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Info-Archiv

Auf dieser Seite finden Sie für etwa 1 Jahr alle wichtigen Texte, die bislang in den Rubriken "Infos aus dem Rathaus" und "Infos aus dem örtlichen Leben" veröffentlicht wurden.

28.04.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 25. April 2017)

Die 14 Mitglieder des Gemeinderats traten am Dienstag, dem 25. April 2017, unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammen.
Auf der Tagesordnung standen die Gestaltung der Außenanlagen bei den Modulbauten für Asylbewerber auf dem Grundstück Hindenburgstraße 15, die Kriminalstatistik für 2016, der Neuabschluss der Pachtverträge für Feld- und Waldjagd für die Zeit ab April 2018, die dauerhafte Einrichtung des Parkierungskonzeptes in der Ortsdurchfahrt, die Festlegung der Öffnungszeiten für die künftigen Ganztagesgruppen im Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg und der Beitritt der Gemeinde Erdmannhausen zur Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal.
Zu Beginn der Sitzung konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch vermelden, dass der Gemeinde Murr auf ihren Antrag auf Aufstockung der Fördermittel für das Sanierungsgebiet "Ortskern Murr III" vom Land zusätzliche Finanzmittel in Höhe von rund 400.000 Euro zugesagt worden seien. Mit dieser zweiten Erhöhung des ursprünglichen Förderrahmens und den Mitteln der Gemeinde können weitere Sanierungsvorhaben unterstützt und ermöglicht und so die Aufwertung des Ortskerns vorangetrieben werden.

Gestaltung der Außenanlagen an den Flüchtlingsunterkünften Hindenburgstraße 15
In den letzten Wochen wurden auf dem Grundstück Hindenburgstraße 15 die vom Gemeinderat in Auftrag gegebenen drei Modulbaukörper für die Unterbringung von Flüchtlingen aufgestellt. Im Moment läuft der Innenausbau der drei Gebäude. Gemäß dem Beschluss des Gemeinderates vom Oktober 2016 soll die Erschließung und Gestaltung des Geländes um die drei Gebäude auf Grundlage der vom Planungsbüro FPZ erarbeiteten Pläne erfolgen.
Landschafts-Architektin Heide Buff vom Büro FPZ war in der Sitzung anwesend und stellte auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch dem Gremium die Vorschläge dafür vor. Wichtig sei eine durchgehende Wegeverbindung über das Areal von der Hindenburgstraße bis in das Gebiet "Biegel".
Da in den Gebäuden nur begrenzter Raum zur Verfügung steht, sollen für jede Wohneinheit an einer zentralen Stelle abschließbare Lagerschränke aufgestellt werden. Auch Fahrradständer sowie Standorte für Mülltonnen müssen Platz finden. Ebenfalls ist ein öffentlicher Spielplatz mit einer Umrandung aus Zaun und Sträuchern geplant.
Heide Buff erläuterte den Mitgliedern des Gremiums die vorgeschlagenen Materialien und Ausführungen sowie die geplanten Pflanzen und Bäume für die Begrünung. Grundgedanke dabei sei, dass die Ausrüstung und auch die Bodenmaterialien robust, langlebig und qualitätsvoll sein sollen, um das Gelände ansprechend zu gestalten, was auch anderen späteren Nutzungen zugute kommen könne. Die vorgeschlagene Gestaltung erfordere einen Kostenrahmen von etwa 65.000 Euro.
Die Ratsdamen und -herren befürworteten die vorgeschlagene Außengestaltung und gaben sie einstimmig in Auftrag.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016
Wie jedes Jahr stellte Polizeihauptkommissar René Keißlich, Leiter des Polizeipostens Steinheim an der Murr, dem Gremium die polizeiliche Kriminalstatistik des letzten Jahres vor.
Es waren sehr positive und beruhigende Zahlen, die Kießlich präsentieren konnte, waren doch die Gesamtzahl der in Murr festgestellte Delikte und auch die schwereren Übeltaten wie Rohheitsdelikte in 2016 noch einmal zurück gegangen. Murr sei eine sichere Gemeinde, so Kießlich.
Auch die Statistik der Verkehrsunfälle sei auf niederem Niveau.
Zum Abschluss bedankte sich der Postenleiter bei Bürgermeister Torsten Bartzsch und der Gemeindeverwaltung für die problemlose Zusammenarbeit. Auch Bartzsch und Mitglieder des Ratsgremiums dankten den Beamten des Polizeipostens für ihre Arbeit im Interesse der Sicherheit der Murrerinnen und Murrer.

Jagdpachtverträge
In Murr gibt es zwei Jagdbezirke: Die Feldjagd und die Waldjagd im Hardtwald. Ende März 2018 enden für beide Bezirke die bestehenden Jagdpachtverhältnisse. Daher stand die Verlängerung bzw. Neuvergabe der Pachtverhältnisse jetzt auf der Tagesordnung des Gemeinderats.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug vor, die Pacht der Feldjagd mit dem bisherigen Pächter zu verlängern, da er immer gute Arbeit geleistet habe und seinen Pflichten als Jagdpächter stets ohne Einschränkungen nachgekommen sei.
Auch der bisherige Inhaber der Waldjagd habe stets zufriedenstellende Arbeit geleistet, was auch Revierförster Jürgen Weis bestätigt habe. Die bisherigen Mitpächter würden aus dem Pachtverhältnis ausscheiden. Dafür sollen zwei neue Mitpächter, die beide Betriebe in Murr haben, mit ins Boot geholt werden. Auch solle der Pachtpreis bei der Waldjagd sowie der pauschale Ausgleich für Wildschäden moderat erhöht werden.
Die Mitglieder des Gemeinderats pflichteten der positiven Beurteilung der beiden Jagdpächter bei und stimmten der vorgeschlagenen Pachtverlängerung ab April 2018 in beiden Fällen einstimmig zu.

Parkierungskonzept in der Ortsdurchfahrt: Dauerhafte Einrichtung
Da in der Ortsdurchfahrt der Verkehrsfluss zum Einen durch viele in kurzen Abständen parkende Autos erheblich erschwert wurde (vor allem für die Buslinien), zum Anderen aber darauf geachtet werden sollte, sie für den Durchgangsverkehr nicht zu attraktiv zu machen, hat der Gemeinderat im Jahr 2014 eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben. Auf deren Grundlage wurde ein Parkierungskonzept ausgearbeitet und in einer Bürgerversammlung im November 2014 vorgestellt, durch das die Bedürfnisse nach Parkplätzen und Stetigkeit des Verkehrs befriedigt werden sollen. Auf Beschluss des Gemeinderats vom März 2015 wurde dieses Konzept vom Landratsamt genehmigt und zunächst für eine Testphase von Juni 2016 bis März 2017 provisorisch eingerichtet.
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung mitteilte, ist die Resonanz von Bürgern, Verkehrsteilnehmern, Polizei, Landratsamt und Busunternehmen auf das Parkierungskonzept durchweg positiv. Durch die wechselseitige Anordnung von Parkplätzen seien beide Fahrtrichtungen gleichberechtigt, der Begegnungsverkehr laufe flüssiger, ohne dass der Schleichwegverkehr oder hohe Geschwindigkeiten zugenommen haben. Der Schultes schlug daher vor, das Konzept dauerhaft einzurichten. Anstelle der bisherigen Warnbaken zum Schutz der Fußgänger gegenüber den eingezeichneten Stellplätzen sollen Poller installiert werden. Die provisorischen Warnbaken vor den Parkinseln sollen durch feste Pflanzinseln mit Bordstein und niedrigem Bewuchs ersetzt werden.
In der Beratung wurde zum Teil befürchtet, bei Nacht könnten diese Pflanzinseln bei zu hoher Geschwindigkeit gefährlich werden. Auch beim Einparken auf den Stellplätzen könnten sie ein Hindernis darstellen. Die große Mehrheit des Gremiums war aber der Ansicht, die zulässige Geschwindigkeit sei allen Autofahrern bekannt. Der Gewinn für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Ort und auch die Verschönerung durch die Pflanzinseln sei sehr positiv zu bewerten.
Mit großer Mehrheit billigte das Ratsgremium demnach die dauerhafte Einrichtung des Parkierungskonzepts in Hindenburgstraße und Steinheimer Straße, dessen Umsetzung rund 13.500 Euro kosten wird.

Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg: Festlegung der Öffnungszeiten für die Ganztagesbetreuung
Am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg wird derzeit ein Anbau für zwei Kindergartengruppen in Ganztagesbetreuung errichtet. Eine bestehende Ganztagesgruppe am Kindergarten Lindenweg soll dorthin umziehen, eine Regelgruppe im Mühlweg soll in eine Ganztagesgruppe umgewandelt werden.
Bisher wurde die Ganztagesbetreuung in Murr von 7 bis 16 Uhr angeboten. Da im benachbarten Kinderhaus "Regenbogen" und in der Schulkinderbetreuung an der Lindenschule die Öffnungszeiten in den letzten Jahren auf 7 bis 17 Uhr festgelegt wurden, schlug Bürgermeister Torsten Bartzsch vor, auch in den neuen Ganztagesgruppen diese Öffnungszeit zu wählen, um das Betreuungsangebot zu vereinheitlichen. Der Personalbedarf erhöhe sich dadurch um zwei Stellen. Die Betreuungsentgelte würden auf Basis der bisherigen neun-stündigen Betreuungszeit auf zehn Stunden hochgerechnet.
Der Gemeinderat begrüßte diesen Vorschlag und stimmte ihm einstimmig zu. Er soll ab dem neuen Kindergartenjahr (1. September 2017) umgesetzt werden.

Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal: Beitritt der Gemeinde Erdmannhausen
Bei Gründung der Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal im Jahr 2002 hat sich die Gemeinde Erdmannhausen zunächst gegen eine Mitgliedschaft entschieden, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte. Da dort aber im Jahr 2016 ein Brezelmuseum eröffnet worden sei, haben sich neue touristische Möglichkeiten für Erdmannhausen ergeben, die eine Zusammenarbeit mit und in der Tourismusgemeinschaft sinnvoll erscheinen lassen. Auf Beschluss des Erdmannhausener Gemeinderats wolle die Gemeinde deshalb beitreten. Eine vollständige Einbindung in die Tourismusgemeinschaft könne nur schrittweise erfolgen, so der Schultes. Das neue Mitglied übernehme einen Mitgliedsbeitrag auf der Grundlage der bisherigen Vereinbarungen und dem Verteilungsschlüssel unter den Mitgliedskommunen.
Dem Vorschlag zum Beitritt der Gemeinde Erdmannhausen zur Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal stimmten die Ratsmitglieder einstimmig zu.

Unter dem Punkt "Verschiedenes" informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch die Mitglieder des Gremiums über die Ergebnisse einer Umfrage unter Eltern von Kindern am Kindergarten Lindenweg über die Öffnungszeiten. Nur jeweils drei Eltern hätten dabei für eine höhere Flexibilität der Betreuungszeiten in der Frühe beziehungsweise am Mittag plädiert. Aufgrund dieser geringen Nachfrage sollten die bisherigen Öffnungszeiten beibehalten werden, so der Schultes.

31.03.2017

Modulbaukörper an der Hindenburgstraße werden aufgestellt

Das vorbereitete Grundstück mit den drei Fundamenten (im Hintergrund die Hindenburgstraße)
Das Baugrundstück mit den Fundamenten und Baugerüsten
Das erste Modul wird an seinen Platz gehoben
Ein Modul schwebt am Kran in der Luft
Sorgfältig werden die einzelnen Teile mit der Bodenplatte verbunden
Ein Arbeiter verbindet das Modul mit der Bodenplatte

Eine nicht alltägliche Baumaßnahme wird in diesen Tagen in der Hindenburgstraße durchgeführt. Auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19 werden seit Anfang dieser Woche die Modulbaukörper angeliefert und aufgestellt, die der Gemeinderat für die Unterbringung von Flüchtlingen im Februar 2016 in Auftrag gegeben hat (s. Nachrichtenblatt Nr. 7 vom 19. Februar 2016, Seite 4 f.).
Nachdem im Vorfeld das Gelände vorbereitet und die Fundamente für die drei Module angelegt worden sind, wurde in der Nacht von Montag, 27. März, auf Dienstag, 28. März 2017, der erste Baukörper auf vier Tiefladern vom Herstellungsort in Wangen im Allgäu über die Autobahn zur Ausfahrt Pleidelsheim und von dort, begleitet von Polizeifahrzeugen, zum Aufbauort in der Murrer Hindenburgstraße gebracht.
Am frühen Morgen übernahmen die Monteure die Regie. Mit Hilfe eines großen Kranes wurden die vier Teile, aus denen ein Modulgebäude besteht (zwei fürs Erd- und zwei für das erste Obergeschoss), nacheinander vom Transportfahrzeug gehievt, sorgfältig an ihren Bestimmungsort gehoben und dort mit den anderen Bauteilen zusammenmontiert. Am Dienstagabend war der erste Modulbau fertig montiert. Der zweite wurde am Mittwoch aufgebaut und der dritte folgt in der kommenden Woche.
Nach der Aufstellung der drei Modulbauten folgt noch die Montage von Treppen und der Anschlüsse für Wasser, Strom, Abwasser usw. sowie die Innenausstattung, insbesondere der Einbau der Küchen. Wenn dann die Möblierung geliefert ist, sind die Gebäude auch schon bezugsfertig.

31.03.2017

Erweiterung der Zone mit eingeschränktem Haltverbot in der Hindenburgstraße

Neue Halteverbotsschilder an der Hindenburgstraße, Ecke Haugweg

Im Rahmen einer Verkehrsschau wurde in der vergangenen Woche unter Beteiligung der Straßenverkehrsbehörde, der Polizeidirektion Ludwigsburg und der Regionalbus Stuttgart GmbH nochmals die Parkierung in der Hindenburgstraße und Steinheimer Straße erörtert.
Dabei wurde angeregt, die zwischen dem Dorfplatz und der Widdumgasse bestehende Zone mit eingeschränktem Haltverbot in Richtung Steinheim bis zum Haugweg zu verlängern. Die Anordnung der Straßenverkehrsbehörde wurde Anfang dieser Woche umgesetzt.
Wir bitten, das erweiterte Parkverbot zu beachten und in der gesamten Zone nur mit Parkscheibe auf den ausgewiesenen Parkflächen zu parken.

24.03.2017

Stiehlt die Mafia Salatsetzlinge? – „Hubertus und die Mafia“ unterhielt an zwei Abenden im Bürgersaal rund 360 Zuschauer

Sorgten an zwei Abenden für viel Vergnügen (von links nach rechts): Joachim Walouch, Ina Hofferberth, Eva Luber, Tobias Ebinger, Ute Guber und Bernd Fischer sowie alle anderen Mitwirkenden
Szenenfoto aus dem Theaterstück

Vitales, bodenständiges, unterhaltsames schwäbisches Mundarttheater sehr zum Vergnügen von rund 360 Zuschauern an zwei Abenden bot die Theatergruppe des Murrer Obst- und Gartenbauvereins (OGV) am 17. und 18. März 2017 im Murrer Bürgersaal und bewies so unter anderem, dass eine schöpferische Pause von einigen Jahren und personelle Wechsel keinerlei Abstriche an der Kreativität und dem spielerischen Elan der Truppe mit sich brachten. Mit dem Stück "Hubertus und die Mafia" und ihrer großen Spielfreude trafen die sechs Akteure auf der Bühne und die vielen Mitwirkenden im Hintergrund genau das Zwerchfell ihres Publikums. Der Reiz, seinen Nachbarn, Geschäftskollegen oder die Verwandte in einer ungewohnten Rolle auf einer Theaterbühne zu erleben, machte dabei ein weiteres Stück des Theatervergnügens aus.
Seit vielen Jahren belebte und bereicherte eine sehr aktive Theatergruppe des Obst- und Gartenbauvereins nicht nur die jährlichen, vom Verein ausgerichteten Abschlussveranstaltungen des Blumenschmuckwettbewerbs in der Gemeindehalle am Wochenende des ersten Advents, sondern auch in Wiederholungsaufführungen die von der Gemeinde getragene Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr". Jeweils zwei Mal, zum Teil sogar drei Abende hintereinander wurde das Stück im Frühjahr im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses noch einmal aufgeführt und zog Jahr für Jahr Scharen von begeisterten Zuschauern an.
2012 war Schluss, der Abschied maßgeblicher Mitwirkender von der Theaterbühne bedeutete erst Mal das Aus des Bühnentreibens. Die verbleibenden Mitglieder der Gruppe waren jedoch so stark vom Theatervirus infiziert, dass sie - ermuntert von Mitgliedern des OGV und ermutigt von Neuzugängen - im letzten Jahr einen Neuanfang wagten.
Dieser ist auf Anhieb gelungen und mit dem Stück "Hubertus und die Mafia" landete die Truppe beim Abschluss des Blumenschmuckwettbewerbs Ende November 2016 gleich einen Volltreffer. Dieser wurde nun bei den zwei Wiederauflagen am 17. und 18. März 2017 im Bürgersaal eindrucksvoll wiederholt.
Bei Stücken wie "Hubertus und die Mafia" geht es nicht um Tiefgang oder einen hehren Bildungsanspruch, das weiß jeder. Doch ihr Wortwitz, die Situationskomik und haarsträubende Verwicklungen und Verwirrungen bedeuten erst recht große Ansprüche an die Akteure bei der Umsetzung. Die aktuelle Schauspielerschar des OGV hat diese Aufgabe mehr als gut und mit viel Spielfreude gelöst.
Anita (Eva Luber) und ihre Mutter Roswitha Hämmerle (Ute Guber) überlegen, wie sie dem eigenwilligen Vater Hubertus Hämmerle (Bernd Fischer) beibringen können, dass Eva einen Schwarm hat, den sie unbedingt heiraten möchte. Doch Mutter Roswitha bittet ihre Tochter eindringlich, mit dieser Botschaft zu warten, hat doch Hubertus gerade viel größere Sorgen: Da aus seinem geliebten Garten sieben Salatsetzlinge verschwunden sind, wittert der passionierte Gärtner die Mafia, internationale Hehlerbanden oder Schlimmeres am Werke. Er verpflichtet Frau und Tochter sowie seinen treuen, aber nicht besonders hellen Nachbarn Friedolin Mausloch (Joachim Walouch) und dessen resolute Frau Maria (Ina Hofferberth) dazu, mit ihm als Bürgerwehr dem drohenden Untergang des Abendlandes tapfer und entschlossen entgegenzuwirken.
Als Hubertus und Friedolin - mit Flinte und Helmen aus Salatsieben ausgerüstet - im Vorgarten bei Nacht einen vermeintlichen Eindringling unter dramatischen Umständen dingfest machen können, scheint der Verdacht bestätigt. Doch natürlich löst sich bald alles in Wohlgefallen auf: Bei dem Verdächtigen handelt es sich in Wirklichkeit um Evas Verlobten, den vollbärtigen Lehrer Georges Bizet (Tobias Ebinger) aus dem benachbarten Steinheim. Doch trotz des französischen Namens, des Bartes und der Herkunft lässt sich Hubertus erweichen und gibt dem jungen Glück - natürlich auch zur Freude von Mutter Roswitha und der Nachbarn - seinen Segen.
Einzelleistungen und das Zusammenspiel der Schauspieler auf der Bühne waren an beiden Abenden äußerst gelungen. Mit großem Gespür für Timing bei den Sprüchen und Gags und den komischen Situationen, die die Handlung bot, spielten sie das Stück schwungvoll und lebhaft. Die verschiedenen Charaktere wurden von den Akteuren überzeugend verkörpert.
Zu dem Theatervergnügen trugen auch die Mitwirkenden im Hintergrund bei: Monika Ebinger gab den Akteuren auf der Bühne als Souffleuse die notwendige Sicherheit, Frisuren und Maske wurden gekonnt von Gretel und Arno Hettig gestaltet und Thomas und Fabian Groß sorgten als Team an der Technik für richtiges Licht und guten Ton. Für alle gab es am Schluss jeweils einen herzlichen Dank und Blumen von der Vereinsführung des OGV Murr.
Nicht zuletzt trugen die Damen des LandFrauenvereins Murr mit Getränken und selbst gemachten leckeren kleinen Köstlichkeiten für das leibliche Wohl der Gäste zu zwei schönen, rundum gelungenen Theaterabenden bei. Die zwei Mal fast 180 Zuschauer im gut besetzten Bürgersaal sparten denn auch an beiden Abenden nicht mit dem Lohn für die die Bühnenkünstler und alle Mitwirkenden und spendeten lebhaften und lang anhaltenden Applaus.

13.03.2017

Spannendes Spieleturnier in der Ortsbücherei Murr

Beim Spieleturnier in der Ortsbücherei

Bereits seit vielen Jahren veranstalten wir in der Ortsbücherei während der Faschingsferien ein Spieleturnier.
Sechzehn Kinder haben sich auch in diesem Jahr wieder mit viel Spaß und Freude am Turnier beteiligt. Es wurden vier mehr oder weniger bekannte Spiele ausgewählt.
dann ging es los. In vier Gruppen wurde gegeneinander gespielt. Am Ende konnten sich Philipp, Nina und Sonya durchsetzen und gewannen je einen Gutschein vom Schreibwaren Fuchs.
Wir hoffen, dass alle Kinder einen schönen Nachmittag bei uns verlebt haben und nicht allzu enttäuscht nach Hause gegangen sind.

13.03.2017

Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet „Langes Feld VI“ haben begonnen

Die beauftragte Firma Klöpfer hat mit den Erschließungsarbeiten begonnen
Erschließungsarbeiten im Gebiet Langes Feld

Die Erschließung des Neubaugebiets "Langes Feld VI, 3. Abschnitt" und des Fichtenwegs aus dem 2. Abschnitt hat begonnen. Auf rund 2 Hektar Fläche entstehen insgesamt 42 neue Baugrundstücke.
Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf ca. 1,1 Millionen Euro.
Die Erschließungsarbeiten werden bis Herbst andauern, anschließend können die Eigentümer der Baugrundstücke mit der Bebauung ihrer Grundstücke beginnen.

24.03.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 21. März 2017)

Mit der Verabschiedung des Haushaltsplans für 2017, der Beauftragung eines Architekturbüros mit der Planung des neuen Jugendhauses am Hermannsplatz und der Entscheidung über die Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof wurden einige grundlegende Beschlüsse gefasst, als sich der Gemeinderat am Dienstag, dem 21. März 2017, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammenfand.
Die Errichtung eines weiteren Modulbaukörpers für die Unterbringung von Flüchtlingen auf einem Grundstück der Gemeinde und die Vergabe von Aufträgen für die Überprüfung des örtlichen Kanalnetzes und den Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und Gehwegen waren weitere Punkte auf der Tagesordnung.

Haushaltsplan 2017
Am 24. Januar 2017 hat der Gemeinderat den Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2017 vorberaten, jetzt lag den Mitgliedern des Gremiums die überarbeitete endgültige Fassung zur Beratung und Beschlussfassung vor. Bürgermeister Torsten Bartzsch und Kämmerer Albrecht Keppler konnten zufriedenstellende bis sehr erfreuliche Zahlen vorlegen. Gegenüber dem ersten Entwurf hätten sich keine grundlegenden Änderungen in dem Zahlenwerk ergeben, so der Schultes. Aufgrund der zu erwartenden hervorragenden Steuereinnahmen - den höchsten in der Gemeindegeschichte - können die umfangreichen Investitionsmaßnahmen, die dieses Jahr durchgeführt werden sollen, völlig aus den Einnahmen des laufenden Betriebs finanziert werden und es bleibt am Schluss sogar noch etwas als Zuführung an die Rücklage übrig.
Etliche Rekordzahlen hätte der 37. Haushaltsplan aufzuweisen, so Gemeindekämmerer Albrecht Keppler, den er in Murr vorlegen könne. Die höchsten Steuereinnahmen (11,143 Millionen Euro), das höchste Volumen des Verwaltungshaushalts (über 17 Millionen Euro) und des Vermögenshaushalts (9,1 Millionen Euro), aber auch die höchsten Personalausgaben (gut 3,5 Millionen Euro wegen des Ausbaus der Kinderbetreuung) und steigende Umlagen an Bund, Land und Kreis (insgesamt über 4,3 Millionen Euro) kennzeichnen den Etatentwurf. Aufgrund hervorragender Gewerbesteuereinnahmen - eine Folge jahrelanger vorausschauender Wirtschaftsförderung und Gewerbegebietserschließungen -, sehr guter Einnahmen aus dem Anteil an der Einkommenssteuer und aus Grundstückserlösen (vor allem im Baugebiet "Langes Feld") sei die Gemeinde in der Lage, das umfangreiche und ehrgeizige Investitionsprogramm in diesem Jahr nicht nur aus eigener Kraft, sondern sogar aus den laufenden Einnahmen zu finanzieren, ohne dass auf die Rücklage zurückgegriffen werden müsse.
Vom Neubau eines Jugendhauses über die Errichtung und Ausstattung von Unterkünften für Flüchtlinge, der Erneuerung des Blockheizkraftwerkes am Lindenweg, den Neubau für die Ganztagesbetreuung am Mühlweg, die Sanierung der Aussegnungshalle bis hin zur Sanierung und Neuanlage von Straßen in den neuen Baugebieten und der Ortskernsanierung nannte der Kämmerer eine Reihe von Investitionsmaßnahmen, die in diesem Jahr ein Gesamtvolumen von gut 6,8 Millionen Euro umfassen.
Man könne am Ende des Jahres aus dem laufenden Betrieb mit einer Zuführung an den Vermögenshaushalt in Höhe von 2,16 Millionen Euro rechnen, die voraussichtlich in voller Höhe der allgemeinen Rücklage, dem "Sparstrumpf" der Gemeinde, zugeführt werden könne.
Angesichts dieser guten Situation könnten die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer, die Gebühren für Wasser und Abwasser und alle anderen Abgaben, die in Murr im Vergleich zu anderen Gemeinden seit Jahren sehr günstig sind, beibehalten bleiben und müssten nicht erhöht werden. Der Haushaltsplan-Entwurf für 2017, so Keppler abschließend, sei ein "Rundum-Sorglos-Paket".
Bürgermeister Torsten Bartzsch und die Mitglieder des Gremiums dankten dem Kämmerer und seinem Team für die solide Arbeit im Interesse der Gemeindefinanzen. Die Gemeinde sei in der guten Lage, alles Notwendige und auch alles Wünschenswerte zu erledigen. Hinter all den guten bis sehr guten Zahlen stehe auch eine große Leistung und viel Arbeit.
Einstimmig wurde der Haushaltsplan für 2017 daraufhin vom Gemeinderat verabschiedet.

Neubau eines Jugendhauses
In einer Einwohnerversammlung am 22. Februar 2017 hat Bürgermeister Torsten Bartzsch den Werdegang und die Vorgeschichte der Entscheidung für den Neubau eines Jugendhauses am Hermannsplatz erläutert (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). In der aktuellen Sitzung des Gemeinderates stand nun die endgültige Entscheidung darüber an, ob der in der Sitzung der Bewertungskommission gekürte Siegerentwurf vom Gemeinderat endgültig befürwortet wird.
Städteplanerin Petra Zeese vom Planungsbüro FPZ, Stuttgart, beschrieb noch einmal das Verfahren und die eingereichten Entwürfe von sechs Architektur- und Planungsbüros, die im Grunde alle die Vorgaben und Rahmenbedingungen eingehalten hätten. Der vom Bewertungsgremium ausgewählte Vorschlag des Fellbacher Büros "D'Inka, Scheible, Hoffmann Architekten" überzeugte das Auswahlgremium in punkto Gestaltung, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit, Nachhaltigkeit und Einbindung in die Landschaft am meisten.
Diese Einschätzung wurde auch von den Mitgliedern des Gremiums geteilt. Sie erteilten daher dem Fellbacher Architekturbüro einstimmig den Auftrag für die weitere Planung.
Parallel zu dieser muss auch der Bebauungsplan für das Areal am Hermannsplatz geändert werden.

Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof
Am 13. Dezember 2016 hat der Gemeinderat über den schon lange gehegten Wunsch beraten, die Aussegnungshalle im Alten Friedhof zu erweitern (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Über die damals vom Murrer Architekten Peter Ludwig vorgelegten Vorschläge hinaus war es den Ratsdamen und -herren wichtig, die Halle komplett verschließen zu können und so gegen schlechte Witterung einen besseren Schutz zu bieten.
Architekt Ludwig legte dem Gremium nun die überarbeitete Planung vor. Danach soll die Halle künftig mit festen, bodentiefen Glaselementen geschlossen werden können. Eine Lüftung und eine Heizung über Heizstrahler sollen eingebaut werden. Der Zugang in die Halle werde, so Ludwig, in Zukunft ausschließlich über Süden durch eine Glastür erfolgen. Durch eine Anpassung des Geländeniveaus vor der Halle könne dies barrierefrei gestaltet werden. Die ursprünglich ermittelte Kostenschätzung steige aufgrund dieser Änderungen von rund 200.000 Euro auf etwa 242.000 Euro.
Die Mitglieder des Gremiums begrüßten die neuen Vorschläge zur Erweiterung der Halle einhellig und bezeichneten sie als sehr gelungen; die alte Aussegnungshalle werde so aufgewertet. Der Planung wurde denn auch einstimmig zugestimmt.

Errichtung eines Modulbaukörpers auf dem Grundstück Steinheimer Straße 29
Die Gemeinde ist Eigentümerin des Anwesens Steinheimer Straße 29, in dem Asylbewerber und Flüchtlinge, die der Gemeinde zugewiesen werden, untergebracht werden sollen. Neben den drei geplanten drei Modulbaukörpern, die in den nächsten Tagen auf dem Grundstück Hindenburgstraße 15 aufgestellt werden, hat die Kommune einen vierten Baukörper bestellt, der nach einem Beschluss des Gemeinderates vom 11. Oktober 2016 auf dem Grundstück Steinheimer Straße 29 errichtet werden soll.
Dafür wurde dem Gremium in der Sitzung eine Planung vorgelegt. Danach ist vorgesehen, den Modulbau südlich des bestehenden Hauses im derzeitigen Garten aufzustellen. Bei Bedarf hätte noch ein weiterer Baukörper Platz.
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch vorschlug, solle in diesem Modulbau anstatt der ursprünglich vier Wohneinheiten auf zwei Geschossen (wie bei den Bauten auf dem Areal Hindenburgstraße 15) zwei größere Wohneinheiten (pro Geschoss eine) realisiert werden. Damit seien sie insbesondere für die Unterbringung von Familien geeignet. Sollten sie einmal nicht mehr für Asylbewerber gebraucht werden, so der Schultes, könnten sie günstigen Wohnraum für einkommensschwache Wohnungssuchende bieten. Die Kosten für diesen Modulbaukörper belaufen sich auf 420.000 Euro zuzüglich Erschließung und Ausstattung. Die Heizung erfolge über eine Luft-Wärme-Pumpe.
Das Ratsgremium stimmte der Errichtung des Modulbaus an dieser Stelle einstimmig zu.

Überprüfung des örtlichen Kanalisationsnetzes
Am 24. Januar 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, eine Überprüfung des örtlichen Kanalisationsnetzes durchführen und die notwendigen Leistungen vom Verbandsbauamt Großbottwar ausschreiben zu lassen (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Dazu hatte der Leiter des Verbandsbauamtes, Ingenieur Jürgen Ruoff, jetzt das Ausschreibungsergebnis in die Sitzung mitgebracht.
Der wirtschaftlichste Bieter, die Firma Matthias Schäfer aus Winnenden, erhielt vom Gemeinderat einstimmig den Auftrag zum Angebotspreis von rund 93.500 Euro. Die Überprüfungsarbeiten könnten im Mai beginnen, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch mitteilte.

Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und Gehwegen
Am 24. Januar 2017 hat der Gemeinderat entschieden, in verschiedenen Straßen und Gehwegen den Endbelag einbauen zu lassen (siehe diesen Bericht auf der Seite Info-Archiv). Auf Grundlage des Ausschreibungsergebnisses, das von Jürgen Ruoff erläutert wurde, wurde der Auftrag für diese Arbeiten vom Gemeinderat einstimmig der Firma Eurovia Teerbau aus Renningen zum Angebotspreis von knapp 108.000 Euro erteilt. Mit den Arbeiten könne die Firma zwischen Ostern und Pfingsten starten.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch die Mitglieder des Gremiums über die aktuelle Fortschreibung des Regionalverkehrsplans. Für die Gemeinde Murr seien darin drei wichtige Ausbaumaßnahmen enthalten: Der Ausbau der Landesstraße 1115 zwischen Mundelsheim und Backnang, die Höherstufung der Dringlichkeit für den Ausbau der Landesstraße 1100 zwischen Murr und Marbach am Neckar und der Bau eines Schienenverkehrs im Bottwartal (Bottwartalbahn). Die Mitglieder des Gremiums nahmen von diesen Maßnahmen Kenntnis und befürworteten insbesondere eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Straße zwischen Murr und Marbach am Neckar, der eine hohe Dringlichkeit zugeschrieben wird.
Bartzsch wies außerdem darauf hin, dass am 4. Mai 2017 um 19 Uhr in der Gemeindehalle eine öffentliche Informationsveranstaltung über das im Bau befindliche Wohnheim für unbegleitete minderjährige Ausländer des Landratsamtes im Gewerbegebiet stattfinden werde und lud die Mitglieder des Gremiums schon jetzt dazu ein.
Am 13. Mai 2017 sei zudem ein Neubürgerempfang im Bürgersaal geplant, an dem sich auch die Murrer Vereine präsentieren könnten.

03.03.2017

Einwohnerversammlung: Entwürfe für den Jugendhaus-Neubau wurden vorgestellt

Bürgermeister Torsten Bartzsch erläutert den Entscheidungsprozess für den Neubau eines Jugendhauses
Bürgermeister Torsten Bartzsch am Rednerpult vor Einwohnerinnen und Einwohnern im Bürgersaal
Städteplanerin Petra Zeese stellt die eingegangenen Entwürfe vor
Städteplanerin Petra Zeese bei ihrem Vortrag

Die eingegangenen Entwürfe für den Neubau eines Jugendhauses konnten Bürgermeister Torsten Bartzsch und Städteplanerin Petra Zeese am 22. Februar 2017 bei einer Einwohnerversammlung im Bürgerhaus des Bürger- und Rathauses vorstellen. Die Empfehlung des vom Gemeinderat beauftragten Bewertungsgremiums aus Architekten, Vertretern des Gemeinderates, Jugendhausmitarbeitern und -besuchern und Mitarbeitern der Verwaltung favorisiert unter den sechs eingereichten Entwürfen eindeutig den des Fellbacher Architekturbüros D'Inka Scheible Hoffmann, das aus einem auf Stahlständern stehenden Holzbau besteht.
In seinen einführenden Worten blickte Bürgermeister Tortsen Bartzsch auf die intensiven Überlegungen, Beratungen und Beschlüsse zurück, die Gemeinderat und Gemeindeverwaltung zum Neubau eines Jugendhauses angestellt hatten und machte deutlich, dass sämtliche Entscheidungen - sowohl über die Frage Neubau oder nicht als auch über den Standort - nach reiflichen Überlegungen und sorgfältiger Abwägung getroffen worden seien. Ausführlich habe sich der Gemeinderat in vielen Sitzungen, auf einer Klausurtagung, bei einer Informationsfahrt und in Projektgruppensitzungen mit Fachleuten und Jugendhausmitarbeitern und -besuchern mit dem Thema beschäftigt.
Nach den Entscheidungen für einen Neubau, über den Standort am Hermannsplatz, das Raumprogramm und über die aufgeständerte Bauweise seien sechs Planungsbüros um Entwürfe gebeten worden. Diese seien eine Woche zuvor in einer ganztägigen Sitzung des Bewertungsgremiums ausführlich und intensiv begutachtet und diskutiert worden. In seiner Sitzung am 21. März 2017 werde der Gemeinderat offiziell über den Sieger des Architektenwettbewerbs entscheiden.
Städteplanerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ hat im Auftrag des Gemeinderats den Planungswettbewerb betreut und erläuterte den anwesenden Einwohnerinnen und Einwohnern ausführlich die sechs eingegangenen Entwürfe. Die Aufgabe, am Hermannsplatz ein Jugendhaus zu bauen, sei durchaus anspruchsvoll gewesen und von allen beteiligten Büros im Grundsatz gut gelöst worden. Belange des Hoch- und des Grundwasserschutzes, die Abschirmung von Lärm, die Anforderungen des Areals als Standort für das Brückenfest des Musikvereins und den Häckselplatz, den Erhalt von vielen Parkplätzen, aber auch das vorgegebene Raumprogramm und die richtige Zuordnung der Räume im Inneren des Gebäudes und vieles mehr hätten berücksichtigt werden müssen.
Was letztendlich den Ausschlag für den ausgewählten Entwurf gegeben habe, seien die richtig gewählte Architektursprache, die dem Zweck eines Jugendhauses entspreche, die konsequente Berücksichtigung der Vorgaben, die klare Gestaltung des Pfahlbaus in Holzbauweise und die Anordnung und Zuordnung der Räume im Inneren des Gebäudes sowie die Beziehung zur unmittelbaren Umgebung.
Albrecht Scheible stellte das von ihm mitgeführte Architekturbüro D'Inka Scheible Hoffmann aus Fellbach vor und gab seiner Freude Ausdruck, als Sieger aus diesem Wettbewerb hervorgegangen zu sein. In einer kleinen Auswahl stellte er andere Projekte seines Büros vor, die alle in Holzbauweise ausgeführt worden sind und von viel Erfahrung in dieser Bauweise zeugten.
Die anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner machten dann rege von der Möglichkeit Gebrauch, Fragen zu stellen und Anregungen zu äußern. Dabei kam vor allem die Park- und Verkehrssituation am Hermannsplatz, in der Kirchgasse und im Umkreis zur Sprache, die - so auch Bürgermeister Torsten Bartzsch - oft nicht einfach sei. Zudem wurde vorgeschlagen, die "unerwünschte" Nutzung des Freibereichs um das neue Jugendhaus in der warmen Jahreszeit und die potentielle Verschmutzung des Bereichs unter dem Baukörper im Auge zu behalten.
Nach dem offiziellen Ende der Einwohnerversammlung bestand bei Getränken und einem Imbiss noch Gelegenheit zum weiteren Gespräch, die von den Anwesenden rege genutzt wurde.

24.02.2017

Eiserne Hochzeit von Franz und Rosa Kreutzer

Franz und Rosa Kreutzer

Am Donnerstag, 16. Februar 2017, konnte das Ehepaar Franz und Rosa Kreutzer das seltene Fest der Eisernen Hochzeit feiern.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte ihnen bei seinem Besuch anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Das Ehepaar Kreutzer hat sich 1948 beim Tanz in Benningen, dem damaligen Wohnort von Frau Kreutzer, kennengelernt. Vier Jahre später erfolgte dann mit der Hochzeit der Umzug in die erste gemeinsame Wohnung. Herr Kreutzer selbst lebt nun schon über 70 Jahre in Murr.
Wir wünschen dem Ehepaar Kreutzer noch viele gemeinsame und harmonische Jahre bei guter Gesundheit.

24.02.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 21. Februar 2017)

Eine Vielzahl unterschiedlicher Tagesordnungspunkte stand auf der Tagesordnung, als sich der Gemeinderat am Dienstag, 21. Februar 2017, auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung traf.
Die Auftragsvergabe für die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes samt Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg, die Sanierung von Mozart- und Silcherstraße, der Bericht über die Arbeit der Ortsbücherei im vergangenen Jahr, Änderungen der Öffnungszeiten der Regelgruppe im Kindergarten Lindenweg, die Erneuerung der Beleuchtung in den Büros im Bürger- und Rathaus sowie die Erneuerung von Fenstern im Alten Rathaus, die Vergabe weiterer Gewerke für den neuen Anbau für Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg und Jahresrückblicke auf die Arbeit des Gemeindebauhofs und die Entwicklung der Gemeinde ganz allgemein im Jahr 2016 - diese Themen spiegelten in der Sitzung fast die ganze Bandbreite der Arbeit der Gemeindeverwaltung wider.

Erneuerung des Blockheizkraftwerks und der Mess-, Steuer und Regelungstechnik für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg
Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 15. November 2016 beschlossen, das vorhandene Blockheizkraftwerk (BHKW) für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg (Gemeinde- und Sporthalle, Lindenschule, Kindergarten und Bauhof) samt der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für Gemeinde- und Sporthalle zu erneuern und durch eine neue, zukunftssichere und energiesparendere Anlage zu ersetzen. Dafür wurden vom Ludwigsburger Ingenieur Ludwig Schreyer zwei Ausschreibungen durchgeführt, deren Ergebnis er nun in der Sitzung vorstellte.
Für das BHKW sind drei wertbare Angebote eingegangen, die deutlich über dem ursprünglich geschätzten Kostenrahmen liegen. Als Grund nannte der Fachmann zusätzliche Leistungen wie die Erneuerung der Abgas- und der Sanitärtechnik sowie zusätzlich notwendige Armaturen im Heizraum, die die Kostensteigerung verursacht haben. Den Auftrag vergab der Gemeinderat zu einem Preis von rund 180.000 Euro an die Firma Höss GmbH aus Schorndorf.
Der Auftrag für die Erneuerung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik ging an die Firma GiM System GmbH zum Angebotspreis von gut 100.000 Euro.

Sanierung der Mozart- und der Silcherstraße
Nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch sind die Mozart- und die Silcherstraße, die in den 1960er Jahren angelegt worden sind, "in die Jahre gekommen" und weisen einige Schäden auf. Wasserleitungen, Fahrbahn und Gehwege müssen dringend erneuert werden; im gleichen Zug sollen auch die Straßenbeleuchtung modernisiert und Freileitungen des Stromversorgers durch Erdkabel ersetzt werden. Im Hinblick auf die spätere mögliche Verlegung eines Glasfaserkabels soll ein Leerrohr in beiden Straßen eingebaut werden.
Der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Jürgen Ruoff, erläuterte die geplanten Arbeiten im Detail. Der bisherige Hochbord-Gehweg soll aufgrund der vielen Haus- und Garageneinfahrten und den daraus resultierenden Höhenunterschieden durch einen Niederbord-Gehweg ersetzt werden. Ruoff und Bartzsch wiesen darauf hin, dass die Anwohner frühzeitig über die Arbeiten informiert werden sollen und insbesondere die Erneuerung der Hausanschlüsse mit allen Eigentümern abgestimmt werden muss. Die Sanierung der beiden Straßen soll in diesem Jahr in zwei getrennten Abschnitten erfolgen. Der geschätzte Kostenaufwand dafür beträgt etwa 990.000 Euro.
Das Ratsgremium stimmte der Sanierung zu und gab eine öffentliche Ausschreibung der Arbeiten durch das Verbandsbauamt in Auftrag.

Jahresbericht der Ortsbücherei Murr
Erfreuliches konnte Büchereileiterin Ursula Kindermann in ihrem Rückblick auf die Arbeit der Ortsbücherei Murr im vergangenen Jahr berichten.
Die Ausleihzahlen sind gegenüber dem Jahr 2015 um mehr als 2.000 auf 54.409 angestiegen. Die Zahl der aktiven Benutzer ist ebenfalls leicht gewachsen, was vor allem auf deutlich gesteigerte Neuanmeldungen von Kindern zurückzuführen ist. Dies kann als Erfolg der Bemühungen gewertet werden, die Bücherei und ihr Angebot speziell auf junge Leserinnen und Leser auszurichten und das Lesen in jungen Jahren intensiv zu fördern.
Deutliche Zuwächse waren auch beim 2014 neu geschaffenen Angebot der "Onleihe" zu verzeichnen - ein Trend, der nicht nur in Murr, sondern im ganzen Landkreis festzustellen ist.
Mit Bildern gab die Büchereileiterin einen Eindruck von der Vielzahl und dem breiten Spektrum der Veranstaltungen, die die Einrichtung auch 2016 wieder auf die Beine gestellt hat - von Autorenlesungen über die Leserallye an verschiedenen Stellen im Ort, die Aktion "Heiss auf Lesen" bis hin zu Bastelnachmittagen, Vorlesestunden und Kindertheateraufführungen reichte die Bandbreite. Die Büchereileiterin hob die gute und rege Zusammenarbeit mit Schule und Kindergärten hervor.
Unter dem Beifall der Mitglieder des Gremiums dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch Büchereileiterin Ursula Kindermann und ihrem Team für die engagierte Arbeit und lobte, dass die Ortsbücherei dadurch auch 2016 wieder die beliebteste Einrichtung der Gemeinde gewesen sei.

Kindergarten Lindenweg: Änderung der Öffnungszeiten der bisherigen Regelgruppe
Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte die Ratsmitglieder darüber, man habe festgestellt, dass die einzige Regelgruppe im Kindergarten Lindenweg mit Öffnungszeiten von 8 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16 Uhr nachmittags nur noch von sehr wenig Kindern besucht werde. Um zu vermeiden, dass diese Gruppe nachmittags als einzige mit zwei Erzieherinnen und sehr wenig Kindern im Kindergarten wäre, schlug er vor, diese Gruppe ab dem nächsten Kindergartenjahr in eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten (wie die beiden anderen vorhandenen Gruppen) umzuwandeln. Die Öffnungszeiten der einzelnen Gruppen könnten dann im Zeitraum von 7 Uhr und 14 Uhr mit jeweils sechs Stunden liegen, so dass den Eltern ein flexibles Angebot gemacht werden könne, wann sie die Betreuungszeit von sechs Stunden konkret nutzen möchten.
In der Beratung wurde angesprochen, ob es nicht besser sei, die Öffnungszeiten genau festzulegen, was aber von der Ratsmehrheit als zu unflexibel angesehen wurde. Mit großer Mehrheit wurde der Vorschlag angenommen, die Regelgruppe ab September 2017 in eine Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit mit einer sechs-stündigen Betreuung im Zeitraum von 7 bis 14 Uhr umzuwandeln. Eine Erhöhung des Personalschlüssels ist nach den Worten des Schultes dabei nicht erforderlich.

Erneuerung der Bürobeleuchtung im Rathaus
In den Büroräumen des 1989 eingeweihten Bürger- und Rathauses wurden seinerzeit an den Decken Halogendampflampen mit Vorschaltgerät installiert, die ein indirektes Licht abstrahlen. Diese Technik ist nun über 25 Jahre alt, einige Vorschaltgeräte sind ausgefallen und es wird immer schwieriger, Ersatz dafür zu bekommen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug dem Gremium daher vor, die Bürobeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umzustellen. Ein Fachbüro hat dazu im Auftrag der Gemeinde die Beleuchtungssituation in den Büros des Bürgermeisteramtes analysiert und ein Beleuchtungskonzept erstellt. Auf dieser Grundlage wurde eine LED-Langfeldleuchte der Firma XAL als geeignetste Leuchte für die Büros ausgewählt.
Durch die Umrüstung kann auch enorm viel Energie eingespart werden, so der Schultes. Um 80 % reduziere sich der jährliche Strombedarf, wodurch sich die Anschaffungs- und Montagekosten von rund 34.000 Euro in etwa 6,6 Jahren amortisieren würden. Außerdem könne beim Bundesumweltministerium ein Zuschuss für diese energiesparende Maßnahme beantragt werden; dadurch würde sich die Amortisationszeit auf 4,6 Jahre verringern.
Die Ratsdamen und -herren befürworteten diese Modernisierungs- und Energiesparmaßnahme einstimmig und erteilten den Auftrag, dafür Angebote einzuholen.

Erneuerung von Fenstern im Alten Rathaus
Noch älter als das Bürger- und Rathaus ist das Alte Rathaus an der Hindenburgstraße. Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte den Gemeinderat, dass die Fenster im 1. und 2. Obergeschoss erneuert werden müssten. Insgesamt seien dies 19 Fenster. Da es sich beim Alten Rathaus um ein Kulturdenkmal handelt, müssen die neuen Fenster dem bisherigen Aussehen entsprechen und sollen daher wieder Holzfenster mit Sprossen sein. Außerdem werden die Innensimse geschliffen und neu lackiert und sechs Fenster im 1. Obergeschoss sollen einen Sonnenschutz erhalten.
Der Gemeinderat befürwortete diese Erneuerungsmaßnahme einstimmig und vergab den Auftrag an den günstigsten Bieter, die Firma Rosenberger aus Oberstenfeld, zum Angebotspreis von etwa 26.000 Euro.

Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg: Vergabe weiterer Gewerke
Der Neubau eines Traktes für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg schreitet fort. Bei der Sitzung stand die Vergabe der Gewerke Außenanlagen, Küchen in den Gruppenräumen und Verteilerküche auf der Tagesordnung. Als wirtschaftlichste Bieter wurden vom Gemeinderat mit der Herstellung der Außenanlagen die Firma Wolf, Brackenheim, zum Preis von rund 56.000 Euro, mit der Lieferung und Montage der Küchen die Firma Adelhelm, Kirchberg, zum Preis von gut 9.000 Euro und mit der Lieferung und Montage der Verteilerküche im ehemaligen Schulhaus die Firma Heinen aus Ilsfeld zum Preis von rund 22.000 Euro einstimmig beauftragt.

Bauhof der Gemeinde: Jahresrückblick
Traditionell zu Beginn eines neuen Jahres wurde im Gemeinderat auch auf die Arbeit des Gemeindebauhofs im Jahr 2016 zurückgeblickt. Bürgermeister Torsten Bartzsch hob dabei hervor, dass der Bauhof derzeit über ein gutes, stabiles und harmonisches Team verfüge, das die anstehenden vielfältigen Aufgaben engagiert, zuverlässig, zeitnah und flexibel erledige.
Die Bereiche Grünanlagen, Wasserversorgung, Pflege und Unterhaltung der Sportanlagen und der Friedhöfe und Einrichtung und Unterhaltung von Unterkünften für Flüchtlinge machen den Großteil der Arbeiten aus. Dabei sei zu sehen und zu spüren, dass vieles vom Bauhof in Eigenarbeit, mit eigenen Ideen und immer laufend erledigt werde, so dass zum Beispiel die Grünanlagen oder die beiden Friedhöfe stets einen guten, ansprechenden Eindruck machen. Auch der Zustand der Sportanlagen werde von den örtlichen, aber auch von den auswärtigen Sportlerinnen und Sportlern sehr geschätzt.
Unter dem Beifall der Mitglieder des Gremiums sprach Bürgermeister Torsten Bartzsch Bauhofleiter Markus Lischka und seiner Mannschaft großes Lob und uneingeschränkten Dank für den im letzten Jahr geleisteten Einsatz, die hohe Flexibilität und die gute Arbeit aus.

Jahresbericht 2016
Ebenfalls zur Tradition eines Jahresbeginns gehört der allgemeine Jahresbericht, den Bürgermeister Torsten Bartzsch den Mitgliedern des Gremiums vorlegt. So auch in der jüngsten Sitzung für das Jahr 2016.
Mit umfangreichen Tabellen und detaillierten Zahlen und Daten aus allen Bereichen des Gemeindelebens und der Arbeit der Gemeindeverwaltung informierte der Schultes über die Entwicklung der Gemeinde im vergangenen Jahr. Er erwähnte dabei unter anderem den Anstieg der Einwohnerzahlen (6.453 zum 31. Dezember 2016) und die rege Bautätigkeit in den letzten drei Jahren durch die Erschließung neuer Bauflächen und die Aktivierung von innerörtlichen Baulücken.
Von Mitgliedern des Gremiums wurde erwähnt, dass bei einer Gesamtzahl von 2.793 Haushalten 5.606 Fahrzeuge in Murr angemeldet seien, was darauf hindeute, dass viel Verkehr aus dem Ort selber komme. Positiv wurden die hohe Zahl von knapp 2.500 Arbeitsplätzen in Murr und der niedrige Stand der Arbeitslosigkeit hervorgehoben.

Verschiedenes
Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte dem Gremium die erfreuliche Nachricht übermitteln, dass die Süwag Energie AG einen langen Rechtsstreit über die Höhe der Stromsteuern, die die Kommunen zu zahlen haben, gewonnen hat. Die Gemeinde Murr erhält deshalb einen Betrag von rund 39.000 Euro zurück.
Der Bürgermeister dankte der Süwag Energie AG für ihr Engagement und die damit verbundene Energie, diesen langwierigen Rechtsstreit unabhängig und zu Gunsten der Kommunen geführt zu haben.

24.02.2017

Baumfällungen an der Murr

Eine Infotafel neben den gefällten Bäumen erläutert das Alt- und Totholzkonzept
Tafel mit Informationen über das Alt- und Totholzkonzept

In der vergangenen Woche mussten aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht in dem kleinen Waldstück neben dem Vereinsheim des Angelvereins mehrere Pappeln und Eschen gefällt werden. Die Fällungen wurden von den Waldarbeitern der Forstbetriebsgemeinschaft unter der Leitung von Revierförster Jürgen Weis durchgeführt.
Im Rahmen des Alt- und Totholzkonzeptes bleiben die gerodeten Bäume dort liegen.
Alt- und Totholz liefert einen wichtigen Beitrag, da es als Lebensraum für zahlreiche Arten dient und somit zur Sicherung und Stärkung der Biodiversität beiträgt.

10.02.2017

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kinderhauses Regenbogen in Betrieb genommen

Auf dem Dach des Kinderhauses Regenbogen befindet sich nun eine Photovoltaikanlage
Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kinderhauses

Zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien wurde auf dem Dach des Kinderhauses Regenbogen eine Photovoltaikanlage installiert und in den letzten Tagen in Betrieb genommen. Die Anschaffung hatte der Gemeinderat im letzten Jahr beschlossen.
Die Anlage hat eine Nennleistung von 9,9 kWp und kann pro Jahr ca. 9.000 kWh Strom produzieren. Dieser Strom soll zu ca. 57 % dem Eigenverbrauch dienen, zu ca. 43 % wird er in das Netz eingespeist.
Die Kosten für die Anlage und die Einbindung in das Netz betragen ca. 21.500 Euro.

27.01.2017

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 24. Januar 2017)

Die Vorstellung und Erläuterung des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2017 stand im Mittelpunkt der ersten öffentlichen Sitzung des neuen Jahres, zu der der Gemeinderat am Dienstag, dem 24. Januar 2017, auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammenkam. Außerdem befasste sich das Ratsgremium mit der anstehenden Prüfung des örtlichen Kanalnetzes, dem Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und wurde über die Beteiligung der Gemeinde an privaten Unternehmen und über eingegangene Spenden für gemeinnützige Zwecke informiert.

Entwurf des Haushaltsplans für 2017
Zu Beginn der Vorstellung des Haushaltsplans für das soeben begonnene Jahr 2017 zeigte sich Bürgermeister Torsten Bartzsch zufrieden mit der insgesamt stabilen wirtschaftlichen Lage, die auch der Gemeinde Murr zugute komme. Dies drücke sich vor allem in der Rekordhöhe der Steuereinnahmen aus, die dieses Jahr mit 11,14 Millionen Euro erwartet werden. Diese Mittel würden aber auch für die anstehenden Ausgaben gebraucht, denn die Gemeinde habe sich ein "sportliches" Investitions- und Ausgabenprogramm für dieses Jahr vorgenommen, so der Schultes. Allein 5,1 Millionen Euro sollen für Baumaßnahmen ausgegeben werden, so zum Beispiel für die Schaffung von Unterkünften für Asylbewerber, für den Neubau eines Jugendhauses, den neuen Anbau für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten "Murrer Strolche" im Mühlweg, die Erschließung des Neubaugebiets im "Langen Feld", die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes für die öffentlichen Gebäude am Lindenweg, die Sanierung und Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof, die Sanierung von Straßen und anderes mehr. Dies könne alles aus den für das Jahr erwarteten laufenden Einnahmen finanziert werden. Darüber hinaus kann am Jahresende voraussichtlich ein Betrag von knapp 1,45 Millionen Euro der Rücklage zugeführt werden.
Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläuterte den Ratsdamen und -herren daraufhin die wichtigsten Zahlen und Daten des Etat-Entwurfs. Mit 25 Millionen Euro weise der Gesamthaushalt ein Rekordniveau auf, auch der Verwaltungshaushalt (Einnahmen und Ausgaben des laufenden Betriebs) war mit 17 Millionen Euro noch nie in der Gemeindegeschichte so hoch. Der Vermögenshaushalt mit 8 Millionen Euro liege ebenfalls auf rekordträchtigem Niveau. Vor allem die eigenen Steuereinnahmen und hier hauptsächlich die Gewerbesteuer mit erwarteten 4,5 Millionen Euro sowie die erfreuliche Entwicklung des Gemeindeanteils an der Einkommenssteuer (prognostiziert: knapp 4 Millionen Euro) sorgen in diesem Jahr für eine stabile und starke finanzielle Grundlage.
Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes werden allgemein Steigerungen erwartet, aber durchweg in einem erwarteten und kalkulierbaren Ausmaß. So würden die Personalausgaben um rund 150.000 Euro auf gut 3,5 Millionen wachsen. Der weitere qualitative und quantitative Ausbau der Kinderbetreuung und tarifliche Verbesserungen seien die Gründe dafür. Mit einem Anteil von 21 % an den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes liegen die Personalausgaben in Murr auf einem im Vergleich zu anderen Kommunen recht günstigen Level. Folge der guten Steuerkraft der Gemeinde sei, dass auch die Umlagen an Kreis, Land und Bund in diesem Jahr von knapp 4,9 Millionen Euro auf etwa 5,2 Millionen Euro steigen. Auch die Gewerbesteuerumlage wachse um rund 100.000 Euro auf 934.000 Euro - eine direkte Folge der erwarteten guten Steuereinnahmen. Obwohl auch die Ausgaben für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand ansteigen werden, könne das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes verbessert werden und die Zuführung an den Vermögenshaushalt - den investiven Bereich des Gemeinde-Etats - werde mit knapp 2,12 Millionen Euro voraussichtlich um rund 150.000 Euro höher ausfallen als 2016, so der Kämmerer.
Die bereits erwähnten Baumaßnahmen und Investitionen mit einem Gesamtausgabevolumen von 5,1 Millionen Euro und Grunderwerb in Höhe von 1,2 Millionen Euro prägen den Vermögenshaushalt, den investiven Teil des Gesamtetats. Alles könne aber aus eigenen Mitteln finanziert werden und zudem könne die allgemeine Rücklage - der "Sparstrumpf" der Gemeinde - auf 32,4 Millionen Euro erhöht werden.
Aufgrund dieser stabilen Finanzlage könnten die zum Teil seit vielen Jahren günstigen Steuer-, Abgaben- und Gebührensätze der Gemeinde unverändert bleiben und müssten nicht erhöht werden, was allen Bürgerinnen und Bürgern, Steuerpflichtigen und Gewerbetreibenden zugute komme.
Von den Mitgliedern des Gremiums wurde der vorgestellte Haushaltsplan-Entwurf mit großer Zufriedenheit aufgenommen. Die Finanzsituation der Gemeinde sei nicht nur beruhigend, sondern hervorragend, die anstehenden vielen Aufgaben und hohen Ausgaben könnten mit ruhigem Gewissen und sogar ohne Rückgriff auf die Rücklagen angegangen werden. Hinter all den Zahlen stehe eine gute Leistung und eine langjährige vorausschauende Verwaltung der Gemeindefinanzen.
Der Etatentwurf wurde einstimmig gebilligt, wird nun weiter ausgearbeitet und in einer der nächsten Sitzungen dem Gemeinderat zur endgültigen Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

Bericht über die Beteiligung der Gemeinde an Unternehmen des privaten Rechts
Wie es die Gemeindeordnung vorschreibt, wurde dem Gemeinderat in der Sitzung der jährliche Bericht über die Beteiligung der Gemeinde Murr an Unternehmen des privaten Rechts zur Information vorgelegt. Gegenüber dem Vorjahr habe sich nichts Wesentliches geändert, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. Nachdem die frühere gemeindeeigene Kommunalbau GmbH - ein Tochterunternehmen der Kommune - nun endgültig aufgelöst sei, habe die Gemeinde außer der Mitgliedschaft in der Kleeblatt-Pflegeheime gGmbH keine nennenswerten Beteiligungen an privatwirtschaftlichen Unternehmen. Der Gemeinderat nahm diese Information zur Kenntnis.

Prüfung des örtlichen Kanalnetzes
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte zu diesem Thema den Leiter des Großbottwarer Verbandsbauamtes, Ingenieur Jürgen Ruoff. Dieser erläuterte, dass nach der Eigenkontrollverordnung des Landes das 32,5 km umfassende Kanalisationsnetz der Gemeinde alle 15 Jahre mit einer Kanalbefahrung optisch auf seinen Zustand und eventuelle Schäden überprüft werden müsse. Die letzte großflächige Überprüfung fand in den Jahren 1994 und 1995 statt. Seitdem habe sich das Kanalnetz durch Erweiterungen, Umbauten und Ausbesserungen verändert, so Ruoff, und empfahl daher, eine neuerliche Überprüfung samt Reinigung anzugehen. Die Kosten dafür betragen voraussichtlich knapp 110.000 Euro.
Der Gemeinderat stimmte der Empfehlung zu und gab eine Ausschreibung der Kanalnetzbefahrung und -überprüfung durch das Verbandsbauamt in Auftrag.

Einbau von Endbelägen in verschiedenen Straßen und Gehwegen
Bürgermeister Torsten Bartzsch gab einen Überblick, in welchen Straßen, Wegen und Gehwegen der Endbelag noch aufgebracht werden müsse. Dies werde in der Regel in neuen Baugebieten und bei neu angelegten Straßen und Gehwegen erst dann gemacht, wenn die anliegenden Grundstücke bebaut sind, um Schäden an neu errichteten Straßen und Wegen zu vermeiden. Der Einbau sämtlicher noch fehlender Beläge soll in einer Ausschreibung zusammengefasst, gesammelt ausgeschrieben und in diesem Jahr ausgeführt werden. Das Verbandsbauamt habe dafür Gesamtkosten von rund 130.000 Euro ermittelt. Die Ausschreibung der Arbeiten wurde vom Gemeinderat einstimmig in Auftrag gegeben.

Annahme von Spenden
Die baden-württembergische Gemeindeordnung schreibt vor, dass die Gemeinde Spenden und Zuwendungen zur Erfüllung ihrer Aufgabe annehmen darf und den Gemeinderat über Zahl, Höhe, Spender und Verwendungszweck der eingegangenen Spenden informieren muss. Der letzte Bericht wurde dem Ratsgremium am 26. Juli 2016 vorgelegt.
Nun informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch über die von Juli bis Dezember 2016 eingegangenen Zuwendungen. In diesem Zeitraum gingen bei der Gemeinde Spenden in der Gesamthöhe von gut 3.300 Euro ein. Als Verwendungszecke wurden der Arbeitskreis Asyl, die Freiwillige Feuerwehr und die Kindergärten angegeben. Der Gemeinderat stimmte der Annahme der Spenden und der Verwendung gemäß den Wünschen der Zuwender einstimmig zu.

20.01.2017

Süddeutsche Kammersinfonie Bietigheim gab beeindruckendes Konzert mit dem Thema Europäischer Frühling

Seit vielen Jahren Tradition, doch jedes Mal wieder eine Überraschung: Diese Überschrift könnte man über die Neujahrskonzerte setzen, die das Orchester der Süddeutschen Kammersinfonie Bietigheim und sein Leiter Peter Wallinger seit langem jeweils im Januar im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses auf Einladung der gemeindeeigenen Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" geben.
So auch in diesem Jahr, als Stücke zum Thema "Europäischer Frühling" der Komponisten Benjamin Britten, Pehr Henrik Nordgren, Ottorino Respighi und Béla Bartók sowie dazu passend ausgewählte Texte, vorgetragen vom Schauspieler, Regisseur und Musiker Johann-Michael Schneider aus Berlin, auf dem Programm standen. Diese Zusammenstellung, die engagierte, höchst differenzierte Spielweise der hochtalentierten Musiker und der lebhafte und von feinem Humor geprägte Vortrag von Johann-Michael Schneider, der sein Schaffen selber an der Schnittstelle von Schauspiel und Musik ansiedelt, machten aus dem Konzertabend ein abgerundetes, stimmungsvolles Gesamtkunstwerk, dessen Bestandteile wohl bedacht und sorgfältig aufeinander abgestimmt waren - getreu dem selbst gewählten Untertitel "Unterhaltsames aus Ost, West, Süd und Nord".
Heiter und originell war die Einleitung von Johann-Michael Schneider mit einem Text von Elias Canetti, in dem die Eigenheiten des europäischen Konzertbetriebs spöttisch beleuchtet wurden. Der Applaus des Publikums als Gegenleistung für das Musizieren des Orchesters wird darin als ein chaotischer, kurzer Lärm als Dank für einen wohlorganisierten langen beschrieben. Wundervoll die Ergänzung, die die drei Sätze der Simple Symphonie op 4. von Benjamin Britten mit ausgewählten Passagen des 1973 verstorbenen englischen Schriftstellers Wystan Hugh Auden über das Wesen von Geheimnissen oder die Eigenheiten der Liebe bildeten.
Von der 1974 geborenen Suvi Vaarla war der Text "Die Busfahrt", der die Einsamkeit der ländlichen Weiten Finnlands und die Neigung der Einheimischen zur Verschrobenheit auf das Schönste lebendig machte. Vier Spielmanns-Porträts aus Finnland des Komponisten Pehr Henrik Nordgren erweiterten den Eindruck von Weite und Melancholie nordischer Landschaften; insbesondere im Stück "Der Grübler" zeigten Wallinger und das Orchester, zu welch dynamischer, einfühlsamer und schwelgerischer Klanggestaltung sie fähig sind.
Nach der Pause ging es mit den "Gesprächen in Sizilien" des italienischen Schriftstellers Elio Vittorini nach Süden; der in Syrakus geborene Vittorini schildert hier Eindrücke und Bilder seiner eigenen Kindheit und Erinnerungen an das Essen seiner Mutter in Sizilien, die durch Schneiders Rezitationskunst geradezu vor den Augen lebendig zu werden schienen. Mit den "Antiche Danze ed Arie" von Ottorino Respighi wurden diese Bilder im Folgenden musikalisch kongenial illustriert. Der Streicherklang der Kammersinfonie reizte das ganze Spektrum von poetisch-subtil bis hin zu kräftig-lebhaft feinfühlig aus.
Genauso fein- wie hintersinnig war dann die Geschichte "Ein Held seiner Zeit" des ungarischen Schriftstellers, Dichters, Journalisten und Übersetzers Dezs? Kosztolányi, in der die Erlebnisse eines Bohemiens und Streuners durch die Wirklichkeit während einer Zugfahrt geschildert werden. Im abschließenden Musikstück, das sechs rumänische Volkstänze des Komponisten Béla Bartók umfasste, setzte Peter Wallinger mit seinem Orchester seine Vorliebe für osteuropäische Musik um. Schwelgerisch, romantisch, lebhaft, melancholisch - all diese Stimmungen wurden von den Musikerinnen und Musikern in entsprechenden Klangfarben gestaltet.
Am Ende des genauso originellen wie meisterhaft zusammengestellten und präsentierten Konzertabends spendeten die knapp 200 Zuhörerinnen und Zuhörer im Bürgersaal lang anhaltenden und begeisterten Applaus.
Eine Bereicherung des Konzertabends steuerten die Damen des Murrer LandFrauenvereins bei, indem sie mit Getränken und selber gefertigten kleinen Leckereien und viel Einsatz für das leibliche Wohl des Publikums sorgten.

16.12.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 13. Dezember 2016)

Zur letzten turnusmäßigen Sitzung in diesem Jahr traten die 14 Mitglieder des Murrer Gemeinderates auf Einladung und unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 13. Dezember 2016, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammen.
Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Beratung und Entscheidung über die Sanierung des Floßhaussteges bzw. vor allem seiner nördlichen Rampe, eine Planung für die Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof und die Vergabe der Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet "Langes Feld VI".

Sanierung der Rampe des Floßhaussteges
Am 26. Juli 2016 hat sich der Gemeinderat mit dem Ergebnis einer Brückenprüfung des Floßhaussteges befasst, die das Ludwigsburger Ingenieurbüro Broneske durchgeführt hatte. Der Befund ergab, dass die Holzkonstruktion der nicht überdachten Rampe von Witterungseinflüssen stark in Mitleidenschaft gezogen ist und bereits provisorische Sicherungen an den Geländern angebracht werden mussten, um den Steg verkehrssicher zu erhalten. Die Ingenieure rieten, die Rampe dringend zu sanieren. Der Gemeinderat beauftragte das Büro, ein Sanierungskonzept zu erstellen. Wichtig war den Ratsdamen und -herren dabei, dass der Charakter des Steges als Holzbrücke dabei erhalten bleibt.
Ingenieur Thilo Kiebler stellte nun dem Murrer Ratsgremium die Überlegungen zur Sanierung der Rampe und des Steges vor. Variante 1 sieht eine reine Holzkonstruktion wie im Bestand vor. Nachteil: Der Bodenbelag aus Holz ist insbesondere bei Feuchtigkeit sehr rutschig, weswegen vor etwa 3 Jahren vom Gemeindebauhof auf einem Teil der Rampe ein Lochblech aufgebracht wurde, um die Rutschgefahr zu reduzieren.
Variante 2 sieht vor, das Tragwerk aus verzinktem Stahl auszuführen und mit Holz zu verkleiden. Die Stahlkonstruktion ist viel langlebiger als eine aus Holz.
Bei Variante 3 würde die mit Holz verkleidete Stahlkonstruktion mit einem Boden aus einem feinmaschigen Gitterrost versehen, was die Rutschgefahr deutlich herabsetzen würde.
Bei allen drei Varianten könnten die vorhandenen Fundamente genutzt werden. Das Geländer müsste bei einem Radweg, wie er über den Floßhaussteg vorhanden sei, heute auf 1,30 Meter erhöht werden, dies sei aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben.
Mit großer Mehrheit entschied sich das Ratsgremium für die dritte Variante, da - so eine Einschätzung - Sicherheit vor Schönheit gehe. Wert legte der Gemeinderat aber nach wie vor darauf, dass der optische Eindruck einer Holzbrücke erhalten bleibt, was durch die Beplankung mit seitlichen Holzträgern gewährleistet sein soll. Der Kostenaufwand für die Sanierung auf diese Art beträgt rund 80.000 Euro, die notwendige Erhöhung des Geländers schlägt mit zusätzlichen 6.000 Euro zu Buche. Das Ingenieurbüro soll die Arbeiten im Auftrag der Gemeinde ausschreiben. Die Arbeiten können im Frühjahr/Sommer 2017 durchgeführt werden, so Bürgermeister Torsten Bartzsch; mit einer zwei- bis dreiwöchigen Sperrung des Floßhaussteges muss dabei gerechnet werden.

Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof
Im Gemeinderat wurde schon öfters die Erweiterung der Aussegnungshalle im Alten Friedhof angeregt und der Wunsch nach einem besseren Schutz vor der Witterung für die offene Halle vorgebracht. Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch legte Architekt Peter Ludwig dem Gremium nun Pläne dafür vor.
Danach soll das Dach der Halle um etwa 5 Meter nach Süden zur Friedhofsseite hin verlängert werden und dabei der Charakter der Halle, die in sich sehr stimmig sei, und ihre grundsätzliche Architektur erhalten bleiben. Die beiden bisherigen Pfeiler können entfallen. Nach Westen solle die Halle eine Verglasung, die auch geöffnet werden könne, als Schutz vor Wind und Regen erhalten, nach Süden und Osten soll sie offen bleiben. Von Westen und Osten sei der Zugang barrierefrei möglich, nach Süden - zum Friedhofgelände hin - werde eine Treppenstufe das Höhenniveau ausgleichen. Im Zuge der Erweiterung sollen, so Ludwig, auch gleich die vorhandenen Toiletten für eine öffentliche Nutzung umgebaut, die Lautsprecheranlage und die Beleuchtung erneuert und zum Teil Fliesen, Fenster und Türen ausgetauscht und Malerarbeiten durchgeführt werden. Die Kosten für die vorgeschlagenen Maßnahmen würden sich auf rund 200.000 Euro belaufen.
Bei der Beratung wurde deutlich, dass der Erhalt des Gebäudecharakters positiv aufgenommen wurde, den meisten Mitgliedern des Gremiums aber die Möglichkeit, die Halle gegen Wind, Regen und Kälte komplett schließen zu können, wichtig ist. Auch wenn im Alten Friedhof nicht mehr so viele Bestattungen stattfinden, die Kosten höher seien und die Anforderungen wegen der Flucht- und Rettungssicherheit bei einer komplett zu schließenden Halle höher seien, sollte die Erweiterung dazu genutzt werden, die Halle in Zukunft mit Glastüren komplett zumachen zu können. Für die Temperaturen im Inneren bräuchte es keine aufwändige Heizung, man könne eventuell auch an Heizstrahler denken.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug daraufhin eine Vertagung der Entscheidung über die Erweiterung vor und sagte zu, dem Ratsgremium demnächst eine neue Planung vorzulegen, die den Wunsch nach einer geschlossenen Halle berücksichtige und in der die Kosten neu geschätzt würden.

Vergabe der Erschließungsarbeiten für das Baugebiet "Langes Feld VI"
Auf Bitte von Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Ingenieur Jürgen Ruoff, dem Gremium die eingegangenen Angebote für die vorgesehene Erschließung des Neubaugebietes "Langes Feld VI". Ausgeschrieben worden waren die Lieferung von Wasserleitungsmaterial sowie die Erd-, Kanal-, Tiefbau-, Straßen- und Asphaltbauarbeiten.
Der Gemeinderat hatte dabei über mehrere Nebenangebote zu befinden. Eines sah die Vergabe der Arbeiten für eine Pauschalsumme vor. Ingenieur Ruoff riet davon ab, weil dies die Gemeinde in der Regel teurer komme als eine genaue Abrechnung auf Grundlage eines Leistungsverzeichnisses und Pauschalaufträge oft von der Gemeindeprüfungsanstalt gerügt würden.
Der Gemeinderat vergab daraufhin einstimmig die Lieferung der Wasserleitungsmaterialien zum Preis von rund 26.000 Euro an die Firma HTI Zehnter KG aus Herrenberg und die Erd-, Kanal-, Tiefbau-, Straßen- und Asphaltbauarbeiten zum Angebotspreis von rund 903.000 Euro an die Firma Klöpfer aus Winnenden.

Zum Abschluss der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2016 dankte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Mitgliedern des Gemeinderates für ihr Engagement und ihren Einsatz sowie die gute Zusammenarbeit im Interesse der Gemeinde in diesem Jahr. Besonders bedankte sich der Schultes für die Mitwirkung der Ratsmitglieder und ihrer Partnerinnen und Partner bei der Adventsfeier für Senioren, die wieder sehr gelungen gewesen sei. Er wünschte den Mitgliedern des Gremiums, den Vertretern der Presse und allen Anwesenden eine schöne Advents- und Weihnachtszeit, besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

02.12.2016

Gebrauchte Handys können abgegeben werden

Grafik zum Recycling von Mobiltelefonen

In der Ortsbücherei Murr können ab sofort ausgemusterte Mobil-Telefone abgegeben werden. Die Alt-Handys werden in einer "Mobilen Box" gesammelt und durch die gleichnamige Firma der Wiederverwertung bzw. dem Rohstoffkreislauf zugeführt. Persönliche Daten werden vollständig und unwiderruflich gelöscht.
Der Erlös der Sammlung kommt der BUND-Ortsgruppe Marbach-Bottwartal zugute.
Weitere Informationen sind auf der Internet-Seite der Firma unter mobile-box.eu zu finden.

02.12.2016

Gesellige Stimmung bei gut besuchter Senioren-Adventsfeier in der Gemeindehalle

In der voll besetzten Gemeindehalle war eine angeregte Stimmung
Voll besetzte Stühle und Tische in der Gemeindehalle
Mit Bürgermeister Torsten Bartzsch sorgten die Mitglieder des Gemeinderates samt Partnerinnen und Partnern für das Wohl der älteren Murrerinnen und Murrer
Bürgermeister Tortsen Bartsch serviert den Senioren Kaffee
Der Chor der Lindenschule mit Leiterin Sabine Lörcher auf der Bühne der Gemeindehalle
Die Kinder des Lindenschule Chors mit Dirigentin auf der Bühne der Gemeindehalle
Pastoralreferentin Anne Braun von der katholischen Kirchengemeinde bei ihrer Ansprache
Anne Braun von der katholischen Kirche am Rednerpult
Die Murrer Sängerin Sabine Fleischle mit dem Pianisten Alejandro Graziani
Sängerin Sabine Fleischle und Pianist Alejandro Graziani bei ihrem Auftritt
Schwäbisch, knitz, humorvoll und besinnlich – Mundart-Entertainer Winfrid Wagner unterhielt die Gäste bestens
Humorist Winfried Wagner bei seinem Vortrag am Rednerpult
Das Jugendorchester des Murrer Musikvereins mit Dirigentin Angelika Hornung
Das Jugendorchester des Musikvereins mit Dirigentin auf der Bühne
 

Eine angeregte, gesellige Stimmung war am Sonntag, 27. November 2016 - am ersten Advent, bei der Adventsfeier für Senioren in der Gemeindehalle zu spüren. Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich erfreut, so viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Halle begrüßen und auf voll besetzte Stühle und Tische blicken zu können. Er dankte auch den Kindern und Erzieherinnen des Kindergartens Lindenweg, die für die stimmungsvolle, weihnachtliche Dekoration auf den Tischen gesorgt hatten. Einer langjährigen, geschätzten Tradition zufolge waren die Gäste zum Teil abgeholt worden, um ihnen den Besuch der Feier zu ermöglichen.
Ebenfalls Tradition ist es in Murr, dass neben Schultes Bartzsch und seiner Frau die Mitglieder des Gemeinderates und ihre Partnerinnen und Partner an dem Nachmittag die Bewirtung der Seniorinnen und Senioren mit Kaffee, Kuchen und Getränken übernommen hatten, den Fahrdienst durchführten, an der Garderobe behilflich waren und alles taten, dass es an nichts fehlte.
In seiner Ansprach blickte Bürgermeister Torsten Bartzsch auf das zu Ende gehende Jahr 2016 und die Entwicklung der Gemeinde in diesem Zeitraum zurück. Viele einzelne Aufgaben, Bauprojekte, Beratungen und Entscheidungen in den verschiedensten Bereichen wurden von Gemeindeverwaltung und Gemeinderat behandelt und trugen dazu bei, die guten Verhältnisse im Ort zu erhalten oder weiter zu verbessern.
Stimmgewaltig, lebhaft und voller musikalischem Elan trat dann der Chor der Murrer Lindenschule mit seiner Leiterin Sabine Lörcher auf und unterhielt die Gäste in der Halle - verstärkt durch einige Instrumentalisten - mit einem bunten Strauß farbiger Melodien passend zur Adventszeit. Lebhafter Beifall und eine Aufmerksamkeit für die Kinder sowie ein Blumenstrauß für die Chorleiterin von Bürgermeister Bartzsch waren der Dank für einen schönen Auftritt.
Pastoralreferentin Anne Braun von der katholischen Kirchengemeinde sprach einen geistlichen Impuls.
Musikalisch ging es weiter mit der beeindruckenden Stimme der Murrer Sängerin Sabine Fleischle, die von dem Pianisten Alejandro Graziani begleitet wurde. Der bunte Melodienreigen bot den Gästen einen weiteren unterhaltsamen Programmpunkt, der mit zwei gemeinsamen Liedern abgeschlossen wurde.
Der schwäbische Mundart-Humorist Winfried Wagner, bekannt aus dem SWR-Fernsehen aus "Laible und Frisch", unterhielt anschließend die Seniorinnen und Senioren in der Gemeindehalle. Er amüsierte mit schwäbischem Witz, aber auch besinnlich und hintergründig, lyrisch und komisch auf seine eigene, ganz persönliche Art. Lachen und Applaus waren deutliche Zeichen, dass den Gästen Wagners Vortrag gefallen hatte.
Zum Abschluss kam das Jugendorchester des Musikvereins Murr mit Dirigentin Angelika Hornung auf die Bühne. Die jungen Musikerinnen und Musiker zeigten mit ihren Instrumenten auf beeindruckende Weise, was musikalisch in ihnen steckt. Lebhafter Beifall von den Murrer Senioren bewies, dass das Orchester mit seinem Auftritt begeistert hat.
Ein Dank geht an alle Mitwirkenden auf der Bühne, an die Helfer im Hintergrund und die Damen und Herren des Gemeinderates mit ihren Partnerinnen und Partnern für die Bewirtung der Gäste.
(Bilder: Heidinger)

02.12.2016

Rund 200 Gäste bei Eröffnung der Ausstellung von Günther Raupp

Bürgermeister Torsten Bartzsch (unten am Mikrofon) bei der Begrüßung der rund 200 Gäste
Das Foyer des Bürger- und Rathauses mit den Gästen der Ausstellungseröffnung auf zwei Etagen
Germanist Peter Lauck bei seiner Eröffnungsrede
Eröffnungsredner Peter Lauck am Mikrofon
Fotograf und Designer Günther Raupp gibt einen faszinierenden Einblick in sein Schaffen
Fotograf Günther Raupp bei seiner Ansprache am Mikrofon

Rund 200 Gäste drängten sich am Freitagabend im Foyer des Bürger- und Rathauses zur Eröffnung der Ausstellung des in Murr lebenden und arbeitenden Fotografen Günther Raupp. Raupp stellt auf Einladung der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" unter dem Motto "Murranello" bis zum 10. Februar 2017 faszinierende Bilder von Ferrari-Fahrzeugen aus und demonstriert damit sein Schaffen als langjähriger offizieller Fotograf und Designer des weltweit als Kultobjekt gehandelten Ferrari-Kalenders.
Bürgermeister Torsten Bartzsch zeigte sich bei der Begrüßung der Gäste nicht nur über die große Zahl der Gäste erfreut, sondern auch über die Tatsache, dass sich die Heimatgemeinde von Raupp als Ausstellungsort nun in einer illustren Reihe mit Maranello (dem Standort der Firma Ferrari), Valencia, Stuttgart, Basel und dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Saarland befindet. Im Rahmen der langjährigen Tradition, im Bürger- und Rathaus Ausstellungen, vor allem auch lokaler Künstlerinnen und Künstler, zu veranstalten, sei die Präsentation von Günther Raupp ein "besonderes Highlight", so der Schultes.
Geistreich, sachkundig und nicht ohne Hintersinn brachte der Germanist und frühere Lehrer Peter Lauck den Besucherinnen und Besuchern das fotografische Schaffen von Günther Raupp nahe. Unter der Überschrift "Wie fotografiert man einen Mythos" ging Lauck der Bildsprache Raupps auf den Grund und stellte fest, auch dem, dem ein Ferrari eher fremd sei, könne durch die Bilder eine Annäherung gelingen. Die Fahrzeuge werden in ihnen nicht so sehr als Statussymbol oder Renditeobjekt, sondern als Verkörperung kompromissloser technischer Perfektion und vollendeten Designs dargestellt. Die dramatischen Lichtstimmungen und starken Farben, Kennzeichen für die künstlerische Handschrift Raupps, unterstreichen dies.
Günther Raupp selbst bot einen kurzen Einblick in seine Arbeit, als er feststellte, ein solches Bild erfordere nicht selten einige Tage Arbeit, wiederholtes Schleppen und Aufbauen von etlichen Kilogramm Ausrüstung, stundenlanges Warten auf das richtige Licht und natürlich das Gespür für den richtigen Augenblick. "Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt", beschrieb der Künstler seinen Arbeitsalltag.
Raupp bedankte sich bei der Gemeinde Murr für die Möglichkeit, im Bürger- und Rathaus seiner Heimatgemeinde auszustellen. Um etwas zurückzugeben, stellte er zehn Exemplare des an dem Abend präsentierten neuen Ferrari-Kalenders zur Verfügung und spendete den Erlös für die Arbeit des Arbeitskreises Asyl.
Mit einem Gläschen Sekt oder Wein und einem Stück Hefekranz wandelten die Besucherinnen und Besucher im Anschluss durch die Flure des Bürger- und Rathauses, bewunderten die Bilder und ausgestellten Kalender der letzten Jahre und ließen sich von Günther Raupp bereitwillig Fragen beantworten, fachsimpelten und unterhielten sich angeregt.
Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar 2017 zu den üblichen Öffnungszeiten des Bügermeisteramtes im Bürger- und Rathaus Murr zu sehen; diese sind: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag von 13.30 bis 18 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr und Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr.
(Bilder: Jürgen Gemmrich, Marbach am Neckar)

18.11.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 15. November 2016)

Eine Vielzahl unterschiedlicher und bedeutender Themen stand auf der Tagesordnung, als sich der Murrer Gemeinderat am Dienstag, dem 15. November 2016, turnusgemäß zu einer Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf. Bürgermeister Torsten Bartzsch konnte neben den Mitgliedern des Gremiums auch eine größere Anzahl interessierter Einwohnerinnen und Einwohner als Zuhörer sowie Vertreter der Presse zu der Sitzung begrüßen. Zudem waren verschiedene Fachleute und Referenten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten anwesend.
So informierte der Sozialdezernent des Landratsamtes Ludwigsburg, Heiner Pfrommer, die Ratsdamen und -herren über eine vom Landkreis geplante Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Industriegebiet. Ingenieur Dierk Schreyer von der Ludwigsburger Energieagentur erläuterte Vorschläge für die Erneuerung des Blockheizkraftwerkes in den öffentlichen Gebäuden am Lindenweg. Revierförster Jürgen Weis stellte die Planung für die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes für das kommende Jahr vor. Jugendhausleiter Ulrich Harsch gab einen Bericht über die Arbeit des Jugendhauses "Magnet" im zu Ende gehenden Jahr. Der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar, Ingenieur Jürgen Ruoff, gab einen Überblick über die eingegangenen Angebote für die Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks Hindenburgstraße 13 bis 19, wo die Modulbauten für die Flüchtlingsunterbringung erreichtet werden sollen. Hauptamtsleiterin Brigitte Keller trug dem Ratsgremium die eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan-Entwurf für das Thürrauch-Areal vor und erläuterte den Vorschlag zum Satzungsbeschluss. Über neue Regelungen für die Umsatzbesteuerungen für die öffentliche Hand auf Grundlage europäischer Rechtsprechung und die Konsequenzen für die Gemeinde Murr informierte Kämmerer Albrecht Keppler das Gremium.

Bau eines Jugendwohnheims für unbegleitete minderjährige Ausländer
Ende Oktober hat der Kreistag des Landkreises Ludwigsburg beschlossen, im Industriegebiet von Murr an der Ecke Raiffeisenstraße/Rudolf-Diesel-Straße ein Wohnheim für so genannte unbegleitete minderjährige Ausländer zu errichten, für deren Unterbringung und Betreuung das Landratsamt Ludwigsburg als Jugendhilfeträger zuständig ist. An dieser Stelle hatte der Landkreis im vergangenen Jahr auf einem angemieteten Grundstück zunächst eine Gemeinschaftsunterkunft für die Erstunterbringung von knapp 100 Asylbewerbern geplant, aufgrund der zurückgegangenen Flüchtlingszahlen dann aber von dieser Baumaßnahme wieder Abstand genommen. Das bereits bis zur Baureife geplante Projekt soll nun wieder aufgegriffen werden.
Auf Bitte des Gemeinderates war der Dezernent für Arbeit, Jugend und Soziales im Landratsamt Ludwigsburg, Heiner Pfrommer, in die Sitzung gekommen und informierte die Ratsdamen und -herren aus erster Hand. In der zweigeschossigen Unterkunft soll Platz für 44 minderjährige Flüchtlinge in kleineren Wohngruppen entstehen. Aufgrund der hohen Zahl von jungen Asylbewerbern, die ohne Familie und Eltern in den Landkreis kommen, und der Verpflichtung, diese im Rahmen der Jugendhilfe unterzubringen und zu betreuen, und weil dieses Projekt in kurzer Zeit (bis Mitte kommenden Jahres) realisiert werden kann und flexible Möglichkeiten biete, ist die Umsetzung des Bauvorhabens für das Landratsamt wichtig, so Pfrommer. Ein Träger der freien Jugendhilfe werde die Betreuung der jugendlichen Bewohnerinnen und Bewohner übernehmen, die rund um die Uhr gewährleistet sein soll. Es sei zunächst an einen Betreuungsschlüssel von einer sozialpädagogischen Fachkraft auf zehn Jugendliche gedacht. Die Jugendlichen unterliegen der Schulpflicht oder - sofern sie älter sind - besuchen Berufsschulklassen, Deutschkurse oder machen nach Möglichkeit eine Ausbildung oder ein Praktikum, so dass ihr Tagesablauf strukturiert sei. Ohne Frage sei auch die Gemeinde Murr mit der Gemeindeverwaltung, ihrem Arbeitskreis Asyl, dem Jugendhaus und auch ihren Vereinen ebenfalls gefordert, wenn es um die Integration der jungen Flüchtlinge im Alltag gehe.
In der Aussprache war es den Ratsdamen und -herren und Bürgermeister Bartzsch wichtig, dass die Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge quantitativ und qualitativ gut gestaltet werde, man mit dem freien Jugendhilfeträger früh ins Gespräch darüber komme und möglichst bald eine Veranstaltung zur Information der Einwohnerinnen und Einwohner über das Bauprojekt angeboten werde. Sozialdezernent Pfrommer sagte zu, das Landratsamt werde mit der Gemeindeverwaltung dafür sorgen, dass dies geschieht.

Erneuerung des Blockheizkraftwerks und der Regelungstechnik für die öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg
Im Jahre 2000 wurde in den öffentlichen Einrichtungen am Lindenweg (Lindenschule, Kindergarten, Gemeindehalle, Sporthalle und Bauhof) eine neue Heizungsanlage mit zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) eingebaut. Diese sowie ein Gasbrennwertkessel für die Spitzenlast und ein ölbetriebener Heizkessel zur Absicherung versorgen die Einrichtungen mit Wärme und zum Teil mit Strom. Da die Blockheizkraftwerke stark reparaturbedürftig sind, hat die Gemeinde über die Ludwigsburger Energieagentur den Fachingenieur Dierk Schreyer beauftragt, die Anlage zu begutachten und in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu untersuchen, ob eine Sanierung der bestehenden BHKWs oder eine grundsätzliche Erneuerung günstiger ist.
Der Fachmann trug seine Ergebnisse und Erkenntnisse in der Sitzung vor. Die Sanierung samt dem Einbau eines neuen Pufferspeichers würde etwa 87.000 Euro, die Erneuerung der beiden BHKWs durch ein leistungsfähigeres größeres Kraftwerk mit ebenfalls einem Pufferspeicher würde rund 120.000 Euro Aufwand erfordern. Bei einer kompletten Erneuerung wäre der Betrieb bereits im siebten Jahr wirtschaftlicher als bei einer Sanierung der bestehenden BHKWs; außerdem reduziere ein neues BHKW die CO2-Emissionen pro Jahr deutlich.
Ratsam sei es, so Schreyer, bei einer Erneuerung der Anlage auch die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik auszutauschen und auf einen modernen Stand zu bringen. Der Aufwand dafür betrage etwa 80.000 Euro.
Der Gemeinderat begrüßte den Vorschlag, die Heizungsanlage im Lindenweg zu erneuern und damit zukunftssicher, energiesparender und umweltgerechter zu gestalten und gab die Ausschreibung für die Erneuerung der BHKWs sowie der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik einstimmig in Auftrag.

Betriebsplan 2017 für den Gemeindewald
Alljährlich gegen Jahresende kommt traditionell Revierförster Jürgen Weis in den Gemeinderat und stellt dem Gremium die Planung für die Waldbewirtschaftung im kommenden Jahr vor. So war es auch in der jüngsten Sitzung.
In gewohnt fachkundiger und lebendiger Art blickte Weis zunächst auf das auslaufende Jahr 2016 zurück. Der Wald habe das feuchte Frühjahr und den heißen Sommer gut verkraftet. In der Aufforstungsfläche (ehemalige Obstanlage) habe man mit erneuten Düngergaben das Wachstum der jungen Bäume gut unterstützen und fördern können. Das eingeschlagene Holz konnte gut auf dem Holzmarkt verwertet werden. Für 2017 sei der Einschlag von rund 500 Festmetern Holz vorgesehen; bei einem angenommenen Preis von etwa 65 Euro pro Festmeter könne mit Einnahmen von gut 35.000 Euro gerechnet werden. Geplant seien im Übrigen ständige Maßnahmen zur Jungbestandspflege, mit denen die Naturverjüngung des Waldes gefördert werden solle, und zur Wegeunterhaltung. Im kommenden Jahr werde nach der Planung mit einem kleinen Minus von etwa 1.600 Euro gerechnet.
Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, der diesjährige traditionelle Brennholzverkauf im Hardtwald werde am 30. Dezember 2016, 10 Uhr, durchgeführt. Mit einem Dank an Revierförster Weis und die Waldarbeiter billigten die Mitglieder des Gremiums die Planung für Waldbewirtschaftung.

Bericht über die Arbeit des Jugendhauses
Über die Arbeit im Jugendhaus "Magnet" im zu Ende gehenden Jahr berichtete im Gemeinderat auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch Jugendhausleiter Ulrich Harsch. Der Schultes begrüßte auch Sozialpädagogin Maria Viúdez und FSJ-Praktikantin Christina-Maria Seremetidou.
Anhand von Bildern gab Harsch einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Jugendtreffs wie Kochabende, Ausflüge, Besuch von Ausbildungsmessen, Bastelnachmittag und vieles mehr. 2016 hätten insgesamt 250 verschiedene Jugendliche das Jugendhaus besucht; insgesamt seien über 4.900 Besucher von Oktober 2015 bis September 2016 im Jugendhaus gewesen. Die Altersstruktur sei momentan wieder stärker von jüngeren Besuchern geprägt, vor allem kommen männliche Jugendliche, so Harsch.
Herausfordernd sei nach wie vor für das ganze Team, dass während des offenen Betriebs zahlreiche Einzelgespräche und Beratungen über Fragen oder Probleme der Jugendlichen aus den verschiedensten Bereichen (Schule, Elternhaus, Freunde etc.) geführt bzw. nachgefragt werden. Oft müssten Gesprächstermine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden. Wichtig sei die gute Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Schulen, Drogenberatungsstellen, Polizei usw.).
Leider komme es immer wieder zu Sachbeschädigungen im Umfeld auf dem Kirchplatz oder an der Kirche. Darüber werde ständig mit den Jugendlichen und auch mit der Kirchengemeinde gesprochen. Viel Erfolg habe man bei der Unterstützung bzw. Vermittlung bei der Suche nach Ausbildungsstellen, wobei hier auch das Engagement der Jugendlichen entscheidend sei. In der Arbeitsgruppe für die Planung und den Neubau eines Jugendhauses arbeiten vier bis fünf engagierte Jugendliche mit. Das Team und die Jugendlichen seien sehr gespannt und freuen sich auf das neue Jugendhaus, so Harsch abschließend.
Bürgermeister Bartzsch dankte im Namen des Gemeinderates dem Team des Jugendhauses "Magnet" und lobte es für die gute und engagierte Arbeit.

Neubau von Flüchtlingsunterkünften: Vergabe der Erschließungsarbeiten
Bekanntlich sollen nach dem Willen des Gemeinderates auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19 Flüchtlingsunterkünfte in Form von drei Modulbaukörpern entstehen. Die Vorbereitung zur Erschließung und Gestaltung des Geländes sind bereits geplant, die Arbeiten waren ausgeschrieben.
In der Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff. Dieser schilderte, dass nach Abschluss der Ausschreibung der günstigste Bieter kurzfristig mitgeteilt habe, dass in seinem Angebot einige Preise falsch kalkuliert worden seien. Aufgrund der strengen Vorgaben des Vergaberechts bleibe keine andere Wahl, als den zweitgünstigsten Bieter zu beauftragen, so Ruoff. Dieser habe auf Anfrage mitgeteilt, dass er die Arbeiten fristgerecht ausführen könne. Allerdings sei das Angebot nun um rund 40.000 Euro teurer als das ursprüngliche des günstigsten Bieters.
Der Gemeinderat beauftragte daraufhin die Firma Wilhelm Hubele, Ludwigsburg, zum Preis von rund 340.000 Euro mit den Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks. Die Modulbaukörper sollen im Februar des kommenden Jahres geliefert und aufgestellt werden.

Bebauungsplan "Thürrauch-Areal"
Intensiv hat sich der Gemeinderat in den vergangenen Monaten mit einer Neuplanung für das Thürrauch-Areal in der Ortsmitte befasst, nachdem bekannt geworden war, dass die Firma insolvent geworden ist und die Eigentümer das Areal für Wohnbauzwecke veräußert hatten.
Zum Abschluss des vereinfachten Bebauungsplan-Verfahrens erläuterte Hauptamtsleiterin Brigitte Keller in der Sitzung die während der öffentlichen Auslegung des Entwurfs eingegangenen Stellungsnahmen der Träger öffentlicher Belange, d. h. andere berührte Behörden, Institutionen, Firmen und Planungsträger. Diese Stellungnahmen erfordern einige kleinere redaktionelle Überarbeitungen bzw. Ergänzungen des Bebauungsplan-Inhaltes, berühren aber die Grundzüge der Planung nicht, so Keller.
Der Bebauungsplan sieht auf Grundlage der städtebaulichen Konzeption des Stuttgarter Stadtplanungsbüros FPZ Zeese moderne vielfältige Wohneinheiten in verschiedenen Gebäudetypen für verschiedene Interessenten um einen so genannten Quartiersplatz vor.
Nachdem Bürgermeister Torsten Bartzsch noch einmal festgestellt hat, dass der Gemeinderat nach intensiven Beratungen eine Planung erarbeitet hat, die ein Wohnquartier mit besonderem Charakter in der Ortsmitte ermögliche, verabschiedete das Gremium unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Ergänzungen einstimmig den Bebauungsplan als Satzung.

Neuregelung der Umsatzbesteuerung
Wie Gemeindekämmerer Albrecht Keppler darlegte, müsse die öffentliche Hand, also auch alle Kommunen, aufgrund europäischer Rechtsprechung und daraus folgender Gesetzesänderungen auf Bundesebene für ihre Tätigkeiten in Zukunft Umsatzsteuer verlangen. Da dies für die Kommunen weitreichende Änderungen und Anpassungen in ihrem gesamten Wirkungskreis bedeute, sei es nicht zu schaffen, dies - wie im Gesetz vorgesehen - bis zum Jahresbeginn 2017 umzusetzen. Der Gesetzgeber hat daher den Kommunen mit einer Übergangsregelung Zeit bis Ende 2020 gelassen, um die Änderungen durchzuführen. In dieser Zeit müssten alle Kommunen umsatzsteuerpflichtige Sachverhalte identifizieren, bewerten und die rechtlichen und kalkulatorischen Rahmenbedingungen für die Anwendung schaffen. Eine Arbeitsgruppe auf Bund-Länder-Ebene soll dafür noch weiter Vorgaben und Rahmenbedingungen erarbeiten.
Das Ratsgremium billigte daher den Vorschlag, zunächst noch die alte Regelung zur Umsatzbesteuerung anzuwenden und die Übergangsfrist zu nutzen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde aus der Mitte des Gremiums ein Antrag gestellt, neben der Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen" nach weiteren Möglichkeiten für die Installation solcher Anlagen im Ort, unter anderem verbunden mit einer Ladestation für Elektrofahrzeuge, zu suchen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch sagte zu, diese Anregung zu prüfen.

11.11.2016

Sanierung des Umkleidegebäudes am Sportplatz

Das Umkleidegebäude am Sportplatz wird momentan saniert
Arbeiten in den Duschen des Umkleidegebäudes

Im Jahr 1989 entstand am Sportplatz ein Toiletten- und Umkleidegebäude, das allen Nutzern des Sportplatzes zur Verfügung steht.
Aktuell werden verschiedene Arbeiten an dem Gebäude durchgeführt. Es werden sämtliche Rohrleitungen in den Umkleideräumen zur Wasserversorgung erneuert, ebenso wie die Duscharmaturen. Risse und Abplatzungen an den Wänden und Decken werden in den Räumen ausgebessert, ebenso erhalten alle Wände und Decken innen einen neuen Anstrich. Zusätzlich werden defekte oder aufgrund der Verlegung der Rohrleitungen entfernte Fliesen erneuert.
Die Arbeiten dauern insgesamt rund vier Wochen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 33.300 Euro.

04.11.2016

Richtfest am Mühlweg zeigt: Anbau für Kinderbetreuung kommt voran

Kinder und Erzieherinnen bedankten sich bei den Bauarbeitern mit einem selbstgeschriebenen Lied
Kinder und Erzieherinnen vor dem Neubau beim Vortragen eines Liedes
Bürgermeister Torsten Bartzsch bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten
Bürgermeister Torsten Bartzsch bei seiner Ansprache neben den Kindern vor dem Neubau
Die Zimmerleute auf dem Dach beim Richtspruch
Drei Zimmerleute auf dem Dach des Neubaus beim Richtspruch

Am Freitag, dem 28. Oktober 2016, konnte in Anwesenheit von zahlreichen Kindern, Erzieherinnen, Mitgliedern des Gemeinderates, baubeteiligten Planern und Firmen das Richtfest für den Anbau am Kindergarten Mühlweg gefeiert werden. Das bedeutete nicht nur ein schönes Fest bei strahlendem Sonnenschein, sondern war auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Bau des neuen Gebäudetraktes voranschreitet.
Zu Beginn des Richtfestes sangen die Kinder mit ihren Erzieherinnen ein eigens komponiertes und geschriebenes Lied, in dem sie den Bauarbeitern lauthals ein herzliches Dankeschön für ihre Arbeit schmetterten.
Bürgermeister Torsten Bartzsch blickte sodann in seiner Ansprache auf den Werdegang des Neubaus zurück, der mit dem Beschluss des Gemeinderates am 15. September 2015 begonnen habe. Auf Grundlage dieses Beschlusses wurde der frühere Pavillon, der an gleicher Stelle stand, abgerissen und mit dem Spatenstich vom 22. April 2016 mit dem Neubau begonnen, in dem künftig zwei Gruppen für Ganztagesbetreuung von Kindergartenkindern ihr Zuhause finden sollen. Durch den Anbau an den bestehenden Kindergarten "Murrer Strolche" könne man Einrichtungen wie zum Beispiel die Essensausgabe gemeinsam nutzen. Auch dass das Kinderhaus "Regenbogen" auf dem gleichen Grundstück ist, habe Vorteile, da die ganz Kleinen beim Wechsel in den Kindergarten vertrautes Gelände und Räume vorfinden.
Die Gemeinde investiere in den Neubau rund 1,2 Millionen Euro und werde insgesamt weiter auf ein einheitliches Angebot für alle Kinder von 1 bis 10 Jahren hinarbeiten, auch durch den Ausbau von Betreuungszeiten und Einstellung von weiterem Personal.
Der Schultes dankte allen am Bau Beteiligten - den Planern, den Erzieherinnen für ihr Engagement in der Planungsphase, den Firmen. Architekt Peter Ludwig und die Firmen Schmidt und Bürker verdienten besonderen Dank, weil sie die schwierige Situation, als die beauftragte Rohbaufirma insolvent wurde, gut gemeistert hätten, so dass der Bau sich kaum verzögert habe.
Wie es sich für ein Richtfest gehört, stiegen anschließend die Zimmerleute aufs Dach und trugen einen zünftigen gereimten Richtspruch vor, in dem sie dem neuen Haus für alle Zeit "ein Kinderlachen, froh und rein, voll Übermut und Innigkeit ... " und Gottes Segen wünschten.
Und ebenfalls zu einem Richtfest gehört es, dass es anschließend ein deftiges Vesper gab, zu dem Bürgermeister Torsten Bartzsch alle Gäste herzlich einlud. Doch zuvor trugen die Kinder noch einmal voller Inbrunst ihr Lied vor, weil es allen Gästen so gut gefallen hatte.

04.11.2016

Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden für die Murrer Kindergärten

Die Elternvertreter der Murrer Kindergärten trafen sich vergangene Woche zu einer gemeinsamen Sitzung mit den Mitgliedern des Kindergartenausschusses der kirchlichen und der bürgerlichen Gemeinde, dem Kindergartenpersonal und Vertretern der Verwaltung. Besprochen und diskutiert wurden verschiedene Punkte zum aktuellen Kindergartenbetrieb.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl der Elternbeiratsvorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden. Der Gesamtelternbeirat hat aus seiner Mitte zwei Elternvertreter als Ansprechpartner und Bindeglieder zu den Trägern gewählt.
Als Vorsitzende des Elternbeirats wurde Frau Christiane Kiemle und als Stellvertreterin Frau Victoria Silvestri gewählt.
Bürgermeister Bartzsch bedankte sich bei den gewählten Elternvertreterinnen sehr herzlich für deren Bereitschaft, die Erziehungsarbeit am Kindergarten zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu fördern.

04.11.2016

Spannende Vorleserallye zu Ende gegangen

Am Freitag vergangene Woche endete unsere diesjährige Vorleserallye im Rahmen der Frederikwochen. Auch in diesem Jahr war diese wieder ein voller Erfolg. Zahlreiche Kinder wollten sich das Vorlesen spannender Geschichten nicht entgehen lassen.
Den Anfang machte die Lindenschule. Danach folgte die Ortsbücherei Murr. Angelika Dümmel las den immer wieder gern gehörten Klassiker "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler.
Auch bei Pfarrer Renz und der Jugendreferentin waren die Lacher groß, als sie die Geschichte der zwei Pinguine, welche einen dritten Pinguin auf die Arche als blinden Passagier mitnahmen, vorlasen.
Das Jugendhaus Magnet war ebenfalls mit einer Geschichte von Manfred Mai dabei. Der Autor Manfred Mai hat ja bereits zuvor unsere Schulkinder in zwei Lesungen begeistert.
Zu guter Letzt hat unser Bürgermeister Herr Bartzsch seine Fähigkeiten als Vorleser unter Beweis gestellt und drei lustige Geschichten von Manfred Mai zum Besten gegeben.
Dass Vorlesen wieder "in" ist, bewies die große Zahl der Zuhörer, die zu den Veranstaltungen gekommen waren und viel Spaß dabei hatten. Auch die Ortsbücherei bietet regelmäßig Vorlesestunden mit Angelika Dümmel an, die Termine werden im Nachrichtenblatt veröffentlicht oder liegen als Handzettel in der Ortsbücherei aus.

14.10.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 11. Oktober 2016)

Neben den Mitgliedern des Gremiums konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 11. Oktober 2016, eine sehr große Anzahl interessierter Zuhörerinnen und Zuhörer im Ratssaal des Bürger- und Rathauses begrüßen, als sich der Gemeinderat auf seine Einladung hin zu einer turnusmäßigen Sitzung traf.
Die grundlegende Festlegung der Bauweise für ein neues Jugendhaus sowie die Entscheidung über die Auslobung eines Architektenwettbewerbs dafür, der endgültige Beschluss über den Bebauungsplan für ein neues Wohngebiet im Areal "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" und die Erschließung eines Grundstücks an der Hindenburgstraße für die Errichtung von Unterkünften für Asylbewerber sowie das weitere Vorgehen beim Erwerb und der Aufstellung eines weiteren Modulbaukörpers für diesen Zweck waren die Hauptpunkte auf der Tagesordnung, die viele Menschen interessierten.

Jugendhaus: Festlegung der Bauweise und Auslobung eines Architektenwettbewerbs
Am 9. Juni 2015 hat der Gemeinderat grundsätzlich den Neubau eines Jugendhauses an einem geeigneteren Standort als dem jetzigen beschlossen. Nach einer Informationsfahrt am 23. Oktober 2015, bei der verschiedene Jugendhäuser besichtigt wurden, fiel am 10. November 2015 nach sorgfältiger Abwägung die Grundsatzentscheidung dafür, den Neubau auf dem Parkplatzgelände bei den Sportanlagen am Hermannsplatz zu errichten. Wegen der Lage im Wasserschutzgebiet und nahe der Murr im potentiellen Überschwemmungsgebiet bei einem 100-jährigen Hochwasser wurde sehr früh Kontakt mit den entsprechenden Fachabteilungen des Landratsamtes Ludwigsburg aufgenommen und die Rahmenbedingungen abgestimmt.
Was den Hochwasserschutz betrifft, kann theoretisch das Gebiet alle 100 Jahre oder im Extremfall noch seltener überschwemmt werden. Das neue Gebäude soll daher - so eine Forderung des Landratsamtes - hochwassergeschützt errichtet werden.
Bürgermeister Torsten Bartzsch schlug dem Gemeinderat dafür zwei Möglichkeiten vor: Ein Gebäude auf Pfählen, wo bei Hochwasser das Wasser unter dem Baukörper abfließen kann. Dafür seien rund 24 Pfähle notwendig, die ca. 15 Meter in den Boden gerammt werden und etwa 1 Meter aus dem Boden ragen. Auf diesen wird die Bodenplatte für den Neubau errichtet, die auf der Unterseite gedämmt wird.
Die zweite Variante sieht das Gebäude auf einem zu errichtenden Hügel vor, der dafür sorgt, dass das Gebäude 0,7 Meter über dem jetzigen Geländeniveau liegt.
In der Beratung wurde schnell deutlich, dass bei der Variante auf Pfählen die Vorteile deutlich überwiegen. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Überschwemmungsflächen sind deutlich geringer als bei der Variante zwei, wo als Ersatz für die wegfallende Überschwemmungsfläche weit mehr in die Natur eingegriffen werden müsste. Auch sei es nach Auffassung der Ratsdamen und -herren gestalterisch ansprechender, ein Gebäude auf einer Pfahlgründung anstatt auf einem Hügel zu errichten; die für den Wettbewerb ausgewählten Planungsbüros hätten eher die Chance, eine pfiffige Lösung anzubieten. Für den Betrieb des Gebäudes und aus finanziellen Gründen seien beide Alternativen fast gleichwertig.
Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Gremiums für die Errichtung des neuen Jugendhauses auf Pfählen aus.
Grundsätzlich hat sich der Gemeinderat auch dafür ausgesprochen, Planungsideen für das neue Jugendhaus von verschiedenen Architekten einzuholen. Dies soll in einem Architektenwettbewerb geschehen, für den nun in der Sitzung die Rahmenbedingungen festgelegt wurden. Für die Durchführung dieses Wettbewerbs und einer Mehrfachbeauftragung von sechs ausgewählten Planungsbüros wurde dem Gremium in der Sitzung ein Vorschlag vorgelegt, der von der Planerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ im Auftrag der Gemeinde erarbeitet worden war.
Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte Petra Zeese in der Sitzung und erläuterte mit ihr die wichtigsten Details des vorgesehenen Wettbewerbs. Das Bewertungsgremium, das die eingereichten Vorschläge bewertet, besteht aus Fachrichtern (Planer und Architekten, darunter vier aus Murr), Sachrichtern (vier Mitglieder des Gemeinderats und Bürgermeister Torsten Bartzsch) sowie Beratern, zu denen auch die Mitarbeiter und einige Besucher des Jugendhauses gehören. Wichtig sei, so Zeese, dass der Wettbewerb vollkommen anonym erfolge und die Anonymität erst nach Bewertung der Arbeiten und der Vergabe der Rangfolge im Februar aufgehoben werde. Bei einer öffentlichen Information der Einwohner, so Schultes Bartzsch, solle am 22. Februar 2017 im Bürgersaal über die abgegebenen Vorschläge und die Auswahl des Bewertungsgremiums berichtet werden. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe an einen Architekten trifft der Gemeinderat im Frühjahr 2017.
Die Mitglieder des Gemeinderates billigten dieses Vorgehen und stimmten ihm einstimmig zu.

Bebauungsplan "Langes Feld VI (3. Abschnitt)"
Vor rund einem Jahr - am 15. September 2015 - hat der Gemeinderat beschlossen, wegen der Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken im Ort im Bereich des Baugebiets "Langes Feld VI" für einen dritten Bauabschnitt einen Bebauungsplan aufzustellen, um dort wie in den bereits bestehenden beiden Abschnitten, Wohnbaugrundstücke für Einzel-, Doppel-, Reihen- und Kettenhäuser anbieten zu können. Nach den üblichen Verfahrensschritten und den damit verbundenen öffentlichen Auslegungen und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange lag dem Gemeinderat in der Sitzung nun der Vorschlag für den endgültigen Satzungsbeschluss vor.
Dieser weiche kaum vom bisherigen Entwurf ab, so die Planerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ, die im Auftrag der Gemeinde den Bebauungsplan erarbeitet hat. Die wenigen jetzt noch geäußerten Stellungnahmen konnten alle in den Plan und seinen Textteil eingearbeitet werden, ohne dass die Grundzüge der Planung hätten geändert werden müssen.
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch ergänzte, seien bei vorsorglich durchgeführten Grabungen auf Empfehlung des Landesdenkmalamtes keine archäologischen Funde festgestellt worden.
Den Beschluss des Bebauungsplanes als Satzung fasste der Gemeinderat einstimmig. Wie Bürgermeister Bartzsch feststellte, würde parallel das notwendige Umlegungsverfahren für das Areal in diesem Herbst noch abgeschlossen, so dass nach Neuordnung und Vermessung der Grundstücke im Frühjahr mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden könne.

Neubau von Flüchtlingsunterkünften
Am 16. Februar 2016 hat der Gemeinderat beschlossen, auf dem Grundstück Hindenburgstraße 13 bis 19 auf Grundlage einer Planung des Büros FPZ, Stuttgart, drei Modulbaukörper als Unterkünfte für Flüchtlinge zu errichten. Dafür wurde nun die Baugenehmigung beantragt und die Erschließungsarbeiten geplant.
Auf dem Grundstück sollen - neben den in Fertigbauweise erstellten drei Gebäuden mit sechs Wohneinheiten und Räumen für den Arbeitskreis Asyl - Stellplätze, ein Spielplatz, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Müllbehälter, Grünbereiche und Weg- und Platzflächen angelegt werden. Wegen des Untergrundes könnten, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, die Fundamente nicht, wie vorgesehen, als Streifenfundamente ausgeführt werden, sondern es seien für die Baukörper Bodenplatten notwendig, was aufwändiger sei. Insgesamt habe das Verbandsbauamt für die reinen Erschließungsmaßnahmen einschließlich Ver- und Entsorgungsleitungen Kosten von rund 250.000 Euro ermittelt.
Bürgermeister Torsten Bartzsch erläuterte weiter, dass die Gemeinde mit diesen drei Modulbaukörpern und den darin vorgesehenen Unterkunftsplätzen sowie mit dem Erwerb von zwei Bestandsimmobilien, die für den gleichen Zweck hergerichtet würden, in der Lage sei, die Flüchtlinge, die ihr voraussichtlich vom Landratsamt Ludwigsburg für die Anschlussunterbringung noch zugewiesen würden, an verschiedenen Stellen im Ort dezentral unterzubringen. Ein vierter Modulbaukörper, der mit den anderen drei geplant worden sei, könne auf einem der privaten Grundstücke aufgestellt werden und nun auch mit zwei größeren Wohneinheiten anstatt vier kleineren für die Unterbringung von Familien vorgesehen werden. Sämtliche Modulbauten können - falls sie nicht mehr für Flüchtlingen benötigt würden - später auch einmal als günstiger Mietwohnraum zur Verfügung gestellt werden. Ein ursprünglich angedachter fünfter Modulbaukörper werde dagegen aus jetziger Sicht nicht benötigt und brauche auch nicht endgültig bestellt werden, so der Schultes.
Mit der vorgeschlagenen Erschließung des Grundstücks Hindenburgstraße 13 bis 19 und dem erläuterten Vorgehen bei den weiteren Modulbaukörpern erklärte sich der Gemeinderat einverstanden und stimmte beiden Vorschlägen einstimmig zu.

Im weiteren Verlauf der Sitzung billigte das Ratsgremium einen Vorschlag von Bürgermeister Torsten Bartzsch zur Sanierung des gemeindeeignen Umkleidegebäudes am Sportplatz. Der Kostenaufwand dafür betrage etwa 33.300 Euro. Die Arbeiten sollen noch jetzt im Herbst durchgeführt werden, so dass das Umkleidegebäude etwa 3 bis 4 Wochen nicht benutzt werden könne.

07.10.2016

Weinlese am Kirchenwengert

Reife Trauben an einem Weinstock im Kirchenwengert

Von links: Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Weinlese
Von links nach rechts: Gerhard Leibbrand, Fritz Blank und Bürgermeister Torsten Bartzsch bei der Weinlese

Im Jahr 2014 wurden am gemeindeeigenen Kirchenwengert die bisherigen Reben entfernt und neue Reben der Sorte Blaufränkisch (Lemberger) gepflanzt. Dank der guten Pflege durch die Weinexperten Fritz Blank und Gerhard Leibbrand haben sich die Rebstöcke hervorragend entwickelt.
Am vergangenen Donnerstag fand dann die Weinlese statt. Es wurden prächtige und gesunde Weintrauben geerntet. Am Ende waren es sechs volle Eimer und alle waren zufrieden. Für eine Weinherstellung reicht die Menge aus - man kann sich also wieder auf einen ,,Murrer Kirchenweinberg‘‘ freuen, der an Jubilare verschenkt und bei gemeindeeigenen Veranstaltungen ausgeschenkt wird.

07.10.2016

Erinnerung an Bottwartalbahn stößt auf großes Interesse

Das alte Bahnhofsgebäude in Murr hält die Erinnerung an die Bottwartalbahn lebendig
Altes Bahnhofsgebäude von Murr

Dass die Bottwartalbahn, die von 1894 an fast 100 Jahre bestand, auch heute noch auf großes Interesse stößt, bewies der Bildervortrag, der am 29. September 2016 in der Veranstaltungsreihe "Kulturprisma Murr" im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses Murr stattfand. Um die 100 Gäste waren gekommen, um einen interessanten, kurzweiligen, informativen und lebendigen Vortrag der beiden Bahn-Fachleute Wolfram Berner und Hans-Joachim Knupfer mitzuerleben. Zum Einen natürlich ältere Menschen, die die Bahn noch aus eigenem Erleben kannten, zum Anderen viele jüngere Besucher, die an der Eisenbahn im Besonderen oder an Heimatgeschichte ganz allgemein Interesse haben.
Wie es in der Vorankündigung hieß, war Murr, so wie die anderen Bottwartal-Gemeinden, durch die Bahn 96 Jahre lang mit dem europäischen Eisenbahnnetz verbunden. Das hieß zum Einen Anschluss des Gewerbes an das Transportnetz für Güter und Waren und Anschluss an Arbeitsplätze zum Beispiel in Ludwigsburg oder Kornwestheim, zum Anderen bedeutete dies die Möglichkeit für Ausflügler und Touristen, die Schönheit und die Reize unserer Landschaft zu entdecken und zu genießen.
Berner und Knupfer ließen diese Zeit auf sehr gelungene Weise noch einmal auferstehen. In vielen Bildern und mit Dokumenten aus ihrem reichhaltigen Fundus sowie in ihrem genauso informativ wie lebendig gestalteten Vortrag gelang es ihnen, die Anfänge des "Entenmörders" beim Bau der Bahnstrecke, die zunehmende Bedeutung der Bottwartalbahn wie auch den allmählichen Rückgang und letztendlich den Abbau der Bahnstrecke noch einmal lebendig werden zu lassen. Dabei ließen sie auch die Probleme nicht unerwähnt: Die Bahn war aus Gründen der Kostenersparnis als Schmalspurbahn ausgelegt, was oft Zeit und Umstände beim Umstieg auf die Normalspur in Marbach mit sich brachte. Der 1968 erfolgte Umbau zur Normalspur konnte den Niedergang der Bahnstrecke letztendlich nicht mehr aufhalten. Das Gewicht wurde damals fast ausschließlich auf das Auto gelegt und zurückgehende Fahrgastzahlen und der Zwang zur Kostenersparnis bei der Bahn begründeten die Einstellung der Bottwartalbahn im Jahr 1980.
Wolfram Berner und Hans-Joachim Knupfer verstanden es blendend, sämtliche Facetten der Geschichte der Bahn kurz und knapp, lebhaft und verständlich und stets interessant für die Zuhörerinnen und Zuhörer darzustellen. Erinnerungsstücke an den Bahnverkehr, alte Fahrpläne und Planzeichnungen ergänzten den Vortrag. Die Bewirtung durch den LandFrauenverein Murr mit erfrischenden Getränken und leckeren Kleinigkeiten sorgte ganz hervorragend auch für das leibliche Wohl der Gäste.

16.09.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 13. September 2016)

Zur ersten Sitzung nach der Sommerpause traten die Mitglieder des Murrer Gemeinderates unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch am Dienstag, dem 13. September 2016, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zusammen. In Anwesenheit von einigen interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern und Vertretern der Presse und bei noch hochsommerlichen Temperaturen ging es bei der Sitzung unter anderem um die Fortschreibung des allgemeinen Kanalisationsplans, die Arbeiten zur Erschließung des neuen Wohnbaugebiets im Areal "Langes Feld VI", den Auftrag zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen" und einen Antrag auf Aufstockung der Sanierungsmittel für das laufende Sanierungsverfahren "Ortskern Murr III".

Allgemeiner Kanalisationsplan
Städte und Gemeinden bauen und erweitern ihr Kanalnetz und die Anlagen für die Entwässerung (wie zum Beispiel Regenüberlaufbecken) auf der Grundlage eines Allgemeinen Kanalisationsplans (AKP). Der derzeit gültige AKP für Murr stammt aus dem Jahr 1978. Da sich seitdem das Gemeindegebiet durch die Ausweisung neuer Baugebiete mit den zu entwässernden Flächen beträchtlich vergrößert hat, aber auch aufgrund geänderter Rechtsgrundlagen und modifizierter Berechnungsmethoden muss der AKP überarbeitet und fortgeschrieben werden.
In der Sitzung begrüßte Bürgermeister Torsten Bartzsch den Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff. Dieser erläuterte den Mitgliedern des Gremiums die neuen Berechnungsmethoden, mit denen zum Beispiel Regenereignisse und ihre Auswirkungen auf das Kanalnetz besser und genauer simuliert werden können. Überflutungen, Belastung mit Schmutzfrachten und die hydraulischen Verhältnisse müssten in die Berechnung mit einfließen. Ein aktueller AKP sei auch Voraussetzung für die notwendige Erneuerung der wasserrechtlichen Erlaubnisse für Abwasserentlastungsanlagen wie die Regenüberlaufbecken, so Ruoff.
Murrs Kanalnetz umfasst derzeit 32,5 km Kanalstrecken, sieben Regenüberlaufbecken, drei Regenüberläufe und zwei Retentionsbecken. Für die Aufstellung eines aktuellen und neuen Kanalisationsplanes habe das Verbandsbauamt bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Für die Überarbeitung fallen voraussichtlich Kosten in Höhe von knapp 78.000 Euro an.
Die Ratsdamen und -herren stimmten der Überarbeitung des Allgemeinen Kanalisationsplanes einstimmig zu.

Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet "Langes Feld VI (3. Abschnitt)"
Der großen Nachfrage nach neuen Wohnbaugrundstücken hat der Gemeinderat mit dem Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für einen dritten Bauabschnitt im Wohnbaugebiet "Langes Feld VI" Rechnung getragen. Mit dem gleichzeitig eingeleiteten Umlegungsverfahren soll die notwendige Neueinteilung der dortigen Grundstücke erreicht werden. Diese soll im Herbst 2016 abgeschlossen sein, so dass anschließend die Vermarktung der neuen Wohnbaugrundstücke angegangen werden könne.
Dazu ist nach den Worten von Bürgermeister Torsten Bartzsch auch die Erschließung (Kanal-, Leitungs- und Straßenbau) der neuen Flächen notwendig. Der Leiter des Verbandsbauamtes Großbottwar Jürgen Ruoff berichtete, für die Herstellung der Erschließungsanlagen (einschließlich des Fichtenweges, der beim zweiten Bauabschnitt zunächst zurückgestellt worden war) sei ein Aufwand von etwa 1,35 Millionen Euro ermittelt worden.
Der Gemeinderat gab die Erschließungsarbeiten und ihr öffentliche Ausschreibung einstimmig in Auftrag. Über die Auftragsvergabe soll in der Dezember-Sitzung entschieden werden, so dass mit den Arbeiten im Frühjahr 2017 begonnen werden kann.

Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen": Vergabe der Arbeiten
Nach dem Willen des Gemeinderates soll auf dem Dach des Kinderhauses "Regenbogen" am Mühlweg eine Photovoltaikanlage installiert werden, durch die teilweise der Strombedarf der Einrichtung gedeckt werden kann. Dies hat das Gremium am 7. Juni 2016 beschlossen.
Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete, auf die beschränkte Ausschreibung hätten vier Firmen Angebote abgegeben. Das Ratsgremium vergab den Auftrag für Lieferung und Installation der Anlage einstimmig an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma Gross Energiesysteme aus Ilsfeld, zu einem Angebotspreis von rund 17.700 Euro.

Antrag auf Aufstockung der Sanierungsmittel für das Sanierungsgebiet "Ortskern Murr III"
Bürgermeister Torsten Bartzsch und Hauptamtsleiterin Brigitte Keller informierten den Gemeinderat darüber, dass im Rahmen des 2014 gestarteten Sanierungsverfahrens "Ortskern Murr III" erfreulich viele Sanierungsprojekte angegangen und zum Teil auch abgeschlossen worden seien. Bereits letztes Jahr hat die Gemeinde daher beim Land einen Antrag auf Aufstockung der zugesagten Landesmittel gestellt und auch die Bewilligung dafür bekommen.
Angesichts weiterer anstehender Sanierungsmaßnahmen zeige sich, dass der aufgestockte Gesamtförderrahmen von 1,366 Millionen Euro nicht ausreiche und eine weitere Aufstockung beantragt werden sollte. Die Modernisierung der ortsbildprägenden und denkmalgeschützten Gebäude Zehntscheuer, Kirchgasse 12 und Hindenburgstraße 48 u. a. würden mit Sanierungsmitteln gefördert, bei denen bereits eine Deckelung vorgesehen werden musste. Nach Kellers Worten solle eine Aufstockung von 567.000 Euro beantragt werden, so dass sich der Gesamtförderrahmen auf 2,484 Millionen Euro erhöhen würde. Der kommunale Anteil würde sich von 547.000 auf 993.000 Euro erhöhen.
Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich über die Aktivitäten im Rahmen der Ortskernsanierung sehr erfreut und stimmten dem Antrag auf Aufstockung der Mittel einhellig zu.

13.09.2016

Hochwassersensor der Firma Schildknecht am Floßhaussteg misst den Pegelstand

Die Murrer Firma Schildknecht hat vor einiger Zeit am Floßhaussteg einen Hochwassersensor montiert, um die Pegelstände der Murr zu messen und zu überwachen. Die integrierte Funktechnik überträgt die Messwerte in regelmäßigen Abständen. Bei einem Anstieg des Pegels setzt sie in Twitter einen Tweet ab.
Nähere Informationen zu dieser Technik und zur Firma Schildknecht finden Sie unter folgendem Link: https://www.schildknecht.ag/praxisbeispiele/dataeagle-twittert-den-wasserstand-der-murr-brueckemurr/

09.09.2016

Archäologische Untersuchungen im Neubaugebiet „Langes Feld VI (3. Abschnitt)“

Bagger bei Ausgrabungen auf Feldern im Gebiet Langes Feld

Das Landesamt für Denkmalschutz hat in dieser Woche archäologische Untersuchungen im künftigen Neubaugebiet "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" durchgeführt. Die Maßnahme dient dazu, mögliche Funde in dem Gebiet zu bergen, zu dokumentieren und als kulturhistorische Quelle für die Zukunft zu erhalten. In dem Gebiet werden römische Ansiedlungen vermutet.
Mittlerweile sind diese Untersuchungen nicht mehr baubegleitend erlaubt, sie müssen separat vor der Erschließung eines Grundstücks bzw. eines Gebiets durchgeführt werden. Bei der Untersuchung wurden keine Funde festgestellt.

09.09.2016

Neue Auszubildende als Verwaltungsfachangestellte bei der Gemeinde Murr

Portrait Svenja Hellmann

Ich heiße Svenja Hellmann, bin 16 Jahre alt und in Murr geboren und aufgewachsen.
Durch mein Schulpraktikum durfte ich den Beruf der Verwaltungsfachangestellten näher kennenlernen und war mir von da an sicher, dass ich diesen Beruf erlernen möchte. Meinen Schulabschluss habe ich an der Erich-Kästner-Realschule in Steinheim gemacht. Nun freue ich mich auf meine 2 ½ -jährige schöne und lehrreiche Ausbildung mit netten Kolleginnen und Kollegen bei der Gemeinde Murr.

23.08.2016

Diamantene Hochzeit von Lieselotte und Gerhard Pfizenmaier

Von links nach rechts: Gerhard und Lieselotte Pfizenmaier und Gemeinderat Gunter Hekel

Am Donnerstag, 11. August 2016, konnte das Ehepaar Lieselotte und Gerhard Pfizenmaier das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern.
Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister Gunter Hekel überreichte ihnen am Freitag anlässlich ihres Ehrentages einen Geschenkkorb der Gemeinde. Ebenso konnte er eine Urkunde des Ministerpräsidenten und die Glückwünsche des Landrats überbringen.
Wir wünschen dem Ehepaar Pfizenmaier noch viele gemeinsame Jahre bei guter Gesundheit.

05.08.2016

Mineralwellenfreibad Steinheim-Murr: 100.000ste Besucherin der Saison begrüßt

Von links nach rechts: Bürgermeister Torsten Bartzsch, Alissia Schrof, Brigitte Schrof, Katrin Schulze (Schwimmmeisterin)

Nachdem sich die Sonne in den letzten Tagen von ihrer besten Seite zeigte, konnte am Mittwoch, dem 27. Juli 2016, um 15.00 Uhr die 100.000ste Besucherin im Wellarium begrüßt werden.
Als 100.000ste Besucherin der Saison wurde Frau Brigitte Schrof aus Murr mit ihrer Tochter Alissia begrüßt. Frau Schrof kommt sehr oft ins Wellarium, seit 2008 holt sie sich jedes Jahr zu Beginn der Freibadsaison eine Jahreskarte.
Daher war die Freude besonders groß, als Bürgermeister Torsten Bartzsch ihr einen Gutschein für eine Saisonkarte 2017 zusammen mit einem Blumenstrauß überreichte.

05.08.2016

Neuer Marktstand auf dem Wochenmarkt

Der neue Marktstand mit seinem Händler auf dem Dorfplatz

Der samstägliche Wochenmarkt auf dem Dorfplatz hat Zuwachs bekommen. Zu den beiden bisherigen Marktständen mit Obst und Gemüse bzw. mit Eiern und Geflügelprodukten ist ein neuer Anbieter dazugekommen.
An dem neuen Stand gibt es Olivenöl und kulinarische Köstlichkeiten direkt aus Spanien.
Es bleibt zu hoffen, dass diese neuen Angebote gut angenommen werden, damit der Händler auch dauerhaft zum Wochenmarkt kommen kann.

29.07.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 26. Juli 2016)

Eine Tagesordnung mit den unterschiedlichsten Themen lag den Mitgliedern des Gemeinderats vor, als sie sich am Dienstag, dem 26. Juli 2016, auf Einladung und unter Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zur letzten planmäßigen Sitzung vor der Sommerpause trafen.
Bei der Sitzung ging es um die Änderung des Bebauungsplanes für die Sportanlagen im Murrtal, um die rechtlichen Voraussetzungen für den Neubau eines Jugendhauses in diesem Bereich zu schaffen, um eine Anpassung der Hundesteuersatzung, um die Änderung der Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit und um einen Beschluss über die Annahme von Spenden durch die Gemeinde.

Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Sportanlagen Murrtal - 1. Änderung"
Im Rahmen der Beratungen über den Neubau eines Jugendhauses hat sich der Gemeinderat nach sorgfältiger Abwägung für einen Standort im Murrtal am Hermannsplatz ausgesprochen. Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für diesen Neubau zu schaffen, muss der Bebauungsplan "Sportanlagen Murrtal" aus dem Jahr 1977 geändert werden. Die dort festgesetzte Nutzung als Sondergebiet für Sport, Spiel und Freizeitzwecke soll für das Baugrundstück des Jugendhauses in die Festlegung Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Jugendhaus und Anlagen für soziale Zwecke geändert werden. Zudem müssen in dem Planverfahren besonders die Belange des Hochwasserschutzes, des Wasserschutzes und des Biotop- und Artenschutzes berücksichtigt werden.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, ein Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes "Sportanlagen Murrtal" einzuleiten.

Neufassung der Hundesteuersatzung
Nach Aufhebung des Hundesteuergesetzes hat die Gemeinde Murr - wie viele andere Kommunen auch - im Jahr 1996 eine Hundesteuersatzung erlassen. Danach wird die Hundesteuer seit vielen Jahren in unveränderter Höhe (72 Euro jährlich) erhoben.
Wie Bürgermeister Torsten Bartzsch in der Sitzung schilderte, hätten einige Beiß-Attacken in jüngster Vergangenheit dazu geführt, sich Gedanken über eine Regelung über Kampfhunde und andere potentiell gefährliche Hunde in der Hundesteuersatzung zu machen. Auch habe die Gemeinde durch Aufstellen zusätzlicher Abfallbehälter an den Wegen, die von Hundehaltern besonders frequentiert werden, den Service für diese erhöht.
Daher lag den Mitgliedern des Gremiums ein Vorschlag für die Änderung der Hundesteuersatzung vor, mit dem die Hundesteuer von bisher 72 Euro pro Hund und Jahr auf 84 Euro erhöht werden soll. Damit sei Murr im Vergleich zu den Gemeinden in der Nachbarschaft immer noch sehr günstig, so der Schultes. Zudem solle künftig der fünffache Steuerbetrag für Kampfhunde erhoben werden. Wenn jemand mehrere Hunde halte, erhöhe sich der Betrag; bei zwei oder mehr Kampfhunden sogar um das Zehnfache. Damit solle eine Abschreckung vor dem Halten von Hunden erreicht werden, von denen man annehmen müsse, dass sie eine Gefahr für Leib und Leben von Mensch und Tier darstellen.
Das Ratsgremium teilte diese Auffassung und stimmte der entsprechenden Änderung und Neufassung der Hundesteuersatzung zu.

Änderung der Satzung über die Entschädigung ehrenamtlicher Tätigkeit
Wie alle Kommunen hat auch die Gemeinde Murr eine Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit. Nach dieser werden Tätigkeiten, die Bürgerinnen und Bürger im Auftrag der Gemeinde ehrenamtlich verrichten, zum Beispiel als Gemeinderat oder als hinzugezogener sachkundiger Einwohner, sowie der damit verbundene Aufwand entschädigt.
Aufgrund einer Änderung der Gemeindeordnung Ende 2015 soll künftig auch der Aufwand, den ehrenamtlich Tätige für die entgeltliche Betreuung von pflege- oder betreuungsbedürftigen Angehörigen während der Ausübung ihres Ehrenamtes haben, erstattet werden. Daher muss diese Regelung auch in die Murrer Satzung übernommen werden.
Wie vorgeschlagen, beschloss der Gemeinderat die entsprechende Satzungsänderung einstimmig. Danach kann ein ehrenamtlich Tätiger künftig entsprechende Pflege- oder Betreuungskosten bei Ausübung seines Ehrenamtes gegen Vorlage von Belegen erstattet bekommen.

Annahme von Spenden
Nach den Bestimmungen der baden-württembergischen Gemeindeordnung muss der Gemeinderat regelmäßig über die Annahme von Spenden, die der Gemeinde zugeflossen sind, und deren Verwendung unterrichtet werden und über sie entscheiden.
Den Ratsdamen und -herren lag in der Sitzung eine Aufstellung der Spenden von Januar bis Juni 2016 vor. Danach hat die Gemeinde insgesamt Spenden in der Höhe von knapp 2.300 Euro erhalten. Sie sollen nach dem Willen der Spender der Ortsbücherei, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Jugendhaus und dem Arbeitskreis Asyl zugute kommen.
Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich erfreut über Höhe und Anzahl der Spenden und stimmten ihrer Annahme und den Verwendungszwecken einstimmig zu.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch das Ratsgremium über Schäden am Floßhaussteg. Bei einer Brückenprüfung waren Mängel an der ortszugewandten, nicht überdachten Auffahrtsrampe festgestellt worden. Nach dem Willen des Gemeinderates sollen diese nach Möglichkeit im Bau- und Materialstil des Holzsteges saniert werden. Ein entsprechender Auftrag zur Ermittlung des Sanierungsaufwandes wird an das eingeschaltete Ingenieurbüro vergeben.
Des Weiteren informierte der Schultes über die Einführung einer Bläserklasse an der Lindenschule in Kooperation mit dem Musikverein und die finanzielle Unterstützung dieses Projektes durch die Gemeinde, über die Abschaffung des "Grünen Pfeils" an der Ausfahrt der Bietigheimer Straße in die L 1100 oberhalb des Bergkeltertunnels auf Anordnung des Landratsamtes wegen häufiger Unfälle und die Anordnung von "Tempo 30" in der Zeit von 22 bis 6 Uhr in der Steinheimer Straße durch das Landratsamt auf Grundlage des Lärmaktionsplanes.

29.07.2016

Monika Buchstab 25 Jahre im öffentlichen Dienst und bei der Gemeinde Murr

Urkunde und Blumenstrauß als Dank für 25 Jahre im öffentlichen Dienst und bei der Gemeinde gab es für Erzieherin Monika Buchstab aus den Händen von Bürgermeister Torsten Bartzsch
Monika Buchstab (rechts) und Bürgermeister Torsten Bartzsch (links) mit Urkunde und Blumenstrauß

Der Erzieherin Monika Buchstab vom Kindergarten "Murrer Strolche" am Mühlweg sprach Bürgermeister Torsten Bartzsch in diesen Tagen Dank und Anerkennung für ihre 25-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst und gleichzeitig bei der Gemeinde Murr aus.
Buchstab hat im Rahmen ihrer Ausbildung ihr Anerkennungspraktikum im Kindergarten Pfarrgasse absolviert, danach trat sie als Zweitkraft in den Kindergarten Mühlweg ein. Nach einer Erziehungspause nahm sie ihre Tätigkeit dort zunächst halbtags wieder auf und hat sich dann seit vielen Jahren bis heute als Gruppenleiterin um unzählige Murrer Kinder gekümmert.
Auf die Frage von Bürgermeister Bartzsch, wie sie die Änderungen in ihrer Arbeit über die Jahre einschätze, urteilte sie, das Beobachten und die Theorie hätten über die Jahre immer mehr Raum eingenommen. Wichtig seien ihr aber in erster Linie der direkte Kontakt mit den Kindern und die praktische Arbeit für deren Wohlergehen. Das mache ihr nach wie vor sehr viel Freude.
Bürgermeister Torsten Bartzsch überreichte Monika Buchstab neben der offiziellen Urkunde einen Blumenstrauß, dankte ihr für den Einsatz für die Gemeinde und die Kinder und wünschte ihr für ihre Zukunft weiterhin viel Gesundheit, Freude bei der Arbeit und Tatkraft.

29.07.2016

Haupteingangstüren im Bürger- und Rathaus öffnen ab sofort automatisch

Die vier Türen des Bürger- und Rathauses zum Dorfplatz hin öffnen jetzt automatisch
Eingangstür des Bürger- und Rathauses mit Schild als Hinweis auf das automatische Öffnen

Seit Mittwoch, 13. Juli 2016, öffnen die insgesamt vier Haupteingangstüren (zwei nach innen, zwei nach außen) vom Dorfplatz in das Bürger- und Rathaus automatisch. Die Umrüstung erfolgte zur Verbesserung der Barrierefreiheit.
Immer wieder hatten Personen mit Kinderwägen, Rollstühlen und vermehrt Rollatoren den Hinweis gegeben, dass die Türen sehr schwierig zum Öffnen sind. Insbesondere bei den beiden Eingangstüren entstanden Probleme, da diese nur nach außen aufgehen.
Deshalb wurden nun an allen vier Türen Sensorleisten mit Bewegungsmeldern und Motoren angebracht, die die Türen automatisch öffnen.
Die Kosten für die Umrüstung in Höhe von ca. 12.800 Euro werden zu rund 60 % durch Fördermittel des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes vom Bund übernommen.

29.07.2016

Schäden am Floßhaussteg festgestellt

An der stark beschädigten Rampe des Floßhausstegs wurden provisorische Sicherungen angebracht
Geländer an der Rampe zum Floßhaussteg mit provisorischen Sicherungen

Bei einer Brückenprüfung des im Jahr 1986 gebauten Floßhausstegs wurden im Bereich der nicht überdachten Rampe große Schäden festgestellt. Die Holzkonstruktion ist in diesem Bereich im Laufe der Jahre witterungsbedingt stark beschädigt worden.
Um die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten, wurden deshalb an den beiden Geländern provisorische Sicherungen angebracht. Die Rampe muss grundlegend saniert werden. Der überdachte Teil des Stegs ist weitestgehend intakt.

08.07.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 5. Juli 2016)

Auf Einladung von Bürgermeister Torsten Bartzsch trafen sich die Mitglieder des Murrer Gemeinderats am Dienstag, dem 5. Juli 2016, im Ratssaal des Bürger- und Rathauses zu einer turnusmäßigen Sitzung, bei der auch einige Zuhörerinnen und Zuhörer und Vertreter der Presse anwesend waren.
Auf der Tagesordnung standen unter anderem die polizeiliche Kriminalstatistik für 2015, die Erneuerung des Funkraumes im Feuerwehrhaus am Lindenweg, die Elternbeiträge für die Kindergärten und die Kleinkindbetreuung, die Umstellung von Teilbereichen der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, die Erhöhung des Zuschusses für die Musikschule Marbach-Bottwartal, die Vergabe weiterer Arbeiten für das Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30, eine Regelung für einen verkaufsoffenen Sonntag am diesjährigen Kirbewochenende und der Finanzzwischenbericht zur Jahresmitte.

Polizeiliche Kriminalstatistik
Seit längerem ist es Brauch, dass das Ratsgremium regelmäßig von Vertretern der örtlichen Polizei über die Kriminal- und Unfallstatistik eines Jahres informiert wird. So konnte Bürgermeister Torsten Bartzsch in der aktuellen Sitzung den Leiter des auch für Murr zuständigen Polizeipostens Steinheim Polizeihauptkommissar René Kießlich begrüßen.
Kießlich bezeichnete Murr zu Beginn seiner Erläuterungen aus polizeilicher Sicht im Jahr 2015 als unauffällig. Die Zahlen der verschiedenen Straftaten und Delikte seien im Vergleich zu den Vorjahren durchgehend auf ähnlichem Niveau oder zurückgegangen. Kleinere Steigerungen würden nicht nur an einer gestiegenen Fallzahl liegen, sondern hätten - wie zum Beispiel bei den Rauschgiftdelikten - auch andere Gründe: So seien die Kräfte beim Polizeirevier Marbach verstärkt worden und könnten nun vermehrt vor Ort den Rauschgiftdelikten nachgehen. Oder es ziehe die Ermittlung eines Täters durch dessen Handy-Kontaktdaten eine Vielzahl anderer Täterermittlungen nach sich. Auch wenn Wohnungseinbrüche für die Betroffenen besonders belastend seien, so ist ihre Zahl 2015 zurückgegangen, so Kießlich.
Bei den Tatverdächtigen seien im vergangenen Jahr weniger Nicht-Deutsche und kaum Jugendliche und keine Kinder festgestellt worden, was erfreulich sei. Einige Verursacher von Sachbeschädigungen im Ortskern oder bei der Schule seien der Polizei bekannt und würden verstärkt beobachtet.
Nach den Worten von Kießlich weise Murr im Jahr 2015 keinerlei Unfallschwerpunkt mehr auf.
Der Steinheimer Postenchef lobte die gute und reibungslose Zusammenarbeit zwischen Polizei und Murrer Gemeindeverwaltung. Der gegenseitige Informationsaustausch erleichtere die Arbeit sehr.

Erneuerung des Funkraums im Feuerwehrhaus
Das Feuerwehrhaus am Lindenweg wurde 1987 eingeweiht. Technik und Einrichtung des Funkraumes entsprechen schon einige Zeit nicht mehr den modernen Anforderungen.
Feuerwehrkommandant Marcus Leibbrandt, der von Schultes Bartzsch in der Sitzung begrüßt wurde, schilderte, dass demnächst die digitale Alarmierung der Feuerwehren im ganzen Landkreis Ludwigsburg eingeführt werde und man daher die Modernisierung der Technik in Murr nicht länger aufschieben könne. In diesem Zuge müsste auch die ganze Haustechnik des Gebäudes sowie die Ausstattung des Funkraumes saniert werden. Dazu wurden Angebote eingeholt. Der Gesamtaufwand für Erneuerung der Funktechnik, der EDV-Technik, der Elektroarbeiten, der notwendigen Software-Ausstattung und der Möblierung betrage danach knapp 47.000 Euro.
Nach den Worten des Kommandanten habe man sich bei der Auswahl auf das Notwendige beschränkt. Mit der neuen Technik könne auch die direkte Anbindung an die zentrale Leitstelle in Ludwigsburg eingerichtet werden.
Zusätzlich wurde vorgeschlagen, im Kommandantenzimmer die vorhandene Möblierung teilweise zu erneuern und zu ergänzen, was rund 5.300 Euro erfordert.
Der Gemeinderat bezeichnete es als wichtig, dass die örtliche Feuerwehr technisch auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werde und stimmte den vorgeschlagenen Maßnahmen einstimmig zu.

Neufestsetzung der Elternbeiträge für die Kindergärten
Das Ratsgremium hat sich zuletzt im Juli 2015 mit den Elternbeiträgen für die Kindergärten befasst. Es beschloss damals Elternbeiträge in der Höhe des "Landesrichtsatzes", der regelmäßig von den kommunalen Spitzenverbänden und den Kirchenleitungen als Empfehlung an die Kommunen erarbeitet wird.
Vor allem aufgrund des Tarifabschlusses für das Personal in den Kinderbetreuungseinrichtungen haben sich die Rahmenbedingungen für die Finanzierung deutlich verändert, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläuterten. Deswegen werde eine moderate Erhöhung der Elternbeiträge ab September 2016 vorgeschlagen. Die verschiedenen Betreuungszeiten in Murr, die Personalausstattung und die ergänzenden Angebote seien in der Vergangenheit quantitativ und qualitativ stark ausgebaut worden, was von den Eltern sehr geschätzt werde. Der Anteil der Elternbeiträge an den Gesamtkosten in Höhe von aktuell 1,2 Millionen Euro, die im Jahr 2016 voraussichtlich aufgewendet werden müssen, liege in Murr mit 13 % weit unter dem landesweit empfohlenen Richtwert von 20 %. Daher sei eine Neufestsetzung notwendig und geboten.
Einzelne Mitglieder des Gremiums sprachen sich gegen eine Erhöhung aus. Man müsse den landesweiten Empfehlungen nicht folgen. Die Gemeinde könne es sich finanziell leisten, in diesem Bereich Familien finanziell nicht weiter zu belasten. Auch in anderen Bereichen (zum Beispiel Wasserzins, Gewerbe- und Grundsteuer) würden die Abgaben nicht erhöht, da dürfe gerade im sozialen Bereich keine Ausnahme gemacht werden.
Bürgermeister Torsten Bartzsch bezeichnete es unter anderem als Gebot der Solidarität der Kommunen untereinander, wenn bei den Elternbeiträgen nicht allzu große Unterschiede gemacht würden. Wenn man auf Kindergartenbeiträge ganz oder teilweise verzichten wolle, sei in erste Linie das Land Baden-Württemberg in der Pflicht, die Finanzausstattung der kommunalen Betreuungseinrichtungen zu unterstützen, nicht die Städte und Gemeinden.
Für Familien, die die Beiträge nicht tragen können, gebe es beim Landratsamt die Möglichkeit der gesamten oder teilweisen Kostenübernahme.
Zum Ende der Beratung stimmte der Gemeinderat der vorgeschlagenen Erhöhung der Elternbeiträge ab September 2016 um 1,00 bis 4,00 Euro (je nach Kinderzahl in der Familie) mit großer Mehrheit zu.

Neufestsetzung der Elternbeiträge für die Kleinkindbetreuung
Zeitgleich mit den Kindergartenbeiträgen wurden im Juli 2015 auch die Beiträge für die Kleinkindbetreuung am Kinderhaus "Regenbogen" vom Gemeinderat neu festgesetzt. Als Anreiz für die Eltern, einen Platz im neuen Kinderhaus zu belegen, waren die Beiträge vorher "eingefroren" und für die Zeit danach eine stufenweise Anpassung beschlossen worden. Nachdem 2015 die erste Stufe umgesetzt wurde, lag dem Gemeinderat nun ein Vorschlag für die zweite Stufe zum Beginn des Kindergartenjahres 2016/17 vor.
Danach sollen die Beiträge - ebenfalls abgestuft nach der Zahl der Kinder in einer Familie - zwischen 3,00 und 18,00 Euro auf 66,00 (bei vier Kindern in einer Familie) bzw. 327,00 Euro (bei einem Kind in einer Familie) angehoben werden. Wie bei den Kindergärten, werden die Beiträge für Ganztagesbetreuung bzw. für andere Betreuungsformen auf Grundlage dieser Sätze unter Berücksichtigung des anderen Stundenaufwandes hochgerechnet. Mit den vorgeschlagenen Sätzen solle, so Kämmerer Albrecht Keppler, keine Erhöhung der Kostendeckung, sondern lediglich ein weiterhin angemessener Anteil der Eltern an den steigenden Gesamtkosten erreicht werden. Die Vertreter der Eltern hätten im Kindergartenausschuss den Anpassungsvorschlag mit großem Verständnis aufgenommen.
Während einige Ratsmitglieder die vorgeschlagene Erhöhung für viele betroffene Familien als zu große Belastung bezeichneten und auch hier einen Verzicht aus sozialen Gründen wünschten, bezeichneten andere es als gerecht, dass auch die Eltern ihren Anteil am steigenden Aufwand für das gute Angebot tragen.
Mit großer Mehrheit wurde der vorgeschlagenen Beitragsanpassung zugestimmt.

Umstellung von Teilbereichen der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik
Die Technik der Straßenbeleuchtung habe sich in den letzten Jahren stark verändert, so Bürgermeister Torsten Bartzsch. 2010 wurde die Beleuchtung in Murr komplett von den alten Quecksilberdampflampen auf Natriumdampflampen umgestellt, wodurch viel Energie und damit auch Kosten gespart werden konnten.
Mittlerweile habe sich die LED-Technik etabliert und sei auch viel billiger geworden. Der Schultes schlug daher vor, die Murrer Straßenlaternen auf LED-Technik umzustellen. In einem ersten Schritt sollten Leuchtkörper, die besonders viel Strom verbrauchen, ersetzt werden. Dies betreffe die Bietigheimer Straße, die Heilbronner Straße, die Hindenburgstraße (zwischen Blattert-Kreuzung und Heerstraße), die Straße Im Langen Feld, die Marbacher Straße und den Bereich am Bergkeltertunnel. Im Vergleich zu den bisherigen Leuchtmitteln könnten mit LED-Leuchten ca. 70 % Strom gespart werden.
Nach einem Angebot der Süwag Energie AG koste die Umrüstung etwa 28.000 Euro; die Masten könnten beibehalten werden. Aus einem Förderprogramm des Bundes für Klimaschutzinvestitionen könne die Gemeinde einen Zuschuss von 20 % der Investitionskosten bekommen.
Die Ratsdamen und -herren begrüßten diesen Vorschlag, durch den viel Energie gespart werden könne und billigten die Umrüstung der Straßenlampen in den vorgeschlagenen Straßenzügen einstimmig.

Erhöhung des Zuschusses an die Musikschule Marbach-Bottwartal
Die Musikschule Marbach-Bottwartal - 1972 gegründet und seit 1976 hauptsächlich von den Städten Steinheim an der Murr und Marbach am Neckar getragen - finanziert sich durch die Übernahme des Abmangels durch die beiden Trägerstädte und durch Zuschüsse von den Gemeinden, aus denen die Schülerinnen und Schüler der Musikschule kommen, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte. Diese Zuschüsse seien unterschiedlich hoch.
Seit 2011 gebe die Gemeinde Murr pro Kind und Jahr 100 Euro, wobei die Zuschüsse direkt den Kindern aus der jeweiligen Kommune zugute kommen. Aus Murr besuchen derzeit 47 Kinder den Unterricht in der Musikschule.
Ab Oktober 2016 müssten die Musikschul-Gebühren aufgrund höherer Tarifabschlüsse für die Lehrkräfte angehoben werden, wie die Musikschule die Kommunen informiert habe. Bartzsch schlug vor, den Murrer Zuschuss von 100 auf 120 Euro pro Kind und Jahr anzuheben, um diese Gebührenerhöhung für die Murrer Kinder abzufedern.
Die Musikschule leiste eine wichtige musikpädagogische Arbeit, hieß es im Gremium, und daher stimmte der Gemeinderat dem Vorschlag einstimmig zu.

Neubauprojekt Hindenburgstraße 28/30
Der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses Hindenburgstraße 28/30 schreite weiter voran, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch berichtete, und daher müssten weitere Aufträge vergeben werden. Einstimmig gab der Gemeinderat die Natursteinarbeiten, die Bodenbelagsarbeiten, die Fliesenarbeiten, die Schlosserarbeiten, die Malerarbeiten, die Arbeiten für die Außenanlagen und die Arbeiten für Lieferung und Montage der Innentüren und der Schließanlagen an die jeweils günstigsten Bieter in Auftrag.

Verkaufsoffener Sonntag am Kirbewochenende
Traditionell wird in Murr am zweiten September-Wochenende die Murrer Kirbe begangen. Für dieses Jahr hat der Handels- und Gewerbeverein wieder einmal beantragt, am Kirbesonntag, dem 11. September 2016, aus Anlass der Murrer Kirbe einen verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten. Dies muss auf Grundlage des Ladenöffnungsgesetzes von der Gemeinde genehmigt werden. Das Ratsgremium verabschiedete zu diesem Zweck einstimmig eine entsprechende Satzung.

Finanzzwischenbericht
Wie immer zur Jahresmitte wurde den Mitgliedern des Gremiums ein Zwischenbericht zum Stand der Gemeindefinanzen vorgelegt und von Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläutert. Danach konnte die Gemeinde zum Stichtag 22. Juni 2016 über 36 % der im Haushaltsplan für 2016 eingeplanten Einnahmen verfügen und hatte 31 % der vorgesehenen Ausgaben getätigt. Die Entwicklung der Einnahmen aus Gewerbesteuer sei recht erfreulich, so Keppler, doch müsse man hier auch immer mit beträchtlichen Schwankungen rechnen.
Im Großen und Ganzen zeigen die Zahlen von Einnahmen und Ausgaben, dass sich die Finanzen der Gemeinde im laufenden Jahr so entwickeln, wie im Haushaltsplan prognostiziert. Man könne dem weiteren Verlauf des Jahres daher ruhig entgegensehen.

13.06.2016

Aus dem Gemeinderat (Sitzung vom 7. Juni 2016)

Eine umfangreiche Tagesordnung mit den unterschiedlichsten Themen hatte der Murrer Gemeinderat zu bearbeiten, als er sich am Dienstag, 7. Juni 2016, unter dem Vorsitz von Bürgermeister Torsten Bartzsch zu einer turnusmäßigen Sitzung im Ratssaal des Bürger- und Rathauses traf. Bartzsch konnte neben den Mitgliedern des Gremiums auch einige interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer und Vertreter der Presse zur Sitzung begrüßen.
Die wichtigsten Themen des Sitzungsabends waren die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen", die Behandlung des Entwurfs eines Bebauungsplans für das Thürrauch-Areal, die Rechnungsabschlüsse der Gemeindekasse und der Wasserversorgung, die Vergabe von weiteren Bauaufträgen für zwei Bauprojekte der Gemeinde und der Beschluss über die Verwendung von Zuschüssen im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes.
Vor Eintritt in die Tagesordnung informierte Bürgermeister Torsten Bartzsch darüber, dass die einjährige Testphase für das Verkehrs- und Parkierungskonzept, das letztes Jahr für die Ortsdurchfahrt beschlossen worden war, nun abgeschlossen sei und die Resonanz darauf und die offizielle Beurteilung durch alle beteiligten Stellen (z. B. Landratsamt Ludwigsburg) durchweg positiv ausgefallen seien. Da noch einige kleine Änderungen vorgeschlagen wurden, soll die Testphase bis Ende dieses Jahres verlängert werden.

Photovoltaikanlage auf dem Kinderhaus "Regenbogen"
Um erneuerbare Energien zu fördern, lag dem Gemeinderat ein Vorschlag vor, auf dem Dach des seit Januar 2013 geöffneten Kinderhauses "Regenbogen" am Mühlweg eine Photovoltaikanlage zu errichten. Bürgermeister Torsten Bartzsch begrüßte dazu in der Sitzung den Ingenieur für Elektrotechnik Hansjörg Wirsig, der den Mitgliedern des Gremiums die Eckdaten dazu erläuterte.
Danach könnte auf dem Dach eine Anlage installiert werden, die pro Jahr 9.000 kWh Strom erzeugt. Wirsig hat berechnet, dass dieser Strom zu ca. 57 % vom Kinderhaus selbst genutzt und zu ca. 43 % in das Stromnetz eingespeist werden könnte. Bei einem Kostenaufwand für Erwerb und Installation von rund 21.5000 Euro und einer angenommenen Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren hätte sich eine solche Anlage in etwa 12 bis 13 Jahren amortisiert.
In der Beratung wurde gefragt, ob der nicht vom Kinderhaus genutzte Strom nicht gespeichert anstatt ins Netz eingespeist werden könne, um direkt vor Ort, zum Beispiel für eine Ladestation für Elektro-Fahrzeuge, genutzt zu werden und ob das gesamte Gebäude-Ensemble aus Kinderhaus, Kindergarten und dem entstehenden Neubau für die Ganztagesbetreuung über einen zentralen Stromzähler laufen könne, um günstigere Einspeise-Bedingungen zu erreichen. Der zusätzliche technische und bauliche Aufwand dafür, so der Ingenieur, sei so hoch, dass die Gesamt-Investitionen nicht mehr wirtschaftlich seien.
Mit dem zusätzlichen Wunsch aus der Mitte des Gremiums, zu prüfen, ob bei der Ausschreibung auch Produkte aus Deutschland angeboten werden können, wurde die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kinderhauses einstimmig befürwortet.

Bebauungsplan "Thürrauch-Areal": Feststellung des Entwurfs
Nach der Insolvenz der Firma "Thürrauch" stellte sich die Frage nach einer neuen Nutzung der firmeneigenen Grundstücke zwischen Steinäckerstraße, Heerstraße und Frauenstraße. Um dort in unmittelbarer Nähe der Ortsmitte die Entstehung verschiedener Wohnformen zu ermöglichen, beschloss der Gemeinderat im März 2015, einen Bebauungsplan mit dem Namen "Thürrauch-Areal" aufzustellen. Stadtplanerin Petra Zeese vom Stuttgarter Planungsbüro FPZ wurde mit der Erstellung eines städtebaulichen Konzeptes beauftragt. Dieses wurde in verschiedenen intensiven Beratungen des Gemeinderates und in Gesprächen mit den Eigentümern und einem Bauträger, der einen Großteil des Areals erworben hatte, immer weiter konkretisiert und präzisiert.
Jetzt lag dem Ratsgremium der daraus hervorgegangene Bebauungsplan-Entwurf vor, der von Planerin Petra Zeese in der Sitzung erläutert wurde. Danach sollen - voraussichtlich in drei Bauabschnitten - rund um einen so genannten Quartiersplatz überwiegend Gebäude für Wohnnutzung im Geschosswohnungsbau, aber auch Reihen- und Stadthäuser entstehen. Gedacht ist im Grundsatz an einen urbanen Gebäudetyp mit vorwiegend flachen Dächern. Geprägt werden soll das Areal von Gebäuden, die in Ausmaß, Höhe und Form an die vorhandene Bebauung in Frauenstraße, Heerstraße und Steinäckerstraße angepasst sind, aber zum Beispiel in ihrer Gestaltung, mit Penthäusern und möglichst hochwertiger Architektur auch eigene Akzente setzen sollen. Durch sehr detaillierte Festsetzungen im Bebauungsplan soll erreicht werden, dass die Grundzüge des städtebaulichen Entwurfs weitgehend in tatsächliche Architektur umgesetzt werden. Die notwendigen Stellplätze für das neue Wohnquartier finden in einer Tiefgarage Platz, die ihre Zufahrt von der Heerstraße her erhält, so Zeese.
In der Beratung wurde der Bebauungsplan-Entwurf einhellig positiv bewertet. Es sei sehr gut gelungen, die Vorstellungen des Gemeinderates über ein hochwertiges, differenziertes und städtebaulich anspruchsvolles neues Wohnquartier unmittelbar in der Ortsmitte umzusetzen. Wenn es gelinge, dass dies die Bauherren und Architekten bei der konkreten Bebauung so umsetzen, sei das neue Areal für Murr ein mutiger Schritt. Der Entwurf des Bebauungsplans wurde vom Gremium einstimmig verabschiedet; er wird nun zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich ausgelegt.

Jahresrechnung 2015
Mit durchweg positiven Zahlen konnten Bürgermeister Torsten Bartzsch und Gemeindekämmerer Albrecht Keppler den Ratsdamen und -herren den Rechnungsabschluss für das Jahr 2015 präsentieren. Mit einem Gesamtergebnis von 20,8 Millionen Euro, davon 15, 8 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt (dem höchsten Volumen in der Gemeindegeschichte) und knapp 5 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, konnte die Gemeindekasse das vergangene Jahr abrechnen. Die Abweichung zu den Zahlen der Haushaltsplanung lag mit etwa 1,5 Millionen Euro im Rahmen und resultiert vor allem aus höher ausgefallenen Einnahmen. Hervorragend waren auch im vergangenen Jahr die Steuereinnahmen der Gemeinde; allein aus der Gewerbesteuer und dem Anteil an der Einkommenssteuer konnten 2015 zusammen rund 7,7 Millionen Euro eingenommen werden, rund 100.000 Euro mehr als geplant. Allerdings mussten 40 % der gesamten Steuereinnahmen als Umlagen wieder an Kreis, Land und Bund abgegeben werden.
Aus der positiven Entwicklung des Verwaltungshaushalts resultiert mit rund 2,4 Millionen Euro eine um 800.000 höhere Zuführung an den Vermögenshaushalt als im Plan vorgesehen. Positiv, so Keppler weiter, sei auch die Schuldenfreiheit der Gemeinde und die Rücklage in Höhe von knapp 35 Millionen Euro zum Jahresende 2015.
Die Mitglieder des Gremiums und Bürgermeister Torsten Bartzsch dankten dem Kämmerer für diesen hervorragenden Rechnungsabschluss und stimmten ihm einhellig zu.

Jahresabschluss der Wasserversorgung für 2015
Ebenfalls positiv fiel der Rechnungsabschluss der gemeindlichen Wasserversorgung für das Jahr 2015 aus, der dem Ratsgremium anschließend von Gemeindekämmerer Albrecht Keppler erläutert wurde. Wegen des trockenen Sommers im letzten Jahr sind die Wasserabgabe und damit auch die Umsatzerlöse deutlich gestiegen. Angewachsen seien allerdings auch die Ausgaben, was auf eine deutlich höhere Zahl von Wasserrohrbrüchen und den damit verbundenen Reparaturaufwand zurückzuführen ist. Mit einem Jahresgewinn von gut 9.000 Euro fiel das Rechnungsergebnis der Wasserversorgung nahezu ausgeglichen aus. Der seit 2013 geltende Gebührensatz ("Wasserzins") von 1,75 Euro/cbm war kostendeckend und muss nach Keppler auch 2016 nicht erhöht werden.
Auch dieses Rechnungsergebnis wurde vom Ratsgremium mit Lob und einer einstimmigen Zustimmung zur Kenntnis genommen.

Vergabe weiterer Aufträge für Neubauprojekte der Gemeinde
Beim Neubau des Anbaus für die Ganztagesbetreuung am Kindergarten Mühlweg kann man, so Bürgermeister Torsten Bartzsch, nun schon deutliche Fortschritte erkennen: die Baugrube sei ausgehoben und die Rohbaufirma habe begonnen. Daher stand die Vergabe weiterer Aufträge für diese Baumaßnahme auf der Tagesordnung. Vergeben wurden die Aufträge für die Gewerke Bodenbeläge, Estricharbeiten, Fliesen- und Plattenarbeiten, Schlosserarbeiten, Malerarbeiten, mobile Trennwände, Innen- und Außenputzarbeiten, Trockenbau- und Schreinerarbeiten.
Für den gemeindeeigenen Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses Hindenburgstraße 28 und 30 wurden die Estricharbeiten vergeben. Die Aufträge gingen jeweils an die günstigsten Bieter, die nach Prüfung als solide und leistungsfähig eingestuft werden konnten.

Kommunalinvestitionsförderungsgesetz
Unter diesem etwas sperrigen Titel hat der Bund die Förderung von Maßnahmen zur strukturellen Förderung der Länder beschlossen. Die Förderkriterien dazu wurden jeweils von den Bundesländern definiert. In Baden-Württemberg haben das Finanz- und Wirtschafts- und das Innenministerium geregelt, dass mit den bewilligten Mitteln vor allem Infrastrukturmaßnahmen zur Lärmbekämpfung, Maßnahmen zum Barriereabbau, zur energetischen Sanierung, für die Luftreinhaltung und für die Bildungsinfrastruktur gefördert werden sollen.
Die Gemeinde Mur erhalte aus diesem Fördertopf ein Budget von 23.760,54 Euro, wie Bürgermeister Torsten Bartzsch informierte. Er schlug dem Gremium vor, damit zum Einen die Umrüstung der Fußgängerampeln an der Kreuzung Hindenburgstraße/Heerstraße und an der Blattert-Kreuzung auf LED-Technik und die Ausrüstung mit Blindensignalisierung zu finanzieren. Die Kosten dafür würden sich auf 21.362,88 Euro belaufen.
Zum Anderen sollen die Türen des Haupteingangs zum Bürger- und Rathaus mit einem automatischen Drehtürantrieb ausgerüstet werden, um Menschen im Rollstuhl, mit einem Rollator oder einem Kinderwagen den Zugang zu dem Gebäude deutlich zu erleichtern. Diese Maßnahme koste dem vorliegenden Angebot zufolge 12.780,60 Euro.
Mit dem Regierungspräsidium Stuttgart wurde bereits geklärt, dass beide Maßnahmen auch gefördert werden könnten. Beide Vorschläge wurden vom Ratsgremium einhellig begrüßt und auch so beschlossen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 34.143,48 Euro muss die Gemeinde nach Abzug der Fördermittel noch einen Anteil von 10.382,94 Euro selber tragen.

Unter dem Punkt "Verschiedenes" teilte Bürgermeister Torsten Bartzsch mit, die Ausschreibung für die Erschließungsmaßnahmen im neuen Baugebiet "Langes Feld VI (3. Abschnitt)" würde nach den Sommerferien erfolgen, da dann mit günstigeren Preisen bei den Baufirmen zu rechnen sei. Demnach könne mit der Erschließung des Gebiets im Frühjahr 2017 begonnen werden.
Des Weiteren informierte der Schultes die Mitglieder des Gremiums über die aktuelle Prognose des Landratsamtes über die Zahlen der Flüchtlinge, die die Gemeinden für 2016 zu erwarten hätten. Danach würden der Gemeinde Murr in diesem Jahr etwa 30 bis 35 Asylbewerber zugewiesen, die im Rahmen der Anschlussunterbringung untergebracht werden müssten.

06.05.2016

Poller am Parkbereich vor dem Gebäude Hindenburgstraße 59 wurden entfernt

Hindenburgstraße vor Gebäude Nr. 59

Vor fast einem Jahr wurden in der Hindenburgstraße und in der Steinheimer Straße probeweise Parkverbotszonen ausgewiesen. Zur Kenntlichmachung und Abgrenzung der Parkbereiche sind, wenn diese endgültig eingerichtet werden, Pflanzkübel vorgesehen. Statt der Pflanzkübel wurden für die Dauer der Probezeit ersatzweise Poller angebracht.
Auf Wunsch des Busbetreibers RBS wurden am Parkbereich vor dem Gebäude Hindenburgstraße 59 die Poller wieder entfernt, um den Bussen das Anfahren von der dortigen Haltestelle Ortsmitte zu erleichtern. Immer dann, wenn dort keine Fahrzeuge parken, können die Busse nun losfahren, ohne an den Pollern vorbeifahren oder wegen Gegenverkehrs warten zu müssen.

06.05.2016

Die Gemeinde Murr gratuliert Herrn Albrecht Blank zum 80. Geburtstag

Aus einer seit Generationen hier ansässigen Familie und echtes "Murrer Kind" feiert Albrecht Blank am 7. Mai 2016 seinen 80. Geburtstag.
Am 10. September 2002 erhielt Herr Blank die Bürgermedaille für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als Gemeinderat überreicht. Von 1975 bis 1999 gehörte er dem Gemeinderat an, 15 Jahre davon als stellvertretender Bürgermeister.
Beim SGV Murr gab er viele Jahre den "Ton vor" - als Leiter der Abteilung Gesang - später als 1. Vorsitzender des größten Vereins in Murr. An der Gründung der Harmonikafreunde war er beteiligt, spielt das Instrument auch selbst noch bei den "Knöpflesdruckern" und auch im SPD- Ortsverein hat er sich lange Jahre in verschiedenen Ämtern engagiert.
Wir gratulieren dem Jubilar sehr herzlich und wünschen ihm alles Gute und vor allem weiterhin viel Gesundheit.

15.04.2016

Abbruch des Pavillons am Kindergarten Mühlweg

Die Abbrucharbeiten am Pavillon im Mühlweg gehen voran
Abbrucharbeiten am Pavillon des Kindergartens Mühlweg

In der vergangenen Woche wurde mit den Arbeiten zum Abbruch des Pavillons am Kindergarten Mühlweg begonnen. Der Pavillon wurde seit der Errichtung im Jahr 1978 für die Kinderbetreuung genutzt.
Unmittelbar nach dem Abbruch des Pavillons wird mit dem Neubau für die Ganztagesbetreuung für Kindergartenkinder begonnen. Der neue Baukörper wird mit dem Alten Schulhaus verbunden. Die Kosten für den Neubau betragen rund 1,2 Millionen Euro. Die Bauzeit wird ca. ein Jahr dauern.
Die Kindergartengruppe, die bisher den Pavillon genutzt hat, ist während der Bauzeit im benachbarten Kinderhaus untergebracht.

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