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Info-Archiv

Auf dieser Seite finden Sie für etwa 1 Jahr alle wichtigen Texte, die bislang in den Rubriken "Infos aus dem Rathaus" und "Infos aus dem örtlichen Leben" veröffentlicht wurden.

18.07.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. Juli 2014)

Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts) verpflichtete alle Gemeinderatsmitglieder per Handschlag auf ihr neues Amt – wie hier Gemeinderat Gunter Eberhardt, der auch die Verpflich-tungsformel sprach
Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeinderat Gunter Eberhartd bei der Verpflichtung per Handschlag

Mit der feierlichen Verpflichtung durch Bürgermeister Torsten Bartzsch, der Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter, der Besetzung von Ausschüssen und der Bestimmung von Vertretern in Gremien nahm der am 25. Mai 2014 neu gewählte Gemeinderat am Dienstag dieser Woche im Ratssaal des Bürger- und Rathauses offiziell seine Arbeit auf. Aber auch etliche Sachthemen standen auf der Tagesordnung der letzten turnusmäßigen Sitzung vor der Sommerpause. Eine große Anzahl interessierter Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgte die Sitzung.

Verpflichtung der Gemeinderats-Mitglieder, Besetzung von Ausschüssen und Wahl von Gremienvertretern
In der Begrüßung der 14 neu gewählten Gemeinderats-Mitglieder und der anwesenden ehemaligen Gemeinderäte, Partnerinnen und Partner, der Presse und weiterer Gäste hob Bürgermeister Torsten Bartzsch die Bedeutung des demokratisch gewählten Gemeinderats als Vertretung der Bürgerinnen und Bürger einer Gemeinde hervor, dankte den Gewählten, dass sie sich als Kandidaten zur Verfügung gestellt hätten und nun nach der Wahl Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen.
Nachdem das Landratsamt Ludwigsburg als Rechtsaufsichtsbehörde offiziell die Rechtmäßigkeit der Gemeinderatswahl vom 25. Mai 2014 bestätigt habe, könne das neue Ratsgremium nun seine Arbeit aufnehmen. Er selbst, so der Schultes, freue sich auf die Zusammenarbeit. In der bevorstehenden fünfjährigen Amtszeit gebe es viele unterschiedliche Themen und Aufgaben zu bearbeiten und das Ratsgremium einer Kommune habe viele Möglichkeiten, im Rahmen der Gesetze, aber unabhängig von Land und Bund die Lebensbedingungen der Einwohnerinnen und Einwohner zu gestalten. Der Schultes betonte, der Gemeinderat sei nur dem Gemeinwohl verpflichtet. Wie diese Verpflichtung umgesetzt werde, darüber gebe es naturgemäß unterschiedliche Meinungen. Der Gemeinderat sei das Gremium, wo diese Auffassungen diskutiert würden. Diese Diskussionen müssten aber stets an der Sache orientiert sein und vor allem sollten die persönliche Wertschätzung nicht außer acht gelassen werden, so der Schultes. Alle Entscheidungen sollten - auch wenn sie nicht einstimmig seien - gemeinschaftlich nach außen vertreten werden. Ein gutes Klima im Ratsgremium sei ihm wichtig und komme der gemeinsamen Arbeit zum Wohle der Gemeinde zugute.
Unter Bezug auf die Bestimmungen der Gemeindeordnung erwähnte Bartzsch die wichtigsten Regelungen für die Rechte und Pflichten der Gemeinderäte, so vor allem das Recht auf freie Entscheidungen, die Pflicht zur Orientierung am Gemeinwohl und zur Teilnahme an den Sitzungen, die Pflicht zur Verschwiegenheit über die nicht-öffentlichen Beratungen sowie zur verantwortungsbewussten und uneigennützigen Wahrnehmung der Aufgaben.
Nachdem sich alle Anwesenden von den Plätzen erhoben hatten, sprach das dienstälteste Mitglied des Gremiums, Gemeinderat Gunter Eberhardt, stellvertretend für alle Gremiumsmitglieder die Verpflichtungsformel. Anschließend verpflichtete Bürgermeister Torsten Bartzsch alle neu gewählten Gemeinderäte persönlich und per Handschlag offiziell auf ihr Amt, was durch Unterschrift auf einer entsprechenden Urkunde bestätigt wurde.
Vor der Besetzung der Ausschüsse und der Wahl der Gremienvertreter änderte der Gemeinderat noch die Hauptsatzung der Gemeinde und seine Geschäftsordnung. Grund war, dass nach einer Übereinkunft aller im Rat vertretenen Gruppierungen mit Bürgermeister Torsten Bartzsch künftig die Zahl der Bürgermeister-Stellvertreter von drei auf zwei reduziert und im Gegenzug ein Ältestenrat mit Vertretern aus allen vier Gruppierungen des Gemeinderats eingerichtet werden soll. Einstimmig wurden die entsprechenden Änderungen von Hauptsatzung und Geschäftsordnung auf den Weg gebracht.
ür die künftig zwei Stellvertreter von Schultes Bartzsch waren die Gemeinderäte Gunter Hekel und Markus Kaiser vorgeschlagen worden. In offener Wahl und ohne Gegenstimmen wurden Hekel als erster und Kaiser als zweiter Bürgermeister-Stellvertreter bestimmt. Beide Gewählten bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen.
Für die anschließende Besetzung der gemeinderätlichen Ausschüsse und die Entsendung der Gemeindevertreter in verschiedenen Gremien hatten die vier Gruppierungen des Gemeinderats - wie es die Gemeindeordnung vorsieht - in Vorgesprächen mit Bürgermeister Torsten Bartzsch Vorschläge erarbeitet und Mitglieder aus ihrer Mitte nominiert. Diese Vorschläge lagen dem Gremium in einer schriftlichen Vorlage vor. Auf Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch entschieden sich die Ratsdamen und -herren, diese Ämterbesetzungen auf dem in der Gemeindeordnung vorgeschlagenen Weg der Einigung insgesamt vorzunehmen, so dass dieser wichtige Punkt zügig abgeschlossen werden konnte.
Besetzt wurden auf diese Weise der Ältestenrat, der Verwaltungs- und Technische Ausschuss, der Umlegungsausschuss und der Kultur- und Sport-Ausschuss des Gemeinderats. Benannt wurden weiterhin diejenigen Gemeinderatsmitglieder, die die Gemeinde neben dem Bürgermeister in verschiedenen Gremien und Zweckverbänden vertreten, und zwar für den Gemeindeverwaltungsverband Steinheim - Murr, den Zweckverband "Gruppenklärwerk Häldenmühle", den Zweckverband "Verbandsbauamt Großbottwar", den Zweckverband "Landeswasserversorgung", den Kindergartenausschuss, den Vorstand des Krankenpflegevereins Murr, die Forstbetriebsgemeinschaft Hardtwald, den Aufsichtsrat der Kommunalbau GmbH, das Kuratorium der Kleeblatt-Gesellschaft und den Stiftungsbeirat der gemeindlichen Sozialstiftung.
Danach bedankte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch für die Vorarbeit und die gute Vorbereitung und stellte fest, dass der neue Gemeinderat nun uneingeschränkt arbeitsfähig sei.

Jahresrechnung für das Jahr 2013
Fristgerecht zur Jahresmitte wurde dem Gemeinderat der Rechnungsabschluss der Gemeindekasse für das Jahr 2013 vorgelegt. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläuterten, stellt der Abschluss gegenüber der Haushaltsrechnung mit einer Abweichung von 0,1 % nahezu eine Punktlandung dar. Insbesondere die Steuereinnahmen haben sich 2013 günstiger entwickelt als angenommen, es wurde mit fast 9,77 Millionen Euro das zweithöchste Einnahmeergebnis der Gemeindegeschichte erzielt. Vor allem die Gewerbesteuer hat mit einem Plus von 974.000 Euro gegenüber dem Planansatz von 3 Millionen Euro dazu beigetragen. Mit entscheidend waren aber auch gute Zuweisungen von Land und Bund, die der Gemeinde 2013 aufgrund der nicht so günstigen Steuerkraft im Jahr 2011 zugeflossen waren. Dadurch erhöhten sich die Gesamteinnahmen des Verwaltungshaushaltes und dies wiederum führte zu einer Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt von rund 3,85 Millionen Euro - 1,6 Millionen Euro mehr als geplant. Auf die eigentlich geplante Rücklagenentnahme konnte im Jahr 2013 daher verzichtet werden, vielmehr konnten der Rücklage sogar neue Mittel zugeführt werden.
Insgesamt wurde der Rechnungsabschluss vom Schultes, aber auch von den Mitgliedern des Gremiums einhellig positiv beurteilt. Auf diesem soliden finanziellen Fundament könnten die anstehenden Aufgaben beruhigt angegangen werden. Auf jeden Fall dürfe aber der sorgsame Umgang mit den Gemeindefinanzen auch zukünftig nicht vernachlässigt werden.

Jahresabschluss der Wasserversorgung für das Jahr 2013
Positives konnte auch mit dem Rechnungsabschluss der Wasserversorgung für das Jahr 2013 vermeldet werden. Die Abschlussbilanz ergab einen kleinen Gewinn von rund 15.500 Euro, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Die Zahlen des Jahresabschlusses zeigen, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, dass der zum 1. Januar 2013 angepasste Gebührensatz von 1,75 Euro je cbm Wasser kostendeckend kalkuliert war.

Beteiligungsbericht
Wie jedes Jahr wurde dem Gemeinderat ein Bericht über die Beteiligung der Gemeinde an privaten Unternehmen vorgelegt. Neben der Tochtergesellschaft Kommunalbau GmbH, die zu 100 % im Eigentum der Gemeinde ist, bestehen nur kleinere Anteile an der Volksbank Ludwigsburg, der gemeinnützigen Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft Ludwigsburg und der Kleeblatt-Pflegeheime gGmbH. Wie bekannt, werde die Kommunalbau Murr GmbH aufgelöst, da sie ihren Zweck erfüllt habe, so Bürgermeister Torsten Bartzsch.

Vergabe von Arbeiten zur Neugestaltung des Platzes im "Quartier am Kirchplatz"
Wie bereits berichtet, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 6. Mai 2014 die Gestaltung des neu entstandenen Platzes an der Ecke Hindenburgstraße/Kirchgasse beschlossen (s. dazu diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Diese soll nach einem Vorschlag des Planungsbüros KMB, Ludwigsburg, in enger Anlehnung an die Gestaltung des Kirchplatzes erfolgen.
In der Sitzung lagen den Ratsmitgliedern die Angebote von zwei Firmen zur Durchführung der Arbeiten vor. Der günstigste Bieter, die Firma Dillmann aus Ilsfeld, die bereits die Außenanlagen des neuen Mehrfamilien-Wohnhauses am Kirchplatz erstellt hat, erhielt den Auftrag. Mit welchem Belag der neue Platz letztendlich versehen wird, entscheidet der Gemeinderat bei einem Vor-Ort-Termin im Rahmen seiner Sitzung im September nach der Sommerpause.

Beteiligung der Gemeinde an der Murrer Kirbe
Wie bekannt, wird im Rahmen der Murrer Kirbe am Wochenende 13. und 14. September 2014 auf dem Dorfplatz ein gemeinsames Fest fast aller Murrer Vereine und Organisationen durchgeführt. Bürgermeister Torsten Bartzsch schilderte, dieses Fest soll im Jahr des 25-jährigen Bestehens des Bürger- und Rathauses die Ortsmitte und die örtliche Gemeinschaft beleben. Die Vorbereitungen dazu seien seit Monaten im Gange. Er dankte den beteiligten Vereinen und Gruppen und auch dem Handels- und Gewerbeverein, der an diesem Wochenende einen verkaufsoffenen Sonntag durchführe, für ihr Engagement.
Um das finanzielle Risiko für dieses Fest, das in dieser Art zum ersten Mal durchgeführt werde, für die beteiligten Vereine zu minimieren, schlug er vor, dass die Gemeinde die anfallenden Allgemeinkosten, die nicht durch Spenden oder anderweitig gedeckt werden können, einmalig übernehme. Dieser Vorschlag wurde von allen Gremiumsmitgliedern einhellig begrüßt. Es sei gut, wenn das Engagement der Vereine auf diese Weise unterstützt werde und ihnen das finanzielle Risiko abgenommen werde. Wenn das Fest wiederholt werden sollte - das soll nach den Erfahrungen mit dem ersten Durchlauf im Herbst entschieden werden - müsse die Kostenverteilung neu besprochen werden.

Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Steinheim
Im Zusammenhang mit dem Antrag der Steinheim an der Murr, die Blankensteinschule in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln, werde die Gemeinde Murr wie auch die anderen umliegenden Kommunen um eine Stellungnahme gebeten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Da gegen diesen Antrag aus Murrer Sicht keine Einwendungen oder Bedenken bestehen, könne er zur Kenntnis genommen werden. Dem stimmten die Ratsmitglieder zu.

Finanzzwischenbericht zur Jahresmitte 2014
In seinem Bericht zur Entwicklung der Gemeindefinanzen zur Jahresmitte 2014 konnte Gemeindekämmerer Albrecht Keppler dem Gremium vermelden, wenn auch nicht alle Einnahmen zur Hälfte des Jahres zu 50 % bei der Gemeindekasse eingegangen seien, so entwickelten sich die Gemeindefinanzen in diesem Jahr bei den Ausgaben und bei den Einnahmen im Großen und Ganzen planmäßig und geben keinen Anlass zur Sorge.

14.07.2014

Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Landeswasserversorgung im Bürger- und Rathaus

Saxophonist Joachim Keck gestaltete die Ausstellungseröffnung musikalisch
Saxophonist Joachim Keck bei seinem Auftritt
Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) konnte zahlreiche interessierte Gäste begrüßen
Bürgermeister Bartzsch bei der begrüßung vor den Gästen der Ausstellungseröffnung
Prof. Dr.-Ing. Frieder Haackh bei seiner Ansprache
Prof. Dr.Ing. Frieder Haackh bei seiner Rede

In Anwesenheit zahlreicher interessierter Gäste wurde am Donnerstag, dem 3. Juli 2014, im Bürger- und Rathaus die Wanderausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Landeswasserversorgung eröffnet. Bis zum 18. Juli 2014 ist die sehenswerte Informationsschau über die Entwicklung der überörtlichen Wasserversorgung und die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einer sicheren und hygienischen Versorgung mit Trinkwasser zu den Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes Murr zu sehen.
2012 hat die Landeswasserversorgung ihr 100-jähriges Jubiläum begehen können. 1912 war die Staatliche Landeswasserversorgung für eine erste großräumige Trinkwasserversorgung in Württemberg von König Wilhelm II. gegründet worden - ein damals zukunftsweisendes Vorhaben. Seit 1965 ist die Landeswasserversorgung ein selbstständiger kommunaler Zweckverband, das heißt die Verbandsmitglieder - also 108 Städte, Gemeinden und kommunale Zweckverbände - sind nicht nur Kunden, sondern auch Eigentümer des Wasserversorgungsunternehmens.
Nachdem die Ausstellungseröffnung von Saxophonist Joachim Keck stimmungsvoll und passend zum Thema Wasser mit den Stücken "Sailing" und "It never rains in Southern California" eröffnet worden war, hob Bürgermeister Torsten Bartzsch auf den Stellenwert einer funktionierenden und gesundheitlich einwandfreien Wasserversorgung als grundlegender Baustein der örtlichen Daseinsvorsorge ab. Was für uns heutzutage eine alltägliche Selbstverständlichkeit ist - der Griff zum Wasserhahn - war noch vor zwei, drei Generationen undenkbar oder ein großer Luxus. Erkennbar ist dies zum Beispiel in der Ausstellung an verschiedenen Wasserhähnen aus den letzten Jahrzehnten. Der Schultes betonte auch den Zusammenhang von Wasserversorgung und Hygiene als Voraussetzung gesunder Lebensverhältnisse. Bartzsch dankte sowohl der Landeswasserversorgung als auch den örtlichen Mitarbeitern wie dem Murrer Wassermeister Markus Lischka für den täglichen Einsatz im Interesse einer reibungslosen Versorgung mit Trinkwasser. Mit Informationen über die gemeindliche Wasserversorgung ist die Ausstellung ergänzt worden.
Der technische Geschäftsführer der Landeswasserversorgung, Herr Prof. Dr.-Ing. Frieder Haakh, dankte der Gemeinde Murr für die Möglichkeit, die Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum zu zeigen, die schon in über 30 Städten und Gemeinden auf reges Interesse gestoßen sei. In der Schau sei Wissenswertes rund um die Themen Gewinnung, Behandlung und Transport von Wasser - dem wichtigsten Lebensmittel überhaupt - zusammengetragen und auf prägnante Art veranschaulicht. Auch das System der Landeswasserversorgung mit dem Egauwasserwerk, dem Wasserwerk in Langenau bei Ulm für die Aufbereitung von Donauwasser und anderen technischen Anlagen werden dargestellt. Haackh ging in seiner pointierten Ansprache auch auf die Maßnahmen gegen mögliche Schadstoffbelastungen ein und die oftmals emotionale Diskussion über die Qualität und die Inhaltsstoffe des Trinkwassers.
Zum Abschluss des offiziellen Teils der Ausstellungseröffnung präsentierte Joachim Keck noch mal ein Saxophon-Stück zum Thema Wasser, für das er herzlichen Beifall erhielt, bevor die Besucher die Ausstellung besichtigten und dabei viel Wissenswertes rund um das Thema Trinkwasser erfahren konnten.
Bis zum 18. Juli 2014 ist die Ausstellung "Landeswasserversorgung - 100 Jahre Trinkwasser für Baden-Württemberg" zu den Öffnungszeiten des Bürgermeisteramtes (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr, Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr) im Bürger- und Rathaus zu sehen.

27.06.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 24. Juni 2014)

Wurden von Bürgermeister Torsten Bartzsch (hinten) für mehrjährige Mitgliedschaft im Gemeinderat geehrt (von links): Dr. Thomas Hentschel, Harry Max (jeweils 10 Jahre), Eugen Hofmann, Gunter Hekel (jeweils 20 Jahre), Rainer Fröbel (25 Jahre)
Von links nach rechts: Dr. Thomas Hentschel, Harry Max, Eugen Hofmann, Bürgermeister Torsten Bartzsch, Gunter Hekel, Rainer Fröbel
Dr. Thomas Hentschel, Marcus Leibbrandt, Ute Lindenlaub-Knoll und Bettina Burk-Dungs (von links) wurden von Bürgermeister Torsten Bartzsch (hinten) aus dem Gemeinderat verabschiedet
Von links nach rechts: Dr. Thomas Hentschel, Marcus Leibbrandt, Ute Lindenlaub-Knoll, Bürgermeister Torsten Bartzsch, Bettina Burk-Dungs

Es sei keine Sitzung wie üblich, begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch die 14 Ratsdamen und -herren und eine stattliche Anzahl von Gästen, als der Gemeinderat am Dienstag, dem 24. Juni 2014, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammentrat. Es war nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 die letzte Sitzung des seit 2009 amtierenden Ratsgremiums, bevor am 15. Juli der Gemeinderat in seiner neuen Zusammensetzung zum ersten Mal zusammentritt. Neben der Verabschiedung ausscheidender Ratsmitglieder standen zudem Ehrungen von fünf Gemeinderäten für mehrjährige Mitgliedschaft im Gremium auf der Tagesordnung. Doch zuvor wurden noch einige Sachthemen beraten.

Verkehrsuntersuchung der Ortsdurchfahrt
Die Gemeinde Murr erstellt derzeit in Kooperation mit den Nachbarkommunen einen so genannten Lärmaktionsplan, auf dessen Grundlage im Herbst über eventuelle Maßnahmen zur Lärmminderung beraten und entschieden werden soll. Daneben ist bekannt und wird immer wieder auch im Gemeinderat angesprochen, dass auf der Ortsdurchfahrt - insbesondere zwischen Dorfplatz und Ortsausgang in Richtung Steinheim - der Verkehrsfluss durch zahlreiche, in kurzen Abständen parkende Fahrzeuge erschwert wird und es immer wieder auch zu gefährlichen Situation kommt durch Autos, die den Gegenverkehr nicht abwarten, sondern auf die Gehwege ausweichen. Die kürzlich angebrachten Warnbaken sind nur eine erste, provisorische Maßnahme, mit der die Gefahr für Fußgänger erst einmal schnell reduziert werden soll. Nach Überzeugung des Gemeinderats bringt aber nur ein durchgehendes Verkehrs- und Parkierungskonzept für die Ortsdurchfahrt eine dauerhafte Lösung, mit der der Verkehrsfluss - vor allem der Busverkehr - erleichtert, die Ortsdurchfahrt aber nicht für den Durchfahrts- und Schleichwegverkehr attraktiver wird.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte in der Sitzung den Diplom-Ingenieur Weber vom Ludwigsburger Verkehrsplanungsbüro "Planungsgruppe Kölz", das gemeinsam mit einem anderen Fachbüro den Lärmaktionsplan erarbeitet. Da eine Untersuchung der Verkehrs- und Parksituation in Murr und der Lärmaktionsplan eng miteinander zusammenhängen, ist nach Ansicht des Schultes eine Verknüpfung beider Themen sinnvoll. Er schlug daher vor, die "Planungsgruppe Kölz" mit der Erstellung einer Parkierungskonzeption zu beauftragen. Herr Weber erläuterte dem Gremium die mögliche Vorgehensweise. Für Analyse und Parkierungskonzept müssten 4.300 Euro veranschlagt werden, eine Erhebung der Kennzeichen der durchfahrenden Fahrzeuge, mit der die Verkehrsströme im Ort genauer erhoben werden, würde zusätzlich etwa 6.000 Euro kosten (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer).
Der Gemeinderat vergab einstimmig den Auftrag für das Gesamtpaket an das Fachbüro. Im Herbst sollen die Ergebnisse dieser Untersuchung und der Lärmaktionsplan im Gemeinderat beraten und in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt werden.

Vereinsangelegenheiten
Im Dezember 2012 hat der Gemeinderat beschlossen, die Sanierung und Erweiterung des Umkleidegebäudes des SGV Murr beim SGV-Vereinsheim finanziell zu unterstützen. Die Baumaßnahme wurde inzwischen fertiggestellt und das Gebäude in Betrieb genommen. Die Abrechnung ist aufgrund von nicht erwarteten Mehrausgaben für Sanitär- und Wasserinstallationen, bei der Elektrik sowie beim Verputz um rund 52.000 Euro höher ausgefallen als erwartet.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug dem Gemeinderat vor, die Gemeinde solle analog zur ursprünglichen Finanzierungszusage auch vom Mehrbetrag 50 %, also 26.000 Euro, übernehmen. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorschlag angesichts der Leistungen des SGV Murr für das örtliche Leben und seiner Bedeutung für die Kinder- und Jugendarbeit und auch in Anerkennung der beträchtlichen Eigenleistungen des Vereins bei der Baumaßnahme einstimmig zu. Der Restbetrag, den der SGV trägt, soll durch Verrechnung der dem Verein zustehenden Vereinszuschüsse finanziert werden.
Der Angelverein Murr ist Eigentümer eines Vereinsgebäudes auf einem Grundstück im Murrtal. Nun wurde festgestellt, dass das Betonfundament der Fischerhütte nicht ausreichend isoliert ist und Schäden durch Feuchtigkeit entstehen. Der Verein hatte sich mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an die Gemeinde gewandt, da eine Neuisolierung des Fundaments rund 6.000 Euro kosten würde, dem Verein jedoch nur 3.500 Euro dafür zur Verfügung stehen.
Auch der Angelverein erbringe Leistungen für die örtliche Gemeinschaft, die anerkannt werden müssten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, so zum Beispiel die jährliche Murrputzete. Auch sei der Angelverein neben dem SGV Murr und dem Tennisclub der einzige Murrer Verein mit einem eigenen Vereinsgelände und -gebäude.
Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag des Schultes auf Gewährung eines einmaligen Zuschusses an den Angelverein in Höhe von 2.500 Euro einstimmig zu.

Unterhaltung gemeindeeigener Gebäude
Im weiteren Verlauf der Sitzung vergab das Ratsgremium Aufträge für Unterhaltungs-, Ausbesserungs- und Verbesserungsarbeiten am Jugendhaus (Außenputz, Malerarbeiten), am Kindergarten Mühlweg (Akustik-Decken in den beiden Gruppenräumen im Alten Schulhaus) und am gemeindeeigenen Wohngebäude Zeppelinstraße 5 (Fassadenanstrich, Neuanstrich der Fenster).

Prüfung eventueller Hinderungsgründe bei den neu gewählten Gemeinderäten
Nach der Gemeinderatswahl vom 25. Mai 2014 war es eine der letzten Aufgaben des alten Ratsgremiums festzustellen, ob bei den neu gewählten Gemeinderäten Gründe vorliegen, die einem Eintritt in den Gemeinderat nach der Gemeindeordnung entgegenstehen. Darunter fallen vor allem verwandtschaftliche Beziehungen zwischen einzelnen Gemeinderatsmitgliedern oder mit dem Bürgermeister oder die Beschäftigung als Beamter oder Angestellter bei der Gemeinde selber oder bei einer Behörde, die der Gemeinde gegenüber Rechtsaufsicht ausübt (Landratsamt, Regierungspräsidium, Innenministerium).
Da ein solcher Grund bei keinem der neu gewählten Gemeinderäte vorliegt, konnte das Ratsgremium in der Sitzung offiziell feststellen, dass alle in den neuen Gemeinderat eintreten können.

Ehrung für 10-, 20- und 25-jährige Gemeinderatstätigkeit
In der letzten Sitzung des bisherigen Ratsgremiums bezeichnete es Bürgermeister Torsten Bartzsch als ehrenvolle Aufgabe, fünf Ratsmitglieder für mehrjährige Mitarbeit im Gemeinderat ehren und diese mit den entsprechenden Auszeichnungen des Gemeindetags Baden-Württemberg anerkennen zu können.
Für 10-jährige Mitgliedschaft im Gemeinderat wurde Herr Dr. Thomas Hentschel geehrt. Bartzsch hob hervor, dass Herr Dr. Hentschel familiär und durch seine Tätigkeit in Landwirtschaft und Weinbau fest in Murr verwurzelt sei. In vielen Ehrenämtern engagiert er sich für die örtliche Gemeinschaft. Ihm sei immer das kulturelle Leben in der Gemeinde wichtig gewesen, als studierter und promovierter Betriebswirt habe er aber auch sein Augenmerk auf die Optimierung von Aufgaben gerichtet. Mit seiner ruhigen freundlichen Art hat sich Herr Dr. Thomas Hentschel neben seinem Amt im Gemeinderat im Kultur- und Sport-Ausschuss, im Stiftungsbeirat der Sozialstiftung und als Vertreter der Gemeinde in der Forstbetriebsgemeinschaft Hardtwald engagiert.
Ebenfalls 10 Jahre im Gemeinderat ist Herr Harry Max. Durch seine berufliche Tätigkeit habe Herr Max sehr viele Kontakte mit Murrer Bürgern, aber auch mit Auswärtigen und bekomme so viele Anliegen mit. Neben den Belangen der Wirtschaft liegen Herrn Max auch die Bedürfnisse von jungen, älteren und schwächeren Menschen am Herzen. Seine Meinung äußere er immer klar und direkt, aber stets auf eine ruhige ausgleichende Art. So sei es Herrn Max auch immer wichtig, für Probleme gemeinschaftliche Lösungen zu finden, stellte der Schultes fest. Im Kuratorium der Kleeblatt-Gesellschaft und im Stiftungsbeirat der Sozialstiftung habe Herr Max bislang seine Fähigkeiten und Kenntnisse dem Gemeinwesen zur Verfügung gestellt.
Für 20-jährige Mitarbeit im Gemeinderat wurde Herr Gunter Hekel geehrt. Bartzsch bezeichnete Hekel als Murrer Urgestein, der von seinem Vater das Gemeinderats-Gen geerbt habe. Von Anfang an sei Hekel bei allen Wahlen stets der "Stimmenkönig" gewesen, im Landkreis Ludwigsburg halte er Platz 6 bei den erzielten Stimmen in Relation zur Gemeindegröße. Durch seine umfangreichen Kenntnisse des Ortes und der Ortsgeschichte bringe er viele unschätzbare Anregungen und Erfahrungen in die Gemeinderatsarbeit mit ein. Seine vielfältigen privaten und beruflichen Kontakte bringen es mit sich, dass er stets sein Ohr nah den Menschen im Ort habe. So könne er viele Anregungen, Wünsche und Nöte in die Gemeinderatsarbeit einbringen. Herr Hekel habe zu den Themen immer eine klare Meinung und stehe zu dieser auch, so Bartzsch. Die örtliche Nahversorgung, die Belange von Kindern und Senioren, aber auch die Freiwillige Feuerwehr seien Herrn Hekel wichtig. Als Mitglied des Verwaltungs- und Technischen Ausschusses, als stellvertretender Bürgermeister, im Aufsichtsrat der Kommunalbau und an anderen Stellen habe Herr Hekel vielfach Verantwortung für die Gestaltung und das Wohl der Gemeinde übernommen.
Auch Herr Eugen Hofmann - ebenfalls 20 Jahre Mitglied des Gemeinderates - sei ein Murrer Urgestein, so Bürgermeister Torsten Bartzsch weiter. Durch seinen Handwerksbetrieb und auch privat sei er auf vielfache Weise immer im Ort präsent. Ehrenamtlich engagiere sich Herr Hofmann auf vielfältige Weise, so früher als stellvertretender Feuerwehrkommandant, als Vertreter der Gemeinde im Gemeindeverwaltungsverband mit Steinheim, als Aufsichtsrat der Kommunalbau, im Verwaltungs- und Technischen Ausschuss und als stellvertretender Bürgermeister. Klar und direkt äußere er seine Auffassungen, bei Herrn Hofmann wisse man immer, woran man ist, so der Schultes. Doch stets sei es ihm ein Anliegen, für Lösungen Mehrheiten zu finden, wichtig seien ihm vor allem die Gemeinde und ihre Einwohner sowie deren Wohl, Allgemeinwohl gehe ihm vor Eigennutz. Als Selbstständigem liege ihm das Wohl der örtlichen Wirtschaft und der Handwerks- und Gewerbebetriebe sehr am Herzen und auch die innerörtliche Entwicklung habe er immer im Auge.
Bereits vor 25 Jahren ist Herr Rainer Fröbel in den Gemeinderat eingetreten und ist damit das zweit-dienstälteste Mitglied des Gremiums, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Zwar sei er nicht in Murr aufgewachsen, doch seit seinem Wechsel in die Gemeinde zusammen mit seiner Frau und seiner Familie fest in der Gemeinde verwurzelt. Unterstrichen werde dies durch vielfältige Aktivitäten in der örtlichen Gemeinschaft, in Vereinen und in der Kirchengemeinde. Stets habe Herr Fröbel bei seinem Engagement das Wohl der gesamten Gemeinde im Blick und habe in seiner Zeit als Gemeinderat viele Punkte und Themen angestoßen, zum Teil auch neu in die Diskussion gebracht. Als Lehrer und Rektor ist Herr Förbel natürlich auch ausgewiesener Kenner des Schul- und Bildungsbereichs und bringe hier wertvolle Kenntnisse und Erfahrungen in die Arbeit ein. Der Schultes hebt Herrn Fröbels Redegewandtheit hervor, mit der er seit 1999 die Gemeinde auch im Kreitag repräsentiere. Fast in jedem Ausschuss und Gremium der Gemeinde habe Herr Fröbel schon mitgearbeitet oder tue dies noch, so im Kultur- und Sport-Ausschuss, dem Ausschuss für Kindergartenfragen, dem Gemeindeverwaltungsverband, dem Stiftungsbeirat der Sozialstiftung, dem Verwaltungs- und Technischen Ausschuss oder dem Aufsichtsrat der Kommunalbau und als stellvertretender Bürgermeister.
Allen Geehrten überreichte Bürgermeister Torsten Bartzsch eine Urkunde, eine Anstecknadel und eine Stele des Gemeindetags Baden-Württemberg sowie ein Weinpräsent der Gemeinde und bedankte sich persönlich herzlich für die Zusammenarbeit. Auch den Ehefrauen dankte er mit einem Blumenstrauß dafür, dass sie immer hinter dem Engagement ihrer Partner gestanden seien und ihnen den Rücken frei gehalten haben.

Verabschiedung ausscheidender Gemeinderatsmitglieder
Leider sei mit dem Ende der Amtszeit eines Gemeinderats auch immer der Abschied von denjenigen Mitgliedern verbunden, die künftig nicht mehr im Gremium vertreten seien, stellte Bürgermeister Torsten Bartzsch fest. Von vier Mitgliedern, von denen er sich heute verabschieden müsse, habe eines nicht mehr kandidiert, drei seien nicht wieder gewählt worden, so der Schultes.
Herr Dr. Thomas Hentschel war 10 Jahre im Gremium tätig und habe sich in dieser Zeit immer sehr gut eingebracht, so Bartzsch. Er habe viel angestoßen und viele Anregungen gegeben. Bartzsch bedankte sich bei dem scheidenden Gemeinderat herzlich für die Mitarbeit und die Zusammenarbeit und überreichte ihm einen Gutschein für ein Abendessen als Dankeschön.
Herr Dr. Hentschel bezeichnete seine 10 Jahre im Gemeinderat als spannende Zeit, dankte den Ratskollegen für das gute Miteinander und wünschte, dass auch der künftige Gemeinderat den "Murrer Weg", das Bestreben, miteinander die beste Lösung zu finden, beibehalte.
Als Nachrückerin sei Frau Bettina Burk-Dungs vor etwa 14 Jahren in den Gemeinderat eingetreten, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte. Die Belange von Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren seien ihr immer wichtig gewesen. Im Zeckverband Landeswasserversorgung, im Kindergartenausschuss sowie im Kultur- und Sport-Ausschuss habe sie die Belange der Gemeinde immer mit Blick auf das Gemeinwohl vertreten. Insbesondere bei der Vorbereitung des Dorfplatzfestes bringe sie sich engagiert ein. Ihre ruhige, freundliche Art habe dabei stets ausgleichend gewirkt. Durch ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement sei sie stark in der örtlichen Gemeinschaft verwurzelt. Der Schultes dankte Frau Bettina Burk-Dungs herzlich für die gute Zusammenarbeit, überreichte ihr einen Essensgutschein und dankte ihrem Mann Thomas Dungs mit einem Weinpräsent für den Rückhalt, den er seiner Frau gegeben habe.
Frau Burk-Dungs stellte abschließend fest, sie sei gerne Mitglied des Gemeinderats gewesen und habe die gemeinsame Arbeit immer als sehr bereichernd empfunden. Sie wünschte dem neuen Ratsgremium, dass es möglichst schnell und gut zusammenwachse.
Frau Ute Lindenlaub-Knoll sei bei ihrem Eintritt in den Gemeinderat bereits junge Mutter gewesen, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch anmerkte. Folgerichtig hätten ihr die Themen Kinder und Jugendliche, aber auch - bedingt durch ihren Beruf - die Bereiche Umwelt und Naturschutz sehr am Herzen gelegen. Als Selbstständige habe sie aber auch ihr Augenmerk auf die Bedürfnisse der Wirtschaft und der örtlichen Betriebe gerichtet. Ihr großes Engagement sei durch ihre Mitarbeit im Umlegungsausschuss, im Kultur- und Sport-Ausschuss, im Krankenpflegeförderverein, im Kuratorium der Kleeblatt-Gesellschaft und im Stiftungsbeirat der Sozialstiftung der Gemeinde deutlich geworden. Außerdem sei sie Mitglied im gemeindlichen Gutachterausschuss. Ruhig und freundlich in der Art habe Frau Lindenlaub-Knoll stets den Blick auf das Gesamte und das Wohl der Gemeinde gehabt. Ihr Ausscheiden aus dem Gremium geschehe aus freien Stücken, da sie bei der Wahl nicht mehr angetreten sei. Engagiert arbeite sie jedoch noch bei der Vorbereitung des Dorfplatzfestes mit. Dafür und für die Zusammenarbeit dankt ihr Bürgermeister Torsten Bartzsch herzlich und händigte ihr einen Essensgutschein und einen Blumenstrauß aus und überreichte ihrem Mann Timo Knoll ein Weinpräsent als Dankeschön, dass er das Engagement seiner Frau unterstützt habe.
Frau Lindenlaub-Knoll gestand, dass ihr der Abschied aus dem Gemeinderat nicht leicht falle und bedankte sich bei den Ratskollegen für die gute und harmonische Zusammenarbeit.
Als Murrer Urgestein bezeichnete Bürgermeister Torsten Bartzsch den scheidenden Ratsherren Marcus Leibbrandt. Er habe in seiner Zeit im Gemeinderat viel zur positiven Entwicklung des Ortes beigetragen. Als Privat- und als Geschäftsmann habe er sehr viele Kontakte zu den Menschen und Bürgern in der Gemeinde und wisse daher immer, wo der Schuh drückte. Dies habe er stets in die Gemeinderatsarbeit eingebracht. Im SGV Murr, als Feuerwehrkommandant und an anderen Stellen sei Marcus Leibbrandt schon lange sehr aktiv für das Gemeinwesen tätig. Hauptanliegen seien ihm die Belange der örtlichen Wirtschaft, von Kindern und Jugendlichen und von Senioren gewesen, aber auch für die Erhaltung des Ortsbildes habe er sich eingesetzt. Dynamisch und zielstrebig habe Herr Leibbrandt immer seine Meinung geäußert und diese klar vertreten. Im Gemeindeverwaltungsverband, im Verwaltungs- und Technischen Ausschuss, im Umlegungsausschuss und als Aufsichtsratsvorsitzender der Kommunalbau habe er sich für die Entwicklung Murrs und das Wohl seiner Einwohner eingesetzt. Zudem arbeitet er im Gutachterausschuss der Gemeinde mit. Bürgermeister Torsten Bartzsch bezeichnete die Zusammenarbeit mit Herrn Leibbrandt als sehr gut und dankte ihm herzlich dafür. Als Zeichen dafür erhielt Marcus Leibbrandt ebenfalls einen Essensgutschein und ein Weinpräsent.
Er selbst dankte den Kollegen im Gemeinderat für das gute Miteinander im Dienste der Sache und stellte fest, es sei zwar auch in Murr nicht alles nur harmonisch, aber das gemeinsame Streben nach einer guten Lösung habe stets Vorrang.
Im Namen der jeweiligen Parteien und Gruppierungen im Gemeinderat dankten Gemeinderat Hekel (Freie Wählervereinigung Murr) Herrn Dr. Hentschel und Herrn Leibbrandt, Gemeinderat Hofmann (CDU) Frau Lindenlaub-Knoll und Gemeinderat Fröbel (SPD) Frau Burk-Dungs für die Mitarbeit und Zusammenarbeit im Gemeinderat und übergaben den Ausscheidenden Blumen- und Weinpräsente.
Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch noch einen Ausblick auf die erste Sitzung des neuen Gemeinderats am 15. Juli 2014 gegeben und dem bisherigen Gremium für seine engagierte Arbeit gedankt hatte, konnte er die letzte Sitzung des Gemeinderats schließen.

13.06.2014

Blumenschmuck an der Hardtlinde

Die Hardtlinde mit dem neuen Blumenschmuck aus roten und gelben Blumen

Als Beitrag zur Verschönerung unserer Ortsdurchfahrt hat der Obst- und Gartenbauverein rote Geranien und gelbe Bidens gespendet.
Die Gemeinde bedankt sich herzlich beim Obst- und Gartenbauverein.

13.06.2014

7.000.000ster Badegast am 6. Juni 2014 im Wellarium in Steinheim an der Murr

Von links nach rechts: Murrs Bürgermeister Torsten Bartzsch mit Blumenstrauß, Frau Finow mit  Tochter, Schwimmmeisterin Katrin Schulze

Nach einjähriger Bauzeit wurde das Wellarium im Mai 1981 eingeweiht. 33 Jahre später konnte nun Herr Bürgermeister Bartzsch am 6. Juni 2014 bei strahlendem Sonnenschein den siebenmillionsten Badegast begrüßen.
Frau Finow besucht, seitdem sie 2006 aus Hessen nach Großaspach umgezogen ist, regelmäßig die verschiedenen Freibäder der Umgebung. Besonders gerne verbringt sie ihre Freizeit zusammen mit ihrer achtjährigen Tochter im Steinheimer Wellarium, da Lara am liebsten im Wellenbecken schwimmt.
Der Verbandsvorsitzende, Murrs Bürgermeister Torsten Bartzsch, überreichte gemeinsam mit der Schwimmmeisterin Katrin Schulze Frau Finow neben einem Blumenstrauß einen Gutschein für eine Saisonkarte 2015.

06.06.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 3. Juni 2014)

Unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch kam der Gemeinderat am Dienstag, dem 3. Juni 2014, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zur ersten turnusmäßigen Sitzung nach den Wahlen am 25. Mai 2014 zusammen. Batzsch bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei allen, die sich als Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt hatten, bei den zahlreichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die am Wahlsonntag und am Montag danach im Einsatz waren, und beglückwünschte alle wieder und neu Gewählten und sprach den nicht wieder in den Gemeinderat Gewählten seinen Respekt aus. Wahlen seien immer mit Erfolg und Enttäuschung verbunden, so der Schultes.
Auf der Tagesordnung der Sitzung standen die polizeiliche Kriminalstatistik für Murr, die Einrichtung einer weiteren Gruppe im Kinderhaus „Regenbogen“ und die Vergabe von Arbeiten für den Umbau von Räumen in der Lindenschule für die Schulkindbetreuung.

Polizeiliche Kriminalstatistik
Wie jedes Jahr einmal war der Leiter des auch für Murr zuständigen Polizeipostens Steinheim Rolf Strobel zu Gast im Gemeinderat, um den Mitgliedern des Gremiums die polizeiliche Statistik für das vergangene Jahr zu erläutern. Gleich zu Anfang stellte Strobel fest, dass auch im Jahr 2013 in Murr die Zahl der Straftaten und Unfälle, auch im Vergleich mit dem Landkreis und dem Land, auf einem erfreulich niedrigen Niveau liegt. Damit habe sich der Trend der Vorjahre fortgesetzt. Bei den meisten Deliktarten sei sogar ein Rückgang zu verzeichnen gewesen, so bei den Körperverletzungen, bei den schweren Diebstählen oder bei den Sachbeschädigungen. Aber auch wenn im Jahr 2013 nur ein Wohnungseinbruch in Murr registriert worden sei, für die Betroffenen sei so ein Ereignis immer besonders schlimm. Mit über 61 % sei auch die Quote der aufgeklärten Straftaten in Murr erfreulich hoch.
Strobel stellte auch fest, die Art und Zahl der Delikte mit Beteiligung Jugendlicher belegen, dass die Jugendlichen bei weitem nicht so negativ auffallen wie es oft dargestellt oder angenommen werde. Ebenso auf niedrigem Niveau sei die Zahl und die Schwere der in Murr registrierten Verkehrsunfälle in 2013, so Strobel abschließend.
Bürgermeister Torsten Bartzsch dankte dem Leiter des Steinheimer Polizeipostens und seiner Mannschaft für die tägliche Arbeit für die Murrer Bürgerinnen und Bürger.

Einrichtung einer weiteren Gruppe im Kinderhaus „Regenbogen“
In der Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch die neue Leiterin des Kinderhauses „Regenbogen“, Janine Weitbrecht, die Anfang April die Nachfolge von Patricia Nägele angetreten hat. Weitbrecht stellte sich und die Arbeit des Kinderhauses dem Ratsgremium vor und schilderte, wie gut der jüngste Baustein im Murrer Kinderbetreuungsangebot – seit Januar 2013 in Betrieb – von den Familien angenommen werde.
Beleg dafür war auch der den Ratsdamen und –herren vorliegende Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch, im Kinderhaus ab Herbst eine vierte Gruppe im Ganztagesbetrieb einzurichten, das dafür erforderliche Personal einzustellen und für den letzten noch freien Gruppenraum die notwendige Ausstattung anzuschaffen. Die Nachfrage nach Plätzen steige ständig, für die nächsten Monate liegen bereits zehn Vormerkungen vor, davon vier für die Ganztagesbetreuung. Zusätzlich zur bereits bestehenden Ganztagesgruppe solle auch die neue Gruppe im Ganztagesbetrieb arbeiten, um insbesondere die Abläufe im Kinderhaus an den Nachmittagen zu optimieren.
Auch schlug der Schultes vor, neben den drei neuen Erzieherinnen eine Küchenhilfe für zwei Stunden am Tag als Unterstützung für das Mittagessen einzustellen, um die Erzieherinnen von der Küchenarbeit zu entlasten, und aufgrund der erreichten Größe der Einrichtung die Leiterin zu 30 % für die Leitungsaufgaben freizustellen. Die daraus resultierenden zusätzlichen Personalskosten belaufen sich auf jährlich etwa 150.000 Euro, so Bartzsch.
Die Mitglieder des Gremiums sahen den Vorschlag für die Einrichtung einer vierten Gruppe im Kinderhaus als Beleg für die Richtigkeit der Planung dieser Einrichtung und für den guten Anklang dieses Betreuungsangebotes bei den Eltern und Familien. Sie stimmten der Einrichtung der vierten Gruppe mit der notwendigen Personal- und Sachausstattung, der Einstellung einer Küchenhilfe und der 30 %igen Freistellung der Leiterin denn auch einstimmig zu.

Umbau von Schulräumen für die Schulkindbetreuung: Vergabe der Arbeiten
Am 18. Februar hatte der Gemeinderat den Umbau von Schulräumen in der Lindenschule für Zwecke der Schulkindbetreuung nach Plänen des Murrer Architekten Peter Ludwig beschlossen (s. diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Nach Ausschreibung der erforderlichen Arbeiten durch den Planer lagen dem Gremium nun die Ergebnisse vor. Die eingereichten Angebote zeigen, dass der geschätzte Kostenrahmen von etwa 140.500 Euro eingehalten werden kann.
Einstimmig vergab das Gremium die Aufträge, so dass die Arbeiten bis zum Ende der Sommerferien  durchgeführt werden können, damit die umgebauten und erweiterten Räume ab dem Schuljahr 2014/2015 zur Verfügung stehen.

In der Sitzung gab Bürgermeister Torsten Bartzsch außerdem bekannt, dass kurzfristig provisorische Warnbaken an den engen Stellen der Ortsdurchfahrt aufgestellt worden seien, um gefährlichen Situationen dort möglichst vorzubeugen. Im Gemeinderat wurde schon mehrmals berichtet, dass unvernünftige Autofahrer bei Gegenverkehr nicht hinter parkenden Fahrzeugen warten, sondern ohne abzubremsen auf den Gehweg ausweichen und dabei schon öfters Fußgänger gefährdet worden seien. Mit den provisorischen Baken wolle die Gemeinde die Situation verbessern, bevor ein endgültiges Konzept zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt erstellt worden sei.

06.06.2014

Warnbaken entlang der Hindenburgstraße aufgestellt

Entlang der Hindenburgstraße wurden Warnbaken zum Schutz des Gehwegs aufgestellt
Die neuen Warnbaken entlang der Hindenburgstraße

"Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen", so ist es in § 2 der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben. Immer wieder und vor allem immer häufiger musste man in der letzten Zeit feststellen, dass Autofahrer aus Fahrtrichtung Steinheim auf den Gehweg ausweichen, um dem Gegenverkehr trotz parkender Autos ein problemloses Vorbeifahren zu ermöglichen. Dies führt leider regelmäßig zu gefährlichen Situationen, wenn sich Fußgänger auf dem Gehweg befinden oder ein Auto aus einer der zahlreichen Ausfahrten und Parkplätze in die Hindenburgstraße einfahren möchte.
Um diese gefährlichen Situationen vorerst zu minimieren und den Schutz der Fußgänger in diesem Bereich kurzfristig zu erhöhen, wurden in den letzten Tagen Warnbaken entlang der Hindenburgstraße aufgestellt.
Mit der derzeitigen Aufstellung des Lärmaktionsplans ist zudem eine Untersuchung der Verkehrssituation entlang der Ortsdurchfahrt vorgesehen, um z. B. die Parksituation entlang der Hindenburgstraße/Steinheimer Straße langfristig zu verbessern. Die Ergebnisse des Lärmaktionsplans und der geplanten Verkehrsuntersuchung werden im Herbst im Gemeinderat vorgestellt und anschließend im Rahmen einer Bürgerbeteiligung erörtert und diskutiert.

06.06.2014

Spielplatz Kornblumenweg fertiggestellt

Spielgeräte auf dem neuen Spielplatz am Kornblumenweg

Nun ist es endlich soweit: Der Spielplatz Kornblumenweg ist fertiggestellt und kann ab sofort von den Kindern bespielt werden. Der Gemeinderat hatte im letzten Jahr der Planung und Gestaltung des Verbandsbauamts zur Errichtung des Spielplatzes im Neubaugebiet "Langes Feld VI" zugestimmt. An der Planung des Spielplatzes wurden die direkten Anwohner beteiligt und konnten ihre Ideen einbringen. Aufgrund von zeitlichen Verzögerungen bei der Ausführung wurde der Spielplatz nun endgültig fertiggestellt.
Für die älteren Kinder steht ein Viereckturm mit Rutsche, Kaufladen, Herkuleskletternetz, Free-Climbing-Wand und Rutschstange zur Verfügung. Für die kleineren Kinder gibt es eine Rutsche auf einem Hügel, ein Sandkasten mit Sandmatschtisch sowie eine Vogelnestschaukel zum Spielen. Hinzu kommen noch eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen und ein Mülleimer. Die Kosten für die Anlegung des Spielplatzes belaufen sich auf ca. 50.000 Euro.
Wir bedanken uns bei allen Anwohnern für ihr Verständnis und wünschen den Kindern ab sofort viel Spaß beim Spielen!

16.05.2014

Der Natur ein Stück Lebensraum zurückgeben

"So sehen heute vielfach deutsche Landschaften aus" - mit diesen Worten und einem Blick auf intensiv-landwirtschaftliches Einheitsgrün und Autobahngrau begann Bärbel Oftring, Biologin, ehemalige Leiterin des Gartenressorts beim Stuttgarter Kosmos-Verlag, Mitglied des Kuratoriums Buchpreis der Deutschen Gartenbaugesellschaft und (Mit-)Autorin zahlreicher Bücher, ihren Vortrag in der Ortsbücherei in Murr.
Den Artenschwund auf solchen Flächen, die inzwischen 12% der Gesamtfläche Deutschlands ausmachen, beziffert der Naturschutzbund Deutschland inzwischen auf rund 75%. Verdrängte Pflanzen fehlen als Nahrungsgrundlage, so dass nach den Insekten auch Vögel und Säugetiere verschwinden.
Im Gegensatz dazu überziehen die rund 15 Millionen Privatgärten in Siedlungsgebieten Deutschland wie ein Netz. Hier, so hoffen Naturschützer, könnte eine Chance für den Erhalt der Biodiversität liegen. Naturnah gestaltete Gärten bieten Insekten, Vögeln und Kleinsäugern eine Zufluchtsstätte, wenn genügend Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten vorhanden sind. Diese Strukturen zu schaffen, dazu gab es zahlreiche Tipps und Informationen von Bärbel Oftring.
Einen Schwerpunkt des Vortrags legte sie auf den Einsatz heimischer Gehölze und Pflanzen, die, ihren Standortansprüchen gemäß gepflanzt, sehr pflegeleicht sind und oft einen ebenso hohen Zierwert aufweisen wie Nichtheimische oder Zuchtformen. Dass letzere zwar schön blühen, Insekten aber oft weder Pollen noch Nektar bieten, ist meist ebensowenig bekannt, wie der Schwermetalleintrag in den Boden durch kesseldruckimprägnierte Hölzer, die durch ihren Cadmiumanteil als Sondermüll entsorgt werden müssen. Auch hier gibt es Alternativen in Form von Robinien- oder Kastanienhölzern, die aufgrund ihrer Härte tropische Hölzer wie Teak ersetzen können.
Nicht nur heimische Hölzer, auch heimische Steine sind zu bevorzugen, fügen sie sich doch harmonisch in die Umgebung ein. Auch auf das Thema Kompost kam Bärbel Oftring zu sprechen: Wie ein natürlicher Kreislauf gibt gut verrotteter Kompost dem Boden zurück, was der Pflanzenwuchs übers Jahr gezehrt hat, eine Gabe von 3 l pro m² sei dabei ausreichend. Von Kunstdünger sei abzuraten, da er bei der Herstellung enorm viel Energie benötige und eine geringe Menge Uran enthalte, das sich über die Jahre im Boden anreichere.
Ein weiterer Tipp der Gartenexpertin: Eine kleine Ecke des Gartens sich selbst zu überlassen: Tothölzer, ein Steinhaufen, auf dem Boden liegende Dachziegel, all das lockt Tiere wie Blindschleichen, Eidechsen und Igel an. Begrünte Mauern oder Wände und Nistkästen bieten Vögeln eine Unterkunft, die bei der Aufzucht ihrer Jungen Blattläuse und Raupen absammeln und so für eine natürliche Schädlingsbekämpfung sorgen. Für den Igel sollte man die Gartengrenzen mit kleinen Durchgängen durchlässig gestalten, so dass er auf der Suche nach Käfern, Raupen, Regenwürmern oder Schnecken überhaupt in die Gärten gelangen kann. Damit würde sich auch die Zahl der überfahrenen Igel verringern, da das Stacheltier dann keine so langen Strecken bei der nächtlichen Futtersuche zurücklegen müsste.
Die zahlreichen Tipps und die durchaus umsetzbaren Anregungen wurden mit aussagekräftigen Fotos illustriert, die zeigten, dass ein naturnaher Garten keineswegs ungepflegt aussehen muss. Eine Fülle an Blüten und zahlreiche Tiere statt uniformem Rasengrün und aufwändigem Pflanzenschutz machen naturnahe Gärten zu lebens- und liebenswerten Räumen.
Wer die Einzelheiten des Vortrags nochmals nachlesen möchte, für den stehen einige Bücher von Bärbel Oftring auch in der Ortsbücherei zur Ausleihe zur Verfügung.

09.05.2014

Diamantene Hochzeit von Helga und Manfred Strehlow

Helga und Manfred Strehlow

Am Mittwoch, 30. April 2014, konnte das Ehepaar Helga und Manfred Strehlow das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit feiern. Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihnen anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Die Hochzeit fand vor 60 Jahren in Stuttgart-Vaihingen statt.

09.05.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 6. Mai 2014)

Vor allem mit der baulichen Weiterentwicklung der Ortsmitte befasste sich der Gemeinderat, als er am Dienstag, dem 6. Mai 2014, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammenkam.

Besichtigung des Mehrfamilien-Wohnhauses am Kirchplatz
Zu Beginn der Sitzung trafen sich die 14 Ratsdamen und –herren sowie einige Bürgerinnen und Bürger an der Ecke Kirchgasse und Hindenburgstraße, um - wie in der Einladung angekündigt - das neue Mehrfamilienhaus „Quartier am Kirchplatz“ zu besichtigen. Drei der dort neu entstandenen fünf Wohnungen sind bereits verkauft und eine davon seit kurzem auch bezogen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch führte die Anwesenden durch die neuen Räume vom Keller bis hin zur Wohnung auf zwei Ebenen im Dachgeschoss und informierte zusammen mit Architekt Mike Geer vom planenden Architekturbüro KMB, Ludwigsburg, über den Stand des Ausbaus. In Arbeit sind zur Zeit die Außenanlagen, die vom Gremium ebenfalls besichtigt wurden. Dabei ging es auch um die zukünftige Gestaltung des neu entstandenen Platzes direkt an der Ecke Hindenburgstraße/Kirchgasse, der in Abstimmung mit dem neuen Bauprojekt und in enger Anbindung an den eigentlichen Kirchplatz direkt vor der Peterskirche neu angelegt werden soll.

Platzgestaltung Ecke Kirchgasse/Hindenburgstraße
Im Ratssaal des Bürger- und Rathauses wurde die Sitzung nach dem Vor-Ort-Termin fortgesetzt. Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte Stefanie Hofmann vom Planungsbüro KMB den Vorschlag zur Gestaltung des neuen Platzes. Es sollen in Bezug zur Bepflanzung um die Kirche zwei Bäume gepflanzt werden. Diese sollen durch Bodenstrahler von unten beleuchtet werden. Der Pflasterbelag des Kirchplatzes soll im neuen Bereich mit zwei Plattenbändern aus Porphyr aufgenommen werden. Als Grundbelag schlug Hofmann entweder einen so genannten Einsreu-Belag oder einen wassergebundenen Belag vor, die beide in punkto Sicherheit und Pflege zu empfehlen seien.
Aus der Mitte des Gremiums wurde vorgeschlagen, die Bepflanzung etwas zu erweitern, um den Platz insgesamt freundlicher zu gestalten, und den Platz zur Hindenburgstraße hin durch Poller zu begrenzen, um wildes Parken möglichst zu verhindern. Mit diesen zwei Anregungen vergab der Gemeinderat den Planungsauftrag auf Grundlage der vorgestellten Konzeption an das Büro KMB; nach Ausschreibung und Auftragsvergabe soll der Platz im Herbst 2014 angelegt werden.

Ortskernsanierung: Sanierungsgebiet „Ortskern Murr III“
Im Murrer Ortskern wurden von 1984 bis 1998 und von 2002 bis 2013 zwei städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen durchgeführt. Da nicht alle gesteckten Sanierungsziele erreicht werden konnten, wurde im vergangenen Jahr mit dem zuständigen Wirtschaftsministerium und dem Regierungspräsidium Stuttgart vereinbart, nach Abrechnung des zweiten Sanierungsverfahrens und Übertrag des verbleibenden Überschusses ein weiteres Sanierungsverfahren einzuleiten. Der Antrag auf neuerliche Aufnahme in das Landessanierungsprogramm wurde von der Gemeinde fristgerecht zum 31. Oktober 2013 gestellt, mit Bescheid vom 8. April 2014 wurde die Gemeinde Murr in das Landesprogramm „Förderung städtebaulicher Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ aufgenommen. Die notwendigen vorbereitenden Untersuchungen wurden auf Beschluss des Gemeinderates vom langjährigen Sanierungsberater der Gemeinde, der „LBBW Immobilien Kommunalentwicklung“ GmbH (Kommunalentwicklung), durchgeführt und daraus ein „Gesamtörtliches Entwicklungskonzept“ (GEK) und – daraus abgeleitet – ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) erarbeitet. Die Einwohnerinnen und Einwohner wurden auf einer Bürgerinformationsveranstaltung am 14. November 2013 über das neue Sanierungsverfahren informiert. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung fand am 12. Dezember 2013 ein Bürgercafé statt, über dessen Ergebnisse der Gemeinderat am 4. Februar 2014 informiert wurde.
Sabine Morar von der Kommunalentwicklung informierte in der Sitzung über das bisherige Verfahren zur Einleitung der neuen Sanierungsmaßnahme „Ortskern Murr III“, über das entwickelte „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“, die vorgesehene Abgrenzung des neuen Sanierungsgebietes, die festgestellten städtebaulichen und baulichen Mängel in diesem Gebiet, die vorgesehenen Sanierungsschwerpunkte und das geplante Neuordnungskonzept und den geplanten Förderrahmen von insgesamt etwa 1 Million Euro sowie die zugesagten Landeszuschüsse in Höhe von 620.000 Euro und die notwendigen Beschlüsse des Gemeinderates über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes und den Erlass einer entsprechenden Satzung. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, sollen auch im neuen Sanierungsgebiet private Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zur Verbesserung des Wohnwertes einzelner Gebäude im bisherigen Umfang durch Zusschüsse des Landes und der Gemeinde gefördert werden. Zudem sind öffentliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes auch weiterhin Bestandteil der Ortskernsanierung.
Der Gemeinderat billigte mit seinem Beschluss das Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen, die vorgeschlagene Abgrenzung des neuen Sanierungsgebietes und die Förderrichtlinien und verabschiedete die Sanierungssatzung.
Die Sanierung soll wie bisher im so genannten vereinfachten Verfahren durchgeführt werden. Interessierte können sich bei der Gemeindeverwaltung über Möglichkeiten der Förderung im Rahmen der Ortskernsanierung informieren. Beachtet werden muss, dass im Sanierungsgebiet alle Rechtsvorgänge wie Grundstücksverkäufe, Vermietungen, wertsteigernde Maßnahmen und Ähnliches genehmigungspflichtig sind. Auch hierüber informiert die Gemeindeverwaltung.

28.04.2014

Legen Osterhasen Eier?

Dieser Frage ist das Theater Passepartu gemeinsam mit den Kindern unserer Kindergärten auf Einladung der Ortsbücherei in einem sehr unterhaltsamen Theaterstück nachgegangen.
Erzählt wurde die Geschichte von der Blumen-Martha, die in ihrer Gärtnerei für wunderschöne Blumen sorgt. Antonio, genannt Toni, ist ein echt cooler Hase aus Südtirol. Er ist der Chef einer Hasenbande und wollte der beste Weitspringer werden. Dafür trainierte er jeden Tag. Doch eines Tages kommt Toni nicht. Er hat einen Eilbrief erhalten mit dem Inhalt "Komme sofort zum Hügel, der aussieht wie ein Ei..." A. H.
Wer ist A. H.? Na, niemand anderes als der alte Osterhase. Und Toni soll, weil er der älteste Neffe des Osterhasen ist, sein Nachfolger im Osterhasengeschäft werden. Zunächst stimmt er begeistert zu, doch als er versehentlich ein Chaos in der Osterhasenwerkstatt anrichtet, nimmt er schnell Reißaus. Doch wozu hat man Freunde? Sie bewegen ihn, in die Werkstatt zurückzukehren und helfen ihm, die Schäden zu beseitigen. Und da der alte Osterhase immer noch nicht wieder da ist, beschließen sie, schon mal mit der Vorbereitung des Osterfestes zu beginnen.
Aber wo kommen die Eier her? Hühner sind nirgends zu sehen. Die Freunde überreden Toni, es einfach mal mit dem Eierlegen zu versuchen. Vielleicht kann das nur der Osterhase? Natürlich klappt das nicht. Bis auf ein paar Hasenköttel kommt da nichts. Schließlich finden sie einen Vorrat an Eiern in der Werkstatt.
Und los geht`s! Wunderschön werden die Eier und werden nun versteckt. Der Ostereierzug fährt durch die unterirdischen Kaninchengänge und kann so alle Eier in kurzer Zeit im ganzen Land verteilen.
Die Kinder waren begeistert und voller Eifer dabei. Auch die Erzieherinnen konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

17.04.2014

Diamantene Hochzeit von Ruth und Erwin Bauer

Ruth und Erwin Bauer

Am Donnerstag, dem 10. April 2014, konnte das Ehepaar Ruth und Erwin Bauer das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit feiern.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte Ihnen anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Die kirchliche Hochzeit fand vor 60 Jahren in Zuffenhausen statt.

28.03.2014

Lebensfreude und Wehmut zusammen im Sieben-Achtel-Takt

Die Gruppe „Rózsák“ beim Konzert im Bürgersaal – von links: Monika Nuber, Petra Jänsch, Sigrun Kilger und Katharina Wibmer
Von links: Monika Nuber, Petra Jänsch, Sigrun Kilger und Katharina Wibmer beim Konzert im Bürgersaal

Gruppe "Rózsák" faszinierte beim Konzert im Bürgersaal mit Musik aus Osteuropa und großer Spielfreude

Mit großer Spielfreude, musikalischem Talent und einer Musik, die Lebensfreude und Wehmut gleichermaßen wiederspiegelt und oft direkt in die Beine geht, faszinierte die Gruppe "Rózsák" beim Konzert in der Reihe "Kulturprisma Murr" am Freitag, dem 21. März 2014, rund 50 Gäste im Bürgersaal. Die Musik aus Osteuropa und die Lieder der Sinti und Roma, denen sich die vier Musikerinnen verschrieben haben, boten mit schwungvollen Moll-Harmonien und eigenwilligen Takten einen lebendigen Einblick in die Lebenswelt der Menschen in Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Mazedonien und des Volkes der Sinti und Roma.
Die Mitglieder der Gruppe "Rózsák" spielen seit über 20 Jahren zusammen und gehen in dieser Formation ihrer ganz persönlichen Leidenschaft für die Musik aus Osteuropa und die Lieder der Sinti und Roma nach. Auf dem Fundament eines großen musikalischen Talents und einer gereiften Virtuosität präsentieren Katharina Wibmer (Geige, Gesang), Sigrun Kilger (Gitarre, gesang), Petra Jänsch (Akkordeon) und Monika Nuber (Kontrabass, Gesang) Liebeslieder, Balladen, Tänze und Volksweisen, die meist mündlich übertragen wurden und für die es in der Regel keine Noten gibt. So hat Akkordeonistin Petra Jänsch im Konzert auch keine Notenblätter, sondern lediglich Harmoniefolgen für die Lieder vor sich, auf deren Grundlage sie improvisiert. Sigrun Kilger akzentuiert die oft "schrägen" Rhythmen taktsicher mit der Gitarre und fasziniert mit einer Stimme, die vom zarten, poetischen Liebeslied bis hin zu kräftigen, resoluten Passagen über eine enorme Bandbreite und sensible Lebendigkeit verfügt. Samtene Basslinien oder perkussive Rhythmen bietet Monika Nuber mit ihrem Kontrabass und steuert oft auch die dritte Gesangsstimme bei.
Katharina Wibmer unterstreicht und betont mit ihrer Geige mit teils energischem, teils zartem Bogenstrich die überschäumende oder melancholische Charakteristik der Weisen. Mit ihrem Gesang komplettiert sie das Klangbild von "Rózsák". In Ihren informativen Ansagen erfährt das Publikum im Bürgersaal, worum es in den Stücken geht und woher sie kommen.
Größtenteils ist die Liebe in all ihren Erscheinungsformen das vorherrschende Thema - sei es, dass ein Bräutigam vor Freude frohlockt, als er seine Angetraute am Tag der Hochzeit zum ersten Mal sieht, sei es, dass im Text von unerfüllter Liebe und nicht gestillter Sehnsucht erzählt wird oder von einem liebestollen Jüngling, der seine Angebetete stehlen will, wenn ihre Mutter sie nicht freigibt. Auch das freie Leben, die Landschaft und die Sehnsucht nach dem Weiterziehen sind aus vielen Liedern spürbar - Aspekte, die nach Wibmers Schilderungen auch Gründe für die Anziehungskraft dieser Musik auf die vier Musikerinnen seien und auch auf ihren vielen Reisen als Künstlerinnen immer wieder tiefen Eindruck hinterlassen.
So war es bei dem Konzert in jedem Lied, bei jedem Ton zu spüren, dass "Rózsák" ihre Musik aus echter Leidenschaft, aus tiefstem Herzen und mit unverstellter Spielfreude darboten. Diese Spielfreude übertrug sich auch auf die Zuhörerinnen und Zuhörer, von denen es einigen vor allem bei den schwungvollen Liedern - auch wenn diese oft in ungewöhnlichen Rhythmen gespielt wurden - sichtlich schwer fiel, auf ihrem Platz sitzen zu bleiben.

11.04.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 8. April 2014)

Mit der Verabschiedung des Haushaltsplans stand eines der wichtigsten Themen auf der Tagesordnung, als sich der Gemeinderat am Dienstag, dem 8. April 2014, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammenfand. Daneben ging es um eine Erneuerungsmaßnahme im Freibad „Wellarium“ und die Vorbereitung eines verkaufsoffenen Sonntags am Kirbewochenende im September.

Haushaltsplan für das Jahr 2014
Nach der Vorberatung in der Februar-Sitzung des Gemeinderats wurde dem Gremium nun der endgültige Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2014 zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch sei der Etat-Entwurf recht erfreulich, da er von guten Einnahmen geprägt sei. Zwar seien auch die Umlagen an Bund, Land und Landkreis deutlich höher, weil ihrer Berechnung das gute Finanzjahr 2012 zugrunde liege, aber die anstehenden Aufgaben wie die ausgebaute Kinderbetreuung und die geplanten Maßnahmen wie der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses  an der Hindenburgstraße und die Sanierung der Zeppelinstraße könnten ohne Erhöhung von Steuern und Gebühren aus eigener Kraft finanziert werden.
Die seit 19 Jahren unveränderten und größtenteils im Vergleich zu anderen Kommunen recht günstigen Sätze von Grund- und Gewerbesteuer sowie der Abgaben wie Wasser- und Abwassergebühr wurden denn auch von Kämmerer Albrecht Keppler in seinen Erläuterungen hervorgehoben. Der Haushaltsplan weise ein Gesamtvolumen von 17,8 Millionen Euro auf, davon 14,8 Millionen im Verwaltungs- und 3 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Die Zuführungsrate, das heißt der Betrag, der aus eigenen Mitteln erwirtschaftet und für Investitionen oder Rücklagen verwendet werden könne, werde 2014 1,4 Millionen Euro betragen; dies sei seit 8 Jahren der niedrigste Wert. Insbesondere über die zu erwartenden Steuereinnahmen in Höhe von knapp 9,35 Millionen Euro – davon 4 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer (2013: 3 Millionen Euro) und knapp 3,57 Millionen Euro Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (2013: knapp 3,3 Millionen Euro) – könne sich die Gemeinde freuen, auch wenn die Schlüsselzuweisungen mit 403.000 Euro gegenüber dem Wert von 2013 (1,03 Millionen Euro) deutlich geringer ausfallen werden, so Keppler. Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts fallen die seit Jahren stark gestiegenen Personalausgaben ins Auge: Der Anstieg von 2004 mit knapp 1,9 Millionen Euro bis 2014 mit knapp 2,9 Millionen Euro liege vor allem an dem Ausbau der Klein- und Schulkinderbetreuung in den letzten Jahren, die sehr gut angenommen werde. So ist laut Keppler aufgrund des guten Angebots und der starken Nachfrage eventuell die Einrichtung einer vierten Gruppe im Kinderhaus „Regenbogen“ im September 2014 notwendig – ein Indiz dafür, wie gut die erst Anfang 2013 eröffnete Einrichtung angenommen werde. Im Kinderbetreuungsbereich seien allein 36 Mitarbeiterinnen beschäftigt.
Die Zahlen des Haushaltsplan-Entwurfs, so der Kämmerer nach der Erläuterung weiterer Einzelposten, erlauben es, beruhigt in die Zukunft zu schauen. Bürgermeister Torsten Bartzsch dankte dem Kämmerer und seinen Mitarbeitern in der Finanzabteilung des Bürgermeisteramtes für die fleißige und solide Arbeit im Interesse der Gemeindefinanzen.
Die positive Einschätzung der Haushaltslage wurde von den Mitgliedern des Gemeinderats geteilt. Die Gemeinde stehe gut da und biete ihren Bürgerinnen und Bürgern bei moderaten Steuern und Gebühren ein umfassendes und gutes Angebot an Infrastruktureinrichtungen aller Art. Die solide Finanzlage erlaube es, dass man auch neue Aufgaben, die die demografische Entwicklung der Gemeinde in Zukunft vielleicht stellen mag, beruhigt angehen könne.

Mineralwellenfreibad „Wellarium“
In einer Sanierungsstudie wurde bereits 2008 auf die notwendige Sanierung der Wärmehalle im Mineralwellenfreibad „Wellarium“ des Gemeindeverwaltungsverbandes Steinheim – Murr (GVV) hingewiesen. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung erläuterte, habe das beauftragte Ingenieurbüro als Alternative zur Sanierung für ca. 565.000 Euro als Ersatz für die Wärmehalle ein Erlebnisbecken mit Strömungskanal und Sprudelliegen sowie den Neubau eines kleinen Umkleide- und Sanitärtraktes für einen geschätzten Kostenaufwand von etwa 907.000 Euro vorgeschlagen. In mehreren Beratungen des GVV und der Gemeinderäte von Steinheim und Murr hätten sich die Gemeindevertreter mehrheitlich für den Abriss der Wärmehalle und den Bau dieses Erlebnisbeckens mit Umkleide- und Sanitärgebäude ausgesprochen. Die Planung dafür wurde dem Ratsgremium vom Schultes noch einmal erläutert.
Die Ratsdamen und –herren sprachen sich einstimmig für diese Erneuerung aus, von der auch eine Steigerung der Attraktivität des „Welllariums“ erwartet wird. Wenn die Ratskollegen aus Steinheim die Planung ebenfalls billigen, könnte die Verbandsversammlung des GVV im Mai den formalen Baubeschluss fassen. Nach Ausarbeitung der endgültigen Planung, Ausschreibung und Auftragsvergabe könnte der Bau nach der Badesaison 2015 realisiert werden.

Verkaufsoffener Sonntag am 14. September 2014
Mit der Verabschiedung einer entsprechenden Satzung schuf der Gemeinderat in der Sitzung die rechtlichen Grundlagen für einen verkaufsoffenen Sonntag in Murr am 14. September 2014 im Rahmen des Kirbewochenendes in Murr. Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte den Mitgliedern des Gremiums in diesem Zusammenhang die fortgeschrittenen Planungen für ein Dorfplatzfest am Kirbewochenende (13. und 14. September 2014) und den vom Handels- und Gewerbeverein vorgesehenen verkaufsoffenen Sonntag. Nahezu alle Murrer Vereine werden an diesem Festwochenende mit Informations- und Bewirtungsständen sowie Vorführungen teilnehmen. Am Samstag soll ein Abend mit einem Programm von Murrer Musikerinnen und Musikern gestaltet werden; am Sonntag wollen sich die Vereine nach einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Dorfplatz präsentieren, so der Schultes.

21.03.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 18. März 2014)

Eine Sitzung mit ungewöhnlich vielen Zuhörerinnen und Zuhörern absolvierte der Gemeinderat am Dienstag dieser Woche unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses. Das lag vor allem am letzten Tagesordnungspunkt der Agenda, der Verabschiedung von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein (s. dazu diesen Bericht).
Zuvor befassten sich die 14 Ratsdamen und -herren jedoch noch mit einigen Themen des laufenden Geschäfts, darunter einige Auftragsvergaben für Bauarbeiten.

Sanierung der Zeppelinstraße
Da die Zeppelinstraße auf der gesamten Länge sanierungsbedürftig ist, hat der Gemeinderat am 15. Oktober 2013 beschlossen, die zur Renovierung notwendigen Bauarbeiten dieses Jahr durchführen zu lassen. Es müssen Teile der Kanalisation, Teile der Wasserleitung und die gesamte Straßenoberfläche saniert werden. Der Gemeinderat hatte sich im Herbst dafür ausgesprochen, den gesamten Straßenzug zwischen Mühlgasse und Heerstraße zu reparieren und nicht einzelne, zeitlich getrennte Abschnitte. Die Arbeiten dafür wurden vom Verbandsbauamt Großbottwar in zwei Losen ausgeschrieben. Die Angebote lagen dem Gremium nun vor und wurden vom Leiter des Verbandsbauamtes, Siegfried Wolf, in der Sitzung erläutert. Einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag an den günstigsten Bieter, die Firma Lukas Gläser aus Aspach. Die Arbeiten sollen alsbald beginnen. Die Anwohner werden auf einer nächste Woche stattfindenden Informationsveranstaltung über den Ablauf der Arbeiten und den Zeitplan informiert.

Straßenunterhaltungsarbeiten
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte dem Ratsgremium, dass im ersten Bauabschnitt des neuen Wohngebiets "Langes Feld VI" und östlich der Theodor-Heuss-Straße an der Hardtlinde die Straßenendbeläge aufgebracht werden können, da alle Grundstücke in diesen Bereichen mittlerweile bebaut seien. Verbandsbauamtsleiter Siegfried Wolf trug die Ergebnisse des Ausschreibungsverfahrens vor. Der Gemeinderat vergab den Auftrag für diese Arbeiten einstimmig an die Ludwigsburger Firma Hubele als den günstigsten Bieter. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2014 ausgeführt werden.

Änderung des Regionalplans: Stellungnahme der Gemeinde
Die Versammlung des Verbands Region Stuttgart (kurz: Regionalversammlung) hatte im Dezember letzten Jahres beschlossen, durch eine Änderung des Regionalplans 2009 den ursprünglich vorgesehenen regionalen Gewerbeschwerpunkt zwischen Pleidelsheim und Murr aus dem Planwerk herauszunehmen und diesen Bereich künftig als regionalen Grünzug und Vorbehaltsgebiet für Landwirtschaft auszuweisen. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung erläuterte, sei dies aus Sicht der Gemeinde Murr, die als beteiligte Gemeinde in diesem Verfahren Stellung nehmen könne, nicht zu befürworten. Die Begründung des vorgesehenen Grünzugs mit artenschutzrechtlichen Restriktionen und mit der Hochwertigkeit der Böden könne nicht nachvollzogen werden, so der Schultes. Auch würde ein regionaler Grünzug den bestehenden Aussiedlerhöfen weitere planungsrechtliche Hürden auferlegen und sie so in möglichen weiteren Entwicklungen beschränken. Bartzsch empfahl daher dem Gremium, in der Stellungnahme der Gemeinde den Grünzug abzulehnen und bisherige Festlegungen des Regionalplans für andere Bereiche der Gemeinde beizubehalten. Das Gremium stimmte dieser Empfehlung einstimmig zu.

Neubau des Mehrfamilienhauses am Kirchplatz: Vergabe weiterer Arbeiten
Im Zeit- und im Kostenrahmen bewege sich der Neubau des Mehrfamilienhauses am Kirchplatz, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch im Gemeinderat berichtete. Um das Baugrundstück rechtzeitig vor Einzug der ersten Bewohner fertig stellen zu können, müssten als letztes noch die Arbeiten für die Außenanlagen vergeben werden. Das Ratsgremium stimmte der Vergabe an den günstigsten Bieter, die Firma Dillmann aus Ilsfeld, einstimmig zu.

21.03.2014

Verabschiedung von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein in den Ruhestand

Die Aushändigung der Entlassungsurkunde durch Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts) besiegelt formal das Ende der Amtszeit von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein (links)
Bürgermeister Bartzsch (rechts) überreicht Heinz TRauwein (links) die Entlassungsurkunde

Stehender Beifall der Anwesenden nach der offiziellen Verabschiedung von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein in der Gemeinderatssitzung waren ein spontaner und eindrucksvoller Beweis für die Wertschätzung, die dem scheidenden Beamten am Ende seiner beruflichen Laufbahn in Murr entgegengebracht wird.
Nach 42 Jahren an der Spitze des Hauptamts der Gemeinde und damit in einer entscheidenden und verantwortungsvollen Position wird Heinz Trautwein auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 1. April 2014 in den Ruhestand versetzt und wurde deswegen in der Gemeinderatssitzung am 18. März 22014 offiziell verabschiedet. Gekommen waren - neben den 14 Ratsdamen und -herren des amtierenden Gremiums und natürlich Bürgermeister Torsten Bartzsch - die ehemaligen Bürgermeister Herbert Schlagenhauf und Manfred Hollenbach als frühere Chefs, zahlreiche frühere Gemeinderäte und einige Vertreter von Planungsbüros, vom Notariat, von der Polizei, mit denen Trautwein während seiner Tätigkeit immer wieder eng zusammengearbeitet hat.
Bürgermeister Torsten Bartzsch verlas in seiner Ansprache zur Verabschiedung das Bewerbungsschreiben von Heinz Trauwein vom Oktober 1971. Der Gemeinderat hat damals entschieden, neben dem Kämmerer eine zusätzliche Stelle für einen Gemeindeinspektor mit dem Aufgabengebiet des Hauptamtes zu schaffen. Für diese Aufgabe wurde Heinz Trautwein vom damaligen Bürgermeister Herbert Schlagenhauf eingestellt und war bis heute der einzige Amtsinhaber. Bartzsch würdigte Trautweins hervorragende Rechtskenntnisse, seine Geradlinigkeit, Korrektheit, Zuverlässigkeit und Loyalität und dankte dem scheidenden Beamten für die Unterstützung und Hilfe, die ihm selber die Einarbeitung als Bürgermeister seit dem Amtsantritt im Juli 2012 sehr erleichtert hätten. Über sein eigentliches Arbeits- und Aufgabengebiet, das schon sehr breit und vielfältig sei, habe der Hauptamtsleiter einige Bücher über die Gemeindegeschichte, die Jahresberichte, in denen die Entwicklung der Gemeinde über mehrere Jahre dargestellt ist, und auf der Grundlage eines ausgezeichneten grafischen Gespürs auch das Logo und das Erscheinungsbild der Gemeinde gestaltet und erarbeitet. So habe sich Heinz Trautwein in seinen über vier Jahrezehnten als Hauptamtsleiter große Verdienste für die Gemeinde erworben und hinterlasse etliche deutliche Spuren. In seiner Arbeit, so der Schultes, sei Trautwein immer zuverlässig und auch weitsichtig gewesen, was sich sehr zum Nutzen der Gemeinde und ihrer Einwohner ausgewirkt habe.
In sehr persönlichen Worten hob Amtsvorgänger Manfred Hollenbach die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen ihm - von 1972 bis 2012 Bürgermeister der Gemeinde - und dem Hauptamtsleiter hervor. Sein erster Eindruck von Trautwein als einem systematischen, intelligenten, praktisch orientierten, gut ausgebildeten, fleißigen, konzentriert arbeitenden Menschen und Beamten wurde im Laufe der Jahre immer wieder bekräftigt. Hollenbach bezeichnete Trautwein als "juristisches Lexikon" und hob die ausgezeichneten juristischen Kenntnisse hervor, die für das Handeln der Gemeindeverwaltung und seine Arbeit als Bürgermeister stets ein sicheres Fundament bildeten. Hollenbach berichtete von den faszinierenden Reisen in alle Weltgegenden, die Trautwein immer wieder unternommen habe und an denen er viele Menschen durch Bildvorträge teilhaben ließ. Dabei und auch in seiner Arbeit sei immer wieder deutlich geworden, über welch tiefe Kenntnisse und großes Interesse an Geschichte und Heimatkunde Trautwein verfüge. Hollenbach dankte dem scheidenden Hauptamtsleiter für das langjährige gute Miteinander zum Wohle der Menschen und der Gemeinde Murr und wünschte Trautwein für seinen Ruhestand alles Gute.
Danach händigte Bürgermeister Torsten Bartzsch die nach dem Beamtenrecht erforderliche Entlassungsurkunde zum 1. April 2014 aus und überreichte ihm im Namen des Gemeinderats einen Reisegutschein als Abschieds-Präsent und als Erinnerung ein Fotobuch mit Erinnerungen an die 42 Jahre bei der Gemeinde Murr.
Die frühere Gemeinderätin Helga Munz überreichte Heinz Trautwein im Namen aller Alt-Gemeinderäte ein Präsent und wünschte ihm für den Ruhestand alles Gute.
In seinen abschließenden Worten bedankte sich Heinz Trautwein für das Vertrauen und das gute, sehr menschliche Miteinander, das er in Murr in all den Jahren seiner Tätigkeit immer erleben durfte. Ob zwischen Verwaltung und Gemeinderat, zwischen Bürgern und Gemeindeverwaltung oder im Kollegium - diese Miteinander sei in Murr immer besonders gut und wertvoll und zum Wohl der Gemeinde gewesen und er hoffe, dass dies auch in Zukunft so bleibe. Die Arbeit in Murr habe ihm immer sehr viel Freude bereitet. Nun beginne für ihn ein neuer Lebensabschnitt, in dem er sicher zunächst die Aufgaben vermisse, sich aber darauf freue, mehr Zeit für private Dinge zu haben. Heinz Trautwein bedankte sich bei allen Anwesenden - amtierenden und ehemaligen Gemeinderäten, dem jetzigen Bürgermeister Torsten Bartzsch und seinen früheren Chefs Herbert Schlagenhauf und Manfred Hollenbach und den Vertretern von Planungsbüros und Institutionen - für die langjährige, von Vertrauen geprägte, gute Zusammenarbeit und wünschte der Gemeinde Murr und ihren Bürgern für die Zukunft alles Gute.
Zum Abschluss erhoben sich die Ratsdamen und -herren und alle Anwesenden und spendeten dem scheidenden Hauptamtsleiter herzlichen Applaus - ein Zeichen für die große Wertschätzung, die Heinz Trautwein aufgrund seiner Arbeit in Murr genießt.

07.03.2014

25 jähriges Dienstjubiläum von Frau Inge Behnke

Bürgermeister Torsten Bartzsch gratuliert Frau Inge Behnke im Beisein von Frau Katrin Schulze zu ihrem Dienstjubiläum
Von links nach rechts: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Inge Behnke, Schwimmmeisterin Katrin Schulze

Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte als Verbandsvorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) Steinheim-Murr im Beisein  von Schwimmmeisterin Katrin Schulze in diesen Tagen Frau Inge Behnke zu ihrem 25 jährigen Jubiläum im öffentlichen Dienst gratulieren.
Dafür erhielt sie eine Urkunde und einen Blumenstrauß.
Die gelernte Gärtnerin Frau Behnke ist seit dem 1. März 1989 für den Gemeindeverwaltungsverband im Mineralwellenfreibad Wellarium im Bereich der Grünpflege tätig. Der GVV Steinheim-Murr bedankt sich bei Frau Behnke für ihre engagierte Mitarbeit und ihre Treue während der vergangenen 25 Jahre.

28.02.2014

Ausnahmemusiker Mike Janipka begeisterte über 100 Gäste im Bürgersaal

Ausnahmemusiker im Bürgersaal: Mike Janipka
Mike Janipka mit Gitarre beim Konzert

Dass Mike Janipka ein Ausnahmemusiker ist, konnten am Samstag, 22. Februar, über 100 Zuhörerinnen und Zuhörer im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses erleben. Bei dem Konzert in der gemeindeeigenen Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" faszinierte der aus Oberstenfeld stammende Gitarrist und Sänger mit virtuosem Gitarrenspiel, ausdrucksstarker Stimme und sehr einfühlsamen Texten.
Mike Janipka hat es mit seinem herausragenden Talent als Gitarrist und Sänger geschafft, dass er hier in der Region und auch weit darüber hinaus zu einem Begriff für ehrliche, handgemachte, abwechslungsreiche und einfühlsame Musik geworden ist. Das konnte man beim Konzertabend im Bürgersaal eindrucksvoll erleben. Nur Mike Janipka mit seiner Gitarre und seiner Stimme auf dem Podium - das genügte am Samstag, um die Gäste im Bürgersaal einen Abend lang musikalisch zu faszinieren und zu begeistern.
Im Mittelpunkt des Abends standen ruhige, einfühlsame, zum Teil besinnliche Titel, deren Texte sich oft mit der Liebe in den verschiedensten Erscheinungsformen beschäftigten. Ganz wunderbar, wie Mike Janipka es verstand, in seinen Eigenkompositionen aus früherer oder jüngerer Zeit Text und Musik aufeinander abzustimmen. Sein fein abgestimmtes, nuanciertes und variantenreiches Gitarrenspiel zusammen mit seiner einfühlsamen Stimme fügten sich zu einem gefühlvollen, stimmungsvollen Vortrag, der die Zuhörer den ganzen Abend fesselte.
Faszinierend sind auf jeden Fall Mike Janipkas Fähigkeiten als Gitarrist. Wer seinen Weg mitverfolgt hat - vom Sologitarristen der Rockgruppe "Vanishing Point" in den 80er und 90er Jahren über die musikalische Kooperation mit Thomas Roth als Duo "Heiter bis folkig" bis hin zum Solokünstler - weiß um die stilistische Vielfalt, die virtuose Fingerfertigkeit und die Sensibilität, mit denen der Musiker dieses sehr vielfältige Instrument sowohl früher in seiner elektrischen Variante als auch jetzt in der akustischen Version beherrscht und einzusetzen weiß.
In dem Konzert lieferte er dafür immer wieder eindrucksvolle Beweise. Die strahlenden Tonkaskaden in einem der schönsten Beatles-Stücke "Here comes the sun", die meditative Stimmung des Instrumentaltitels "Albatros" von Fleetwood Mac, bei dem Mike Janipka seine Gitarre wie mehrere Instrumente klingen ließ, oder der fetzige Blues-Rock bei dem durch Eric Clapton bekannt gewordenen Titel "Lay down Sally" waren davon mehr als überzeugende Belege. In einer der zahlreichen Zugaben, die das Publikum am Schluss des Konzertabends von Mika Janipka einforderte, zeigte der Musiker dann auch sein Können am Klavier in der Ballade "Sailing Away" aus alten "Vanishing Point"-Zeiten.
Die Gäste im voll besetzten Bürgersaal konnten von diesem Konzert eine Füllhorn guter Musik von einem äußerst talentierten Ausnahmekünstler mit nach Hause nehmen.

21.02.2014

Rund 120 Sportlerinnen und Sportler und 10 Mehrfach-Blutspenderinnen und –Blutspender öffentlich geehrt

Groß war die Zahl der Blutspender und Sportler, die Bürgermeister Torsten Bartzsch (hinten rechts) auszeichnete
Sportlerinnen und Sportler sowie Blutspender im Gruppenbild in der Sporthalle mit Bürgermeister Torsten Bartzsch

Richtig voll wurde es am vergangenen Donnerstag, dem 13. Februar 2014, auf den Zuschauerbänken in der Sporthalle, als zahlreiche Sportlerinnen und Sportler, Mehrfach-Blutspenderinnen und -Blutspender sowie Vereins- und Abteilungsvorstände, Übungsleiter und Trainer, Mitglieder des Gemeinderats und weitere Gäste auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch zur alljährlichen Sportler- und Blutspenderehrung der Gemeinde gekommen waren.
Bartzsch zeigte sich erfreut über die große Zahl ehrenamtlich Engagierter in Murr und dankte allen, die sich als Blutspender, als Sportler, Übungsleiter und Trainer oder als Vereinsverantwortliche einsetzen und so dazu beitragen, dass das gemeinschaftliche Leben in der Gemeinde so reichhaltig und abwechslungsreich sei.
Ein Bläserensemble mit acht jungen Musikerinnen und Musikern der Musikschule Marbach-Bottwartal eröffnete den Abend musikalisch. Unter der Leitung ihre Lehrers Georg-Werner Hermann ließen sie strahlende und fröhliche Klänge in der Sporthalle erschallen und stimmten so die Anwesenden auf den Abend ein.

Ein 100-maliger Blutspender konnte ausgezeichnet werden
Der Wert des Blutspendens sei nicht hoch genug einzuschätzen, so Bürgermeister Torsten Bartzsch zu Beginn des Ehrungsreigens. Er dankte den Bürgerinnen und Bürgern, die bereits mehrmals ihren Lebenssaft gespendet haben und so zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung beigetragen haben. Der Schultes dankte auch dem Murrer Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes, der durch seinen zweiten Vorsitzenden Thomas Kreß vertreten war, für die Organisation und Durchführung der Blutspendetermine in Murr.
Zusammen mit Kreß ehrte Bartzsch dann die Mehrfach-Blutspender. Für zehnmaliges Blutspenden erhielten die Ehrennadel des Deutsche Roten Kreuzes, eine Urkunde und von der Gemeinde eine Flasche Wein oder Sekt: Günter Andraschko, Gunter Jakobiak, Sieglinde Knothe, Julian Riedel, Petra Schidrich und Andreas Weihrich.
25 Mal haben Blut gespendet und bekamen dafür die Ehrennadel und eine Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes sowie zwei Flaschen Wein oder Sekt: Markus Rommel und Leonhard Wypich.
Die stattliche Zahl von 50 Blutspenden hat Gudrun Gieseler bereits absolviert. Bartzsch und Kreß überreichten ihr dafür die Ehrennadel und die Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes sowie drei Flaschen von der Gemeinde.
Beachtliche 100 Mal hat Michael Hentschel schon Blut gespendet. Für diesen besonderen Einsatz bekam er die entsprechende Ehrennadel und Urkunde des DRK und einen reichhaltigen Geschenkkorb von der Gemeinde.

Einzelsportler und Mannschaften aus verschiedenen Sportarten waren wieder erfolgreich
Als Überleitung zur Ehrung der erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler führte eine Mannschaft der Turnabteilung des SGV Murr unter Leitung von Trainer Otto Hartmann beeindruckende Flugübungen am Mini-Trampolin vor. Das Können und der Wagemut der Turner ließen einen mehr als einmal fast den Atem stocken. Heftiger Applaus der Gäste zeigte den Sportlern, wie beeindruckt die Zuschauer von der Vorführung waren.
Sport zu treiben, so Bürgermeister Torsten Bartzsch weiter, habe viele positive Seiten: Neben der individuellen Fitness stärke der Sport auch Werte wie Kameradschaft, Teamgeist, Umgang mit Niederlagen und den Zusammenhalt untereinander. Es sei beeindruckend, welch ein breites Spektrum an Sportarten in Murr angeboten oder von Einwohnern der Gemeinde betrieben werde. Murrer Sportler tragen bei Wettkämpfen und mit ihren Erfolgen den Namen der Gemeinde und ihr positives Bild in die Ferne. Neben den Sportlerinnen und Sportlern dankte der Schultes ausdrücklich auch den Verantwortlichen in den Vereinen, den Trainern und Betreuern, die einen großen Anteil am lebendigen und erfolgreichen Sportleben in Murr hätten.
Im Einzelnen wurden folgende Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen im Jahr 2013 geehrt (Verein in Klammern, bei mehreren Erfolgen sind nur die wichtigsten genannt, bei den meisten Sportarten gilt die Platzierung für die jeweilige Altersklasse):
- Patrick Rietl (1. Tanzclub Ludwigsburg, Mitglied der Nationalmannschaft im Standard-Formationstanz): Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in Russland und Platz 2 bei der Deutschen Meisterschaft in Braunschweig im Standard-Formationstanz,
- Anna Nishimura (RKV Neckarweihingen): Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft, 2. Platz im Rollkunstlauf Solotanz bei den Deutschen Meisterschaften und jeweils 1. Platz im Rollkunstlauf Solotanz, Kombination und Kür bei den Württembergischen Meisterschaften,
- Sonja Molkenthin (TSG Backnang 1846): unter anderem jeweils 1. Platz im Schwimmen 50,100 und 200 m Brust und 200 m Lagen bei den Württembergischen Meisterschaften, Platz 2 im Schwimmen 100 m Brust bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften, Platz 2 im Schwimmen 800 m Freistil bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften, erste und vordere Plätze in verschiedenen Schwimmdisziplinen bei den Württembergischen Kurzbahnmeisterschaften und den Württembergischen Langstreckenmeisterschaften (Kurzbahn) und Teilnahme an Deutschen Meisterschaften und Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen,
- Felix Grieb (Schwimmvereinigung Region Stuttgart): Platz 7 im Schwimmen 1500 m Freistil und Platz 8 im Schwimmen 400 m Lagen bei den Süddeutschen Meisterschaften, Platz 5 im Schwimmen 200 m Schmetterling und Platz 10 im Schwimmen 400 m Freistil bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften, Platz 1 im Schwimmen 200 m Schmetterling bei den Württembergischen Jahrgangsmeisterschaften, jeweils Platz 1 im Schwimmen 1500 m Freistil und 400 m Lagen bei den Württembergischen Langstreckenmeisterschaften (Kurzbahn), Teilnahme an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften sowie weitere vordere Platzierungen in verschiedenen Schwimmdisziplinen auf württembergischer Ebene,
- Julia Grieb (Schwimmvereinigung Region Stuttgart): Platz 1 im Schwimmen 100 m Brust bei den Württembergischen Langstreckenmeisterschaften (Kurzbahn) und im Schwimmen 200 m Brust bei den Württembergischen Kurzbahnmeisterschaften, Platz 2 im Schwimmen 50 m Brust bei den Württembergischen Jahrgangsmeisterschaften, Teilnahme an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und weiter vordere Platzierungen bei süddeutschen und württembergischen Wettbewerben.

- Cornelius Freier (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft in Hawaii,
- Matthias von Borstel (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft in Hawaii und an der Europameisterschaft in Frankfurt,
- Thomas Albrecht (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon Weltmeisterschaft für die Altersklasse in London,
- Gillian Bathmaker (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon Weltmeisterschaft für die Altersklasse in London,
- Jürgen Falke (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft in Las Vegas,
- Simon Gänger (Team Silla Hopp): Platz 2 bei der Deutschen Meisterschaft im Paratriathlon,
- Hanna Schugt (Team Silla Hopp): Teilnahme an der Deutschen Jugend-Triathlon-Meisterschaft in Schluchsee,
- Marc Dülsen (Team Silla Hopp): Platz 3 bei der Deutschen Triathlon-Meisterschaft in Roth,
- Amelie Gluma (Team Silla Hopp): Platz 2 im Wettbewerb "Swim & Run" bei der Baden-Württembergischen Meisterschaft und Platz 3 beim Baden-Württemberg-Triathlon,
- Bjarne Mayer (Team Silla Hopp): Platz 2 im Wettbewerb "Swim & Run" beim Baden-Württemberg-Swim & Run,
- Niklas Knoll (Team Silla Hopp und SGV Murr Abt. Leichtathletik): Teilnahme an der Deutschen Triathlon-Jugend-Meisterschaft in Schluchsee, Aufnahme in den baden-württembergischen Triathlon-Kader, Platz 5 im baden-württembergischen Triathlon-Nachwuchs-Cup, Platz 1 im 800 m-Lauf beim landesoffenen Abschlusssportfest in Stuttgart, Kreismeister im Crosslauf Jugend M 14 und Kreismeister mit der Mannschaft im Crosslauf der Jugend M 14.

- Michael Goetz (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 1 im 400 m-Hürdenlauf und Platz 6 im 400 m-Lauf bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften, Platz 10 im 1500 m-Lauf bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften und Kreismeister im 800 m-Lauf,
- Jürgen Gall (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 2 im Diskuswurf, Platz 4 im Speerwurf und Platz 6 im Hammerwurf bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften,
- Mirko Huber (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 1 im Hammerwurf und im Speewurf sowie Platz 2 im Kugelstoßen und Platz 3 im Diskuswurf bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften, Platz 1 im Hammerwurf bei den Regionalmeisterschaften und Kreismeister im Speerwurf der Männer,
- Jutta Rau-Theodosiou (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 2 im 100 m-Lauf und im Weitsprung bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften und Kreismeisterin mit der 4 x 100 m-Staffel der Frauen,
- Johanna Gall, Helen Gampper und Anne Matthaei (alle SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister mit der 4 x 100 m-Staffel der Frauen,
- Dr. Thomas Hentschel (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 5 im 400 m-Lauf der Senioren bei der Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaft und Kreismeister im Waldlauf Sprint mit der Mannschaft,
- Ayleen Barth (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeisterin im Waldlauf Sprint in der Altersklasse U 12,
- Wolfgang Funk (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister im Hammerwurf der Männer,
- Simon Hammann (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister im Waldlauf Sprint der Männer und im Waldlauf Sprint mit der Mannschaft,
- Tom Hochmuth (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Platz 1 im Hochsprung der männlichen Jugend U 16 bei den Regionalmeisterschaften und Kreismeister im Speerwurf der männlichen Jugend U 16 und mit der Mannschaft im Waldlauf Sprint,
- Michel Huber (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister mit der Mannschaft im Waldlauf Sprint der männlichen Jugend U 16,
- Dominik Schaupp (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister mit der Mannschaft im Waldlauf Sprint der Männer,
- Vanessa Theodosiou (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeisterin mit der Mannschaft im Waldlauf Sprint der weiblichen Jugend U 16,
- Johannes Thielemann (SGV Murr Abt. Leichtathletik): Kreismeister im Waldlauf Sprint der männlichen Jugend U 20.

- Yasin El Azzazy (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 1 beim Deutschland-Cup im Geräteturnen beim Deutsche Turnfest, Platz 1 im Kür-Sechskampf Männer Einzel und Platz 2 im Kür-Sechskampf mit der Herren-Mannschaft bei den Gaumeisterschaften,
- Karim El Azzazy (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 3 im Kür-Sechskampf der Männer Einzel und Platz 2 im Kür-Sechskampf mit der Mannschaft Herren bei den Gaumeisterschaften in Erdmannhausen,
- André Gallus, Christian Beer, Ulf Nägele, Matthias Kunz und Julian Gaede (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 2 Kür-Sechskampf mit der Mannschaft Herren bei den Gaumeisterschaften in Erdmannhausen,
- Tim Lücke, Simon Lücke und Dominik Holstein (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 3 im Pflichtwettkampf mit der männlichen Jugend D beim Wettkampftag der Jugend,
- Simeon Unterberg, Benjamin Neuhoff, Nico Neugebauer, Julian Hinz und Aron Prang (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 2 im Wahlwettkampf der männlichen Jugend C beim Wettkampftag der Jugend,
- Markus Klotz (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 2 im Wahlwettkampf der männlichen Jugend C beim Wettkampftag der Jugend und Platz 2 mit der Mannschaft im Sechskampf der männlichen Jugend C beim LBS-Cup,
- Philipp Boncol (SGV Murr Abt. Turnen): jeweils Platz 2 im Wahlwettkampf der männlichen Jugend C beim Wettkampftag der Jugend und mit der Mannschat im Sechskampf der männlichen Jugend C beim LBS-Cup,
- Yannik Wanke (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 1 mit der Mannschaft im Sechskampf der offenen Klasse und Platz 3 im Sechskampf Einzel der männlichen Jugend C jeweils beim LBS-Cup,
- Jonas Zimmermann (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 1 mit der Mannschaft im Sechskampf der offenen Klasse und Platz 3 im Sechskampf Einzel der männlichen Jugend C jeweils beim LBS-Cup,
- Besnik Ternava (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 1 im Sechskampf Einzel im Jugendturnen C und Platz 2 im Sechskampf mit der Mannschaft männliche Jugend C jeweils beim LBS-Cup,
- Pascal Krämer (SGV Murr Abt. Turnen): Platz 2 im Sechskampf mit der Mannschaft männliche Jugend C beim LBS-Cup,
- Lennard Gaede (SGV Murr Abt. Turnen): jeweils Platz 1 im Sechskampf mit der Mannschaft offene Klasse und im Sechskampf Einzel männliche Jugend C beim LBS-Cup,
- Franziska Fleischle (SGV Murr Abt. Turnen und JudoTeam Steinheim): Platz 3 im Turn-Pflichtwettkampf der weiblichen Jugend E beim Wettkampftag der Jugend und Platz 2 im Judo der Jugend bei den nord-württembergischen Einzelmeisterschaften,
- Lea Basilowski, Lena Hörner, Anne Hochmuth und Mia Steinhauer (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 3 im Pflichtwettkampf der weiblichen Jugend E beim Wettkampftag der Jugend,
- Nina Füssel, Kira Peters, Ines Schittenehlm, Charlotte Reichhelm und Amelie Bohner (alle SGV Murr Abt. Turnen): Platz 3 im Pflichtwettkampf der weiblichen Jugend C beim Wettkampftag der Jugend.

Auch die Fußball-Abteilung des SGV Murr hat erfolgreiche Mannschaften; so sind die D-Junioren der letzten Saison (2012/2013) Kreismeister geworden. Zur Mannschaft gehören: Hendrik Basilowski, Lukas Bauknecht, Emre Colak, Patrizio Fusco, Joel Geiger, Florian Gruber, Antonio Guarino, David Höhn, Daniel Höhn, Lukas Klein, Jakob Kurz, Steffen Mühlberger, Lum Rama, Dennis Rosenecker, Tim Schäfer, Max Schäfer, Jakob Schimmak, Stefan Schöfer, Pascal Scholz und Niklas Teichmann.

Die Kid's-Mannschaft U 12 des Tennisclubs Murr wurde ausgezeichnet für ihren Aufstieg in die nächste Spielklasse und das Erringen der Bezirksmeisterschaft in der Spielsaison 2013. An dem Erfolg waren beteiligt: Tom Walouch, Eren Aydin, David Höhn, Daniel Höhn und Jona Walouch.

Mittlerweile aufgrund ihrer zahlreichen Erfolge Stammgäste bei den Sportlerehrungen sind die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Tanzsportvereins Murr. Sie haben auch in der zurückliegenden Saison in verschiedenen Formationen, als Paar- oder als Solotänzer bei den unterschiedlichsten Wettbewerben auf Regional-, Landes- und Bundesebene oder Ranglistenturnieren des Deutschen Verbandes für Garde- und Schautanzsport in den verschiedenen Disziplinen (zum Beispiel Marsch oder Polka) immer wieder Spitzenplätze belegt. Bei der Deutschen Meisterschaft hat das Jugend-Garde-Paar Zoe Gorzolka und Anton Gering Platz 4 belegt.
Die Formation "Dancing Kid Stars" hat bei der Landesmeisterschaft Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz in der Disziplin "Schüler Marsch" Platz 1 und in der Disziplin "Schüler Polka" Platz 3 belegt. Zu dieser Formation gehören neben dem bereits genannten Tanzpaar: Vivien Klüberspies, Gloria Carannante, Zelal Akbas, Nina Bohn, Annalena Dobmeier, Eileen Kempinger, Julia Kurkowska, Saviana Stazzone, Jenny Ungericht und Miriam Sik.
Auch die Formation "Dancing Mini Stars" war bei der Landesmeisterschaft Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz erfolgreich und hat in der Disziplin "Schüler Marsch" den zweiten Platz geholt. Dazu beigetragen haben: Lisa Bonna, Simon Gering, Grace Adelhelm, Anastasia Andriewski, Guiseppe Carannante, Jule Laible, Emely Neugebauer, Fanny Scheunpflug, Leni Sossalla, Lilli Stojanovic, Nazra Yildiz und Sophie Kiemle.
Als Solo-Tänzerin, aber auch im Paar- oder Gardetanz war Nelly Jungheinrich bei mehreren Ranglistenturnieren in verschiedenen Disziplinen immer ganz vorne mit dabei.

Gleich im Anschluss an ihre Ehrungen zeigten die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Tanzsportvereins Murr und begeisterten das Publikum mit schwungvollen, anspruchsvollen und akrobatischen Tanzvorführungen. Der lebhafte Applaus der Gäste war nicht nur der Lohn für diese Leistung, sondern auch gleichzeitig der Abschluss eines kurzweiligen Ehrungsabends, der mit angeregten Gesprächen ausklang.

21.02.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 18. Februar 2014)

Lang war die Tagesordnung für die Sitzung, zu der sich der Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 18. Februar 2014, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf. Die insgesamt 12 Tagesordnungspunkte umfasste Themen wie Vorberatung des Haushaltsplans 2014, Umbau der Lindenschule, Jahresberichte von der Arbeit der Ortsbücherei und des Gemeindebauhofs, Bericht über das Bürgercafé, Weiterentwicklung der Sportanlagen im Murrtal, Änderung von zwei Bebauungsplänen und die Organisation des Wahltages am 25. Mai 2014.

Bürgerfragestunde
Zu Beginn der Sitzung hatten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, Fragen an Bürgermeister und Gemeinderat zu stellen. Eine Anfrage hatte die Berichte über eine eventuelle Umbenennung der Hindenburgstraße zum Thema; dazu gebe es laut Bürgermeister Torsten Bartzsch in Murr aber keinen Anlass. Eine zweite Wortmeldung entheilt die Anregung, in Murr an geeigneter Stelle eine Kletterwand zu installieren. Bartzsch sagte zu, diese Idee zu prüfen und mit dem Initiator zu beraten.

Vorberatung des Haushaltsplans 2014
Alljährlich legt der Gemeinderat mit dem Haushaltsplan und den darin enthaltenen Planansätzen für die Ausgaben und Einnahmen der laufenden Verwaltung (Verwaltungshaushalt) und den vermögenswirksamen großen Einnahmen und Investitionsmaßnahmen (Vermögenshaushalt) die Grundlagen für das Handeln der Gemeindeverwaltung im jeweiligen Jahr fest. Die Zahlen des Haushaltsplanentwurfs für 2014, die Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler dem Gemeinderat in der Sitzung vorlegten, waren sehr solide und zufriedenstellend. Das höchste Volumen des Verwaltungshaushalts in Höhe von fast 15 Millionen Euro resultiert nach Kepplers Worten aus den guten Steuereinnahmen, die für 2014 erwartet werden können, vor allem aus der Gewerbesteuer und aus dem Anteil an der Einkommenssteuer. Dem gegenüber stehen aber Steigerungen auf der Ausgabenseite, so vor allem bei den Personalkosten (durch den Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder) und dem sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand. Vor allem aber die Umlagen an andere staatliche Stellen wie den Landkreis steigen wegen des zugrunde liegenden Jahres 2012 mit seiner guten Steuerkraft. Mit gut 1,8 Millionen Finanzausgleichsumlage und fast 2,4 Millionen Euro Kreisumlage muss die Gemeinde jeweils historische Höchstbeträge entrichten. Dadurch schrumpft der finanzielle Spielraum für künftige Investitionen trotz der guten Einnahmen; die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt wird mit erwarteten 1,45 Millionen Euro um fast 800.000 Euro niedriger als noch 2013 ausfallen.
Mit 2,55 Millionen Euro wird der Vermögenshaushalt 2014 sehr gemäßigt ausfallen, so Keppler. Neben der Ortskernsanierung der Sanierung der Zeppelinstraße und dem Neubau von Wohnhäusern an der Hindenburgstraße stehen keine größeren Investitionsvorhaben im Plan. Erfreulich sei, dass alle notwendigen Ausgaben aus eigener Kraft finanziert werden können. Wichtig für alle Steuer- und Abgabepflichtigen sei, dass die seit 19 Jahren unverändert günstigen Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer und auch die Abgaben wie der Wasserzins nicht angehoben werden müssen. Auch an der Schuldenfreiheit der Gemeinde seit 2005 müsse nichts geändert werden.
Die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich mit den Zahlen des Haushaltsplan-Entwurfs sehr zufrieden und stimmten zu, den Plan auf dieser Grundlage auszuarbeiten und in einer der nächsten Sitzungen endgültig zu beraten.

Umbau der Lindenschule
Dem Ratsgremium lag ein Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch für Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss des Schulgebäudes am Lindenweg zur Erweiterung der Räume für die Schulkindbetreuung vor, die vom Planer und Architekten Peter Ludwig erläutert wurden. Vorgesehen ist, den ehemaligen naturwissenschaftlichen Fachklassenraum künftig für die Betreuung von Schülern zu nutzen, in diesem Gebäudeteil Sanitärräume einzubauen und durch einen zusätzlichen Eingang sowie mit einer neuen Zwischenwand eine vom Schulbetrieb separate Nutzung zu ermöglichen. Der geschätzte Kostenaufwand für den Umbau beträgt ca. 140.000 Euro. Die Ratsdamen und -herren bezeichneten den Umbauvorschlag als sehr gelungen und stimmten ihm einstimmig zu. Der Umbau soll bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.

Jahresbericht der Ortsbücherei
In einem detaillierten Bericht erläuterte Büchereileiterin Ursula Kindermann die Arbeit der Ortsbücherei Murr im vergangenen Jahr. Die Zahl der aktiven Leserinnen und Leser war gegenüber dem Vorjahr mit knapp über 1.200 fast konstant, die Zahl der Entleihungen ist um fast 1.300 auf etwa 48.430 angestiegen. Zwar sei die Zahl der Kinder und Jugendlichen leicht rückläufig, doch viele Familien nutzen die Bücherei mit einem gemeinsamen Leseausweis. Der Medienbestand ist mit knapp 16.000 Einheiten etwa auf dem Vorjahresniveau.
Wie Kindermann berichtete, würden auch die neuen Angebote der Bücherei wie der Online-Katalog "Findus" und die Anfang des Jahres eingeführte "Onleihe" gut genutzt. Mit einigen Bildern gab die Büchereileiterin einen Rückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen der Bibliothek im vergangenen Jahr, die mit englischen Vorlesestunden, Spieleturnieren und Spieleabenden und der Veranstaltungswoche zum Thema Umwelt viele verschiedene Alters- und Nutzergruppen angesprochen haben. In einem Ausblick wies Kindermann darauf hin, dass Anfang des Jahres 2015 die Ortsbücherei ihr 25-jähriges Bestehen feiern könne. Unter dem Beifall des Gremiums dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch Ursula Kindermann und ihrem Team für die engagierte und tolle Arbeit in der nach wie vor beliebtesten Einrichtung der Gemeinde.

Bericht über das Bürgercafé Murr
Am 12. Dezember 2013 fand im Hardtzimmer des Bürger- und Rathauses im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des Sanierungsgebiets "Ortskern Murr III" ein Bürgercafé statt. Ziel des Bürgercafés war es, in entspannter Runde Ideen, Anregungen und Visionen zur Entwicklung der Gemeinde auszutauschen. Vorbereitet und geleitet wurde das Bürgercafé vom Sanierungsberater der Gemeinde. Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete, dass die Idee des Bürgercafés von den Anwesenden sehr gut aufgenommen worden ist. Zwar hätten es gerne einige Teilnehmer mehr sein können, doch es seien etliche Meinungen, Ideen und Vorschläge über Vorzüge und Verbesserungsbedarf der Gemeinde geäußert und gesammelt worden.
Die Mitglieder des Gremiums begrüßten die Ergebnisse des Bürgercafés und konnten sich vorstellen, so eine Veranstaltung regelmäßig durchzuführen. Die angesprochenen Punkte und geäußerten Vorschläge zeigten, dass Gemeinderat und Verwaltung größtenteils an den gleichen Themen arbeiteten, die auch die Einwohnerinnen und Einwohner beschäftigten, und somit in ihrer Arbeit richtig liegen. Die Ergebnisse des Bürgercafés könnten in die Gemeinderatsarbeit einfließen.

Weiterentwicklung der Sportanlagen
Schon länger befasst sich der Gemeinderat mit einer Weiterentwicklung der Sportanlagen im Murrtal. Unter anderem ist es Wunsch der Leichtathleten, die Trainings- und Wettbewerbsbedingungen durch eine zusätzliche Garage zur Unterbringung von Geräten, eine Werferanlage und die Erweiterung der Flutlichtanlage durch zwei zusätzliche Masten an der Ostseite des Stadions zu verbessern. Dem Gremium lag eine Kostenschätzung für alle drei Projekte und eine von den Sportlern festgelegte Prioritätenliste vor. Danach sei die Garage (Kostenaufwand: ca. 20.000 Euro) am dringendsten; Diskus- und Hammerwurfanlage (ca. 50.000 Euro) und Verbesserung der Beleuchtung ( ca. 41.000 Euro mit notwendigem Blitzschutz) könnten auch später realisiert werden.
Aus der Mitte des Gremiums wurde beantragt, die Garage und die Verbesserung der Beleuchtung gleich in einem Zug zu realisieren. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat mehrheitlich zu.

Neunte Änderung des Bebauungsplans "Neuer Weg"
Der Bebauungsplan "Neuer Weg" aus dem Jahr 1950 enthält Festsetzungen zur Bebauung der Grundstücke, die heute nicht mehr zeitgemäß sind. Vor allem die von der Hindenburgstraße 20 Meter weit entfernte Baugrenze, der sprunghafte Verlauf der meisten Baugrenzen im Quartier und Angaben zur Dimension von Neubauten stehen einer zeitgemäßen, dem Charakter des Quartiers entsprechenden Neubebauung entgegen. Mit der Änderung des Bebauungsplans sollen diese Regelungen jetzt moderneren Vorstellungen angepasst werden, wie der scheidende Hauptamtsleiter Heinz Trautwein erläuterte. Dabei soll der rechtliche Charakter des Bebauungsplans als "einfacher (nicht-qualifizierter) Bebauungsplan" nicht angetastet werden. Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf für die Planänderung einstimmig zu. Nach einer öffentlichen Auslegung wird diese noch einmal vom Gremium behandelt, bevor sie als Satzung beschlossen und danach rechtskräftig wird.

Änderung der Bebauungspläne "Egarten I" und "Egarten III/Bottenäcker"
Um eine eindeutige rechtliche Regelung entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen zu schaffen, hat der Gemeinderat beschlossen, die Bebauungspläne "Egarten I" und "Egarten III/Bottenäcker" zu ändern, um im Bereich zweier Grundstücke künftig Gebäudeleängen bis zu 150 Metern zuzulassen. Nach Aufstellungsbeschluss im September und Entwurfsbeschluss im Dezember 2013 und der öffentlichen Auslegung und Anhörung der Träger öffentlicher Belange stand jetzt der Satzungsbeschluss auf der Tagesordnung. Einstimmig stimmten die Ratsmitglieder den Bebauungsplan-Änderungen zu.

Rückblick auf die Arbeit des Gemeindebauhofs im Jahr 2013
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab den Gemeinderäten einen Rückblick auf die Arbeit des Gemeindebauhofs im vergangenen Jahr. Mit gut 82 % produktiven Stunden hat das Bauhof-Team 2013 hervorragend gearbeitet. Durch personelle Verstärkung ist die Mannschaft um Bauhofleiter Heinz Nübel jetzt noch besser für ihre Aufgaben gerüstet als vorher. Der Schultes betonte, bei der Pflege der Grünanlagen, der Unterhaltung der Wasserversorgung, der Pflege der Sportanlagen und all den anderen unterschiedlichsten Arbeitsbereichen stehen die Bauhofmitarbeiter immer im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Unter dem Beifall der Mitglieder des Gemeinderats sprach Bartzsch Bauhofleiter Heinz Nübel und seinen Mitarbeitern Dank und Lob für die hervorragende Arbeit im letzten Jahr aus.

Organisation des Wahltages 25. Mai 2014
Noch einmal musste sich der Gemeinderat mit der Organisation der Wahlen zum Europaparlament, zur Regionalversammlung, zum Kreistag und zum Gemeinderat am 25. Mai 2014 befassen. Da ein bereits bestimmtes Mitglied des Gemeindewahlausschusses am Wahltag verhindert ist, musste Ersatz gewählt werden. Dies geschah einstimmig.

24.01.2014

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 21. Januar 2014)

Mit einer umfangreichen Tagesordnung für die erste turnusmäßige Sitzung im neuen Jahr startete der Murrer Gemeinderat am Dienstag, dem 21. Januar 2014, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch in das Jahr 2014. Rechnungsabschlüsse der Gemeindekasse und der Wasserversorgung, die organisatorische Vorbereitung des Wahltages am 25. Mai 2014, die Erweiterung der Schulkindbetreuung und weitere Verwaltungsangelegenheiten waren die Themen, mit denen die Ratsdamen und -herren sich im Ratssaal des Bürger- und Rathauses befassten.

Jahresrechnung 2012
Etwas später als üblich, aber mit sehr positiven Zahlen wurde der Gemeinderat pflichtgemäß von Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler über den Rechnungsabschluss der Gemeindekasse für das Jahr 2012 informiert. Unerwartet gute Steuereinnahmen, vor allem aus der Gewerbesteuer und dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, bescherten dem Verwaltungshaushalt 2012 bei den Einnahmen ein Plus von 18,3 % gegenüber dem Planansatz von 12,7 Millionen Euro. Mit 9,9 Millionen lagen die tatsächlichen Steuereinnahmen um knapp 2,17 Millionen Euro über den entsprechenden Planzahlen und waren damit so hoch wie nie zuvor in der Gemeindegeschichte. Da sich die Ausgaben und die sonstigen Posten des Verwaltungshaushalts fast planmäßig entwickelten, konnte die vorgesehene Zuführung an den Vermögenshaushalt von knapp 1,13 Millionen Euro um fast 3 Millionen Euro auf 4,1 Millionen Euro gesteigert werden. Daher konnte der Rücklage der Gemeinde im Jahr 2012 die stattliche Summe von 5 Millionen Euro zugeführt werden. Große Summen in diesem "Sparstrumpf" der Gemeinde sind allerdings, so Keppler, für künftige Investitionsvorhaben, notwendige Ausgaben und kommende Umlagen an Land und Landkreis vorgesehen und müssten wieder der Rücklage entnommen werden. Zudem bedeuten die guten Zahlen des Jahres 2012, dass auf die Gemeinde zwei Jahre später wieder weniger Zuweisungen und höhere Umlagen zukommen. Keppler ging auch auf die umfangreichen Bauvorhaben und Investitionen des Jahres 2012 ein, so zum Beispiel die energetische Sanierung des Schulgebäudes, den Neubau des Kinderhauses "Regenbogen" am Mühlweg und die Erschließung neuer Baugebiete im "Langen Feld", hinter denen viel Arbeit stecke.
In der Beratung äußerten die Mitglieder des Gremiums große Zufriedenheit über die positiven Zahlen. Bemängelt wurde die späte Behandlung des Rechnungsabschlusses, der eigentlich zur Jahresmitte des Folgejahres hätte vorgelegt werden müssen. Die umfangreichen und komplizierten EDV-Umstellungen zum Jahreswechsel 2011/2012, die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr, langwierige Krankheitsfälle und andere nicht vorhersehbare Entwicklungen seien dafür verantwortlich, so Bartzsch und Keppler. Mit großem Engagement und motiviertem Einsatz der Mitarbeiter des Finanzwesens, denen der Schultes zum Abschluss dankte, würde dem entgegen gewirkt.

Jahresabschluss 2012 der Wasserversorgung
Die Wasserversorgung der Gemeinde, die wie ein selbstständiger Wirtschaftsbetrieb geführt wird, schloss das Wirtschaftsjahr 2012 mit einem steuerlichen Gewinn in Höhe von rund 44.000 Euro ab, wie Gemeindekämmerer Albrecht Keppler dem Gremium erläuterte. Gründe dafür seien vor allem Umstellungen beim EDV-System für das Abrechnungswesen, wegen denen 2012 einmalig 14 statt 12 Monate abgerechnet werden mussten. Mit diesem kleinen Plus sollen zu erwartende geringe Verluste in den Folgejahren ausgeglichen werden.

Bericht über die Beteiligung der Gemeinde an Privatunternehmen im Jahr 2012
Die Gemeindeordnung schreibt vor, dass die Kommunen dem Gemeinderat einmal jährlich über die Beteiligungen der Gemeinde an Privatunternehmen berichten. In einer schriftlichen Vorlage wurden dem Gremium die entsprechenden Informationen für das Jahr 2012 vorgelegt. Wichtigste Beteiligung ist das 100 %ige Tochterunternehmen der Gemeinde, die "Kommunalbau Murr" GmbH, die jedoch - wie bereits berichtet - demnächst aufgelöst wird. Kleinere Beteiligungen in zum Teil sehr geringem Umfang hält die Gemeinde an der Volksbank Ludwigsburg, der Gemeinnützigen Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft Ludwigsburg und der Kleeblatt-Pflegeheime gGmbH. Das Ratsgremium nahm den Beteiligungsbericht zur Kenntnis.

Straßenname für den neuen Stichweg im Bereich der Grundstücke Hindenburgstraße 28 und 30
Wie bekannt, hat die Gemeinde nach dem Erwerb der Grundstücke Hindenburgstraße 28 und 30 die dortigen alten Gebäude abgerissen und damit dort Neubauten teils in privater, teils in eigener Trägerschaft ermöglicht. Das Areal wird durch einen neu angelegten Stichweg erschlossen, der von der Hindenburgstraße abgeht. Da sich von 1867 bis 1964 auf dem Grundstück Hindenburgstraße 30 das Gasthaus "Löwen" befand, wurde dem Gremium als Name für diesen Stichweg "Löwengasse" vorgeschlagen. Die Mitglieder des Gremiums begrüßten den Bezug zur Ortsgeschichte und sprachen sich einstimmig für diesen Vorschlag aus.

Erweiterung der Ferienbetreuung für Schulkinder
Als Ergänzung zur seit dem Schuljahr 2013/2014 bestehenden Ganztagesbetreuung an der Lindenschule wird in zwei Sommerferienwochen und in allen kleinen Ferien (außer den Weihnachtsferien) eine Ferienbetreuung von 7 bis 14 Uhr angeboten.
Da einige Eltern eine Verlängerung dieser Betreuungszeiten wünschten, schlug Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gemeinderat vor, die Ferienbetreuung ab den nächsten Ferien an die Zeiten der Ganztagesbetreuung von 7 bis 17 Uhr (Montag bis Donnerstag) anzupassen und das Betreuungsangebot so zu vereinheitlichen. Die Gebühren sollen entsprechend angepasst werden. Die Mitglieder des Gremiums stimmten diesem Vorschlag einstimmig zu.

Vorbereitung der Europa-, Kommunal- und Regionalwahlen
Am 25. Mai 2014 findet die Wahl zum Europäischen Parlament und in Baden-Württemberg die Gemeinderats-, Kreistags- und Regionalwahlen statt. Zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Wahlen fasste der Gemeinderat die notwendigen grundsätzlichen Beschlüsse über den zu bildenden Gemeindewahlausschuss, die Berufung der Wahlvorstände, die Einteilung der Wahlbezirke und die Entschädigung der Wahlhelfer.

Wahl einer neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Gutachterausschusses
Wie bekannt, geht der langjährige Hauptamtsleiter der Gemeinde Heinz Trautwein Ende März in den Ruhestand. Da er im Bürgermeisteramt auch die Geschäftsstelle des gemeindlichen Gutachterausschusses leitet und dessen stellvertretender Vorsitzender ist, wurde vorgeschlagen, dass seine Nachfolgerin Brigitte Keller, die Anfang Januar ihren Dienst bei der Gemeinde Murr begonnen hat, beide Funktionen ab 1. April 2014 übernimmt. Dieser Vorschlag wurde vom Gemeinderat einhellig gebilligt.

Annahme von Spenden
Alljährlich muss dem Gemeinderat über die der Gemeinde zugewendeten Spenden und deren Verwendung berichtet werden. Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch anhand einer schriftlichen Vorlage erläuterte, erhielt die Gemeinde im Zeitraum vom 1. Dezember 2012 bis zum 31. Dezember 2013 insgesamt Spenden in Höhe von knapp 4.000 Euro, die unter anderem dem Kinderhaus, der Jugendfeuerwehr, dem Jugendhaus und der Ortsbücherei zugute kamen.

Jahresbericht 2012
Traditionell erhielt der Gemeinderat in der ersten Sitzung des neuen Jahres einen ausführlichen und detaillierten statistischen Bericht über die Entwicklung der Gemeinde im vergangenen Jahr und die wichtigsten Tätigkeiten der Gemeindeverwaltung. Nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch, der den Bericht kurz erläuterte, sei 2013 für die Gemeinde Murr ein eher unspektakuläres Jahr gewesen. Erfreulich sei, dass gegenüber 2012 die Zahl der Geburten im letzten Jahr wieder gestiegen und höher als die Zahl der Sterbefälle sei, und dass die Freiwillige Feuerwehr Murr keinen Großbrand zu bekämpfen hatte.

Eigentumsverhältnisse an der Umgehungsstraße und im Bereich der Murr
Von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein wurden die Ratsdamen und -herren über die Eigentumsverhältnisse im Bereich der Umgehungsstraße L 1100 und der Murr informiert. Nach Bau der Ortsumgehung und nach Abschluss der Murr-Korrektur haben das Land Baden-Württemberg und die Gemeinde Murr in zahlreichen Grundstücksgeschäften die Eigentumsverhältnisse den neu entstandenen Verhältnissen angepasst und die entsprechenden Grundbucheintragungen veranlasst. Trautwein erläuterte, dass diese Maßnahmen nun abgeschlossen seien und nur bei wenigen Flächen noch Einigung über den Erwerb beziehungsweise die Zuständigkeit für Unterhaltung und Pflege sowie die Entschädigung dafür erzielt werden müsse.

20.01.2014

Pflege des Kirchenweinbergs von Emil Ackermann an Fritz Blank und Gerhard Leibbrand übergeben

Bürgermeister Torsten Bartzsch bedankt sich im Namen der Gemeinde sehr herzlich bei Emil Ackermann, Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Gunter Hekel (v.l.n.r.) für ihr ehrenamtliches Engagement zum Erhalt des Kirchenweinbergs.
Von links nach rechts: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Emil Ackermann, Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Gunter Hekel vor der Mauer des Kirchenweinbergs

Im Jahr 1990 kam die Gemeinde durch einen Erbfall in den Besitz des Hanggrundstücks am südlichen Rand des Kirchplatzes an der Ecke Kirchgasse/Widdumgasse. Es reifte die Idee, dort wieder Wein anzubauen, wie es in früheren Zeiten üblich war. Nach dem Setzen der Rebstöcke konnte dort im Jahr 1992 zum ersten Mal Wein gelesen werden.
Seit Beginn hegte und pflegte der damalige Amtsbote Emil Ackermann den gemeindeeigenen Weinberg wie sein eigenes Stückle. Durch viel Handarbeit bei der dreischenkligen Pfahlerziehung und großes Engagement sorgte er dafür, dass der Kirchenwengert stets ein schönes Erscheinungsbild abgab und pro Jahr rund 100 Liter Ertrag bescherte. Ausgebaut wird der besondere Tropfen beim Weinfachmann Gunter Hekel.
Aus Altersgründen hat Emil Ackermann nun seine ehrenamtliche Tätigkeit in jüngere Hände gegeben. Ab diesem Jahr werden sich Fritz Blank und Gerhard Leibbrand um den Kirchenweinberg kümmern. Bei einem Vororttermin bedankte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch bei Emil Ackermann für sein großes Engagement. Als Dank überreichte er ihm einen Geschenkkorb mit dem Versprechen, lebenslang eine Kiste Wein pro Jahr vom Kirchenweinberg zu erhalten. Bei dem Vororttermin wurde mit den Nachfolgern Fritz Blank und Gerhard Leibbrand vereinbart, dass die vorhandenen Rebstöcke entfernt und im Frühjahr neue Reben der Sorte Lemberger gesetzt werden.

20.01.2014

Mit Musik und Dichtkunst aus dem hohen Norden das neue Jahr begrüßt

Das Orchester der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim mit Dirigent Peter Wallinger
Dirigent Peter Wallinger und Musiker der Bietigheimer Kammersinfonie Bietigheim im Konzert

"Nordische Impressionen" prägten das 20. Neujahrskonzert im Bürgersaal

Auch das 20. Neujahrskonzert, das am Samstag, 11. Januar 2014, im fast voll besetzten Bürgersaal stattfand, gestaltete in bewährt qualitätsreicher musikalischer Ausführung die Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim unter der Leitung ihres Gründers Peter Wallinger. Das Programm entführte die Besucher in den hohen Norden Europas, nach Finnland, Schweden und Dänemark. Sein besonderer Reiz lag in der Erweiterung durch die Sprache. Aus dem finnischen Volksepos "Kalevala" rezitierten Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth etliche Verse, so genannte Runen.
Vor Beginn des Konzerts begrüßte der Rathausmitarbeiter Matthias Bader die zahlreichen Besucher und überbrachte ihnen auch im Namen des Gemeinderates und der Gemeindeveraltung die besten Wünsche zum neuen Jahr. Unter Hinweis auf das Jubiläum aus Anlass des 20. Neujahrskonzerts erinnerte er an die Anfänge. "Damals sagten wir, 'Versuchen wir es mal'", erklärte er und dankte insbesondere Peter Wallinger für die in jedem Jahr von seinem Orchester gebotene hohe künstlerische Qualität und die Vielseitigkeit der einzelnen Programme. Zugleich sprach Bader auch seinen herzlichen Dank an die Mitglieder des LandFrauenvereins Murr aus, die auch am Samstag wieder die Besucher vor und nach dem Konzert sowie während der Pause mit Getränken und verschiedenen kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnten. Abschließend betonte er, Sprache könne auch wie Musik klingen und stimmte damit die Besucher auf das Programm des Abends ein, in welchem Musik und Wort gleichrangig zu hören waren.
Mit "Nordische Impressionen" hatte Peter Wallinger das Konzertprogramm überschrieben. Dargeboten wurden nicht nur Werke bekannter Komponisten aus Skandinavien wie Edward Grieg, Carl Nielsen oder Jean Sibelius, sondern auch außerordentlich farbenreiche Stücke eines hier zu Lande kaum bekannten Tonschöpfers, die er in Notenarchiven entdeckte. Rhythmisch akzentuiert und tänzerisch bewegt erklangen zu Beginn des Konzerts "Kuhreigen und Bauerntanz" aus Opus 63 von Edward Grieg. Diese heiteren, folkloristisch wirkenden Stücke gaben der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim erste beeindruckende Gelegenheiten, mit gewohnt klarem, dichtem und warmem Streicherklang zu erfreuen. Auch drei Sätze aus einer Serenade nach schwedischen Volksweisen von Max Bruch musizierte das Orchester beschwingt und in sehr fein nuancierter Ausführung.
Der finnische Komponist Pehr Henrik Nordgren lebte von 1944 bis 2008 und ihn hatte Peter Wallinger noch kennen gelernt, weshalb er auch schon in der Vergangenheit das eine oder andere Werk von ihm aufführte. Aus seiner im Jahr 1976 entstandenen Suite "Pelimannimuotokuvia", Opus 26, waren im Lauf des Programms zwei sehr lebhafte und regelrecht fröhlich wirkende, mit Brillanz musizierte Sätze zu hören. Die bekannte "Sentimental Saraband" aus der "Simple Siymphonie" von Benjamin Britten wurde ebenfalls als musikalisches Glanzstück gespielt, zumal darin die Konzertmeisterin der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim, Sachiko Kobayashi, mit großer Einfühlsamkeit und Sensibilität auf der Violine den Solopart interpretierte. Um noch einmal nachdrücklich zu unterstreichen, dass das Konzert "Nordische Impressionen" gute Laune bei den Besuchern auszulösen vermochte, wiederholten Peter Wallinger und seine ambitionierten Musikerinnen und Musiker noch einmal den burlesken "Bauerntanz" von Edward Grieg. Danach folgten noch zwei Zugaben als Dank für den anhaltenden, freudigen Schlussapplaus im Bürgersaal.
Nicht zuletzt hervorzuheben ist allerdings die Rezitation aus dem finnischen Epos "Kavelava" durch die beiden fabelhaften Sprecher Sylvia Hartmann und Andreas Abendroth. Mit einem vom Versrhythmus bestimmten, angemessenen Pathos und in überaus klarer Artikulation trugen sie die ausgewählten Runen vor. Darin wurde von den Abenteuern dreier Helden aus Kalevala-Land im Süden Finnlands berichtet, die sie bei ihrer Werbung um die schöne Nordlandjungfrau erlebten. Außerdem spielt ein zauberisches Gefäß mit der Bezeichnung "Sampo" eine wesentliche Rolle, um das es einen wilden Kampf auf hoher See gibt, bei dem es zerbrach. Doch seine geretteten Scherben bringen den Helden schließlich Glück. Der Inhalt dieses Epos ist außerordentlich spannend und wirkte auch in der deutschen Übersetzung noch sehr authentisch und ursprünglich, wozu jedoch die Vortragskunst der beiden Sprecher wesentlich beitrug.
(Rudolf Wesner)

10.01.2014

Sternsinger besuchen Gemeindeverwaltung

Zu Beginn ihrer Tour durch Murr und Steinheim besuchten die Sternsinger das Bürger- und Rathaus
Eine Gruppe von Sternsingern im Foyer des Bürger- und Rathauses

Ein besonders schönes Beispiel für ehrenamtliches, gemeinsames Engagement ist die Sternsingeraktion, bei der bundesweit Kinder als heilige drei Könige in den Gemeinden unterwegs sind, mit Liedern und dem Neujahrssegen den Menschen Freude bereiten und um Unterstützung für benachteiligte Menschen in aller Welt bitten. Auch die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde Steinheim - Murr sind wie in den vergangenen Jahren zu Beginn des Jahres 2014 in beiden Gemeinden unterwegs.
Zu Beginn ihrer Tour stattete eine besonders große Schar von ihnen der Murrer Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Torsten Bartzsch an der Spitze am 2. Januar 2014 im Bürger- und Rathaus einen Besuch ab und überraschte die Gemeindebediensteten mit ihrem Gesang und ihren Segenswünschen zum Jahresbeginn. Mehrere größere und kleinere Kaspar, Melchior und Balthasar samt ihren Begleitern erfreuten die Rathausmannschaft und erhielten einen Beitrag für die Spendenkasse.
Die diesjährige bundesweite Sternsingeraktion steht unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!". In diesem Jahr nimmt sie besonders alle Kinder in den Blick, die ihre Heimat verlassen mussten. Unzählige Kinder weltweit leben als Flüchtlinge in Lagern und müssen sich in der Fremde zurechtfinden. Doch nicht nur Kinder in Malawi profitieren vom Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland. Im Jahr 2012 konnte das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" insgesamt 2.699 Projekte in 121 Ländern unterstützen. Die Hilfe ist dabei so vielfältig wie die Bedürfnisse der Kinder. Insgesamt verteilten sich 59.838.437,60 Euro auf Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, soziale Integration und Rehabilitation, Ernährung, Nothilfe, pastorale Aufgaben und anderes.
Bürgermeister Bartzsch erinnerte sich daran, dass er selber in seiner Jugend auch einige Jahre als Sternsinger unterwegs war und lobte die Kinder und Jugendlichen für ihren gemeinschaftlichen Einsatz für andere. Die Rathausbediensteten dankten den Sternsingern für ihren Besuch und für ihr Engagement und wünschten ihnen für ihre Aktion viel Zuspruch und Erfolg.

10.01.2014

Traditioneller Holzverkauf: Ein besonderes Erlebnis im Hardtwald

Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts) und Revierförster Jürgen Weis (mit Hut) bei der Holzversteigerung
Bürgermeister Bartzsch und Förster Weis vor Teiönehmern an einem Langholzpolter im Wald
So genannte „Naturfenster“ mit erläuternden Schrifttafeln richten den Blick auf bestimmte Einzelbäume oder Besonderheiten der Waldbewirtschaftung
Förster Weis erklärt den Teilnehmern ein aus Holz gefertigtes "Naturfenster"
Rote Würste und Glühwein vom DRK-Ortsverein beim geselligen Abschluss der Holzversteigerung
Teilnehmer am Bewirtungsstand des DRK-Ortsvereins

Eine genauso langjährige wie schöne Tradition ist jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester der Brennholzverkauf im Hardtwald. Am Samstag, dem 28. Dezember 2013, um 10 Uhr war es wieder soweit und eine große Zahl Interessenten aus Murr und der näheren und weiteren Umgebung kamen zum Treffpunkt am Rohrtälesparkplatz. Etwa 200 Teilnehmer waren dabei, entweder um einen der Langholzpolter oder fertig gespaltenes Schichtholz zu erwerben oder um nur einmal die Atmosphäre einer Brennholzversteigerung im Wald mitzuerleben.
Revierförster Jürgen Weis und Bürgermeister Torsten Bartzsch versteigerten abwechselnd das vorbereitete Holz. Herr Weis ließ immer wieder Informationen und Wissenswertes über den Wald und seine Bewirtschaftung einfließen. Erfahrene Teilnehmer an der Holzversteigerung hatten das vorbereitete Holz schon vorher in Augenschein genommen und sich "ihren Wunschpolter" schon ausgewählt. Bei der Versteigerung hieß es dann taktisch vorgehen und das richtige Maß zwischen Abwarten und Bieten zu finden.
Am Ende konnten Weis und Schultes Bartzsch zufrieden feststellen, dass alles Holz verkauft werden konnte. Auch Gemeindekämmerer Albrecht Keppler hatte Grund zur Freude, denn der Erlös für die Gemeindekasse betrug knapp 20.000 Euro. Die Versteigerung konnte bei roten Würsten und Glühwein, die wie immer vom Murrer Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes angeboten wurden, ausführlich besprochen und kommentiert werden.

20.12.2013

Ortsbücherei startet die Onleihe

Viele haben schon darauf gewartet – nun ist es soweit: Die Leserinnen und Leser der Ortsbücherei Murr können ab 1. Januar 2014 kostenlos elektronische Medien über die Ortsbücherei ausleihen. Ab diesem Tag ist nämlich die Ortsbücherei Mitglied im Onleihe-Verbund Ludwigsburg.
Der Verbund, dem ab kommenden Jahr 20 Bibliotheken des Landkreises angehören, bietet an 7 Tagen in der Woche und rund um die Uhr sogenannte E-Medien, das sind E-Books, E-Audios, E-Videos und E-Papers, zum Ausleihen sprich: Herunterladen an. Dazu gehören neben Romanen und Sachbüchern für Erwachsene auch über 2000 Kinder- und Jugendbücher, zahlreiche Hörbücher und Hörspiele für Kinder, Sach- und Kindervideos, Musik und Zeitschriften und Zeitungen aller Art. Der Medienpool des Verbundes enthält inzwischen rund 25.000 Medien.
Die Medien werden auf den Computer oder ein mobiles Gerät geladen und lassen sich nach Ablauf der Leihfrist nicht mehr öffnen. Gebühren für Überziehung, Beschädigung oder Verlust gibt es hier nicht.
Der Nutzer findet die Onleihe über die Homepage der Gemeinde Murr auf der Seite der Ortsbücherei. Hier klickt man auf den „Findus-Internet-Katalog“. Dort findet man den roten Button der Onleihe, über den man das Portal öffnen kann. Hier findet man zahlreiche Hilfestellungen für Neukunden, die anzusehen unbedingt empfehlenswert ist. Die nötige Freeware zum Herunterladen auf das Lesegerät ist ebenfalls auf der Startseite des Onleihe-Verbundes verlinkt.
Voraussetzung für die Nutzung der Onleihe ist ein gültiger Leseausweis der Ortsbücherei. Der Nutzer gibt die 8-stellige Nummer seines Lesausweises ein (steht unter dem Barcode auf dem Ausweis). Passwort ist das Geburtsdatum (TTMMJJJJ ohne Zwischenpunkte) des Inhabers. Ein Leseausweis ist ebenfalls kostenlos und kann während der Öffnungszeiten gegen Vorlage des Personalausweises jederzeit ausgestellt werden.
Für Fragen steht Ihnen das Team der Ortsbücherei Murr gerne zur Verfügung.

13.12.2013

Senioren verbrachten schönen Nachmittag bei der Adventsfeier in der Gemeindehalle

Bürgermeister Torsten Bartzsch (am Rednerpult) begrüßt zahlreiche ältere Mitbürger zur Adventsfeier in der Gemeindehalle
Bürgermeister Torsten Bartzsch vor der voll besetzten Gemeindehalle am Rednerpult
Die Mitglieder des Gemeinderats und ihre Partner sorgten wieder für das leibliche Wohl der Gäste
Mitglieder des Gemeinderats beim Bewirten der Gäste
Der Chor der Lindenschule bei seiner Darbietung auf der Bühne
Die Kinder des Schulchores bei ihrer Darbietung auf der Bühne
Die Kapelle des Musikvereins Murr
Musiker des Musikvereins Murr beim Spielen auf der Bühne
Hans-Otto Oechsle unterhielt mit schwäbischen Geschichten
Mundartdicher Hans-Otto Oechsle auf der Bühne der Gemeindehalle

Einen rundum schönen und unterhaltsamen Nachmittag verbrachten am Sonntag des 1. Advents zahlreiche Seniorinnen und Senioren unseres Ortes auf Einladung des Gemeinderates bei der Adventsfeier in der Gemeindehalle. Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich bei der Begrüßung erfreut, dass so viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger dieser Einladung gefolgt waren.
Traditionell sorgten die Mitglieder des Gemeinderats mit ihren Partnerinnen und Partnern als aufmerksame Gastgeber für das leibliche Wohl der Gäste und ließen es vom duftenden Kaffee über leckere Kuchen und Torten bis hin zum Viertele an nichts fehlen, was gewünscht wurde.
Auch für ein buntes Unterhaltungsprogramm war gesorgt. Es wurde vom Chor der Murrer Lindenschule unter Leitung von Barbara Fröbel eröffnet. Aufmerksam verfolgten die Gäste in der Halle die Darbietungen der kleinen Sängerinnen und Sänger und applaudierten danach lebhaft. Pfarrer Thomas Nonnenmann von der evangelischen Kirchengemeinde sprach anschließend einige besinnliche Worte.
Die Blaskapelle des Musikvereins Murr bewies danach mit schwungvollen und melodiösen Melodien sehr zum Gefallen des Publikums ihr musikalisches Können. Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch mit Unterstützung der Mitglieder des Gemeinderats die ältesten Besucherinnen und Besucher namentlich begrüßt und ihnen jeweils ein Präsent überreicht hatte, kam der Oberstenfelder Mundartdichter Hans-Otto Oechsle auf die Bühne und unterhielt das Publikum in der Halle mit originellen Geschichten und Anekdoten in heimatlicher schwäbischer Mundart.
Bürgermeister Torsten Bartzsch bedankte sich bei allen, die am Programm zur Unterhaltung und bei der Bewirtung der älteren Murrerinnen und Murrer mitgewirkt hatten. Der Nachmittag ging dann mit lebhaften und angeregten Unterhaltungen zu Ende und die Seniorinnen und Senioren haben wieder einmal einen schönen Adventsnachmittag in der Gemeindehalle erlebt.

13.12.2013

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 10. Dezember 2013)

Zu seiner letzten planmäßigen Sitzung in diesem Jahr kam der Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag dieser Woche im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammen. Auf der Tagesordnung standen der Betriebsplan für den Gemeindewald für das Jahr 2014, weitere Auftragsvergaben für den Neubau des Mehrfamilienhauses am Kirchplatz und eine Bebauungsplan-Änderung im Gewerbegebiet.
Zu Beginn gab Bürgermeister Torsten Bartzsch bekannt, dass der Gemeinde Murr vom Landratsamt jüngst zwei Asylbewerber zur Unterbringung zugewiesen worden seien, für die in einem älteren Haus in der Ortsmitte Unterkünfte zur Verfügung gestellt wurden. Einer der beiden Asylbewerber sei bereits da, der zweite werde noch erwartet.

Betriebsplan für das Jahr 2014 für den Gemeindewald
Zu diesem Thema begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung die Leiterin des Fachbereichs Forsten im Landratsamt Ludwigsburg, Frau Dr. Anja Peck, und den Revierförster des Forstreviers Forsthof, Jürgen Weis.
Frau Dr. Peck blickte auf das zu Ende gehende Jahr 2013 zurück und ging dabei auf die reichhaltigen und zum Teil lang anhaltenden Niederschläge ein. Zum Einen seien diese gut für das Wachstum und die Vitalität der Bäume gewesen, zum Anderen hätten sie wegen der aufgeweichten Böden die Holzernte erschwert und verzögert und auch unerwünschten Pflanzen wie Brombeeren zu einem verstärkten Wachstum verholfen. Was Schädlinge wie Borkenkäfer, Frostspanner, Eichenwickler und Eichenprozessionsspinner angehe, so hielt sich der Befall in diesem Jahr in Grenzen, muss jedoch auch 2014 genau beobachtet werden. Stürme und entsprechende Schäden habe es 2013 so gut wie keine gegeben, so Frau Dr. Peck. Die Erlöse aus dem Holzverkauf hätten sich in diesem Jahr besser als erwartet entwickelt. Auf dieser Grundlage könne man die Bewirtschaftung des Waldes im Jahr 2014 beruhigt angehen. Im kommenden Jahr werde auch die so genannte Forsteinrichtung erarbeitet, das ist die auf die kommenden zehn Jahre angelegte grundlegende Planung für die Waldbewirtschaftung, aus der die jährlichen Betriebspläne entwickelt werden. Oberster Grundsatz sei dabei das aus der Forstwirtschaft heraus entstandene Prinzip der Nachhaltigkeit.
Revierförster Jürgen Weis stellte den Mitgliedern des Ratsgremiums die Planung für den Murrer Gemeindewald im kommenden Jahr im Detail vor. Vorgesehen ist der Einschlag von 590 Festmetern Holz, etwas weniger als in den vergangenen Jahren. Außerdem seien die üblichen und notwendigen Maßnahmen der Jungbestandspflege, der Unterhaltung der Waldwege und der Schutz nachwachsender junger Eichen vor Verbiss geplant. In den Aufforstungsflächen auf der ehemaligen Obstanlage seien zum Teil rätselhafte Verluste von jungen Bäumen zu beobachten, denen man mit geeigneten Maßnahmen wie gezielte Nährstoffversorgung oder Bekämpfung des Mäusebefalls zu begegnen versuche.
Den für 2014 vorgesehenen Ausgaben von 34.010 Euro für Holzfällung und -aufarbeitung, Personal, Jungbestandspflege, Wegeunterhaltung und anderes stehen erwartete Einnahmen in Höhe von 32.400 Euro gegenüber, so dass das Haushaltsjahr 2014 nach der Planung mit einer "schwarzen Null" abschließen werde. Weis wies jedoch darauf hin, dass im Wald immer die Natur das letzte Wort habe und man den Verlauf des Jahres abwarten müsse.
Bürgermeister Torsten Bartzsch dankte zum Schluss dem Revierförster und den Waldarbeitern für die Arbeit im Murrer Gemeindewald und wies auf den am 28. Dezember 2013, 10 Uhr, stattfindenden, traditionellen Holzverkauf hin. Darauf stimmten die Ratsdamen und -herren dem Betriebsplan 2014 einstimmig zu.

Neubau des Mehrfamilienhauses "Quartier am Kirchplatz": Vergabe weiterer Arbeiten
Auf Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch vergab der Gemeinderat die Arbeiten für weitere Gewerke für den Neubau eines Mehrfamilienhauses im "Quartier am Kirchplatz", um den weiteren zügigen Baufortschritt sicherzustellen. Im Einzelnen wurden die Aufträge für Bodenbeläge und Parkett, für Fliesen und Platten, für die Garagentore, für Kellertrennwände, für Malerarbeiten, die Schließanlage und für Schlosserarbeiten an die jeweils günstigsten Bieter vergeben. Nach Auskunft des Schultes liege man mit den Aufträgen genau im Kostenrahmen und werde voraussichtlich bei dem Bauprojekt in finanzieller Hinsicht eine "Punktlandung" erreichen.

Änderung der Bebauungspläne "Egarten I" und "Egarten III/Bottenäcker
Am 17. September 2013 hat der Gemeinderat auf Anregung des Landratsamtes Ludwigsburg mit dem Aufstellungsbeschluss eine Änderung der bestehenden Bebauungspläne "Egarten I" und "Egarten III/Bottenäcker" eingeleitet (s. diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Mit der Änderung dieser beiden Bebauungspläne soll im Interesse der Rechtssicherheit für zwei Grundstücke eine Abweichung von der ursprünglich festgelegten "offenen Bauweise" ermöglicht werden, so dass dort - wie bereits in Bauanträgen geplant bzw. schon realisiert - auch Gebäude mit bis zu 150 Metern Länge möglich sind. Die Gemeindeverwaltung und das Verbandsbauamt Großbottwar haben einen Bebauungsplan-Entwurf erarbeitet, in dem diese Regelung aufgenommen ist und darüber hinaus noch die Regelung eines Pflanzgebots den tatsächlich vorhandenen Verhältnissen angepasst werden soll. Weil es sich bei dem betroffenen Areal um einen Innenbereich handelt, kann nach den Worten von Hauptamtsleiter Heinz Trautwein auf Ausgleichsmaßnahmen nach dem Naturschutzrecht und einen Umweltbericht für die Bebauungsplan-Änderung verzichtet werden. Die Mitglieder des Ratsgremiums stimmten dem Entwurf einstimmig zu, der nun für einen Monat öffentlich ausgelegt wird.

29.11.2013

Umstellung des Lastschrifteinzugs vom Einzugsermächtigungsverfahren auf das SEPA-Basislastschriftverfahren

Mit Einführung der neuen Zahlungsverkehrsrichtlinien treten Vorschriften in Kraft, die sich auf das bisherige Abbuchungsverfahren auswirken.
Die Gemeinde Murr wird zum 1. Dezember 2013 auf das SEPA-Basislastschriftverfahren umstellen. Bürger/-innen, die der Gemeinde Murr eine Einzugsermächtigung erteilt haben, erhalten ab der nächsten Woche ein Schreiben, indem über die Änderungen informiert wird. Die Umstellung wird komplett über die Gemeinde Murr erfolgen. Von den Bürger/-innen ist grundsätzlich nichts weiter zu unternehmen.
Fragen zur Umstellung sowie zum Informationsschreiben beantwortet die Gemeindekasse Murr (Telefon: 07144/2699-41 / E-Mail-Adresse: mueller@murr.kdrs.de).

29.11.2013

Gemeindemitarbeiter Gerd Müller 50 Jahre im öffentlichen Dienst

Gerd Müller (Mitte) wurde von Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler (rechts) für 50 Jahre im öffentlichen Dienst geehrt
Von links: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Gerd Müller mit Urkunde, Kämmerer Albrecht Keppler

Das seltene Jubiläum von 50 Jahren im öffentlichen Dienst konnte in dieser Woche Gerd Müller, Mitarbeiter beim Bürgermeisteramt Murr, begehen. Er erhielt dafür aus den Händen von Bürgermeister Torsten Bartzsch eine von Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterzeichnete Urkunde, mit der ihm für die jahrelange treue Pflichterfüllung bei öffentlichen Dienstherren gedankt wird. Der Schultes bedankte sich auch im Namen der Gemeinde mit einem Weinpräsent bei Herrn Müller.
Gerd Müller ist seit 19 Jahren bei der Gemeinde Murr als Gemeindevollzugsbediensteter beschäftigt und sorgt in dieser Funktion hauptsächlich dafür, dass Verkehrsregeln in Murr - hauptsächlich für den ruhenden Verkehr - Beachtung finden, aber auch dafür, dass ausstehende Zahlungen und Mahngebühren erhoben werden. Der gelernte KFZ-Schlosser, der aus Hessen stammt, begann seine Laufbahn im öffentlichen Dienst beim Bahnbetriebswerk Gießen und hat dort später auch eine Ausbildung für den mittleren Beamtendienst durchlaufen. Daran schloss sich eine Zeit als Werkmeister bei der Bundesbahntochter "DB Bahnbus" an, bevor er 1978 in gleicher Funktion zum Kraftwagen-Betriebswerk Stuttgart wechselte. Anschließend übernahm Gerd Müller bei der Außenstelle Ludwigsburg die Aufgaben eines Fahrmeisters und organisierte dort bis März 1994 den gesamten Bus- und Containerverkehr. Nachdem er im März 1994 aus den Bahndiensten ausgeschieden ist, trat er am 1. April 1994 den Dienst als Vollzugsbediensteter bei der Gemeinde Murr an.
Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler dankten Herrn Müller für die lange Dienstzeit und wünschten ihm für die Zukunft alles Gute und Gesundheit.

29.11.2013

Weihnachtsbäume im Ort künden von der beginnenden Adventszeit

Die Aufstellung des großen Weihnachtsbaums auf dem
Mitarbeiter des Buahofs richten den Weihnahctsbaum vor dem Bürger- und Rathaus auf

Der November 2013 geht seinem Ende entgegen und das bedeutet auch in diesem Jahr: Die Advents- und Vorweihnachtszeit beginnt und der Jahreswechsel rückt immer näher. In dieser Zeit ist der Glanz von Lichtern besonders wichtig und so werden landauf, landab wieder Gärten, Plätze und Häuser geschmückt und Lichterketten an Gebäuden und Bäumen angebracht. Eine besonders schöne Tradition in dieser Zeit ist es, dass auch in unserer Gemeinde besondere Gebäude und Plätze weihnachtlich geschmückt werden und in der dunklen Winterzeit heimelig beleuchtet sind.
So haben die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs um Bauhofleiter Heinz Nübel die Weihnachtsbeleuchtung rund um den Dorfplatz kontrolliert und schadhafte Birnen ausgetauscht und vor wenigen Tagen rechtzeitig vor dem bevorstehenden 1. Advent wieder einen großen Weihnachtsbaum vor dem Bürger- und Rathaus aufgestellt. Diese Arbeit erfordert vom Team des Bauhofs immer wieder viel Geschick, Erfahrung und Umsicht, denn der große Baum muss mit schwerem Gerät standsicher und senkrecht aufgestellt werden. Auch an der Gemeindehalle und an anderen Stellen im Ort haben die Gemeindearbeiter für Adventsschmuck gesorgt.
Der große Baum am Dorfplatz vor dem Bürger- und Rathaus wurde auch in diesem Jahr wieder von einem Einwohner der Gemeinde gespendet, so wie auch andere Weihnachtsbäume, die unsere Gemeinde jetzt schmücken, von Privatleuten stammen. Die Gemeinde bedankt sich auf diesem Weg bei allen ganz herzlich, die ihre Nadelbäume für den weihnachtlichen Schmuck unseres Ortes zur Verfügung gestellt haben. Ihre Spenden tragen wesentlich dazu bei, dass sich unser Ort in der Vorweihnachtszeit im jahreszeitlich passenden Schmuck präsentieren kann.
Falls auch Sie im Jahr 2014 einen Weihnachtsbaum spenden möchten, so melden Sie sich bitte bei Frau Laidig im Rathaus unter der Telefonnummer 2699-0.

22.11.2013

Reges Interesse an Bürgerinformationsveranstaltung

Voll besetzt war der Bürgersaal bei der Bürger-informationsveranstaltung
Gäste im Bürgersaal mit Blick auf die Leinwand

Der voll besetzte Bürgersaal zeigte am Donnerstag, 14. November 2013, das rege Interesse der Murrerinnen und Murrer an der Bürgerinformationsveranstaltung, zu der Bürgermeister Torsten Bartzsch eingeladen hatte. Rund 150 Bürgerinnen und Bürger, darunter etliche Mitglieder des Gemeinderats, waren gekommen, um sich über aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen der Gemeinde und insbesondere die Ortskernsanierung zu informieren.
Bürgermeister Torsten Bartzsch freute sich über die gute Resonanz und gab den Anwesenden nach der Begrüßung einen Überblick über die Maßnahmen, Projekte und Entwicklungen in Murr in der jüngsten Vergangenheit. Er ging dabei unter anderem auf die laufenden Baumaßnahmen, die Errichtung von Urnengräbern mit Stelen im Alten Friedhof, den Ausbau der Kinder- und Schüler-Betreuung in den letzten Monaten, die Arbeit des Jugendhauses, den Abschluss neuer Konzessionsverträge für die Strom- und Gasversorgung, Maßnahmen der Gemeinde im Bereich des Umwelt- und Landschaftsschutzes, die Leistungsschau Anfang September, die Erweiterung und Sanierung des Umkleidegebäudes des SGV Murr und die Erweiterung der Garagen am DRK-Vereinsheim "Alter Bahnhof" sowie die Einführung von Internet-Dienstleistungen bei der Ortsbücherei Murr ein.
In einem Ausblick auf die nahe Zukunft nannte Bartzsch unter anderem weitere Baumaßnahmen und -projekte in der Ortsmitte und die fällige Sanierung von Gemeindegebäuden, die Sanierung und Fertigstellung von Straßen, Überlegungen zur künftigen Nutzung leer stehender Räume im Schulgebäude und zur Zukunft der Wärmehalle im Freibad "Wellarium", und ging auf den Wechsel im Hauptamt der Gemeinde (Ruhestand von Herrn Trautwein nach 42 Jahren und 2 Monaten und Nachfolge von Frau Keller), die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr und das für den 13. und 14. September 2014 vorgesehene Dorfplatzfest ein.
Der Schultes übergab anschließend das Wort an Gabriele Siegele und Sabine Morar vom Sanierungsberater der Gemeinde, der "LBBW Immobilien Kommunalentwicklung". Siegele erläuterte, was sich in den beiden bisherigen Verfahren zur Ortskernsanierung in Murr (1984 bis 1998 und 2002 bis 2013) getan hat: Schaffung der neuen Ortsmitte mit Bürger- und Rathaus, Dorfplatz und Wohn- und Geschäftshäusern, Umgestaltung und Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt, Schaffung neuen Wohnraums und von Gewerbeobjekten im innerörtlichen Bereich (unter anderem im Quartier an der Hardtlinde, im Bereich Mühlgasse 2 bis 6, im Quartier am Kirchplatz und Grundstücken im Mittleren Gässle). Dabei habe die Gemeinde, so Frau Siegele, durch weit vorausschauenden Grunderwerb viel zur Modernisierung und Weiterentwicklung des Ortskerns beigetragen; man könne von einem "Murrer Modell" sprechen. Viele private Maßnahmen zur Erneuerung vorhandener Wohngebäude und Schaffung neuen Wohnraums nach Abbruch alter Gebäude seien durch die Ortskernsanierung angestoßen, gefördert und ermöglicht worden, so Siegele, und zählte beeindruckend viele Beispiele dafür auf. Insgesamt 21 neue, zeitgemäße Wohnungen seien unter dem Strich durch die Ortskernsanierung bislang geschaffen worden.
Hauptamtsleiter Heinz Trautwein lieferte ergänzend dazu einige Zahlen über die finanziellen Dimensionen des Sanierungsverfahrens "Ortskern Murr II" (2002 bis 2013). So habe die Gemeinde für Grunderwerb gut 2,61 Millionen Euro ausgegeben. Hinzu kamen Posten für die vorbereitenden Untersuchungen, notwendige Bebauungspläne, den Umbau der Hindenburgstraße, Gebäudeabbrüche und Förderung privater Modernisierungen, so dass die Gemeinde insgesamt bislang ca. 4,71 Millionen Euro für die Ortskernsanierung ausgegeben hat. Dem standen Einnahmen aus Zuschüssen des Landes, durch erfolgte oder künftige Grundstückserlöse und von der Gemeinde selber in Höhe von rund 5,81 Millionen Euro gegenüber. Der rechnerische Überschuss von rund 1,09 Millionen Euro bildet die Grundlage für den vom Land zugesagten Förderrahmen des neuen, in Vorbereitung befindlichen Sanierungsverfahrens "Ortskern Murr III", für das bereits die gesetzlich vorgeschriebenen "Vorbereitenden Untersuchungen" angelaufen seien.
Über diese und die genaue Abgrenzung des neuen Sanierungsgebietes informierte anschließend Sabine Morar von der "LBBW Immobilien Kommunalentwicklung". Die Eigentümer von Immobilien dort sind zu der Informationsveranstaltung eigens eingeladen worden. Für sie, so Bürgermeister Torsten Bartzsch zum Abschluss, werde am 12. Dezember 2013 auch noch eine spezielle Informationsveranstaltung in Form eines "Bürgercafés" durchgeführt, bei dem im Rahmen einer Diskussion über die zukünftige Entwicklung der Gemeinde in zwangloser Atmosphäre möglichst viele Anregungen gesammelt werden sollen.
Nachdem zum Abschluss noch einige Fragen von Zuhörern vom Schultes beantwortet worden waren, bedankte sich Bartzsch bei den Gästen für ihr Kommen und ihr Interesse und lud noch zu einem kleinen Imbiss und Umtrunk ein.

18.11.2013

Barbara Enderle 25 Jahre im Dienst der Gemeinde

Barbara Enderle (Mitte) erhält für 25 Jahre Dienst bei der Gemeinde eine Urkunde und einen Blumenstrauß von Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) und Kämmerer Albrecht Keppler (rechts)
Von links: Bürgermeister Torsten Bartzsch mit Urkunde, Barbara Enderle mit Blumenstrauß und Kämmerer Albrecht Keppler

Anfang November konnte die Gemeinde-Mitarbeiterin Barbara Enderle ihr 25-jähriges Dienstjubiläum bei der Gemeinde Murr begehen. Dafür erhielt sie von Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler eine Urkunde und einen Blumenstrauß.
Bartzsch bedankte sich bei Frau Enderle für die lange Treue zum Arbeitgeber Gemeinde und die während der 25 Jahre geleisteten treuen Dienste und engagierte Pflichterfüllung.
Frau Enderle war 1988 mit ihrer Familie nach Murr gekommen und hat zunächst als Hausmeisterin die damaligen Schulräume in der Zeppelinstraße betreut und dort für Sauberkeit gesorgt. Nach Fertigstellung der Schulhauserweiterung am Lindenweg wechselte sie im Frühjahr 1994 in das neue Schulhaus und verstärkt dort seitdem das Team um das Hausmeister-Ehepaar Saar und setzt sich für Sauberkeit und Ordnung in der Schule und der Gemeindehalle ein.
Frau Enderle erinnerte sich anlässlich ihres Dienstjubiläums an die Zeit, als sie nach Murr gekommen ist, und dankte der Gemeinde für die schnelle Möglichkeit, Arbeit zu bekommen. Auch zeigte sie sich gegenüber ihren früheren Nachbarn und Kollegen für vielfältig geleistete Hilfe in den ersten Wochen und Monaten in Murr sehr dankbar. Diese vielfältige Unterstützung habe es sehr erleichtert, in Deutschland und in Murr Fuß zu fassen und schnell heimisch zu werden.

15.11.2013

Ortsbücherei verleiht Energie-Messgerät

Energie-Messgerät

Möchten Sie wissen, wieviel Strom Ihre neue Kaffeemaschine oder der DVD-Spieler brauchen oder wieviel Strom das Aufladen des Handys kostet? Das können Sie mit dem Strom-Messgerät herausfinden, das die Ortsbücherei als eine von 1000 Bibliotheken bundesweit zur Ausleihe zur Verfügung stellt.
Um Quellen für unnötigen Stromverbrauch z. B. durch Standby-Schaltungen, die jährlich Kosten von geschätzten 5 bis 6 Milliarden Euro verursachen, und besonders stromintensive Geräte aufzuspüren, hat das Bundesumweltamt den bundesdeutschen Bibliotheken kostenlos Energiemessgeräte zum Verleihen zur Verfügung gestellt. Neben dem Messgerät beinhaltet das Paket ein Verlängerungskabel mit An- und Ausschalter und eine Bedienungsanleitung.
Das Messgerät wird zwischen Steckdose und Elektrogerät eingesteckt und zeigt an, ob beispielsweise Geräte auch im ausgeschalteten Zustand Stom verbrauchen. Tipps zum Strom- bzw. Energieeinsparen finden Sie auf der Homepage Ihres Energieversorgers, unter www.umweltbundesamt.de oder unter www.no-energy.de.

15.11.2013

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 12. November 2013)

In der turnusmäßigen öffentlichen Sitzung, zu der sich der Murrer Gemeinderat am Dienstag, dem 12. November 2013, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf, standen ein Bericht über die Arbeit des Jugendhauses "Magnet", die Erweiterung des Mini-Kindergartens und der Essensversorgung in der Schulkindbetreuung sowie Erläuterungen zum so genannten "Ökokonto" der Gemeinde auf der Tagesordnung.

Bericht über das Jugendhaus "Magnet"
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte in der Sitzung die beiden Sozialpädagogen der Gemeinde im Jugendhaus "Magnet", Ulrich Harsch und Heike Betzler. Betzler ist seit Juli 2013 in den Diensten der Gemeinde und ist als weibliche Mitarbeiterin im Jugendhaus Nachfolgerin der früheren Jugendhausleiterin Melanie Seltmann, die Anfang dieses Jahres zur Schulsozialarbeit in Schwieberdingen gewechselt war.
Ulrich Harsch berichtete denn auch von einem Jahr mit vielen Veränderungen, die den Betrieb im Jugendhaus 2013 geprägt hätten. Er habe nach dem Weggang von Frau Seltmann wieder die Leitung des Jugendhauses übernommen und mit Heike Betzler eine kompetente, erfahrene und engagierte Kollegin zur Seite.
Durch den Abbruch verschiedener alter Gebäude und begonnene Neubauten im Quartier um die Peterskirche ändere sich das Umfeld des Jugendhauses. Harsch stellte fest, dass die Einzelgespräche mit Jugendlichen oder auch Eltern stark zugenommen hätten und bei vielen ein enormer Gesprächsbedarf bestehe. Dies brauche viel Zeit.
Dies wurde auch von Heike Betzler bestätigt. Das Murrer Jugendhaus sei eines der meistbesuchten in der Umgebung und die Besucher kommen aus allen Schularten. Auch die Altersspanne sei mit 9 bis 18 Jahren sehr groß.
Eventuellen Bedenken der jetzigen und zukünftigen Nachbarn wegen des Aufenthaltes von Besuchern im Freien um das Jugendhaus versuche man schon im Vorfeld aktiv durch Gespräche zu begegnen.
Im Bericht der beiden Jugendhaus-Mitarbeiter kam auch die Ausstattung und Bausubstanz der Räume zur Sprache. In der Küche, bei den Türen und auch im Hinblick auf eine Werkstatt seien Verbesserungen wünschenswert.
Von den Mitgliedern des Gemeinderats und Bürgermeister Torsten Bartzsch wurde die Notwendigkeit des Jugendhauses betont; viele Kinder und Jugendliche finden hier ein Stück Heimat. Die Arbeit der Sozialpädagogen, auch in Verbindung mit der Schule, sei ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der Angebote für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde. Das Gremium war sich einig, dass alsbald über die Ausstattung und eventuell auch über den Standort des Jugendhauses beraten werden soll.

Erweiterung des Mini-Kindergartens
Seit Herbst 2005 besteht der so genannte Mini-Kindergarten am Mühlweg für Kinder ab 2 Jahren. Mit Eröffnung des neuen Kinderhauses "Regenbogen" ist er in einen der neuen Gruppenräume des Neubaus eingezogen. Nachdem sich der Mini-Kindergarten dort etabliert hat, soll er nun als offizielle dritte Gruppe des Kinderhauses geführt werden, so der Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch. In diesem Zusammenhang sollen die bisherigen Öffnungszeiten von 3 Stunden an drei Tagen auf 3,5 Betreuungsstunden an drei Tagen erweitert werden. Der bisherige Elternbeitrag von 65 Euro solle deshalb auf 70 Euro pro Monat angepasst werden, so der Schultes.
Die Ratsmitglieder begrüßten diesen Vorschlag zur Erweiterung des Betreuungsangebots in Murr und stimmten ihm einstimmig zu.

Erweiterung der Essensversorgung in der Schulkindbetreuung
Seit diesem Schuljahr gibt es an der Lindenschule eine eigenständige Ganztagesbetreuung für Grundschüler; die Kinder werden von Montag bis Donnerstag vor dem Unterricht von 7 Uhr und danach bis 17 Uhr betreut. Auch die Betreuungszeiten der verlässlichen Grundschule wurden zum gleichen Zeitpunkt nach Schulschluss auf 14 Uhr erweitert, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete.
Mehrere Eltern von Kindern, die dort betreut werden, wünschen, dass diese wie die Kinder in der Ganztagesbetreuung ein warmes Mittagessen in der "Tennis-Academy" am Lindenweg bekommen. Gleichzeitig, so der Schultes weiter, soll auch im Rahmen der Ferienbetreuung ab den Faschingsferien ein Mittagessen angeboten werden. Als Unkostenbeitrag für dieses Essen schlug Bartzsch einen Betrag von 4 Euro vor; die Gemeinde trage zum Essen einen Zuschuss bei.
Von den Mitgliedern des Gemeinderats wurden diese Vorschläge zur Erweiterung des Betreuungsangebots begrüßt und der vorgeschlagene Essenspreis als angemessen bezeichnet. Gelobt wurden auch die Partner, die ein gutes ausgewogenes Essensangebot für die Murrer Kinder gewährleisten.

Ökokonto
Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte Hauptamtsleiter Heinz Trautwein das von der Gemeinde geführte Ökokonto für Maßnahmen zum Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft und die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür. Auf dem Ökokonto können Ausgleichsmaßnahmen auch schon vor tatsächlichen Eingriffen quasi "angespart" und mit später realisierten Bauplanungen (zum Beispiel für Straßen- oder Gewässerprojekte und für Bebauungspläne) "verrechnet" werden. Nach Trautweins Worten gebe es zum Einen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach dem Naturschutzrecht und zum Anderen solche nach dem Baugesetzbuch für die Neuplanung von Baugebieten in Bebauungsplänen.
Während die naturschutzrechtlichen Maßnahmen detailliert bewertet würden, der Zustimmung der Naturschutzbehörde bedürfen und auch gehandelt werden dürften, gebe es für Maßnahmen nach dem Baugesetzbuch keine so strengen Vorgaben. Da es in Murr Eingriffe in Natur und Landschaft lediglich aufgrund von Bebauungsplänen gebe, sei es nicht notwendig, so Trautwein, ein Ökokonto nach der sehr aufwändigen Ökokonto-Verordnung auf der Grundlage des Naturschutzrechts zu führen; die einfachere Variante des Ökokontos nach dem Baugesetzbuch reiche für Murr aus. Das Landratsamt als Naturschutzbehörde habe diesem Vorgehen zugestimmt.
Trautwein nannte als Beispiel für Ausgleichsmaßnahmen in Murr vor allem die Aufforstung der ehemaligen Obstanlage am Talhang der Murr. Diese konnte bereits unter anderem als Kompensation für die Neubaugebiete "Langes Feld VI" oder die vor kurzem erfolgte Asphaltierung eines Feldweges im Bereich der Honatskelter herangezogen werden.

15.11.2013

„Kreuz & Quer“ im Kleinen Saal

Szenenbild mit den beiden Clowns des Theaters "Kreuz & Quer"

Am Donnerstag, dem 7. November 2013, hatte die Ortsbücherei alle Vorschulkinder unserer Kindergärten zu einem Theaterstück des Kindertheaters "Kreuz & Quer" eingeladen. Da die zwei Clowns, im wirklichen Leben Rainer Besel und Esther Krause-Paulus genannt, sich nicht einigen konnten, ob das Märchen Aschenputtel oder Aschenbrödel heißt, nannten Sie das Stück "Das Aschenputtelbrödel".
Grimm hat Essen gekocht, eine Suppe mit Erbsen und Linsen. Aber Gebrr mag keine Erbsen und Linsen. Sie möchte irgendwas mit Nudeln in Tomatensoße. Und schon ist der Krach vorprogrammiert.
Es dauert eine Weile, bis sich Grimm erweichen lässt und sie sich einigen. Sie isst die Suppe, wenn Grimm ihr ein Märchen vorliest und sie die Prinzessin sein darf. Da die Rolle ihr aber stellenweise nicht behagt, da alle, die Stiefmutter und Stieftochter, so gemein zu ihr sind, darf sie auch mal der Prinz sein.
Die Requisiten werden alle der aufgebauten Küche entwendet. Da wird aus der Schürze die Haube der Stiefmutter, aus dem Sieb die Krone des Prinzen, das Wischtuch wird zum Ballkleid, die Sprühflasche zum Zepter, die Knoblauchkette zum Geschmeide und der Wischmop wird zum langen blonden Haar.
Schlussendlich besteht das Hochzeitsessen aus Nudeln in Tomatensoße und alle sind glücklich und zufrieden.
Zufrieden waren auch die Kinder und die Erzieherinnen. Sie hatten viel Spaß und haben viel gelacht über unsere beiden Clowns.

08.11.2013

Kindergarten und Diabetes Typ 1?

Von links: Erzieherinnen Olga Kretzchamr und Katja Börkircher und Kindergartenkind

Für Katja Börkircher und Olga Kretzchmar kein Problem!

"Ihr Sohn hat Diabetes Typ 1 - er muss sein Leben lang Insulin spritzen!" Diese niederschmetternde Diagnose bekamen wir im August 2012. Unser Sohn Phil-Jannik war zu diesem Zeitpunkt gerade mal 3,5 Jahre alt.
4 Mal am Tag Insulin spritzen, 10 Mal am Tag Blutzucker messen - Schock, Unsicherheit,Wut, Traurigkeit und vor allem Zukunftstangst.....ein Wechselbad der Gefühle.
Voll mit diesen Emotionen ging ich letzten September am 1. Kindi-Tag nach den Sommerferien zu unseren Erzieherinnen Katja und Olga. Ich weinte, als ich von Phils Erkrankung erzählte. Mit Mitgefühl und Anteilnahme fragten sie mich nur: "Was müssen wir tun, was müssen wir beachten?" Diesen Moment und diese Worte werde ich wohl nie vergessen. Sie gaben mir Hoffnung, dass Phil bald wieder in seinen geliebten Kindi gehen kann und für ihn wieder ein Stück mehr Normalität gegeben ist.
Noch in der selben Woche wurden Katja und Olga von unserer Diabetesberaterin aus dem Klinikum Ludwigsburg im Umgang mit der Erkrankung geschult und Phil konnte direkt im Anschluss wieder am Kindi-Geschehen teilnehmen. Mein Mann und ich besuchten mehrmals den Morgenkreis im Kindi und erzählten den anderen Kindern von Phils Erkrankung. Die Kinder waren von Anfang an aufgeschlossen und wissbegierig und schauen auch heute noch interessiert beim Blutzuckermessen zu.
Katja und Olga haben sich engagiert und motiviert mit dieser chronischen Stoffwechselerkrankung auseinandergesetzt. Blutzuckermessen ist für Katja zum Alltag geworden. Über- und Unterzucker wird mit großer Sorgfalt behandelt und wir stehen in sehr engem Kontakt miteinander.
Im April diesen Jahres bekam Phil eine Insulinpumpe. Auch diese neue technische Herausforderung wurde von Katja selbstverständlich angenommen. Nach einer Einführung in die Pumpen-Technik bedient Katja die Insulinpumpe selbständig. Sie gibt für Phils Vesper, ein Stück Geburtstagskuchen, Plätzchen oder die leckeren Kleinigkeiten an den Kochtagen die entsprechende Menge an Insulin über die Pumpe ab.
Wir wissen, dass dieses Engagement und diese Hilfestellung nicht selbstverständlich sind und genau deshalb wissen wir dieses Glück auch besonders zu schätzen. Wir danken Katja und Olga von ganzem Herzen für die tolle Betreuung, das Engagement und ihre Hilfe im Diabetes-Alltag.
Herzlichst Ihre Familie Heike und Ingo Steck mit Ben und Phil
P.S.: Betroffene Eltern und Angehörige finden Hilfe bei der Stiftung Dianino und der Selbsthilfegruppe der Sweet-Kids in Ludwigsburg.
Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag!

08.11.2013

Kindergarten-Elternbeirat im Kindergartenjahr 2013/2014

In den vergangenen Wochen wurden für jede Kindergartengruppe aus der Mitte der Eltern jeweils ein Mitglied und ein stellvertretendes Mitglied für den Elternbeirat gewählt. Der Elternbeirat hat die Aufgabe, die Erziehungsarbeit im Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Elternhaus und Träger zu fördern.
Als Mitglieder und stellvertretende Mitglieder des Elternbeirats wurden für die Kindergärten und für das Kinderhaus folgende Personen gewählt:

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Börkircher:
Frau Stephanie Peter, Gottlieb-Daimler-Str. 29, Tel. 13 06 96 1
Frau Svenja Arnold, Brahmsweg 1, Tel. 33 42 32 9

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Klingenberg:
Frau Diana Friedrich, Schillerstr. 24, 71711 Murr, Tel. 26 10 17 5
Frau Wanda Krauß, Blankensteinstr. 1, 71711 Murr, Tel.99 87 12 8

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Gravenhorst:
Frau Corinna Schmiedt, Hindenburgstr. 74, 71711 Murr, Tel. 16 04 27 0
Frau Irmgard Brokop, Götzenbergweg 1, 71711 Murr, Tel. 27 82 52

Kindergarten Lindenweg - Gruppe Blank:
Frau Kathleen Jeschke, Schillerstr. 7, 71711 Murr, Tel. 33 42 33 5
Frau Kathleen Bertram, Steinäckerstr. 27/1, 71711 Murr, Tel. 13 02 06 2

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Jurka:
Frau Melanie Ziegler, Flößerweg 1, 71711 Murr, Tel. 89 46 80
Antje Rupp, Dorfweg 30, 71711 Murr, Tel. 89 46 30

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Wallner-Gerlach:
Frau Heidi Forte, Brückenstraße 15, 71711 Murr, Tel. 0172/8966419
Bianca Hermann, Harzbergweg 3/1, 71711 Murr, Tel. 13 02 99 8

Kindergarten Murrer Strolche - Gruppe Buchstab:
Frau Corina Corvino-Seitz, Lerchenweg 6/1, 71711 Murr, Tel. 81 62 50 0
Frau Stephanie Fischle, Neuer Weg 29, 71711 Murr, Tel. 33 44 31 4

Kindergarten Pfarrgasse - Gruppe Eschl:
Frau Stefanie Jaschke, Lagauer Weg 15, 71711 Murr
Frau Susanne Köpf, Bottenäckerstraße 11, 71711 Murr
Frau Sandra Sommer, Riedstraße 23, 71711 Murr

Kindergarten Pfarrgasse - Gruppe Waldbüßer:
Frau Giusi Sombetzki, Dorfweg 17, 71711 Murr

Kinderhaus Regenbogen - Gruppe Nägele:
Frau Sabine Retter, Heerweg 33, 71717 Beilstein
Frau Irene Bach, Gottlieb-Daimler-Straße 31, 71711 Murr

Kinderhaus Regenborgen - Gruppe Zimmermann:
Frau Stephanie Siebert, Murrgässle 3, 71711 Murr
Frau Sabine Happold, Burgunderstr. 7, 71711 Murr

08.11.2013

Eiserne Hochzeit von Herta und Gerhard Heß

Von links: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Herta Heß und Gerhard Heß

Am 6. November 2013 konnte das Ehepaar Herta und Gerhard Heß das seltene Fest der Eisernen Hochzeit feiern.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihnen anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen. Sogar vom Bundespräsidenten erhielten die Jubilare ein Glückwunschschreiben.
Frau Heß ist in Steinheim geboren und aufgewachsen. Im Ort begegneten sich die beiden Jugendlichen immer wieder und kamen sich dann beim Tanzen näher. Die Hochzeit fand vor 65 Jahren in der Steinheimer Martinskirche statt. Seit 1977 wohnen sie in Murr.
Wir wünschen dem Ehepaar Heß weiterhin alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen im Kreise der Familie.

08.11.2013

Abstrakte Bilder mit ruhevollem oder meditativem Ausdruck

Ausstellung mit Werken von Sylke Alma Klopsch und Annerose Lechner im Bürger- und Rathaus

Im Bürger- und Rathaus Murr öffnen sich für Besucher und Gemeindemitarbeiter "Lichtblicke", wie der Titel einer Ausstellung mit Werken der Malerinnen Sylke Alma Klopsch aus der Nähe von Pforzheim und Annerose Lechner aus Ludwigsburg verrät. Sie sind Mitglieder des Verbandes Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg, Region Ludwigsburg, (VBKW). In Zusammenarbeit mit diesem veranstaltet das Kulturamt der Gemeinde Murr die bis zum 19. Januar 2014 gezeigte Präsentation zeitgenössischer Kunst aus unserer Region.
Am Sonntag, 3. November 2013, wurde die Ausstellung von Bürgermeister Torsten Bartzsch eröffnet, der in der Begrüßung der etwa 100 Besucherinnen und Besucher der Vernissage seine Freude zum Ausdruck brachte, dass Sylke Alma Klopsch und Annerose Lechner mit ihren farben- und formenreichen Bildern Anregungen zu eigenen Interpretationen bei den Betrachtern auslösen können. In die Werke führte gewohnt sachkundig und fundiert die Kunsthistorikerin Monika Will M. A. aus Leonberg ein.
Musikalisch beschwingt und unbeschwert umrahmte das von der mit elegantem Bogenstrich musizierenden Geigerin Katharina Wibmer geleitete Ensemble "Rózsák", dem auch die ambitionierten Musikerinnen Petra Jänsch, Monika Nuber und Sigrun Kilger angehören. Sie spielten Folklore aus den Balkanländern, aber auch Melodien der Roma und Sinti und unterhielten die Vernissagenbesucher auf hohem musikalischen Niveau.
Im Foyer und im Obergeschoss des Bürger- und Rathauses sind Werke beider Künstlerinnen zu sehen. Einige davon wurden hoch über den Köpfen der Besucher an den Wänden entlang der Empore gehängt. Sie vermitteln erste Eindrücke vom subtilen Malstil von Sylke Alma Klopsch und Annerose Lechner. Beide bewegen sich im Bereich der abstrakten Malerei und entfalteten darin jede für sich einen sehr individuell geprägten Stil.
So fällt beispielsweise an den Exponaten von Sylke Alma Klopsch auf, dass die 1943 in Kiel geborene Künstlerin vorzugsweise die selten angewandte Technik der Emaillemalerei nutzte, um auf diese Weise kleinformatige Werke zu gestalten, die mit ihren kraftvoll leuchtenden, zugleich mit Glanz schimmernden Farben ansprechen. Auf Kupferplatten ließ sie diese Arbeiten entstehen, die einen ruhevollen Ausdruck vermitteln. Dagegen wirken die mit Acrylfarben und in Mischtechniken geschaffenen Bilder bewegter, zumal die Malerin in die mit sanften, zarten Farben angelegten Flächen vital bewegte grafische Elemente in hellen Nuancen einfügte. Gelegentlich ritzte sie die Flächen allerdings auch vorsichtig ein, wodurch gleichfalls eine feine Liniatur sichtbar wurde. In anderen, als Collagen gestalteten Bildern malte Sylke Alma Klopsch schmale, aufstrebende schwarze oder weinrote Formen, die den Vorgang des Wachsens in der Natur symbolisieren. Bildflächen strukturierte die Künstlerin immer wieder auch mit akkurat eingefügten, differenziert farbigen rechteckigen Formen.
Annerose Lechner wurde 1950 in Leipzig geboren und blickt, ähnlich wie ihre Kollegin Sylke Alma Klopsch, auf eine lange Reihe von Ausstellungen in unserer Region und in vielen Teilen Deutschlands zurück. Sie wandte neben der Acrylmalerei auch verschiedene weitere Techniken an, beispielsweise die Collage oder Frottage und sie beherrscht zudem die Druckgrafik in Form des Farbholzdrucks perfekt. Sie bevorzugte für ihre abstrakten, zum Teil auch großformatigen Bilder helle und lichte Farben, die sie jedoch in beachtlicher Souveränität überaus nuancenreich einzusetzen vermochte. Pigmente wählte die Künstlerin gleichfalls zur Gestaltung von Bildern. Die von Annerose Lechner artikulierte Formensprache ist vielfältig, weil in ihren Bildern häufig klare Gliederungen der Flächen auffallen, in einigen Werken aber auch Emotionalität zutage trat, von der sich die Künstlerin bei der Schaffung ihrer Werke offenbar leiten ließ. Kunstvoll ist überdies die Vermengung verschiedenartiger Techniken, etwa der Collage mit dem Holzdruck, oder indem sie Wachs mit Acrylfarben zur Bildschöpfung einsetzte. Die überwiegende Zahl der im Bürger- und Rathaus ausgestellten Bilder von Annerose Lechner spricht die Betrachter mit ruhigem, durchaus auch meditativem Ausdruck an.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, montags bis donnerstags auch ab 13.30 Uhr, montags bis 18 Uhr, dienstags und mittwochs bis 16.30 Uhr, donnerstags bis 17.30 Uhr. Am letzten Tag der Ausstellung, dem 19. Januar 2014, sind die Künstlerinnen von 11 bis 17 Uhr im Bürger- und Rathaus anwesend. (Rudolf Wesner)

25.10.2013

Neubesetzung der Hauptamtsleiterstelle

Frau Brigitte Keller

Der Gemeinderat hat Frau Brigitte Keller aus Oberstenfeld in seiner letzten Sitzung zur neuen Hauptamtsleiterin gewählt. Frau Keller arbeitet derzeit als stellvertretende Hauptamtsleiterin bei der Stadt Großbottwar und soll zum 1. Januar 2014 in Murr beginnen.
Nach ihrer Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst war sie zunächst bei der Stadt Freiberg im Baurechts- und Ordnungsamt tätig, anschließend Bauamtsleiterin in Großbottwar.
Frau Keller tritt die Nachfolge von Herrn Trautwein an, der zum 31. März 2014 in den Ruhestand gehen wird.

21.10.2013

Dieter Hallmann informierte über Windrad der Engergiegenossenschaft Ingersheim

Im Rahmen der Themenwoche "Umweltschutz geht uns alle an" hatte die Ortsbücherei am Freitag, 11. Oktober 2013, Dieter Hallmann, Mitglied des Vorstandes der Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG, in den Kleinen Saal des Murrer Bürger- und Rathauses eingeladen. In seiner Präsentation legte er eine beeindruckende Bilanz des ersten Betriebsjahres vor.
Über 150 Besuchergruppen zeugen von nach wie vor ungebrochenem Interesse von Bevölkerung und Politik am "Bürgerwindrad", das - wohl in Deutschland bisher einmalig - nicht von einer Firma aus der Privatwirtschaft, sondern von einer Genossenschaft, beaufsichtigt vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband als dritte, unabhängige Instanz, betrieben wird.
In seiner 10jährigen Vorlaufzeit - die Idee wurde auf dem Birkenhof, einem Aussiedlerhof, den der Bruder von Dieter Hallmann betreibt, geboren - hatte man schon früh Wert darauf gelegt, die örtliche Bevölkerung mit ins Boot zu nehmen. Jeder konnte Geschäftsanteile erwerben und erhielt in der Generalversammlung eine Stimme.
80% der Finanzierungskosten von rund 3,6 Mio. € wurden so über Anteile der mehr als 360 Mitglieder aufgebracht. Dass es bis heute trotzdem Gegner der Anlage gibt, ist durch die örtliche Presse bekannt. Es gelang jedoch, den Ort nicht zu spalten: "Die Leute können sich noch in die Augen sehen".
Ein weiteres wichtiges Thema war der Tierschutz. Gefährdet sind hauptsächlich Feldermäuse und Vögel, besonders Greifvögel wie der Rote Milan, der in der Nähe Horste hat. Eine Gefährdung dieser Vögel hätte das Aus für das Windrad bedeutet. Gutachten haben aber gezeigt, dass der Standort in einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Fläche mit wenig Aufkommen von (Beute-)Tieren für ein Windrad geeignet ist. Die Energiegenossenschaft hat sich freiwillig bereiterklärt, Gutachter mit der weiteren Beobachtung über drei Jahre zu beauftragen. Die vielfältigen Untersuchungen im Vorfeld haben heute sogar Vorbildcharakter für ähnliche Vorhaben, sind praktisch Standard geworden.
Die Zuhörer erfuhren außerdem einige technische Daten zur Anlage, einer Enercon-Anlage, auf dem neuesten Stand der Technik. Wegen des geringeren Geräuschaufkommens hatte man sich für eine Anlage ohne Getriebe entschieden, die bereits bei einer Windgeschwindigkeit von 2 ½ m/sek Strom erzeugt.
Auch die Höhe, die mit ca. 138 m besonders hoch erscheint, ist den neuesten technischen Standards geschuldet: "Kleinere Anlagen wird es nicht mehr geben", so Hallmann.
Mit einer Rotorleistung von maximal 2 Megawatt hat die Anlage im ersten Betriebsjahr bereits 3.600.000 Kilowattstunden ins Stromnetz eingespeist und lag damit nur 3 - 5 % unter der gutachterlichen Prognose, obwohl die Anlage zeitweise trotz guten Windes gestoppt wurde, um Schlagschatten auf Wohngebäuden zu vermeiden. Der energetische Aufwand für die Erstellung der Windkraftanlage hat sich somit bereits nach 9 Monaten Betrieb amortisiert.

21.10.2013

Kinder bauen Fledermausflachkästen

Kinder im Werkraum der Schule mit selbst gebauten Fledermausflachkästen

Im Rahmen der Themenwoche "Umweltschutz geht uns alle an" war am Donnerstag, 10. Oktober 2013, "Fledermaustag".
Nachdem die Biologin Sandra Brand am Vormittag den Schülern der 3. Klassen viel über die Tiere berichtet hatte, ging es am Nachmittag daran, Unterschlupfkästen, sogenannte Flachkästen, zu erstellen. Die Lindenschule stellte dafür den bestens ausgestatteten Werkraum zur Verfügung, die Holzteile lieferte die Firma Holzbau Bürker aus Murr.
Emsig ging es an die Arbeit. Es wurde geschraubt und gehämmert. Die handwerkliche Tätigkeit machte den Kindern sichtlich Spaß, und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Es sind noch wenige Bausätze übrig, die die Bücherei zum Preis von 10,- € abgibt. Wer Interesse hat, meldet sich in der Ortsbücherei.
Die Ortsbücherei bedankt sich ganz herzlich bei Fritz Wägerle, Martin Tinzmann und Michael Bürker und hofft, dass alle Kästen einen passenden Platz finden und bald von den kleinen Nachtschwärmern bewohnt werden.

21.10.2013

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. Oktober 2013)

Mit der anstehenden Sanierung der Zeppelinstraße, der Einführung eines Online-Ausleihsystems bei der Ortsbücherei und der Berichtigung bzw. redaktionellen Änderung einiger Gemeindesatzungen befasste sich der Gemeinderat, als er am Dienstag, 15. Oktober 2013, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammen kam.
Unter dem Tagesordnungspunkt "Bekanntgaben" kündigte Bartzsch an, dass am Donnerstag, 14. November 2013, um 19 Uhr eine Bürgerinformationsveranstaltung im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses stattfinden werde. An diesem Abend sollen die Bürgerinnen und Bürger über allgemeine, aktuelle Themen in der Gemeinde informiert werden. Speziell für die Eigentümer und Bewohner von Gebäuden im alten Ortskern werde die Fortführung der Ortskernsanierung und das Verfahren zur Einrichtung eines neuen Sanierungsgebiets "Ortskern Murr III" erläutert und Fragen dazu beantwortet.

Sanierung der Zeppelinstraße
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gemeinderat berichtete, muss die Zeppelinstraße zwischen Bahnhofstraße und Mühlgasse saniert werden. Dabei müssen in diesem Bereich Teile der Kanalisation, Teile der Wasserleitungen und der gesamte Straßenbau erneuert werden. Der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Diplom-Ingenieur Siegfried Wolf, erläuterte den Mitgliedern des Gremiums den ermittelten Sanierungsbedarf im Einzelnen und teilte mit, dass für die notwendigen Arbeiten ein Kostenaufwand von rund 250.000 Euro errechnet worden ist. Das Verbandsbauamt werde noch Kontakt zu den Versorgungsunternehmen aufnehmen, so dass diese eine Erneuerung ihrer Leitungen im Zuge der Baumaßnahme prüfen können. So könnten zum Beispiel die Stromleitungen, die in diesem Bereich zum Teil noch über Dachständer laufen, unter die Erde verlegt werden. Geplant ist die Straßensanierung für das kommende Frühjahr, so Wolf.
In der Aussprache wurde vorgeschlagen, die Zeppelinstraße über die Bahnhofstraße hinaus komplett bis hin zur Heerstraße zu sanieren, weil auch in diesem westlichen Teilstück der Straßenzustand schon lange nicht mehr zufrieden stellend ist. Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug vor, auch für dieses Teilstück die notwendigen Sanierungskosten vom Verbandsbauamt ermitteln zu lassen und dann zu entscheiden, ob die gesamte Zeppelinstraße in einem Zug oder in zwei zeitlich aufeinander folgenden Abschnitten erneuert werden soll.

Beitritt der Ortsbücherei Murr zur Online-Bibliothek des Landkreises Ludwigsburg
Seit Februar 2013 haben die Benutzer der Ortsbücherei Murr die Möglichkeit, im Medienbestand der Bücherei über das Internet von zu Hause aus zu recherchieren. Inhaber eines Leseausweises können zudem ihr Benutzerkonto einsehen und Medien vorbestellen oder die Ausleihfrist verlängern. Dieser so genannte OPAC (Online Public Access Catalogue - Öffentlich zugänglicher Online-Katalog) ist Grundlage für die Teilnahme an der Online-Bibliothek im Landkreis Ludwigsburg. Zu diesem so genannten "Onleihe"-Verbund haben sich mehrere Büchereien aus dem Landkreis zusammengeschlossen. In dem Verbund werden digitale Werke aller Art (zum Beispiel e-Books, Hörbücher, Lern-Software etc.) den registrierten Bibliotheksnutzern über das Internet zur zeitlich befristeten Benutzung als Download zur Verfügung gestellt.
In der Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch die beiden Bibliotheksmitarbeiterinnen Ursula Kindermann und Daniela Nikolaizig, die den Mitgliedern des Ratgremiums das Internet-Portal des Verbunds und seine Handhabung erläuterten. Dieses Portal hat für alle angeschlossenen Bibliotheken ein einheitliches Design und einen einheitlichen Namen. Alle Teilnehmer haben die gleichen Nutzungsrechte an den digitalen Werken, auf die sie gemeinsam zugreifen können. Diese Verbundlösung ist im Vergleich zu Einzellösungen einzelner Bibliotheken günstiger. Die Einrichtung dieses Angebots und der Beitritt der Ortsbücherei zum Onleihe-Verbund kosten einmalig etwa 4.000 Euro; jährlich entstehen laufende Kosten von etwa 2.000 Euro. Wie Ursula Kindermann mitteilte, sind die Teilnehmerzahlen dieses neuen Angebots in kurzer Zeit explosionsartig angestiegen. Bürgermeister Torsten Bartzsch sieht den vorgeschlagenen Anschluss der Murrer Ortsbücherei zum Onleihe-Verbund als wichtigen Schritt, diese beliebte Gemeindeeinrichtung für ihre Nutzer modern und aktuell zu halten. Der Gemeinderat folgte dieser Einschätzung und stimmte dem Beitritt der Ortsbücherei zur Online-Bibliothek zum 1. Januar 2014 und der Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel einstimmig zu.

Änderung von Satzungen
Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss der Gemeinderat jeweils einstimmig die Änderung bzw. Berichtigung der Verwaltungsgebührensatzung, der Friedhofsordnung, der Wasserversorgungssatzung und der Umweltschutz-Polizeiverordnung. Im Einzelnen handelte es sich um kleinere redaktionelle Korrekturen an den Satzungstexten, die keine rechtlichen Folgen haben (s. auch Rubrik "Amtliche Bekanntmachungen").

11.10.2013

An den großen Rädern drehen – Andreas Schlumberger referierte im Bürger- und Rathaus

"50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten, und wie Sie dabei auch noch Geld sparen", so lautet der Titel des Buches von Andreas Schlumberger, das im Westend-Verlag inzwischen bereits in der 5. Auflage, einer überarbeiteten Neuauflage, erschienen und in mehrere Sprachen übersetzt worden ist.
Der Autor des Buches war am vergangenen Montag im Rahmen der Themenwoche "Umweltschutz geht uns alle an" auf Einladung der Ortsbücherei zu Gast in Murr.
Die Natur habe ihn schon als Kind fasziniert, ein Grund, weshalb er Biologie studiert habe, sagte Schlumberger. Seine zweite Vorliebe gelte dem Journalismus. Als Umweltjournalist und freier Autor verband er beide Präferenzen. Seit 2008 ist er Marketingexperte bei einem Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien.
Als Biologe begann er seinen Vortrag mit einem Exkurs zum Thema Natur- und Artenschutz. Am Beispiel Frösche verdeutlichte er die Folgen davon, wenn Arten für immer verschwinden.
Die weiteren Schwerpunkte setzte Schlumberger bei den "großen Stellrädern": Heizung, Verkehr und Fleischkonsum.
Obwohl sich die öffentliche Diskussion zur Zeit auf den Strompreis fokussiert, sind die wahren Preistreiber bei den Nebenkosten die Heizkosten. Diese haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Viele Heizungsanlagen sind oft alt und wenig effizient, Wärmedämmungen fehlen ebenfalls immer noch häufig. Hier sind die Hausbesitzer gefragt, die im Moment sogar noch Fördermittel in Anspruch nehmen können.
Aus dem zweiten großen Bereich, dem Verkehr, griff Schlumberger ein spezielles Thema heraus: Die Autoreifen. Schlumbergers Tipp: Flüsterreifen, auch als Leichtlaufreifen oder Energyreifen bezeichnet, verwenden. Ein guter Flüsterreifen verringert den Rollwiderstand um bis zu 30 %, was den Benzinverbrauch um 5-8 % senkt.
Das dritte große Stellrad, das Verbraucher beinflussen können, ist der Fleischkonsum: Jeder Deutsche verzehre im Durchschnitt rund 60 Kilogramm Fleisch im Jahr, so Schlumberger, dabei zeige die Fleischproduktion ein sehr ungünstiges Verhältnis von Aufwand und Nutzen: Zur Produktion von 1 kg Rindfleisch sind knapp 10 kg Tierfutter nötig. Noch dazu scheiden Rinder Methan aus, ein Gas, das unser Klima um ein Vielfaches stärker belastet als CO2. Allein die Rinderhaltung - Waldrodung für Weiden und Futtermittel einbezogen - trägt fast so viel zum Treibhauseffekt bei wie der gesamte Autoverkehr.
Viele weitere Themen wurden angesprochen, diese und weitere Tipps sind nachzulesen im oben genannten Buch, das in der Ortsbücherei ausgeliehen werden kann.

27.09.2013

80. Geburtstag von Alfred Hekel

Alfred Hekel (links) und Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts)
Alfred Hekel (links) und Bürgermeister Torsten Bartzsch (rechts)

Am Sonntag, 22. September 2013, feierte Herr Alfred Hekel seinen 80. Geburtstag. Bürgermeister Torsten Bartzsch besuchte den Jubilar an seinem Ehrentag und überbrachte Glückwünsche und ein Präsent der Gemeinde.
Herr Hekel meldete 1953 eine Küferei mit Weinhandlung in der Kirchgasse an. Später kam eine Brennerei und ein Getränkehandel hinzu. Viele Jahre betrieb er eine Gaststätte mit Kegelbahn. Von 1975 bis 1994 saß er für die Freien Wähler im Gemeinderat. In vielen Murrer Vereinen ist er Mitglied, aktiv wirkt er immer noch bei den Carnevalsfeunden mit, die er 1975 mit gründete.
Überörtlich bekannt und geschätzt wurde er in seinem Amt als Obermeister der Fass- und Weinküferinnung Ludwigsburg und als Mitglied in der Vorstandschaft des Landesverbands der Klein- und Obstbrenner.
Wir wünschen Herrn Hekel weiterhin alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen im Kreise seiner Familie.

20.09.2013

Rathaus-Mitarbeiterin Ursula Kraski für 40 Jahre im öffentlichen Dienst geehrt

Ursula Kraski (Mitte) wird von Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) und Kämmerer Albrecht Keppler (rechts) geehrt
Von links anch rechts: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Ursula Kraski (mit Blumenstrauß), Kämmerer Albrecht Keppler

Für 40 Jahre im öffentlichen Dienst wurde in diesen Tagen die Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Ursula Kraski geehrt. Aus der Hand von Bürgermeister Torsten Bartzsch erhielt sie dafür eine Urkunde der Gemeinde, eine Urkunde des Landes (unterzeichnet von Ministerpräsident Winfried Kretschmann) und einen Blumenstrauß. Bartzsch und Kämmerer Albrecht Keppler sprachen Kraski Anerkennung für diese lange Dienstzeit aus und bedankten sich bei ihr für ihre Arbeit für die Gemeinde Murr.
Ursula Kraski hat fast die gesamten 40 Jahre (außer 3 Jahren beim Oberschulamt Stuttgart) ihrer Dienstzeit - nur unterbrochen von Mutterschutzzeiten - bei der Gemeinde Murr verbracht und im alten Rathaus und seit 1989 im Bürger- und Rathaus an den verschiedensten Stellen gearbeitet und dabei viele grundlegende Änderungen in der Arbeit einer Kommunalverwaltung miterlebt und mitgetragen.
Zunächst war sie bei der Gemeindekasse tätig, später auch im Vorzimmer des Bürgermeisters und immer wieder einmal auch als Springerin in anderen Aufgabengebieten. Besonders hat sie sich bei der Neuordnung des Gemeindearchivs nach dem Umzug der Gemeindeverwaltung ins Bürger- und Rathaus engagiert. Hier kamen ihr als echtes "Murrer Eigengewächs" ihre hervorragenden Kenntnisse der Gemeinde und ihrer Einwohnerinnen und Einwohner und ihre absolute Zuverlässigkeit und große Einsatzbereitschaft zugute.

20.09.2013

Bauarbeiten zur Erweiterung der Garagen für den DRK-Ortsverein

Das Holzgerüst des Garagenanbaus

Derzeit laufen die Bauarbeiten für die Erweiterung der Garagen für den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes am Bahnhof. Dort wird eine weitere Doppelgarage an die bereits bestehende Garage angebaut. Nachdem die Bodenplatte und die Stellfläche vor der Garage bereits errichtet wurden, ist derzeit die Firma Bürker mit den Zimmermannsarbeiten beschäftigt.
Der Neubau wird analog zur vorhandenen Garage in Holzbauweise erstellt, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten. Künftig kann somit auch das neueste Fahrzeug des DRK-Ortsvereins in einer Garage untergebracht werden. Im Innern ist eine Verbindung zwischen den Garagen eingeplant. Die Kosten belaufen sich auf ca. 47.500 Euro und werden von der Gemeinde als Grundstückseigentümer getragen.

13.09.2013

Gemeinde Murr bei Leistungsschau mit eigenem Stand vertreten

An beiden Messetagen immer gut besucht: Der Informationsstand der Gemeinde Murr auf der Leistungsschau
Der Informationsstand der Gemeinde auf der Leistungsschau

Am vergangenen Wochenende (7. und 8. September 2013) hat unter dem Motto "Murr macht Messe" nach 1983, 1993 und 2003 zum vierten Mal eine Leistungsschau des örtlichen Gewerbes stattgefunden. Auf der Grundlage einer hervorragenden Vorbereitung und Organisation durch den Handels- und Gewerbeverein Murr (HGV) und der sehr engagierten und kreativen Arbeit der über vierzig beteiligten Handels-, Handwerks-, Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe bot die Messe in der und rund um die Gemeindehalle einen breiten und vielfältigen Einblick in die Leistungskraft und den Ideenreichtum der örtlichen Betriebe. Was das örtliche Gewerbe, die vielen kleinen, die mittleren und auch die großen Unternehmen anbieten, herstellen und an Dienstleistungen erbringen, kann sich wahrlich sehen lassen und braucht auch den Vergleich mit dem Angebot in weit größeren Orten nicht zu scheuen.
Die Gemeindeverwaltung dankt an dieser Stelle noch einmal dem örtlichen Handels- und Gewerbeverein und allen teilnehmenden Betrieben für diese überzeugende Leistungsschau, durch die die wirtschaftliche Stärke unserer Gemeinde hervorragend repräsentiert wurde.
Auch die Gemeinde selber war in diesem Jahr bei der Messe mit einem Informationsstand vertreten. An Schautafeln wurde vor allem über die bauliche Entwicklung des Ortes, mit dem bereit liegenden Prospektmaterial über viele andere Themen informiert. Auch die von der Gemeindeverwaltung herausgegebenen Fotobildbände und andere Veröffentlichungen konnten an dem Stand erworben werden. Vor allem das neue Werbematerial der Gemeinde - Baumwolltaschen und Aufkleber mit dem Spruch "Murr muss man mögen" - stießen auf großes Interesse.
Bürgermeister Torsten Bartzsch und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Rathaus, die den Stand an beiden Messetagen betreuten, wurden von vielen Menschen auf die unterschiedlichsten Themen angesprochen und konnten so den Eindruck gewinnen, dass der Stand der Gemeinde gut aufgenommen wurde.

13.09.2013

Neubürger bei Kaffee und Kuchen willkommen geheißen

Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte die Neubürger im Bürgersaal und informierte über die Gemeinde
Bürgermeister Torsten Bartzsch vor den Nuebürgern im Bürgersaal
Das Gespräch stand beim Neubürgerempfang im Mittelpunkt
Neubüger mit Bürgermeister Torsten Bartzsch in geselliger Runde

Bei Kaffee und Kuchen hat Bürgermeister Torsten Bartzsch am Samstag, dem 7. September 2013, Neubürgerinnen und Neubürger an ihrem neuen Wohnort Murr willkommen geheißen. Knapp 80 Einwohnerinnen und Einwohner von den rund 500, die in den letzten beiden Jahren nach Murr gezogen sind, waren der persönlichen Einladung gefolgt und kamen im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses mit dem Schultes, mit Mitgliedern des Gemeinderates und untereinander ins Gespräch.
Bei lockerer Atmosphäre und heiterer Spätsommerstimmung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch die Gäste und lud sie im Namen der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats zu Kaffee und Kuchen ein. Anschließend stellte er die Gemeinde Murr vor und ging darauf insbesondere auf die historische Entwicklung, die gute Infrastruktur und das breite und lebendige gesellige, sportliche und kulturelle Angebot der Murrer Vereine, Gruppierungen, Kirchengemeinden und anderer Institutionen ein. Murr brauche sich auch als kleine, ländliche Gemeinde in keiner Hinsicht zu verstecken und biete alles, was eine lebendige Wohngemeinde ausmache. Auch wirtschaftlich biete Murr mit seinen gesunden Finanzen, den günstigen Steuer- und Gebührensätzen und dem sehr guten Arbeitsplatzangebot hervorragende Rahmenbedingungen, so der Schultes.
Laut Bartzsch biete der neue Wohnort den Neubürgerinnen und Neubürgern alles, was es brauche, um sich wohl fühlen zu können. Er lud die Gäste im Bürgersaal ein, sich am Gemeindeleben zu beteiligen und sich auch einzubringen, um die Gemeinde auch weiterhin lebenswert erhalten zu können.
Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch im Anschluss noch einige Fragen beantwortet hatte, lud er nach dem geselligen und informativen Kaffeenachmittag im Bürgersaal alle Anwesenden noch zu einem Besuch der an diesem Wochenende stattfindenden Leistungsschau des örtlichen Gewerbes in der Gemeindehalle ein. Der Handels- und Gewerbeverein hatte dafür eigens die Eintrittskarten spendiert.

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