit dem Busunternehmen abgestimmt.

Verschiedenes
Im weiteren Verlauf der Sitzung traf der Gemeinderat auf Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch die organisatorischen Vorbereitungen für die Durchführung der Landtagswahl am 13. März 2016. Der Schultes informierte die Mitglieder des Gremiums außerdem über die Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern im Landkreis und in der Gemeinde. Aufgrund der aktuellen Lage werde auch auf die Gemeinde Murr die Aufgabe zukommen, in diesem und im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Ludwigsburg eine größere Zahl von Asylbewerbern aufzunehmen und unterzubringen. Momentan gehe man für 2015 von 44 Menschen, für 2016 von weiteren 60 Menschen aus. Daher müsse man jetzt schon dringend überlegen, wo und wie diese Personen untergebracht werden könnte, so der Schultes. Dabei könne man die Aufstellung von Containern nicht mehr ausschließen. Bartzsch appellierte an die Mitglieder des Gremiums, bei der Suche nach Wohnraum, Unterkünften und Grundstücken der Gemeinde und dem Landratsamt behilflich zu sein. Die Ratsdamen und -herren sprachen sich dafür aus, dringend alle Möglichkeiten, auch unbequeme und unbeliebte, zu bedenken und zu diskutieren und mit allen Institutionen in Murr zu sprechen, um sich möglichst bald auf diese Aufgabe vorzubereiten.

04.09.2015

Vorzimmer im Hauptamt neu besetzt

Jennifer Giersch
Jennifer Giersch

Seit dem 1. September 2015 unterstützt Frau Jennifer Giersch die Hauptamtsleiterin im Bereich Bauangelegenheiten und Personalsachbearbeitung und ist damit Ansprechpartnerin im Vorzimmer. Sie ist für das Erscheinen des Nachrichtenblattes zuständig und betreut die Telefonzentrale.
Frau Giersch ist in Murr geboren und aufgewachsen. Bei der Gemeinde Schwieberdingen machte sie ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten und arbeitete danach im Vorzimmer des Hauptamtes bei der Stadtverwaltung Asperg.
Frau Giersch löst Frau Laidig ab, die nach 15 Jahren am 1. Oktober 2015 in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird.
Wir wünschen Frau Giersch einen guten Start und Frau Laidig alles Gute.

04.09.2015

101. Geburtstag von Frau Maria Meyer

Maria Meyer (rechts) und Bürgermeister Torsten Bartzsch (links)

Am Mittwoch konnte Frau Maria Meyer ihren 101. Geburtstag feiern. Damit ist sie momentan die älteste Bürgerin in Murr.
Die Jubilarin ist in Obernhausen in der Nähe von Pforzheim geboren und lebt seit 1984 in Murr.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihr anlässlich ihres Geburtstages am Mittwoch einen Blumengruß der Gemeinde verbunden mit den allerbesten Wünschen für das neue Lebensjahr. Zusätzlich erhielt sie ein Glückwunschschreiben des Landrats.

31.07.2015

Murrer Gemeinderat unternimmt Waldrundgang

Revierförster Jürgen Weis (rechts) und Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) beim Waldrundgang des Murrer Gemeinderats
Bürgermeister Bartzsch mit einer Karte des Waldes neben Revierförster Jürgen Weis

Revierförster und Jagdpächter führen durch den Murrer Teil des Hardtwaldes

In unregelmäßigen Abständen unternimmt der Murrer Gemeinderat einen Waldrundgang. Am Dienstag, dem 28. Juli 2015, war es wieder so weit.
Auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch und unter Führung von Revierförster Jürgen Weis trafen sich die Mitglieder des Ratsgremiums auf dem Rohrtälesparkplatz, um sich ein Bild vom aktuellen Zustand des Murrer Waldes - einem Teil des Hardtwaldes - zu machen, sich über die Maßnahmen der Waldbewirtschaftung zu informieren und vom Förster die Umsetzung von waldwirtschaftlichen Plänen wie Totholzkonzept und Habitat-Bäumen vor Ort erläutert zu bekommen. Mit von der Partie waren auch Jagdpächter Matthias Lillich und Frau sowie der Jagdaufseher Eberhard Müller.
In seiner bekannt mitreißenden, lebendigen Art führte Förster Jürgen Weis die Murrer Gemeinderäte ins Unterholz und an Stellen, an denen er beispielhaft deutlich machte, wie die Forstwirtschaft die verschiedenen Funktionen des Waldes wie wirtschaftliche Nutzung (Holzverkauf), Erholung und Freizeit (Wandern, Joggen, Walking) und Ökologie (Bedeutung des Waldes für Flora, Fauna und Klima) aufeinander abstimmt und miteinander zu vereinen versucht. Dabei spielen Begriffe wir Nachhaltigkeit, Naturverjüngung und Artenvielfalt eine sehr große Rolle. Auch Jagdpächter Matthias Lillich erläuterte die Tätigkeit und die Bedeutung der Jäger im Wald. Es wurde deutlich, wie gut Förster und Jäger zusammenarbeiten und wie wichtig ein gutes Miteinander für die Gesundheit und Vitalität von Pflanzen und Tieren im Wald ist.
Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch unter Zustimmung der Murrer Gemeinderäte bei Förster und Jagdpächter für die Führung und für die gute Arbeit im Interesse des Murrer Gemeindewaldes. Die Mitglieder des Gremiums stellten einmütig fest, dass es wichtig sei, sich immer wieder direkt vor Ort ein Bild vom Wald zu machen und dass der Hardtwald bei Revierförster Weis in den besten Händen ist.

27.07.2015

Anschaffung eines neuen Mähauslegers für den Gemeindebauhof

Der neue Mähausleger im Einsatz
Mähausleger bei der Arbeit im Gelände

Der bisherige Mähausleger des Bauhofs war in die Jahre gekommen und konnte nicht an den vorhandenen Schlepper angehängt werden. Zudem ist in den letzten Jahren der Pflegeaufwand für den Gemeindebauhof im Bereich der Grünanlagen und Landschaftspflege stetig gestiegen.
Zur Erleichterung dieser Arbeiten wurde jetzt ein neuer Mähausleger mit Astschere für den vorhandenen Schlepper für ca. 25.000 Euro angeschafft. Damit können in Zukunft auch Dornen und Gestrüpp entfernt werden, was bisher von Hand erledigt werden musste.

27.07.2015

Diamantene Hochzeit von Lore und Alfred Hekel

Das diamantene Hochzeitspaar Lore und Alfred Hekel mit Bürgermeister Torsten Bartzsch (links)
Von links nach rechts: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Lore Hekel, Alfred Hekel

Am Donnerstag, 16. Juli 2015, konnte das Ehepaar Lore und Alfred Hekel das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihnen anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.

17.07.2015

Neubürger bei Kaffee und Kuchen willkommen geheißen

Die Gäste des Neubürgerempfangs mit Bürgermeister Torsten Bartzsch auf dem Dorfplatz (Foto: Werner Kuhnle)
Die Gäste des Neubürgerempfangs mit Bürgermeister Torsten Bartzsch vor dem Brunnen auf dem Dorfplatz

Bei Kaffee und Kuchen hat Bürgermeister Torsten Bartzsch am Samstag, dem 11. Juli 2015, Neubürgerinnen und Neubürger an ihrem neuen Wohnort Murr willkommen geheißen. Knapp 70 Einwohnerinnen und Einwohner von den rund 600, die in den letzten beiden Jahren nach Murr gezogen sind, waren der persönlichen Einladung gefolgt und kamen im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses mit dem Schultes, mit den Mitgliedern des Gemeinderats und untereinander ins Gespräch.
Anschließend stellte er gemeinsam mit Praktikantin Tanja Dinkel die Gemeinde Murr vor und ging dabei insbesondere auf die historische Entwicklung und die gute Infrastruktur ein. Wenn man nach Murr ziehe, müsse man nicht mehr raus, es gebe hier alles, so der Schultes.
Auch wirtschaftlich bietet Murr mit seinen gesunden Finanzen, den günstigen Steuer- und Gebührensätzen und dem sehr guten Arbeitsplatzangebot hervorragende Rahmen-bedingungen.
Weiter lud Bürgermeister Torsten Bartzsch die Gäste im Bürgersaal ein, sich am Gemeindeleben zu beteiligen und sich einzubringen, um die Gemeinde auch weiterhin lebenswert erhalten zu können.
Nach der Beantwortung einiger Fragen lud er alle Anwesenden noch zu einem kleinen Rundgang durch die Gemeinde ein.

10.07.2015

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 7. Juli 2015)

Bei sommerlicher Hitze trafen sich die 14 Mitglieder des Gemeinderats sowie einige Zuhörerinnen und Zuhörer auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 7. Juli 2015, zu einer turnusmäßigen Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses. Im Mittelpunkt der Sitzung standen Entscheidungen über Gebühren für verschiedene Kinderbetreuungsangebote in der Gemeinde und der Finanzzwischenbericht zur Jahresmitte; außerdem wurden Beschlüsse über bauliche Maßnahmen und eine Aufstockung des Förderrahmens der Ortskernsanierung gefasst.

Austausch des Granitplattenbelags in der Ortsdurchfahrt
Nach Inbetriebnahme der Umgehungsstraße L 1100 im August 1993 wurde die Ortsdurchfahrt ab 2004 in mehreren Abschnitten umgestaltet, um eine Verminderung und Beruhigung des örtlichen Verkehrs sowie eine ortsgestalterische Aufwertung zu erreichen. In den Bereichen zwischen Hardtlinde und Widdumgasse (Umgestaltung im Jahr 2004) und vor dem Dorfplatz und dem Bürger- und Rathaus (Umgestaltung im Jahr 2007) wurde dazu die Fahrbahn mit einem Granitplattenbelag versehen.
Schon kurz nach Fertigstellung dieser Abschnitte sind Schäden im Granitbelag aufgetreten, die immer wieder entweder durch die Baufirma oder durch den Gemeindebauhof behoben wurden. Trotz intensiver Untersuchung durch Firma, Verbandsbauamt und externe Fachleute konnte letztendlich die genaue Ursache für die Schäden, die immer wieder auftreten, und damit geeignete Maßnahmen zur Abhilfe nicht ermittelt und gefunden werden. Die Granitplatten verschieben sich, brechen immer wieder und werden uneben, so dass immer wieder Schäden repariert werden müssen. Zudem werden die Lärmwerte, die im Rahmen des Lärmaktionsplans im Interesse eines verbesserten Lärmschutzes zugrunde gelegt werden, überschritten.
Auf Grundlage des Lärmaktionsplanes und um dauerhaft eine befriedigende Lösung für die Schadstellen zu finden, schlugen Bürgermeister Torsten Bartzsch und Ingenieur Christian Opitz, der kommissarische Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, vor, den Granitplattenbelag im Bereich der Hardtlinde und vor dem Dorfplatz und dem Bürger- und Rathaus durch einen Asphaltbelag zu ersetzen. Das Verbandsbauamt hat dafür Kosten in Höhe von ca. 44.000 Euro sowie ca. 80.000 Euro errechnet. Vor dem Bürger- und Rathaus soll dabei auch die Bushaltestelle mit einem neuen Belag versehen werden.
Da es zum Austausch des Belages keine Alternative gebe, so die Mitglieder des Gremiums, wurde die Ausschreibung der Arbeiten einstimmig in Auftrag gegeben. Nach den Worten von Ingenieur Opitz soll die Baumaßnahme im Herbst dieses Jahres ausgeführt werden. Dabei ist eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt mit entsprechenden Umleitungsregelungen für etwa ein bis zwei Wochen unumgänglich.  

Erweiterung des Ganztages-Betreuungsangebots am Kindergarten Lindenweg
Am Kindergarten Lindenweg besteht eine Ganztagesgruppe für Kinder ab drei Jahren mit einem Betreuungsangebot von Montag bis Donnerstag von 7 bis 16 Uhr und am Freitag von 7 bis 13.30 Uhr. Die Nachfrage nach dieser Betreuungsform ist groß und steigt stetig an, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gemeinderat berichtete. Immer mehr Eltern wünschen eine Verlängerung der Betreuungszeit auch am Freitag bis 16 Uhr. Der Schultes schilderte, dass die Erzieherinnen dem gegenüber aufgeschlossen seien. Die wöchentliche Betreuungszeit werde damit von 42,5 Wochenstunden bisher auf 45 Wochenstunden ausgeweitet, der Stellenschlüssel müsse um 0,3 Stellen erweitert werden.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Elternwünschen zu entsprechen und die Betreuungszeit der Ganztagesgruppe auf Freitagnachmittag auszudehnen.

Kindergarten-Bedarfsplanung für den Zeitraum 2015 bis 2017
Seit etlichen Jahren besteht für Kinder ab drei Jahren ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, der mit entsprechenden Angeboten an Ganztagesplätzen oder - ergänzend - in der Kindertagespflege befriedigt werden soll. Auch für Kinder von eins bis drei Jahren müssen seit August 2013 Plätze in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege zur Verfügung stehen. Um den Bedarf zu ermitteln und die entsprechenden Angebote organisieren und aufeinander abstimmen zu können, muss jede Kommune regelmäßig eine Bedarfsplanung erstellen, in der die kommunalen, kirchlichen und privaten Einrichtungen aufgenommen sind; diese Bedarfsplanung ist auch gleichzeitig Grundlage und Voraussetzung für die Gewährung öffentlicher Zuschüsse.
Von Gemeindekämmerer Albrecht Keppler wurde dem Gemeinderat die aktuelle Situation der Betreuungsangebote in Murr mit allen vorhandenen Einrichtungen geschildert und detailliert die zur Verfügung stehenden Gruppen und Plätze in den verschiedensten Betreuungsformen (Regelgruppen, Ganztagesgruppen, Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten) für die Altersgruppen unter drei und über drei Jahren erläutert. Er berichtete, dass bei den Krippenplätzen (für Kinder unter drei Jahren) die Versorgungsquote mit 76,5 % weit über dem gesetzlich geforderten Wert von 34 % liege und auch für die Kinder über drei Jahren frei Plätze in ausreichender Zahl vorhanden sind und alle Elternwünsche in der Regel erfüllt werden könnten. Daher könne rein zahlenmäßig dem Bedarf in Murr auch in den kommenden beiden Kindergartenjahren 2015/2016 und 2016/2017 mit den vorhandenen Kapazitäten problemlos entsprochen werden. Dem wachsenden Elternwunsch nach mehr Ganztagesplätzen habe der Gemeinderat mit seinem Grundsatzbeschluss vom 18. Mai 2015, das Ganztagesangebot in Murr am Standort Mühlweg auszubauen, entsprochen und somit die Weichen für die Zukunft schon gestellt.
Der Gemeinderat stimmte der Bedarfsplanung einstimmig zu.

Neufestsetzung von Elternbeiträgen für die Kindergärten, die Kleinkindbetreuung und die Schulkindbetreuung
Bürgermeister Torsten Bartzsch hatte dem Gemeinderat Vorschläge für eine maßvolle Erhöhung der Elternbeiträge für die Kindergarten-, die Kleinkind- und die Schulkindbetreuung vorgelegt. Bei der Kindergartenbetreuung lagen dem Vorschlag die aktuellen Empfehlungen der kommunalen und kirchlichen Spitzenverbände zugrunde, die allgemein von einem Anteil der Elternbeiträge an den Gesamtkosten von 20 % ausgehen. In Murr tragen die Eltern mit ihren Beiträgen, so Gemeindekämmerer Albrecht Keppler, 14,4 % zum erwarteten Gesamtaufwand von ca. 1,2 Millionen Euro im Jahr 2015 bei. Um diesen Wert in etwa zu halten, wurden moderate Erhöhungen von maximal 3 Euro auf einen Betrag von künftig 108 Euro für einen Kindergartenplatz für Familien mit einem Kinder vorgeschlagen; Familien mit mehr Kindern zahlen geringere Beiträge, die weniger erhöht werden sollen.
Auch bei der Kleinkindbetreuung gibt es Empfehlungen der kommunalen und kirchlichen Spitzenverbände. Hier wurden die Gebühren in Murr mit der Eröffnung des Kinderhauses "Regenbogen" im Januar 2013 erstmalig kalkuliert und erst einmal eingefroren. Um die Erhöhung auf die empfohlenen Sätze nun nicht zu groß ausfallen zu lassen, schlugen Schultes und Kämmerer vor, zunächst darunter zu bleiben und die Beiträge statt um 25 Euro auf 317 Euro (für eine Familie mit einem Kind) erst einmal um 17 Euro auf 309 Euro pro Belegungsmonat anzuheben.
Auch in der Schulkindbetreuung sollen die Elternbeiträge und auch der Beitrag für das Mittagessen mit Beginn des neuen Schuljahres leicht angehoben werden.
Hauptgründe für die Vorschläge zur Anhebung sind laut Bürgermeister Torsten Bartzsch die gestiegenen Aufwendungen durch den starken quantitativen und qualitativen Ausbau der Betreuungsangebote in Murr in den letzten Jahren und der Gedanke, den Anteil der Eltern daran auf einem annähernd gleichbleibenden Niveau zu halten.
Einige Mitglieder des Gremiums sprachen sich dafür aus, im Interesse der Eltern ein Zeichen zu setzen und auf die Anhebung der Beiträge zu verzichten. Nicht für alle Eltern sei es leicht, die Beiträge für die Betreuung ihrer Kinder zu schultern und für sie sei eine Anhebung eine zusätzliche Belastung. Idealziel wären langfristig sogar kostenlose Angebote. Eine Gemeinde wie Murr könne einen Verzicht auf die Beitragserhöhungen leicht verkraften.
Die Mehrheit des Ratsgremiums teilte diese Auffassung nicht. Viele Eltern äußerten sich sehr anerkennend über die Betreuungsangebote in Murr und die in Relation dazu moderaten Gebühren. Die vorgeschlagenen Beitragserhöhungen seien moderat und angemessen. So verabschiedete der Gemeinderat diese letztendlich jeweils mit großer Mehrheit.

Finanzzwischenbericht zum 30. Juni 2015
Wie alljährlich zur Jahresmitte gab Gemeindekämmerer Albrecht Keppler den Ratsdamen und -herren einen Bericht zum Stand der Gemeindefinanzen zum Stichtag 30. Juni 2015. Tenor seiner Erläuterungen war, dass sich Einnahmen und Ausgaben seit Jahresbeginn durchgehend planmäßig entwickelten und die Planzahlen im Haushaltsplan aus heutiger Sicht durchweg realistisch seien. Die Einnahmen seien zur Jahresmitte zu 50 % bei der Gemeindekasse eingegangen und so sei ein Erreichen der Planzahlen und auch der geplanten Zuführung an den Vermögenshaushalt zum Jahresende realistisch. Die Ausgaben seien zum 30. Juni zu 40 % getätigt worden, so dass die Gemeindekasse stets flüssig gewesen sei und Beträge kurzfristig den Geldanlagen zugeführt werden konnten.
Die Mitglieder des Gremiums teilten die Auffassung von Schultes und Kämmerer, dass man angesichts dieser soliden Zahlen beruhigt in die Zukunft schauen könne.

Sanierung des Bauhofgebäudes
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gemeinderat berichtete, sei das Bauhofgebäude Lindenweg 9 mittlerweile 22 Jahre alt und sollte zur Werterhaltung und zur Erhaltung eines gepflegten äußeren Erscheinungsbildes saniert werden. Dazu habe man mit einem örtlichen Architekten das Gebäude besichtigt und dabei festgestellt, dass unter anderem die Fassade, Balkone und Dachterrassen und Fenster der fünf Wohnungen erneuerungsbedürftig sind. Eine Kostenschätzung dafür habe einen voraussichtlichen Aufwand von rund 55.0000 Euro ergeben. Diese Mittel stehen im Haushaltsplan zur Verfügung. Der Gemeinderat stimmte den Sanierungsarbeiten zu und gab eine Ausschreibung durch den Architekten in Auftrag.

Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges für die Wasserversorgung
Im Jahr 2000 wurde für den Wassermeister der Gemeinde ein Fahrzeug erworben, das nun rund 142.000 km Fahrleistung aufweist. Aufgrund des Alters und der gefahrenen Kilometer soll, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Ratsgremium vorschlug, ein neues Fahrzeug angeschafft werden. Der Gemeinderat vergab den Auftrag einstimmig an den günstigsten Bieter.

Aufstockungsantrag für das Sanierungsgebiet "Ortskern Murr III"
Für das laufende Sanierungsprogramm "Ortskern Murr II" beträgt der nach dem Landessanierungsprogramm genehmigte Förderrahmen 1,033 Millionen Euro, der zugesagte Zuwendungsbetrag 620.000 Euro. Hauptamtsleitern Brigitte Keller berichtete dem Ratsgremium, dass zwischenzeitlich verschiedene private Sanierungsmaßnahmen gestartet worden seien (unter anderem die Sanierung der Zehntscheuer) oder in Angriff genommen werden sollen. Es sei positiv, dass sich bei der Ortskernsanierung etwas tue. Es zeichne sich allerdings ab, dass deswegen der zugesagte Förderrahmen nicht ausreiche und statt der für Modernisierungsmaßnahmen in Aussicht gestellten Mittel von 450.000 Euro ein Betrag von voraussichtlich 1,42 Millionen Euro benötigt werde.
Daher sollte die Gemeinde beim Land einen Antrag auf Aufstockung des Förderrahmens um 1,258 Millionen Euro auf 2,291 Millionen Euro stellen. Der Gesamtanteil der Gemeinde erhöhe sich dadurch auf 916.400 Euro. Der Gemeinderat teilte die Auffassung, dass die Aktivitäten privater Eigentümer im Sanierungsgebiet "Ortskern Murr III" durchweg positiv zu bewerten seien und befürwortete den Aufstockungsantrag einhellig.

26.06.2015

Diamantene Hochzeit der Eheleute Henning

Am 2. Juli 2015 begehen die Eheleute Irmgard und Hans Henning, wohnhaft Im Biegel 16, das Fest der Diamantenen Hochzeit.
Die Gemeindeverwaltung gratuliert dem Jubelpaar zu diesem seltenen 60-jährigen Ehejubiläum sehr herzlich und wünscht noch viele gemeinsame Jahre bei guter Gesundheit.

19.06.2015

Unerlaubtes Abbrennen von privaten Feuerwerken

In letzter Zeit ist zunehmend festzustellen, dass bei Geburtstagen, Hochzeiten und ähnlichen Anlässen private Feuerwerke abgebrannt werden.
Das Abbrennen von Feuerwerken (Silvester-Feuerwerk) ist nur am 31. Dezember und 1. Januar erlaubt.
Im Zeitraum vom 2. Januar bis 30. Dezember eines Jahres ist nach § 24 Abs. 1 der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) eine Ausnahmegenehmigung erforderlich. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ohne entsprechende Genehmigung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, für die eine Geldbuße verhängt werden kann.
Eine Ausnahmegenehmigung kann auf schriftlichen Antrag nur für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie F 2 ("Silvesterfeuerwerk", alte Bezeichnung: Klasse II) und nur zu begründeten Anlässen erteilt werden.

12.06.2015

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 9. Juni 2015)

Die 14 Ratsdamen und -herren kamen am Dienstag, 9. Juni 2015, zu einer turnusmäßigen Sitzung auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammen. Auch die Zuschauerreihen waren bis auf den letzten Platz belegt. Das große Interesse galt der Vorstellung der städtebaulichen Konzeption des Neubaugebiets "Langes Feld VI - 3. Abschnitt" und dem Grundsatzbeschluss zum Neubau eines Jugendhauses. Auf der Tagesordnung standen außerdem die polizeiliche Kriminalstatistik, die Vergabe der Elektroarbeiten für das Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30 und der Beschluss des Entwurfs für den Lärmaktionsplan.

Bekanntgaben
Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte über das nun umgesetzte Parkierungskonzept in der Hindenburgstraße und der Steinheimer Straße. Dieses wurde vom Landratsamt für eine Probephase von einem Jahr genehmigt. Die angebrachten Poller sind nur für die Probephase installiert worden. Wenn das Parkierungskonzept endgültig angelegt wird, sind an diesen Stellen Bepflanzungen vorgesehen.

Bürgerfragestunde
Ein Bürger fragte an, ob es bereits eine Kostenschätzung für den Neubau des Jugendhauses gebe. Es bestünde sonst die Gefahr, dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Kostenschätzung gebe und es heute nur um einen Grundsatzbeschluss für einen Neubau gehe. Des Weiteren sei eine Besichtigung anderer Jugendhäuser geplant. Hierbei möchte sich der Gemeinderat einen Überblick darüber verschaffen, was bei einem solchen Neubau berücksichtigt werden muss.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2014
Der Leiter des Polizeireviers Marbach, Peter Kolwe, und der Leiter des Polizeipostens Steinheim, Rene Kießlich, stellten die Entwicklung der Straftaten von 2010 bis 2014 in der Gemeinde Murr vor. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Gesamtstraftaten deutlich zu. Ein großer Teil davon entfällt auf den Bereich schwerer Diebstahl und somit auf die Wohnungseinbrüche, die sich nicht nur in der Gemeinde Murr häuften. Ebenso gab es eine große Häufung von Fahrraddiebstählen.
Auch bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten musste eine deutliche Steigerung zum Vorjahr festgestellt werden. Hierunter fallen Internet- und eBay-Betrug und Geldfälschung.

Neubaugebiet "Langes Feld VI - 3. Abschnitt": Vorstellung der städtebaulichen Konzeption
Bereits im Jahre 2006 wurde für das Gebiet "Langes Feld VI" ein städtebaulicher Entwurf vom Ingenieurbüro "Freie Planungsgruppe 7" entwickelt. Dieser soll in mehreren Abschnitten verwirklicht werden. Nach dem 1. und 2. Bauabschnitt soll nun der 3. Abschnitt erschlossen werden. Im Geltungsbereich des 3. Abschnittes ist die Gemeinde Murr nicht Eigentümerin sämtlicher Grundstücke. Für die Umsetzung wird daher eine Baulandumlegung notwendig.
Städteplanerin Petra Zeese von der "Freien Planungsgruppe 7" erläuterte die Besonderheiten in diesem Bauabschnitt. Hierzu gehören sechs ebenerdige, barrierefreie Bungalows. Eine weitere Besonderheit ist der geplante Quartiersplatz. Dieser Platz soll nicht nur Angebote für Kleinkinder, sondern für alle Generationen bieten und mit der Möglichkeit zum zwanglosen Treffen eine gute Nachbarschaft fördern.
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte das weitere Vorgehen. Demnach soll nach dem heutigem Beschluss das Bebauungsplanverfahren und parallel auch die Umlegung starten. Dem städtebaulichen Entwurf wurde zugestimmt.

Jugendhaus: Grundsatzbeschluss zum Neubau eines Jugendhauses
Im Laufe der Jahre hat sich die offene Jugendarbeit als wichtiger Baustein im örtlichen Leben für Kinder und Jugendliche etabliert. Dies wird durch die hohen Besucherzahlen unterstrichen, die zum Einen auf die gute Arbeit der Jugendhausmitarbeiter und -mitarbeiterinnen zurück zu führen sind, zum Anderen auf die sehr zentrale Lage und auf den Bedarf an einem Jugendhaus im Ort. Der aktuelle Standort hat jedoch auch einige Nachteile. Trotz des Charmes des Alten Schulhauses ist die Aufteilung der Räume im Inneren für einen Jugendhausbetrieb nicht sehr förderlich. Hinzu kommt der erhörte Platzbedarf bei hohen Besucherzahlen, der am aktuellen Standort nicht befriedigt werden kann. Durch die sehr zentrale Lage kommt es immer wieder - insbesondere in den Sommermonaten - zu Konflikten mit den angrenzenden Nachbarn.
In seiner Klausurtagung hat sich der Gemeinderat mit der Standortfrage des Jugendhauses befasst. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile wird vom Gemeinderat der Neubau eines Jugendhauses favorisiert. Als grundsätzliche Alternativstandorte wurden das Gelände bei der Gemeindehalle/Lindenschule oder der Parkplatz am Hermannsplatz ins Auge gefasst. Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte, dass eine Rundfahrt durch den Landkreis geplant ist, um zunächst andere Jugendhäuser zu besichtigen. Außerdem soll eine Projektgruppe gebildet werden, bestehend aus Vertretern aus dem Gemeinderat, Mitarbeitern des Jugendhauses und Vertretern der Verwaltung. Der Gemeinderat stimmte dem Grundsatzbeschluss zum Neubau eines Jugendhauses zu.

Lärmaktionsplan: Beschluss des Entwurfs
Hauptamtsleiterin Brigitte Keller gab zu Beginn einen kurzen Überblick über die bisherigen Verfahrensschritte zur Erstellung eines Lärmaktionsplans. Der Entwurf lag vom 20. Oktober 2014 bis 15. Dezember 2014 zur Einsichtnahme öffentlich aus. Die Gemeindeverwaltung nahm zu den von den Trägern öffentlicher Belange und in der Bürgerversammlung geäußerten Bedenken und Anregungen zum Vorentwurf Stellung. Hieraus ergaben sich keine Punkte, die eine Abweichung vom Vorentwurf rechtfertigen. Beim Lärmaktionsplan steht aus Sicht der Verwaltung der Gesundheits- und Immissionsschutz im Vordergrund. Die bereits im Vorentwurf enthaltenen Maßnahmen werden im Entwurf beibehalten.
Der Gemeinderat beschloss den Lärmaktionsplan als Entwurf einstimmig.

Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30: Vergabe der Elektroarbeiten
In der Sitzung am 18. Mai 2015 wurden die ersten Gewerke für den Neubau des Wohn- und Geschäftshauses an der Hindenburgstraße 28/30 vergeben. In der jetzigen Sitzung ging es um die Vergabe der Elektroarbeiten. Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe an den wirtschaftlichsten Anbieter, der Firma Hell, Steinheim-Höpfigheim, zum Angebotspreis von 91.928,27 Euro zu.

12.06.2015

Neue Parkregleungen in der Hindenburgstraße und der Steinheimer Straße

Schild Halteverbotszone
Die Ortsdurchfahrt in der ortsmitte mit dem neuen Parkierungskonzept

Das bereits mehrfach angekündigte neue Parkierungskonzept für die Hindenburgstraße und die Steinheimer Straße ist umgesetzt. Zunächst für eine einjährige Probephase wurde in der Hindenburgstraße zwischen Dorfplatz und Widdumgasse und in der Steinheimer Straße zwischen Im Biegel und Ortsende eine Zone mit eingeschränktem Halteverbot (Zeichen 290 StVO) eingerichtet.
Innerhalb dieser beiden Halteverbotszonen ist das Parken nur in den besonders gekennzeichneten Flächen erlaubt. Außerhalb der gekennzeichneten Parkflächen ist lediglich das Halten zum Be- und Entladen oder Ein- und Aussteigen zulässig. In der Hindenburgstraße darf werktags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr nur höchstens drei Stunden mit Parkscheibe geparkt werden, außerhalb dieser Zeiten ist die Parkdauer nicht eingeschränkt. In der Steinheimer Straße besteht keine zeitliche Beschränkung.
Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer darum, die neuen Parkregelungen zu beachten und einzuhalten.

12.06.2015

Beschwerden über zu schnelles Fahren im verkehrsberuhigten Bereich

Schil verekehrsberuhigter Bereich

Schrittgeschwindigkeit wird nur selten eingehalten

Die Straßen Steinäckerstraße (beiderseits des Dorfwegs), An der Mauer und Pfarrgasse sind als verkehrsberuhigter Bereich (Zeichen 325 StVO) ausgewiesen. Das Zeichen 325 StVO bedeutet u. a., dass nur mit Schrittgeschwindigkeit (max. 4 - 7 km/h) gefahren werden darf.
Immer wieder erreichen uns jedoch Klagen darüber, dass vor allem in der Steinäckerstraße viel zu schnell gefahren wird. Beobachtet man die Situation, so stellt man schnell fest, dass nicht nur ortsunkundige Autofahrer, die vielleicht ein Verkehrszeichen übersehen haben, zu schnell fahren, sondern auch viele, die es eigentlich wissen müssten. Häufig sind es nämlich Anwohner selbst und vor allem auch Eltern und Großeltern, die ihre Kinder zum Kindergarten Pfarrgasse bringen bzw. von dort abholen, die es besonders eilig haben.
Im Interesse der Anwohner und vor allem deren Kinder, die im verkehrsberuhigten Bereich auch auf der Straße spielen dürfen, bitten wir alle Fahrzeuglenkerinnen und -lenker, im verkehrsberuhigten Bereich wie auch generell im Straßenverkehr, die zulässige Höchstgeschwindigkeit einzuhalten. So begibt man sich auch erst gar nicht erst in die Gefahr, von einem unverhofften "Blitz" und dessen unliebsamen Folgen überrascht zu werden.

12.06.2015

Zusätzliche Abfallbehälter im Gemeindegebiet aufgestellt

Neuer Abfallbehälter am Floßhaussteg

In den letzten Wochen und Monaten wurde die Anzahl der Abfallbehälter im Gemeindegebiet überprüft und aufgestockt. Insbesondere an den für Hundebesitzer beliebten Stellen, unter anderem an der Honatskelter, am Floßhaussteg sowie am Weg Richtung Wellarium wurden zusätzliche Behälter aufgestellt.
Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die zur Verfügung stehenden Abfallbehälter zu nutzen, damit die Wege, Felder und Wiesen sauber bleiben.

29.05.2015

Praktikum bei der Gemeinde Murr

Tanja Dinkel

Hallo, ich heiße Tanja Dinkel und studiere Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg.
Die nächsten drei Monate leiste ich ein Praktikum bei der Gemeindeverwaltung in Murr im Bereich "Führung im öffentlichen Sektor" ab. Dabei darf ich Herrn Bartzsch über die Schulter schauen und mir einen Einblick darüber verschaffen, was es heißt, eine Gemeindeverwaltung zu leiten.
Ich freue mich auf die kommende Zeit und die vielen neuen Erfahrungen.

22.05.2015

116 117 ist die neue Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst

Ab dem 27. Mai 2015 wird in Baden-Württemberg die bundesweit einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst - 116 117 - eingeführt. Diese kostenlose Rufnummer ersetzt die bisherige Nummer für den allgemeinärztlichen Bereitschaftsdienst. Die Rufnummern für fachärztliche Dienste (Kinder, HNO, Augen) bleiben weiter bestehen.
Wenn Sie nachts, am Wochenende oder an Feiertagen einen Arzt brauchen und nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst für Sie da. In Baden-Württemberg gibt es ein flächendeckendes Netz von Notfallpraxen, die Sie während der Öffnungszeiten ohne vorherige Anmeldung direkt aufsuchen können. Eine Übersicht der Notfallpraxen finden Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg: www.kvbawue.de/buerger/notfallpraxen/ .
Wenn Sie die Rufnummer 116 117 wählen, hören Sie in der Regel zunächst eine Bandansage, die Ihnen die Adresse der nächstgelegenen Notfallpraxis und die Öffnungszeiten nennt. Falls Sie aus medizinischen Gründen einen Hausbesuch benötigen, bleiben Sie in der Leitung. Sie werden sodann an die zuständige Rettungsleitstelle weitergeleitet, welche die Hausbesuche koordiniert.
Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet. Bei Notfällen, zum Beispiel Ohnmacht, Herzinfarkt, akuten Blutungen oder Vergiftungen, alarmieren Sie bitte sofort den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

22.05.2015

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 18. Mai 2015)

Ausnahmsweise an einem Montag trafen sich diese Woche am 18. Mai 2015 die Mitglieder des Gemeinderates zu einer Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses. Grund für die Anberaumung des Sitzungstermins außer der Reihe waren unter Anderem Bauaufträge für das Neubauprojekt Hindenburgstraße 28 und 30, deren Vergabe notwendig war, um mit dem Bau noch vor der Sommerpause beginnen zu können.

Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30
Wie bekannt, wird die Gemeinde auf den Grundstücken Hindenburgstraße 28 und 30 nach dem Willen des Gemeinderats ein Wohn- und Geschäftshaus errichten, das vom Murrer Architekten Dietrich Philipps geplant wurde. Mit dem Bau soll alsbald begonnen werden, nachdem zwischenzeitlich entschieden ist, dass im Erdgeschoss eine Arztpraxis einzieht, und vier von den sechs Wohnungen unterschiedlicher Größe (von 80 bis 148 qm) verkauft werden konnten.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte in der Sitzung den Architekten Dietrich Philipps, der den Mitgliedern des Gemeinderats die eingegangenen Angebote für die Erdbau- und für die Rohbauarbeiten erläuterte. Bei beiden Gewerken sind die jeweils günstigsten Bieter laut Philipps als solide und leistungsfähig bekannt. Wie der Schultes ergänzte, liegen beide Angebote auch im Kostenrahmen. Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe an beide vorgeschlagenen Firmen denn auch einstimmig zu. Der Auftrag für die Erdbauarbeiten ging zum Angebotspreis von 44.208,50 Euro an die Firma Buck Bau aus Remseck am Neckar, der für die Rohbauarbeiten zum Angebotspreis von 459.526,37 Euro an die Firma Häberle Bauunternehmung aus Besigheim. Laut Planer soll mit dem Bau des Wohn- und Geschäftshauses Mitte Juni begonnen werden.

Ausbau der Ganztagesbetreuung für Kindergartenkinder
Derzeit gibt es in Murr für Kinder im Kindergartenalter eine Ganztagesgruppe im Kindergarten Lindenweg. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Ratsgremium erläuterte, ist diese Gruppe sehr gut belegt und die Nachfrage nach Ganztagesplätzen steigt weiter an. Da eine verlässliche und durchgehende Ganztagesbetreuung vom 1. Lebensjahr bis zum Ende der Grundschulzeit immer wichtiger werde, so der Schultes, sei die Einrichtung einer zweiten Gruppe in Murr notwendig. Dies könne - da die Kinderzahlen insgesamt nicht wachsen - durch Umwandlung einer der vorhandenen Regelgruppen geschehen.
Als Standort komme zunächst ein Erweiterungsbau am Kindergarten Lindenweg in Betracht. Alternative wäre ein Erweiterungsbau am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg, wo der so genannte "Pavillon" ohnehin bald grundlegend saniert oder abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden müsse. Ein Neubau an Stelle des Pavillons würde nicht nur Platz für zwei Ganztagesgruppen bieten, sondern könnte Kinder aus dem unmittelbar benachbarten Kinderhaus "Regenbogen", die dort ab dem 1. Lebensjahr in einer Ganztagesgruppe betreut werden, ab dem 3. Lebensjahr in vertrauter Umgebung aufnehmen. Zudem würde ein Neubau im Gegensatz zum vorhandenen Pavillon unmittelbar an das Alte Schulhaus angebaut und so die gruppenübergreifende Arbeit erleichtern. Ein Anbau am Mühlweg wäre, so Bartzsch abschließend, nach einer groben Kostenschätzung nur etwa 130.000 Euro teurer als eine Erweiterung des Kindergartens Lindenweg.
In seiner Klausurtagung im April hatte sich der Gemeinderat bereits ausführlich mit diesem Thema beschäftigt und dem Ausbau des Standortes am Mühlweg den Vorzug gegeben. Auch die betroffenen Erzieherinnen seien bereits informiert worden, so der Schultes, und hätten gegen diesen Vorschlag keine Einwände.
So fiel der formale, grundsätzliche Beschluss des Gemeinderates, den Standort Mühlweg mit einem Anbau für zwei Ganztagesgruppen als Ersatz für den Pavillon zu erweitern, denn auch einstimmig aus.

Hundetoiletten
Bürgermeister Torsten Bartzsch stellte eine Anregung aus dem Gemeinderat zur Diskussion, nach der auf dem Gemeindegebiet Abfallbehälter mit Beuteln für die umweltgerechte Entsorgung von Hundekot aufgestellt werden sollten. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass nach einer Überprüfung vor Kurzem die Zahl der regulären Müllbehälter auf der Gemarkung erhöht worden sei und nach ersten Erfahrungen des Gemeindebauhofs dieses Angebot gut angenommen werde.
Nach Auffassung der großen Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder würden Behälter mit Tüten für Hundekot keine Verbesserung bringen, da verantwortungsbewusste Hundehalter auch heute schon die Hinterlassenschaften ihrer Tiere in Tüten ordnungsgemäß beseitigen. Hundebesitzer, die das bisher nicht tun, würden sicher auch solch ein Angebot nicht nutzen oder die Tüten mit dem Hundekot nicht ordnungsgemäß beseitigen, wie das auch in anderen Kommunen zum Teil beobachtet werde. Der Gemeinderat kam daher mehrheitlich zu der Auffassung, keine Behälter mit Tüten für Hundekot aufzustellen, dafür aber die Anzahl von regulären Abfallbehältern noch einmal zu überprüfen und nach Bedarf auszubauen.

Verschiedenes
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die Ratsdamen und -herren von Gemeindekämmerer Albrecht Keppler über die Auswirkungen des Streiks von Erzieherinnen und Erziehern in Murr informiert, von dem das Kinderhaus "Regenbogen" betroffen ist. Für Härtefälle konnte kurzfristig eine Notbetreuung organisiert werden, die Eltern hätten im Allgemeinen für die Situation Verständnis aufgebracht. Mehrheitlich beschloss der Gemeinderat, für ausgefallene Betreuungstage die entsprechende Rechtsgrundlage anzuwenden und keine Elternbeiträge zurückzuzahlen, jedoch die Beiträge für nicht in Anspruch genommene Mahlzeiten zurückzuerstatten.
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab bekannt, dass am Donnerstag, dem 11. Juni 2015, um 19 Uhr zu einem Treffen eingeladen werde, bei dem Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung für Asylbewerber und Flüchtlinge beraten werden sollen.

30.04.2015

Auf dem Neuen Friedhof wird eine weitere Urnengemeinschaftsanlage angelegt

Die neue Anlage (links im Bild) wird neben der bestehenden Anlage (rechts im Bild) errichtet
Bestehende Urnenanlage und Platz für die Errichtung der neuen Anlage

Die Nachfrage nach Urnenbestattungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Deshalb hatte der Gemeinderat bereits 2008 beschlossen, eine Urnen-Gemeinschaftsanlage mit vier Stelen für jeweils 10 Urnen auf dem Neuen Friedhof anzulegen. Auf den Basalt-Stelen werden die Namen der Verstorbenen genannt, ein direkter Bezug auf die Beisetzungsstelle besteht nicht.
Im Frühjahr 2013 wurde auch auf dem Alten Friedhof eine Urnen-Gemeinschaftsanlage angelegt, die ebenfalls gut nachgefragt wird. Die vorhandene Urnen-Gemeinschaftsanlage auf dem Neuen Friedhof ist mittlerweile voll belegt.
Der Gemeinderat hatte deshalb in seiner Sitzung am 24. März 2015 beschlossen, eine weitere Anlage in unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Anlage anzulegen. Derzeit wird die Anlage von der Firma Lindenlaub und Herrn Failmezger errichtet. Die Kosten für die neue Anlage belaufen sich auf ca. 31.000 Euro.

24.04.2015

Beleuchtung am Dorfplatz auf LED-Technik umgestellt

Auf dem Dorfplatz wurde die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgestellt
Neue LED-Leuchte im Dunkeln

Aufgrund des Alters der vorhandenen Beleuchtung wurden nun insgesamt sieben Leuchten auf dem Dorfplatz auf energiesparende LED-Technik umgestellt. Gleichzeitig wurde im hinteren Teil des Dorfplatzes ein Leuchtenmast versetzt, da dieser in der Vergangenheit regelmäßig von einparkenden Autos beschädigt wurde.
Die Kosten für diese Umrüstung lagen insgesamt bei ca. 9.000 Euro.

24.04.2015

Aktueller Ausbaustand des Glasfasernetzes der Deutschen Telekom

An vielen Stellen im Ort sind derzeit kleine oder auch größere Baustellen eingerichtet. All diese Bauarbeiten dienen dem Ausbau des FTTC-Glasfasernetzes der Deutschen Telekom, die aktuell den Vorwahlbereich 07144 (Marbach, Murr, Steinheim, Affalterbach, Erdmannhausen, Pleidelsheim, Kirchberg, Benningen und Poppenweiler) ertüchtigt. Mit den Ausführungsarbeiten ist die Firma LAT Strecken- und Gleisbau GmbH beauftragt.
FTTC (englisch: Fiber to the curb - Glasfaser bis zum Bordstein) bedeutet das Verlegen von Glasfaserkabeln von den Vermittlungsstellen bis zu den Verteilerschränken der Deutschen Telekom. In diesen Verteilerschränken (MFG - Multifunktionsgehäuse) wird das ankommende optische Signal umgewandelt in ein elektrisches Signal und weiter transformiert in die bereits bestehenden Kupferkabel zu den jeweiligen Wohnungen bzw. Endeinrichtungen.
Zunächst werden die Hauptversorgungstrassen von den jeweiligen Vermittlungsstellen zu den Verteilerschränken gebaut, aber auch zeitgleich die Multifunktionsgehäuse aufgestellt. Die Baumaßnahmen dauern in der Regel 2 - 3 Monate in der jeweiligen Gemeinde. In den Kabeltrassen können teilweise bereits bestehende unterirdische Rohranlagen mitverwendet werden, das reduziert die verkehrsbehindernden Tiefbauarbeiten erheblich. Diese Nutzung verläuft jedoch nicht immer störungsfrei, da diese Rohranlagen bei Baumaßnahmen in der Vergangenheit oftmals beschädigt wurden. An diesen Stellen müssen punktuelle Aufgrabungen durchgeführt werden, um die Rohranlagen zu reparieren.
Nach den abgeschlossenen Tiefbauarbeiten erfolgt das etappenweise Einblasen von Glasfaserkabeln in die bestehenden bzw. neugebauten Rohranlagen. Erst nachdem die Multifunktionsgehäuse in Betrieb genommen wurden, können die restlichen Bau- und Montagegruben geschlossen werden.
In Murr werden elf Multifunktionsgehäuse errichtet. Es sind aufeinanderfolgende Arbeitsschritte für die Inbetriebnahme erforderlich. So zum Beispiel die Anbindung an das Glasfasernetz, an das bestehende Kupfernetz und die Stromversorgung für jedes Multifunktionsgehäuse. Sind alle notwendigen Arbeiten abgeschlossen und abgenommen, kann die Inbetriebnahme erfolgen.
Die von den Tiefbau- und technischen Arbeiten betroffenen Anwohner werden zeitnah durch Handzettel in Kenntnis gesetzt. Lediglich bei ungeplanten Grabarbeiten ist eine kurzfristige Information nicht möglich.
Mit dem Ausbau des Breitbandnetzes durch die Deutsche Telekom ist der Weg für die nahezu flächendeckende Nutzung des schnellen Internets für alle Bürger in absehbarer Zeit möglich.

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